DE3824580A1 - Axialgetriebe, insbesondere zum spannen von kupplungen an einer werkzeugmaschine - Google Patents
Axialgetriebe, insbesondere zum spannen von kupplungen an einer werkzeugmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Axialgetriebe zur Erteilung
eines Spannvorschubs an ein Spannelement, umfassend eine
das Spannelement in einer Achsrichtung führende Führungs
einheit, eine den Spannvorschub des Spannelements bewirken
de Federung, ein von dieser Federung beaufschlagtes Über
tragungselement, welches einen ihm durch die Federung ver
mittelten Vorhub in Achsrichtung entweder in direkter
Kraftübertragung oder mit Kraftübersetzung in einen Spann
vorschub des Spannelements umsetzt, wobei die Umschaltung
von der direkten Kraftübertragung auf die Kraftübersetzung
in zwangsläufiger Abhängigkeit von dem Vorhub des Über
tragungselements erfolgt und wobei ein den Vorhub des
Übertragungselements und den Vorschub des Spannelements
rückgängig machender Rückstellantrieb vorgesehen ist.
Das erfindungsgemäße Axialgetriebe ist insbesondere zur
Erteilung eines Spannvorschubs an ein Spannelement be
stimmt, das einer Kupplung zwischen zwei Teilbaugruppen
an einer Werkzeugmaschine zugeordnet ist.
Bei bekannten Ausführungsformen solcher Axialgetriebe
werden mechanische, hydraulische und pneumatische Druckübersetzer ange
wandt. Die bekannten Ausführungsformen liefern aber relativ
geringe Einzugs- und Spannkräfte, haben einen geringen
Hub und große Reibungsverluste durch die Übersetzung. Die
Übersetzungsverhältnisse sind begrenzt; die bekannten Axial
getriebe sind auch nicht universell einsetzbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Axialgetriebe
der eingangs bezeichneten Bauart dahin zu verbessern, daß
die Nachteile bekannter Axialgetriebe vermieden sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschla
gen, daß zwischen dem Übertragungselement und dem Spannele
ment ein eingeschlossenes, hydraulisches oder quasi-hydrau
lisches Übertragungsvolumen zwischengeschaltet ist, welches
vom Übertragungselement her durch zwei Teilflächen beauf
schlagbar ist, daß die eine dieser Teilflächen in ständiger
fester Verbindung mit dem Übertragungselement steht und die
andere dieser Teilflächen über mindestens ein umstellbares
Abstützelement entweder an dem Übertragungselement oder
an der Führungseinheit abstützbar ist, daß das Abstützele
ment beim Vorschub des Spannelements gegen einen zunehmen
den Vorschubwiderstand durch den in dem hydraulischen Über
tragungsvolumen herrschenden, entsprechend zunehmenden Druck
bei Überschreitung eines vorbestimmten Druckwerts von der
Abstützung an dem Übertragungselement auf die Abstützung
an der Führungseinheit umstellbar ist und daß der Rück
stellantrieb an dem Übertragungselement und - mit axial
spielbedingter Verzögerung - auch an dem Spannelement an
greift und bei einer vorbestimmten Relativstellung des
Übertragungselements zum Spannelement die Abstützung des
Abstützelements an der Führungseinheit wieder aufhebt.
Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform steigt die Spann
kraft bis zum Erreichen des maximalen Spannvorschubs
praktisch kontinuierlich an. Die Übersetzung wird kraft
abhängig aktiviert und nicht wegabhängig. Die kraftab
hängige Aktivierbarkeit der Übersetzung bietet gegenüber
der wegabhängigen Aktivierung der Übersetzung den Vorteil,
daß sie größere Toleranzen innerhalb des Axialgetriebes
und insbesondere an den von dem Axialgetriebe beaufschlag
ten Maschinenteilen, also beispielsweise einer Konuskupp
lung zwischen einem Werkzeug und einer Werkzeugmaschinen
spindel erlaubt.
Es hat sich gezeigt, daß die Verlustleistung bei einge
schalteter Übersetzung sehr gering ist. Das Übersetzungs
verhältnis ist durch das Größenverhältnis der Teilflächen
bestimmt und besteht über den gesamten Vorschubweg, der
nach Einschaltung der Kraftübersetzung noch durchlaufen
wird.
Da das Verhältnis der Teilflächen in weiten Grenzen vari
ierbarer ist, lassen sich sehr viel größere Übersetzungs
verhältnisse einstellen als bisher und damit größere Spann
kräfte erzielen.
Das erfindungsgemäße Axialgetriebe baut klein und läßt sich
überall dort einsetzen, wo die bisher bekannten Axialge
triebe einsetzbar waren.
Nach erfolgter Spannung ist das Spannelement selbsttätig
verriegelt und kann nur durch Betätigung des Rückstellan
griffs zurückgestellt werden. Angewandt auf das Beispiel
einer Kupplung zwischen Werkzeug und Spindel einer Werk
zeugmaschine bedeutet dies, daß das Werkzeug nur nach Akti
vierung des Rückstellantriebs gelöst werden kann. Dabei kann
man dafür sorgen, daß bei umlaufender Spindel der Rück
stellantrieb nicht aktivierbar ist, so daß das Werkzeug
bei umlaufender Spindel nicht von der Spindel gelöst werden
kann.
Die Erfindung ist grundsätzlich mit hydraulischem Übertra
gungsvolumen ausführbar. Bevorzugt wird jedoch die Aus
führung mit einem quasi-hydraulischen Übertragungsvolumen,
da dieses keine Dichtprobleme auftreten läßt. Als quasi
hydraulisches Übertragungsvolumen kommt insbesondere gummi
elastisches Material in Frage, das mehr oder weniger volu
menkompressibel sein kann. Bevorzugt wird man ein gummi
elastisches Material verwenden, das wenig kompressibel und hoch reißfest
ist, beispielsweise Naturkautschuk oder Kautschukmischungen.
