DE3832546C2 - Modul für ein auseinanderfaltbares Gerüst und auseinanderfaltbares Gerüst unter Verwendung der Module - Google Patents

Modul für ein auseinanderfaltbares Gerüst und auseinanderfaltbares Gerüst unter Verwendung der Module

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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein auseinanderfaltbares Gerüst und insbesondere auf eine auseinanderfaltbare Antenne, die auf einem künstlichen Satelliten großer Abmessung oder einem großen Raumaufbau befestigt ist,und weiterhin auf ein Verfahren zum Aufspannen eines derartigen auseinanderfaltbaren Gerüsts.
Auseinanderfaltbare Antennen, beispielsweise zur Verwendung im Weltraum, die auf künstlichen, in den Weltraum geschossenen Erdsatelliten befestigt sind, sind bekannt, beispielsweise aus der japanischen Patentanmeldung JP 59-28704 A Das Gerüst dieser ausbreitbaren Antenne ist in den Fig. 4 bis 7 gezeigt, wobei die Fig. 4 und 5 Vorder- und Seitenansichten der Antenne im zusammengepackten Zustand und die Fig. 6 und 7 Vorder- und Seitenansichten der auseinandergefalteten Antenne darstellen.
Bezugnehmend auf die Figuren weist jedes 180°- Scharnier 1a eine Feder, zum Beispiel eine Spiral­ feder auf, die die für das Auseinanderfalten benötigte Triebkraft liefert. Das Scharnier ist außerdem mit einer Verriegelung versehen, die es in der auseinandergefalteten Stellung ver­ riegelt, wenn das Scharnier den Winkel von 180° erreicht. Jedes 135°-Scharnier 1b weist eine An­ ordnung ähnlich der des 180°-Scharniers 1a auf. Genauer gesagt, wenn das Scharnier 1b einen Winkel von 135° erreicht, wird es in dieser aus­ einandergefalteten Stellung verriegelt. Diese Scharniere 1a, 1b sind derart angeordnet, daß Rahmenelemente 2a, 2b bei Bedingungen niedriger Reibung entfaltet werden können.
Die Rahmenelemente 2a, 2b sind an ihren Enden durch die Scharniere 1a, 1b miteinander verbunden und bilden dabei in ihrer Gesamtheit eine reifen­ förmige Antenne. Bei dieser Anordnung sind die Rahmenelemente 2a nicht auseinanderfaltbar sondern nur die Rahmenelemente 2b. Die Rahmenelemente 2a, 2b sind als rohrförmige Bauteile ausgebildet.
Eine Vielzahl von Stützdrähten, deren Spannung einstellbar ist, sind mit den Rahmenelementen 2a, 2b und den Scharnieren 1a, 1b im vorgegebenen Abstand verbunden, wobei ein maschenähnliches flexibles Antennenelement 4 an seinen Umfangskanten durch diese Stützdrähte 3 gehalten ist. Wie in Fig. 7 gezeigt, werden zwei (oberes und unteres) flexible Antennenelemente 4 verwendet und diese zwei Antennenelemente 4 werden unabhängig durch die jeweili­ gen Stützdrähte 3 gehalten und über Verbindungs­ drähte 4 miteinander in der Weise verbunden, daß die Antennenelemente 4 zueinander hin gezogen werden. Die Verbindungsdrähte 5 haben unterschied­ liche Längen, derart, daß die Drahtlänge stufen­ weise von der Umfangskante der Antenne zum Zentrum hin abnimmt, wodurch die flexiblen Antennen­ elemente 4 eine sphärische parabolische Antenne bilden. Wenn wenigstens eines der flexiblen Antennenelemente 4 aus einem elektrisch leitenden Material (d. h. Wellenreflexionseigenschaften) aufweist, kann das Antennenelement 4 als Antenne wirken.
Die Betriebsweise der oben beschriebenen auseinander­ faltbaren Antenne wird im folgenden erläutert. Nachdem die entfaltbare Antenne in den Weltraum geschossen wurde, fangen die Rahmenelemente 2a, 2b, die in dem in den Fig. 4 und 5 gezeigten zusammenge­ packten Zustand sind, an sich auseinanderzufalten und die zwei flexiblen Antennenelemente 4, die zwischen den Rahmenelementen 2a, 2b liegen, fangen an sich ebenfalls stufenweise auszubreiten, wenn sich die Rahmenelemente 2a, 2b auseinanderfalten.
