DE3872034T2 - Selbstverschliessendes abgabeventil. - Google Patents

Selbstverschliessendes abgabeventil.

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DE3872034T2
DE3872034T2 DE8888106045T DE3872034T DE3872034T2 DE 3872034 T2 DE3872034 T2 DE 3872034T2 DE 8888106045 T DE8888106045 T DE 8888106045T DE 3872034 T DE3872034 T DE 3872034T DE 3872034 T2 DE3872034 T2 DE 3872034T2
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D47/00Closures with filling and discharging, or with discharging, devices
    • B65D47/04Closures with discharging devices other than pumps
    • B65D47/20Closures with discharging devices other than pumps comprising hand-operated members for controlling discharge

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  • Special Spraying Apparatus (AREA)
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  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

    Gebiet
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein selbstschließendes Abgabeventil für Behälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und speziell auf ein selbstschließendes Ventil aus geformtem Kunststoff, wie es für Behälter der Art mit flexibler Wand verwendbar ist, wobei solche selbstschließenden Abgabeventile beispielsweise aus der US-A 3187965 bekannt sind.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Eine in allgemeinem Gebrauch befindliche Art von Behältern für Flüssigkeiten ist der flexible oder Beutel-Behälter, der gemeinhin als "Beutel in der Schachtel" bekannt ist. Bei diesem Behälter ist am Beutel ein Abgabe-Verschlußventil für die Abgabe des Inhalts wie Milch oder noch üblicher Wein befestigt. Eine weitere Art von Getränkepackung besteht aus einem durchlaßsicheren Pappe-Aluminiumfolie-Laminat. Das Abgabeventil ist am unteren Teil der Packung befestigt und ist dem Druck der Flüssigkeit unterworfen. Der Getränkelieferant füllt das Getränk ab und beliefert den örtlichen Supermarkt, wo die Packung auf Regalen angeordnet und für den Kauf durch den Kunden zugänglich gemacht wird. Nachdem der Kunde das Produkt gekauft hat, gibt er das Getränk in einen bereitstehenden Becher ab, indem er einfach mit dem Finger Druck auf einen einfachen Druckknopf oder einen Betätiger ausübt. Diese Betätigung öffnet das Ventil; und Getränk fließt aus dem Ausgießer aus und füllt den bereitstehenden Becher. Anders als bei Getränkeverpackungskonstruktionen, die eine Kappe verwenden, selbst eine wiederverschließbare Kappe, muß man zum Ausgießen des Getränks den Behälter nicht aufheben und kippen.
  • Diese Produkte bleiben auf den Lagerregalen, bis das Produkt verkauft ist, also unter Umständen fur eine längere Zeit. Das Ventil muß deshalb von Anfang an eine passende "Regallebensdauer" haben, während derer es nicht leckt. Außerdem wird das Getränk nicht immer auf einmal aufgebraucht, außer vielleicht im Fall von Australiern. Um wirksam zu sein, darf also das Ventil, das dem hydrostatischen Druck der darüberstehenden eingeschlossenen Flüssigkeit unterworfen ist, die eingeschlossene Flüssigkeit auch nicht in kleinen Mengen austropfen lassen. Getränkebehälter dieser Art sind nicht für den Wiedergebrauch beabsichtigt. Nach der Leerung des Behälters wird folglich die Verpackung weggeworfen, sei es in den Mülleimer oder, unglücklicherweise allzuoft, am Straßenrand. Bei diesen Anwendungen für verpackte Waren muß das Verschlußventil notwendigerweise ein Billigelement des Getränkeverpackungssystems sein, um so den gesamten Produktpreis für den Kunden attraktiv zu halten. Bronzeventile erfüllen also die Anforderung für diese Anwendung nicht.
  • Unabhängig davon, wie effektiv die Ventilstruktur als Mittel zum Öffnen und Schließen eines Flüssigkeitsdurchgangs sein mag, muß sie doch leicht zu bedienen sein. Sofern sie eine zu hohe Kraft zum Betätigen erfordert oder wenn das Ventil ungünstig zum Greifen oder Berühren ist, ist es für diese Verwendung nicht zufriedenstellend.
  • Die beschriebenen Bedürfnisse bei einem Abgabeventil für die Anwendung bei abgefüllten Getränken, insbesondere die Anforderung nach niedrigen Kosten, haben bereits früher durch die Verwendung von Kunststoffen und modernen Spritzgußtechniken für die Herstellung der Ventilelemente Berücksichtigung gefunden, wie dem Fachmann bekannt ist. Beispielsweise besteht das oben erwähnte Ventil (US- A 3187965) aus drei Kunststoffteilen, die nach dem Spritzgießen zusammenmontiert werden. Ein anderes, aus der US-A 3595445 bekanntes Ventil umfaßt zwei Teile, nämlich einen becherförmigen Ventilkörper aus gegossenem Kunststoff und ein Ventilglied, das innerhalb des Ventilkörpers angeordnet ist und von außen dadurch betätigbar ist, daß im Ventilkörper ein nachgiebiger Wandteil vorgesehen ist. Einige Ventilkonstruktionen sind effektiver als andere. Der Leser, der sich über diese Formen billiger Kunststoffventile, die in dieser Anwendung einen Grad von Annehmbarkeit erreicht haben, genauer informieren will, kann den örtlichen Supermarkt besuchen und das existierende abgefüllte Getränkeprodukt untersuchen.
