DE3826869C2 - Verfahren zum Herstellen einer Dichtungsmembran in einem Erdschlitz und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer Dichtungsmembran in einem Erdschlitz und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer
vertikalen Dichtungsmembran in einem suspensionsgefüllten Erd
schlitz sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Derartige Verfahren und Vorrichtungen werden im Tiefbau bei
der Herstellung von abgedichteten vertikalen Schlitzwänden eingesetzt,
die in der Regel aus einer Suspension von Wasser,
Zement, Ton oder Bentonit und sonstigen Zusatzmitteln oder Zusatzstoffen
bestehen. Sie dienen im Erdbereich als Absperrung.
Zur vollständigen und zuverlässigen Abdichtung kann es erforderlich
sein, daß in derartige Schlitzwände auch Dichtmembrane
aus Edelstahl oder Kunststoff integriert werden müssen. Die
Ausdehnung einer Membran bringt dabei die Notwendigkeit mit
sich, daß sie aus einzelnen Teilstücken zusammengesetzt werden
muß, die im Zuge des Baufortschritts fortlaufend aneinander
angesetzt und miteinander verbunden werden müssen.
Aus der DE-OS 35 40 270 ist bekannt, Kunststoffbahnen auf
biegesteife, rahmenartige Tragelemente aufzuspannen und in den
suspensionsgefüllten Erdschlitz abzusenken. Besonders bei
großen Windkräften kann dies zu erheblichen Schwierigkeiten
führen, da diese segelartigen Vorrichtungen große Windangriffsflächen
bieten. Ferner müssen die vertikalen Folienränder
zumindest teilweise mit schloßartigen Elementen versehen
sein, um eine dichte Verbindung mit der benachbarten
Folie zu erhalten. In der praktischen Anwendung ist es meistens
unvermeidlich, daß das betreffende Tragelement stark
exzentrisch vom Verbindungsschloß angreift. Dadurch entstehen
Verkantungen, was zu Verformungen der Folie bzw. zu
Schwierigkeiten beim Einziehen der Folie in das Schloß durch
erhöhte Schloßreibung führen kann.
Ein Verfahren der gattungsgemäßen Art ist
aus der DE-OS 34 28 297 bekannt. Bei diesem Verfahren werden
die Membranbahnen jeweils seitlich angesetzt und in einem in den
suspensionsgefüllten Erdschlitz abgesenkten, oben offenen
Hohlkörper miteinander verbunden, nachdem der Innenraum des
Hohlkörpers vollständig geleert ist. Als Hohlkörper werden
mit vertikalen, aufblasbaren Dichtschläuchen oder Dichtleisten
versehene Verbindungsrohre verwendet.
Nachteile dieses Verfahrens sind die relativ aufwendige Kon
struktion der Verbindungsrohre, deren Handhabung sowie das zu
Verkantungen und Verformungen neigende Einfädeln der Membran
bahnen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, mit
welchen die zu verbindenden Bahnen der Membran mit geringem
konstruktivem Aufwand zielgenau in den mit Suspension gefüllten
Erdschlitz eingezogen werden können.
Gemäß derr Erfindung wird diese Aufgabe verfahrensmäßig
durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorrichtungsmäßig wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß jede
Halbschale an dem abzusenkenden Ende mit einer Umlenkung
für das Zugseil versehen ist, das mit der
betreffenden Membranbahn lösbar verbunden ist und die beiden,
zu einem Hohlkörper zusammensetzbaren Halbschalen an ihrem
Fußende gelenkig und lösbar verbunden sind.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß die Membranbahnen ohne
einen oberirdischen Rahmenaufbau in den Erdschlitz eingebracht
werden können. Windempfindliche oder platzraubende Rahmen zum
Aufspannen der Membran sind nicht erforderlich. Außerdem erübrigt
sich das Anbringen von Verbindungsschlössern zwischen den
zu verbindenden Folienrändern. Durch das Absenken mit Hilfe der
Zugmittel wird eine sehr präzise Membranführung erreicht, wobei
systembedingt keine Verkantungen auftreten können. Durch entsprechende
Steuerung der Seilzüge kann der Vorschub der beiden
Membranränder optimal aneinander angeglichen werden. Außerdem
werden die Seilzüge auf einfache Weise und in kurzer Zeit an
der Membranbahn befestigt bzw. von der Membran gelöst,
so daß die Rüstzeiten sehr kurz sind. Schließlich ist der Transport
und die Lagerhaltung der Führungen wegen des geringen Platzbedarfs
einfach.