Die kraftabhängige Umschaltung kann auf einfache Weise da
durch realisiert werden, daß das Abstützelement in Richtung
auf Abstützung an dem Übertragungselement vorgespannt ist
und daß zwischen dem Abstützelement und dem Übertragungs
element gegen die Achsrichtung geneigte Stützflächen vor
gesehen sind, welche bei Überschreiten des vorbestimmten
Druckwerts voneinander abheben unter Aufhebung der Ab
stützung des Abstützelements an dem Übertragungselement
und unter gleichzeitiger Herstellung der Abstützung des
Abstützelements an der Führungseinheit. Dabei können zur
Abstützung des Abstützelements an der Führungseinheit in
einandergreifende Eingriffsflächen an dem Abstützelement
und an der Führungseinheit vorgesehen sein. Man hat dabei
dafür zu sorgen, daß die Abstützelemente immer entweder an
dem Übertragungselement oder an der Führungseinheit abge
stützt sind und keine abstützlose Zwischenstellung ein
nehmen können. Dies läßt sich leicht dadurch erreichen,
daß die Abstützung an der Führungseinheit bereits beginnt,
bevor die Abstützung an dem Übertragungselement vollstän
dig aufgehoben wird.
Nach einem Ausführungsbeispiel ist das Axialgetriebe zur
besonderen Eignung für den Einsatz bei Werkzeugmaschinen
spindeln in der Weise aufgebaut, daß das Spannelement von
einer Spannstange gebildet ist, daß die Führungseinheit
ein die Spannstange konzentrisch umgebendes Führungsge
häuse umfaßt, daß das Übertragungselement eine die Spann
stange innerhalb des Führungsgehäuses konzentrisch um
schließende Übertragungshülse umfaßt, daß die Federung an
einem Ende der Übertragungshülse angreift, daß an der
Übertragungshülse eine erste, radial innere, im wesent
lichen axial gerichtete Teilfläche ausgebildet ist, daß
radial zwischen der Übertragungshülse und dem Führungs
gehäuse ein Schubring mit einer zweiten, im wesentlichen
axial gerichteten, radial äußeren Teilfläche angeordnet
ist, daß die Teilflächen das Übertragungsvolumen an seinem
einen axialen Ende gemeinsam begrenzen, daß das andere
axiale Ende des Übertragungsvolumens an einer Schulterbau
gruppe der Spannstange anliegt, daß als Abstützelement
eine Mehrzahl von in axialer Richtung länglichen Abstütz
segmenten vorgesehen ist, welche mit einem Ende an dem
Schubring anliegen und wahlweise an der Übertragungshülse
oder an dem Führungsgehäuse abstützbar sind, daß diese Ab
stützsegmente an ihrem vom Schubring entfernten Ende durch
eine Ringfeder in Richtung auf die Übertragungshülse radial
einwärts vorgespannt sind, daß an der Übertragungshülse eine
gegen die Achse geneigte, ringförmige Stützfläche für die
Abstützung der Abstützsegmente angeformt ist, daß an den
Abstützsegmenten und an dem Führungsgehäuse zusammenwir
kende Engriffsflächen für die Abstützung der Abstützseg
mente an dem Führungsgehäuse angeformt sind, daß in dem
Führungsgehäuse an der von dem Übertragungsvolumen abge
legenen Seite der Schulterbaugruppe ein Rückstellkolben
untergebracht ist, welcher auf seiner von der Schulterbau
gruppe abgelegenen Seite durch ein Druckfluid beaufschlag
bar ist, und daß dieser Rückstellkolben dazu ausgebildet
ist, um einerseits über die Schulterbaugruppe durchsetzende
und gegenüber der Schulterbaugruppe verschiebbare, achs
parallele Druckstifte auf das von der Federung abgelegene
Ende der Übertragungshülse einzuwirken und andererseits
mit der spielbedingten Verzögerung auf die Schulterbau
gruppe.
Um einen definierten Übersetzungsumschaltpunkt zu erhalten,
d. h. also eine Übersetzungsumschaltung, die allein von
dem vorbestimmten Druckwert abhängig ist und nicht durch
Reibkräfte verfälscht werden kann, empfiehlt es sich, daß
die Abstützsegmente jeweils an ihrer radial inneren Seite
eine Kugelaufnahmepfanne zur Aufnahme einer Kugel aufweisen,
welche sich gegen die ringförmige Stützfläche der Über
tragungshülse anlegt. Es sei aber an dieser Stelle vermerkt,
daß die Abstützsegmente auch mit einem Gegenkonus ausgeführt
sein können, welcher sich unmittelbar an die ringförmige
Stützfläche der Übertragungshülse anlegt.
Die Eingriffsflächen zur Abstützung der Abstützsegmente
an dem Führungsgehäuse können in der Weise bereitgestellt
werden, daß an der Innenseite des Führungsgehäuses, ge
gebenenfalls an einer dort eingesetzten Auskleidungshülse,
ein Innengewinde und an radial äußeren Flächen der Ab
stützsegmente Außengewindeabschnitte angebracht sind.
Diese Konzeption läßt eine Weiterbildung zu, die für das
Rückumschalten besonders vorteilhaft ist, daß nämlich das
Innengewinde und das Außengewinde - in einem die Achse
enthaltenden Längsschnitt betrachtet - jeweils eine Profil
form besitzen, welche den Übergang der Abstützung der Ab
stützsegmente auf die Übertragungshülse begünstigt, wenn
von dem Übertragungsvolumen her eine Restkraft auf die
Abstützsegmente in Rückstellrichtung einwirkt. Durch Ge
windeflanken, welche einen spitzen Winkel mit der Achse
einschließen, kann erreicht werden, daß durch eine von
dem Übertragungsvolumen her auf die Abstützsegmente ausge
übte Restkraft ein wiederum exakt definierter Umschalt
punkt für den Übergang von der Abstützung an dem Führungs
gehäuse zu der Abstützung an der Übertragungshülse erhalten
wird.
