DE38364C - Zerreifsmaschine mit selbstthätig veränderlicher Gewichtsbelastung - Google Patents

Zerreifsmaschine mit selbstthätig veränderlicher Gewichtsbelastung

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DE38364C
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DENDAT38364D
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H. REDECKER und NAUSS in Bielefeld
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/32Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying repeated or pulsating forces
    • G01N3/34Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying repeated or pulsating forces generated by mechanical means, e.g. hammer blows

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellte Zerreifsmaschine mit selbsttätig veränderlicher Gewichtsbelastung unterscheidet sich von ähnlichen bekannten und veröffentlichten Einrichtungen dadurch, dafs
1. das Laufgewicht auf dem Belastungshebel durch eine in ersterem befindliche Bewegungsursache, einem Federgetriebe, selbstthätig vorgeschoben und dadurch jeder störende Einflufs des äufseren Antriebes auf das Versuchsresultat vermieden wird;
2. die Sicherung des jedesmaligen Spannungszuwachses, von einer beliebigen Spannung an beginnend und innerhalb vorher bestimmter enger Grenzen, infolge der Verwendung des Federgetriebes durch einfache Mittel geschieht;
3. im Augenblick des Zerreifsens durch die hierbei erfolgende plötzliche Senkung des Belasturigshebels das Laufgewicht auf demselben durch Hemmung des Federwerkes selbstthätig festgehalten, und dadurch die Zerreifsbelastung nicht allein ablesbar, sondern auch abdruckbar wird;
4. die Aufzeichnung der Diagramme am Laufgewicht und unter Mitwirkung des in ihm befindlichen Federgetriebes erfolgt.
Die Maschine besteht aus der Säule S, Fig. 1 und 2, Blatt I, worin die Achse b des Balkens B gelagert ist. Auf der Schneide bl am kürzeren Ende desselben hängt der Drahthalter E, aus den Laschen e e mit den Pfannen e, eu dem Zwischenstück e2, dem Verbindungsbolzen es, der Hülse e4 und den konischen Spannbacken e5 zur Aufnahme des ■Drahtendes bestehend, Fig. 4 bis 7, Blatt I.
Das lange Ende des Balkens B nimmt entweder das Laufgewicht L direct auf, Fig. 1 und 2, oder es wird seine Wirkung durch einen anderen Hebel, z. B. H, Fig. 3, auf B übertragen. In beiden Fällen wird das Laufgewicht L, wie unter 1. angegeben, selbstthätig von der Drehachse b nach dem Ende des Be1 lastungshebels B oder H hin durch ein in ihm befindliches Federgetriebe bewegt.
Auf Blatt II, Fig. 1 und 2, ist das Laufgewicht L in Ansicht und im Horizontalschnitt dargestellt. Im Gehäuse α sitzt eine Feder, welche die Welle b mit dem Zahnrade c dreht. Dieses greift in die an B oder H unten befindliche Verzahnung und schiebt dadurch L von links nach rechts. Bewegt man L mit der Hand in entgegengesetzter Richtung, so windet sich die Feder selbstthätig wieder auf. Die Gleichmäfsigkeit der Selbstbewegung des Laufgewichts wird durch die mittelst passender Uebersetzungen schnell gedrehten Flügel/ auf der Welle J1 bewirkt, während die Geschwindigkeit der ersteren durch Veränderung der Federspannung, Einführung von Reibungswiderständen etc. geregelt und .durch eine vom Federgetriebe bewegte Lochsirene controlirt werden kann. Zur Verminderung der Reibung hängt das' Laufgewicht L mit den beiden Rollen /'/, Fig. i, Blatt I (punktirt) auf B oder H. Das Laufgewicht L wird mit dem Federgetriebe an jeder, beliebigen Stelle des Belastungshebels dadurch festgehalten, dafs ein in ersterem angebrachter federnder Stift fs in die Zähne des auf fx sitzenden Sperrrades f2 gedrückt und so die Feder gehemmt wird, Blatt II, Fig. ι und 2.
Das untere Ende des Drahtes sitzt in dem Halter E1, welcher wie E mit Hülse und Spannbacken versehen ist, und durch die Schraube T, deren Mutter durch das Handrad ν auf der Welle W, die Schnecke u und das Rad R gedreht wird, langsam auf und nieder bewegt werden kann. Durch das Handrad J, auf der Welle J und Vermittelung der konischen Räder K und K1 läfst sich T direct in seiner Mutter drehen und, wenn nöthig, ein schnellerer Auf- und Niedergang des Drahthalters E1 bewirken, der aber dann mit T drehbar verbunden sein mufs. Auch mufs die Drehung von T, wenn seine senkrechte Bewegung vom Handrad V aus erfolgt, durch Feststellung des Rades k oder der Welle J passend verhindert werden.
Die unter 2. angeführte Sicherung des Spannungszuwachses geschieht folgendermafsen:
Unter dem Belastungshebel B oder H ist, durch die Strebe S1 oder in anderer Weise gestützt, mit der Säule S ein Arm S2 verbunden, Blatt I, Fig. ι bis 3. An diesem sitzt ein Zeiger Y, welcher bei horizontaler Lage von B oder H dem hieran befestigten Zeiger Z genau gegenüber steht. So lange bei dem Anzüge des Drahtes durch die Schraube T und das Laufgewicht L der Hebel B oder H in dieser Stellung verbleibt, ist der Spannungszuwachs gleich dem in derselben Zeit durch die Selbstbewegung von L entstandenen Belastungszuwachs, der sich durch die genau zu regulirende Gröfse der Geschwindigkeit des Laufgewichts , bestimmt. Ist der Spannungszuwachs gröfser als der Belastungszuwachs, dann steigt der Zeiger Z über Y und wirkt der mit Z am Belastungshebel sitzende Knaggen X gleichzeitig auf den Arm w des Winkelhebels w W1 , drückt mittelst der Zugstange w.2 den Sperrkegel M3 in die Zähne des auf der Welle W sitzenden Sperrrades W1 und verhindert so die weitere Senkung des Drahthalters E1. Das Gewicht wi am Arm w% beschleunigt durch seinen Fall diesen Vorgang. Will man weiter arbeiten, dann mufs zunächst der Sperrkegel M3 durch Zurückbringen des' Hebels w in seine alte Lage ausgelöst werden, was nur dann möglich ist, wenn der Hebel B oder H nahezu oder ganz horizontal steht; denn nur dann ist X für W nicht hindernd im Wege. Ist aber der Spannungszuwachs kleiner als der Belastungszuwachs, dann senkt sich der Hebel -B oder H. Hierbei stöfst der Stift f3 auf den Arm S2 und hält durch das Sperrrad /2 das Federgetriebe und Laufgewicht fest, welche nicht eher gelöst werden, bis durch weitere Senkung der Schraube T die Spannung entsprechend gewachsen ist. Durch die Sicherung wird jede aus Unaufmerksamkeit oder bösem Willen mögliche Störung in dem richtigen Fortschreiten der Spannung vermieden.