Grundsätzlich kann die Seilumlenkung aus einem Haken oder einer
Öse bestehen, durch die ein Stahl- oder Kunststoffseil gezogen
wird. Besonders zweckmäßig ist es jedoch, daß als Seilumlenkung
eine Umlenkrolle vorhanden ist. Das verwendete Seil kann sehr
einfach an einem Halteauge an der Membran befestigt werden. Um
ein Lösen dieser Verbindung nach dem Absenken der Membranbahn zu
ermöglichen, empfiehlt es sich, daß das Seil als Schlaufe in der
Weise gelegt ist, daß beide Enden zum Bediener zurückgeführt sind.
Durch Zug an einem Ende kann dann das Seil zurückgewonnen werden.
Statt dessen kann es auch vorteilhaft sein, daß das Seil mit Hilfe
eines Karabinerhakens an der Membran befestigt wird, der mit
einem Hilfsseil geöffnet werden kann.
Das Absenken der Membranbahn im Führungsspalt zwischen gegenüberliegenden
Halbschalenrändern wird dadurch vereinfacht,
daß die beiden Halbschalen an ihrem unteren Ende gelenkig
verbunden sind, so daß sie zur Bildung eines V-förmigen
Führungsspaltes auseinandergeklappt werden können. Es wird
durch diese Maßnahme unerwünschte Reibung oder ein Verklemmen
der Membranbahn beim Absenken verhindert. Außerdem hat die
gelenkige Schwenkverbindung den Vorteil, daß beide Halbschalen
während des Absenkens in paßgenauer Zuordnung gehalten
werden.
Damit die beiden Halbschalen auf einfache Weise nach dem Verkleben
oder Verschweißen der Membranbahnen ohne weiteres wieder
aus dem Erdschlitz herausgezogen werden können, ist
die gelenkige Verbindung lösbar. Hierzu kann
es sich als vorteilhaft erweisen, daß eine formschlüssige
Verbindung vorhanden ist, die durch eine Relativbewegung
der beiden Halbschalen zueinander gelöst wird. Besonders
einfach wird dies dadurch erreicht, daß eine Halbschale
mit einem Scharnierauge und die andere Halbschale mit
einem Scharnierstift versehen sind.
Um beim Entleeren des Hohlraums zwischen den beiden Halbschalen
ein Nachfließen der Suspension zu verhindern, besteht
eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung darin, daß die
einander gegenüberliegenden vertikalen Dichtränder der Halbschalen mit
einer Dichtlippe versehen sind. Auf diese Weise können die insbe
sondere bei langen Halbschalen unvermeidlichen Spalte abgedichtet
werden, die aufgrund von Herstellungstoleranzen ansonsten
unvermeidbar sind.
Ein paßgenaues Absenken der Membranbahnen wird dadurch unterstützt,
daß die Halbschalen mit einer vertikalen Führungsnut
zur Aufnahme von entsprechenden wulstartigen Gegenstücken auf
den Membranbahnen versehen sind. Der Vorteil dieser Führungsnuten
macht sich besonders dann bemerkbar, wenn die Führungsspalte
beispielsweise bei engen Erdschlitzen nur sehr schmal
sein können.
Eine besonders gute Abdichtung zwischen den miteinander zusammenwirkenden
Halbschalenrändern wird dadurch gewährleistet, daß
die Halbschalenränder mit flächigen Randverbreiterungen versehen
sind.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels weiter beschrieben.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Aufsicht auf einen suspensionsgefüllten
Erdschlitz und eine darin abgesenkte Vorrichtung
zum Einbringen einer Membranbahn.
Fig. 2 zeigt einen Vertikallängsschnitt durch den Erdschlitz
und die Vorrichtung gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 zeigt einen Vertikalquerschnitt durch den Erdschlitz
und die Vorrichtung gemäß Fig. 1 und 2.
Der in den Fig. 1 bis 3 veranschaulichte Erdschlitz 6 dient zur
Herstellung einer Schlitzwand. Der Erdschlitz 6 ist mit einer
Suspension 12 von Wasser, Zement, Ton oder Betonit und weiteren
Zusätzen gefüllt. Zur zuverlässigen Abdichtung der Schlitzwand
wird eine Membran 2 eingebracht, die aus miteinander verschweißten
Membranbahnen 20, 21 zusammengesetzt ist. Die Figuren zeigen diejenige
Bauphase, in welcher eine erste und eine zweite Membranbahn
20, 21 in der Suspension 12 abgesenkt sind, um sie in situ
miteinander zu verbinden. Als Membranmaterial kann Kunststoff
oder Edelstahl verwendet werden.
