DE38248C - - Google Patents

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DE38248C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C21/00Methods of fertilising, sowing or planting
    • A01C21/002Apparatus for sowing fertiliser; Fertiliser drill

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Fertilizing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisher gebräuchlichen Düngerstreurriaschinen wird der Dünger entweder direct auf die Oberfläche des Erdbodens (wie mit der Breitwurfmaschine) ausgestreut, oder durch Röhren in Verbindung mit Drillscharen oder Drillstiefeln in eine gewisse bestimmte Tiefe der Ackerkrume in einer horizontalen Linie gelegt.
Nach der vorliegenden Erfindung dagegen wird ein continuirlicher Düngerregen mit einem continuirlichen Erdregen vermischt. Dieses findet statt, indem der aus einem eigenthümlich construirten Leitungsrohr fallende trockene oder flüssige Dünger mit der durch besondere Vorrichtungen gehobenen Erde vermengt wird.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigen Fig. ι bis 3 im Schnitt, in der Ansicht und im Grundrifs eine Düngerstreumaschine für pulverförmigen Dünger, Fig. 4 bis 6 zeigen das Düngerleitungsrohr im Längsschnitt , Rückansicht und Querschnitt.
Fig. 7 bis 9 zeigen Schnitt, Seitenansicht und Grundrifs einer ähnlichen Maschine für flüssigen Dünger, während Fig. 10 bis 12 das Düngerleitungsrohr im Längsschnitt, Rückansicht und Querschnitt zeigen.
In den Zeichnungen, Fig. 1, 2 und 3 sowie Fig. 7, 8 und 9, ist der Vordertheil des Gestelles weggebrochen, in Fig. 2 und 8 Theile der Kammformer s und der Hebel / und 0, und in Fig. 5 die unteren Streifen q q.
Fig. 13 bis 21 zeigen die Wirkung der Maschine, insbesondere wie sich der Düngerregen mit dem Erdregen mischt und wie eine oben breite, unten schmale, mit dem Gemenge von Dünger und Erde gefüllte Furche gebildet wird. Fig. 13 zeigt einen Grundrifs der im Boden arbeitenden Theile der Maschine, Fig. 14 einen Schnitt durch den Boden längs der Linie rl-s]. Fig. 15 bis 20 sind Querprofile nach den Linien a}-b\ c1-dl,-f1-gi, W-k1, m1-n'[ und w'-v1, welche die Gestaltung der Ackerkrume in dem Mafse zeigen, als die Maschine vorrückt. Fig. 21 zeigt das Endprofil, welches der Boden nach der Düngung bleibend annimmt.
Bei der Maschine für trockenen Dünger, Fig. i, 2 und 3, befindet sich im Innern des Düngerkastens α eine Streuwalze b und ein seitwärts beweglicher Rührer c. Der Dünger wird durch die untere, vermittelst der Stellschrauben d d regulirbare Oeffhung im Kasten dem Leitungsrohr e zugeführt. Die Streuwalze b wird dadurch in Bewegung gesetzt. Auf der Achse des Laufrades f ist ein Zahnrad g aufgekeilt, welches mittelst einer Kette ein zweites Zahnrad h treibt, welches ein auf derselben Achse befindliches Zahnrad i und dies das Sperrrad k treibt, durch dessen Ausrücken die Streuwalze zum Stillstand gebracht wird, ohne dafs dadurch die Maschine still zu stehen braucht, was namentlich beim Wenden am Ende des Feldes, wo kein Dünger gestreut werden soll, von Wichtigkeit ist.
Bei der Maschine für flüssigen Dünger, Fig. 7, 8 und 9, fällt die Streuwalze und ihr Bewegungsmechanismus weg. Der Dünger gelangt aus dem Kasten α in den Behälter w und durch das Rohr \ zu den Leitungsröhren e e.
An beiden Maschinen sind die Laufräder f jedes einzeln auf einer Achse in der WTeise
befestigt, dafs diese Achsen mittelst der Hebel 11 gehoben oder gesenkt werden können. Somit können alle arbeitenden Theile, wenn die Maschine am Ende des Feldes gedreht werden soll, aus dem Boden gehoben werden.
Zwischen dem Holzrahmen ist ein Eisenrahmen m m angebracht, in welchem die Scharhebel η η sich nach Belieben mittelst des Hebels ο tiefer oder seichter stellen lassen. An diesen Scharhebeln η η werden aus beliebigem Material hergestellte, dreieckige, viereckige oder runde Leitungsröhren e, Fig. 4, 5, 6, 10, 11 und 12, befestigt, welche auf ihrer Rückseite mit einer Reihe dreieckiger, viereckiger, runder oder sonstwie geformter Löcher ρ und vorn mit den Scharspitzen t versehen sind. Von diesen Oeffnungen ρ ρ hängen Streifen q q herab, welche die gleichförmige Vertheilung des Düngers in horizontaler Richtung bewirken. Ein Schieber r dient dazu, diese Oeffnungen zu vergröfsern oder zu verkleinern.
Abwechselnd mit den Scharen η sind die Kammformer s mit den Scharspitzen ν angeordnet, welche in einer gewissen Entfernung hinter denselben angebracht sind, die variabel sein kann, je nach der Form der Streichbretter und der Bodengattung, und je nachdem das Erdreich mehr nach vorwärts, rückwärts oder in die Höhe gehoben werden soll.
Wenn die Maschine nach vorwärts in Bewegung gesetzt wird, so fällt durch die Oeffnungen pp des Leitungsrohres e, gleichmäfsig yertheilt, der Dünger in pulverigem oder flüssigem Zustande herab. In demselben Augenblick wird die Erde durch die Streichbretter oder Kammformer 5 in Bewegung gesetzt und fängt den Dünger während jeder einzelnen Phase der Bewegung auf, wodurch eine vollständige, gleichmäßige Vertheilung des Düngers auch in verticaler Richtung von dem tiefsten Punkte bis an die Oberfläche erzielt wird.
Diese Wirkungsweise der Maschine geht aus den Fig. 13 bis 21 hervor, welche die Erdbewegung, die Vermischung des Erdregens mit dem Düngerregen und die Bildung der Furchen und Kämme zeigen.
Durch diese Maschine wird bedeutend an Düngermaterial erspart, da nur die der Reihensaat entsprechenden Furchen gedüngt werden; auch gelangt der Dünger viel tiefer in den Boden, was namentlich für tiefwurzelnde Pflanzen von grofsem Vortheil ist. Der erzeugte Erd- und Düngerregen wird auf das innigste gemischt und so der Dünger möglichst vollständig ausgenutzt.
Diese Düngerstreumaschinen können statt durch Zugthiere auch mittelst beliebiger Motoren über das Feld bewegt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Düngerstreumaschinen behufs Herstellung einer eigenartigen Mischung des Düngers mit dem Erdboden die Combination der Kammformen oder Streichbretter s s mit den Düngerleitungsrohren e, deren Oeffnungen ρ ρ beliebig gröfser oder kleiner gemacht werden können.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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