DE382005C - Verfahren und Vorrichtung zum Auftragen fluessiger Stoffe auf draht- und fadenartige Koerper - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Auftragen fluessiger Stoffe auf draht- und fadenartige KoerperInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Auftragen flüssiger Stoffe auf draht- und fadenartige Körper. Es ist bekannt, Drähte, Fäden oder ähnliche Körper zwecks Lackierung, Tränkung usw. dadurch mit einer Flüssigkeitsschicht zu überziehen, etaß man die Drähte, Fäden o. dgl. durch Behälter hindurchzieht, die finit der Flüssigkeif gefüllt sind. Treten die Drähte o. drl. dabei durch den Flüssigkeitsspiegel in die Flüssigkeit ein und aus dieser heraus, so wird ein Zuviel der I# lüssi-keit entweder durch die Schwerkraft allein oder durch abstreifende Bürsten oder Polster zurückgehalten. In diesem Falle müssen Unileitrollen in die Flüssigkeit eintauchen, über welche (lie Drähte laufen; hierdurch sind große und zum Teil offene Flüssigkeitsbehälter bedingt. flie einen großen Verlust der Lösungsflüssigkeit durch Verdunstung finit sich bringen. Die Polster und Bürsten verschmutzen infolge Ausscheidens des Lösungsmittels und Zurückbleiben der wieder fest werdenden und flann auch durch Oxvdation sich verändernden. gelöst gewesenen Stoffe. Auch in Elen Behältern selbst setzen sich derartige verschmutzende Teile ab, die an den durchlaufenflen Drähten hängen bleiben und eine Verunreinigung der Oberfläche geben. Werden die Drähte aber unterhalb des Flüssigkeitsspiegels durchgeführt, so müssen die Ein- und Austrittsöffnungen stopfbüchsenartig oder sonst elastisch abgeschlossen werden. Die öffnungen oder Düsen setzen gleichfalls eintrocknen(le Teile -il) und verschmutzen die Drähte; auch läßt sich (lie Stärke des Flüssigkeitsauftrage, nicht in der notwendigen Weise regulieren.
- Der Erfindung gemäß werden fliese Nachteile dadurch beseitigt, daß der Draht o. dgl. durch eine mittels Adhäsion festgehaltene kleine l#Ussigkeitsinenge hindurchgezogen wird. Diese kleine Flüssigkeitsmenge, flie an ihrem Träger durch Adhäsion haftet, wirft von der Luft nur an einer ganz kleinen Fläche berührt und bleibt auch nicht längere Zeit mit der Luft in Berührung, (la sie natürlich. dem Verbrauch entsprechend, ständig ergänzt werden inuß. Diese Ergänzung der kleinen Flüssigkeitsmenge erfolgt durch drucklose Zuleitung. um (las Abreißen der durch Adhäsion festgehaltenen Flüssigkeit zu verhindern..
- In der "Zeichnung sind diese Ausführungsformen von Vorrichtungen zur Ausführang tles Verfahrens veranschaulicht.
- Bei der Atisfiilirungsforin nach Abb. i wird in einer senkrechten Düse a ein Tropfen c schwebend erhalten. Dieser schwebende Tropfen, der sich unter (lein Einfluß der Kohäsion bildet. wird durch Adhäsion an der Düse a festgehalten. Der Draht d wird durch diesen Tropfen c- in senkrechter Richtung hindurchgefü hrt, wobei die aufzutragende Flüssigkeitsschicht von dein Draht durch Adhäsion nutgenfmnnnen wird, ohne flaß sich der Tropfen von der Düse a löst. Es ist natürlich zweckmäßig, tlie Atlli:ision zu (leg Düse a möglichst groß zu machen, was durch Vergrößerung der Berührungsfläche, etwa durch Einlagen, wie es Abb.3 zeigt. geschehen kann. da die Adhäsion von fler Größe der benutzten Fläche abhängig ist.
- Die Ergänzung fies schwelenden Tropfens c, tlem Verbrauch entsprechend, geschieht nach Abb. i und 3 durch Elen an tlie Düse a sich anschließenden Stutzen lt, (lein die Flüssigkeit drucklos zugeführt wird, was sich in bekannter Weise erreichen läßt. Der hohle Stutzen b könnte z. B. finit (lein Vorratsbehälter in Verhin(lung stehen. dessen Spiegel durch ein mittels Schwenkung gesteuertes 7ufuhrventil konstant, unfl zwar auf der flöhe des Stutzens h. gehalten wirft.
- Bei der Au,führungsforin nach Aüb.2 ist tlie kleine I@IÜssigkeitsmeue c als eine feine Haut ausgebildet, tlie in der Schleife c ausgespannt ist. Auch diese Haut bildet sich unter dein Eintluß der holiasion und haftet an ihrem Träger, der Schleife e, durch Adhäsion. I? s ist angenommen, (laß die Haut vor der Düse a wagerecht ausgespannt ist und (laß der Draht d senkrecht durch die Flaut hindurchgeht. Der Eintritt der Flüssigkeit hei h erfolgt wiederum drucklos.
