DE3823902A1 - Vorrichtung zur oberflaechenbehandlung und insbesondere zur reinigung von fussboeden und dergleichen - Google Patents
Vorrichtung zur oberflaechenbehandlung und insbesondere zur reinigung von fussboeden und dergleichenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Oberflächenbe
handlung und insbesondere zur Reinigung von Fußböden und
dergleichen.
Die Oberflächenbehandlung oder Reinigung von Fußböden bereitet
besondere Schwierigkeiten bei starken Verschmutzungen, etwa
durch festgetretene Kaugummis, Farbreste oder -tropfen und
ähnliche kalt aushärtende Verunreinigungen.
Bei deren Beseitigung sind äußerst zeit- und kostenaufwendige
Maßnahmen erforderlich. Bei Materialien, die sich durch Lösungs
mitteln nicht entfernen lassen, hat man Dampfstrahler mit
chemischen Zusätzen eingesetzt. Der Kostanaufwand ist ganz er
heblich angesichts der Tatsache, daß pro qm zu behandelnden
Bodens etwa eine halbe Stunde erforderlich ist. Zusätzliche
Probleme treten bei dieser Behandlung auf, da Kaugummi bei
einer Temperatur oberhalb 20°C klebrig wird und Farbreste
plastifizieren.
Angesichts dieser vielschichtigen Problematik liegt der Er
findung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art zur Verfügung zu stellen, mittels welcher eine
Reinigung von Fußböden von den genannten Problemmaterialien
rasch, einfach und kostengünstig durchführbar ist.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung durch die im
Kennzeichen des Hauptanspruches angegebenen Merkmale, wobei
hinsichtlich bevorzugter Ausgestaltungen der Vorrichtung auf
die Merkmale der Unteransprüche verwiesen wird.
Nach der Erfindung ist eine rotatorisch angetriebene Halterung
für nadelförmige Stifte vorgesehen, die um ihre Längsachse
drehbar in der Halterung gelagert und stirnendseitig mit der
Bodenoberfläche zur Anlage führbar sind. Die über den Boden
gleitenden nadelförmigen Stifte drehen sich bei einer Rotation
der Halterung um ihre eigene Längsachse und heben dabei in
Sekundenschnelle die Verunreinigung vom Boden ab, wobei
lockere, etwa spanförmige Reste der Verunreinigung übrig
bleiben, die abgefegt oder abgesaugt werden können. Es läßt
sich somit eine gegenüber herkömmlichen Verfahren unvergleich
bar hohe Flächenleistung erzielen.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die
Stifte gegen den Druck einer Feder in Axialrichtung verschiebbar.
Damit kann sich die Eingriffsfläche an Bodenunebenheiten anpassen.
Somit ist auch die Behandlung bzw. Reinigung beispielsweise von
Kopf- oder Verbundsteinplaster möglich.
Die Stifte tragen zweckmäßig eine umlaufende Schulter, die einer
seits eine axiale Lagerfläche für die Stifte in ihrer Halterung
und andererseits eine Anlagefläche für die Druckfeder bildet.
Die Stifte tragen vorzugsweise eine abgerundete Endabschluß
fläche. Sie sind damit in der Lage, sich den Bodenunebenheiten
gleitend anzupassen. Für einen intensiveren Eingriff, insbe
sondere bei ebenen Böden, können die Stifte jedoch auch end
seitig in einem Quersteg oder einem Kreuzsteg auslaufen.
Die Halterung mit dem sie antreibenden Motor ist vorteilhaft
am Fußende eines Stabes befestigt. Damit läßt sich die Vor
richtung von einer Person in stehender Haltung manipulieren
und in einfacher gezielter Weise zum Einsatz bringen.
Die Halterung besteht, entsprechend einer vorteilhaften Ausge
staltung, aus einem Rohrabschnitt, der zwei Endabschlußkappen
trägt, wobei die Stifte in der bodenseitigen Endabschlußkappe
geführt sind. Die im Inneren des Rohrabschnittes angeordneten
Druckfedern, die die Stifte in Richtung der Eingriffsfläche
belasten, sind dementsprechend vor Verunreinigung geschützt.
Zweckmäßigerweise ist die Halterung gegenüber der Bodenfläche
abgestützt. Dabei kann diese Abstützung aus mindestens drei
in Axialrichtung federnd gehaltenen Füßen bestehen. Zum besseren
Eingriff können die Füße endseitig Gummikappen tragen. Ander
erseits kann die Abstützung aus einem die Halterung federnd
aufnehmenden Rohrabschnitt bestehen, wobei sich Halterung und
Rohrabschnitt gegen den Federdruck teleskopartig ineinander ver
schieben. Dabei kann die auf den Boden aufsetzbare Rohrend
abschlußfläche eine umlaufende Dichtung tragen.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und erfindungswesentliche Merkmale
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung verschiedener
Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Dabei zeigt
im einzelnen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung,
Fig. 2 die Seitenansicht eines der nadelförmigen Stifte,
Fig. 3 eine Ansicht der Vorrichtung von unten,
Fig. 4 die Seitenansicht einer Ausgestaltungsform der er
findungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 5 die Bodenansicht eines der nadelförmigen Stifte in
größerem Maßstab, und
Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung einer anderen
endseitigen Ausgestaltung der Stifte.
