DE3853637T2 - Achromatisches abtastsystem. - Google Patents

Achromatisches abtastsystem.

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DE3853637T2
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft optische Abtastsysteme, insbesondere des Typs, der zur Verwendung in konfokalen Rastermikroskopen geeignet ist.
  • Die GB-A-2,184,321 offenbart ein konfokales Rastermikroskop mit einem Abtastsystem, das einem Laserstrahl zweidimensionale transversale Ablenkung gibt. Das Abtastsystem verwendet einen rotierenden Polygonalspiegel, um Linienabtastung durchzuführen, und einen von einem Galvanometer angetriebenen Spiegel, um Bildabtastung durchzuführen. Der Abtaststrahl wird durch ein Mikroskopokular und Objektiv geschickt und auf einer Probe fokussiert. Von der Probe ausgesandtes fluoreszierendes Licht wird über einen Großteil desselben Strahlenwegs zurückgeführt (wodurch Descanning durchgeführt wird) und durch einen geeigneten Strahlenteiler zu einem Detektor gelenkt. Optische Teleskope werden zum optischen Koppeln entlang dem optischen Weg der einfallenden und zurückkehrenden Strahlen verwendet.
  • Die US-A-3,669,522 offenbart ein lichtreflektierendes System zur Übertragung eines Lichtstrahls, um zweidimensionales Abtasten eines Strahls zu erreichen. Die optischen Elemente umfassen zwei sphärische Spiegel, die konfokal ausgerichtet sind, plus einen X-Achsen-Scanner oder Deflektor und einen Y-Achsen-Scanner oder Deflektor. Die Abtastlinienkrümmung wird korrigiert, indem die Spiegelablenkungseinrichtung mit einer elektrischen Rückkopplungskompensation versehen wird. Die DE-A-3,215,564 beschreibt eine Vorrichtung zur Bildfeldabtastung, bei der ein rotierender Spiegel mit mehreren Facetten Licht durch das erste optische Element zu einer reflektierenden Einrichtung ablenkt, welches Licht dann zur ersten reflektierenden Einrichtung zurückreflektiert wird. Dieses Licht wird durch die zweite reflektierende Einrichtung zu einem rotierenden Spiegel geschickt, der für Lichtablenkung sorgt. Schließlich schafft die US-A4,745,270 ein Abtastsystem, bei dem ein Paar einander gegenüberliegender galvanometrischer Spiegel so angeordnet ist, daß sie für Abtasten sorgen. Zwischen den Abtastspiegeln sind optische Elemente angeordnet.
  • Das System nach dem Stand der Technik der GB-A-2,184,321 funktioniert gut, aber die optische Qualität der Teleskope muß hoch sein. Darüberhinaus ist das System nicht achromatisch und arbeitet nicht notwendigerweise bei allen Wellenlängen gut.
  • Die vorliegende Erfindung stellt ein achromatisches Abtastsystem bereit, das durch extreme Einfachheit und hohe Leistungsfähigkeit gekennzeichnet ist.
  • Im Gegensatz zu der in der US-A-3669522 geoffenbarten Anordnung ist eine Abtastanordnung wie im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 dargelegt vorgesehen.
  • Die Winkelversetzung des ersten Ablenkspiegels um seine Achse sorgt für Abtasten in einer Richtung. Der Strahl wird dann durch die konkaven Spiegel zum zweiten Ablenkspiegel geschickt und trifft auf den zweiten Ablenkspiegel an einem Punkt seiner Rotationsachse auf. Dieser Punkt bleibt unabhängig von der Winkelversetzung des ersten Ablenkspiegels im wesentlichen stationär. Die Richtung des Strahls an diesem Punkt hängt jedoch von der Winkelversetzung des ersten Ablenkspiegels ab. Die Winkelversetzung des zweiten Ablenkspiegels um seine Achse sorgt für Abtasten in die zweite Richtung. Der Ausgangsstrahl kann mit einem Mikroskopokular oder dergleichen gekoppelt werden, indem das Okular mit seiner Austrittspupille am stationären Punkt auf dem zweiten Ablenkspiegel angeordnet wird.
  • Das Verstehen der Beschaffenheit und der Vorteile der vorliegenden Erfindung kann weiter verbessert werden, indem auf die nachfolgenden Abschnitte der Beschreibung und die beiliegenden Zeichnungen zurückgegriffen wird.
  • In den Zeichnungen:
  • ist Fig. 1 ein bildliches optisches Schema eines konfokalen Mikroskops, das die Abtastoptikanordnung gemäß vorliegender Erfindung enthält; und
  • ist Fig. 2 ein ebenes optisches Schema der Abtastanordnung.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Abtastoptikanordnung, die einen hereinkommenden Lichtstrahl einer Winkelablenkung in zwei orthogonale Richtungen unterzieht. Die Erfindung ist zwar für eine Anzahl von Anwendungen geeignet, wird jedoch in Verbindung mit einem konfokalen Rastermikroskop beschrieben.
  • Fig. 1 ist ein bildliches optisches Schema eines konfokalen Mikroskops 10, das die Abtastoptikanordnung gemäß vorliegender Erfindung enthält. Fig. 2 ist ein ebenes Schema der Abtastoptikanordnung. Spezifische Abmessungen sind nicht Teil der Erfindung, sie werden jedoch zu Veranschaulichungszwecken angegeben.
  • Eine Lichtquelle 22 wie ein Argonionenlaser sendet einen Strahl aus, der auf einen optischen Zug trifft, der einen Strahlenteiler 23, eine Abtastoptikanordnung 25, ein Okular 27 und ein (nicht gezeigtes) Objektiv umfaßt. Das Objektiv fokussiert den Strahl, um den Punkt auf der Probe zu bilden. Von der Probe im Bereich des Punkts austreten des Licht geht den gleichen Weg (aber in umgekehrte Richtung) entlang wie das hereinkommende Laserlicht, bis es den Strahlenteiler 23 erreicht, an welchem Punkt es auf einen zusätzlichen Strahlenteiler 32 trifft. Licht in einem Weg wird zu einer Photovervielfacherröhre 30 gelenkt, vor der eine Irisblende 31 (variabel 0,7-7,0 mm) angeordnet ist. Licht im anderen Weg wird zu einer zweiten Irisblende 33 und einer Photovervielfacherröhre 34 gelenkt.
  • Bei der bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Abtastoptikanordnung 25 erste und zweite ebene Spiegel 35a und 35b und eine optisch dazwischen angeordnete brennpunktlose Anordnung, die erste und zweite konkave Spiegel 42a und 42b umfaßt. Die Spiegel sind so angeordnet daß der hereinkommende Strahl vier aufeinanderfolgenden Reflexionen, nämlich von den Spiegeln 35a, 42a, 42b und 35b, unterworfen wird, wie im Detail nachstehend erklärt.
  • Der ebene Spiegel 35a ist normalerweise in einem Winkel zur Richtung des hereinkommenden Strahls angeordnet und ist um eine Achse 45a drehbar. Die Achse 45a liegt in der Ebene der reflektierenden Oberfläche des ebenen Spiegels 35a und in der Ebene von Fig. 2. So verursacht das Drehen des Spiegels 35a um die Achse 45a eine Winkelablenkung des Strahls in die und aus der Ebene von Fig. 2. Der ebene Spiegel 35b ist normalerweise in einem Winkel zur Richtung des Ausgangsstrahls angeordnet und ist um eine Achse 45b drehbar. Die Achse 45b liegt in der Ebene der reflektierenden Oberfläche des ebenen Spiegels 35b und steht zur Ebene von Fig. 2 rechtwinkelig. So verursacht die Drehung von Spiegel 35b um die Achse 45b eine Winkelablenkung des Strahls in der Ebene von Fig. 2. Die ebenen Spiegel 35a und 35b werden von jeweiligen Galvanometern 46a und 46b (schematisch gezeigt) angetrieben, die dazu geeignet sind, Winkelversetzungen von etwa ± 17,5º an der Linie und Bildfolgen von 525 sec&supmin;¹ und 1 sec&supmin;¹ zu ergeben. Es ist festgestellt worden, daß die Krümmung der Abtastlinien in einer Konfiguration minimiert werden kann, bei der die beiden ebenen Spiegel mittlere (unabgelenkte) Ausrichtungen aufweisen, die nicht parallel zueinander liegen.
  • Die konkaven Spiegel 42a und 42b sind einander zugewandt und fungieren als Teleskop, um den Strahl vom ebenen Spiegel 35a zum ebenen Spiegel 35b und somit zum Okular 27 zu übertragen. Die konkaven Spiegel können sphärisch oder paraboloidisch sein oder eine andere Form haben. Bei der zur Veranschaulichung dienenden Ausführungsform betragen die Brennweiten 75 mm. Es ist nicht absolut erforderlich, daß die Brennweiten der beiden Spiegel gleich sind, und tatsächlich sorgt die Verwendung unterschiedlicher Brennweiten für Freiheitsgrade bei den grundlegenden Abtastwinkeln und der Breite des Strahls am Okular. Da der abgetastete Strahl nur enen schmalen Streifen auf jedem der konkaven Spiegel verfolgt, müssen die konkaven Spiegel keine kreisförmige Außenlinie aufweisen, sondern können stattdessen die Form von Streifen (Länge etwa 50 mm) haben.
  • Während des Betriebs des Mikroskops fällt der Laserstrahl, der parallel ausgerichtet (oder beinahe parallel ausgerichtet) ist, der Reihe nach auf den ebenen Spiegel 35a, den konkaven Spiegel 42a, den konkaven Spiegel 42b und den ebenen Spiegel 35b auf. Das vom konkaven Spiegel 42a reflektierte Licht wird an einem mit 47 bezeichneten dazwischenliegenden Punkt fokussiert, dessen Stelle mit dem Abtastwinkel des Spiegels 35a variiert. Das Licht tritt dann aus dem Punkt 47 heraus, woraufhin der konkave Spiegel 42b den Strahl wieder in seinen parallel ausgerichteten Zustand zurückbringt und ihn zum ebenen Spiegel 35b zurücklenkt, wo er von einem stationären Bereich 48 entlang der Rotationsachse 45b reflektiert wird. So ist der Strahl in zwei Richtungen abgelenkt worden, und die brennpunktlose Anordnung hat den Strahl vom ersten Ablenkelement zum zweiten Ablenkelement übertragen. Die Abtastoptikanordnung ist so angeordnet, daß die Austrittspupille des Mikroskopokulars 27 auf den Bereich des ebenen Spiegels 35b nahe der Achse 45b fällt. Auf diese Art wird der aus der Abtastanordnung austretende parallel ausgerichtete Strahl mit dem Okular 27 und somit mit dem Objektiv gekoppelt, das den Strahl auf einen kleinen Punkt fokussiert.
  • Die Tatsache, daß der abgetastete Strahl aus dem stationären Bereich 48 auf dem ebenen Spiegel 35b austritt, bewirkt daß die Abtastanordnung für jede Art von Abbildung geeignet ist, die durch ein Okular erfolgen kann (z.B. Endoskopie, Opthalmoskopie, teleskopische Beobachtung) oder durch eine kleine Öffnung erfolgen muß.
  • Obige Ausführungen stellen zwar eine vollständige Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dar, es können jedoch verschiedene Modifikationen, alternative Konstruktionen und Äquivalente verwendet werden. Beispielsweise werden bei der bevorzugten Ausführungsform zwar ebene Abtastspiegel verwendet, es kann jedoch Anwendungen geben, bei denen optische Leistungsstärke in einem oder beiden vorteilhaft ist. Daher sollte die obige Beschreibung nicht als Schutzumfang der Erfindung angenommen werden, der durch die beiliegenden Ansp1rüche definiert ist.

Claims (5)

1. Abtastanordnung, um einem hereinkommenden Lichtstrahl eine zweidimensionale transversale Ablenkung zu geben, umfassend:
erste und zweite Ablenkmittel (35a,35b), um den Strahl entlang jeweiliger bzw. respektiver erster und zweiter nichtparalleler Richtungen abzulenken,
erste und zweite einander gegenüberstehende konkave Spiegel (42a,42b), die relativ zu den ersten und zweiten Ablenkmitteln (35a,35b) angeordnet sind, um eine brennpunktlose Anordnung zu bilden, so daß der hereinkommende Strahl durch das erste Ablenkmittel (35a), den ersten konkaven Spiegel (42a), den zweiten konkaven Spiegel (42b) und das zweite Ablenkmittel (35b) in dieser Reihenfolge reflektiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß
die ersten und zweiten Ablenkmittel oszillierende ebene Spiegel sind, die um jeweilige bzw. respektive Achsen (45a,45b) in den jeweiligen bzw. respektiven Spiegelebenen schwingbar bzw. oszillierbar sind, wobei die Achsen nichtparallel und bezüglich der konkaven Spiegel so angeordnet sind, daß für einen hereinkommenden Strahl, der auf den ersten ebenen Spiegel in einem Winkel zur Ebene auftrifft, die normal zu seiner Schwingungs- bzw. Oszillierachse steht, die Krümmung der Abtastlinien minimiert wird.
2. Abtastanordnung nach Anspruch 1, worin die ebenen Spiegel (35a,35b) voneinander abgewandt sind.
3. Abtastanordnung nach Anspruch 1 oder 2, worin die erste und zweite Achse rechtwinkelig zueinander sind.
4. Abtastanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, worin die ersten und zweiten konkaven Spiegel (42a, 42b) durch jeweils gleiche Brennweiten gekennzeichnet sind.
5. Abtastanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin die konkaven Spiegel (42a,42b) so angeordnet sind, daß ein parallel ausgerichteter hereinkommender Strahl zu einem parallel ausgerichteten Ausgangsstrahl führt.
DE3853637T 1988-07-06 1988-07-06 Achromatisches abtastsystem. Expired - Lifetime DE3853637T2 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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Publication Number Publication Date
DE3853637D1 DE3853637D1 (de) 1995-05-24
DE3853637T2 true DE3853637T2 (de) 1995-12-21

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DE3853637T Expired - Lifetime DE3853637T2 (de) 1988-07-06 1988-07-06 Achromatisches abtastsystem.

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EP (1) EP0423112B1 (de)
JP (1) JP2594470B2 (de)
DE (1) DE3853637T2 (de)
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