DE3843280C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einerseits ein Verfahren zur elektrischen
Strommessung gemäß den Merkmalen im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Andererseits richtet sich die Erfindung auf eine Vorrichtung
zur elektrischen Strommessung gemäß den Merkmalen im
Oberbegriff des Patentanspruchs 3.
Es sind zahlreiche Verfahren und entsprechende Vorrichtungen
zur elektrischen Strommessung, insbesondere zur
Messung niedrigster Ströme im Bereich von beispielsweise
10-12 Ampere, bekannt, die zuverlässig und genau arbeiten.
Allen diesen Verfahren und Vorrichtungen gemeinsam ist
jedoch der beschränkte Meßbereich von maximal 5 bis 6 Dekaden.
In der Praxis bedeutet dies, daß bei Strommessungen,
die einerseits eine hohe Empfindlichkeit im Bereich
niedrigster Ströme und andererseits auch die Erfassung
größerer Ströme erfordern, eine manuelle, elektromechanische
oder elektronische Umschaltung des linearen Meßbereichs
erforderlich ist.
Bei den bislang bekannten Strommeßgeräten ist der Meßbereich
konstruktionsbedingt auf maximal 6 Dekaden begrenzt.
Für Messungen, die über diesen Dynamikbereich
hinausgehen, z. B. hin zu größeren Strömen, muß eine Umschaltung
innerhalb des Geräts vorgenommen werden. Danach sind
dann aber zwangsläufig die anschließend wieder auftretenden
kleinsten Meßströme nicht mehr erfaßbar, da
eine erneute Meßbereichsumschaltung entweder nicht automatisch
erfolgt oder aber zu ungenau ist, um auch
schnelle Stromänderungen über mehr als 6 Dekaden zuverlässig
reproduzierbar genau zu erfassen.
Es sind ferner analoge Meßgeräte bekannt, bei denen der
zu messende Strom dem Eingang eines Operationsverstärkers
zugeführt und die am Ausgang anliegende Spannung gemessen
wird. Diese Spannung ist proportional zu dem zu messenden
Strom. Da jedoch Operationsverstärker nur über maximal 6
Dekaden linear arbeiten, ist bei diesen Geräten der Meßbereich
zunächst auf 6 Dekaden begrenzt. Eine Erweiterung
kann ggf. nur durch Umschaltung erfolgen, wobei dann aber
ein unterer oder oberer Meßbereich nicht mehr erfaßt werden
kann, da die Meßdynamik von 6 Dekaden hierdurch nicht
verändert wird.
Darüber hinaus zählen analoge Strommeßgeräte zum Stand der
Technik, die nur zum Messen von sich langsam ändernden
Strömen geeignet sind. Diese Geräte erweitern den Meßbereich
dadurch, daß eine selbsttätige Umschaltung durch
automatisches Umschalten der Rückkopplungswiderstände des
Eingangsverstärkers mit Hilfe von Relaiskontakten erfolgt.
Der Nachteil dieser mechanischen Umschaltung ist
jedoch, daß die Relaiskontakte bei längerem Gebrauch ihren
Übergangswiderstand ändern, wodurch die Messung ungenau
wird.
Es sind weiterhin digitale Meßgeräte bekannt, bei denen
das am Ausgang des Operationsverstärkers anliegende Spannungssignal
einem Spannungsfrequenzkonverter zugeführt
wird. Das Ausgangssignal des Spannungsfrequenzkonverters
wird dann einem digitalen Zähler übermittelt. Folglich
steht der Meßwert als digitales Signal zur Verfügung, wobei
die Frequenz linear proportional zur Stromstärke des
zu messenden Stroms ist. Diese nach der Spannungsfrequenzwandlermethode
arbeitenden digitalen Meßgeräte sind
im Bereich sehr kleiner Ströme bzw. Spannungen mit größeren
Fehlern behaftet, insbesondere bei kurzen Meß- und
Integrationszeiten. Sie sind daher nicht geeignet, sich
zeitlich ändernde kleinste Ströme mit der genügenden Genauigkeit
zu erfassen. Diesen Nachteil hat man zwar durch
eine über die Rückkopplung des Verstärkers gesteuerte
Dezimalkommaverschiebung der Frequenzzähler zu beheben
versucht, was jedoch nicht zum Erfolg führte. Ein nach
diesem Verfahren arbeitendes Gerät wies Meßfehler im Bereich
von 50% bis 100% bei der Messung niedrigster
Ströme von beispielsweise 10-12 Ampere auf, so daß der angestrebte
maximale Meßbereich von 8 Dekaden linear praktisch
nicht erreicht wurde.