Soll die Sicherung erst von einer bestimmten Spannung an beginnen, so ' wird das Laufgewicht auf den entsprechenden. Punkt der am Hebel B oder H befindlichen Scala gestellt; derselbe bleibt nun so lange gesenkt, bis die Drahtspannung der entsprechenden Gewichtsbelastung gleich ist.
Die unter 3. aufgeführte sofortige Hemmung des Federgetriebes im Augenblick des Zerreifsens erfolgt dadurch, dafs sich der Hebel B oder H plötzlich senkt und der im Laufgewicht sitzende Stift /3 das Sperrrad /2 festhält. Die Zerreifsspannung kann nun auf der am Hebel befindlichen Scala oder auf einem am Laufgewicht befindlichen Zifferblatt L0, Blatt II, Fig. 6, abgelesen werden. Die Zeiger L1 und L2, wovon ersterer die Zehner und Einer, letzterer die Hunderte der Kilogramme anzeigt, werden von der Welle b in passender Weise bewegt.
Die Verwendung dieser Maschine für die Prüfung der Einzeldrähte der Förderseile und. die Notwendigkeit, die Zerreifsbelastung frei von Irrthümern zu verzeichnen, bedingt einen selbsttätigen Abdruck auf ein geeignetes Billet. Hierzu kann, wie Fig. 1 und 2, Blatt II, zeigen, das Federgetriebe in folgender Weise benutzt werden:
Es ist Wi ein in der Platte Q. fester Stift,
worauf sich das Rad
mit der Scheibe M1
1 1
drehen kann. Auf der Nabe des letzteren sitzt das Rad Ot2 mit der Scheibe M2. Die Räder Ot1 und W2 werden von den auf der Welle b festen Rädern U1 und n2 so bewegt, dafs M1 eine und M2 zehn Umdrehungen macht, wenn das Laufgewicht die Länge der Scala an B oder H durchlaufen hat. In M1 und M2 sitzen die.Stifte M1 und M2. Schiebt man nun auf Ot ein wie das Zifferblatt L0, Fig. 6, Blatt II, gezeichnetes Papier, so dafs die Zeichnung, wie in Fig. 1, nach vorn kommt, und drückt das Papier, z. B. durch den Knöpft, Fig. 2, gegen die Scheiben Af1 und M2, so werden die Stifte U1 und M2 das Papier durchlochen und durch die Löcher die der Zerreifsbelastung entsprechenden Zahlen anzeigen.
Statt des dünnen Papieres kann man auch eine feste Karte nehmen, welche mit dem Spiegelbilde des in Fig. 6, Blatt II, abgebildeten Zifferblattes bedruckt, in der Mitte durchlocht und oben und unten halbkreisförmig ausgeschnitten ist, um sie mittelst der am Knopf A befindlichen Stifte A1 und A2, Fig. ia, Blatt II, welche in die Löcher O1 O2 der Vorderplatte passen, in die genaue Lage zur Nullstellung der Stifte zu bringen. Sobald das Laufgewicht nach Zerreifsen des Drahtes festgestellt ist, wird durch einen Druck, auf den Knopf/1 die Stellung der Stifte M1 M2 markirt. Der Druck kann durch die Hand oder einen vom Stift fs beim Niederfallen des Laufgewichts bewegten Arm erfolgen. Hierzu bedarf der Stift fs der
in Fig. 6, Blatt II, gezeichneten Einrichtung. In der Hülse h liegt eine Schraubenfeder, gegen welche f3 drückt. Auf dem Bund Ji1 von f3 ruht die Feder h2. Bei langsamen Schwankungen des Laufgewichts tritt nur die Feder h in Wirkung. Fällt aber L plötzlich, wie beim Zerreifsen des Drahtes, dann drückt die Hülse h auch die Schraubenfeder h.2 zusammen, und es kann die gröfsere Bewegung von /3 in L für den Druck auf A benutzt werden.
. Von dem Federgetriebe lassen sich auch drei Nummerscheiben, entsprechend den Einem, Zehnern und Hunderten, drehen und von ihnen das Resultat durch den Arretirstift in gewöhnlicher Schreibweise auf eine Karte abdrucken.
Der Umstand, dafs im Moment des Zerreifsens das Laufgewicht plötzlich fällt und hierbei durch Hemmung des Getriebes in der der Zerreifsbelastung entsprechenden Stellung auf dem Balken B oder H gehalten wird, ist in der in Fig. 7 und 8, Blatt II, dargestellten Weise für den Abdruck der Ziffern verwendet.
Auf dem Arm S2 , Fig. 1 und 3, Blatt I, und Fig. 8, Blatt II, sitzen die Typen 1 bis 9, jede mit einer Strichtype versehen, in.den Abständen der Hunderter auf der Scala am Hebel B oder H. Eine in der Unteransicht des Laufgewichtes L, Fig. 7, Blatt II, dargestellte Karte ist im Abstande der Typen in der gezeichneten Weise mit Strichtheilung versehen und numerirt und auf der Unterfläche von L so befestigt, dafs bei vollen Hunderten der Abdruck der bezüglichen Type in die Nulllinie der Scala fällt. In dem Mafse.nun, wie das Laufgewicht weiterschreitet, wird auch der Abdruck dieser Type sich mehr und mehr der anderen äufseren Grenze 10 nähern und dann, wenn das erstere um Hundert weiter gerückt ist, die nächstfolgende Type in die Nulllinie treffen.
Die unter 4. angegebene Aufzeichnung der Spannungsdiagramme' unter Benutzung des Federgetriebes erfolgt dadurch, dafs letzteres mittelst des Rädchens E den am Laufgewicht L sitzenden und passend geführten Rahmen d durch die daran befindliche Zahnstange ^1 im Verhältnifs der Fortbewegung von L horizontal verschiebt, während der Schreibstift Y1 mittelst der Zahnstange γ von der Schraube T bezw. dem Halter E1, Fig. 1 und 2, Blatt I, und Fig. 4 und 5, Blatt II, durch die Verbindung α β j β und ß2 vertical vor dem Rahmen und dem darauf befestigten Papierstreifen auf und nieder bewegt wird.

Claims (4)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Zerreifsmaschine mit Hebelbelastung und Laufgewicht, dadurch charakterisirt, dafs
    ι. das auf dem Belastungshebel befindliche Laufgewicht durch eine in ihm befindliche Bewegungsursache, nämlich ein Federgetriebe, selbstthätig vorgeschoben wird und durch die Einwirkung eines in ihm befindlichen Sperrstiftes auf ein Sperrrad im Getriebe sofort und in jedem Augenblick in seiner Stellung auf dem Hebel festgehalten werden kann;
  2. 2. durch die Verbindung der bei einem * gewissen Ausschlage des Belastungshebels unter seine Mittelstellung eintretenden selbstthätigen Hemmung in der Fortbewegung des mit Federgetriebe und Sperrstift ver-. sehenen Laufgewichts mit der selbsttätigen Hemmung in dem Niedergange des unteren Drahthalters bei einem gewissen Ausschlage des Belastungshebels über seine Mittelstellung der jedesmalige Spannungszuwachs von einer beliebigen Spannung an beginnend und innerhalb vorher bestimmbarer, enger Grenzen gesichert wird;
  3. 3. für den selbsttätigen Abdruck des Resultates der Prüfung auf dem am Laufgewicht mit Federgetriebe befestigten Papier oder Billet die beim Zerreifsen des Drahtes entstehende plötzliche Hemmung in der fortschreitenden Bewegung des Laufgewichts und seine gleichzeitig erfolgende aufserordentliche Senkung benutzt wird, derart, dafs durch die erstere das Papier oder Billet und das Abdruckmittel in die. der Zerreifsbelastung entsprechende Stellung zu einander kommen und durch letztere der nothwendige Druck für Fixirung des Resultates gewohnen wird;
  4. 4. die für die Aufzeichnung der Spannungsdiagramme auf einem am Laufgewicht befindlichen Papierstreifen erforderliche Verschiebung desselben durch das Federgetriebe im Laufgewicht erfolgt, während der Schreibstift vom unteren Drahthalter aus bewegt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT38364D Zerreifsmaschine mit selbstthätig veränderlicher Gewichtsbelastung Active DE38364C (de)

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