DE3853377T2 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Möbeln. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Möbeln.

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Möbeln, bei dem hölzerne Möbelelemente hergestellt und aneinander befestigt werden. Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zum Herstellen von Möbeln, die eine Zapfenschneidemaschine und eine Zapfenlochlehre aufweist.
  • Das oben erwähnte Verfahren sowie die Vorrichtung sind in der Möbelindustrie weit verbreitet. Das hölzerne Ausgangsmaterial von relativ hoher Qualität, das für diese Lösungen notwendig ist, ist heutzutage jedoch ziemlich schwierig zu beschaffen und die Kosten dieses hölzernen Materials steigen ebenso beständig. Daher steigt der Anteil des Holz ersetzenden Materials in der Möbelindustrie konstant an, was sich nachteilig auf die Ästhetik und die Qualität der von dieser Industrie hergestellten Möbel auswirkt.
  • In unserer modernen, ziemlich mechanisierten Welt drängt sich, neben der Erfüllung seiner Funktion, immer mehr das Bedürfnis nach einem ästhetischen Wert der Möbel auf, die in der Wohnung, im Sommerhaus, im Garten, kurzum in der menschlichen Umgebung aufgestellt werden. Der Stand der Technik befriedigt dieses Bedürfnis überhaupt nicht, insbesondere nicht im Falle der sog. rustikalen oder Landmöbel, die als Mobiliar zum Beispiel für Innenwohnzimmer verwendet werden könnten und ein Kontrast zu den vielen neurotisierenden Faktoren unseres zeitgenössischen Lebens wären.
  • Wie oben erwähnt, braucht die traditionelle Möbelindustrie Holz oder Bauholz von einer ziemlich guten Qualität. Allerdings kann aus diesem Grund der größere Teil des von der Forstindustrie hergestellten Holzes keine Anwendung bei der Herstellung von Möbeln finden, da nur eine relativ kleine Menge des Holzes die Abmessungs- und Qualitätsforderungen der Möbelindustrie erfüllt. Demgemäß werden die o.g. Schwierigkeiten verschärft.
  • Die vorrangige Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zu schaffen, mit deren Hilfe natürliches Holz oder Bauholz als Ausgangsmaterial für Möbel verwendet werden kann. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Anwendung einer viel weitergefaßten Holzauswahl für die Möbelherstellung zu ermöglichen als früher. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Auswahl von rustikalem oder Landmobiliar zu schaffen, die aus natürlichen Materialien hergestellt ist.
  • Zum Herstellen von Möbeln werden Baumstämme oder Baumäste als Ausgangsmaterial verwendet, die entrindet, getrocknet und auf Größe geschnitten werden. An ihnen werden Bohrungen oder Zapfenlöcher und/oder an wenigstens einem ihrer Enden werden Zapfen hergestellt, die in die Zapfenlöcher passen. Schließlich werden die Möbel durch Einfügen der Zapfen in die Zapfenlöcher montiert.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird Waldabfallmaterial, insbesondere aus Baumrodungsfällungen gewonnene beschnittene Baumstämme und/oder Äste von alten Bäumen, die zum Fällen reif sind, als Ausgangsmaterial verwendet. Baumstämme oder Baumäste mit einem Durchmesser, der kleiner als 20 cm ist, können ebenso als Ausgangsmaterial verwendet werden.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform besteht darin, daß das Ausgangsmaterial, unmittelbar nachdem es mit einem lebensechten Feuchtigkeitsgehalt gewonnen wurde, entrindet wird.
  • Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird das Ausgangsmaterial entrindet sowie geschnitten und darauffolgend getrocknet, wobei zum Trocknen Mikrowellenenergie verwendet wird.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform kann auch darin bestehen, daß die Möbel mit einer Polsterung, die vorzugsweise aus einem gewobenen oder gesponnenen Material, insbesondere aus natürlichen Materialen, hergestellt ist, ausgestattet sind und daß die Polsterung an den Möbelelementen befestigt ist, wodurch sie die gepolsterten Oberflächen der Möbel abgrenzt.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Möbel mit mindestens einem hölzernen Brett versehen, das in einer in den Möbelelementen ausgebildeten Längsnut angeordnet ist. Das Brett ist vorzugsweise aus entrindeten und getrockneten Planken hergestellt, die an ihren Kanten geglättet oder profiliert sind.
