DE3824569A1 - Vorrichtung zur herstellung einer faserbahn - Google Patents
Vorrichtung zur herstellung einer faserbahnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Herstellen von sog. Non-woven-Faserstrukturen und, insbeson
dere, die wirksame Herstellung von einheitlichen Bahnen aus
kurzen Fasermaterialien, z. B. einem Vorrat aus einlagiger
Zellstoffpappe.
Nicht gewebte Stoffe sind Strukturen, die aus einer Ansamm
lung von Fasern bestehen, typischerweise in Form einer Bahn.
Derartige Stoffe werden in großem Umfang für wegwerfbare Ge
genstände verwendet, z. B. Handtücher, Tischtücher, Vorhänge,
Krankenhaushauben, Stoffe usw., weil sie weit weniger kost
spielig herzustellen sind als übliche Textilstoffe, die mit
tels Web- und Wirkverfahren hergestellt werden.
Es sind zahlreiche unterschiedliche Verfahren zum Herstellen
von Non-woven-Strukturen bekannt. Indessen sehen diese Ver
fahren, wenn sie zum Erzeugen von gleichförmigen Pulpefaser
strukturen aus einlagiger Zellstoffpappe angewandt werden, im
allgemeinen das Einführen der vereinzelten Pulpefasern in
einen Luftstrom vor, so daß die Fasern mit hoher Geschwindig
keit und erheblicher Verringerung ihrer Dichte einem sich be
wegenden Verdichtungssieb zugeführt werden, auf dem die Fa
sern in Form einer fortlaufenden Bahn angesammelt werden. Die
vereinzelten Pulpefasern können durch Verwendung ver
schiedener Hammermühlen erzeugt werden. Alternativ können die
Fasern durch Verwendung eines Vorreißers oder einer Kratzen
walze bzw. einer mit Draht bewickelten Rolle erzeugt werden,
um die Zellstoffpappe zu zermahlen oder zu zerreißen. Ein
Luftstrom wird tangential über den faserbeladenden Vorreißer
hinweggeführt oder um die Mühle herum, um die Faser abzuneh
men oder zu entfernen und sie in dem Luftstrom mitzureißen.
Typischerweise ist der Luftstrom mit den Fasern innerhalb ei
ner Leitung von der Zerreißstelle bis zur Ablagestelle auf
dem Verdichtungssieb geführt. Um die Geschwindigkeiten der
Luftströme in der Leitung hoch genug zu halten, um eine ein
heitliche Strömung und Ablage der Fasern auf dem Ver
dichtungssieb zu erreichen und zu gewährleisten, daß die Fa
sern nicht an den Leitungswänden haften bleiben, ist es not
wendig, ein Gebläse oder eine andere Saugvorrichtung unter
halb des Verdichtungssiebes anzuordnen, um einen Druck von
mindestens 50,8 cm Wassersäule und oft bis zu 254 cm Wasser
säule hervorzurufen.
Die US-PS 35 12 218 von Langdon beschreibt eine Vorrichtung
zum Herstellen von Non-woven-Bahnen mit zwei Vorreißern. Die
Fasern werden von den Vorreißern mittels eines einzigen Luft
stromes abgenommen, der durch einen Saugkasten unter dem Ver
dichtungssieb gebildet wird. Die US-PS 35 35 187 von Woods
beschreibt eine ähnliche Anordnung, bei der zwei Luftströme
benutzt werden, um die Fasern von dem Vorreißer abzunehmen.
Gemäß der US-PS 37 72 739 von Lovgren werden sowohl Pulpefa
sern als auch längere Textilfasern vereinzelt und in einer
Vorrichtung gemischt, bei der Hochgeschwindigkeitsvorreißer
benutzt werden, die mit verschiedenen Drehzahlen laufen. Wie
bei den anderen Vorveröffentlichungen werden die vereinzelten
Fasern von ihren entsprechenden Vorreißern durch getrennte
Luftströme abgenommen, die durch ein Sauggebläse erzeugt wer
den, das in dem Verdichtungsabschnitt der Vorrichtung ange
ordnet ist. Eine Ablenkplatte ist in den US-PS 37 68 118
von Rufo et al. und 37 40 797 von Farrington beschrieben, die
zwischen zwei Vorreißern zur Steuerung des Mischungsgrades
von Fasern eingesetzt ist, die durch Luftströme abgenommen
werden, welche über getrennte Vorreißer geführt werden.
Bei diesen Vorveröffentlichungen und allgemein in der vorbe
kannten Technik treiben die Hochgeschwindigkeitsluftströme
die Fasern gegen das sich bewegende Verdichtungssieb mit ei
ner solchen Geschwindigkeit, daß die resultierende Bahn zu
sammengedrückt wird. Zusätzlich werden die Teilchen, nachdem
sie den Vorreißer verlassen haben, zu dem Verdichtungssieb
durch eine Leitungskonstruktion geführt, die ihre Bewegungs
bahn verengt und aufgrund des Luftdrucks ihre Bewegung beschleunigt.