Die in den Fig. 1 und 4 in ihrer Gesamtheit mit der Bezugs
ziffer 10 versehene Vorrichtung umfaßt als wesentliche Be
standteile die Halterung 11 für die nadelförmigen Stifte 12,
sowie einen Motor 13 für den rotatorischen Antrieb der Halterung
11 um ihre Längsachse.
Wie aus der Darstellung gemäß Fig. 1, die einen Vertikalschnitt
durch die Vorrichtung 10 wiedergibt, deutlich wird, besteht die
Halterung 11 aus einem Rohrabschnitt 14 , der mit einer oberen
Endabschlußkappe 15 sowie einer unteren Endabschlußkappe 16
beidseitig verschlossen ist. In der unteren Endabschlußkappe 16
sind in entsprechenden Bohrungen die nadelförmigen Stifte 12
um ihre eigene Längsachse drehbar gehalten. Einer dieser Stifte
ist in Fig. 2 in Seitenansicht dargestellt. Es handelt sich hier
bei um einen im wesentlichen zylindrischen Körper, der in einem
Abstand von seinem oberen Ende eine umlaufende Schulter 17 trägt.
Wie die Fig. 1 zeigt, liegen die Stifte 12 mit der Unterseite der
umlaufenden Schulter 17 an der oberen Fläche der unteren Endab
schlußkappe 16 an. Sie stehen unter dem Druck einer Spiralfeder
18, die über eine Zwischenscheibe 19 gegen die obere Fläche der
umlaufenden Schulter 17 drückt. Die Stifte 12 sind dementsprechend
gegen den Druck der Feder 18 axial verschieblich und um ihre
eigene Längsachse drehbar in der unteren Endabschlußkappe 16 ge
halten.
Die obere Endabschlußkappe 15 der Halterung 11 ist mit Sack
löchern versehen, die den Bohrungen innerhalb der unteren End
abschlußkappe 16 gegenüberliegen. Die Sacklöcher nehmen Halte
stifte 20 auf, die ebenfalls eine umlaufende Schulter 21 tragen
und die jeweiligen Gegenlager der Spiralfedern 18 bilden.
Die im einzelnen nicht dargestellte Antriebswelle des Motors 13
ist an die obere Abschlußkappe 15 der Halterung 11 angeflanscht,
während das Gehäuse des Motors 13 mit dem in Fig. 4 angedeuteten
Stab 22 in Verbindung steht. Mittels des Stabes 22 läßt sich
die Vorrichtung 10 manipulieren und an den gewünschten bzw.
erforderlichen Stellen einsetzen.
Die untere Endabschlußkappe 16 der Halterung 11 ist, wie die
Fig. 3 zeigt, über Senkschrauben 23 an dem Rohrabschnitt 14
gehalten. Die nadelförmigen Stifte 12 beschreiben bei rotierender
Halterung Kreisbahnen, die jeweils radial nebeneinanderliegen,
wie dies aus der Unteransicht gemäß Fig. 3 deutlich wird.
Gemäß der in Fig. 4 schematisch wiedergegebenen Ausführungsform
ist eine besondere Abstützung 24 der Halterung 11 gegenüber dem
Boden vorgesehen. Die Abstützung 24 umfaßt Füße 25, die an ihren
unteren Enden Gummikappen 26 tragen, über welche sie sich auf
dem Boden abstützen. Die Füße 25 bilden ein Gegenlager für die
Aufnahme des Drehmomentes, wenn die Stifte in Eingriff mit dem
Boden bzw. der Verschmutzung, wie etwa einem festgetretenen
Kaugummi 27, stehen.
Die Füße 25 der Abstützung 24 durchgreifen gleitend Führungen
28 und 29, die ihrerseits gleitend von Umfangsnuten der Halterung
11 aufgenommen sind, wobei sich diese gegenüber den Halterungen
28 und 29 zu drehen vermag. Die Füße 25 tragen Ringe 30 als
Gegenlager für eine Spiralfeder 31, die sich am gegenüber
liegenden Ende an der Führung 28 abstützt. Auch der Stab 22
ist gegenüber der Abstützung 24 verschieblich geführt.
Bei der Entfernung der Verunreinigung 27 vom Boden wird zu
nächst die Vorrichtung 10 derart plaziert, daß die Füße 25
mit den Gummikappen 26 die Verunreinigung 27 übergreifen. Der
Stab 22 wird sodann in Richtung des Pfeiles 32 verschoben, bis
die Stifte 12 mit dem Boden bzw. der Verunreinigung 27 zum
Eingriff kommen. Gleichzeitig wird der Motor 13 aktiviert, der
die Halterung 11 in Rotation um ihre Längsachse versetzt.