- Zti dieser Ausfiihrungsforin sei bemerkt, (laß es bekannt ist, eine ausgespannte Haut einer Farbflüssigkeit durch eine auf und ab gehende Nadel zu hirchstoßen, um die auf dieser haftenbleibende Farbe auf eine 1', lache aufzutragen. Während hierbei der Flüssigkeitshaut durch die Nadel genau bemessene Einzelmengen entnonunen und auf irgendeine Fläche aufgetragen «erden sollen, worauf sie sich wieder schließt, wird bei dein Verfahren nach der Ausführun-sform gemäß Abb.2 der Zeich-, nun- der Draht laufend durch die Flüssi-lceitshaut geführt, tmi sich selbst mit der Flüssigkeit zu Tierlecken, z. B. zu lackieren, wobei dem Draht stän,lig Flüssigkeit atis der atis-es1)annteii Haut zufließt.
- Wird der Draht, wie hei den beschriebenen Ausführungsformen, senkrecht bewegt. so ist es zN"-eckniäßig, ihn nach oben zu bewegen, uni so dein Eigengewicht der schwebenden kleinen 1--liissigkeitsnienfle ent-e-enzuwirken unrl eine weitere Sicherung gegen (las Abreißen der Fliissi-l;eitsnien#,e zu schaffen. Aber auch bei um-ekehrter Bewegung lassen sich stets die Bedingungen herbeiführen. die ein Abreißen der kleinen Flüssigkeitsmenge verhin-(iern. Das gilt auch für wagerechte oder geneigte Bewegung des Drahtes, obwohl derartige Ausführungsformen weniger in Betracht konnneii.
- In Abb. _I. ist angedeutet, (laß eine kleine schwebende 1#lüssigkeitsscliiclitc zwischen zwei Platten f' und t= gebildet ist und (laß der Draht (! in wagerechter Richtung hindurchgeführt wird. Die drucklose Zuleitung der 1# lüssi,-keit erfolgt wiederum durch den Stutzen b. Die Flüssigkeitsschicht c wird nicht nur durch-Adhäsion gegen ihr Eigengewicht in vier Schwelte, sondert. auch gegen (las Abreißen in wagerechter Richtung festgehalten.
- In jedem ]`alle ist dafür zti sorgen, (laß die Adhäsion zu den) Träger der kleinen Flüssigkeitsinen-e ausreichend groß ist, wobei zum Zwecke der Vergrößerung nicht nur die Einlage nach Abb. 3, sondern auch Aufrauhungen der Adhäsionsfläche (Riffeln o. (Igl.) benutzt \\-erden können. L-in (las Einlegen de; Drahtes zu erleichtern, kann rler Trä-er der kleinen llü:@igkeitsmenge finit einen. in der Richtung (les Drahtes verlaufenden Schlitz versehen werden, der zweckmäßig nachträglich wieder verschlossen wird. 1lan kann z. B. die Schleife e der Abb. 2 aufschneiden, um so einen Spalt zu bilden, durch den der Draht seitlich eingeführt werden kann, und der sich dann selbsttätig wieder schließt.
- Auch die Kohäsion ist möglichst groß zu halten, um einen genügenden Querschnitt der durch Adhäsion festgehaltenen Flüssigkeitsinenge zu erreichen. Indessen richtet sich die Kohäsion hauptsächlich nach der Beschaffenheit der 1#lüssigl:eit, die aufgetragen werden soll.
Claims (1)
- PATENT-A--SPRÜCHE: i. Verfahren zum Auftragen von Flüssigkeiten auf draht- und fadenartige Körper, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper durch eine mittels Adhäsion festgehaltene kleine I#lüssigkeitsmenge hindurchgeführt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kleine Flüssigkeitsmenge durch einen schwebenden Tropfen gebilrlet wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kleine Flüssigkeitsmenge durch eine ausgespannte Haut gebildet wird. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, (laß die kleine Flüssigkeitsmenge (furch drucklose Zuleitung der 1,- lüssigkeit ergänzt wird. Vorrichtung zur Ausführung des. Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende (fieser Zuleitung eine senkrechte Düse als Trägerdes schwebenden Tropfens angeordnet ist. -6. Vorrichtung zur Ausführung des. Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Zuleitung eine wagerechte Schleife (oder Rahmen) zum Ausspannen der .Flüssigkeitshaut angeordnet ist. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, (laß der Träger der kleinen Flüssigkeitsmenge mit Mitteln zur Vergrößerung der Adhäsion ausgerüstet ist. B. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, (laß der Träger der kleinen Fliissiz,lceitsuiei.ge finit einem verschließbaren Schlitz zur Einführung des drahtoller fadenartigen Kiirpers versehen ist.
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