Um zu gewährleisten, daß der Luftdruck nicht re
duziert wird, sind Dichtungsmittel vorgesehen, wo die Lei
tungskonstruktion mit dem sich bewegenden Verdichtungssieb in
Berührung kommt. Dies kann in Form von schwimmenden oder sich
drehenden Dichtungen der Fall sein, die außerdem die Faser
bahn zusammenpressen, wenn sie von dem Verdichter auf das
sich bewegende Sieb mitgeführt wird.
Aufgrund des erheblichen Drucks, der erzeugt werden muß, um
die Hochgeschwindigkeitsluftströme hervorzurufen, erfordern
die bekannten Verfahren zum Herstellen von Pulpebahnen einen
erheblichen Energieaufwand. Außerdem wird die fertige Bahn
sowohl durch den Luftstrom als auch durch die Abdichtungen
komprimiert, die verwendet werden, um den Druck für den Luft
strom aufrechtzuerhalten. Es wäre daher ganz eindeutig für
die Herstellung von flauschigen Faserstrukturen vorteilhaft,
wenn sie mit einem wesentlich geringeren Energieaufwand und
mit geringerer Kompression, d. h. wesentlich größerer Flau
schigkeit, hergestellt werden könnten.
Die vorliegende Erfindung ist auf ein Verfahren und eine Vor
richtung gerichtet zum
- 1. Herstellen von äußerst flauschi gen, aus kurzen Fasern bestehenden Strukturen ohne die Ver wendung von Hochgeschwindigkeitsluftströmen und Leitungskon struktionen, derart, daß viel weniger Energie benötigt wird und
- 2. zum Mischen anderer Fasern oder teilchenförmigen Ma terials in die Faserstruktur.
Bei einem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung
wird ein Rahmen verwendet, der ein endloses Fördersieb in
seinem unteren Abschnitt aufweist. Dieses Sieb tritt in die
Rahmenstruktur an einem Ende ein und verläßt es an dem ande
ren Ende. An den Stellen, wo das Fördersieb in den Rahmen
eintritt und diesen verläßt, ist der Rahmen zur Atmosphäre
hin offen.
An einem anderen Teil des Rahmens ist eine Zuführvorrichtung
zum Zuführen von aus kurzen Fasern bestehendem Material,
z. B. Zellstoffpappe, in Berührung mit einem sich mit hoher
Geschwindigkeit drehenden Vorreißer vorgesehen. Die Zuführ
vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Zuführrolle,
die die Pappe gegen den Vorreißer drückt, und einem Nasen-
Querstück, das die Pappe an Ort und Stelle hält, wenn ihr
Ende durch die aus Draht bestehenden Vorsprünge des Vor
reißers zerkleinert wird.
Es wurde festgestellt, daß beim Fehlen eines Hochgeschwin
digkeitsluftstroms die durch den Vorreißer erzeugten verein
zelten kurzen Fasern dazu neigen, der Umfangsrichtung des
Vorreißers zu folgen. Wenn indessen eine Ablenkplatte paral
lel zur Vorreißerachse, jedoch in geringem Abstand von ihrer
Umfangsfläche, angeordnet wird, werden die Fasern von dem
Vorreißer in einen Strom in Richtung des Fördersiebes ge
lenkt, das in dem unteren Teil des Rahmens angeordnet ist.
Auf dem Fördersieb werden die einzelnen Teilchen in einer
Non-woven-Faserstruktur angehäuft. Wenn das Sieb bewegt wird,
wird eine kontinuierliche Faserstruktur gebildet, die sich
aus dem offenen Ende des Rahmens heraus bis zu anderen Bear
beitungseinrichtungen erstreckt.
Falls gewünscht, kann ein verhältnismäßig niedriger Luftdruck
in einer Saugkammer unter dem Sieb erzeugt werden. Dadurch
wird die Entwicklung von Staubteilchen auf einem Minimum ge
halten und die seitliche Anordnung der Fasern beim Formen der
Bahn verbessert. Indessen ist dieser niedrige Druck unzu
reichend, um die einzelnen Fasern von dem Vorreißer abzuneh
men. Insbesondere können die Saugdrücke geringer als 12,7 cm
Wassersäule und vorzugsweise im Bereich von 1,27 bis 2,54 cm
Wassersäule im Gegensatz zu 50,8 bis 254 cm Wassersäule be
tragen, wie sie bei bekannten Verfahren angewandt werden.
Durch dieses neue Verfahren gebildete Pulpebahnen sind typi
scherweise flauschiger als Bahnen, die unter Verwendung übli
cher Verfahren gebildet sind, und zwar wegen der geringeren
Kompressionswirkung, die sich daraus ergibt, daß der Hochge
schwindigkeitsablagerungsstrom eliminiert ist sowie durch die
Vermeidung von Dichtungen, die am Ausgang des Fördersiebes
aus dem Rahmen angeordnet sind.
Andere Materialien können mit dem von dem Vorreißer abgelenk
ten Faserstrom vermischt werden. Dies wird durch die
Anordnung eines Zuführtroges parallel zu dem Nasen-Querstück
erreicht. Die Drehung des Vorreißers ruft einen Luftstrom
hoher Geschwindigkeit in der Nähe der sich drehenden
Oberfläche hervor, der teilchenförmige oder faserige
Materialien in einen Trog zu dem Vorreißer zieht, wo er mit
dem Faserstrom vermischt wird. Dies führt zur Erzeugung eines
einzigartigen gemischten Non-woven-Fasererzeugnisses.
