DE3832534A1 - Die erfindung ist eine zielscheibe, die durch warmluft erwaermt werden kann - Google Patents
Die erfindung ist eine zielscheibe, die durch warmluft erwaermt werden kannInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41J—TARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
- F41J2/00—Reflecting targets, e.g. radar-reflector targets; Active targets transmitting electromagnetic or acoustic waves
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- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
Description
Zu Trainingszwecken wird bekanntlich auf Zielscheiben ge
schossen. Um Schießübungen realistisch zu gestalten, sind
zahlreiche Vorrichtungen bekannt, wobei viele durch ein
Mechanismus bewegt werden können und gelegentlich die Ge
stalt, bzw. die Umrisse des übungsweise zu bekämpfenden Zie
les haben. (Zum Beispiel Umriß eines Schützen oder eines Panzers.)
In letzter Zeit nimmt das Schießen mit Hilfe von Nachtsicht
geräten an Bedeutung zu. Dabei wird die von Objekten ausge
hende Infrarot-Wärmestrahlung für entsprechende Systeme
sichtbar gemacht.
Diese Restwärme-Detektoren, Sichtgeräte oder -kameras nehmen
an Bedeutung zu und sie werden sowohl bei der Polizei als
auch im militärischen Bereich zunehmend eingesetzt.
Es liegt nahe, zu Ausbildungszwecken die Zielscheiben bzw.
Zieldarstellungen so auszurüsten, daß Wärmestrahlen emit
tiert werden und somit für den Einsatz der o. g. Geräte ge
eignet sind.
Die wichtigsten Kriterien solcher Wärmezielscheiben sind:
- a) Die Zielscheiben müssen bei der Herstellung sehr kosten günstig sein, da sie aus Verbrauchsmaterial naturgemäß beim scharfen Beschuß zerstört werden.
- b) Die Zielscheiben müssen für die bereits vorhandenen He belmechanismen und andere Trainingssysteme anpaßbar sein.
- c) Die Zielscheiben müssen leicht im Gewicht und einfach in der Handhabung sein.
- d) Die Zielscheiben müssen sich für den scharfen Beschuß eignen und dürfen auch nach mehreren Treffern keine Qua litätsminderung aufweisen.
- e) Die Zielscheiben müssen schnell aufheizbar sein und dür fen nur wenig Energie verbrauchen.
- f) Die Zielscheiben sollen konstante Wärmemengen abstrahlen. Es muß möglich sein, symbolische Darstellungen oder Bil der zum Zwecke der realitätsnahen Übung dazustellen.
- g) Die Zielscheiben müssen von den Benutzern leicht zu re parieren sein.
- h) Die Zielscheiben müssen automatisch ihre abgestrahlte Temperatur regeln können, damit unabhängig von der Umge bungstemperatur eine gleichbleibend gute Bildqualität gewährleistet wird.
Die bisher bekannten Systeme arbeiten entweder rein passiv.
Dabei wird die Zielscheibe beim Abklappen einfach erwärmt,
so daß eine gewisse Zeit nach dem Hochklappen der Zielschei
be die Wärme abgestrahlt wird. Aus daliegenden Gründen ist
diese Konstruktion nicht besonders elegant.
Andere Systeme arbeiten mit elektrischer Beheizung. Dabei
sind sowohl einfache elektrische Heizdrähte als auch
Flächenleiter bekannt. Nachteilig ist dabei, daß bei schar
fem Beschuß gelegentlich die gesamte Scheibe ausfällt, wenn
sie an einer sensiblen Stelle getroffen worden ist.
Die hier nachstehend näher beschriebene Erfindung weist
dagegen eine Reihe von Vorteilen auf. Insbesondere ist die
Scheibe selbst sehr preiswert und daher auch bei scharfem
Beschuß als Verbrauchsmaterial geeignet. Der spezifische
Energieverbrauch ist vergleichsweise gering. Die Einrichtun
gen, die die Wärmeenergie erzeugen, sind stationär und nicht
auf der Scheibe montiert. Ferner sind "Bilder" und Übungs
siluetten leicht und preiswert darstellbar.
Erfindungsgemäß ist die Scheibe selbst im sogenannten Sand
wichverfahren aufgebaut, wobei Fig. 1 das Schnittprofil
zeigt. Die Rückwand (1) besteht aus einem Wärmedämmaterial.