Die Schulterbaugruppe könnte grundsätzlich insgesamt starr
an der Spannstange angeordnet sein. Aus Gründen der ein
fachen Herstellung und der Vermeidung von Doppelpassungen
empfiehlt es sich aber, daß die Schulterbaugruppe von einem
an der Spannstange starr angeordneten Ringflansch und einem
an diesem Ringflansch abgestützten, dem Übertragungsvolumen
anliegenden Zwischenring gebildet ist.
Um die Gefahr eines Ausquetschens des quasi-hydraulischen
Übertragungsvolumens aus dem es aufnehmenden Raum zu ver
meiden, empfiehlt es sich, daß die Übertragungshülse einen
den Zwischenring untergreifenden, verjüngten Fortsatz be
sitzt, welche dem Übertragungsvolumen an seiner radial
inneren Seite anliegt.
Um einerseits das Axialgetriebe bei Bedarf möglichst klein
ausführen zu können und andererseits dem Rückstellkolben
dennoch eine ausreichende Führungs- und Dichtungslänge zu
billigen zu können, wird vorgeschlagen, daß der Zwischen
ring und der Rückstellkolben komplementär stufenförmig
ausgebildet sind und zwischen sich den Ringflansch auf
nehmen.
Um bei geringer radialer Wandstärke des verjüngten Fort
satzes die Druckstifte auch im Bereich des Zwischenrings
exakt führen zu können, empfiehlt es sich, daß die Druck
stifte in Bohrungen oder Rinnen der Innenumfangsfläche des
Zwischenrings eintauchen.
Die Federung kann von einem Tellerfederpaket, einer Schraubendruckfeder
oder einem Druckgasvolumen gebildet sein. Mit jeder dieser Lösungen läßt
sich eine annähernd horizontale Federcharakteristik erzielen, d. h. die
Rückstellkraft der Feder steigt innerhalb des auftretenden Hubs des Über
tragungselements nicht wesentlich an. Besonders günstig für die Erzielung
einer horizontalen Kennlinie ist die Verwendung eines Druckgasvolumens.
Im Falle der Verwendung eines Druckgasvolumens als Federung
ist vorgesehen, daß die Übertragungshülse an ihrem von dem
Druckgasvolumen beaufschlagten Ende als Ringkolben ausge
bildet ist. Dabei kann zur leichten Beherrschung des Ab
dichtproblems vorgesehen sein, daß der Ringkolben mit seinem
radial inneren Umfang auf einer Führungshülse geführt ist,
welche fest an dem Führungsgehäuse angebracht ist und die
Spannstange führend umschließt.
Das Übersetzungsverhältnis kann dadurch variiert werden,
daß das Flächenverhältnis der beiden Teilflächen variabel
gemacht wird. Dies kann durch Austausch bestimmter Teile,
also im Falle des bevorzugten Ausführungsbeipiels durch Aus
tausch der Übertragungshülse, des Schubrings und ggf. des
Übertragungsvolumens geschehen. Alle übrigen Teile können
unverändert beibehalten werden. Dies bedeutet eine Er
leichterung in dem Herstellerwerk, da Getriebe mit unter
schiedlichem Übersetzungsverhältnis unter weitgehender
Verwendung identischer Bauteile aufgebaut werden können.
Für die Anwendung an Werkzeugmaschinenspindeln bietet sich
die an sich bekannte Lösung an, daß die Führungseinheit an
dem werkzeugfernen Ende einer Werkzeugmaschinenspindel an
gebracht ist und das Spannelement zum Eingriff mit einem
Spannkopf eines in das andere Ende der Werkzeugmaschinen
spindel einführbaren Werkzeugfußes ausgebildet ist. Dies
bedeutet, daß das erfindungsgemäße Axialgetriebe ohne
weiteres als Ersatz für herkömmliche Axialgetriebe verwen
det werden kann.
Die Ankopplung des Axialgetriebes an einem zu spannenden
Teil, beispielsweise Werkzeugteil, kann in der Weise be
werkstelligt werden, daß an dem werkzeugseitigen Ende des
Spannelements eine Spannzange angeordnet ist, welche durch
Steuerflächen am Innenumfang der Werkzeugmaschinenspindel
in Abhängigkeit von der Axialstellung des Spannelements
steuerbar ist.
Die erfindungsgemäße Lösung eines Axialgetriebes ist ins
besondere anwendbar, wenn der Werkzeugfuß mit einem Außen
konus ausgebildet ist, welcher durch das Spannelement in
einen Innenkonus der Werkzeugmaschinenspindel einziehbar ist.
Dank der Möglichkeit, große Übersetzungsverhältnisse zu er
zeugen, eignet sich die erfindungsgemäße Lösung eines Axial
getriebes insbesondere für die Festsetzung eines Werkzeug
fußes mit Außenkonus in einer Werkzeugmaschinenspindel mit
Innenkonus, d. h. eine Lösung, bei der große Spannkräfte
benötigt werden.
Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand
eines Ausführungsbeispiels. Es stellen dar:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungs
form eines Axialgetriebes;
Fig. 1a ein Detail bei Ia der Fig. 1;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine abgewandelte Aus
führungsform des Axialgetriebes und
Fig. 3 ein erfindungsgemäßes Axialgetriebe als Teil einer
Werkzeugmaschinenspindel.