Wenn zwei Materialien unterschiedlicher Dichte durch Verwen
dung eines Zuführtroges kombiniert werden, ist es auch mög
lich, die relative Lage der beiden Bestandteile in der resul
tierenden Faserstruktur durch Änderung der Form der Entlade
kante der Ablenkplatte zu steuern. Eine scharfkantige, gerade
Platte ergibt eine einheitlich gemischte Bahn. Eine Entlade
kante jedoch, die gegenüber der normalen Strömungsrichtung
abgewinkelt oder weggekrümmt ist, ruft eine Haftwirkung her
vor, die dazu führt, daß an Gewicht leichte Partikel der Kon
tur der Wand folgen, während schwere Partikel unter der
Schwerkraftwirkung einer geraden Linie folgen. Das Ergebnis
ist ein Überwiegen schwerer Partikel in den unteren Schichten
der Faserstruktur und leichter Teilchen in den oberen Schich
ten.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der schematischen Zeich
nungen von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Vorrichtung
zum Ausführen der vorliegenden Erfindung, wo
bei jedoch der Rahmen entfernt ist;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer teilweise
weggebrochenen Seitenansicht der Vorrichtung
zum Durchführen der Erfindung, einschließlich
des Rahmens derselben;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines gemäß der
Ausführungsform in Fig. 1 hergestellten
Erzeugnisses;
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung
in Fig. 1, ausgerüstet mit einem Zuführtrog;
Fig. 5 eine Seitenansicht der Vorrichtung in Fig. 4,
welche zwei Zuführtröge und die Wirkung der
Abwinklung der Ablenkplatte zeigt; und
Fig. 6A und 6B Querschnitte des mittels der Vorrichtung in
Fig. 5 hergestellten Erzeugnisses.
In Fig. 1 ist der untere Teil einer Rahmenkonstruktion zur
Ausführung der vorliegenden Erfindung gezeigt. Diese Kon
struktion umfaßt eine untere Vakuumkammer 10, die Vakuum
kräfte auf ein Fördermaschensieb 12 ausübt. Dieses Sieb wird
mittels eines nicht gezeigten Motors derart bewegt, daß es
sich in Fig. 1 von rechts nach links bewegt, wie durch den
Pfeil A gezeigt ist. Da das Sieb 12 endlos ist, wird es um
eine Rolle 13, unter der Vakuumkammer 10, über eine Rolle 15
und zurück in den Vorrichtungsrahmen über die obere Seite der
Vakuumkammer 10 geführt. Die Löcher in dem Fördersieb 12
ermöglichen die Ausübung einer Saugkraft, die geringer als
12,7 cm Wassersäule ist und vorzugsweise im Bereich von 1,27
bis 2,54 cm Wassersäule liegt und durch das Sieb hindurch
dort wirksam ist, wo sich das Sieb über Öffnungen in der
Vakuumkammer 10 befindet. Dieses geringe Vakuum wird in der
Kammer 10 durch eine Saugleitung 19 hervorgerufen, die sich,
wie ersichtlich, von einer Seite des Gehäuses erstreckt. Das
Fördersieb 12 durchschneidet den Strom 20 von vereinzelten
kurzen Fasern, z. B. Pulpefasern, und häuft sie an, um die
Non-woven-Struktur oder die Materialbahn 20 zu bilden.
Eines der wünschenswerten Merkmale dieser Vorrichtung besteht
darin, daß die zu bildende Non-woven-Struktur 22 auf einem
porösen Substrat 26 hergestellt werden kann. Dieses Substrat
26 kann Seidenpapier oder ein ähnliches poröses, dünnes Bahn
material sein. Es kann von einer Rolle 27 zugeführt und in
den Rahmen durch das Sieb 12 hineingetragen werden. Ein der
artiges Substrat wird im allgemeinen eine gleichförmige
Breite aufweisen, die dieselbe oder größer als diejenige der
gebildeten Bahn 22 ist. In Fig. 1 ist jedoch das Substrat 26
teilweise weggebrochen dargestellt, um das Sieb 12 freizule
gen.
Das Rohmaterial für die Erzeugung der Fasern wird typischer
weise aus einlagiger Zellstoffpappe 30 gewonnen. Derartige
Zellstoffpappen sind in unterschiedlichen Dicken und Längen
erhältlich. Es können aus ihnen unmittelbar kurze Fasern her
gestellt werden. Die Bezeichnung "kurze Fasern" bezieht sich
typischerweise auf Papierherstellungsfasern, wie z. B. Holz
pulpefasern oder Baumwollinters, mit einer Länge von weniger
als etwa 6,35 cm. Diese Fasern sind im allgemeinen billig und
haben absorbierende Eigenschaften, so daß sie in großem Um
fang zur Herstellung von Non-woven-Erzeugnissen verwendet
werden. Außer aus Zellstoffpappe können kurze Fasern aus
zahlreichen Holz-, Asbest- oder Glasfaserarten und dergl.
gewonnen werden.