  • Die Patentliteratur beschreibt auch weitere für diese Anwendung nützliche aus Spritzguß-Kunststoff hergestellte Abgabeventile. Beispielsweise beschreibt das am 18.11.86 herausgegebene US-Patent 4 623 077, Inhaber: Swartzbaugh, ein Abgabeventil einer Konstruktion mit einem Druckknopf, der ein Kniegelenk nach Art einer Schnapp-Aktion aufweist, die von einer federartigen Aktion einer Kunststoffmembrane erzeugt wird. Im Betrieb kann das Ventil offen bleiben, bis eine absichtliche Aktion durchgeführt wird, um den Betätiger erneut in Betrieb zu setzen und das Ventil zu schließen. Weitere Patentliteratur beschreibt alternative Formen eines solchen Ventils vom Kniegelenktyp. Obwohl sie als Versuch zum Vermeiden einer praktischen Schwierigkeit dargestellt werden, nämlich der Schwierigkeit, der sich der Verbraucher beim Offenhalten existierender Konstruktionen von Druckknopfventilen gegenübersieht, sind nach meiner Ansicht die Kniegelenkventile unakzeptabel, eine Ansicht, die nach meiner Meinung von den Menschen in der Industrie geteilt wird, und zwar wegen des Problems der mangelnden Aufmerksamkeit durch den Kunden. Erwachsene, die während einer Party, die beispielsweise in einem Wohnzimmerbereich mit schönen Teppichen stattfindet, zuviel Wein trinken, können in der Aufmerksamkeit ihrer Sinne nachlassen oder geistig abgelenkt sein. Es kann sich als zu spät erweisen, daß man merkt, daß die Person vergessen hat, das Ventil zu schließen. Ein teurer Teppich kann beschädigt sein oder jemand kann in der Flüssigkeit ausgerutscht sein und als Ergebnis hingefallen sein. Befindet sich kein Warnetikett auf der Verpackung, so kann der Getränkelieferant das Opfer rechtlicher Verfahren werden und für den durch die Unaufmerksamkeit des Kunden verursachten Schaden verantwortlich gemacht werden. Im Fall von Kindern im zarten Alter, die daran gewöhnt sein können, einen Karton oder eine Flaschenkappe zu öffnen und einen Milchkarton überzukippen, um Milch in ein Glas zu gießen und nur ein Minimum zu verschütten, könnte die Verwendung von Ventilen mit Kniegelenkaktion zu einer Erziehung führen, die dem Ordnungssinn zuwiderläuft.
  • Das am 7.6.83 erteilte US-Patent 4 386 720, Inhaber: Speedie, zeigt ebenfalls ein Ventil für einen Weinbehälter, und zwar ein Ventil der Kniegelenk-Bauart. Speedie schlägt das Schweißen einer Kunststoffmembrane über die die Öffnung verschließende Membran vor, um ein Sauerstoffwanderungsproblem durch die Hinzufügung einer Membrane aus besserem Material zu minimalisieren, wobei die Vorrichtung zusätzliche Herstellungskosten bedingt. Eines der verbreiteteren selbstschließenden Abgabeventile ist im US-Patent 4 444 340 vom 24.04.84, Patentinhaber: Bond, beschrieben. Diese Ventilstruktur besteht im wesentlichen aus einem Stößel aus elastomerem Material, der als Stößel auf eine zugeordnete flüssigkeitseinschließende Kammer wirkt. Wenn die Form des Stößels mit Hilfe eines in seinem Zentrum vorhandenen Vorsprungs verzerrt wird, öffnet sich ein Durchgang und Flüssigkeit fließt vom zugeordneten Behälter am verzerrten Bereich vorbei. Diese Art von Hahn oder Ventil kann meiner Meinung nach keinem vernünftigen Druck standhalten, wie er darauf ausgeübt wird, da er aufgrund seiner elastomeren Natur die Tendenz zum Biegen und Lecken hat. Außerdem ist in der tatsächlichen Praxis die im Bond-Patent gezeigte Ventilart schwierig zu bedienen. Eine Kellnerin, die im Verlauf des Geschäftes Weingläser aus einem Großbehälter füllen muß und dieses Ventil häufig betätigen muß, wird sich mit wunden Fingern und Daumen finden. Anschließend könnte sie unbewußt die Weinwahl des Kunden beeinflussen.
  • Ein weiteres Ventil, das weite Anwendung gefunden hat, wird von Waddington & Duval, Ltd., einer in England ansässigen Gesellschaft, hergestellt. Das Ventil enthält eine Kombination aus einem von einer Stange getragenen Stößel und einem Federmembran-Druckknopf. Durch manuelles Niederdrücken des Druckknopfs mit dem Daumen wird der Stößel im wesentlichen axial bewegt und gibt eine Öffnung frei, durch die Flüssigkeit hindurchtritt. Die Membranfeder bewirkt, daß das Ventil selbstschließend ist. Die meisten Anwender sind mit dem Waddingtan-Ventil zufrieden. Es hat gute Strömungscharakteristiken, eine sachgerechte Dichtfähigkeit und ist relativ leicht zu bedienen. Dieses Ventil ist jedoch teuer. Seine Elemente werden nicht einstückig gebildet, sondern in vier einzelnen Bestandteilen, wenn eine Überkappe eingeschlossen ist, und im anderen Fall in drei einzelnen Bestandteilen. Jedes dieser Elemente wird in einem getrennten Formungsvorgang hergestellt. Sie müssen inventarisiert werden und zusammenmontiert werden. Diese Tätigkeiten erfordern Zeit, Raum und Personen, was die Herstellungskosten erhöht.
  • Es ist also ein Ziel meiner Erfindung, ein selbstschließendes Ventil zu schaffen, das eine billige Struktur aufweist; es soll mit abgefüllten strömenden Materialien, üblicherweise Flüssigkeiten, verwendbar sein, eine annehmbare Lager-Lebensdauer aufweisen und verhindern, daß die eingeschlossene Flüssigkeit aus der Verpackung sickert oder leckt.