In Fig. 1 ist eine Spannstange mit 10 bezeichnet. Diese
Spannstange durchläuft ein Führungsgehäuse 12 mit einer
Bohrung 14. An der Außenumfangsfläche 16 der Spannstange
10 liegt eine Übertragungshülse 18 an. Das Führungsgehäuse
12 ist, wie aus Fig. 3 zu ersehen, mit dem rechten Ende
einer Werkzeugmaschinenspindel 20 verschraubt. In dieser
Werkzeugmaschinenspindel 20 ist ein Tellerfederpaket 22
aufgenommen, das an einer Stützfläche 24 innerhalb der
Werkzeugmaschinenspindel 20 abgestützt ist und auf eine
Endfläche 26 der Übertragungshülse 18 einwirkt. Die Über
tragungshülse 18 weist in ihrem Endbereich eine Teilring
fläche 28 und einen verjüngten Fortsatz 30 auf. Ein Schub
ring 32 umgibt die Übertragungshülse 18 und weist eine
zweite Teilringfläche 34 auf. Die beiden Teilringflächen
28 und 34 bilden eine Anlage für ein gummielastisches
Volumen 36. Dieses gummielastische Volumen liegt anderer
seits einer Endfläche 38 eines Zwischenrings 40 an. Damit
ist das gummielastische Volumen 36 vollständig einge
schlossen. Der Fortsatz 30 untergreift die radial innere
Umfangsfläche 42 des Zwischenrings 40. Der Zwischenring
40 weist eine weitere Endfläche 44 auf, die zur Anlage an
einem Ringflansch 46 der Spannstange 10 bestimmt ist. Der
Ringflansch 46 weist axiale Bohrungen 48 auf, welche von
axialen Druckübertragungsstiften 50 durchsetzt sind. Die
Druckübertragungsstifte 50 stoßen mit ihren in der Fig. 1
linken Enden gegen die Endfläche 52 des Fortsatzes 30 und
sind von Rinnen 54 der Innenumfangsfläche des Zwischen
rings 40 aufnehmbar. In der Bohrung 14 des Führungsgehäuses
12 ist ein Rückstellkolben 56 abdichtend geführt, der von
einer Hydraulikflüssigkeit auf seiner rechten Endfläche 58
beaufschlagt werden kann. Der Rückstellkolben 56 ist kom
plementar stufenförmig zu dem Zwischenring 40 ausgebildet,
so daß der Ringflansch 46, wie in der oberen Hälfte der
Fig. 1 dargestellt, zwischen den zusammengefahrenen Teilen
Zwischenring 40 und Rückstellkolben 56 aufgenommen werden
kann. Eine axial gerichtete Stiftangriffsfläche 60 des Rück
stellkolbens 56 ist zur Einwirkung auf die Druckstifte 50
bestimmt.
An der Bohrung 14 des Führungsgehäuses 12 ist eine Aus
kleidungshülse 62 durch einen Sprengring 64 und eine
Schulter 66 festgelegt. Im radialen Zwischenraum 68 zwi
schen dem Führungsgehäuse 12 und der Übertragungshülse 18
sind Abstützsegmente 70 angeordnet. Jedes dieser Abstütz
segmente greift mit einer gerundeten Spitze 72 in eine
Lagerpfanne 74 des Schubrings 32 ein. An der radial inneren
Seite 76 des Abstützsegments 70 ist eine Lagerpfanne 78 für
eine Kugel 80 vorgesehen. Diese Kugel 88 ist zur Anlage an
einer ringförmigen Stützfläche 82 bestimmt, die durch eine
Ausdrehung 84 an der Übertragungshülse 18 gebildet ist. Man
erkennt aus der unteren Hälfte der Fig. 1, daß die ring
förmige Stützfläche 82 mit einer achsnormalen Fläche einen
spitzen Winkel einschließt, also konisch ist, und zum
rechten Ende der Fig. 1 hin konvergiert. Die Kugel 80 ist
zur Anlage an der ringförmigen Stützfläche 82 bestimmt.
An der Innenseite der Auskleidungshülse 62 ist ein Innen
gewinde 86 angebracht. Entsprechende Gewindeabschnitte 88
sind an der Außenseite 90 der Abstützsegmente 70 angebracht.
An den linken Enden der Abstützsegmente 70 greift eine
ringförmige Wurmfeder 92 an, welche die linken Enden der
Segmente nach radial innen in Richtung auf die Übertra
gungshülse 18 vorspannt.
Die Spannstange 10 trägt an ihrem in Fig. 3 linken Ende
eine Spannzange 94, welche zum Zusammenwirken mit einem
Spannkopf 96 am Ende eines Werkzeugfußes 98 ausgebildet
ist. Der Werkzeugfuß weist einen Außenkonus 99 auf, der
in einen Innenkonus 97 der Gewindespindel 20 hineingezo
gen werden soll, um den Werkzeugfuß 98 mit der Spindel 20
axial fest und drehmomentfest zu verbinden. Wenn der Außen
konus 99 vollständig in den Innenkonus 97 eingefahren ist,
befindet sich die Spannzange 94 in radialer Gegenüberstel
lung zu dem Spannkopf 96. Wenn dann die Spannstange 10
nach rechts bewegt wird (Vorschub), dann werden die Spann
zangenelemente 94 a durch das Zusammenwirken mit einer
Steuerfläche 95 an der Spindel 20 radial einwärts bewegt,
so daß die Spannzangenelemente 94 a in Eingriff mit der Hin
terschneidung des Spannkopfes 96 gelangen. Wenn dann die
Spannstange 10 weiter nach rechts bewegt wird, so wird
der Außenkonus 99 in den Innenkonus 97 hineingezogen.
Die obere Hälfte der Fig. 1 entspricht der in Fig. 3 ge
zeichneten Stellung. Das Tellerfederpaket 22 ist maximal
komprimiert. Dieser Zustand ist dadurch herbeigeführt, daß
der Rückstellkolben 56 auf seiner Endfläche 58 von Druck
flüssigkeit beaufschlagt ist. Wenn die Druckflüssigkeit an
der Endfläche des Rückstellkolbens 56 durch eine nicht
dargestellte Abflußöffnung des Gehäuses 12 abgelassen wird,
so kann sich das Tellerfederpaket 22 entspannen. Es
schiebt dann die Übertragungshülse 18 nach rechts (Vorhub).