Während des Vorganges des Auseinanderfaltens klinken die 180°-Scharniere 1a, die im zusammengepackten Zustand im Inneren der Rahmenelemente 2a, 2b liegen, durch eingebaute Verriegelungsglieder ein, wenn der Scharnierwinkel 180° erreicht und die 135°- Scharniere 1b, die außen an der zusammengepackten Antenne liegen, werden in gleicher Weise verriegelt, wenn der Scharnierwinkel 135° erreicht. Wenn alle Scharniere 1a, 1b verriegelt sind, wird eine im wesentlichen oktogonale reifenförmige Antenne ent­ sprechend Fig. 6 gebildet. Zusätzlich wird eine vorge­ gebene Spannung auf die zwei flexiblen Antennenelemente 4 über die Stützdrähte 3 und die Verriegelungsdrähte 5 aufgebracht, wodurch die sphärischen parabolischen Flä­ chen vorgegeben werden.
Die oben beschriebene auseinanderfaltbare Antenne zur Verwendung im Weltraum leidet allerdings unter den fol­ genden Nachteilen. Da die parabolischen Flächen durch die flexiblen Antennenelemente 4 begrenzt sind, die innerhalb der Rahmenelemente 2a, 2b aufgespannt sind, ist es notwendig, die Anzahl der Stütz- und Verbin­ dungsdrähte 3, 5 zu erhöhen und den auf diese aufge­ brachten Spannungspegel einzustellen, um die verlangte Genauigkeit in der Spiegelfläche zu erhalten und dies begrenzt unausweichbar die Größe der parabolischen Flä­ chen. Es war daher bisher unmöglich, eine auseinander­ faltbare Antenne mit einer großen Strahleröffnung zu bilden.
Wenn weiterhin die Rahmenelemente 2a, 2b in einem zu­ sammengefalteten Zustand sind, erstrecken sich die Ach­ sen der zwei Schenkel jedes der Scharniere 1a, 1b parallel zu der Ebene, in der die Antenne auseinander­ gefaltet wird. Daher können die Rahmenelemente 2a, 2b sich während des Auseinanderfaltens stören und der Raum für die gefaltete Antenne ist nachteilig groß.
Die DE-OS 29 47 656 beschreibt ein faltbares Fachwerk­ bauteil, das Längsstreben aufweist, die in regelmäßigen Abständen durch Querstreben miteinander verbunden sind. Jedes der Querstreben ist über ein an beiden Enden vor­ gesehenes Gelenk an die Längsstreben gekoppelt und au­ ßerdem besitzt jede Querstrebe in ihrem Mittelabschnitt ein weiteres Gelenk. Die Querstreben werden in ihren Gelenken gefaltet, so daß das Fachwerkbauteil einen zusammengefalteten Zustand annimmt, bei dem die gleich­ abständigen Querstreben jeweils zwischen den Längsstre­ ben liegen. Weiterhin ist offenbart, daß ein derartiges Fachwerkbauteil durch Zusammenfassen mehrerer solcher Teile zu einem großen Fachwerkbauteil aufgebaut werden kann. Die Fachwerkbauteile können an ihren Seitenflä­ chen durch faltbare oder einrollbare Flächen ganz oder teilweise abgedeckt werden, wobei diese faltbaren oder rollbaren Flächen entweder als Antennenoberfläche oder als Aufnahmestruktur für Solarzellen oder dergleichen benutzt werden.
Die DE-OS 29 41 170 zeigt eine Vielzahl von Gerüstan­ ordnungen, mit deren Hilfe ein Antennenelement aufge­ spannt werden soll, wobei diese Anordnungen allerdings äußerst kompliziert und aufwendig sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Modul nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs zu schaf­ fen, mit dem es möglich ist, ein auseinanderfaltbares Gerüst einfachen Aufbaus zur Verwendung im Weltraum mit einer vergrößerten Öffnung für die Anordnung eines Strahlen empfangenden und/oder aussendenden Elementes zu bilden, wobei der für das zusammengefaltete Gerüst benötigte Raum klein sein soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeich­ nenden Merkmale des Hauptanspruchs gelöst.
Das auseinanderfaltbare Gerüst entsprechend der vorlie­ genden Erfindung wird durch Zusammensetzen einer Viel­ zahl von Gerüstmodulen gebildet, wobei jedes Modul ei­ nen polygonalen prismenförmigen Rahmen umfaßt. Minde­ stens zwei benachbarte Gerüstmodule werden unter ge­ meinsamer Verwendung von Rahmenelementen miteinander verbunden und insgesamt wird ein reifenförmiges Gerüst geformt.
Entsprechend der vorliegenden Erfindung ist es möglich, ein auseinanderfaltbares Gerüst großer Abmessung zu schaffen, beispielsweise eine auseinanderfaltbare An­ tenne mit einer vergrößerten Öffnung, und zwar durch Aneinandersetzen von einer Vielzahl von Gerüstmodulen. Da Rahmenelemente bei benachbarten Gerüstmodulen ge­ meinsam verwendet werden, ist es möglich, ein kompaktes auseinanderfaltbares Gerüst zu erhalten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeich­ nung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Anordnung einer auseinanderfaltbaren Antenne ent­ sprechend einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 die auseinanderfaltbare Antenne nach Fig. 1 im entfalteten Zustand,
Fig. 3 ein Beispiel für die Art des Auf­ spannens von flexiblen Antennen­ elementen, die die Antennenflächen begrenzen
Fig. 4 eine Vorderansicht einer auseinander­ faltbaren Antenne im zusammengepackten Zustand gemäß dem Stand der Technik,
Fig. 5 eine Seitenansicht einer auseinander­ faltbaren Antenne nach Fig. 4 ent­ sprechend dem Stand der Technik,
Fig. 6 eine Vorderansicht der auseinander­ faltbaren Antenne nach dem Stand der Technik im entfalteten Zustand, und
Fig. 7 eine Seitenansicht der bekannten auseinanderfaltbaren Antenne nach Fig. 6.
Fig. 1 zeigt schematisch eine auseinanderfaltbare Antenne als ein Ausführungsbeispiel des aus­ einanderfaltbaren Gerüstes gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei die Antenne im entfalteten Zustand ist, während Fig. 2 die Antenne nach Fig. 1 beim Entfalten zeigt.
Die Besonderheit der vorliegenden Erfindung liegt darin, daß es möglich ist, eine ausbreitbare Antenne mit einer vergrößerten Strahleröffnung zu bilden und die Antenne in eine kompakte zusammengepackte Anordnung zu falten. Für diesen Zweck werden bei der vorliegenden Erfindung eine Mehrzahl (drei im Ausführungsbeispiel) von Gerüstmodulen 6 verwendet und jedes Modul ist mit Scharnieren 8a, 8b und 8c für eine gemeinsame Verwendung von Rahmenelementen an der Verbindungsstelle von zwei benachbarten Gerüstmodulen 6 versehen.
Wie in Fig. 1 gezeigt ist, umfaßt jedes Gerüst­ modul 6 vertikale Rahmenelemente 7a, horizontale Rahmenelemente 7b, Dreiwegscharniere 8a, die jeweils Rahmenelemente verbinden, die sich in drei unterschiedliche Richtungen in einer durch die horizontalen Rahmenelemente 7b definierten polygonalen Ebene erstrecken, Zweiwegscharniere 8b, die jeweils Rahmenelemente verbinden, die sich in zwei verschiedene Richtungen in der polygonalen Ebene erstrecken und Einwegscharniere 8c, die jeweils Rahmenelemente verbinden, die sich in einer geraden Linie in der polygonalen Ebene erstrecken.
Die Dreiwegscharniere 8a werden an der Verbindungs­ stelle verwendet, an der benachbarte Gerüst­ module 6 miteinander verbunden werden. Vertikale und horizontale Rahmenelemente 7a, 7b sind in der Weise miteinander verbunden, daß an der Verbindungsstelle von zwei Gerüstmodulen die vertikalen Rahmenelemente 7a und eines der drei miteinander verbundenen horizontalen Rahmen­ elemente 7b gemeinsam verwendet werden.
Die Zweiwegscharniere 8b dienen zur Verbindung von Rahmenelementen, die die Scheitelhöhe jedes Gerüstmoduls 6 begrenzen, das im entfalteten Zustand die Form eines polygonalen Prismas auf­ weist. Die Zweiwegscharniere 8b öffnen und schließen über einen vorbestimmten Winkel (120°) in der gleichen Weise wie die Dreiwegscharniere 8a.
Die Einwegscharniere 8c werden zum Zweck der Minimierung des Raums verwendet, der durch die zusammengefaltete Antenne eingenommen wird und dient ebenfalls zur Verhinderung von Kolli­ sionen zwischen den Rahmenelementen, wenn eine Mehrzahl von Gerüstmodulen 6 miteinander ver­ bunden werden. Genauer gesagt, ist jedes horizontale Rahmenelement 7b an der in Längsrichtung gesehen mittleren Stellung in zwei Glieder getrennt und diese zwei Glieder sind über ein Einwegscharnier 8c miteinander verbunden. Durch die Einwegscharniere 8c kann jedes Gerüstmodul 6 in Ebenen gefaltet und entfaltet werden, die senkrecht zu der poly­ gonalen Ebene liegen, d. h. den Umfangsflächen des Gerüstmoduls 6. Da der Raum, der von den horizontalen Rahmenelementen 7b eingenommen wird, wenn die ausbreitbare Antenne zusammengefaltet ist, durch den Raum des Längsabschnittes der Rahmen­ elemente bestimmt wird, kann somit der von den horizontalen Rahmenelementen 7b eingenommene Raum sehr viel kleiner gemacht werden als im Falle des Standes der Technik. Da außerdem die horizontalen Rahmenelemente 7b in Ebenen aus­ einandergefaltet werden, die unterschiedlich zu der Ebene sind, in der die ausbreitbare Antenne auseinandergefaltet wird, ist es vorteil­ hafter Weise möglich, ein Eingreifen oder Kolli­ dieren der Rahmenelemente untereinander zu verhindern, wenn eine Mehrzahl von Gerüstmodulen auseinandergefaltet werden.
In Fig. 3, in der die Art des Ausbreitens von flexiblen Antennenelementen 4 in diesem Aus­ führungsbeispiel gezeigt ist, sind die flexiblen Antennenelemente 4, die in allen drei Gerüst­ modulen 6 auseinandergefaltet sind, miteinander kombiniert, um in ihrer Gesamtheit eine parabolische Oberfläche zu bilden. Die flexiblen Antennen­ elemente 4 können in der Weise ausgespannt werden, daß jedes Paar der flexiblen Antennenelemente über Verbindungsdrähte miteinander verbunden ist, ebenso wie es in dem zuvor erwähnten Stand der Technik der Fall ist. Allerdings ist in der Anordnung nach Fig. 3 ein flexibles Antennen­ element 4 derart ausgespannt, daß es unter Ver­ wendung von Stützdrähten 9, die zwischen gegen­ überliegenden Scharnieren gespannt sind, und Verbindungsdrähten 10 mit unterschiedlichen Längen, die das flexible Antennenelement und die Stütz­ drähte 9 verbinden, eine parabolische Fläche begrenzt.
Im folgenden wird die Betriebsweise des Aus­ führungsbeispiels erläutert. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist die ausbreitbare Antenne in einem Zustand zusammengepackt, in dem alle Einweg­ scharniere 8c zusammengefaltet sind und in diesem Zustand wird die Antenne zu einer Stelle transportiert, an der sie benutzt wird. Wenn sie im Weltraum verwendet werden soll, wird die zusammengefaltete ausbreitbare Antenne innerhalb einer Verkleidung an der Spitze einer Rakete untergebracht, die einen Durchmesser von ungefähr 2 m aufweist.
Wenn die ausbreitbare Antenne aus drei Gerüst­ modulen wie in dem Ausführungsbeispiel besteht, ist der projizierte Querschnitt der Antenne (d. h. die Fläche, die durch die gefaltete Antenne eingenommen wird) nicht dreimal dem projizierten Querschnitt eines Gerüstmoduls, sondern ist gleich einer Fläche, die durch Subtraktion der Summe der projizierten Querschnittsfläche von vier vertikalen Rahmenelementen 7a und sechs horizontalen Rahmenelemente 7b, die gemeinsam verwendet werden, von der dreifachen projizierten Querschnittsfläche eines Gerüstmoduls, gebildet wird. Weiterhin werden entsprechend der Methode des Zusammenpackens des Ausführungsbeispiels die horizontalen Rahmenelemente 7b in den äußeren Umfangsflächen der Antenne, wie in Fig. 2 gezeigt, gefaltet und daher kann die von jedem Gerüstmodul 6 eingenommene Fläche auf die Summe der Querschnitts­ flächen von sechs vertikalen Rahmenelementen 7a und der Querschnittsflächen von zwölf horizon­ talen Rahmenelementen 7b reduziert werden.
Die Gesamtfläche der projizierten Querschnittsflächen der vertikalen und horizontalen Rahmenelemente 7a und 7b ist geringer als in dem Fall, bei dem keine ge­ meinsamen Elemente oder Teile verwendet werden. Es ist offensichtlich, daß die durch die gefaltete An­ tenne eingenommene Fläche sich merkbar verringert, wenn sich die Anzahl der Gerüstmodule 6 erhöht.
Die Antriebskraft, die zum Auseinanderfalten der zusammengepackten Antenne bis in ihrem vollständig ausgebreiteten Zustand benötigt wird, wird von in den Zweiwegscharnieren 8b vorgesehenen mechanischen Federn (nicht gezeigt) oder von diesen Scharnieren zugeordneten Motoren (nicht gezeigt) kleine Ab­ messungen geliefert. Die vollständige Ausbreitung der Antenne kann dahingehend festgestellt werden, ob die sich gegenüberliegenden Stirnflächen der zwei ein horizontales Rahmenelement 7b bildenden Glieder aneinanderstoßen oder nicht oder ob der Winkel zwischen jedem horizontalen Rahmenelement 7b und dem entsprechenden vertikalen Rahmenelement 7a 90° an dem entsprechenden Zweiwegscharnier 8b erreicht hat oder nicht.
Um eine genügend große Steifigkeit des entfalteten Gerüsts sicherzustellen, kann in jedem Einweg­ scharnier 8c oder nahe dem mittleren angelenkten Bereich jedes horizontalen Rahmenelementes 7b ein Verriegelungsglied vorgesehen werden, so daß jedes aus zwei Gliedern bestehendes hori­ zontales Rahmenelement 7b zusammen mit einem Einwegscharnier 8c als ein einstückiges Rahmen­ element wirkt.
Hinsichtlich der Bildung einer parabolischen Ober­ fläche aus dem flexiblen Antennenelement 4 kann das Verfahren, das als Stand der Technik be­ schrieben ist, für jedes Gerüstmodul angewandt werden. Um eine parabolische Oberfläche mit großer Öffnung zu bilden, kann das flexible Antennenelement 4 jedes Gerüstmoduls 6 auseinander­ gespannt werden, um so einen Teil einer parabolischen Fläche mit großer Öffnung zu bestimmen, wie in Fig. 3 gezeigt. Genauer gesagt, werden die flexiblen Antennenelemente 4 an ihren Zwischenstellungen auf den vertikalen Rahmenelementen 7a festgelegt, die an dem äußeren Umfang der ausbreitbaren Antenne angeordnet sind und die Antennenelemente 4 werden an verschiedenen Stellen durch Verbindungs­ drähte 10 gezogen, so daß eine zu der ausbreitbaren Antenne konzentrische parabolische Fläche gebildet wird. Es ist selbstverständlich, daß die Befesti­ gungsstellen des Antennenelementes an den vertikalen Rahmenelementen 7a, die an anderen Stellen als an dem äußeren Umfang der ausbreitbaren Antenne angeordnet sind, auch angepaßt werden müssen, so daß wirksam eine parabolische Fläche gebildet wird.
Obwohl in dem Ausführungsbeispiel die vorliegende Erfindung anhand einer ausbreitbaren Antenne beschrieben wurde, kann die Erfindung auch bei einem mit photoelektrischen Wandlern ausgestatteten Solarzellenpaddel angewandt werden, die bei Empfang von Sonnenlicht im Weltraum Elektrizität erzeugen.
Obwohl in dem Ausführungsbeispiel die vorliegende Erfindung an einer ausbreitbaren Antenne realisiert ist, bei der eine parabolische Fläche unter Ver­ wendung von flexiblen Antennenelementen 4 gebildet wird, kann die vorliegende Erfindung auch für eine synthetische Aperturantenne oder Radar ange­ wandt werden, wobei das in jedem Gerüstmodul 6 gespannte flexible Antennenelement derart ange­ ordnet ist, daß eine einfache flache Oberfläche gebildet wird, auf der Sende- und Empfangsvor­ richtungen vorgesehen sind, und ein Signal, das einen großen Raum überdeckt, wird in äquivalenter Weise aus Signalen von all den Vorrichtungen reproduziert.
Obwohl weiterhin in dem Ausführungsbeispiel die Anzahl der Gerüstmodule drei ist, gibt es keine spezielle Begrenzung in der Anzahl der verwendeten Module. Wenn die Probleme hinsichtlich des Materials der Bearbeitungsgenauigkeit oder des Timing der Entfaltung gelöst sind, ist es möglich, einige zehn bis einige hundert Gerüstmodule 6 miteinander zu kombinieren, um dabei ein ausbreitbares Gerüst zu realisieren, das eine Öffnung von einigen zehn Metern aufweist.
