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Die vorliegende Erfindung betrifft ein
Bandpositionsauffindungsgerät und insbesondere ein
Bandpositionsauffindungsgerät zur Erkennung der Position eines Magnetbandes
oder Filmes, welches bzw. welcher auf Spulen in einem
Video- oder Audio-Bandrecorder aufgewickelt ist.
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Der herkömmliche Video-Bandrecorder verwendet einen
Bandpositionsdetektor, um die Laufposition des eingelegten
Bandes zu bestätigen. Damit ein solches Gerät die
Bandposition erkennen kann, wird das Band zuerst eine
vorgegebene Zeitspanne laufen gelassen. Daten hinsichtlich der
Drehzahl oder Rotationsfrequenz mindestens der Spulen, auf
denen das Band aufgewickelt wird, werden vom Detektor
erhalten und in eine vorgegebene Gleichung zur Berechnung
eingesetzt. Somit kann im Fall des obigen
Video-Bandrecorders die Bandposition nur bei Wiedergabe im Schnellvorlauf
oder nachdem zuerst unmittelbar nach dem Einlegen der
Bandkassette eine Rückspuloperation durchgeführt worden ist,
berechnet werden.
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Die Rotation der Spulen ist jedoch aufgrund der
Exzentrizität der Spulen und des Zustandes, in dem das Band auf die
Spulen gewickelt wird, in dem Fall ziemlich unstabil, wenn
sich die Spulen um nicht mehr als eine Umdrehung drehen. Um
die Bandposition genau zu bestimmen, ist es deshalb
erforderlich, mindestens eine vollständige Umdrehung der Spulen
abzuwarten. Dies bedeutet, daß im Fall des Wiedergabemodus,
insbesondere eines Bandes, auf dem Daten in einem
Langzeitmodus aufgezeichnet sind, ein erheblicher Zeitaufwand
erforderlich ist, bis man die Anzeige der Bandposition
erhält.
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Die aktuelle Bandpositionsanzeige eines Video-Bandrecorders
für VHS-Format erfordert einen Zeitaufwand wie folgt. Bei
in den Video-Bandrecorder eingelegter Bandkassette wird
eine Zeit ab dem Moment des durch Drücken der
Wiedergabetaste veranlaßten Starts des Bandladens bis zu dem Moment,
in dem man die Bandpositionsanzeige erhält, gemessen. Die
gemessene Zeit beträgt bei einem Band, auf dem Daten in
einem Standardmodus aufgezeichnet sind, ca. 15 s und bei
einem Band, auf dem Daten in einem Langzeitmodus
aufgezeichnet sind, ca. 30 s.
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Wird zur Bestimmung der Bandposition der hochschnelle
Vorwärts-/Rückwärts-Wiedergabemodus, welcher auch als der
Schnell-Vorwärts-/Rückwärts-Wiedergabemodus bekannt ist,
zur Bestimmung der Bandposition verwendet, so kann die
Bandposition schneller angezeigt werden als in dem Fall, in
dem der normale Wiedergabemodus verwendet wird. Der Grund
hierfür ist, daß im
Schnell-Vorwärts-/Rückwärts-Wiedergabemodus das Band etwa fünfmal so schnell transportiert
wird wie im Fall des normalen Wiedergabemodus. Das Band
wird jedoch bis zu einer Position transportiert, die von
der Position vor dem Start des Schnell-Vorwärts-/Rückwärts-
Wiedergabemodus einen erheblichen Abstand hat, und es muß
manuell in die Ausgangsposition zurückgebracht werden, was
eine zeitaufwendige Operation darstellt.
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Wie dargestellt, ist die Erkennung der Bandposition mit dem
dem Stand der Technik entsprechenden
Bandpositionsauffindungsgerät ein relativ langwieriger Prozeß und erfordert
vor dem Beginn der Positionserkennungsoperation das
Rückspulen des Bandes in seine ursprüngliche Position. Außerdem
kann nicht garantiert werden, daß das Band in seine exakte
Position vor der Positionserkennung gebracht wird. Als
Ergebnis ist es bisher nicht möglich gewesen, die Forderung
zu erfüllen, die Bandposition oder die verbliebene
Bandlänge unmittelbar nach dem Einlegen der Bandkassette in den
Recorder zu bestätigen.
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Die zum Stand der Technik gehörige DE-A-2 853 025
beschreibt ein Bandpositionsauffindungsgerät, welches eine
Bandantriebseinrichtung zum Transport eines Bandes entweder
in Vorwärts- oder in Rückwärtsrichtung, eine Einrichtung
zur Vorschubsteuerung, eine Einrichtung zur Berechnung der
verwendeten Bandlänge und eine Anzeigeeinrichtung umfaßt.
Bei diesem Gerät wird das Band in die Startposition
zurückgebracht, und die Bandposition wird bestimmt, indem man das
Band eine vorgegebene Strecke transportiert und es danach
in die Startposition zurückbringt.
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Des weiteren beschreibt die zum Stand der Technik gehörige
DE-A-33 18 324, welche als der vorliegenden Erfindung am
ähnlichsten gilt, ein Bandpositionsauffindungsgerät,
welches eine Vorschubeinrichtung, erste und zweite
Detektoreinrichtungen für die abgebende und die aufnehmende Spule,
einen Capstan für den Transport des Bandes, eine
Berechnungseinrichtung, eine Anzeigeeinrichtung, eine
Logiksteuerschaltung und eine dritte Detektor- und
Zähleinrichtung für den Capstan umfaßt. Zur Bestimmung der
Bandposition muß das Band um mindestens eine Spulenumdrehung
transportiert werden, wodurch das Band und der
Wiedergabe-/Aufzeichnungskopf von der Startposition wegbewegt werden.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Bandpositionsauffindungsgerät bereitzustellen, welches die
Anforderung rasch erfüllt, die Bandposition zu bestätigen,
und bei welchem das zur Erkennung der Bandposition
transportierte Band in einfacher Weise in die Ausgangsposition
zurückgebracht werden kann.
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Diese Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung gelöst,
welche in den beiliegenden Ansprüchen definiert ist.
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Die Merkmale der vorliegenden Erfindung werden anhand der
nachstehenden detaillierten Beschreibung bespielhafter
Ausführungsformen, wie sie in den beiliegenden Zeichnungen
dargestellt sind, erläutert; es zeigen:
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Fig. 1 eine schematische Darstellung eines
Videorecorder-Bandlaufsystems, welches ein
Bandpositionsauffindungsgerät entsprechend der
Erfindung beinhaltet;
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Fig. 2 ein Blockschema des Aufbaus des
erfindungsgemäßen Bandpositionsauffindungsgeräts;
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Fig. 3 ein Blockschema eines Teils eines
Video-Bandrecorders des Typs, in welchem die verbleibende
Bandlänge durch eine Untertiteleinrichtung auf
einer in der Fig. 2 dargestellten Anzeige
angezeigt wird; und
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Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines
Fernsehempfängers, auf dem die verbleibende Bandlänge
durch die in der Fig. 3 dargestellte
Untertiteleinrichtung angezeigt wird.
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Nunmehr wird eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
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Die Fig. 1 zeigt ein Bandlaufsystem eines
Video-Bandrecorders, welcher ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Bandpositionsdetektors beinhaltet. Eine abgebende Spule 12
und eine aufnehmende Spule 14 sind in einer
Video-Bandkassette (nicht dargestellt) untergebracht. Ein Band 20
wird auf Wickelkerne 16 und 18 der Spulen 12 und 14
gewickelt. Beim Einlegen der Bandkassette in den
Video-Bandrecorder greifen die Spulen 12 und 14 in entsprechende
Spulenteller (nicht dargestellt) ein. Das Band 20 wird von
einer Spule zu anderen transportiert, wenn die Bandteller
in einer vorgegebenen Richtung entweder durch einen
Antriebsmotor 122 der abgebenden Spule oder einen
Antriebsmotor 124 der aufnehmenden Spule gedreht werden.