Die Übertragungshülse 18 nimmt über die teilringförmige
und konische Stützfläche 82 und über die Kugeln 80 die
Abstützelemente 70 nach rechts mit, wobei die Abstützseg
mente 70 durch die ringförmige Wurmfeder 92 in der Stellung
nach der oberen Hälfte der Fig. 1 gehalten werden. Dabei
wirken gleichzeitig die Teilringfläche 28 und die Teil
ringfläche 34 auf das gummielastische Volumen 36 ein, so
daß dieses unter Druck gesetzt wird und den Zwischenring
40 nach rechts vor sich her schiebt. Durch den Zwischenring
40 wird auch der Ringflansch 46 und damit die Spannstange
10 nach rechts mitgenommen. Auf diesem Weg (Vorschub der
Spannstange) treten die Zangenelemente 94 a in Eingriff mit
der Hinterschneidung des Spannkopfes 96 und nehmen an
schließend den Außenkonus 99 nach rechts mit in den Innen
konus 97 hinein. Sobald der Außenkonus 99 an dem Innenkonus
97 zur Anlage gelangt, leistet die Spannstange 10 dem
weiteren Vorhub nach rechts einen zunehmenden Widerstand.
Wegen dieses zunehmenden Widerstandes steigt der Druck des
gummielastischen Volumens 36 an. Dieser erhöhte Druck über
trägt sich über den Schubring 32 auf die Abstützsegmente
70 und über die Kugeln 80 auf die ringförmige Stützfläche
82 der Übertragungshülse 18. Wegen der Konizität der ring
förmigen Stützfläche 82 tritt an den Kugeln 80 eine radiale
Kraftkomponente auf, welche die Abstützsegmente 70 nach
radial auswärts zu bewegen sucht. Sobald diese radiale Kraft
komponente die von der Wurmfeder 92 nach radial innen auf
die Abstützsegmente 70 ausgeübte Vorspannung übersteigt,
bewegen sich die Abstützsegmente 70 nach radial auswärts.
Der bis hierher beschriebene Vorgang entspricht der
direkten Kraftübersetzung. Die von den Tellerfedern 22
ausgeübte Kraft hat sich mit im wesentlichen unveränderter
Größe über den Zwischenring 40 und den Ringflansch 46 auf
die Spannstange 10 übertragen. Der Vorhub der Übertragungs
hülse 18 entsprach annähernd dem Vorschub der Spannstange
10. Wenn nun, wie erwähnt, die Abstützelemente 70 nach radial
auswärts bewegt werden, so gelangen sie in die Stellung, wel
che in der unteren Hälfte der Fig. 1 dargestellt ist. Da
bei treten die Gewindeabschnitte 88 der Abstützsegmente
70 in das Innengewinde 86 der Auskleidungshülse 62 hinein.
Damit werden die Abstützsegmente 70 an der Auskleidungshülse
62 und damit an dem Führungsgehäuse 12 axial festgelegt.
die Kugeln 80 überspringen die konische Stützfläche 82 und
kommen an der Außenumfangsfläche 18 a der Übertragungshülse
18 zur Anlage. Dabei ist zu beachten, daß die Gewindeab
schnitte 88 bereits teilweise in Eingriff mit dem Innenge
winde 86 stehen, bevor die Kugel 80 die ringförmige Stütz
fläche 82 vollständig verlassen hat.
Nunmehr steht mit den Abstützsegmenten 70 auch der Schub
ring 32 axial fest. Die Übertragungshülse 18 erfährt aber
durch die Tellerfedern 22 einen weiteren Vorhub nach rechts,
der sich über die Teilringfläche 28 auf das gummielastische
Volumen 36 überträgt. Der Druck in dem gummielastischen
Volumen 36 steigt nun nach dem Prinzip der hydraulischen
Presse weiter an. Der Zwischenring 40 wird weiter nach
rechts bewegt. Da aber nun der Zwischenring 40 nach wie vor
mit der großen Endfläche 38 an dem gummielastischen Volumen
36 anliegt und bei stillstehendem Schubring 32 nur noch
die Teilringfläche 28 der Übertragungshülse 18 nach rechts
vorrückt, tritt eine Kraftübersetzung und Weguntersetzung
ein: Das gummielastische Volumen übt auf den Zwischenring
und damit auf den Ringflansch 46 eine größere Kraft aus,
als sie von den Tellerfedern 22 an die Übertragungshülse
18 angelegt wird (Kraftübersetzung); gleichzeitig bewirkt
ein Vorhub der Übertragungshülse 18 um das Maß x nur noch
einen Vorschub des Zwischenrings 40 und damit der Spann
stange 10 um das Maß a · x, wobei a < 1 und bestimmt ist
durch das Verhältnis der Teilringfläche 28 zur Summe der
Teilringflächen 28 und 34. Dementsprechend ist auch die
Kraftübersetzung. Wenn das Tellerfederpaket 22 auf die Über
tragungshülse 18 eine Kraft p ausübt, so übt der Zwischen
ring 40 auf die Spannstange 10 eine Kraft · p aus, wobei
< 1, und zwar gleich dem Verhältnis der Summe der Teil
ringflächen 28 und 34 zur Teilringfläche 28. Auf diese
Weise wird durch die Spannstange 10 der Außenkonus 99 mit
übersetzter Kraft in den Innenkonus 97 hineingezogen. In
diesem Zustand ist der Rückstellkolben 56 von dem Flansch
46 und dem Zwischenring 40 abgehoben, wie dies in der un
teren Hälfte der Fig. 1 dargestellt ist. Dies bedeutet,
daß die Verspannung des Außenkonus 99 mit dem Innenkonus
97 unabhängig von äußeren Anschlüssen allein durch das
Tellerfederpaket 22 bewirkt wird. Die Werkzeugmaschinen
spindel 20 kann also im Arbeitsbetrieb ohne Anschluß an
äußere Versorgungen umlaufen. Eine Lösung des Außenkonus
99 vom Innenkonus 97 ist nur durch Rückstellbewegung der
Spannstange 10 möglich; diese ist aber unmöglich ohne Zer
störung irgendwelcher Getriebeteile.