  • Eine Vorrichtung zum Herstellen von Möbeln gemäß Oberbegriff des Anspruches 1 ist zum Beispiel aus der FR-A-657758 bekannt. Die vorliegende Erfindung ist in Anspruch 1 gekennzeichnet.
  • Erfindungsgemäß sind die Zapfenschneidemaschine und die Zapfenlochlehre als Teil der Vorrichtung ausgebildet und beide weisen Einspannklemmen zum Halten von Baumstämmen oder Baumästen während deren Bearbeitungsprozesses auf. Desweiteren ist wenigstens eine der Einspannklemmen der Zapfenschneidemaschine bzw. der Zapfenlochlehre verschiebbar auf Rahmen der Maschine angeordnet und die verschiebbare Einspannklemme wird mit einer konstanten Kraft gegen das Ende des Baumstammes oder des Baumastes gedrückt.
  • Die Erfindung sieht vor, daß eine der Einspannklemmen der Zapfenschneidemaschine bzw. der Zapfenlochlehre eine Drehgabel aufweist, mit der der Baumstamm oder der Baumast nicht drehbar verbunden ist, bzw. daß die andere ihrer Einspannklemmen ein Axialdruckzentrum aufweist, mit dem der Baumstamm oder der Baumast drehbar verbunden ist.
  • In diesem Fall wird das Axialdruckzentrum vorzugsweise mittels der verschiebbaren Einspannklemme mit der Zapfenschneidemaschine verbunden, die andere Einspannklemme weist eine Stange auf, die in Längsrichtung vorzugsweise durch eine Schraubenmutterverbindung verstellbar ist. Die Drehgabel ist an einem Ende der Stange angeordnet, das dem Axialdruckzentrum gegenüberliegt.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist die Zapfenschneidemaschine einen drehbar angetriebenen Scheibenfräser auf, der sowohl senkrecht als auch parallel zur Längsachse des Baumstammes oder des Baumastes verstellbar ist.
  • Ebenso vorzugsweise weist die Zapfenlochlehre an einer ihrer Einspannklemmen eine Stange auf, die in Längsrichtung vorzugsweise mittels einer Schraubenmutterverbindung verstellbar ist. Das Axialdruckzentrum ist an dem Ende der Stange angeordnet, das gegenüber der anderen Einspannklemme liegt. Die Drehgabel, die drehbar, aber in bestimmten Winkelstellungen arretierbar ist, ist mit der genannten anderen Einspannklemme verbunden und die Zapfenlochlehre weist einen Bohrer auf, dessen Achse senkrecht zur Längsachse des Baumstammes oder des Baumastes verläuft. In diesem Fall können die Einspannklemmen der Zapfenlochlehre vorzugsweise an einem Schiebefundament befestigt sein, das verschieblich, aber in gewissen Stellungen an dem Rahmen der Zapfenlochlehre arretierbar angeordnet ist.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung wird im weiteren genauer unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen
  • Figur 1 eine schematische Seitenansicht von einem der Teile der erfindungsgemäßen Vorrichtung, nämlich von der Zapfenschneidemaschine,
  • Figur 2 dieselbe Darstellung wie in Figur 1, jedoch für den anderen Teil, nämlich die Zapfenlochlehre,
  • Figur 3 eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Erfindungsgemäß können Baumstämme oder Baumäste nutzbringend verwendet werden, die in der traditionellen Holzfällerei bzw. bei traditionellen den Waldbau betreffenden Verfahren für nichts zu gebrauchen sind. Wie weithin bekannt ist, muß zum Beispiel die Neuaufforstung von Tannenholzwäldern gerodet werden, indem 5 bis 10 Jahre alte Bäume zwecks besseren Wachstum des verbleibenden Bestandes gefällt werden. Meistens wird das aus diesen Rodungsfällen resultierende Holz nicht gesammelt und es wird niemals aus dem Wald herausgetragen. Dasselbe geschieht mit Baumästen, die von hochwertigen Baumstämmen entfernt wurden. Gemäß der bekannten Verfahren werden diese Äste, die einen Durchmesser von 2 bis 20 cm aufweisen, als Abfallmaterial betrachtet. Im Sinne der Erfindung sind gerade diese Stämme und Äste verwendbar.