Einzelne kurze Fasern werden in dem Beispiel gemäß Fig. 1 und
2 aus der Zellstoffpappe 30 mittels einer Zuführrolle 32,
eines Nasen-Querstücks 34 und eines Vorreißers 36 herge
stellt. Insbesondere wird die Zuführrolle 32 durch nicht ge
zeigte Motoren gedreht, um die Zellstoffpappe 30 gegen die
aus Draht bestehenden Vorsprünge des Vorreißers 36 zu trei
ben. Weil die Zellstoffpappe flexibel ist, muß sie an ihrem
Ende derart festgehalten werden, daß die Vorsprünge des Vor
reißers die Fasern von der Pappe öffnen oder abtrennen kön
nen. Dies wird durch das Nasen-Querstück 34 erreicht.
Die Geschwindigkeit der Zuführrolle 32 steuert die Geschwin
digkeit, mit der die Zellstoffpappe gegen den Vorreißer vor
geschoben wird und wirkt daher auf die Dicke der Bahn ein,
die bei irgendeiner bestimmten Geschwindigkeit des För
dersiebes 12 gebildet wird. Der Abstand des Nasen-Querstücks
von der Zuführrolle und dem Vorreißer wird für die bestimmte,
jeweils verwendete Zellstoffpappe 30 derart optimiert, daß
gewährleistet werden kann, daß eine vollständige Abtrennung
der Fasern erreicht wird. Außerdem wird die Geschwindigkeit
des Vorreißers so eingestellt, daß der Zerfaserungsprozeß
optimiert wird. Zum Beispiel kann ein Vorreißer mit einem Durchmes
ser von 22,86 cm mit einer Drehzahl von etwa 4000 bis 6000
U/min gedreht werden.
Wenn die Fasern von der Pappe 30 abgetrennt werden, werden
sie in einem Luftstrom mitgeführt, der durch die hohe Drehge
schwindigkeit des Vorreißers 36 hervorgerufen wird. Infolge
dessen neigen die Fasern dazu, der Kontur des Umfangs des
Vorreißers zu folgen. Um diese Fasern von dem Vorreißer abzu
nehmen, ist eine Ablenkplatte 40 an einer bestimmten Stelle
längs der Umfangsdrehrichtung des Vorreißers 36 angeordnet.
Mit dieser Ablenkplatte wird bezweckt, den Strom der einzel
nen Fasern von dem Vorreißer abzutrennen und ihn auf das För
dersieb zu richten. Die Ablenkplatte steht nicht mit dem Vor
reißer in Berührung. Es wird jedoch angenommen, daß sie wirk
sam ist, um die Fasern von dem Vorreißer durch Ablenkung des
durch die Vorreißerdrehung hervorgerufenen Luftstromes in
Richtung des Fördersiebes abzutrennen, so daß die Fasern, die
in diesem Luftstrom mitgeführt werden, dem auf den Förderer
gerichteten Luftstrom folgen.
In Fig. 2 ist ein Rahmen 50 für die Vorrichtung dargestellt.
Der Rahmen hat keine Oberseite, sondern nur Seitenwände 52,
die weggebrochen dargestellt sind, so daß das Innere der Kon
struktion sichtbar ist. Diese Seitenwände 52 dienen der Ab
stützung der Zuführrolle 32, des Nasen-Querstücks 34 und des
Vorreißers 36.
Die Stirnwände 54 und 55 am Ausgang und Eingang der Vorrich
tung enden in einem gewissen Abstand oberhalb des Fördersie
bes 12. Infolgedessen ist das Innere des Rahmens zur Atmo
sphäre hin offen und kann nicht einem hohen Vakuum ausgesetzt
werden. Ferner enthalten die Stirnwände 54, 55 keine Dich
tungsrollen oder schwimmenden Dichtungen, um ein Vakuum auf
rechtzuerhalten. Das Fehlen einer solchen Dichtung an der
Stirnwand 54 gewährleistet, daß die natürliche Flauschigkeit
der durch die vorliegende Erfindung erzeugten Bahn nicht
durch Komprimieren nachteilig beeinflußt wird.
Wie Fig. 2 zeigt, ist ein Motor 56 mit einem Riemen 57 ver
bunden und dreht den Vorreißer mit der Geschwindigkeit an,
die eine optimale Vereinzelung der Fasern gewährleistet.
Eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ermöglicht
die Bildung von gleichförmigen Pulpebahnen geringer Dichte
mit Geschwindigkeiten von mehr als 91,4 m/min. Bei einer Ge
schwindigkeit von 91,4 m/min können Bahngewichte von bis zu
67,81 g/m2 erreicht werden. Bei geringeren Geschwindigkeiten
kann die Vorrichtung Bahnen von über 678,11 g/m2 erzeugen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich eine Ab
deckung 59 von der Ablenkplatte 40 zu der Zuführrolle 32 auf
der von dem Faserstrom 20 abgekehrten Seite des Vorreißers.
Dies trägt zusätzlich dazu bei zu verhindern, daß der Luft
strom vollständig den Vorreißer umströmt und einzelne Fasern
über die Ablenkplatte 40 hinaus mit sich trägt.
Während typischerweise eine einlagige Zellstoffpappe 30 zu
dem Vorreißer zugeführt werden würde, ist es auch möglich,
gleichzeitig getrennte Pappen 30 a, 30 b und 30 c der Vorrich
tung zuzuführen (Fig. 1). Ferner ist es möglich, einheitliche
Pappen mit drei unterschiedlichen Segmenten zu bilden. Diese
Segmente 30 a, 30 b, 30 c können sich in ihrer Zusammensetzung
unterscheiden oder eine unterschiedliche Farbe aufweisen.