Soll bei stillstehender Werkzeugmaschinenspindel 20 der
Außenkonus 99 von dem Innenkonus 97 gelöst werden, so
wird auf die Endfläche 58 des Rückstellkolbens 56 Druck
gegeben. Ausgehend von der Position in der unteren Hälfte
der Fig. 1 bewegt sich dann der Rückstellkolben 56 nach
links und schiebt die Druckstifte 50 nach links vor sich
her. Diese Druckstifte liegen an der Endfläche 52 der Über
tragungshülse 18 an und bewirken eine Verschiebung der
Übertragungshülse 18 ebenfalls nach links. Es sei angenommen,
daß der Außenkonus 99 noch in dem Innenkonus 97 festgeklemmt
ist; dann bleibt die Spannstange 10 bei Beginn der Links
bewegung des Rückstellkolbens 56 zunächst einmal stehen.
Bei der Linksbewegung der Übertragungshülse 18 entspannt
sich das gummielastische Volumen 36. Die Abstützsegmente 70
und der Schubring 32 behalten zunächst ihre Stellung ent
sprechend der unteren Hälfte der Fig. 1 bei. Erst wenn die
Ringausnehmung 84 in den Bereich der Kugeln 80 kommt, können
die Kugeln 80 über die konische Stützfläche 82 hinweg in die
Ringausnehmung 84 hineinfallen, so daß die Abstützsegmente
70 wieder in die Stellung entsprechend der oberen Hälfte
der Fig. 1 übergehen. Dieser Übergang wird zum einen ausge
löst durch die ringförmige Wurmfeder 92, welche die Abstütz
segmente 70 in Richtung auf die Stellung nach der oberen
Hälfte der Fig. 1 vorspannt und zum anderen durch die Form
der Gewindeflanken des Innengewindes 86 und der Gewindeab
schnitte 88, die in Fig. 1a dargestellt ist. Herrscht nämlich
in dem gummielastischen Volumen 36 noch ein Restdruck, so
versucht dieser über den Schubring 32 die Abstützsegmente
70 in der unteren Hälfte der Fig. 1 nach links zu schieben
und dabei bewirken die schrägen Flanken der Gewinde eine
radiale Einwärtsbewegung der Abstützsegmente 70. Wenn der
Übergang der Abstützsegmente 70 von dem Führungsgehäuse
12 auf die Übertragungshülse 18 vollzogen ist, ist auch
die Stiftangriffsfläche 60 gegen den Ring 46 herangetreten,
so daß bei weiterer Druckgabe auf den Rückstellkolben 56
nunmehr die Spannstange 10 gemeinsam mit dem Zwischenring
40 nach links verschoben wird und damit auch die Teile 30,
32, 70, 82 und 18 in der in der oberen Hälfte der Fig. 1
dargestellten relativen Lage gemeinsam nach links verscho
ben werden. Dabei wird zwangsläufig die Spannstange 10
nach links verschoben und der Außenkonus 99 aus dem Innen
konus 97 ausgestoßen, bis der Zustand entsprechend der
oberen Hälfte der Fig. 1 und entsprechend der Fig. 3 wieder
hergestellt ist.
Am linken Ende des Führungsgehäuses 12 gemäß Fig. 1 ist
ein Außengewinde 93 erkennbar, welches zur Verbindung mit
dem rechten Ende der Werkzeugmaschinenspindel 20 dient.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 unterscheidet sich von der
jenigen nach Fig. 1 ausschließlich dadurch, daß die Teller
federn 22 durch ein komprimiertes Gasvolumen 122 ersetzt
sind. Dieses komprimierte Gasvolumen wirkt auf einen Ring
kolben 118 b,der am linken Ende der Übertragungshülse 118
angeordnet ist und zwischen der Bohrungsinnenfläche 114
des Führungsgehäuses 112 einerseits und einer Führungs
hülse 112 a des Führungsgehäuses 112 andererseits gleitend
aufgenommen ist. Zur Einstellung des Drucks in dem Gas
volumen 122 ist ein Ventilanschluß 122 a an dem Führungsge
häuse 112 vorgesehen.
Vorstehend wurde im Rahmen der Ausführungsbeispiele ledig
lich die Erteilung eines Spannvorschubs an ein Spannelement
beschrieben. Es ist aber auch denkbar, daß das Axialge
triebe umgekehrt eingebaut wird, so daß es zur Erzeugung
einer Lösebewegung dient. Diese Möglichkeit kommt bei
spielsweise dann in Frage, wenn zum Lösen einer Kupplung
der Lösedruck zu niedrig ist, beispielsweise dann, wenn
der Lösedruck mittels eines pneumatischen Kolbens aufge
bracht wird. Schließlich ist es auch möglich, zwei Axial
getriebe gegenläufig einzubauen, so daß das eine Axial
getriebe zur Erzeugung einer hohen Spannkraft dient und
das andere Axialgetriebe zur Erzeugung einer hohen Lösekraft.