Ein anderer Nachteil dieser digitalen Meßgeräte mit hoher
linearer Meßdynamik besteht darin, daß sie eine komplizierte
Schaltungstechnik mit zahlreichen Spezialbauteilen
aufweisen. Diese sind zum einen sehr teuer und zum anderen
auch alterungsanfällig. Mithin müssen diese Geräte
sehr häufig kalibriert werden.
Zum Stand der Technik zählen auch Verfahren zur Strommessung,
bei denen der zu messende Strom durch einen gegenpoligen,
von einer Regelung erzeugten Ausgleichsstrom
kompensiert wird. Dadurch liegt auch bei verhältnismäßig
großen zu messenden Strömen stets nur ein sehr kleiner
Strom am Eingang an. Diese Verfahren eignen sich jedoch
nur für Strommessungen im Bereich von maximal 7 Dekaden,
da ein größerer Dynamikbereich durch das dann nicht mehr
lineare Verhalten der eingesetzten Bauteile technisch
nicht erreichbar ist. Ein weiterer Nachteil dieser mit
einer Regelschleife arbeitenden Meßverfahren ist die
elektrische Rückkopplung über den Kompensationsstrom, was
regelmäßig zu Schwierigkeiten führt.
Aus der DE-PS 9 74 464 ist eine Stromkompensationseinrichtung
bekannt, bei welcher der Kompensationsstrom
durch einen Fotodetektor in Form einer Fotozelle in Verbindung
mit einer Batterie erzeugt wird. Die Größe dieses
Kompensationsstroms ist abhängig vom Lichteinfall auf die
Fotozelle, der wiederum von einer zwischen der Lichtquelle
und der Fotozelle angeordneten Blende gesteuert
wird. Die Blende ihrerseits wird von einem im Stromkreis
angeordneten Galvanometer gesteuert.
Es wird also eine Kompensationseinrichtung offenbart, die
nur bedingt als Vorrichtung zur elektrischen Strommessung
betrachtet werden kann. Auch wird bei der beschriebenen
Kompensation die Lichtquelle nicht tatsächlich amplitudenmoduliert,
sondern der Lichteinfall auf den Fotodetektor
wird durch eine Blende verändert. Diese Maßnahme kann
jedoch nur im weitesten Sinne anloger Betrachtungsweise
als Amplitudenmodulation angesehen werden.
Mit dieser Kompensationseinrichtung, die ggf. auch zur
Strommessung eingesetzt werden kann, ist eine lineare
Strommessung mit einem Meßbereich von maximal 5 bis 6 Dekaden
möglich, da schon aufgrund der Bauteilwahl - eine
Fotozelle arbeitet maximal über einen Bereich von 5 bis 6
Dekaden linear - ein größerer linearer Arbeitsbereich der
Einrichtung nicht erzielbar ist.
Es ist somit festzustellen, daß - sofern man die beschriebene
Stromkompensationseinrichtung überhaupt mit
einer Vorrichtung zur elektrischen Strommessung vergleichen
kann - eine nach diesem bekannten Prinzip arbeitende
elektrische Strommessung mit den gleichen Nachteilen behaftet
ist, die bereits voraufgehend näher beschrieben
sind. Der dort aufgeführte wesentliche Nachteil liegt in
dem verhältnismäßig kleinen linearen Meßbereich von maximal
6 Dekaden, der nur durch Meßbereichsumschaltung
(unter Inkaufnahme der damit verbundenen Nachteile) erweitert
werden kann.
Die DE 32 06 640 C2 beschreibt eine digitale Spannungsregelung.
Anhand dieses Standes der Technik wird verdeutlicht,
daß eine digitale Regelung unter Zuhilfenahme eines
Mikroprozessors als solche bekannt ist.
In der DE 23 35 911 C2 ist eine Kompensationseinrichtung
beschrieben, die statt mit Röhren mit modernen Halbleiterbauelementen
ausgerüstet ist. Auch hier sind mechanische
Bauelemente vorgesehen, welche die eingangs erwähnten
Nachteile hoher Trägheit mit sich bringen. Des weiteren
verdeutlicht bereits der Einsatz einer Fotozelle in
Verbindung mit einer galvanometergesteuerten blendenartigen
Vorrichtung sowie einer dahinter angeordneten Lichtquelle
schon bauteilbedingt, daß der Linearitätsbereich
einer solchen Kompensationseinrichtung maximal 6 Dekaden
betragen kann.
In der DE 29 15 612 A1 ist eine Schaltung zum elektronischen
Abgleich von Strom- oder Spannungspegeln beschrieben,
bei der eine Analogspannung zunächst digitalisiert
einem Mikroprozessor zugeführt und dann wieder in eine
Analogspannung umgewandelt wird. Somit steht die gleiche
Spannung am Eingang und am Ausgang dieser Schaltung an.
Die Umwandlung erfolgt hier einzig zu dem Zweck, um die
Spannung in ein durch den Mikroprozessor weiterverarbeitbares
Signal zu überführen. Es erfolgt hier weder eine
Amplitudenmodulation noch eine Impulsabstandsmodulation.
Die dort beschriebene Schaltung hat ebenfalls den Nachteil,
daß sie nur über maximal 5 Dekaden linear arbeitet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur elektrischen Strommessung zu
schaffen, welche die vorgeschilderten Nachteile vermeiden
und auf zuverlässige Weise eine Strommessung über einen
größeren linearen Meßbereich ohne externe Umschaltung ermöglichen,
dabei soll die Strommeßvorrichtung bei einfachem
Aufbau über einen vergleichsweise großen linearen
Meßbereich mit hoher Genauigkeit arbeiten.
Der verfahrensmäßige Teil dieser Aufgabe wird durch die
im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst, während die gegenständliche Lösung im kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 3 angegeben ist.
Hierzu wird zum einen als Fotodetektor eine Fotodiode
verwendet, die über einen sehr großen linearen Arbeitsbereich
verfügt. Neben dem Einsatz einer solchen Fotodiode
erfolgt zusätzlich noch eine spezielle Ansteuerung der
Fotodiode, um deren weiten Arbeitsbereich zielgerichtet
ausnutzen zu können. Hierzu sieht die Erfindung vor, daß
die der Fotodiode zugeordnete Lichtquelle nicht nur von
der Regelung amplitudenmoduliert, sondern, sofern wie
dies beispielsweise im oberen Meßbereich vorteilhaft ist,
zusätzlich impulsabstandsmoduliert wird. Erst die zusätzliche
Impulsabstandsmodulation ermöglicht den weiten linearen
Arbeitsbereich von 9 Dekaden, der in Verbindung
mit der Fotodiode eine lineare Strommessung über 9 Dekaden
ohne Meßbereichsumschaltung gewährleistet.
Vorteilhaft wird als Lichtquelle mindestens eine Leuchtdiode
eingesetzt (Patentanspruch 2). Zweckmäßig werden
hierbei die zwei optischen Bauteile (Leuchtdiode und Fotodiode)
in einem gemeinsamen Gehäuse mit zueinander
festgelegtem Abstand eingebaut, ggf. vergossen.
Da bei der Vorrichtung nach Patentanspruch 3 die Kompensation
des zu messenden Stroms durch Impulsströme der Fotodiode
erfolgt, ist es zweckmäßig, dem Stromspannungswandler
ein Integrationsglied aufzuschalten. Dieses Integrationsglied
kann in einfacher Weise durch einen parallel
zum Stromspannungswandler geschalteten Kondensator
gebildet werden, wie es Anspruch 4 lehrt.
Es ist von Vorteil, wenn der Mikroprozessor gemäß Patentanspruch
5 sowohl Zähl- als auch Speicherfunktionen
beinhaltet. Dann können mit nur einem Bauteil sowohl die
Amplitudenansteuerung des Frequenzstromwandlers als auch
die Meßwertauswertung erfolgen. Die Zählfunktion dient
der Auswertung des Ausgangssignals des Spannungsfrequenzkonverters,
also der Bestimmung der Größe des gerade gemessenen
Stroms am Eingang des Stromspannungswandlers. Da
jedoch der zu messende Strom aufgrund der Regelung durch
die Fotodiode gegen Null kompensiert wird, weist der Mikroprozessor
mindestens einen Speicher auf, der die Größe
des kompensierten Teils des zu messenden Stroms erfaßt.
Folglich kann aus den aktuellen Daten von Speicher und
Zähler die momentane Größe des zu messenden Stroms ermittelt
werden.
Vorteilhaft wird als Lichtquelle wenigstens eine Leuchtdiode
eingesetzt (Patentanspruch 6). Dieses Bauteil ist
billig in der Anschaffung sowie robust und alterungsbeständig.
Des weiteren sind die geringe Baugröße und die
hohe Lebensdauer hervorzuheben.
Um auch im Bereich sehr kleiner Ströme, beispielsweise 10-12
Ampere noch zuverlässig messen zu können, wo der Stromspannungswandler
sehr empfindlich und zugleich rauscharm
arbeiten muß, wird gemäß Patentanspruch 7 vorteilhaft ein
mit Feldeffekttransistoren aufgebauter Operationsverstärker
verwendet.
Damit eine digitale Verarbeitung des vom Spannungsfrequenzkonverter
ausgehenden Signals möglich ist, wird dieser
gemäß Patentanspruch 8 so aufgebaut, daß dem eigentlichen
Spannungsfrequenzwandler ein Impulsformer nachgeschaltet
ist. Dieser bereitet das Frequenzsignal des
Spannungsfrequenzwandlers zu einem entsprechenden Impulssignal
auf. Hierbei weisen die Impulse konstante Breite
und Amplitude auf. Sie unterscheiden sich entsprechend
der jeweiligen Frequenz in ihrem Abstand zueinander.
Das Impulssignal kann direkt an den Frequenzstromwandler
weitergeleitet werden, und zwar so lange, bis die Impulsfolge
einen höchstzulässigen Wert überschreitet. Dieser
ist durch den linearen Arbeitsbereich des Spannungsfrequenzkonverters
bzw. des vorgeschalteten Stromspannungswandlers
gegeben, falls der lineare Arbeitsbereich des
Stromspannungswandlers kleiner ist als der des Spannungsfrequenzkonverters.
Der Mikroprozessor ist gemäß Patentanspruch
9 daher zweckmäßig so ausgelegt, daß er das
Impulssignal des Impulsformers nach Erreichen dieses
Grenzwerts zusätzlich amplitudenmoduliert. Der Frequenzstromwandler
wird dann derart angesteuert, daß die Stromstärke
im Ausgangsstromkreis des Frequenzstromwandlers
erhöht wird. Durch diese vorteilhafte Ansteuerung des
Frequenzstromwandlers ist es möglich, die im Ausgangsstromkreis
des Frequenzstromwandlers angeordnete Leuchtdiode
so anzusteuern, daß die Linearität des optischen
Kopplungsglieds über volle 9 Dekaden ausgenutzt und somit
ein Meßbereich von 9 Dekaden erreicht wird.
Zur Erkennung der vorbestimmten höchstzulässigen Impulsfolge
weist der Mikroprozessor gemäß Patentanspruch 10
vorteilhaft einen Frequenzbandwächter auf, der bei Über-
und Unterschreiten einer zulässigen Impulszahl pro
Zeiteinheit (Frequenzband) den Mikroprozessor entsprechend
ansteuert. Dieser schaltet dadurch die zusätzliche
Amplitudenmodulation um und berücksichtigt diesen Zustand
bei der Ermittlung des zu messenden Stroms.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend anhand
eines Blockschaltbilds und verschiedener Signalbilder näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Strommeßgeräts
und
Fig. 2a bis 2c Signalschaubilder, die den zeitlichen Signalver
lauf an den in Fig. 1 mit a, b und c gekenn
zeichneten Punkten darstellen.
Das in Fig. 1 dargestellte Blockschaltbild zeigt den Aufbau
einer Strommeßvorrichtung, die im wesentlichen aus fünf
Baugruppen, nämlich einem Stromspannungswandler 1, einem
Spannungsfrequenzkonverter 2, einem Mikroprozessor 3, einem
Frequenzstromwandler 4 und einem elektrooptisch arbeitenden
Kopplungsglied 5 aufgebaut ist.
Der zu messende Strom, der über den mit 6 gekennzeichneten
Eingang der Meßvorrichtung anliegt, gelangt über die Leitung
7 zum Eingang des Stromspannungswandlers 1. Der Stromspan
nungswandler 1 weist einen aus Feldeffekttransistoren aufge
bauten Operationsverstärker auf, dessen Ausgang über eine
Leitung 8 mit dem Eingang des Spannungsfrequenzkonverters
2 verbunden ist. Parallel zum Stromspannungswandler 1 ist
zwischen dessen Ein- und Ausgang ein Integrationsglied in
Form eines Kondensators 9 geschaltet. Dieser Kondensator
9 ist einerseits mit der Leitung 7 und andererseits mit
der Leitung 8 verbunden.
Der Spannungsfrequenzkonverter 2 besteht aus dem eigent
lichen Spannungsfrequenzwandler 2a und einem nachgeschalte
ten Impulsformer 2b. Der Spannungsfrequenzwandler erzeugt
entsprechend der am Eingang anliegenden Spannung ein Fre
quenzsignal, wobei die Frequenz proportional zur anliegenden
Spannung ist. Um dieses Signal digital weiterverarbeiten
zu können, ist dem Spannungsfrequenzwandler 2a ein Impuls
former 2b nachgeschaltet, der das Frequenzsignal in ein
Impulssignal dergestalt umwandelt, daß am Ausgang des Impuls
formers 2b Rechteckimpulse konstanter Amplitude und Breite,
jedoch mit unterschiedlichem Abstand anliegen, wobei die
Anzahl der Impulse pro Zeiteinheit proportional zur am Ein
gang anliegenden Frequenz ist. Dieses anhand von Fig. 2c
veranschaulichte Impulssignal wird über eine Leitung 10
dem Mikroprozessor 3 zugeführt.
Der in Fig. 1 mit 3 gekennzeichnete Mikroprozessor weist
u .a. einen Frequenzbandwächter 3a, einen Impulszähler 3b
und einen Speicher 3c auf.
Der Mikroprozessor 3 weist einen Ausgang 11 auf, über den
der ermittelte Meßwert als digitales Signal anliegt. Hieran
kann beispielsweise eine optische Anzeige oder ein geeig
netes Gerät zur Meßwerterfassung bzw. -weiterverarbeitung
angeschlossen sein.
Über die Steuerleitung 12 ist der Mikroprozessor 3 mit dem
Eingang des Frequenzstromwandlers 4 verbunden, in dessen
Ausgangsstromkreis 13 eine Leuchtdiode 14 liegt, die einen
Teil des Kopplungsglieds 5 bildet. Die Leuchtdiode 14 ist
optisch mit einer Fotodiode 15 gekoppelt, die den anderen
Teil des Kopplungsglieds 5 bildet.
Die Fotodiode 15 ist über die Leitung 18 mit der Leitung
7 und somit dem Eingang 6 und über die Leitung 17 mit Masse
16 verbunden. Der Eingang 6 ist somit über die Fotodiode 15
zur Masse 16 hin kurzgeschlossen, wobei die Diode, wie in
Fig. 1 dargestellt, in Sperrichtung betrieben ist, so daß
in der Leitung 17, 18 nur dann ein Kompensationsstrom
fließt, wenn die Diode 15 durch Lichteinfall angesteuert
wird. Diese Ansteuerung erfolgt wie vorbeschrieben durch die
Leuchtdiode 14.
Die in Fig. 2 und a, b und c dargestellten Diagramme kenn
zeichnen den zeitlichen Signalfluß innerhalb der Schaltungs
anordnung, und zwar Diagramm a innerhalb der Leitung 7,
Diagramm b innerhalb der Leitung 8 und Diagramm c innerhalb
der Leitung 10.
Sobald ein zu messender Strom über den Eingang 6 durch den
Stromspannungswandler zur Masse 16 fließt, wird durch den
Operationsverstärker innerhalb des Wandlers 1 eine propor
tionale Spannung erzeugt, die am Ausgang des Wandlers 1
anliegt. Dieses Spannungssignal wird durch den parallelge
schalteten Kondensator 9 zeitlich integriert, so daß ent
sprechend des in Fig. 2a im zeitlichen Verlauf dargestell
ten Stroms die in Fig. 2b im zeitlichen Verlauf dargestell
te Spannung erzeugt wird. Über die Leitung 8 gelangt dann
dieses Spannungssignal (siehe Fig. 2b) zum Spannungsfre
quenzkonverter 2, der entsprechend dem Spannungssignal zu
nächst innerhalb des Spannungsfrequenzwandlers 2a ein
Frequenzsignal erzeugt. Die Frequenz dieses Signals ist
proportional der am Eingang anliegenden Spannung. Das Fre
quenzsignal wird in dem darauffolgenden Impulsformer zu dem
anhand von Fig. 2c dargestellten Impulssignal verarbeitet,
das aus Rechteckimpulsen konstanter Amplitude und konstanter
Breite aufgebaut ist. Die Anzahl der Impulse pro Zeiteinheit
ist dabei proportional zur Frequenz des am Ausgang des Span
nungsfrequenzwandlers 2a anstehenden Frequenzsignals.
Dieses Impulssignal wird über die Leitung 10 zum Mikropro
zessor 3 übertragen, der das Impulssignal einerseits zur
Auswertung des Meßergebnisses weiterverarbeitet und anderer
seits ggf. zusätzlich amplitudenmoduliert über die Steuer
leitung 12 zum Frequenzstromwandler 4 weiterleitet. Im Fre
quenzstromwandler 4 wird entsprechend der Impulsfrequenz und
der Amplitudenmodulation des Mikroprozessors 3 ein Impuls
strom erzeugt, der die Leuchtdiode 14 ansteuert. Die von der
Leuchtdiode 14 ausgehenden Lichtimpulse treffen auf die
Fotodiode 15 auf, wodurch diese jeweils während der Impuls
dauer entsprechend der Impulsstärke einen Strom erzeugt,
wodurch der zwischen dem Eingang 6 und der Masse 16 fließen
de zu messende Strom intervallweise kompensiert wird. Die
Fotodiode 15 ist dabei so angesteuert, daß durch die Kurz
schlußleitungen 18 und 17 ein Kompensationsstrom fließt, der
etwa dem zu messenden Strom entspricht, jedoch umgekehrte
Polarität aufweist, so daß der zu messende Strom im Ideal
fall zu Null kompensiert wird.
Da die Fotodiode 15 entsprechend der impulsweisen Ansteuerung
durch die Leuchtdiode 14 nicht kontinuierlich sondern ent
sprechend der Impulsfolge und Impulsamplitude angesteuert
wird, entsteht ein gepulster Kompensationsstrom. Dies wird
ebenfalls durch den Kondensator 9 als Integrationsglied
ausgeglichen.
Da der Stromspannungswandler 1 und der Spannungsfrequenzkon
verter 2 über etwa sechs Dekaden linear arbeiten, ist inner
halb des Mikroprozessors 3 eine Steuerung mit einem Frequenz
bandwächter 3a vorgesehen, die bei Erreichen einer bestimm
ten Anzahl von Impulsen pro Zeiteinheit den Frequenzstrom
wandler 4 zusätzlich amplitudenmodulierend ansteuert, so daß
bei Erreichen dieses Grenzwerts die Stromstärke innerhalb
der Leuchtdiode 14 ansteigt, wodurch die Lichtemission er
höht wird und die Fotodiode 15 zur Kompensation des über den
Bereich von sechs Dekaden hinausgehenden Meßbereichs ange
steuert wird. Des weiteren weist der Mikroprozessor 3 einen
Speicher 3c auf, der das zusätzliche Einschalten der Ampli
tudenmodulation registriert und dies bei der Berechnung
des Meßwerts berücksichtigt. Die Impulsfrequenz wird mittels
eines Impulszählers 3b ermittelt. Der Meßwert steht am Aus
gang 11 in digitalisierter Form an.
Da das elektrooptische Kopplungsglied 5 im Bereich von etwa
neun Dekaden linear arbeitet, kann mit der vorliegenden
stufenweisen Ansteuerung des Frequenzstromwandlers (erste
Stufe Frequenzmodulation, zweite Stufe Amplitudenmodulation)
der über die Fotodiode 15 fließende Kompensationsstrom auch
über neun Dekaden exakt gesteuert werden. Hierdurch wird bei
großem Meßbereich eine hohe Auflösung erreicht, so daß mit
der Meßvorrichtung Ströme im Bereich von beispielsweise
10-12 bis 10-3 Ampere meßbar sind, ohne daß eine Meßbe
reichsumschaltung erfolgen muß.
Claims (10)
1. Verfahren zur elektrischen Strommessung, insbesondere
zur Messung eines sich zeitlich ändernden kleinen Stroms,
bei dem der zu messende Strom über eine Regelung mittels
eines Fotodetektors (15) mit einem gegenpoligen Kompensationsstrom
etwa gleicher Größe beaufschlagt wird, wobei
dem Fotodetektor (15) eine von der Regelung amplitudenmodulierte
Lichtquelle (14) zugeordnet ist und die Größe
des zu messenden Stroms entsprechend dem Kompensationsstrom
sowie dem gemessenen Strom ermittelt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Kompensationsstromanteil
durch eine in Sperrichtung betriebene
Fotodiode (15) erzeugt wird, und daß die der Fotodiode
(15) zugeordnete Lichtquelle (14) in Abhängigkeit
von dem nach der Amplitudenmodulation verbliebenen, noch
nicht kompensierten Reststromanteil von der Regelung zusätzlich
impulsabstandsmoduliert wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als Lichtquelle mindestens
eine Leuchtdiode (14) eingesetzt wird.
3. Vorrichtung zur elektrischen Strommessung, insbesondere
zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1
oder 2, mit einem Stromspannungswandler, dessen Eingang
mit dem zu messenden Strom beaufschlagbar ist, wobei
dem Stromspannungswandler (1) ein Integrationsglied (9)
aufgeschaltet ist, und der Ausgang des Stromspannungswandlers
(1) mit dem Eingang eines Spannungsfrequenzkonverters (2)
verbunden ist, dessen Ausgangsfrequenzsignal als Kennwert
zur Ermittlung der Größe des zu messenden Stroms dient,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Ausgangsfrequenzsignal einem Mikroprozessor (3) zugeführt
ist, daß der Mikroprozessor (3) einen Frequenzstromwandler
(4) ansteuert, der eine impulsabstands- und
amplitudenmodulierte Lichtquelle (14) mit seinem Ausgangsstrom
beaufschlagt, daß der Lichtquelle (14) eine
Fotodiode (15) zugeordnet ist, die zur Kompensation des
zu messenden Stroms den Eingang des Stromspannungswandlers
(1) in Abhängigkeit des durch die Lichtquelle (14)
hervorgerufenen Lichteinfalls mit einem Gegenstrom beaufschlagt,
wobei der Mikroprozessor (3) über den Frequenzstromwandler
(4) die Lichtquelle (14) und die damit gekoppelte
Fotodiode (15) so ansteuert, daß der zu messende
Strom gegen Null kompensiert wird, und daß der Mikroprozessor
(3) anhand seines Eingangssignals und seines Steuersignals
die Größe des zu messenden Stroms ermittelt und
als digitales Signal abgibt.
4. Vorrichtung nach Patentanspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Integrationsglied
(9) durch einen parallel zum Stromspannungswandler (1)
geschalteten Kondensator gebildet ist.
5. Vorrichtung nach Patentanspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroprozessor
(3) Zählfunktionen (3b) und Speicherfunktionen
(3c) beinhaltet.
6. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Lichtquelle (14) durch mindestens eine Leuchtdiode gebildet
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Stromspannungswandler (1) durch einen vorzugsweise mit
Feldeffekttransistoren aufgebauten Operationsverstärker
gebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsfrequenzkonverter
(2) einen Spannungsfrequenzwandler
(2a) und einen diesem nachgeschalteten Impulsformer (2b)
aufweist, der das Frequenzsignal in ein Impulssignal mit
Impulsen konstanter Breite und Amplitude umformt.
9. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroprozessor
(3) das Impulssignal so lange direkt zum
Frequenzstromwandler (4) leitet, bis eine vorbestimmte
Impulszahl pro Zeiteinheit überschritten ist, wonach der
Mikroprozessor (3) den Frequenzstromwandler (4) zusätzlich
amplitudenmodulierend ansteuert.
10. Vorrichtung nach Patentanspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Mikroprozessor (3)
einen Frequenzbandwächter (3a) zur Meldung der Über- bzw.
Unterschreitung eines vorbestimmten Frequenzbands aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883843280 DE3843280A1 (de) | 1988-12-22 | 1988-12-22 | Verfahren und vorrichtung zur elektrischen strommessung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883843280 DE3843280A1 (de) | 1988-12-22 | 1988-12-22 | Verfahren und vorrichtung zur elektrischen strommessung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3843280A1 DE3843280A1 (de) | 1990-07-05 |
| DE3843280C2 true DE3843280C2 (de) | 1993-04-15 |
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