Als Führung für die vertikalen Ränder der Membranbahnen 20,
21 werden jeweils Hohlkörper 16, 17 verwendet, die aus einer
ersten und einer zweiten Halbschale 18, 19 bestehen. Da beide
Hohlkörper 16, 17 gleich sind, wird in der nachfolgenden
Beschreibung lediglich auf den linksseitigen Hohlkörper 16
im Zusammenhang mit den konstruktiven Einzelheiten Bezug
genommen.
Die Halbschalen 18, 19 sind jeweils aus Stahl hergestellt.
Ihre Länge ist so bemessen, daß sie von einer Sohle 1 des
Erdschlitzes 6 bis über die Oberfläche 10 der Suspension 12
reichen.
Die erste Halbschale 18 entspricht in ihrem konstruktiven
Aufbau im wesentlichen der zweiten Halbschale 19. Sie weisen
jeweils eine Ausbauchung 11 zur Bildung eines Hohlraums 13,
einen linken und rechten vertikalen Dichtrand 14, 15 sowie
einen Boden 24 auf. In dem hier dargestellten Beispiel sind
der linke und der rechte Dichtrand 14, 15 mit flächigen
Randverbreiterungen versehen, welche eine elastische Dichtlippe
25, 26 tragen. Werden die erste und zweite Halbschale 18, 19
an ihren Dichträndern 14, 15 aneinandergedrückt, so entsteht
ein nach oben offener und ansonsten dicht abgeschlossener
Hohlkörper 16, 17.
Wenn die erste und zweite Halbschale 18, 19 in einem vorgegebenen
Abstand voneinander gehalten werden, so werden zwischen
den paarweise gegenüberliegenden Schalen- bzw. Dichträndern ein
erster und ein zweiter vertikaler Führungsspalt 27, 28 gebildet,
zwischen welchen die Ränder 29, 30 der betreffenden
Membranbahnen 20, 21 zuverlässig und paßgenau in den Erdschlitz
6 eingeführt werden können.
Im Bodenbereich der ersten und zweiten Halbschale ist jeweils
eine Umlenkvorrichtung vorhanden, die in dem dargestellten
Beispiel aus einer Umlenkrolle 31 bzw. 32 besteht. Die Umlenkrollen
31, 32 wirken mit jeweils einem Zugseil 33, 34 zusammen,
dessen Ende mit einem Halteauge 4 bzw. 5 an der
zweiten Membranbahn 21 in Eingriff steht.
Die erste und zweite Halbschale 18, 19 sind an ihrem Fußende
9 durch eine lösbare gelenkige Schwenkverbindung 35 miteinander
verbunden. Sie besteht in dem dargestellten Beispiel (Fig. 3)
aus einem Scharnierauge 36 an der ersten Halbschale 18 und
einem Scharnierbolzen 37 an der zweiten Halbschale 19. Durch
eine axiale Verschiebung kann die Schwenkverbindung 35 gelöst
werden. Zur Sicherung gegen ein unbeabsichtigtes Aushängen
ist auf Seiten des Scharnierauges 36 ein Anschlag (nicht dargestellt)
vorhanden, der eine axiale Verschiebung des Scharnierbolzens
37 nur unter einem vorgegebenen Schwenkwinkel gestattet.
Die Schwenkverbindung 35 erfüllt drei Aufgaben: Sie gestattet
ein Absenken der ersten und zweiten Halbschale 18, 19 unter
paßgenauer Ausrichtung der Dichtränder 14, 15 und der Böden 24.
Außerdem können die Führungsspalte 27, 28 gemäß Fig. 3 V-förmig
aufgeweitet werden. Schließlich ist es auf diese Weise möglich,
die erste und zweite Halbschale 18, 19 separat aus dem
Erdschlitz 6 zu entfernen, wenn die Verbindung der beiden
Membranbahnen 20, 21 ausgeführt ist.
Nachfolgend wird anhand der Fig. 1 bis 3 das Verfahren zum Einbringen
der zweiten Membranbahn 21 beschrieben. Es wird vorausgesetzt,
daß sich die erste Membranbahn 20 bereits im suspensionsgefüllten
Erdschlitz 6 befindet und daß der linksseitig
dargestellte Hohlkörper 16 nach dem Einbringen der ersten
Membranbahn 20 im Erdschlitz 6 verblieben ist. Das für die
zweite Membranbahn 21 vorgesehene Zugseil 34 ist in dieser
Position mit der zugehörigen Umlenkrolle 31 in Eingriff, die
im übrigen möglichst nahe am zweiten Führungsspalt 28 angeordnet
ist.