Wie oben beschrieben wurde, sind entsprechend der vorliegenden Erfindung eine Mehrzahl von Gerüst­ modulen in der Weise miteinander verbunden, daß Rahmenelemente an den Verbindungsstellen von be­ nachbarten Modulen gemeinsam verwendet werden.
Somit ist es möglich, eine ausbreitbare Antenne mit großer Strahleröffnung für die Verwendung im Weltraum oder ein ausbreitbares Gerüst mit großer Fläche zu erhalten, wobei eine vorteilhafter­ weise kompakte zusammengepackte Anordnung gegeben ist.

Claims (7)

1. Zusammenfaltbares, sich selbst auseinanderfalten­ des Modul zum Halten eines Strahlung empfangenden und/oder aussendenden Elementes mit im auseinan­ dergefalteten Zustand vertikalen und horizontalen Rahmenelementen (7a, 7b), die über Scharniere (8b) miteinander verbunden sind, wobei die horizontalen Rahmenelemente (7b) aus zwei ebenfalls durch Scharniere (8c) verbundenen Rahmengliedern beste­ hen, und in zusammengefaltetem Zustand die Rahmen­ elemente (7a, 7b) parallel nebeneinanderliegen, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander verbundenen horizontalen Rah­ menelemente (7b) zwei parallel zueinander liegende Ebenen definieren, zwischen denen die vertikalen Rahmenelemente (7a), einen prismatischen Körper bildend, angeordnet sind, und daß das Strahlung empfangende und/oder aussendende Element (4) mit den vertikalen Rahmenelementen (7a) sowohl im zu­ sammengefalteten als auch im auseinandergefalteten Zustand verbunden ist und im auseinandergefalteten Zustand zwischen den vertikalen Rahmenelementen (7a) im Inneren des prismatischen Körpers aufge­ spannt ist.
2. Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mechanische Federn in den Scharnieren vorgesehen sind, die die horizontalen und vertikalen Rahmen­ elemente (7a, 7b) derart miteinander verbinden, daß das Gerüst durch die von den Federn ausgeübte Fe­ derkraft auseinandergefaltet wird.
3. Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Motoren mit kleinen Abmessungen an den die hori­ zontalen und vertikalen Rahmenelemente (7a, 7b) verbindenden Scharnieren derart befestigt sind, daß das Gerüst durch die von den Motoren geliefer­ te Antriebskraft auseinandergefaltet wird.
4. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils Verriegelungsglieder in den an den Mittelbereichen der horizontalen Rahmenelemente (7b) vorgesehenen Scharnieren (8c) enthalten sind, die die Rahmenelemente (7b) fest­ legen und ein Zurückschwenken in den zusammenge­ falteten Zustand nach Auseinanderfalten des Moduls verhindern.
5. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Element derart gespannt ist, daß eine parabolische Fläche durch die Ver­ wendung von Stützdrähten, die zwischen gegenüber­ liegenden Scharnieren gespannt sind, und von Ver­ bindungsdrähten (10) mit unterschiedlichen Längen, die das Element (4) und die Stützdrähte verwinden, gebildet wird.
6. Modulares auseinanderfaltbares Gerüst zum Halten eines Strahlung empfangenden und/oder aussendenden Elementes mit einer Mehrzahl von Modulen nach ei­ nem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die prismatischen Körper mittels Dreiwege­ scharnieren (8a) unter gemeinsamer Verwendung von mindestens einigen horizontalen und vertikalen Rahmenelementen (7a, 7b) derart nebeneinanderlie­ gend miteinander verbunden sind, daß die einzelnen durch die horizontalen Rahmenelemente (7b) der Module definierten horizontalen Ebenen sich zu jeweils einer großen Ebene zusammensetzen, und daß die einzelnen innerhalb der prismatischen Körper angeordneten Strahlung empfangenden und/oder aus­ sendenden Elemente (4) in ihrer Lage zueinander angepaßt sind, daß sich eine definierte Empfangs­ bzw. Abstrahlfläche ergibt.
7. Modul nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (4) der Module derart kombiniert sind, daß sie in ihrer Gesamtheit eine paraboli­ sche Fläche bilden.
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