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Kaffeemaschine. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom
2. Juni igii die Priorität auf Grund der Anmeldungen in Italien vom 15- März igi5,
22. April igtg und 16. Dezember igig beansprucht. Gegenstand der Erfindung ist eine
Kaffeemaschine mit drehbar gelagertem und durch den Dampfdruck umkippbarem Kessel,
bei der der Kessel mit dem Kaffeebehälter um exzentrisch zum Schwerpunkt angeordnete
Zapfen kippen kann,. wobei ein am Träger des Kessels befestigter Stöpsel den Kessel
in seiner senkrechten Lage verriegelt, währender beim Kochen durch den Dampfdruck
angehoben wird und dadurch die Verriegelung aufhebt.
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Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform einer elektrisch beheizten
Kaffeeinaschine gemäß der Erfindung dargestellt. Es ist Abb. r ein Längsschnitt
durch die Kaffeemaschine, Abb. 2 eine Ansicht der Kaffeemaschine mit gekipptem Kessel,
Abb. 3 eine Draufsicht auf die Drehzapfen mit selbsttätigem Stromkreisunterbrecher,
Abb.4 eine Ansicht eines Einfülltrichters mit Stampfer, Abb. 5 eine Einzelansicht
der Tragzapfen und Abb.6 eine Einzelansicht des selbsttätig die Kaffeemaschine in
der gekippten Lage haltenden Anschlages.
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Die Kaffeemaschine besteht im wesentlichen aus einem aus Blech hergestellten
Kessel z mit einer Verengung 2. An der Verbindungsstelle zwischen Kessel und Verengung
befindet sich das Filter 3, und am gegenüberliegenden Ende der Verengung 2 ist ein
zweites Filter 4 eingeschraubt. Das Gewinde für diese Verschraubung kann schnell
und billig durch Anlöten eines Metalldrahtes 5 an der Innenfläche der Verengung
2 erhalten werden, wobei die Schraubengänge des Drahtes 5 in geeignetem Abstand
voneinander entfernt sind. An die Außenseite des Flansches 6 wird ebenfalls ein
Draht 7 in entsprechender Weise angelötet. Das obere Filter 4 wird außer durch das
Gewinde durch einen geeigneten Rand 8 abgedichtet, gegen den das Filter gepreßt
wird. Der Rand 8
kann die Gestalt einer durchbrochenen Scheibe aufweisen
oder besser, wie Abb. r zeigt, durch eine Platte 9 gebildet werden, in deren Mitte
eine einzige genügend große, durch einen Deckel i i verschlossene Aussparung io
vorgesehen ist. An der zylindrischen Wandung des Deckels i i sind eine oder mehrere
Reihen kleiner Durchbrechungen 1 2 vorgesehen, durch welche hindurch der Aufguß
filtriert wird. Infolge dieser Anordnung liegen die Durchbrechungen in einer Ebene,
die mit der Richtung des durch den Kaffee ausgeübten Druckes gleichläuft, und sie
verstopfen sich daher nicht leicht. Die Seitenwandung des Kessels ist zwecks elektrischer
Beheizung finit dein in Abb. i durch die Zickzacklinie angedeuteten Heizwiderstand
13 ausgerüstet. Der Widerstand kann sich gegen die Wandung des Kessels i legen oder
es kann zwischen ihm und der Wandung ein zweckmäßig aus Kupfer bestehender Metallzylinder
eingefügt werden, der die Kesselwandung vollständig umgibt und eine bessere Wärmeverteilung
gewährleistet.