Die Zwischenschicht (2) besteht vorzugsweise aus einem aus
geschäumten und wärmedämmenden Material, z. B. Styropor. An
den Stellen, an denen Wärme abgestrahlt wird, ist das
Zwischenmaterial (2) ausgesperrt, so daß sich ein Hohlraum
(3) ergibt. Dieser Hohlraum wird durch Warmluft durchspült,
die durch die Öffnung (4) einströmt, und den Hohlraum durch
die Öffnung (5) wieder verläßt. Den Abschluß nach vorne bil
det eine wärmedurchlässige, dünne Schicht (6). Fig. 2
zeigt den grundsätzlichen Aufbau, von vorne gesehen. Der
Rahmen besteht aus einer verwindungssteifen Konstruktion,
die vorzugsweise nicht aus Metall besteht. Der Rahmen (7)
wird entweder in eine geeignete Steckvorrichtung eingestellt
oder durch eine Vorrichtung gehalten, die das Abklappen der
Scheibe ermöglicht. Ein Ventilator (8) sorgt für eine perma
nente Luftumwälzung innerhalb der Scheibe, wobei über ent
sprechende Anschlüsse der Einlaß (4) und Auslaß (5) mit dem
Ventilator über vorzugsweise Schlauchleitungen verbunden
ist. Ein Heizregister (9) besorgt die Aufheizung der Luft
auf einen Wert, der so deutlich oberhalb der Umgebungstempe
ratur liegt, daß mit Wärmekameras bzw. Infrarot-Sichtgeräten
eine eindeutige Objekterkennung stattfinden kann. Um diesen
Wärmeüberhang sicherzustellen und um andererseits keine un
nötige Aufheizung zu veranlassen, wird die Wärmeerzeugung
über ein elektronisches Regelsystem geregelt. Dabei wird
durch ein Temperaturfühler (10) die rücklaufende Luft ge
messen und einem elektronischen Regelgerät zugeführt.
Die Außentemperatur wird ebenfalls mit einem Fühler (11)
gemessen, wobei auch dieses Meßergebnis dem Regler zugeführt
wird. Das Regelgerät (12) beeinflußt die Heizleistung des
Heizregisters derart, daß eine kostante Übertemperatur
zwischen Rücklauf und Außentemperatur sichergestellt ist.
Bei scharfen Beschuß wird möglicherweise durch Einschuß
löcher der Kreislauf gestört. Aus diesem Grunde ist ein
weiterer Temperaturfühler (13) im Einlaß der Wärmescheibe
angeordnet. Wird die Spreizung der Temperaturen, also die
Differenz zwischen Ein- und Auslaßtemperatur plötzlich sehr
groß, schaltet das Regelgerät die Heizung ab und veranlaßt
eine Fehlermeldung, die über eine Meldeleitung (15) heraus
gegeben wird.
In diesem Fall kann durch Aufkleben geeigneter Folien die
Wärmescheibe repariert werden, sofern die strukturellen
Schäden nicht zu groß sind.
Die Wärmescheiben können praktisch beliebig groß gebaut wer
den, so daß auch größere Übungsziele leicht und preiswert
darstellbar sind.
Claims (4)
1. Zielscheibe für ziviles und militärisches Übungs
schießen, wobei die Zielscheibe erwärmt wird zum Zwecke der
Erkennbarkeit durch Infrarot-Nachtsichtgeräte oder Wärmeka
meras, dadurch gekennzeichnet, daß die Zielscheibe aus einer
Rahmenkonstruktion besteht, die eine rückseitige aus wärme
isolierendem Material und an der Frontseite aus wärmeleiten
dem Material trägt, wobei der Zwischenraum einen Hohlraum
bildet, der über eine Einlaß- und Auslaßseite belüftet wird,
wobei die Luft über einen elektrischen Ventilator im Kreis
lauf gepumpt wird, wobei ein Heizaggregat die Luft auf einen
Wert erwärmt, der deutlich oberhalb der Umgebungstemperatur
liegt.
2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hohlräume zwischen Front- und Rückwand durch Materialien so
ausgefüllt werden, daß die Hohlräume Symbole oder Bilder
darstellen, wobei die Luftführung so eingerichtet ist, daß
eine gleichmäßige Durchströmung der Hohlräume gewährleistet
ist.
3. Apparat nach mindestens einem der vorangegangenen An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Luftheizregister
von einem Regelgerät in Abhängigkeit von der Außenluft und
zurückströmenden Luft so gesteuert wird, daß eine frei wähl
bare Temperaturdifferenz zwischen rückströmender Luft und
Außentemperatur entsteht.
4. Apparat nach mindestens einem der vorangegangenen An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer Tempera
turfühler im Zuströmbereich der Scheibe installiert ist,
wobei bei Überschreiten einer frei festlegbaren Temperatur
differenz zwischen Vor- und Rücklauf, die in ein Abhängig
keitsverhältnis zur Außentemperatur gestellt wird, ein Alarm
ausgelöst wird, der über eine Meldeleitung herausgeführt
wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883832534 DE3832534A1 (de) | 1988-09-24 | 1988-09-24 | Die erfindung ist eine zielscheibe, die durch warmluft erwaermt werden kann |
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| DE19883832534 DE3832534A1 (de) | 1988-09-24 | 1988-09-24 | Die erfindung ist eine zielscheibe, die durch warmluft erwaermt werden kann |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3832534A1 true DE3832534A1 (de) | 1990-04-05 |
Family
ID=6363665
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883832534 Withdrawn DE3832534A1 (de) | 1988-09-24 | 1988-09-24 | Die erfindung ist eine zielscheibe, die durch warmluft erwaermt werden kann |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3832534A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- 1988-09-24 DE DE19883832534 patent/DE3832534A1/de not_active Withdrawn
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