Claims (20)
1. Axialgetriebe zur Erteilung eines Vorschubs an ein Spann
element oder Löseelement (10), im folgenden durchwegs ge
nannt Spannelement, insbesondere an ein Spannelement oder
Löseelement für eine Kupplung (99, 97) zwischen zwei Teil
baugruppen (18, 20) an einer Werkzeugmaschine, umfassend
eine das Spannelement (10) in einer Achsrichtung führende
Führungseinheit (12), eine den Spannvorschub des Spannelements
(10) bewirkende Federung (22), ein von dieser Federung (22)
beaufschlagtes Übertragungselement (18), welches einen ihm
durch die Federung (22) vermittelten Vorhub in Achsrichtung
entweder in direkter Kraftübertragung oder mit Kraftübersetzung
in einen Spannvorschub des Spannelements (10) umsetzt, wobei die Umschal
tung von der direkten Kraftübertragung auf die Kraftüber
setzung in zwangsläufiger Abhängigkeit von dem Vorhub
des Übertragungselements (18) erfolgt und wobei ein den
Vorhub des Übertragungselements (18) und den Vorschub
des Spannelements (10) rückgängig machender Rückstell
antrieb (56) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Übertragungs
element (18) und dem Spannelement (10) ein eingeschlos
senes hydraulisches oder quasi-hydraulisches Übertra
gungsvolumen (36) zwischengeschaltet ist, welches vom
Übertragungselement (18) her durch zwei Teilflächen (28,
34) beaufschlagbar ist, daß die eine (28) dieser Teil
flächen in ständiger fester Verbindung mit dem Über
tragungselement (18) steht und die andere (34) dieser
Teilflächen über mindestens ein umstellbares Abstütz
element (70) entweder an dem Übertragungselement (18)
oder an der Führungseinheit (12) abstützbar ist, daß
das Abstützelement (70) beim Vorschub des Spannelements
(70) gegen einen zunehmenden Vorschubwiderstand durch
den in dem hydraulischen Übertragungsvolumen (36) herr
schenden, entsprechend zunehmenden Druck bei Überschrei
tung eines vorbestimmten Druckwerts von der Abstützung
an dem Übertragungselement (18) auf die Abstützung an
der Führungseinheit (12) umstellbar ist und daß der Rück
stellantrieb (56) an dem Übertragungselement (18) und -
mit axialspielbedingter Verzögerung - auch an dem Spann
element (10) angreift und bei einer vorbestimmten Rela
tivstellung des Übertragungselements (18) zum Spannelement
(10) die Abstützung des Abstützelements (70) an der
Führungseinheit (12) wieder aufhebt.
2. Axialgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das quasi-hydraulische Übertragungsvolumen (36) von
einem volumeninkompressiblen oder volumenkompressiblen,
gummielastischen Material gebildet ist.
3. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abstützelement (70) in Richtung
auf Abstützung an dem Übertragungselement (18) vorge
spannt ist und daß zwischen dem Abstützelement (70) und
dem Übertragungselement (18) gegen die Achsrichtung ge
neigte Stützflächen (82) vorgesehen sind, welche bei
Überschreiten des vorbestimmten Druckwerts voneinander
abheben unter Aufhebung der Abstützung des Abstützele
ments (70) an dem Übertragungselement (18) und unter
gleichzeitiger Herstellung der Abstützung des Abstütz
elements (70) an der Führungseinheit (12).
4. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Abstützung des Abstützelements
(70) an der Führungseinheit (12) ineinandergreifende
Eingriffsflächen (88, 86) an dem Abstützelement (70)
und an der Führungseinheit (12) vorgesehen sind.
5. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Spannelement (10) von einer Spann
stange (10) gebildet ist, daß die Führungseinheit (12)
ein die Spannstange (10) konzentrisch umgebendes Führungs
gehäuse (12) umfaßt, daß das Übertragungselement (18)
eine die Spannstange (10) innerhalb des Führungsgehäuses
(12) konzentrisch umschließende Übertragungshülse (18)
umfaßt, daß die Federung (22) an einem Ende (26) der
Übertragungshülse (18) angreift, daß an der Übertragungs
hülse (18) eine erste, radial innere, im wesentlichen
axial gerichtete Teilfläche (28) ausgebildet ist, daß
radial zwischen der Übertragungshülse (18) und dem
Führungsgehäuse (12) ein Schubring (32) mit einer zweiten,
im wesentlichen axial gerichteten, radial äußeren Teil
fläche (34) angeordnet ist, daß die Teilflächen (28, 34)
das Übertragungsvolumen (36) an seinem einen axialen
Ende gemeinsam begrenzen, daß das andere axiale Ende des
Übertragungsvolumens (36) an einer Schulterbaugruppe (40,
46) der Spannstange (10) anliegt, daß als Abstützelement
(70) eine Mehrzahl von in axialer Richtung länglichen
Abstützsegmenten (70) vorgesehen sind, welche mit einem
Ende an dem Schubring (32) anliegen und wahlweise an
der Übertragungshülse (18) oder an dem Führungsgehäuse
(12) abstützbar sind, daß diese Abstützsegmente (70) an
ihrem vom Schubring (32) entfernten Ende durch eine Ring
feder (12) in Richtung auf die Übertragungshülse (18)
radial einwärts vorgespannt sind, daß an der Übertra
gungshülse (18) eine gegen die Achse geneigte, ringför
mige Stützfläche (82) für die Abstützung der Abstütz
segmente (70) angeformt ist, daß an den Abstützsegmenten
(70) und an dem Führungsgehäuse (12) zusammenwirkende
Eingriffsflächen (88, 86) für die Abstützung der Abstütz
segmente (70) an dem Führungsgehäuse (12) angeformt sind,
daß in dem Führungsgehäuse (12) an der von dem Übertra
gungsvolumen (36) abgelegenen Seite der Schulterbaugruppe
(40, 46) ein Rückstellkolben (56) untergebracht ist,
welcher auf seiner von der Schulterbaugruppe (40, 46)
abgelegenen Seite (58) durch ein Druckfluid beaufschlag
bar ist, und daß dieser Rückstellkolben (56) dazu ausge
bildet ist, um einerseits über die Schulterbaugruppe
(40, 46) durchsetzende und gegenüber der Schulterbaugruppe
(40, 46) verschiebbare, achsparallele Druckstifte (50)
auf das von der Federung (22) abgelegene Ende (52) der
Übertragungshülse (18) einzuwirken und andererseits mit
der spielbedingten Verzögerung auf die Schulterbaugruppe
(40, 46).