Wenn eine derartige Anordnung benutzt wird, ist die
Querschnittszusammensetzung der erzeugten Bahn in Fig. 3
gezeigt. Insbesondere sind drei getrennte seitliche Zonen in
der X-Richtung der Fig. 3 vorhanden, die das Bahnmaterial
bilden. Die Bahn ist fortlaufend in Längs- oder Y-Richtung
und kann, wenn gewünscht, unterteilt werden, um Produkte be
stimmter Länge zu erzeugen. Die Höhe der Produkte, (d. h. in
Z-Richtung) hängt von der Geschwindigkeit des Förderers
(größere Höhe bei geringerer Geschwindigkeit) und der Ge
schwindigkeit der Zuführrolle 32 (größere Höhe bei größerer
Geschwindigkeit) ab. Gemäß der vorliegenden Erfindung erzeugte
Produkte sind flauschiger als übliche Erzeugnisse. Es wird
angenommen, daß dies sich dadurch ergibt, daß bei der vorlie
genden Erfindung der Anteil der einzelnen Pulpefasern größer
ist, deren Achsen im allgemeinen senkrecht zum Fördersieb
verlaufen, als bei früheren Hochvakuumsystemen. Dies ergibt
eine größere Elastizität der Bahn senkrecht zu dem Sieb
(d. h. in Z-Richtung) und ein Produkt, das eine bessere
Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit aufweist. Wenn eine starke
Saugkraft unter dem Sieb verwendet wird, neigen die Fasern
dazu, sich flachzulegen, wodurch ihnen die Elastizität senk
recht zu dem Sieb und die natürlichen Kanäle für das Leiten
von Flüssigkeit quer durch die Dicke der Bahn genommen wer
den.
Bei üblichen, zwei Rotoren aufweisenden Maschinen, wie z. B.
derjenigen, die in US-PS 37 40 790 von Farrington beschrieben
ist, entsteht, wenn ein Vorreißer mit einer Länge von
101,6 cm verwendet wird, ein Verlust von zwischen 3,63 und
5,44 kg Pulpe pro Stunde aufgrund der hohen Saugwirkung. Dem
gegenüber entsteht bei der vorliegenden Erfindung nur ein
Verlust von 0,136 kg pro Stunde. Infolgedessen geht weniger
Material verloren, und es ist in geringerem Umfang erforder
lich, den der Maschine benachbarten Bereich zu reinigen.
Bei einer von Leitungen freien Vorrichtung gemäß der vorlie
genden Erfindung weist der Materialstrom ein größeres Faser-
zu-Luft-Verhältnis auf als bei einer Maschine ähnlich derje
nigen gemäß der vorstehend genannten US-PS. Die Fasern werden
jedoch mit geringerer Geschwindigkeit aufgebracht. Diese bei
den Wirkungen neigen dazu, sich gegenseitig auszuschließen,
so daß die von Leitungen freie Vorrichtung zur Herstellung
einer solchen Bahn dieselbe Durchlaufleistung hat wie eine
übliche Vorrichtung. Außerdem besteht bei einer üblichen Vor
richtung zur Herstellung einer Faserbahn die Neigung einer
Faserüberlappung, die eine Schindelwirkung in der Maschinen-
oder Fördersiebrichtung hervorruft. Dies kann zu einer Durch
trennung der Bahn führen. Diese Schindelbildung tritt jedoch
bei gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten Erzeugnis
sen nicht auf.
Es kann erwünscht sein, andere Materialien in die Non-woven-
Struktur einzumischen, die mit der Vorrichtung gemäß der vor
liegenden Erfindung hergestellt wurde. Dies kann durch die
Anordnung eines offenen Zuführtroges 60 unter dem Nasen-Quer
stück 34 erreicht werden, wie Fig. 4 zeigt.
Vereinzelte kurze Fasern, z. B. aus einer Hammermühle, oder
andere feinteilige Materialien, z. B. hochabsorbierende Pu
der, werden in den Trog eingebracht oder in abgemessener
Menge eingefüllt. Der Hochgeschwindigkeitsluftstrom, der in
der Nähe der Oberfläche des Vorreißers aufgrund seiner Dreh
ung hervorgerufen wird, reißt das feinteilige Material,
(z. B. Fasern oder Granulate) in den Trog in Richtung des
Vorreißers mit. Das Material wird zu dem Vorreißer hin mitge
führt, weil die Drehung des Vorreißers mit hoher Drehzahl
einen Bereich niedrigen statischen Druckes an ihrem Umfang
hervorruft.
An den Vorreißer werden die Teilchen aus dem Zuführtrog mit
den dem Vorreißer folgenden Fasern vermischt und erzeugen
eine im allgemeinen gleichförmige Faser- und Teilchenmi
schung. Diese Mischung wird von dem Vorreißer als gemischter
Faserstrom von der Ablenkplatte 40 abgelenkt. Infolgedessen
ergibt sich ein Mischungsprodukt, wie in Fig. 6A gezeigt.
Wie Fig. 4 zeigt, können im Trog längs verlaufende Teiler 61
vorgesehen sein. Unterschiedliches teilchenförmiges Material
kann in jedem Abschnitt des von den Teilern gebildeten Troges
angeordnet werden. Diese unterschiedlichen Materialien neigen
dazu, zu demjenigen Teil des Vorreißers mitgerissen zu wer
den, der sich unmittelbar vor demjenigen Teil des Troges
befindet, wo sie sich befinden, und sie werden danach zu dem
entsprechenden Teil der sich bildenden Bahn abgelenkt. Wenn
Materialien A, B und C im gleichen Abstand voneinander in dem
Trog vorgesehen sind, wird das Material in dem Bahnerzeugnis
gemischt, wie Fig. 3 zeigt. Der Unterschied gegenüber der
vorherigen Beschreibung der Fig. 3 besteht jedoch darin, daß
die Pulpefasern gleichförmig sind und die Materialveränderung
in der Konzentration der mit der Pulpe vermischten Teilchen
vorliegt.
Anstelle eines einzigen Zuführtroges können auch ein oder
mehrere zusätzliche Tröge verwendet werden. Wie Fig. 5 zeigt,
ist ein zweiter Trog 64 oberhalb des ersten Troges 60 ange
ordnet und bildet eine zusätzliche Quelle teilchenförmigen
Materials für den Faserstrom. Wie bei dem Trog 60 kann der
Trog 64 eine Anzahl von Teilern unterschiedlicher Bauarten
für teilchenförmiges Material in jedem Abschnitt des Troges
aufweisen. Diese Materialien im Trog 64 werden nicht nur mit
den kurzen Fasern vermischt, sondern sie werden auch mit dem
teilchenförmigen Material im Trog 60 vermischt, das sich in
der Nähe desselben Abschnitts des Vorreißers befindet. Daraus
folgt, daß Streifen von einzigartig vermischten Kombinationen
von zwei oder mehr Teilchen und kurzen Fasern entlang der
kontinuierlichen Fertigungsstrecke für die Faserstruktur ge
bildet werden können.
Im allgemeinen ist die Ablenkplatte 40 gerade, und der Faser
strom wird auf den Förderer senkrecht nach unten gerichtet,
wie die durchgehenden Pfeile in Fig. 5 zeigen. Dies führt zu
einer gleichmäßigen Mischung kurzer Fasern und Teilchen, wie
Fig. 6A zeigt. Wenn jedoch die Kante der Ablenkplatte in der
Nähe des Faserstromes abgewinkelt ist, wie in gestrichelter
Linie gezeigt, oder eine gekrümmte Fläche vorliegt, werden
leichte Teilchen, z. B. Pulpefasern, dieser Krümmung oder
diesem Winkel der Ablenkplatte aufgrund der Haftwirkung an
der Wand oder dem sog. Coanda-Effekt folgen. Diese Fasern
werden daher in einem unterschiedlichen Winkel abgelegt, wie
durch die gestrichelten Linien in Fig. 5 gezeigt ist. Die
schweren Teilchen, z. B. thermoplastisch gebundene Teilchen,
werden der geraden Linie unter dem Einfluß der Schwerkraft
folgen. Die abgewinkelte Ablenkplatte führt dazu, daß schwere
Teilchen hauptsächlich am Boden der Faserbahn und die leich
teil Teilchen an der Oberseite der Faserbahn abgelegt werden,
wie Fig. 6B zeigt.
Bei einem Beispiel der vorliegenden Erfindung können einzelne
Pulpefasern durch den Vorreißer mittels Anlage an der einla
gigen Zellstoffpappe erzeugt werden. Stark absorbierender Pu
der und thermoplastisch gebundene Teilchen, z. B. Polyäthy
lengranulate, aus dem zweiten Trog können zu dem Vorreißer
hin angesaugt werden. In Abhängigkeit von der Bauart der Ab
lenkvorrichtung können diese Teilchen gleichförmig gemischt
oder in Schichten abgelegt werden, in denen eines dieser Ma
terialien vorwiegend vorhanden ist. Anschließend kann die
Bahn erhitzt werden, so daß die Bahn und die hoch absorbie
renden Teilchen durch das in Wärme abbindende Material stabi
lisiert werden und ihre Lage in der Struktur beibehalten.
Claims (22)
1. Vorrichtung zur Herstellung einer Faserbahn, gekenn
zeichnet durch eine Zuführvorrichtung zum Zuführen von
kurzem Fasermaterial zu einer Zerfaserungsstation;
einem Vorreißer, der derart angeordnet ist, daß ein Teil seines Außenumfangs der Zuführvorrichtung in der Zerfa serungsstation benachbart ist und daß der Vorreißer mit dem kurzen, von der Zerfaserungsstation zugeführten Fa sermaterial beaufschlagbar ist;
eine Vorrichtung zum Drehen des Vorreißers in bezug auf das von der Zerfaserungsstation zugeführte Material zum Öffnen des Materials und zum Herstellen einzelner kur zer, sich mit dem Vorreißer bewegender Fasern;
durch eine Ablenkvorrichtung zum Ablenken der einzelnen Fasern als Faserstrom von dem Vorreißer an einer vorge wählten Stelle längs des Umfangs des Vorreißers, wobei die Ablenkvorrichtung von Luftströmen zum Abnehmen der Fasern von dem Vorreißer frei ist und in Form einer Platte vorliegt, die derart positioniert ist, daß sie sich parallel zur Achse des Vorreißers erstreckt und dem Vorreißerumfang, jedoch ohne Berührung mit diesem, be nachbart ist, und daß die Ablenkplatte an einer Stelle vorgesehen ist, die im Abstand von der Zerfaserungssta tion in Drehrichtung des Vorreißers angeordnet ist; und
durch eine Fasersammelvorrichtung zum Auffangen des aus einzelnen Fasern bestehenden Stromes und zum Ansammeln der Fasern zur Bildung einer Bahn, wobei die Fasersam melvorrichtung frei von den aus einzelnen Fasern beste henden Strom begrenzenden Konstruktionsteilen innerhalb derselben ist.
einem Vorreißer, der derart angeordnet ist, daß ein Teil seines Außenumfangs der Zuführvorrichtung in der Zerfa serungsstation benachbart ist und daß der Vorreißer mit dem kurzen, von der Zerfaserungsstation zugeführten Fa sermaterial beaufschlagbar ist;
eine Vorrichtung zum Drehen des Vorreißers in bezug auf das von der Zerfaserungsstation zugeführte Material zum Öffnen des Materials und zum Herstellen einzelner kur zer, sich mit dem Vorreißer bewegender Fasern;
durch eine Ablenkvorrichtung zum Ablenken der einzelnen Fasern als Faserstrom von dem Vorreißer an einer vorge wählten Stelle längs des Umfangs des Vorreißers, wobei die Ablenkvorrichtung von Luftströmen zum Abnehmen der Fasern von dem Vorreißer frei ist und in Form einer Platte vorliegt, die derart positioniert ist, daß sie sich parallel zur Achse des Vorreißers erstreckt und dem Vorreißerumfang, jedoch ohne Berührung mit diesem, be nachbart ist, und daß die Ablenkplatte an einer Stelle vorgesehen ist, die im Abstand von der Zerfaserungssta tion in Drehrichtung des Vorreißers angeordnet ist; und
durch eine Fasersammelvorrichtung zum Auffangen des aus einzelnen Fasern bestehenden Stromes und zum Ansammeln der Fasern zur Bildung einer Bahn, wobei die Fasersam melvorrichtung frei von den aus einzelnen Fasern beste henden Strom begrenzenden Konstruktionsteilen innerhalb derselben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zuführvorrichtung eine sich parallel zum Vorreißer
erstreckende Zuführrolle und ein sich parallel zur Zu
führrolle erstreckendes Nasen-Querstück umfaßt, derart,
daß das Fasermaterial zwischen der Zuführrolle und dem
Nasen-Querstück in Berührung mit dem Vorreißer zuführbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
diese eine zylindrische Abdeckung umfaßt, die sich von
der Ablenkvorrichtung zu der Zuführvorrichtung um den
Vorreißer auf der vom Faserstrom abgekehrten Seite er
streckt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fasersammelvorrichtung einen endlosen Förderer um
faßt, der unter dem Vorreißer so angeordnet ist, daß der
Faserstrom auffangbar ist, und daß eine Vorrichtung zum
Bewegen des Förderers derart vorgesehen ist, daß eine
fortlaufende Bahn erzeugt und am Ende des Förderers ab
gegeben wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Förderer aus einem Maschensieb mit sich durch dieses
hindurch erstreckenden Löchern besteht und außerdem eine
unter niedrigem Vakuum stehende Kammer umfaßt, die unter
dem Förderer an derjenigen Stelle angebracht ist, wo er
den Faserstrom auffängt, wobei die unter niedrigem
Vakuum stehende Kammer eine Saugkraft durch das Maschen
sieb des Förderers hindurch ausübt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die unter einem niedrigen Vakuum stehende Kammer einen
Druck von weniger als 12,7 cm Wassersäule durch das
Maschensieb des Förderers hindurch ausübt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Druck im Bereich von 1,27 bis 2,54 cm Wassersäule
liegt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Vorrat von porösem Substratmaterial so angeordnet
ist, daß es den Förderer abdeckt und mit diesem derart
bewegbar ist, daß die Faserbahn auf dem Substrat gebil
det wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein erster Zuführtrog mit einer offenen Ober
seite und einer offenen Vorderwand vorgesehen ist, wobei
die offene Vorderwand des ersten Zuführtroges dem Umfang
des Vorreißers zwischen der Zuführvorrichtung und der
Ablenkplatte benachbart ist, und der Trog so ausgebildet
ist, daß er teilchenförmiges Material dem Vorreißer auf
grund des durch die Vorreißerdrehung induzierten Luft
stroms zuführt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
ein erster und ein zweiter Zuführtrog vorgesehen sind,
von denen einer oberhalb des anderen angeordnet ist, wo
bei ihre offenen Vorderseiten nahe dem Umfang des Vor
reißers zwischen der Zuführvorrichtung und der Ablenk
platte in der Drehrichtung des Vorreißers angeordnet
sind und beide Tröge teilchenförmiges Material ent
halten.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ablenkplatte ein von dem Vorreißer abgekehrtes Ende
aufweist und der Faserstrom längs einer vorderen Ober
fläche der Ablenkplatte geführt wird, wobei das abge
kehrte Ende der Ablenkplatte von der vorderen Oberfläche
wegführend verjüngt ist, um Teilchen geringen Gewichts
durch eine Abprallwirkung aus der Richtung der Oberflä
che wegzuführen, jedoch schwereren Teilchen die Bewegung
in Richtung der Oberfläche zu ermöglichen.