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Befindet sich der Video-Bandrecorder entweder im Aufnahme-
oder im Wiedergabemodus, so läuft das Band 20 um einen mit
Drehköpfen ausgerüsteten Zylinder 26. Dies wird durch
vorgegebene Operationen von Bandführungen 28 und 30 bewirkt.
Der Bandtransport beginnt, wenn das Band 20 von einer
Andruckrolle 32 gegen einen Capstan 36 gedrückt und der
Capstan 36 dann durch einen Capstanantriebsmotor 362 in
Rotation versetzt wird.
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Ein Impulsgenerator 38 umfaßt eine Drehscheibe 38a und
einen Magnetsensor 38b; eine Impulsgenerator 40 umfaßt eine
Drehscheibe 40a und einen Magnetsensor 40b. Jede
Drehscheibe besitzt eine Vielzahl von auf ihrem Umfang
angeordneten Magneten (sechs Magnete bei dieser
Ausführungsform). Die Generatoren 38 und 40 generieren entsprechende
Rotationserkennungsimpulse der abgebenden Spule 12 und der
aufnehmenden Spule 14, welche an entsprechende Spulenzähler
42 und 44 geschickt werden.
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Die Zählperiode und der Takt der Spulenzähler 42 und 44
werden von Steuerschaltungen 46 bzw. 48 gesteuert, welche
entsprechend den von einer das Bandlaufsystem des
Videorecoders steuernden Logiksteuerschaltung 50 gelieferten
Steuersignalen arbeiten. Die Ausgänge der Spulenzähler 42
und 44 werden über eine Komparatorschaltung 52 an eine
Speicherschaltung 54 gelegt. Die an die Speicherschaltung
54 gelieferten Ausgänge dienen als Speicher- oder
Vergleichsdaten. Die Ausgänge der Spulenzähler 42 und 44
werden an entsprechende Steuerschaltungen 56 und 58 gelegt,
welche die Zähloperation von Capstan-Zählern 60 und 62
während einer einem vorgegebenen Wert des Eingangszählwertes
entsprechenden Periode steuern. Ein Impulsgenerator 64
erzeugt einen Rotationserkennungsimpuls, welcher die Rotation
des Capstan-Motors 362 repräsentiert, welcher den Capstan
36 zum Transport des Bandes 20 antreibt. Der Ausgang des
Impulsgenerators 64 wird an die Capstan-Rotationszähler 62
und 64 geliefert. Der Impulsgenerator 64 hat die gleiche
Struktur wie die Impulsgeneratoren 38 und 40, d. h. er
umfaßt eine Drehscheibe 64a und einen Magnetsensor 64b.
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Die Zählausgänge der Capstan-Zähler 60 und 62 werden an
entsprechende Operationsschaltungen 66 und 68 geliefert.
Diese Zählausgänge werden in den Operationsschaltungen 66
und 68 als Daten zur Bestimmung des verwendeten Bandtyps
und der verbleibenden Bandlänge herangezogen und außerdem
an Speicherschaltungen 70 und 72 geliefert. Zur Berechnung
der verbleibenden Bandlänge müssen je nach Art des Bandes
Parameter geändert werden. Ein mit der Operationsschaltung
66 gekoppelter Bandtyp-Bestimmungssignalgenerator 74
bestimmt den Typ des verwendeten Bandes. Die
Operationsschaltung 68 ist mit einem Bandgeschwindigkeits-Signalgenerator
76 gekoppelt, welcher zur Bestimmung der verbleibenden
Bandlänge die Identifikation einer Klasse generiert, in die
die aktuelle Bandgeschwindigkeit klassifiziert wird.