  • Zusammengefaßte Darstellung der Erfindung
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein selbstschließendes Abgabeventil aus Kunststoff zur Verwendung bei der Abgabe von strömendem Material aus einem Behälter, wobei dieses Ventil folgende Teile aufweist: einen Ventilkörper, eine Einrichtung zum Koppeln des Ventilkörpers mit dem Behälter, eine Ventilkammer zur Kommunikation mit dem Behälter, die an einer Seite durch eine Wand begrenzt ist, welche eine Öffnung aufweist, durch die ein Stößel hindurchragt, der innerhalb der Kammer einen Kopf trägt, welcher normalerweise die Öffnung schließt, und außerhalb der Kammer mit einer Betätigungseinrichtung zum Niederdrücken des Stößels und hierdurch Abheben des Kopfs von der Öffnung verbunden ist, und eine vorbelastete Federeinrichtung, die die Betätigungseinrichtung weg von der Wand drückt. Gemäß der Erfindung ist das Ventil dadurch gekennzeichnet, daß die Federeinrichtung aus einem Streifen und einer Anlenkstelle zur Ermöglichung der elastischen Biegung des Streifens um die Anlenkstelle unter Erzeugung einer Federkraft gebildet ist und die Betätigungseinrichtung über ein Scharnier mit dem Ventilkörper für eine bogenförmige Bewegung beim Niederdrücken oder Loslassen verbunden ist. Vorzugsweise ist das Ventil weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper einschließlich der Wand, der Stößel einschließlich des Kopfs, die Betätigungseinrichtung und die Federeinrichtung eine einstückig hergestellte Konstruktion aus Kunststoff sind, wobei die Betätigungseinrichtung am Ventilkörper scharnierartig für eine bogenförmige Bewegung beim Niederdrücken oder Loslassen angelenkt ist. Ein solches Ventil ist leichter herzustellen als bekannte Ventile, die für die selbe Anwendung gedacht sind, da es aus einem einzigen Stück aus Kunststoff unter Anwendung üblicher Spritzgußtechnik herstellbar ist oder mindestens, wenn ein Teil aus anderem Material hinzuzufügen ist, der Großteil des Ventils eine einstückige Konstruktion ist, die eine sehr einfache und schnelle Herstellungstechnik erlaubt. Dieses selbstschließende Abgabeventil aus geformtem polymerem Material kann in Verbindung mit einem Getränkebehälter verwendet werden. Das Ventil ist von der Art mit einem beweglichen Betätigungsglied, das in Antwort auf eine auf es von einem Benützer aufgebrachte Kraft, die der Benützer mit dem Finger ausübt, das Ventil öffnet, um Flüssigkeit durch die Schwerkraft abzugeben. Eine über den Bereich der Bewegung des Betätigungsglieds wirksame Blattfeder, die normalerweise das Betätigungsglied vorbelastet, reagiert auf das Wegnehmen der aufgebrachten Kraft durch Zurücknehmen des Betätigungsglieds in seine Normalstellung, wodurch das Ventil geschlossen wird. Ein einstückiger nicht tropfender Ausgießer ist zwischen dem Betätigungsglied und dem Ventilkörper eingeschlossen; die effektive Querschnittsgröße des Ausgießers ist umgekehrt abhängig von der Stellung des Betätigungsglieds.
  • Gemäß spezielleren Aspekten umfaßt die Erfindung ein selbstschließendes Ventil, das durch Formung einer einzigen Matrix aus Kunststoff hergestellt ist und manuell betätigtes Betätigungsglied sowie ein Hauptkörper-Teil enthält, die durch einen Streifen oder ein Scharnier in integraler oder einstückiger Konstruktion miteinander verbunden sind. Der Hauptkörper des Ventils umfaßt eine Kammer mit einer Flüssigkeitspassage oder Öffnung in einer vorderen Platte oder Wand. Das Betätigungsglied trägt einen Stößel, der geringfügig größer ist als die Öffnung; und die Geometrie ist derartig, daß das Betätigungsglied um das Scharnier in die montierte Stellung im Hauptkörper-Teil umgefaltet ist, wobei die auf das Betätigungsglied aufgewandte Kraft den Stößel durch die Öffnung in die Kammer drückt, um die Öffnung zu schließen. Ein Federglied, speziell eine Blattfeder, die mit dem oder als Teil des Betätigungsglieds wirkt, erzeugt eine Kraft, die das Betätigungsglied vorbelastet. Die Richtung der Vorbelastungskraft ist der vorherigen Zusammenfügungskraft entgegengesetzt und ist ausreichend, um sicherzustellen, daß der Stößel im normalen geschlossenen Zustand des Ventils in der Öffnung sitzt. Wird im Betrieb auf das Betätigungsglied gedrückt und es zwangsweise bewegt, so bewegt dieses wiederum den Stößel von der Öffnung um einen kurzen bogenförmigen Weg weg auf deren Seite hin und spannt gleichzeitig die Feder weiter. Zusammen mit einem auf den Stößel wirkenden hydrostatischen Druck des eingeschlossenen Strömungsmittels bringt die Feder auf ein Wegnehmen der aufgewandten Kraft hin das Betätigungsglied zurück in seine Normalstellung, wodurch sich der Stößel wieder in die Öffnung setzt.
  • Es stellt einen zusätzlichen Aspekt des Ventils dar, daß die Unterseitenfläche des Betätigungsglieds der Wand der Kammer so gegenüberliegt, daß dazwischen ein Kanal gebildet wird. Dieser Kanal grenzt einen Ausgießweg zum Ablenken des durch die Öffnung nach unten vorbei am freien Ende des Betätigungsglieds und aus dem Ventil heraus abfließenden Strömungsmittels ab. Die Querschnittsfläche und Größe des Kanals ändert sich umgekehrt abhängig vom Abstand zwischen der Kammerwand und dem Betätigungsglied. Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist der Einfluß von zwei Fingergriffen angrenzend an das Betätigungsglied zur erleichterten Aufwendung einer Fingerkraft, um das Betätigungsglied zu bewegen. Ein weiterhin zusätzlicher Aspekt der Erfindung ist es, daß in diese Kombinatian ein Rückwärtsstop oder Begrenzer zum Angreifen am Betätigungsglied und zum Blockieren einer zu weiten Rückwärtsbewegung für den Fall, daß eine Rückwärtsbewegung über die Normalstellung hinaus als Ergebnis eines ungewöhnlich hohen in der Kammer herrschenden Drucks versucht wird, eingeschlossen ist.
  • Die Erfindung wurde im vorhergehenden Text nur kurz zusammengefaßt beschrieben. Die dargelegten Gegenstände und Vorteile der Erfindung zusammen mit ihrer strukturellen Charakteristik werden für den Fachmann noch deutlicher beim Lesen der ins Einzelne gehenden, der bisherigen Spezifizierung folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung zusammen mit deren Veranschaulichung durch die beiliegenden Zeichnungen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • In den Zeichnungen:
  • Fig. 1 zeigt eine Ausführfungsform meiner Ventilerfindung in perspektivischer Vorderansicht;
  • Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform nach Fig. 1 im Zustand der Abgabe von Strömungsmittel;
  • Fig. 3 zeigt die Ausführungsform von Fig. 1 im Zustand vor dem Zusammenbau und mit einer hinzugeführten Abreiß-Schutzlasche;
  • Fig. 4 ist eine vergrößerte teilweise weggeschnittene perspektivische Schnittdarstellung gemäß Fig. 2, von der Seite in Richtung eines Pfeils E gesehen;
  • Fig. 5 ist eine Querschnittsansicht eines Elements der ersten Ausführungsform, entlang einer Linie E-E in Fig. 3 geschnitten;
  • Fig. 6 ist eine Schnittansicht, entlang einer Linie A-A in Fig. 1 geschnitten;
  • Fig. 7 ist eine Schnittansicht, entlang einer Linie B-B in Fig. 1 geschnitten, unter Darstellung des Ventils in seinem geschlossenen Normalzustand;
  • Fig. 8 ist eine Schnittansicht des erfindungsgemäßen Ventils, entlang einer Linie D-D in Fig. 2 geschnitten, und stellt die Elemente im abgebenden Zustand des Ventils dar;
  • Fig. 9 ist eine Schnittansicht, entlang einer Linie C-C in Fig. 2 geschnitten, und stellt weiterhin die Elemente des Ventils im abgebenden Zustand dar;
  • Fig. 10 zeigt den Ventilstößel und die Öffnung von Fig. 6 in teilweise geschnittener Ansicht in vergrößertem Maßstab in einer Stellung, in der das Ventil geschlossen ist;
  • Fig. 11 zeigt den Ventilstößel und die Öffnung nach Fig. 8 in teilweise geschnittener Ansicht in vergrößertem Maßstab in einer Stellung, in der das Ventil voll betätigt ist;
  • Fig. 12 zeigt ein anderes Element der ersten Ausführungsform, nämlich ein Streifen- oder Scharniergelenk, in teilweise geschnittener Ansicht in vergrößertem Maßstab im Zustand vor dem Zusammenfügen gemäß Fig. 3;
  • Fig. 13 zeigt in vergrößertem Maßstab und teilweise geschnitten das in Fig. 12 dargestellte Element zum Zeitpunkt, zu dem das Ventil nach dem Zusammenbau sich im geschlossenen Zustand befindet;
  • Fig. 14 ist eine symbolische Darstellung des Betätigungsglieds und der Feder in drei Zusammenbau- und Betriebsstellungen des Ventils;
  • Fig. 15 ist eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform nach Fig. 1 mit der Modifikation einer Abreißlasche;
  • Fig. 16 ist eine Schnittdarstellung in vergrößertem Maßstab der Ausführungsform nach Fig. 15 entlang der Schnittlinie F- F.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • Es wird auf Fig. 1 Bezug genommen, die in perspektivischer Vorderansicht eine bevorzugte Ausführungsform meines Ventils zeigt. Wie dargestellt, umfaßt das Ventil ein Körperteil 2, das eine allgemein rohrförmige Wand 11 umfaßt, die mit einer Vorderplatte oder Wand 12, die in dieser Figur nicht vollständig dargestellt ist, verbunden ist, und weiterhin ein Betätigungsglied 1 zum mechanischen Drücken, das einen vorstehenden Druckknopf wie ein Betätigerteil 5 umfaßt. Zwei Fingergriffe 17 und 18, von denen auf jeder Seite des Betätigungsglieds einer angeordnet ist, werden von Wänden 15 bzw. 16 getragen und stehen in rechten Winkeln von diesen ab. Die tragenden Wände sind ihrerseits mit der Kammerwand 12 verbunden und stehen im rechten Winkel von dieser ab. Das hintere Ende des Betätigungsglieds 1 ist integral mit einem Ende eines Streifens 4 verbunden und dieser Streifen selbst, den ich als Blattfeder bezeichne, ist seinerseits integral mit einem flexiblen Band verbunden, das durch eine Außenhemmung oder einen Teil 3 reduzierter Dicke im Streifen gebildet ist und als scharnierartiges Gelenk dient, das im einzelnen später beschrieben wird und das Betätigungsglied mit der Wand 12 verbindet. Der Abstand zwischen der rechten und der linken Seite des Betätigungsglieds und den gegenüberliegenden die Griffe tragenden Wänden ist in der Figur mit 31 bzw. 32 bezeichnet.
  • In Fig. 2, in der die bereits beschriebenen Elemente mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet sind wie vorher, ist das Betätigungsglied 4 in einer betätigten oder niedergedrückten Stellung gezeigt, die sich ergibt, wenn eine Fingerkraft ausreichender Höhe auf den knopfartigen Betätigungsteil 5 ausgeübt wird, wodurch der Betätigungsteil 4 über einen kurzen bogenförmigen Weg in Richtung zur Kammerwand 12 bewegt wird. In dieser Stellung bleibt das obere Ende des Betätigungsglieds 1 im wesentlichen in der gleichen Stellung wie vorher. Im wesentlichen ist das untere oder freie Ende des Betätigungsglieds zur Wand unter der aufgewandten Kraft verdrehbar oder verschwenkbar und schwenkt in seine in Fig. 1 dargestellte Normalstellung zurück, wenn die aufgewandte Kraft nachläßt, was eine Charakteristik der Selbstschließeigenschaft darstellt, die ich in meinem neuen Ventil vorstelle. Ein größerer Teil der tragenden Seitenwand 15 für den Griff 17 ist in dieser Figur dargestellt. Die Trägerwand 15 ist auf der gegenüberliegenden Seite des Betätigungsglieds im wesentlichen parallel zu ihrer Schwester-Trägerwand 16 ausgerichtet.
  • Fig. 3 zeigt das Kunststoffventil in einem noch nicht zusammengebauten Zustand, wie es nach dem Gießvorgang aussieht, und veranschaulicht die beschriebenen und weitere Elemente des Ventils, von denen einige in den beiden vorhergehenden Figuren nicht sichtbar sind, noch besser. Ein Stößel 10 von kreisförmigem Querschnitt ist über einen Verbinder oder einen Stiel 9 mit einer unterseitigen Wand 6 des Betätigungsglieds verbunden. Der Stößel umfaßt einen vorderen Konus 36 von Kegelstumpfform, und sein hinteres Ende weist eine konische Fläche 37 auf, die sich in entgegengesetzer Richtung verjüngt. Das Betätigungsglied weist zwei vorauseilende Ränder 20 und 21 auf, die keil- oder rampenförmige Elemente darstellen und an gegenüberliegenden Seitenwänden 7 bzw. 8 sitzen. Gleichartige Keile oder vorauseilende Ränder 19 und 22, von denen letzterer in dieser Figur nicht sichtbar ist, sind an den inneren Seitenflächen der Seitenwände, die die Fingergriffe tragen, ausgebildet. Der Abschnitt 4 des Betätigers trägt an seiner Unterseite eine vorstehende schmale Rippe 34, wie in Fig. 6 dargestellt ist. Diese Rippe erstreckt sich parallel und in einem kleinen Abstand vom Scharnier. Die genaue Funktion und die Beziehungen der Keilelemente und der vorspringenden Rippe werden genauer nach der Beschreibung einiger zusätzlicher Ansichten beschrieben. Es ist weiterhin eine flache U-förmige Klammer, die ich als "Abreiß-Lasche" 27 bezeichne, mit ihrem Ende am Betätigungsteil 5 befestigt. Dieses Element ist in Fig. 1 nicht dargestellt. Die Abreiß-Lasche wird in Verbindung mit den Fig. 15 und 16 später in der Beschreibung erläutert.
  • Der fachmännische Leser mag eine Pause einlegen, um zu bedenken, daß der beschriebene komplizierte Aufbau eine integrale oder einstückige Konstruktion darstellt. Alle Elemente sind nämlich so angeordnet, daß sie an Ort und Stelle miteinander in der dargestellten Weise verbunden hergestellt werden, indem flüssiger Kunststoff in eine einzige Form eingespritzt wird, wo er abbindet oder aushärtet, und dann der Aufbau als ein einziges Stück entnommen wird. Dieser Vorgang ist als Spritzgießen bekannt. Es können entsprechend dem Wunsch des Herstellers natürlich auch andere Formungsverfahren angewandt werden, um die dargestellte geformte Polymeren-Struktur zu erhalten. Die örtliche Beziehung zwischen dem Betätigungsteil 5 und dem Ventilkörperteil 2 beim Entnehmen aus der Farm hängt von der vom Hersteller gewählten speziellen Konfiguration ab. Die in Fig. 3 dargestellte spezielle Stellung ist somit nicht einschränkend, sondern nur als Beispiel für eine solche Konfiguration vor dem Zusammenbau gedacht.
  • Die in Fig. 4 dargestellte teilweise geschnittene Ansicht der Ventilkammer ist vom Ventil in der Stellung nach Fig. 2 genommen, ist jedoch gegenüber dieser Figur verdreht und in vergrößertem Maßstab gezeichnet, um deutlicher die bereits beschriebene Kammerwand 12 darzustellen, die am Ende der von der zylindrischen Wand 11 gebildeten rohrförmigen Kammer angeordnet ist. Eine Mehrzahl von kurzen axial verlaufenden zylindrischen Rippen kleinen Durchmessers, die nicht dargestellt sind, kann eingeschlossen sein. Diese Rippen würden mit der Wand 12 verbunden sein und von ihr ausgehen, und zwar mit der Innenfläche der Wand 12 verbunden sein und sich entlang einem Teil dieser Innenfläche erstrecken, um die Steifigkeit zu erhöhen. Ein Durchgang oder eine Öffnung 13 mit kreisförmigem Querschnitt ist von einem vorstehenden Rand 30 umgeben, der ein kleines Stück weit in die abgegrenzte Kammer über die großen ebenen Flächen der Wand 12 hinaus vorsteht; wobei jedoch erkennbar ist, daß dieses Randelement ebenfalls integral mit der hinteren Wand 12 ist. Die innere Endwand des Öffnungsrands wird von einem Konus 14 oder einer Dichtungsfläche umgeben, die dem Konus 37 an der Rückseite des Stößels 10 angepaßt ist. Diese Fläche ist ebenfalls ein kegelstumpfförmiger Flächenabschnitt, der zur Achse der Öffnung zu zur anderen oder linken Seite der Wand 12 zusammenläuft. Eine in die Fläche der Wand 12 eingeschnittene Nut 40 umgibt den vorstehenden Rand. Diese Nut schwächt die Wand an dieser Stelle, um dort ihre Flexibilität zu erhöhen, wodurch der Rand 30 eine gewisse axiale Bewegung ausführen kann. Die Geometrie des Stößels 10, seine vordere konische Fläche 36, seine hintere konische Fläche, die an anderer Stelle in dieser Beschreibung erläutert ist, und der hohle mittlere Abschnitt sind außerdem weiterhin zusammen mit dem verbindenden Stiel in Fig. 4 dargestellt.
  • Fig. 5 veranschaulicht die bevorzugte Geometrie des Stiels 9. Die Figur ist eine Schnittansicht entlang der Linie D-D (E-E) in Fig. 3. Wie in der Schnittansicht gezeigt ist, besteht der Stiel aus zwei Elementen 9a und 9b, die am Rücken des Stößels 10 verbunden sind. Das Element 9a ist ein rechteckiger Streifen oder eine Rippe und das Element 9b ist eine halbzylindrische Fläche, die sich unmittelbar an die hintere Dichtungsfläche 37 des Stößels 10 anschließt. Die beiden Elemente geben eine angemessene Festigkeit für den Halt des Stößels und für den Zusammenbau des Ventils.
  • Die Schnittansichten der Fig. 6 und 7, auf die nun Bezug genommen wird, zeigen genauer die innere Beziehung der Elemente des Ventils im nicht betätigten Zustand, und zwar von der Seite des Ventils bzw. von unten gesehen. Und die Schnittansichten der Fig. 8 und 9 zeigen genauer diese Elemente, wenn das Ventil sich im voll betätigten Zustand befindet, um Flüssigkeit abzugeben.
  • Zum leichteren Verständnis sind die Fig. 6 bis 9 im gleichen Maßstab gezeichnet und entsprechen dem für die Fig. 1 und 2 verwendeten Maßstab. Sie vermitteln dem Leser eine bessere Einsicht auch in die Struktureinzelheiten, die, selbst wenn sie für die Beschreibung der Erfindung nicht notwendig sind, denen nützlich sein werden, die auf dem Fachgebiet der Ventile weniger zuhause sind.
  • Gemäß Fig. 6 sitzt der Stößel 10 in der Öffnung so, daß seine konische Dichtfläche voll an der Dichtfläche am vorstehenden Rand 30, der in der Kammerwand 12 gebildet ist, anliegt. Der Stiel umfaßt eine gerade Rippe, die eine Verbindung zur Betätigerwand 6 herstellt, welche unter dem Druckknopfteil 5 liegt. Und die Wand 6 ist so angeordnet, daß sie der Wand 12 und somit der Öffnung gegenüberliegt, und schließt sich an ein Ende des Streifens 4 an, mit dem sie einen Winkel von angenähert 135º bildet; es könnte jedoch ein beliebiger Winkel zwischen 90º und 180º sein. Der Stiel ist so lang, daß die Wand oder der Streifen 4 als Ergebnis des Zusammenwirkens der Rippe 34 und ihres Angriffs an der Wand 12 unter leichter Spannung steht. Die Anlage oder Dichtung zwischen dem Stößel und der Öffnung ist also ausreichend stark, um zu verhindern, daß der aus dem Streifen 4 gebildete Blattfederteil einen entspannten Zustand einnimmt. Die Theorie dieser Anordnung ist vollständiger in einem anderen Teil dieses Texts beschrieben.
  • Die nach unten ragende Wand 7 hat keine gleichförmige Tiefe. Ihre untere Kante verläuft, wie dargestellt, in einem Winkel zur Kammerwand 12 und zur Wand 6 des Betätigungsglieds, von der sie nach unten absteht. Die nicht dargestellte gegenüberliegende Betätigungsgliedwand ist insofern von gleicher Konstruktion, als die Konstruktion des Ventils im wesentlichen um eine mittlere Schnittebene des Ventils, wie es in Fig. 1 zu sehen ist, symmetrisch ist.
  • Die so beschriebenen Elemente sind in der Unteransicht in Fig. 7 zu sehen. Viele dieser Elemente müssen nicht nochmal beschrieben werden, da der Leser im Bedarfsfall auf die vorhergehende Beschreibung Bezug nehmen kann. Die rampen- oder keilförmigen vorauseilenden Ränder 19 und 20, die von den Seitenwänden 7 und 8 des Betätigungsglieds vorstehen, und die rampen- oder keilförmigen vorauseilenden Ränder 21 und 22, die von den Wänden der Fingergriffe 16 bzw. 15 vorstehen, sind besser zu sehen, desgleichen ihre Beziehung, gemäß der die geraden Seitenwandteile jeder Gruppe in kleinem Abstand voneinander und einander gegenüberliegend angeordnet sind. Zwischen den Seitenwänden sind Freiraumspalte 31 und 32 vorgesehen.
  • Im in Fig. 8 dargestellten betätigten Zustand ist das Betätigungsglied in eine neue Stellung verschwenkt, wobei der Stößel weiter in die Kammer hinein und weg von der Kammerwand versetzt ist und leicht weg von der Öffnung und über deren Achse angehoben ist. Und die obere halbzylindrische Fläche des Stiels 9 liegt an der Oberseite der Öffnungswand an. In dieser Stellung ist die Öffnung nicht abgedeckt und eröffnet einen Durchgang durch die Kammer in den Raum zwischen den Wänden 12 und 6 des Betätigungsglieds.
  • In dieser Stellung ist die Wand des Betätigungsglieds näher an der Wand 12 angeordnet als gemäß Fig. 4, so daß die Größe und Querschnittsfläche des Durchgangs beim Übergang vom normalen ungeöffneten Zustand zum voll geöffneten Zustand reduziert wird. Die dargestellte voll betätigte Stellung ist bestimmt durch die Stellung der unteren Kante der Wand 7, die, wie dargestellt, an der Wand 12 anliegt und so eine weitere Bewegung des Betätigungsglieds verhindert. Wie der Leser versteht, kann der Stößel auch in Zwischenstellungen bewegt werden, die nicht dargestellt sind und in denen das Ventil nur teilweise geöffnet ist, etwa wenn der Stößel nur um eine minimale Weite von seinem Sitz in der Öffnung abgehoben wird, indem das Betätigungsglied nur teilweise niedergedrückt wird.
  • Nach dieser Beschreibung der Elemente wird wieder auf Fig. 3 und hierauf bezogene vorher beschriebene Figuren zurückverwiesen, in Verbindung mit der folgenden Beschreibung des Zusammenbaus und des Betriebs. Nach der Formung des Ventils befindet sich das Betätigungsglied 1 allgemein in einem rechten Winkel zum Körperteil 2 in der unzusammengebauten Stellung, die in Fig. 3 dargestellt ist. Das Betätigungsglied wird dann manuell in einem bogenförmigen Weg um das Scharnier 3 in die montierte Stellung, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, umgeklappt. Während dieses Zusammenbauvorgangs greifen die vorauseilenden Ränder 19 und 20 am Betätigungsglied an den vorauseilenden Rändern 21 und 22 am Körperteil 2 an und da die geneigten Keilflächen aneinander vorbeigleiten, drücken sie keilartig oder schieben sie die die Fingergriffe tragenden Seitenwände 15 und 16 auseinander (und die gegenüberliegenden Betätigungsgliedwände geringfügig nach innen), wodurch das Betätigungsglied an diesen vorspringenden Flächen vorbeigleiten kann. Die vorauseilenden Ränder 19 und 21 sowie 20 und 22 umfassen flache Seitenwände, die zu den Wänden, von denen sie abstehen, rechtwinklig verlaufen, wie in Fig. 7 dargestellt ist. Wie im folgenden klar wird, sind diese Seitenwände Verriegelungsflächen, die eine positive Klinke oder einen Anschlag bilden, der verhindert, daß sich das Betätigungsglied zurück in den unzusammengebauten Zustand bewegt. Eine bessere Darstellung der Klinkenelemente wird in Verbindung mit einer zusätzlichen Ausführungsform gemäß Fig. 16 diskutiert, auf die nach Wunsch Bezug genommen werden kann. Der Vorteil der Verriegelungs- oder Klinkenfunktion wird dem Leser nachfolgend klar.
  • Während das Betätigungsglied beirn Vorgang des Zusammenbaus um das Scharnier 3 gefaltet wird, trägt es den Stößel 10, der ebenfalls in einem bogenförmigen Weg verschwenkt wird. Beim Durchtritt des Betätigungsglieds durch die Anschläge oder Begrenzer 21 und 22 schiebt der Stiel 9, der als Antriebsstange wirkt, den Stößel 10 durch die Öffnung in der Kammerwand 12 und in die innerhalb der rohrförmigen Wände 11 eingeschlossene Kammer. Der Stößel 10 hat einen etwas größeren Durchmesser als die Öffnung. Gemäß einem speziellen Beispiel ist, wenn man einen allgemeinen Spritzgußgrad von homopolymerem Polypropylen verwendet, der Durchmesser des Stößels an seiner breitesten Stelle um ein hundertstel Zoll (0,010") größer als der Durchmesser der Öffnung an ihrer Mindestweite. Der vorauseilende konische Rand 36 dient also sowohl zum Ausrichten des Stößels koaxial zur Öffnung als auch beim Durchdrükken des Stößels zum sanften und allmählichen Aufweiten der Öffnung, ohne den Kunststoff zu zerreißen. Die innewohnende Elastizität des Kunststoffs und die hinzugefügte, aus der Nut 40, die die Öffnung umgibt, resultierende Flexibilität unterstützen diesen mechanischen Vorgang.
  • Das Federglied oder der Streifen 4 wird bei diesem Zusammenbauvorgang unter Spannung gesetzt oder verbogen, indem man ihn um die Rippe 34 biegt, die sich an der Wand 12 anlegt. Beim Loslassen der angelegten Kraft während des Zusammenbauvorgangs bewegt die in der Elastizität des Plastikstreifens begründete Federwirkung den Stößel axial nach links, gemäß der Blickrichtung in der Zeichnung, bis zu einer Stellung, in der die hintere End-Dichtungsfläche 36 des Stößels im in Fig. 4 gezeigten Konus 14 der Öffnung sitzt und damit den Durchgang blockiert. Die Blattfeder 4 speichert mechanische Energie und erzeugt die federartige Kraft in der umgekehrten Richtung, wodurch sie das Betätigungsglied vorbelastet oder federnd belastet und so eine Zugkraft auf den Stößel ausübt, was diesen fest in formübereinstimmendem Angriff an der Öffnung hält. Umgekehrt ist die Anlage des Stößels an der Öffnung ausreichend stark, um der Kraft der Feder zu widerstehen und die Feder unter Spannung zu halten, wobei also die Höhe der Federkraft nicht dazu ausreicht, die Teile wieder zu trennen.
  • Im Normalbetrieb ist das Ventil am unteren Ende eines nicht dargestellten Behälters oder Tanks montiert, der Verbindung mit der in der rohrförmigen Wand 11 gebildeten Kammer durch eine geeignete nicht dargestellte Einrichtung hat. Die Verpackung wird mit der Flüssigkeit gefüllt, die auch in die Kammer eindringt. Die aüßere Kammerwand 12 und der Stößel 10 werden folglich einem nennenswerten hydrostatischen Druck unterworfen, dessen Höhe von der Höhe der Flüssigkeit in der Packung abhängt. Durch Ergreifen der Griffe 17 und 18 mit dem Zeigefinger und dem Mittelfinger und Niederdrücken des Betätigungsknopfs 5 mit dem Daumen wird das Betätigungsglied aus der Position nach Fig. 1 (und Fig. 6) in die Position nach Fig. 2 (und Fig. 8) verbracht. Der federnde Streifen 4 wird weiter um seinen Verschwenkungspunkt gebogen, so daß sich die Spannung darin erhöht, und der Stößel 10 wird bewegt und in seiner Stellung angehoben, wie in Fig. 8 gezeigt ist. Die eingeschlossene Flüssigkeit verläßt die Kammer durch den geöffneten Durchgang und schlägt an die Unterseite 6 des Betätigungsglieds 1. Das Betätigungsglied lenkt die Strömung nach unten durch den Durchlaß und das freie Ende des Betätigungsglieds ab zu einem bereitstehenden Becher oder sonstigen Behälter, den der Benützer bereitstellt. Beim Loslassen des Betätigungsglieds gibt der gebogene Federstreifen 4 gespeicherte Energie frei und bewegt das Betätigungsglied und den Stößel zurück in ihre Normalstellung. Die Öffnung ist damit wieder geschlossen und der Flüssigkeitsstrom wieder gesperrt.
  • Die Vorwärtsbewegung des Betätigungsglieds findet ihre Grenze an dem Punkt, an dem die untere Kante der Wände 7 und 8 an der Wand 12 anschlägt. Sollte aus irgendeinem Grunde der Druck in der Kammer 12 so hoch ansteigen, daß der Stößel in der entgegengesetzten Richtung durch den Durchlaß gedrückt werden könnte, so bewirkt schon eine kleine Anfangsbewegung in dieser Richtung, daß die hinteren Ränder der vorauseilenden Ränder 19 und 20 des Betätigungsglieds an die Anschläge 21 und 22 anschlagen. Die Anschläge verhindern die drohende Zerlegung und unterstützen damit den Zweck des Ventils.
  • Die Unterseite des Betätigungsglieds und die Wand 12, die die Öffnung 13 enthält, liegen einander gegenüber. Zusammen mit den Seitenwänden 15 und 16, die von den seitlichen Kanten der oberen Betätigerfläche nach unten abstehen, begrenzen die Flächen einen Durchlaß oder einen Abgabe-Ausgießer, der im wesentlichen rechtwinklig zur Achse der Öffnung gerichtet ist und durch das freie Ende des Betätigungsglieds verläuft. Die Unterfläche des Betätigungsglieds lenkt das Strömungsmittel ab, das den Ausgießer über die Öffnung betritt, und zwar nach unten durch den Ausgießer und aus diesem heraus.
  • Die Größe und Querschnittsfläche des Ausgießers ist variabel und hängt in umgekehrter Beziehung vom Abstand zwischen den Wänden 6 und 12 ab, oder, wie es auch gesehen werden kann, ist umgekehrt abhängig vom Betrag der im Bogen verlaufenden Vorwärtsbewegung des Betätigungsglieds. Wenn sich also das Betätigungsglied bei aufgewandter Kraft näher an die Wand 12 heranbewegt, wird die Querschnittsfläche des Ausgießers kleiner. Diese Reduzierung des Querschnitts hält an, bis die Kanten der Seitenwände 15 und 16, die als Anschläge oder Begrenzer dienen, an der Kammerwand 12 anschlagen, wodurch festgelegt ist, daß der minimale Querschnitt hierzu gleichlaufend damit auftritt, daß sich der Betätiger in seiner voll betätigten Stellung befindet.