12. Verfahren zur Herstellung einer Non-woven-Bahn aus kur
zen Fasern, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
mit einem Vorreißer wird kurzes Fasermaterial in Berüh rung gebracht;
Drehen des Vorreißers mit einer solchen Geschwindigkeit, daß das Material geöffnet wird, um einzelne kurze, sich mit dem Vorreißer bewegende Fasern zu bilden;
Ablenken der einzelnen Fasern von dem Vorreißer in Form eines Faserstromes durch Anordnen eines Endes einer Ab lenkplatte in der Nähe der Umfangsfläche des Vorreißers und eines anderen abgekehrten Endes weg von dem Vor reißer, so daß eine Führungsfläche der Ablenkplatte die Fasern von dem Vorreißer wegführt;
Freihalten des Vorreißers von Luftströmen, die zum Ab nehmen der Fasern von dem Vorreißer neigen würden;
Freihalten des Faserstroms von begrenzenden Leitungen; und
Auffangen des Faserstroms mit einem sich bewegenden För derer und Ansammeln der Fasern auf dem Förderer zur Bil dung einer Materialbahn.
mit einem Vorreißer wird kurzes Fasermaterial in Berüh rung gebracht;
Drehen des Vorreißers mit einer solchen Geschwindigkeit, daß das Material geöffnet wird, um einzelne kurze, sich mit dem Vorreißer bewegende Fasern zu bilden;
Ablenken der einzelnen Fasern von dem Vorreißer in Form eines Faserstromes durch Anordnen eines Endes einer Ab lenkplatte in der Nähe der Umfangsfläche des Vorreißers und eines anderen abgekehrten Endes weg von dem Vor reißer, so daß eine Führungsfläche der Ablenkplatte die Fasern von dem Vorreißer wegführt;
Freihalten des Vorreißers von Luftströmen, die zum Ab nehmen der Fasern von dem Vorreißer neigen würden;
Freihalten des Faserstroms von begrenzenden Leitungen; und
Auffangen des Faserstroms mit einem sich bewegenden För derer und Ansammeln der Fasern auf dem Förderer zur Bil dung einer Materialbahn.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zuführschritt das gleichzeitige Zuführen von zwei
verschiedenen seitlich im Abstand voneinander vorgese
henen Pulpematerialien zu dem Vorreißer einschließt.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Vakuum von weniger als 12,7 cm Wassersäule durch die
Löcher in dem Förderer hindurch wirksam ist.
15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
ein poröses Substrat auf dem sich bewegenden Förderer
vor dem Auffangen des Faserstroms mit dem Förderer ange
ordnet wird, derart, daß die Materialbahn auf dem Sub
strat gebildet wird.
16. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch die An
ordnung mindestes eines offenen Troges mit teilchen
förmigem Material in der Nähe des Vorreißers, so daß das
Material an den Vorreißer aufgrund dessen Drehung ge
saugt und mit den Fasern zur Ablenkung durch die Ab
lenkplatte vermischt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch eine
Verjüngung der Ablenkplatte weg von der Führungsfläche
an dem entfernten Ende der Platte, derart, daß die Fa
sern und das teilchenförmige Material in verschiedenen
Winkeln abgelenkt werden.
18. Einheitliches flauschiges Stofferzeugnis, hergestellt
nach dem Verfahren gemäß Anspruch 12, das sich über eine
Länge, Breite und Dicke erstreckt, dadurch gekennzeich
net, daß die Bahn im wesentlichen von einem Schindelef
fekt frei ist.
19. Erzeugnis nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fasern eines seitlichen Teils der Bahn sich von den
Fasern eines anderen seitlichen Teils unterscheiden.
20. Erzeugnis nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Sorte teilchenförmigen Materials in dem Erzeugnis
gleichförmig verteilt ist.
21. Erzeugnis nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
unterschiedliche teilchenförmige Materialien mit den Fa
sern an unterschiedlichen seitlichen Teilen der Bahn
vermischt sind.
22. Erzeugnis nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
das teilchenförmige Material auf einer bestimmten Höhe
der Bahndicke vorherrscht.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US7570887A | 1987-07-20 | 1987-07-20 | |
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Publications (2)
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| DE3824569A1 true DE3824569A1 (de) | 1989-02-09 |
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ID=22127497
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| DE3824569A Expired - Lifetime DE3824569B4 (de) | 1987-07-20 | 1988-07-19 | Vorrichtung zur Herstellung einer Faserbahn |
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| ZA (1) | ZA885223B (de) |
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| EP1184491A1 (de) * | 2000-08-31 | 2002-03-06 | Rieter CZ a.s. | Verfahren und Vorrichtung zum Einführen von Fasermaterial in die Vorrichtung einer Öffnungs- und Reinigungsmaschine |
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| CA1322838C (en) | 1993-10-12 |
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