Zunächst werden bei dem rechts dargestellten Hohlkörper 17
auf ebener Erde die Zugseile in die Umlenkrollen 31′,
32 eingeführt und die gelenkige Schwenkverbindung 35′
zusammengefügt. Anschließend wird dieser Hohlkörper 17 unter
Berücksichtigung der Breite der zweiten Membranbahn 21
bis auf die Sohle 1 abgesenkt. Zur Einführung der zweiten
Membran 21, die beispielsweise als Meterware von
einer Vorratsrolle (nicht dargestellt) abgenommen werden
kann, werden die Hohlkörper 16, 17 gemäß Fig. 3 auseinander
gespreizt und die Enden der Zugseile 34, 33 in die zugehörigen
Halteaugen 4, 5 in der zweiten Kunststoffbahn 21 eingehakt.
Hierbei kann jeweils ein Karabinerhaken (nicht dargestellt)
verwendet werden, der mit einem Hilfsseil ausgeklinkt
werden kann. Durch Zug am freien Ende der Zugseile 34, 33
wird die zweite Membranbahn 21 eingezogen.
Danach werden die Führungsspalte 27, 28 durch Aneinanderdrücken
der Halbschalen 18, 19 dicht abgeschlossen und die vorhandene
Suspension im Hohlkörper 16 entfernt. Nach dem Lösen des zugehörigen
Zugseils 34 werden die Randbereiche 29, 30 der ersten
und zweiten Membranbahn 20, 21 im Hohlkörper 16 miteinander
verschweißt. Schließlich wird die Schwenkverbindung 35
des linken Hohlkörpers 16 gelöst und die Halbschalen 18, 19
werden aus dem Erdschlitz 6 herausgezogen.
In der Fig. 1 ist ferner eine Einzelheit I veranschaulicht,
die zur paßgenauen Führung der Membranbahnen 20, 21 dient,
wenn der erste und zweite Führungsspalt 27, 28 nicht ausgeweitet
werden kann. Hierbei ist im Bereich eines Schalenrandes
eine vertikale Führungsnut 7 vorhanden, in welche ein entsprechendes
Führungsprofil 8 als Gegenstück auf der Membranbahn 20 bzw.
21 eingreift.
Claims (13)
1. Verfahren zum Herstellen einer vertikalen Dichtungs
membran in einem suspensionsgefüllten Erdschlitz,
wobei Membranbahnen fortlaufend nacheinander jeweils in einer linksseitigen und rechtsseitigen Führung, die in den suspensionsgefüllten Erdschlitz abgesenkt sind, seitlich angesetzt und an der Ansatzstelle miteinander verbunden werden,
wobei als Führung jeweils zwei, zu einem oben offenen Hohlkörper ergänzbare Halbschalen in der Weise verwendet werden, daß die vertikalen Dichtränder der Halbschalen jeweils paarweise unter Bildung eines ersten und eines zweiten Führungsspaltes gegenüberliegen, jeweils einem Führungsspalt ein Rand einer Membranbahn zugeordnet wird, nach dem Einziehen zweier aneinander zusetzender Membranbahnen die der Ansatzstelle zuge ordneten beiden Halbschalen in der Weise geschlossen werden, daß die paarweise gegenüberliegenden Dichtränder dicht anliegen, anschließend die Suspension aus diesen Halbschalen entfernt und die betreffenden Mem branbahnen innerhalb der Halbschalen miteinander ver bunden werden, und
wobei beide Führungen im Wechsel an der jeweiligen An satzstelle bzw. am freien Rand der einzuziehenden Mem branbahnen eingesetzt werden und hierzu eine Führung bei zwei aufeinanderfolgenden Einziehvorgängen un verändert in ihrer Position verbleibt und die andere Führung um die Breite der beiden betreffenden Membran bahnen seitlich versetzt wird,
gekennzeichnet durch
wobei Membranbahnen fortlaufend nacheinander jeweils in einer linksseitigen und rechtsseitigen Führung, die in den suspensionsgefüllten Erdschlitz abgesenkt sind, seitlich angesetzt und an der Ansatzstelle miteinander verbunden werden,
wobei als Führung jeweils zwei, zu einem oben offenen Hohlkörper ergänzbare Halbschalen in der Weise verwendet werden, daß die vertikalen Dichtränder der Halbschalen jeweils paarweise unter Bildung eines ersten und eines zweiten Führungsspaltes gegenüberliegen, jeweils einem Führungsspalt ein Rand einer Membranbahn zugeordnet wird, nach dem Einziehen zweier aneinander zusetzender Membranbahnen die der Ansatzstelle zuge ordneten beiden Halbschalen in der Weise geschlossen werden, daß die paarweise gegenüberliegenden Dichtränder dicht anliegen, anschließend die Suspension aus diesen Halbschalen entfernt und die betreffenden Mem branbahnen innerhalb der Halbschalen miteinander ver bunden werden, und
wobei beide Führungen im Wechsel an der jeweiligen An satzstelle bzw. am freien Rand der einzuziehenden Mem branbahnen eingesetzt werden und hierzu eine Führung bei zwei aufeinanderfolgenden Einziehvorgängen un verändert in ihrer Position verbleibt und die andere Führung um die Breite der beiden betreffenden Membran bahnen seitlich versetzt wird,
gekennzeichnet durch
- (a) Einführen von Seilzügen (33, 34) in Zugseilumlen kungen (31, 32) der Halbschalen (18, 19) des um die Breite zweier Membranbahnen (20, 21) versetzt anzuordnenden Hohlkörpers (17);
- (b) Zusammenfügen der zwei Halbschalen (18, 19) zu dem oben offenen Hohlkörper (17) mittels einer am abzusenkenden Ende (9) angeordneten lösbaren Schwenkverbindung (35);
- (c) Absenken des Hohlkörpers (17) in den Erdschlitz (6) und Auseinanderspreizen der Halbschalen (18, 19) beider Hohlkörper (16, 17);
- (d) Befestigen der Seilenden an der einzuziehenden Membranbahn (21);
- (e) Einziehen der Membranbahn (21) mittels Zugseilen (33, 34);
- (f) Schließen der Halbschalen (16, 17) beider Hohl körper (18, 19), Entfernen der Suspension und Verbinden der Membranbahnen;
- (g) Lösen der Schwenkverbindung (35) des Hohlkörpers (16) und getrenntes Herausziehen beider Halbschalen (18, 19).
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Halbschale (18, 19) an dem abzusenkenden Ende (9) mit einer Umlenkung für das Zugseil (33, 34) versehen ist, das mit der betreffenden Membranbahn (20, 21) lösbar verbunden ist, und
daß die beiden, zu einem Hohlkörper (16, 17) zusammen setzbaren Halbschalen (18, 19) an ihrem Fußende (9) ge lenkig und lösbar verbunden sind.
daß jede Halbschale (18, 19) an dem abzusenkenden Ende (9) mit einer Umlenkung für das Zugseil (33, 34) versehen ist, das mit der betreffenden Membranbahn (20, 21) lösbar verbunden ist, und
daß die beiden, zu einem Hohlkörper (16, 17) zusammen setzbaren Halbschalen (18, 19) an ihrem Fußende (9) ge lenkig und lösbar verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zugseilumlenkung aus einem Haken oder einer Öse
besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zugseilumlenkung aus einer Umlenkrolle (31, 32)
besteht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugseil (33, 34) aus einem Stahl- oder Kunst
stoffseil besteht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugseil (33, 34) in der Weise durch ein Halteauge
(4, 5) an der betreffenden Membranbahn (20, 21) geführt
ist, daß beide Enden aus dem durch die beiden Halbschalen
(18, 19) gebildeten, oben offenen Hohlkörper (16, 17)
herausgeführt sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugseil (33, 34) mit Hilfe eines Karabinerhakens
an der Membran (20, 21) befestigt ist, der mit einem
Hilfsseil geöffnet werden kann.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Halbschale (18) mit einem Scharnierauge (36)
und die andere Halbschale (19) mit einem Scharnierbolzen
(37) versehen sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einander gegenüberliegenden vertikalen Dichtränder
(14, 15) der Halbschalen (18, 19) mit einer Dichtlippe
(25, 26) versehen sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbschalen (18, 19) mit einer vertikalen
Führungsnut (7) zur Aufnahme von entsprechenden wulstartigen
Gegenstücken auf den Membranbahnen (20, 21) versehen
sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtränder (14, 15) der Halbschalen (18, 19) mit
flächigen Randverbreiterungen versehen sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zugseilumlenkung an der Innenseite der betreffenden
Halbschale (18, 19) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zugseilumlenkung an der Außenseite der betreffenden
Halbschale (18, 19) angeordnet ist.
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