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Der Kessel kann um eine etwas unterhalb seines Schwerpunktes liegende
Achse kippen. Er befindet sich daher im labilen Gleichgewicht und hat das Bestreben,
zu kippen. Letzteres wird durch den Stöpsel 15 verhindert, der an dein Träger 27
des Kessels geführt ist und in die Auslaßöffnung der Verengung 2 gebracht werden
kann. Der beispielsweise aus Hartgummi bestehende Stöpsel 15 kann kegelstumpfförniig
ausgebildet und an seiner Oberfläche mit einer kreisförmigen Nut 16 versehen sein,
so daß der Rand des Stöpsels zwecks vollständiger Abdichtung sich leichter ausbiegen
läßt. Der Stöpsel liegt vorzugsweise zwischen einer unteren und einer oberen Scheibe
18 und 17, von denen letztere einen in die Nut 16 hineinragenden Ringflansch 5o
besitzt. Die Scheiben 17, 18 und der Stöpsel 15 sind durch eine gleichzeitig zur
Führung dienende Stange i9 miteinander verbunden. Der Stöpsel kann anstatt in Form
einer genuteten Scheibe auch einfach becherartig mit flachem Boden und kegelstumpfförinigem
seitlichen Rand ausgebildet werden. In diesem Falle muß der Boden zwischen den Scheiben
liegen und die Seitenwandung frei ihre Gestalt verändern können. Die Führungsstange
i9 geht durch die obere Wandung des Trägers 27 hindurch und hat das Bestreben, sich
unter dem Einfluß der Feder 2o zu heben, derart, daß der außer Eingriff mit der
Verengung 2 gekommene Stöpsel sich vollständig hebt und das Kippen der Kaffeemaschine
nicht länger verhindert.
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Dein uni die Kesselwandung gewickelten Widerstand 13 wird der Strom
durch zwei Ä1 etallkontakte zugeführt, die den Stromkreis unterbrechen, wenn die
Kaffeemaschine sich nicht in der in Abb. i dargestellten Lage befindet. Die Kontakte
werden durch zwei metallische Stützzapfen 21 der Kaffeemaschine gebildet, die an
den Platten 22 (Abb. 3) befestigt sind.
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Diese Zapfen 21 haben an einem Ende einen Längsschlitz 23, während
das andere Ende finit Gewinde versehen ist. Sie sind an dein Mantel vollständig
stromdicht befestigt durch Zwischenfügung eines Nichtleiters (z. B. Glimmer). Eine
über die Schraube gelegte Scheibe 2.I schließt den finit Gewinde versehenen Zapfen
stromdicht ab, während zwischen dein Mantel 14 und den Metallplatten 2.? und 25
eingeführte Glimmero. dgl. Plättchen einen Stromabschluß zwischen diesen Körpern
bilden. Das Ganze wird mittels einer Mutter 26 befestigt. Das Innenende des Zapfens
wird durch irgendeinen Leiter finit dem Heizwiderstand 13 verbunden. In dein außerhalb
des 'Mantels liegenden Schlitz 93 des Zapfens ist eine stromlichte Zunge 28 angeordnet.
Letztere wird durch eine Metallkapsel 29 in Stellung gehalten, die auf dem Zapfen
befestigt und iiiit einem der Zunge entsprechenden Schlitz ausgerüstet ist. Die
Kapsel29 wird durch den Ring 3o befestigt.
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Der Zapfenträger ist, wie Abb. 5 zeigt, in einer Stütze gelagert,
die durch ein an den Träger 27 angelötetes Metallgehäuse 31 gehiIdet wird. In letzterem
sind zwei Stromabschlußplatten 32 und 33 vorgesehen, zwischen denen eine dicke Platte
34 liegt. In der Platte 3.I liegt der in seinem oberen Teil bei 36 den Zapfen aufnehmende
Metallblock 35.
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Mit dem Block 35 ist der Leitungsdraht verbunden. Auf diese `'eise
wird, wenn die Kaffeemaschine sich in der in Abb. i dargestellten Lage befindet,
dem Widerstand 13 durch den Block 35, die Kapsel 29 und den Zapfen 2i Strom zugeführt.
In der gekippten Stellung (Abb. 2) stützt die Kaffeeinaschine sich gegen die stromdichte
Zunge 28, und der Stromkreis ist unterbrochen.
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Der Kaffee wird mittels des Einfülltrichters 37 und des Stampfers
38 in den Raum :2 eingeführt, in welchem, auf dem Filter 3 ruhend, ein kegelförmiges
Filter 39 angeordnet werden kann, wenn nur geringe Mengen Kaffee dem Zubereitungsprozeß
unterworfen werden sollen.
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Nachdem der Kaffee eingefüllt worden ist, wird das obere Filter d.
in Stellung, die Kaffeemaschine auf den Träger 27 und der Stöpsel 15 in die Verengung
2 gebracht. Wird nunmehr Strom zugeführt, so erwärmt sich das Wasser im Kessel i
und beginnt zu sieden, der Dampf streicht durch den Kaffee
und der
Stöpsel 15 wird außer Eingriff mit der Verengung :2 gebracht, so daß der Kessel,
da er nicht mehr gehalten wird, umkippt und die Auslaßöffnung gegenüber dem den
Kaffee aufnehmenden Behälter zu liegen kommt. Während des Kippens kann der aufwärts
sich bewegende Stöpsel gegen eine Anzeigevorrichtung für Hör- oder Sichtzeichen
stoßen. Gleichzeitig wird der Heizstromkreis unterbrochen.
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Um nach dem Kippen die Kaffeemaschine in ihrer in Abb. 2 veranschaulichten
Stellung zu halten und Schwingungen zu vermeiden, ist ein Anschlag vorgesehen. Damit
die Kaffeemaschine kippt, sobald der Stöpsel 15 freigegeben wird, muß auf einer
Seite ihrer Drehachse ein Übergewicht vorhanden sein, und von dieser Seite aus wird
die Kippbewegung eingeleitet. Wird an dem Mantel 14 ein Bolzen 40 und an dem Träger
27 ein Anschlag 41 vorgesehen, so stößt beim Drehen der Kaffeemaschine der Bolzen
gegen das Ende des Anschlages. Ist letzterer nachgiebig, so verschiebt er sich,
ist er aber starr, so hebt sich die Kaffeemaschine, und auf jeden Fall steigt der
Bolzen 4o bis zum Einfallen in die Aussparung 42 (Abb. 6), welche den Bolzen aufnimmt,
die Kaffeemaschine in dieser Lage festhält und ihr keine Schwingbewegungen ermöglicht.
Da die Kaffeemaschine stets nach der gleichen Seite kippt, so schwingt sie, falls
sie umgekehrt auf die Zapfen 2 i gesetzt wird,- nach der anderen Seite des Trägers
27, und aus diesem Grunde muß auch an letzterem ein dem Anschlag 41 ähnlicher Anschlag
43 vorgesehen werden, welcher in entgegengesetztem Sinne angeordnet ist, derart,
daß die Kaffeemaschine sich nach der entgegengesetzten Seite anheben muß, um mit
ihrem Bolzen 40 in die Aussparung 42 einfallen zu können. Auf diese Weise wird die
Kaffeemaschine, gleichgültig, wie sie eingesetzt worden ist, unmittelbar nach dem
Kippen in senkrechter Lage festgehalten. Der aus der Maschine ausfließende Kaffee
ist sehr heiß, und um ein Abkühlen durch die kalte Wandung des Saminelbehälters
zu vermeiden, kann an der Grundplatte 44 eine elektrische Heizvorrichtung 45 (Abb.
2) vorgesehen. werden, die in Reihe oder im Nebenschluß ,finit der Heizvorrichtung
13 des Kessels i geschaltet ist, derart, daß der Sammelbehälter erwärmt oder warmgehalten
wird, falls der Kaffee nicht sofort ausgeschenkt wird.
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Um die Wandungen des Kessels und insbesondere an der Auslaßöffnung
desselben ist die Anordnung eines (nicht dargestellten) Wärmesammlers an sich bekannter
Art erforderlich. Ohne eine solche Anordnung könnte die Kaffeemaschine nicht arbeiten:
Wenn der Kessel umgekippt ist, bildet sich nämlich zwischen dem Kesselboden und
dem Wasserspiegel ein dicht abgeschlossener Raum, in welchem der Dampfdruck herrscht.
Während der Wasserfiltration vergrößert sich dieser Raum und nimmt der Druck ab.
Sollte während der Filtrierung die Wärmelieferung plötzlich unterbrochen werden,
so würde die Temperatur abnehmen und der Druck unter den äußeren atmosphärischen
Druck sinken, so daß das im Kessel noch befindliche Wasser infolge des höheren äußeren
Druckes durch die Kaffeeschicht nicht mehr hindurchfiltrieren könnte. Wird dagegen
um den Kessel ein Wärmesammler angeordnet, so wird dadurch im gekippten Kessel eine
genügende Temperatur erhalten. Das ganze Wasser kann- dann durch die Kaffeeschicht
filtrieren.