  • Erfindungsgemäß werden die relativ geraden Stämme und Äste mit einem kleineren Durchmesser als 20 cm aus dem o.g. Material herausgesucht und die Rinde wird vorzugsweise unmittelbar am Ort der Fällung von ihnen entfernt, wenn die Bäume den normalen lebensechten Feuchtigkeitsgehalt aufweisen. Der Schritt des Entrindens kann mit Hilfe einer speziellen Maschine durchgeführt werden, die an den Ort der Fällung gebracht wurde. Nichtsdestotrotz können die ausgewählten Stämme oder Äste an den Ort weiterer Verarbeitung transportiert und dort mit Hilfe der speziellen Entrindungsmaschine entrindet werden.
  • Bei diesem Beispiel wird das entrindete Ausgangsmaterial auf Maß geschnitten, was zu auf Maß geschnittenem entrindetem hölzernem Material mit einem Durchmesser, der kleiner als 20 cm ist, führt. Anschließend sollte das hölzerne Material getrocknet werden, wozu die konventionellen Trocknungsverfahren angewendet werden können. Es ist jedoch bequemer, das hölzerne Material zu trocknen, indem man es Mikrowellenenergie aussetzt, da das Holz auf diese Weise schnell und ohne Risse oder Brüche oder irgendwelche Deformationen oder Krümmungen trocknet. Anschließend werden die Zapfen und die Zapfenlöcher, welche die Zapfen aufnehmen, hergestellt, wobei zu diesem Zweck vorzugsweise die erfindungsgemäße Vorrichtung verwendet werden kann. Die auf diese Weise geformten Elemente werden durch Einfügen der Zapfen in die korrespondierenden Zapfenlöcher miteinander verbunden. Die Verbindungskraft zwischen den Elementen kann vergrößert werden, indem man in den Zapfen entlang ihrer Symmetrieachsen Längseinschnitte ausbildet und nach Einfügen der Zapfen in die Zapfenlöcher einen Keilaufweiter in jeden Einschnitt eintreibt. Darüberhinaus können die Zapfen in die Zapfenlöcher eingeklebt werden, wodurch die Verbindungssicherheit zwischen den Elementen weiter gesteigert wird.
  • Die Elemente der Möbel können mit einer Oberflächenbeschichtung versehen sein, die vor dem Zusammenbau der Elemente oder auch danach aufgebracht werden kann. Diese Oberflächenbehandlung kann dadurch bewerkstelligt werden, daß ein Holzkonservierungsmittel, eine Lackschicht oder eine Farbschicht aufgebracht wird. Mit dieser Oberflächenbehandlung kann die Oberflächenqualität, die Widerstandsfähigkeit und die Reinigungsfähigkeit der Möbelelemente gesteigert werden oder die natürliche Farbe der hölzernen Produkte kann gelegentlich ebenso geändert werden.
  • Darüberhinaus können die erfindungsgemäßen Möbel mit einer Polsterung versehen werden, wozu natürliche Materialen bevorzugt verwendet werden. Demgemäß kann die Polsterung aus gewebtem oder gesponnenem Material bestehen, bei höheren Ansprüchen aus Leder.
  • Dank des oben beschriebenen Herstellungsverfahrens der Möbel kann nicht nur bezüglich der Typen und des Sortiments der Möbel, sondern auch bezüglich ihrer Abmessungen eine große Vielfalt erreicht werden. Die wie oben erwähnt ausgebildeten Möbelelemente können in der Art von Modulelementen ausgestaltet sein, wobei jeder Zapfen der Modulelemente in jedes Zapfenloch einfügbar ist, wodurch eine große Vielfalt von Möbeln montiert und somit spezielle Bedürfnisse und Anforderungen erfüllt werden können.
  • Bei der mit dieser Erfindung beschriebenen Vorrichtung ist sowohl die Zapfenschneidemaschine als auch die Zapfenlochlehre als ein Teil von ihr ausgestaltet und somit auch als Teil des Arbeitsverfahrens.
  • Wie in Figur 1 dargestellt sind bei dieser beispielhaften Ausführungsform der Zapfenschneidemaschine Einspannklemmen 2 und 3 zum Halten eines hölzernen Materials 1 vorgesehen. Im Sinne der Erfindung ist die Einspannklemme 3 verschiebbar an dem Rahmen 4 der Zapfenschneidemaschine angeordnet während die Einspannklemme 2 am Rahmen 4 befestigt ist. Die Einspannklemme 3 weist ein Axialdruckzentrum 5 auf, mit dem das andere Ende des hölzernen Materials 1 in Form eines Baumstammes oder eines Baumastes verbunden ist. Somit kann das hölzerne Material 1 bezüglich der Einspannklemme 3 gedreht werden. Im Gegensatz dazu weist die Einspannklemme 2 eine Stange auf, die in Längsrichtung verstellbar ist. Dies wird bei dieser Ausführungsform mittels einer Schraubenspindel 6 mit einer Schraubenmutterverbindung 9 zwischen der Spindel 6 und der Einspannklemme 3 bewerkstelligt.
  • An einem Ende der Schraubenspindel 6, das dem Axialdruckzentrum 5 gegenüberliegt, ist eine Drehgabel 7 angeordnet, mit deren Hilfe die Spindel 6 mit dem hölzernen Material 1 verbunden wird. Die Längsachse des Axialdruckzentrums 5, der Drehgabel 7 und der Schraubenspindel 6 fallen in dieselbe Linie wie die Längsachse des hölzernen Materials 1.
  • An dem anderen äußeren Ende der Schraubenspindel 6 ist eine Handkurbel 8 angeordnet, mit deren Hilfe die Spindel 6 gedreht werden kann.
  • Das hölzerne Material 1 wird für das Arbeitsverfahren zwischen die Einpsannklemmen 2,3 geklemmt, indem das Axialdruckzentrum 5 bzw. die Drehgabel 7 mit den Enden des hölzernen Materials 1 verbunden werden. Wie oben erwähnt ist die Einspannklemme 3 nicht an dem Rahmen 4 der Zapfenschneidemaschine befestigt, kann jedoch auf ihm gleiten. Das hölzerne Material 1 wird über das Axialdruckzentrum 5 mit einer konstanten Axialkraft belastet, die bei dieser einfachen Ausführungsform mittels eines Gewichtes 10 erzeugt wird, das mit der Einspannklemme 3 über eine Kette 12 verbunden ist, die über eine Riemenscheibe 11 geführt ist, welche drehbar an dem Rahmen 4 angeordnet ist.
  • Die erfindungsgemäße Zapfenschneidemaschine weist desweiteren einen drehbar angetriebenen Scheibenfräser 13 auf, der sowohl senkrecht als auch parallel zur Längsachse des hölzernen Materials 1 verstellbar ist. Dieser Scheibenfräser 13 weist eine Zahnung auf, wie sie bei dieser Art von Arbeitswerkzeugen für hölzerne Produkte üblich ist.
  • Für den Betrieb dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zapfenschneidemaschine wird das zum Beispiel nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ausgewählte, entrindete, getrocknete und auf Maß geschnittene hölzerne Material zwischen dem Axialdruckzentrum 5 der Einspannklemme 3 und der Drehgabel 7 der Einspannklemme 2 angeordnet, indem man die Einspannklemme 3 entgegen der Kraft des Gewichtes 10 von der Einspannklemme 2 wegbewegt. Nachdem das hölzerne Material 1 zwischen den Einspannklemmen 2 und 3 eingefügt worden ist, wird die Einspannklemme 3 losgelassen und die Kraft des Gewichtes 10 wird das Axialdruckzentrum 5 und die Drehgabel 7 in das hölzerne Material 1 drücken.
  • Anschließend wird der sich drehende Scheibenfräser 13 an das hölzerne Material 1 angenähert, wobei die Tiefe des Schnittes durch Positionieren des Scheibenfräsers 13 in einem gewissen Abstand von der Mittelachse des hölzernen Materials 1 festgelegt und die Schraubenspindel 6 durch Drehen der Handkurbel 8 gedreht wird. Als Folge davon wird auch das hölzerne Material 1 durch die Drehgabel 7 gedreht, wobei währenddessen das hölzerne Material 1 auch in Richtung auf die Einspannklemme 2 bewegt wird. Die Steigung der Schraubenmutterverbindung 9 bestimmt die Zustellung des Fräsvorganges.
  • Selbstverständlich können die zum Formen eines Zapfens 14 notwendigen Bewegungen auch mit anderen Maschinen ausgeführt werden. Es muß jedoch eine gleichzeitige Dreh- und Zustellbewegung möglich gemacht werden. Zur Aufrechterhaltung der Klemmanordnung des hölzernen Materials 1 drückt in dem gezeigten Beispiel die Einspannklemme 3, die auf dem Rahmen gleitet, das Axialdruckzentrum 5, das hölzerne Material 1 und die Drehgabel 7 mit einer konstanten Kraft, da sich die Gravitationskraft des Gewichtes 10 nicht ändert, während die Kette 12 auf der Riemenscheibe 11 abrollt. Dank dieses Umstandes folgt die Einspannklemme 3 der Zustellbewegung des hölzernen Materials 1.
  • In Figur 2 ist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zapfenlochlehre dargestellt. Auf dem Rahmen 4 ist ein Schiebefundament 15 angeordnet, das auf dem Rahmen 4 bewegt werden kann, jedoch an diesem befestigt sein kann. Auf diesem Schiebefundament sind die Einspannklemmen 2 und 3 montiert, wobei die Längsposition von wenigstens einer von ihnen, in diesem Beispiel die Längsposition beider, bezüglich des Rahmens 4 verstellbar ist. Auch bei dieser Ausführungsform ist die Drehgabel 7 an der Einspannklemme 2 und das Axialdruckzentrum 5 an der Einspannklemme 3 angeordnet, jedoch ist in diesem Fall keine Zustellbewegung erforderlich, da hier nur Zapfenlöcher an gewissen Stellen hergestellt werden sollen. Daher kann die Drehgabel 7 bezüglich der Einspannklemme 2 bewegt werden, jedoch kann sie mit Hilfe eines Bolzens 16 in gewissen Winkelstellungen arretiert werden. Ferner ist eine mittels einer Handkurbel 17 drehbare Schraubenspindel 18 vorgesehen, an deren innerem Ende das Axialdruckzentrum 5 angeordnet ist.
  • Die Zapfenlochlehre weist, im Falle des Bohrens der Zapfenlöcher gemäß dieser Erfindung, einen zum Beispiel in einer Bohrmaschine 20 befindlichen Bohrer 19 auf, der senkrecht zur Längsachse des hölzernen Materials 1 angeordnet ist. Der Bohrer 19 ist, wie in der Holzindustrie üblich, ausgebildet, und ermöglicht es, ein Zapfenloch zu schaffen, in das der Zapfen 14 eng anliegend hineinpaßt.
  • Die beschriebene Ausführungsform der Zapfenlochlehre funktioniert wie folgt.
  • Zum Klemmen des hölzernen Materials 1 werden die Positionen der Einspannklemme 2 und 3 auf dem Schiebefundament 5 in Abstimmung aufeinander auf einen Abstand zwischen der Drehgabel 7 und dem Axialdruckzentrum 5 eingestellt, der größer ist als die Länge des hölzernen Materials 1. Anschließend wird die Handkurbel 17 sowie mit dieser die Schraubenspindel 18 gedreht und das Axialdruckzentrum 5 sowie die Drehgabel 7 werden wegen der Schraubenmutterverbindung zwischen Spindel 18 und Einspannklemme 3 in das hölzerne Material gedrückt. Dies führt zu einer Verbindung zwischen der Drehgabel und dem hölzernem Material 1 ohne irgendeine Relativdrehung. Nachdem das hölzerne Material 1, wie oben erwähnt, geklemmt worden ist, wird das Schiebefundament 15 auf dem Rahmen 4 bewegt und damit die Relativlage des hölzernen Materials 1 zum Bohrer 19 eingestellt. In dieser Position wird das Schiebefundament 15 ohne Bewegung an dem Rahmen 4 befestigt. Mittels des drehbar angetriebenen Bohrers 19 und der Bohrmaschine 20 wird das Zapfenloch erstellt.
  • Die Montage der hölzernen Elemente macht mehr als ein Zapfenloch in dem hölzernen Material notwendig, welche im vorliegenden Fall eine gewisse Winkellage aufweisen, zum Beispiel 90º zueinander. Bei diesem Beispiel wird dies mit einer befriedigenden Genauigkeit durch Entfernen des Bolzens 16 und Drehen der Drehgabel 7 sowie mit dieser auch des hölzernen Materials 1 um ihre eigene Achse erreicht. Nach Erreichen der nächsten geforderten Position wird die Drehgabel 7 wieder mittels des Bolzens 16 arretiert und die weitere Drehung des hölzernen Materials 1 wird verhindert. Anschließend kann das nächste Zapfenloch in dieser Position mittels des Bohrers 19 und der Bohrmaschine 20, wie oben beschrieben, hergestellt werden. Selbstverständlich kann zum Festlegen der Position dieses Zapfenloches auch das Schiebefundament 15 auf dem Rahmen 4 bewegt werden.
  • In Figur 3 sind drei Möbelelemente 21, 22 und 23 in perspektivischer Ansicht gezeigt. An jedem Ende des Möbelelementes 22 sind Zapfen 14 und in den Möbelelementen 21 bzw. 23 sind Zapfenlöcher vorgesehen. Die Zapfen 14 liegen koaxial zu den Zapfenlöchern 24. Desweiteren ist in dem Möbelelement 23 ein anderes Zapfenloch 25 vorgesehen, das senkrecht zum Zapfenloch 24 verläuft. In Figur 3 ist auch dargestellt, daß eine Art Polsterung 26 an dem Möbelelement 22 vorgesehen sein kann. Sind die Möbelelemente 21, 22 und 23 zum Beispiel Teile eines Stuhles, so können die Möbelelemente 21 und 23 Stuhlbeine und die Polsterung 26 kann die Sitzfläche sein, die auch über ein weiteres Möbelelement gespannt ist, das parallel zum Möbelelement 22 liegt und in der Zeichnung nicht gezeigt wird. Mit Hilfe des Zapfenloches 25 kann die Verbindung zu den anderen Stuhlbeinen geschaffen werden.
  • In Figur 3 ist auch gezeigt, daß in den Zapfen ein Einschnitt 27 hergestellt sein kann, in den ein Keilaufweiter 28 eingetrieben werden kann, nachdem der Zapfen 14 in dem Zapfenloch 24 angeordnet wurde. Dadurch kann die Stabilität der Verbindung zwischen Zapfen 14 und Zapfenloch 24 effizient gesteigert werden.
  • Wie oben erwähnt, sind die beschriebenen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sehr einfach und dienen lediglich der Illustration der bei dieser Erfindung verwirklichten Hauptideen. Nichtsdestotrotz können moderne Arbeitsmaschinen und Techniken der Holz- und Möbelindustrien Anwendung finden. Aus dem oben gesagten wird jedoch gleichzeitig ersichtlich sein, daß die Erfindung auch mit sehr einfachen Einrichtungen und Geräten verwirklicht werden kann.

Claims (4)

1. Vorrichtung zur Herstellung von Möbeln, die eine Zapfenschneidemaschine und eine Zapfenlochlehre aufweist, wobei die Zapfenschneidemaschine bzw. die Zapfenlochleere als Teil der Vorrichtung ausgebildet sind und beide Einspannklemmen zum Halten der Enden von Baumstämmen oder Baumästen während ihres Bearbeitungsprozesses aufweisen, wenigstens eine der Einspannklemmen verschiebbar an den Rahmen der Zapfenschneidemaschine bzw. der Zapfenlochlehre angeordnet ist, eine der Einspannklemmen der Zapfenschneidemaschine bzw. der Zapfenlochlehre eine Drehgabel aufweist, mit der das eine Ende des Baumstammes oder des Baumastes nicht drehbar verbunden ist, bzw. die andere ihrer Einspannklemmen ein Axialdruckzentrum aufweist, mit dem das andere Ende des Baumstammes oder des Baumastes drehbar verbunden ist, das Axialdruckzentrum mit der verschiebbaren Einspannklemme der Zapfenschneidemaschine verbunden ist, die andere Einspannklemme eine Stange aufweist, die in Längsrichtung vorzugsweise mittels einer Schraubenmutterverbindung einstellbar ist, und die Drehgabel an dem Ende der Stange angeordnet ist, das dem Axialdruckzentrum gegenüberliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbare Einspannklemme (3) unabhängig von ihrer Lage auf dem Rahmen (4) mittels einer Kettengewichtanordnung (12, 10) mit einer konstanten Kraft gegen das Ende des Werkstückes gedrückt wird, wobei die Kette mit der verschiebbaren Einspannklemme 3) verbunden ist und auf einer drehbar an dem Rahmen (4) montierten Scheibe (11) abrollt, und daß das Werkstück mittels einer mit einer Gabelspitze versehenen Verstellschraubenspindel (6) verschoben wird, die sich in einem befestigten Gewinde (9) gegen die gewichtsbelastete spitz zulaufende verschiebbare Einspannklemme (3) dreht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfenschneidemaschine einen drehbar angetriebenen Scheibenfräser (13) aufweist, der sowohl senkrecht als auch parallel zur Längsachse des Baumstammes oder des Baumastes verstellbar ist, und daß die verschiebbare Einspannklemme (3) mit einer konstanten Kraft gegen das Ende des Baustammes oder des Baumastes gedrückt wird.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfenlochlehre in einer ihrer Einspannklemmen (3) eine Stange aufweist, die vorzugsweise in Längsrichtung mittels einer Schraubenmutterverbindung verstellbar ist, daß das Axialdruckzentrum (5) an dem Ende der Stange angeordnet ist, das gegenüber der anderen Einspannklemme (2) liegt, daß die Drehgabel (7), die drehbar, aber in bestimmten Winkelstellungen arretierbar ist, mit der genannten anderen Einspannklemme (2) verbunden ist, und daß die Zapfenlochlehre einen Bohrer (19) aufweist, dessen Achse senkrecht zur Längsachse des Baumstammes oder des Baumastes verläuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannklemmen (2, 3) der Zapfenlochlehre an einem Schiebefundament (15) befestigt sind, das verschieblich, aber in gewissen Stellungen an dem Rahmen (4) der Zapfenlochlehre arretierbar angeordnet ist.
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