6. Axialgetriebe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstützsegmente (70) jeweils an ihrer radial
inneren Seite (76) eine Kugelaufnahmepfanne (78) zur Auf
nahme einer Kugel (80) aufweisen, welche sich gegen die
ringförmige Stützfläche (82) der Übertragungshülse (18)
anlegt.
7. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Innenseite des Führungsge
häuses (12), gegebenenfalls an einer dort eingesetzten
Auskleidungshülse (62), ein Innengewinde (86) und an
radial äußeren Flächen (90) der Abstützsegmente (70)
Außengewindeabschnitte (88) angebracht sind.
8. Axialgetriebe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Innengewinde (86) und das Außengewinde (88) -
in einem die Achse enthaltenden Längsschnitt betrachtet -
jeweils eine Profilform (Fig. 1a) besitzen, welche den
Übergang der Abstützung der Abstützsegmente (70) auf die
Übertragungshülse (18) begünstigt, wenn von dem Über
tragungsvolumen (36) her eine Restkraft auf die Abstütz
segmente (70) in Rückstellrichtung einwirkt.
9. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schulterbaugruppe (40, 46) von
einem an der Spannstange (10) starr angeordneten Ring
flansch (46) und einem an diesem Ringflansch (46) abge
stützten, dem Übertragungsvolumen (36) anliegenden Zwi
schenring (40) gebildet ist.
10. Axialgetriebe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Übertragungshülse (18) einen den Zwischenring
(40) untergreifenden, verjüngten Fortsatz (30) besitzt,
welche dem Übertragungsvolumen (36) an seiner radial
inneren Seite (42) anliegt.
11. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 9 und 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zwischenring (40) und der Rück
stellkolben (56) komplementär stufenförmig ausgebildet
sind und zwischen sich den Ringflansch (46) aufnehmen.
12. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckstifte (50) in Bohrungen
oder Rinnen (54) der Innenumfangsfläche des Zwischenrings
(40) eintauchen.
13. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Federung von einem Tellerfeder
paket (22) oder einer Schraubendruckfeder gebildet ist.
14. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Federung von einem Druckgas
volumen (122) gebildet ist.
15. Axialgetriebe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Übertragungshülse (118) an ihrem von dem Druck
gasvolumen (122) beaufschlagten Ende als Ringkolben (118 b)
ausgebildet ist.
16. Axialgetriebe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringkolben (118 b) mit seinem radial inneren Um
fang auf einer Führungshülse (112 a) geführt ist, welche
fest an dem Führungsgehäuse (112) angebracht ist und die
Spannstange (110) führend umschließt.
17. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß das Flächenverhältnis der beiden Teil
flächen (28, 34) variabel ist.
18. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungseinheit (12) an dem werk
zeugfernen Ende einer Werkzeugmaschinenspindel (20) an
gebracht ist und das Spannelement (10) zum Eingriff mit
einem Spannkopf (96) eines in das andere Ende der Werk
zeugmaschinenspindel (20) einführbaren Werkzeugfußes (98)
ausgebildet ist.
19. Axialgetriebe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem werkzeugseitigen Ende des Spannelements (10)
eine Spannzange (94) angeordnet ist, welche durch Steuer
flächen (95) am Innenumfang der Werkzeugmaschinenspindel
(20) in Abhängigkeit von der Axialstellung des Spann
elements (10) steuerbar ist.
20. Axialgetriebe nach einem der Ansprüche 18 und 19, dadurch
gekennzeichnet, daß der Werkzeugfuß (98) mit einem Außen
konus (91) ausgebildet ist, welcher durch das Spannelement
(10) in einen Innenkonus (97) der Werkzeugmaschinenspindel
(20) einziehbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883824580 DE3824580A1 (de) | 1988-07-19 | 1988-07-19 | Axialgetriebe, insbesondere zum spannen von kupplungen an einer werkzeugmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883824580 DE3824580A1 (de) | 1988-07-19 | 1988-07-19 | Axialgetriebe, insbesondere zum spannen von kupplungen an einer werkzeugmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3824580A1 true DE3824580A1 (de) | 1990-01-25 |
Family
ID=6359109
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883824580 Withdrawn DE3824580A1 (de) | 1988-07-19 | 1988-07-19 | Axialgetriebe, insbesondere zum spannen von kupplungen an einer werkzeugmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3824580A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0615811A3 (de) * | 1993-03-19 | 1994-12-14 | Kelch Gmbh & Co | Spann- und Löseeinrichtung für Werkzeuge. |
| US6722827B1 (en) * | 1999-03-23 | 2004-04-20 | Sandvik Aktiebolag | Tool clamping device employing gas spring |
| US6896455B2 (en) | 2002-06-17 | 2005-05-24 | Sandvik Ab | Rotatable machine spindle including a gas spring in which a lubricant-containing gas is confined |
| US20130004257A1 (en) * | 2010-03-30 | 2013-01-03 | Makino Milling Machine Co., Ltd. | Spindle Device of a Machine Tool |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1521962A (en) * | 1975-07-21 | 1978-08-23 | Herbert Ltd A | Power-operated chuck |
| DE2741166C2 (de) * | 1977-09-13 | 1985-11-07 | A. Ott Gmbh, 8960 Kempten | Vorrichtung zur Betätigung eines Spannkopfs |
-
1988
- 1988-07-19 DE DE19883824580 patent/DE3824580A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: OTT MASCHINENTECHNIK GMBH, 8960 KEMPTEN, DE |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: OTT-JAKOB GMBH & CO SPANNTECHNIK KG, 87663 LENGENW |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |