DE3826875C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Transportieren von Lasten mit
mehreren, gelenkig miteinander verbundenen Lastträgern, die sich jeweils auf um
horizontale Achsen drehbaren Rollen abstützen und längs einer vorgegebenen Laufbahn
bewegbar sind, die geradlinige und gekrümmte Laufbahnabschnitte aufweist, wobei ein
Antriebsmechanismus vorgesehen ist, der einen Antriebszylinder und einen auf Schienen
parallel zu einem geradlinigen Laufbahnabschnitt linear verschiebbaren Schlitten
enthält, auf dem ein quer zur Transportrichtung der Lastträger ausfahrbares Mitnehmer
element angeordnet ist, das mit einem Gegenstück am jeweiligen Lastträger zur Über
tragung einer Antriebskraft zusammenwirkt.
Eine derartige Vorrichtung ist bereits bekannt (US-PS 25 86 630). Die Lastträger sind
bei dieser Vorrichtung Platten, die um horizontale Achsen beweglich aneinander
angelenkt sind. An den äußeren Enden tragen die Achsen Räder, die auf Schienen
geführt sind. Neben dem Antriebsmechanismus mit dem Schlitten ist ein Drehantrieb
vorhanden. Eine Kraftübertragung durch den Mitnehmer findet nur während der
Beschleunigung der Lastträger mit den Lasten zur Unterstützung des für eine gleich
bleibende Transportgeschwindigkeit bemessenen Drehantriebs statt.
Das Mitnehmerelement ist schwenkbar ausgebildet und gleitet bei der Bewegung des
Schlittens entgegen der Bewegungsrichtung der Lastträger an den Achsen vorbei,
während es sich bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens in Bewegungsrichtung der
Lastträger gegen eine Achse anlehnt und eine Druckkraft überträgt. Eine genaue
Positionierung der Lastträger in Verbindung mit einem intermittierenden Betrieb ist
dabei nicht möglich.
Es ist auch eine Vorrichtung zum Transport von Lasten mit mehreren, gelenkig über
horizontale Streben miteinander verbundenen Lastträgern bekannt, die sich jeweils auf
um horizontale Achsen drehbaren Rollen abstützen. Ein Reibradantrieb wirkt auf die
Streben, um die Lastträger mit den Lasten zu bewegen. Eine genaue Positionierung der
Lastträger zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stillstandspositionen findet dabei nicht
statt (DE-OS 27 44 539).
Bei einer weiteren bekannten Lasttransportvorrichtung sind Förderwagen, die sich auf
vier um horizontale Achsen drehbaren Rollen abstützen und längs einer gerade und
gekrümmte Abschnitte aufweisenden Bahn bewegbar sind, über horizontale Lenker
miteinander verbunden. Die Lenker sind jeweils an einem Ende an einem Querträger
eines Förderwagens und am anderen Ende am Lenker des benachbarten Förderwagens
angelenkt. Die Rollen sind in Haltern gelagert, die um vertikale Achsen schwenkbar
sind. Mit jedem Förderwagen sind zwei um vertikale Achsen drehbare Rollen ver
bunden, die auf zwei Seiten von Wänden einer Führungsbahn umgeben sind. Zum
Antrieb der Förderwagen sind Kettenräder vorgesehen, die mit zylindrischen Rollen der
Förderwagen zusammenwirken und auf diese gleichzeitig mit einer Bewegungsrichtungs
änderung eine Antriebskraft ausüben (DE-OS 20 58 115).
Bekannt ist ferner ein Fördergestell für Kleidungsstücke mit längs einer Laufbahn
gelenkig miteinander verbundenen Gabeln, unter denen Schienenabschnitte zum Auf
hängen der Kleidungsstücke befestigt sind. Die Gabeln sind an ihren Enden gelenkig
miteinander verbunden und weisen nach oben ragende Haken auf, deren obere Enden
in einer Schiene geführte Rollen tragen. Als Antriebsmittel ist ein Zahnrad vorgesehen,
das mit den Haken zusammenwirkt (DE-OS 23 10 356).
Bekannt ist auch eine Transportvorrichtung mit einer Reihe von auf Schienen bewegli
chen Wagen, die über horizontale Streben gelenkig miteinander verbunden sind. Die
Wagen weisen vier um horizontale Achsen drehbare Schienenräder auf. Als Antriebs
mittel ist eine Kette vorgesehen, deren Glieder nach außen ragende Vorsprünge mit
Rollen aufweisen, die sich beim Antrieb der Wagen jeweils gegen eine konkave An
schlagfläche einer Strebe legen. Da die jeweilige Rolle nur Druckkräfte auf die Strebe
überträgt, löst sich die kraftschlüssige Verbindung zwischen Rolle und Strebe bei
Abnahme der Kettengeschwindigkeit, da die Wagen mit den Lasten infolge Massen
trägheit ein Stück weiterlaufen (US-PS 19 73 005).
Schließlich sind Antriebsmittel mit Zylindern bekannt, in denen Kolben verschiebbar
sind, die Kolbenstangen tragen, an deren Enden Klinken schwenkbar befestigt sind.
Die Klinken wirken mit Gliedern von Kettenantrieben oder Achsen von Wagen eines
Zugverbands zusammen. Bei der Bewegung entgegen der Transportrichtung drücken die
Kettenglieder oder Achsen die Klinken aus ihren Bewegungsbahnen. Zur kontinuierli
chen Bewegung sind zwei abwechselnd die Kettenglieder oder Achsen antreibende
Antriebsmittel vorhanden (DE-AS 12 89 807, DE-PS 9 74 910).
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebe
nen Gattung derart weiterzuentwickeln, daß die Lasten unter Vermeidung ruckartiger,
unkontrollierbarer Bewegungen der Lastträger mit einem vorgebbaren Geschwindigkeits
verlauf vom Beginn bis zum Ende einer Bewegung schrittweise genau positioniert
werden können.
Das Problem wird erfindungsgemäß durch die Merkmale in Patentanspruch 1 gelöst. Bei
der im Patentanspruch 1 beschriebenen Vorrichtung wird der mit dem Antriebsmecha
nismus gekuppelte Lastträger zwangsläufig geführt. Die Bewegung wird über die starren
Verbindungsteile auf die übrigen Lastträger übertragen. Alle Lastträger setzen sich
deshalb gleichzeitig in Bewegung. Der Verlauf der Geschwindigkeit vom Beginn bis zu
einer gewünschten Transportgeschwindigkeit und beim Abbremsen bis zum Stillstand
wird vom Antriebsmechanismus bestimmt. Ruckartige und unkontrollierbare Bewegun
gen zwischen den Lastträgern werden vermieden. Je nach Art des Transportguts kann
der Geschwindigkeitsverlauf von der Geschwindigkeit 0 bis zu einer gewünschten
Transportgeschwindigkeit einen stetigen Verlauf aufweisen, so daß bei der Kopplung
aller Lastträger mit dem Antriebsmechanismus ein sanfter Anlauf und ein sanftes
Abbremsen erreicht wird. Außerdem ist eine genaue Ausrichtung des Kupplungsglieds
auf die Ausnehmung am jeweiligen Lastträger möglich. Die Kupplungsteile sind kon
struktiv sehr einfach ausgebildet. Darüber hinaus läßt sich mit den Kupplungsteilen eine
Zentrierung zwischen dem Antriebsmechanismus und den Lastträgern erreichen.
Es ist erforderlich, daß der Verschiebeweg des Schlittens auf den Abstand zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Haltestellen der Lastträger abgestimmt ist. In diesem Fall stellt
das Kupplungsglied in der einen Endlage beim Ausfahren automatisch die Verbindung
mit dem Aufnahmestück her. Die Aufnahmestücke der Lastträger gelangen nachein
ander in die richtige Position gegenüber der einen Endlage des Kupplungsglieds. Um die
Lastträger intermittierend zu bewegen, reicht es aus, den Antriebsmechanismus zwischen
seinen beiden Endlagen hin- und herzubewegen und das Kupplungsglied vor dem
Beginn der Bewegung auszufahren und nach dem Ende der Bewegung zurückzuziehen.
Der Kegelstumpf ist über die Welle in einem Antrieb axial verschiebbar angeordnet. Als
Antrieb kann zum Beispiel ein Elektroantrieb vorgesehen sein.
Falls die Vorrichtung mit den Lasten eine große Masse aufweist, ist es günstig, den
Schlitten mit einem hydraulischen Antriebszylinder zu verbinden. Es ist auch möglich,
einen Linearmotor einzusetzen.
Vorzugsweise ist außerhalb des Bereichs des Antriebsmechanismus ein weiteres Kupp
lungsglied quer zum Verschiebeweg der Aufnahmestücke der Lastträger ausfahrbar und
einziehbar an einer Stelle angeordnet, die von derjenigen Endlage des Kupplungsglieds
auf dem Schlitten, die vom Antriebszylinder am weitesten entfernt ist, einen Abstand
hat, der dem Abstand zwischen zwei Aufnahmestücken benachbarter Lastträger oder
einem Mehrfachen dieses Abstands entspricht. Dieses weitere Kupplungsglied dient
dazu, die Lastträger in einer Haltestellung zu arretieren. Es können dann beim Zurück
fahren des Schlittens unkontrollierte Bewegungen des gesamten Transportmechanismus
verhindert werden. Das weitere Kupplungsglied wird in das Aufnahmestück eingefügt,
bevor das Kupplungsglied des Schlittens zurückgezogen wird. Es verbleibt so lange in
der Arretierstellung, bis das Kupplungsglied des Schlittens in das entsprechende Auf
nahmestück eingesetzt worden ist. Danach wird das weitere Kupplungsglied in seine
rückwärtige Ruhelage zurückgezogen. Das weitere Kupplungsglied entspricht im kon
struktiven Aufbau dem Kupplungsglied des Schlittens.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die um horizontale Achsen drehbaren
Rollen in um vertikale Achsen drehbaren Haltern angeordnet, wobei um vertikale
Achsen drehbare Rollen mit den Lastträgern verbunden und jeweils auf zwei Seiten von
Wänden der Laufbahnen umgeben sind. Mit dieser Ausführungsform läßt sich eine sehr
genaue Führung erreichen, wobei die Führungs- bzw. Leitmittel für die Lastträger von
denjenigen Mitteln getrennt sind, die die Massen tragen müssen.
Bei einer günstigen Ausführungsform enthalten die Lastträger Querträger, nahe an
deren Enden als Verbindungsteile jeweils die horizontalen Streben angelenkt sind.
Damit wird eine sehr einfache Verbindung zwischen den Lastträgern hergestellt. Die
Lastträger können zweckmäßigeiweise entlang einer ovalen Laufbahn geführt werden,
wobei nach außen gerichtete Tragglieder zur Aufnahme der Lasten vorgesehen sind.
Eine derartige Vorrichtung eignet sich als taktweise bewegtes Fließband.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind zum kontinuierlichen Transport zumindest
zwei angetriebene Kupplungsglieder vorgesehen, die im wesentlichen abwechselnd in
Aufnahmestücke eingreifen. Ferner bestehen die Möglichkeiten, daß die Lastträger
hängend transportierbar bzw. daß die Lastträger über zumindest vier Lenkrollen hori
zontal auf einer Laufbahn abgetragen sind.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung zu entnehmenden Ausführungs
beispielen näher erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Transportieren und Positionieren von Lasten in dem
Schema von oben,
Fig. 2 zwei miteinander verbundene Lastträger der in Fig. 1 dargestellten
Vorrichtung in Seitenansicht,
Fig. 3 die Vorrichtung gemäß Fig. 1 im Schnitt längs der Linien 1-1,
Fig. 4 und 5 eine Transportvorrichtung mit hängend verfahrbaren Lastträgern und
Fig. 6 und 7 eine Transportvorrichtung mit horizontal angeordneten Lastträgern.
Eine Vorrichtung zum Transportieren und Positionieren von Lasten enthält Lastträger
die im Abstand miteinander verbunden sind und eine in sich geschlossene Einheit
bilden. Die Lastträger sind längs einer Laufbahn bewegbar, die bei der in Fig. 1
dargestellten Vorrichtung oval verläuft. Die Laufbahn enthält daher gekrümmte und
gradlinige Laufbahnabschnitte.
Die Lastträger 1 enthalten jeweils zwei im Abstand voneinander angeordnete horizontale
Träger 2, 3, die durch vertikale Träger 4 miteinander verbunden sind. Ihr oberer
horizontaler Träger weist nahe an seinen Enden eine jeweils nach oben ragende
Führungsrolle 5 auf. Die Führungsrollen 5 werden von vertikalen Wänden 6 einer
Laufbahn 7 umgeben, die oval ausgebildet ist. Die vertikalen Träger 4 stoßen im Abstand
von den Enden auf die horizontalen Träger 2, 3. Zwischen den Verbindungsstellen der
Träger 4 und der Träger 3 und den Enden der Träger 3 sind Lagerbolzen 8 angeordnet,
die vertikal nach oben ragen. An den Lagerbolzen 8 sind starre Verbindungsteile 9
angelenkt, die horizontal je zwei benachbarte
Lastträger 1 miteinander verbinden. Die Verbindungsteile 9 werden durch Muttern 10,
z. B. Kontermuttern, in ihren Lagern gehalten.
Unterhalb der Träger 3 sind auf zwei vertikalen Zapfen 11 weitere Führungsrollen 12
drehbar gelagert. Die Führungsrollen 12 werden auf zwei Seiten von vertikalen Wänden
13 einer zweiten Laufbahn 14 umgeben, die parallel zu der Laufbahn 7 verläuft. An den
Enden der Zapfen 11 sind Halter 15 um vertikale Achsen drehbar gelagert. Die Halter
15 tragen um horizontale Achsen drehbare Rollen 16, die sich auf einer Bodenbahn 17
abstützen. An den Trägern 2 sind nach außen ragende Streben 18 befestigt, die
Lastauflageplatten 19 tragen. Die beiden Laufbahnen 7, 14 sind erforderlich, um die nur
auf 2 Rollen 16 laufenden Lastträger 1 aufrecht zu halten.
Parallel zu einem geradlinigen Laufbahnabschnitt der Laufbahnen 7, 14 ist ein linear
verschiebbarer Antriebsmechanismus 20 angeordnet. Der Antriebsmechanismus 20
enthält eine zu geradlinigen Laufbahnabschnitten parallele Schiene 21, die sich
innerhalb der Laufbahnen 7, 14 befindet. Auf der Schiene 21 ist ein Schlitten 22
verschiebbar gelagert, der einen elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen Antrieb
23 enthält, durch den ein Kupplungsglied 24 quer zur Bewegungsrichtung des Schlittens
22 verschiebbar ist. Das Kupplungsglied 24 weist einen am Ende einer Welle 25
angeordneten Kegelstumpf 26 auf. Die Lastträger 1 weisen jeweils Aufnahmestücke 27
für das Kupplungsglied 24 auf. Die Aufnahme für den Kegelstumpf 26 ist eine
trapezförmige Ausnehmung 28 am Aufnahmestück 27.
Der Schlitten 22 ist mit dem Ende der Welle 29 eines in einem Antriebszylinder 30
verschiebbaren Kolbens verbunden, der nicht näher dargestellt ist.
Die Lastträger 1 werden nach der Darstellung der Fig. 1 taktweise befördert, d. h., sie
legen eine bestimmte Wegstrecke zwischen Haltepunkten zurück. Die Wegstrecke sind
gleich groß. Die Verschiebung des Kolbens und des Schlittens 22 entspricht dieser
Wegstrecke. Das Kupplungsglied 24 hat daher zwei Ruhetagen, die im Abstand der
Wegstrecke auseinanderliegen und zwei Haltestellen der Lastträger 1 entsprechen.
Ein weiteres Kupplungsglied 31, das einen Kegelstumpf 32 enthält, der an einer Welle
33 befestigt ist, die mit einem Antriebselement 34 verbunden ist, befindet sich an einer
Haltestelle der Lastträger 1. Diese Haltestelle hat von den Ruhelagen des Kupplungsglieds
24 einen Abstand, der gleich der Wegstrecke ist oder ein Mehrfaches der
Wegstrecke beträgt. Von der einen Ruhelage des Kupplungsglieds 24, in der die Welle
am weitesten aus dem Antriebszylinder 30 ausgefahren ist, kann das Kupplungsglied 31
einen Abstand von minimal einer Wegstrecke haben.
Die Lastträger 1 werden auf folgende Weise transportiert: Wenn sich das Kupplungsglied
24 in der einen Endlage befindet, in der es der Ausnehmung 28 in axialer Richtung
gegenübersteht, wird das Kupplungsglied 24 ausgefahren und greift in die Ausnehmung
28 ein. Das Kupplungsglied 31 kann zugleich oder kurz danach aus der Ausnehmung 28
eines anderen Lastträgers 1 zurückgezogen werden. Anschließend wird der Schlitten 22
in Bewegung versetzt. Es besteht eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Schlitten
22 und den Lastträgern 1. Infolgedessen folgen die Lastträger 1 der Bewegung des
Schlittens 22.
Die vom Antriebsmechanismus 20 auf den gerade angekuppelten Lastträger 1
übertragene Bewegung pflanzt sich nicht ruckartig auf die anderen Lastträger fort. Die
Geschwindigkeit der Bewegung kann einen vorgegebenen Verlauf aufweisen, d. h. stetig
bis zu einer gewünschten Maximalgeschwindigkeit ansteigen und vor dem Ziel stetig bis
zum Erreichen des Haltepunkts abfallen. Es läßt sich somit ein optimaler Geschwindigkeitsverlauf
für die Lastträger 1 vorgeben. Ruckartige Bewegungen werden vermieden.
Die Lasten werden daher nicht in unerwünschter Weise beschleunigt.
Wenn der Schlitten 22 seine zweite Ruhelage erreicht hat, wird das weitere Kupplungsglied
31 in die Ausnehmung 28 des gegenüberstehenden Lastträgers 1 eingefahren.
Danach wird das Kupplungsglied 24 zurückgezogen. Der Schlitten 22 wird anschließend
in die erste Ruhelage zurückbewegt. Es beginnt dann der oben beschriebene Vorgang
erneut, wobei das Kupplungsglied 24 in die Ausnehmung 28 des in der Reihenfolge
nächsten Lastträgers 1 eingefahren wird.
Den Fig. 4 bis 7 sind weitere hervorzuhebende Ausführungsformen der Erfindung zu
entnehmen. Dabei wird in bezug auf das Antriebssystem auf die
Ausführungen im Zusammenhang mit der Beschreibung der Fig. 1 verwiesen. Ergänzend
sei jedoch bemerkt, daß die Möglichkeit besteht, die Vorrichtung mit zwei Antriebseinheiten
auszubilden, von denen die zusätzliche z. B. auf der zu der ersten Antriebseinheit
gegenüberliegenden Seite angeordnet ist. Eine entsprechende Ausgestaltung bietet einen
kontinuierlichen Betrieb. Dies wird dadurch erreicht, daß die beiden Antriebe
(Vorschubeinheiten) im ständigen Wechsel arbeiten. Dies bedeutet, daß immer
mindestens ein Kupplungsglied 24 einen Antriebs in Eingriff mit einer zugeordneten
Ausnehmung 28 eines Lastträgers steht. Bei der Übergabe, d. h. dem Wechsel von einer
Antriebseinheit auf die andere befinden sich kurzzeitig beide Kupplungsglieder in
Eingriff in einer Ausnehmung, wobei die Antriebe dann synchron laufen. Sodann kann
das erste Kupplungsglied (Mitnehmer) nach Eingriff des zweiten Kupplungsgliedes
ausgekuppelt werden, um in seine Grundstellung verfahren zu werden. Dieser Vorgang
wiederholt sich wechselweise zwischen den beiden Antrieben, um erwähntermaßen einen
kontinuierlichen Antrieb zu ermöglichen.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der Lastträger 100 hängend
transportiert werden. Der Lastträger weist einen quadratischen Rahmen 102 bestehend
aus vertikal und horizontal verlaufenden Trägern 104, 106, 108 und 110 auf. Entsprechend
der Ausführungsform der Fig. 3 ragen von dem oberen Träger 106 Strebe 111
ab, von denen nicht dargestellte Lastaufnahmeplatten ausgehen oder die diese tragen.
Von den unteren Trägern 104 gehen Führungsrollen 112 und 114 aus, die zwischen
Führungsflächen 116 und 118 in ihrer seitlichen Bewegung begrenzt werden, die
ihrerseits Schenkel von Winkelstücken 120, 122 sind. Durch entsprechende vertikal
verlaufende Führungsflächen 124 und 126, die ebenfalls Schenkel von nicht näher
bezeichneten Winkeln sein können, werden obere Führungsrollen 128, 130 geführt
aufgenommen. Die Führungsrollen sind dabei in Laufwerkskörpern 132 gelagert, von
denen Laufwerkrollen oder -räder 134, 136 ausgehen, die ihrerseits in einander zugewandten
U-Eisenprofilen geführt werden. Ferner sind die Laufwerkskörpern 132 mit
Lagerbolzen 138 versehen, von denen Verbindungsteile 140 ausgehen, um in ihrem
Abstand fest vorgegebene, jedoch gelenkige Verbindung zwischen benachbarten
Lastträgern entsprechend der Ausführungsformen der Fig. 1 bis 3 zu ermöglichen.
Von den oberen Querträgern 106 gehen Aufnahmeteile 142 aus, die vorzugsweise
trapezförmige Ausnehmungen aufweisen, in die formschlüssig die von den nicht
dargestellten Antriebseinheiten ausgehenden Kupplungsglieder eingreifen.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 6 und 7 sieht horizontal angeordnete Lastträger 150
vor, die vorzugsweise über vier Lenkrollen 152, 154, 156 und 158 auf horizontalen
Laufbahnen 160 und 162 verschiebbar sind. Die Lastträger 150 werden über Führungsrollen
164 und 166 gelenkt, deren Drehachsen zum einen parallel (Führungsrolle 166)
und zum anderen senkrecht (Führungsrolle 164) zur Transportebene 160, 162 verlaufen.
Die Führungsrolle 164, die von der Unterseite des Lastträgers 150 ausgeht, wird zwischen
zwei vertikal verlaufenden Schenkeln 168 und 170 von Winkeleisen 172 und 174 geführt.
Die Führungsrolle 166 wird an ihrer oberen Fläche über einen horizontal verlaufenden
Schenkel 176 eines Winkeleisens 178 geführt.
In Fig. 7 sind des weiteren Aufnahmestücke 180 erkennbar, die an einer Längsseite des
rechteckförmigen Trägerrahmens 150 angeordnet sind, um mit Mitnehmern von nicht
dargestellten Antrieben wie Linearantrieben wechselzuwirken. Dabei kann ein
sukzessiver oder kontinuierlicher Transport der Lastträger 150 erfolgen, die entsprechend
der Ausführungsformen der Fig. 1 bis 5 über starre Verbindungsteile 182 verbunden sind,
die ihrerseits vorzugsweise über Lagerbolzen 184 und 186 an den Lastträgern 150
angelenkt sind.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Transportieren von Lasten mit mehreren, gelenkig miteinander
verbundenen Lastträgern, die sich jeweils auf um horizontale Achsen drehbaren
Rollen abstützen und längs einer vorgegebenen Laufbahn bewegbar sind, die
geradlinige und gekrümmte Laufbahnabschnitte aufweist, wobei ein
Antriebsmechanismus vorgestellten ist, der einen Antriebszylinder und einen auf
Schienen parallel zu einem geradlinigen Laufbahnabschnitt verschiebbaren
Schlitten enthält, auf dem ein quer zur Transportrichtung der Lastträger
ausfahrbares Mitnehmerelement angeordnet ist, das mit einem Gegenstück am
jeweiligen Lastträger zur Übertragung einer Antriebskraft zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Mitnehmerelement ein starres Zug- und Druckkräfte übertragendes
Kupplungsglied (24) mit einem am Ende einer Welle (25) befestigten
Kegelstumpf (26) ist, der in eine trapezförmige Ausnehmung (28) eines am
jeweiligen Lastträger (1, 100, 150) angeordneten Aufnahmestücks (27, 142, 180)
lösbar einfügbar ist, und daß jeweils benachbarte Lastträger (1, 100, 150) mittels
starrer, horizontaler Streben (9) miteinander verbunden sind, die nahe an den
Enden voll Querträgern der Lastträger (1, 100, 150) angelenkt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum kontinuierlichen Transport zumindest zwei angetriebene
Kupplungsglieder (24) vorgesehen sind, die im wesentlichen abwechselnd in
Aufnahmestücke (27, 142, 180) eingreifen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschiebeweg des Schlittens (22) auf den Abstand zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Haltestellen des Lastträgers (1, 100, 150) abgestimmt ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß außerhalb des Bereichs des Antriebsmechanismus (20) ein weiteres
Kupplungsglied (31) quer zum Verschiebeweg der Aufnahmestücke (27, 142, 180)
der Lastträger (1, 100, 150) ausfahrbar und einziehbar an einer Stelle angeordnet
ist, die von derjenigen Endlage des Kupplungsglieds (24) auf dem Schlitten (22),
die vom Antriebszylinder (30) am weitesten entfernt ist, einen Abstand hat, der
dem Abstand zwischen zwei Aufnahmestücken (27, 142, 180) benachbarter
Lastträger (1, 100, 150) oder einem Mehrfachen dieses Abstandes entspricht.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die um horizontale Achsen drehbaren Rollen (16) in um vertikale Achsen
drehbaren Haltern (15) angeordnet sind und daß um vertikale Achsen drehbare
Rollen (5, 12) mit den Lastträgern (1) verbunden und jeweils auf zwei Seiten von
Wänden (6, 13) der Laufbahnen (7, 14) umgeben sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lastträger (1, 100, 150) Querträger aufweisen, nahe an deren Enden als
Verbindungsteile jeweils die horizontalen Streben (9) angelenkt sind.
7. Vorrichtung nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lastträger (100) hängend transportierbar sind.
8. Vorrichtung nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lastträger (150) über zumindest vier Lenkrollen (152, 154, 156, 158)
horizontal auf einer Laufbahn (160, 162) getragen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883826875 DE3826875A1 (de) | 1988-08-08 | 1988-08-08 | Vorrichtung zum transportieren und positionieren von lasten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883826875 DE3826875A1 (de) | 1988-08-08 | 1988-08-08 | Vorrichtung zum transportieren und positionieren von lasten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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