Augenblicklich wird die Verunreinigung 27 in Spänen vom Boden
abgelöst.
Gemäß einer anderen, nicht dargestellten, Ausführungsform besteht
die Abstützung aus einem teleskopartig die Halterung 11 umgreifen
den Rohrabschnitt, der entlang seiner Unterkante mit einem Gummi
ring versehen ist.
Die Stifte 12 können, gemäß der in Fig. 5 dargestellten Aus
führungsform, in einem Quersteg 33 auslaufen. Es kommt hierbei
zu einem intensiveren Eingriff des Stiftes 12 mit der Verun
reinigung 27, wodurch die Eigenrotation des Stiftes 12 ge
fördert wird.
Einen noch stärkeren Antrieb zur Eigenrotation erhalten die
Stifte 12 bei ihrer Endausbildung als Kreuzsteg 34, wie dies
in Fig. 6 wiedergegeben ist.
Es soll an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich angeführt
werden, daß es sich bei der vorangehenden Beschreibung ledig
lich um eine solche beispielhaften Charakters handelt, und daß
verschiedene Modifikationen und Abänderungen möglich sind, ohne
dabei den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
(List of reference numerals)
(List of reference numerals)
10 Vorrichtung
11 Halterung
12 nadelförmige Stifte
13 Motor
14 Rohrabschnitt
15 obere Endabschlußkappe
16 untere Endabschlußkappe
17 umlaufende Schulter von 12
18 Spiralfeder
19 Zwischenscheibe
20 Haltestift
21 umlaufende Schulter
22 Stab
23 Senkschrauben
24 Abstützung
25 Füße
26 Gummikappen
27 Kaugummi
28 Führung
29 Führung
30 Ringe
31 Spiralfeder
32 Pfeil
33 Quersteg
34 Kreuzsteg
11 Halterung
12 nadelförmige Stifte
13 Motor
14 Rohrabschnitt
15 obere Endabschlußkappe
16 untere Endabschlußkappe
17 umlaufende Schulter von 12
18 Spiralfeder
19 Zwischenscheibe
20 Haltestift
21 umlaufende Schulter
22 Stab
23 Senkschrauben
24 Abstützung
25 Füße
26 Gummikappen
27 Kaugummi
28 Führung
29 Führung
30 Ringe
31 Spiralfeder
32 Pfeil
33 Quersteg
34 Kreuzsteg
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung und insbesondere zur
Reinigung von Fußböden und dergleichen, gekennzeichnet durch
eine rotatorisch angetriebene Halterung (11) für nadelförmige
Stifte (12), die um ihre Längsachse drehbar in der Halterung
(11) gelagert und stirnendseitig mit der Bodenoberfläche zur
Anlage führbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stifte (12) gegen den Druck einer Feder (18) in Axial
richtung verschiebbar sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stifte (12) eine umlaufende Schulter
(17) tragen.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stifte (12) eine abgerundete Endab
schlußfläche besitzen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Stifte (12) endseitig in einem Quer
steg (33) auslaufen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Stifte (12) endseitig in einem Kreuz
steg (34) auslaufen.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Halterung (11) einen Rohrab
schnitt (14) umfaßt, der zwei Endabschlußkappen (15, 16) trägt,
wobei die Stifte (12) in der bodenseitigen Endabschlußkappe
(16) geführt sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halterung (11) mit dem sie antreibenden
Motor (13) am Fußende eines Stabes (22) befestigt ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Halterung (11) gegenüber der
Bodenfläche abstützbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abstützung aus mindestens drei, in Axialrichtung federnd
gehaltenen Füßen (25) besteht.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Füße (25) endseitig Gummikappen (26) tragen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abstützung aus einem die Halterung (11) federnd aufnehmenden
Rohrabschnitt besteht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die auf den Boden aufsetzbare Rohrendfläche eine umlaufende
Dichtung trägt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3823902A DE3823902A1 (de) | 1988-07-14 | 1988-07-14 | Vorrichtung zur oberflaechenbehandlung und insbesondere zur reinigung von fussboeden und dergleichen |
| EP89112962A EP0352570A1 (de) | 1988-07-14 | 1989-07-14 | Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung und insbesondere zur Reinigung von Fussböden und dergleichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3823902A DE3823902A1 (de) | 1988-07-14 | 1988-07-14 | Vorrichtung zur oberflaechenbehandlung und insbesondere zur reinigung von fussboeden und dergleichen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3823902A1 true DE3823902A1 (de) | 1990-01-18 |
Family
ID=6358679
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3823902A Withdrawn DE3823902A1 (de) | 1988-07-14 | 1988-07-14 | Vorrichtung zur oberflaechenbehandlung und insbesondere zur reinigung von fussboeden und dergleichen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0352570A1 (de) |
| DE (1) | DE3823902A1 (de) |
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1988
- 1988-07-14 DE DE3823902A patent/DE3823902A1/de not_active Withdrawn
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1989
- 1989-07-14 EP EP89112962A patent/EP0352570A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |