DE386320C - Galvanisches Element - Google Patents

Galvanisches Element

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DE386320C
DE386320C DED38085D DED0038085D DE386320C DE 386320 C DE386320 C DE 386320C DE D38085 D DED38085 D DE D38085D DE D0038085 D DED0038085 D DE D0038085D DE 386320 C DE386320 C DE 386320C
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00—Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/24—Cells comprising two different electrolytes

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Description

  • Galvanisches Element. Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft die Elemente derjenigen Klasse, in welcher in einem äußeren Gefäß eine Zinkelektrode mit Erregerflüssigkeit, in einem inneren porösen Tongefäß eine Retortenkohleelektrode und eine Depolarisatorlösung, oder umgekehrt, enthalten sind, und bezweckt, die Diffusion beider Flüssigkeiten zu verhindern.
  • Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß in den zwei Lösungen Substanzen vorhanden sind, welche chemisch aufeinander wirken und als Ergebnis eine unauflösliche oder wenig auflösliche Schicht bilden, die sich im Innern der porösen Wand des Tongefäßes oder auf deren Oberfläche niederschlägt. Diese Schicht oder Haut verhindert das Mischen durch Diffusion der in beiden Lösungen enthaltenen Salze, ohne die Ionenwanderung wesentlich zu erschweren. Diese Schicht kann dadurch erhalten werden, daß in jeder der zwei Lösungen ein auflösbares Salz enthalten ist, diese Salze aufeinander wirken, um einen unauflösbaren Körper zu bilden, oder eine der Flüssigkeiten kann ein auflösbares Salz enthalten, welches auf eine unauflösliche, in der anderen Flüssigkeit enthaltene Substanz wirkt.
  • Solche Substanzen müssen nicht eben eine wirkende Rolle als Erreger oder Depolarisator spielen; es können dieselben dem Erreger oder Depolarisator beigemischt werden.
  • Beispielsweise können folgende Substanzen angewandt werden, wobei jeweils die erste dem Erreger, die zweite dem Depolarisator angehört, während die dritte die durch Reaktion der beiden ersten gebildeten halbdurchlässigen Schichten bezeichnet Natriumhydrat (Na O H) - Eisenchlorid (Fe, C)") -- Eisenhydroxyd (Fa2 [OHA]) Bariumchlorid (Ba Cl,) - Natriumbichromat (Na2 Cr, 07) - Bariumbichromat (Ba Cr. 07) Bariumkarbonat (Ba C03) - Chromsäure (Cr 03) - Bariumchromat (Ba Cr 04) Kalziumkarbonat (Ca C03) - Eisenchlorid (Fe, Cl,) - Eisenhydroxyd (Fe. [OHE]) Kalziumphosphat (Ca3 P2 03) - Eisenchlorid (Fe2 C16) - Eisenphosphat (Fe, P2 0g) Die Erregermasse gemäß gegenwärtiger Erfindung besteht also: a) aus einem oder mehreren Erregersalzen, z. B. Chlornatrium (NaCl); b) aus einer säurebeständigen Substanz, wie z. B. Kreidepulver, oder irgendeinem anderen auflösbaren oder unauflösbaren Reagenten, der fähig .ist, das Eisenchlorid oder eine Säure zu zersetzen und mit einer im Depolarisator enthaltenen Substanz eine unauflösliche oder wenig auflösliche halbdurchlässige Schicht zu bilden, die sich in oder auf der porösen Wand niederschlägt; c) aüs einem VerdickurrgsmWel, z. B. Stärke, welches die Erregerlösung nicht beeinflußt, sondern nur bezweckt, das Kreidepulver in der Lösung schwebend zu erhalten, also dessen Niederschlag zu verhindern; d) aus einer öligen, schleimhaltigen Substanz, wie z. B. Flachssamenmehl, zum Zweck, die Erregermasse flüssiger zu machen, um das Emporsteigen der Gase zu erleichtern, die sich während der Entstehung der halbdurchdring liehen Haut bilden könnten. Diese Substanz setzt sich ferner auf die Zinkelektrode an und bildet eine fettige Schutzlage für letztere.
  • e) aus einer die Feuchtigkeit aufsaugenden Substanz, wie z. B. Kaolin, um den Teig weniger klebrig zu machen.
  • Die Erregermasse kann z. B. wie folgt zusammengesetzt werden:
    Chlornatrium ........... 5009,
    Flachssamenmehl ....... 7591
    Kreidepulver o. dgl...... 120093
    Getreidemehl ........... 125 g,
    Kaolin ................ Zoo g,
    Wasser................ 2ooo ccm.
    Diese Subslänzen werden innig miteinander vermischt und leicht gekocht. Dieser Mischung kann noch eine antiseptische gärungswidrige Substanz beigefügt werden.
  • Die Depolarisatorlösung besteht a) aus dem Depolarisator selbst, z. B. Eisenchlorid (Fe2C1g); b) aus einer Substanz, die auf die entsprechende Substanz der Erregermasse wirkt, um die halbdurchlässige Haut zu bilden. Diese kann z. B. Eisenchlorid (Fe, Cl,) sein; c) aus einer Substanz, die eine eventuelle übermäßige Bildung der halbdurchlässigen Haut in der Wand verhindert, wodurch diese undurchdringlich würde. Eine geeignete Substanz hierfür ist Salzsäure (H Cl); d) aus einer Substanz wie Chlornatrium oder Chlorkalzium, welche die Eisenoxyde oder Hydrate niederschlägt, welche sich durch die Wirkung der atmosphärischen Luft auf die Zersetzungsprodukte der Depolarisatorlösung entwickeln und sich auf dem positiven Pol niederschlagen würden; diese Substanz vermindert die gesundheitsschädliche Wirkung der Übereisen enthaltenden Lösung während der Handhabung und erhöht ferner die Leitungsfähigkeit der verdünnten Lösung und regelt den osmotischen Druck, je nach der Menge der beigemischten Substanz. Der Zusatz dieser Substanz hat keine Wirkung auf die elektrochemischen Reaktionen des Elementes. Als Beispiel einer der Erfindung gemäß zusammengesetzten Depolarisatormasse kann folgendes gelten
    Eisenchlorid ............ 38o g,
    Chromsäure ......... . . . 2 g,
    Salzsäure .... .. . ...... 49,
    Chlornatrium ........... 25 g,
    Wasser ................ 36o g.
    Dieser Mischung wird gewöhnliches Wasser oder Salzwasser beigefügt. Natürlich können andere Mischungsverhältnisse angewandt werden.
  • Das beschriebene Element kann regeneriert werden durch Erneuerung der erschöpften Flüssigkeiten.
  • Das Element ist leicht auseinandernehmbar und transportfähig. Es besitzt eine hohe elektromotorische Kraft von 1,47 Volt, bei einem inneren Widerstand von o,9 Ohm. Die Kapazität der Depolarisatorflüssigkeit ist ungefähr 5o Amp./Std. per Liter, die der Erregerflüssigkeit ungefähr z2o Amp./Std. per Liter. Bei geschlossenem Stromkreis ist der Verbrauch ungefähr 1,2 g per Amp./Std., bei offenem Strom ist derselbe fast Null.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: x. Galvanisches Element rrit Erreger-und Depolarisatorflüssigkeit, die durch eine durchlässige Wand voneinander getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Flüssigkeiten Substanzen enthalten, die durch chemische Einwirkung aufeinander eine halbdurchlässige Schicht auf oder in der porösen Scheidewand erzeugen.
  2. 2. Galvanisches Element nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß Erreger und Depolarisator wechselweise Natriumhydrat und Eisenchlorid, Bariumchlorid und Natriumbichromat, Bariumkarbonat und Chromsäure, Kalziumkarbonat und Eisenchlorid oder Kalziumphosphat und Eisenchlorid enthalten.
  3. 3. Galvanisches Element nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenchlorid enthaltenden Depolarisatorlösung eine Säure beigemischt wird, zum Zweck, die eventuell zu große Verdickung der halbdurchlässigen Schicht zu verhindern, und ferner Chlornatrium oder Chlorkalzium, zum Zweck, den osmotischen Druck zu regeln und die Eisenoxyde und Hydrate niederzuschlagen.
  4. 4. Galvanisches Element nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die pulverförmigen, der Erregerlösung beigemischten Reagenzien durch ein Verdickungsmittel schwebend erhalten werden.
DED38085D 1919-08-29 1920-07-29 Galvanisches Element Expired DE386320C (de)

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