(Erfolgen
beispielsweise Aufzeichnung und Wiedergabe im SP-
Modus, so identifiziert der
Bandgeschwindigkeits-Signalgenerator den aktuellen Bandgeschwindigkeitsmodus als einen
SP-Modus). Eine Anzeige 78 zur Ausgabe der verbleibenden
Bandlänge ist mit der Operationsschaltung 68 gekoppelt.
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Zur Steuerung des Bandlaufsystems werden die
Ausgangssignale von einem Signalgenerator zur Schnell-Ein-/Aus-
Anzeige der verbleibenden Bandlänge 80, einem
Kassettendetektor-Signalgenerator 82, einem Bandladedetektor-
Signalgenerator 84 und einem
Bandendedetektor-Signalgenerator 86 an die Logiksteuerschaltung 50 geliefert. Der
Signalgenerator zur Schnell-Ein-/Aus-Anzeige der
verbleibenden Bandlänge 80 erzeugt ein Ein-/Aus-Signal bezüglich
der Anzeige (Schnellanzeige) der verbleibenden Bandlänge in
einer später zu beschreibenden verriegelten Beziehung zu
zum Einlegen der Bandkassette. Es ist nicht immer
erforderlich, die Anzeige der verbleibenden Bandlänge zum Zeitpunkt
des Einlegens der Bandkassette zur Ausgabe zu bringen.
Deshalb bestimmt der Benutzer, ob die Anzeige erfolgt oder
nicht. Der Ausgang des Signalgenerators 80 wird an die
Logiksteuerschaltung 50 gelegt.
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Der Kassettendetektor-Signalgenerator 82 erzeugt ein
Signal, wenn eine Kassette in den Videorecorder eingelegt
ist. Liefert also der Signalgenerator 82 kein
Kassettendetektorsignal an die Logiksteuerschaltung 50, so wird kein
Antriebsmotor aktiviert, d. h. es wird weder eine
Wiedergabe-
noch eine Aufzeichnungsoperation des Bandlaufsystems
veranlaßt.
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Der Bandladedetektor-Signalgenerator 84 erzeugt ein Signal,
ob das Band geladen ist, wenn die Bandkassette in den
Videorecorder eingelegt wird. Wird das Detektorsignal des
Signalgenerators 84 an die Logiksteuerschaltung 50 gelegt,
so wird das System in den Modus zur Berechnung der
verbleibenden Bandlänge gebracht.
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Der Bandendedetektor-Signalgenerator 86 erzeugt ein
Detektorsignal, wenn das Band 20 vollständig auf einer Spule
(d. h. entweder auf der abgebenden oder der aufnehmenden
Spule) im Wiedergabe-, Aufzeichnungs-, Schnellvorlauf- oder
-rückspulmodus aufgewickelt worden ist. Er ist ebenfalls
mit der Operationsschaltung 68 gekoppelt.
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Die Logiksteuerschaltung 50 steuert das Bandlaufsystem
entsprechend den obenbeschriebenen Eingangsdaten und dem
vorliegenden Zustand der Systemsteuerung wie folgt. Bei dem
vorliegenden Zustand kann es sich um das Rückspulen des
Bandes 20, den Ruhezustand, den Wiedergabezustand etc.
handeln. Die obengenannte Steuerung wird von einer
Bandvorschubsteuerschaltung 88 ausgeführt, welche mit der
Logiksteuerschaltung 50 gekoppelt ist. Des weiteren wird von
einer Bandpositionsauffindungs-Einstellschaltung 90, welche
die verschiedenen Betriebsarten, d. h., Wiedergabe des
Bandes 20, Aufzeichnen, Stopp, zur Bandpositionserkennung
einstellt, ein Moduseinstellsignal geschickt.
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Nunmehr wird ein Beispiel der Funktionsweise des Video-
Bandrecorders mit dem obigen Aufbau beschrieben.
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Ist eine Bandkassette in den Videorecorder eingelegt, so
nimmt die Logiksteuerschaltung 50 zuerst das Laden der
Bandkassette vor. Danach liefert die
Bandpositionsauffindungs-Einstellschaltung 90 ein Einstellsignal an die
Logiksteuerschaltung 50, um den
Schnell-Vorwärts-Wiedergabemodus des Bandlaufsystems für die
Bandpositionserkennung vorzugeben. Die Logiksteuerschaltung 50 schaltet
dann das, Bandlaufsystem auf den
Schnell-Vorwärts-Wiedergabemodus, indem sie das Band 20 durch die Andruckrolle 32
gegen den Capstan 36 drückt. Gleichzeitig veranlaßt sie,
daß die voreingestellten Spulenzähler 42 und 44 über die
Steuerschaltungen 46 und 48 in einen Meßmodus gebracht
werden. Dadurch erzeugen die Impulsgeneratoren 38 und 40 zur
Erkennung der Rotation der jeweiligen abgebenden und
aufnehmenden Spule 12 und 14 mit der Rotation der abgebenden
und aufnehmenden Spule Impulse, welche an die Spulenzähler
42 und 44 geliefert werden. Während die abgebende und die
aufnehmende Spule 12 und 14 eine Umdrehung ausführen,
werden die vom Impulsgenerator 64 erzeugten Impulse zur
Erkennung der Rotation des Capstans 36 an die Capstan-Zähler
60 und 62 zur Zählung geliefert. Gleichzeitig werden die
Zählwerte der Spulenzähler 42 und 44 zum Zeitpunkt der
obengenannten Schnell-Vorwärts-Wiedergabe über die
Komparatorschaltung 52 an die Speicherschaltung 54 zur
Speicherung in derselben geliefert.
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Auf diese Weise entspricht der Inhalt der Daten im
Spulenzähler 60 der Größe des Bandvorschubs, während die
abgebende Spule 12 eine Umdrehung ausführt. Analog entspricht der
Inhalt der Daten im Capstan-Zähler 62 der Größe des
Bandvorschubs, während die aufnehmende Spule 14 eine Umdrehung
ausführt.
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Die Daten der Capstan-Zähler 60 und 62 werden an die
Operationsschaltung 66 geliefert. Die Operationsschaltung 66
bestimmt des Typ des Bandes (d. h. die Zeit auf Basis der
Bandlänge), indem sie das Ausgangssignal des Bandtyp-
Bestimmungssignalgenerators 74 heranzieht. Die
Operationsschaltung 66 übergibt das den Bandtyp angebende Datum an
die Operationsschaltung 68, und der Bandgeschwindigkeits-
Signalgenerator 76 liefert ein Geschwindigkeitsmodussignal
zur Berechnung der verbleibenden Bandlänge an die
Operationsschaltung 68. Die Operationsschaltung 68 erhält
außerdem die Zähldaten von den Zählern 60 und 62. Sämtliche der
so an die Operationsschaltung 68 gelieferten Daten werden
zur Berechnung der verbleibenden Bandlänge herangezogen.
Gleichzeitig wird der Modus des Bandlaufsystems durch die
Bandvorschubsteuerschaltung 88 auf den Rückspulmodus
umgeschaltet.
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Im Rückspulmodus wird das Band 20 zurückgespult, bis der
Zählwert der Spulenzähler 42 und 44 dem zum Zeitpunkt der
Schnellvorschub-Wiedergabe erhaltenen Zählwert oder einem
durch Addieren eines vorgegebenen Korrekturwertes zu dem
Zählwert zum Zeitpunkt der Schnellvorschub-Wiedergabe
erhaltenen Wert gleich wird. Die Zähldaten der Spulenzähler
42 und 44 zum Zeitpunkt der Schnell-Vorwärts-Wiedergabe
sind in der Speicherschaltung 54 gespeichert worden, und
die Daten zum Zeitpunkt des Schnell-Vorschubs und zum
Zeitpunkt des Rückspulens werden in der Komparatorschaltung 52
verglichen. Der das Vergleichsergebnis der Zählwerte
repräsentierende Ausgang der Komparatorschaltung 52 wird als
Detektorsignal an die Logiksteuerschaltung 50 geliefert.
Danach schaltet die Bandvorschubsteuerschaltung 88 das
Bandlaufsystem in den Stopp-Modus, um die Motoren 122, 142 und
362 anzuhalten.
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Nunmehr wird das Verfahren zur Berechnung der verbleibenden
Bandlänge beschrieben.
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Zur Berechnung wird zuerst der Bandtyp bestimmt, indem man
den Radius Rs und Rt der Bandrollen auf der abgebenden und
der aufnehmenden Spule 12 und 14 ermittelt. Der
Bandrollenradius Rs ergibt sich wie folgt:
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Rs = Capstan-Radius/(Anzahl der Capstan-FG-Impulse pro Capstan-Umdrehung) · (Anzahl der Capstan-FG-Impulse pro Umdrehung der
abgebenden Spule) (1)
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Der Bandrollenradius Rt kann wie Rs auf die gleiche Weise
anhand der Gleichung (1) ermittelt werden.
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Damit gilt die folgende Beziehung:
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Rs² + Rt² = L·t/π+ 2Ro² (2)
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wobei L die Gesamtlänge des Bandes, t die Dicke des Bandes
und Ro der Radius des Wickelkerns ist. Der Ausdruck
Rs² + Rt² hat einen besonderen, vom Typ des Bandes 20
bestimmten Wert. Es ist somit möglich, die Bandtypen anhand
verschiedener Werte des Wickelkernradius Ro zu bestimmen.
Langzeitbänder mit einer Aufzeichnungsdauer von über 120
Minuten im SP-Modus haben eine andere Dicke. Die
Langzeitbänder haben eine geringere Dicke, um in der Kassette
untergebracht werden zu können, da Bänder mit
unterschiedlicher Aufzeichnungsdauer von Kassetten fester Größe
aufgenommen werden. Die Dicke des Bandes 20 wird also durch die
Vorgabe des Typs des Bandes 20 bestimmt. Diese Vorgabe wird
vom Bandtyp-Bestimmungssignalgenerator 74 bereitgestellt.
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Die Zeit der verbleibenden Bandlänge T1 wird durch eine der
beiden nachstehenden allgemein bekannten Gleichungen
dargestellt:
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dabei ist v die Bandgeschwindigkeit zum Zeitpunkt der
Aufzeichnung und ω die Winkelgeschwindigkeit der Spule.
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Die Zeit T1 der verbleibenden Bandlänge kann mittels einer
der Gleichungen (3) und (4) berechnet werden. Von diesen
Gleichungen gestattet die Gleichung (4) die Berechnung der
verbleibenden Bandlänge selbst dann, wenn die Höhe des
Bandvorschubs nicht bekannt ist, vorausgesetzt, die
Bandgeschwindigkeit ist konstant. Somit ist es nach der
Bestimmung des Bandtyps möglich, die Bandposition zu erkennen,
indem der Schnell-Vorwärts- oder -Rücklauf des Bandes
veranlaßt wird, ohne das Band gegen den Capstan zu drücken.
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Nunmehr werden Modifikationen der obigen Ausführungsform
beschrieben.
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In der obigen Ausführungsform wird die verbleibende
Bandlänge berechnet und über die Anzeige 78 ausgegeben, während
das Band in einer Richtung transportiert wird (im ersten
Vorwärts- oder Rückwärts-Wiedergabemodus). Zusätzlich zu
dieser Berechnungsmethode kann die verbleibende Bandlänge
sowohl im Schnell-Vorärts- als auch
-Rückwärts-Wiedergabemodus berechnet werden, und die Durchschnittswerte der
berechneten Werte können auf der Anzeige 78 als verbleibende
Bandlänge angezeigt werden. In diesem Fall kann die
Genauigkeit
im Vergleich zur obigen Ausführungsform verbessert
werden.
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Wird die verbleibende Bandlänge als Durchschnittswert
angezeigt, kann zum Zeitpunkt des Endes der Schnell-Vorwärts-
oder -Rückwärts-Wiedergabe das Ergebnis angezeigt werden,
und zum Zeitpunkt des Endes der Berechnung bei Rückwärts-
oder Schnell-Vorwärts-Wiedergabe kann der Durchschnittswert
beider Berechnungsergebnisse angezeigt werden. Indem man so
vorgeht, ist es möglich, die erforderliche Zeit vom Beginn
der Messung bis zu Anzeige der verbleibenden Bandlänge
weiter zu verkürzen.
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Des weiteren wird im allgemeinen ein Fernsehempfänger an
den Video-Bandrecorder angeschlossen. Es ist deshalb
möglich, die verbleibende Bandlänge zusammen mit anderen
Bildern auf dem Fernsehschirm anzuzeigen.
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Die in der Operationsschaltung 68 erhaltenen Daten der
verbleibenden Bandlänge werden an einen Zeichen-Decodierer 92
übergeben, wie in der Fig. 3 dargestellt. Der
Zeichen-Decodierer 92 wandelt die Daten der verbleibenden Bandlänge in
Zeichendaten. Die aus den Daten der verbleibenden Bandlänge
erhaltenen Zeichendaten werden an eine
Untertiteleinrichtung 94 geliefert. Ein Video-Signal von einem allgemein
bekannten Video-Bandrecorder wird an die
Untertiteleinrichtung 94 geliefert. Die Untertiteleinrichtung 94 umfaßt
eine Zeicheneinblendungsschaltung, um das Video-Signal vom
Video-Bandrecorder mit den Anzeige-Zeichendaten zu
überlagern.
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Außerdem wird ein Audio-Signal vom Video-Bandrecorder an
einen Hochfrequenz-Modulator 96 geliefert. Der
Hochfrequenz-Modulator 96 empfängt ein Ausgangssignal von der
Untertiteleinrichtung 94 und liefert ein Hochfrequenzsignal
an den Fernsehempfänger. Die Untertiteleinrichtung 94
liefert dem Fernsehempfänger ein Video-Signal zur Ausgabe des
Bildes und der Daten der verbleibenden Bandlänge.
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Die Fig. 4 zeigt ein Beispiel eines derartigen
Fernsehempfängers. Auf einem Bildschirm 100 eines
Fernsehempfängers 98 wird das Bild vom Video-Bandrecorder aufgrund des
obengenannten Video-Signals ausgegeben. Die verbleibende
Bandlänge wird durch eine Zeichenanzeige in einem
Abschnitt, z. B. einem unteren Abschnitt, des Bildschirms 100
angezeigt. In der Figur gibt ein Untertitel 120 an, daß die
verbleibende Bandlänge einer Stunde und 20 Minuten
entspricht. Wird dieser Fernsehempfänger 98, bei dem die
verbleibende Bandlänge in der obigen Weise angezeigt wird, so
verwendet, daß die verbleibende Bandlänge als der
Untertitel 120 auf dem Bildschirm 100 während einer konstanten
Zeitdauer, z. B. 3 Sekunden nur zum Zeitpunkt der
Banderkennung des Video-Bandrecorders, wie oben beschrieben
angezeigt wird, so ist dies für den Benutzer sehr
komfortabel. Bei einem derartigen Video-Bandrecorder kann die
Anzeige der Bandposition innerhalb einer kurzen Zeitspanne,
z. B. 8 s, ab dem Beginn des Bandladens erfolgen.
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Es sollte beachtet werden, daß das in jeder der obigen
Ausführungsformen angewendete Anzeigeverfahren der
verbleibenden Bandlänge nicht notwendigerweise mit einer
Einlegeoperation einer Bandkassette verbunden ist, sondern auch dann
gestartet werden kann, wenn eine Bandkassette bereits
eingelegt ist und sich im Stopp-Zustand befindet.