  • Eine weitere Eigenschaft meiner einmaligen Konstruktion ermöglicht es, daß der Ausgießer nicht tropfend ist. Wird in einem Ausgießer nach dem Schließen eines Ventils ein Teilvakuum erzeugt, so hält dieses etwas Flüssigkeit zurück, die dann freigegeben wird oder vom Ausgießer tropft, wenn das Vakuum allmählich nachläßt. Die Abstandsspalte 31 und 32 zwischen den Seitenwänden 15 und 16 und den entsprechenden Seitenwänden 7 und 8 bilden Lüftungen, die das obere Ende des Ausgießer-Durchlasses mit der Atmosphäre verbinden. Somit kann sich beim Schließen des Ventils kein Teilvakuum im Ausgießer bilden.
  • Für denjenigen, der weitere Einzelheiten meines neuen Ventils kennenlernen möchte, sei auf die weiteren Darstellungen ausgewählter Elemente in den Fig. 10 bis 14 hingewiesen. Der Stößel 10 und ein Teil des tragenden Stiels 9 sind im Querschnitt und in größerem Maßstab als in den vorhergehenden Figuren dargestellt, und zwar zunächst in der Normalstellung in Fig. 10 und dann in der voll betätigten Stellung in Fig. 11. Diese Darstellungen entsprechen den Positionen dieser selben Elemente in den schon besprochenen Fig. 6 und 8. Wie in Fig. 10 dargestellt ist, weist die Vorderseite des Stößels den vorauseilenden konischen Rand 36 auf, nämlich im wesentlichen einen kegelstumpfförmigen Flächenabschnitt, der zur Achse des Stößels in Richtung zu dessen Vorderseite, also nach rechts in der Darstellung gemäß der Figur, konvergiert, also kleiner im Durchmesser wird; und umfaßt außerdem einen ausgehöhlten Zentralbereich. Der vorderseitige Konus wirkt als Ausdehnungsmittel zum Ausrichten des Stößels in der Öffnung während des Zusammenbaus des Ventils und zum nach und nach erfolgenden Ausdehnen der Öffnung, um den Stößel hindurchschieben zu können. An der Rückseite des Stößels befindet sich der konische Rand 37, auch von Kegelstumpfgeometrie, dessen Durchmesser ebenfalls zur Stößelachse zu kleiner wird, jedach hinsichtlich des Stößels nach hinten zu, also nach links in der Darstellung gemäß der Figur.
  • Die Öffnung ist mit einer Rohrwand umgeben, die integral mit der Kammerwand 12 ausgebildet ist und über deren größere Rückseite vorsteht. Eine eingeformte Nut 40 in der Außenfläche der Wand 12 umgibt die vorspringende Öffnungswand. Die Nut in der Oberfläche reduziert die Wandstärke an dieser Stelle und erhöht so die Flexibilität der Öffnungswand. Die Öffnungswand kann also axial in kleinem Umfang vor- und zurückbewegt werden, so daß die Wand beim Zusammenbau und beim Betrieb des Ventils in gewissem Maße nachgeben kann und nicht zu einem Bruch oder zu einem Blockieren führt. An der Innenfläche der Öffnungswand befindet sich der Konusrand 14 von gleicher Größe und Geometrie wie der rückwärtige Konusrand 37 des Stößels zur Bildung eines dichten Ventilsitzes. Die Dichtung stimmt mit der Dichtungsfläche des Stößels dann überein, wenn sich der letztere in der in Fig. 10 dargestellten Normalstellung befindet. Die Dichtungskonusse sind zwar als im wesentlichen glelch dargestellt, wie dem Fachmann jedoch einleuchtet, besteht hierfür keine Notwendigkeit.
  • Man vergleiche die Stellung des Stößels in Fig. 11 mit der in Fig. 10, also wenn in der voll betätigten Stellung das Ende des Stößels sich in einer Stellung befindet, die entlang der Achse weiter von der Wand 12 entfernt ist als vorher, und dieses Ende sich außerdem in einer leicht angehobenen Stellung befindet. Der Stößel wurde also durch eine kurze bogenförmige Bahn aus der Normalstellung, in der das Ventil geschlossen ist, nach oben und nach rechts bewegt.
  • Die Konstruktion des Scharniergelenks und der Feder sind im Schnitt im vergrößerten Maßstab in den Fig. 12 und 13 dargestellt und der Leser erkennt die vorher bereits beschriebenen Elemente als das obere Ende der Kammerwand 12, das Scharnier 3, den Streifen 4 und die vorspringende Rippe 34. Das obere Ende der Wandfläche enthält eine Schulter oder Leiste 35, nämlich einen kleinen Teil aus Kunststoff, der aus der größeren Fläche der Wand 12 stetig mit dem Ende des Scharniers 6 heraussteht. Die vom Federstreifen 4 getragene Rippe ist mit einem kleineren Winkel a1 in Bezug zur Ebene des Streifens 4 gebildet. Der Streifen 4 ist in der nicht zusammengebauten Stellung dargestellt. Wird er beim Vorgang des Zusammenbaus des Ventils um das Scharnier 3 verschwenkt oder umgefaltet, so wird ein bestimmter Punkt erreicht, in dem die Rippe, wie in Fig. 13 dargestellt ist, an der Wand 12 anschlägt und sich gegen die Leiste 35 stützt und zwar in einem im wesentlichen rechten Winkel zur Fläche der Wand 12, so daß sie nicht entlang dem Streifen 4 nach oben zum Kunststoffscharnier ausweichen kann, wenn weiterer Druck auf den Streifen 4 ausgeübt wird. An dieser Stelle bewirkt eine weitere Bewegung des Streifens 4, daß dieser sich um die Rippe biegt, die als Drehachse wirkt, da das hintere Ende des Streifens sich nicht weiter bewegen kann. Als Folge hiervon biegt sich das Federglied und wird in Spannung versetzt. Im Effekt hat sich der Drehpunkt des Betätigungsglieds vom Scharnier zum Punkt des Angriffs der Rippe an der Leiste verschoben.
  • In der normalen geschlossenen Stellung des Ventils und somit in der Normalstellung der Feder 4 ist das Federglied leicht gespannt und vorbelastet das Betätigungsglied. Beim Betätigen des Ventils biegt sich das Blattfederglied. Und beim Loslassen des Ventil-Betätigungsglieds kehrt die Feder unter der beschriebenen Vorbelastung in die Normalstellung zurück.
  • In Fig. 14 ist der Streifen oder Betätigerteil symbolisch durch einen gebogenen Arm A dargestellt, der zwei Teile aufweist, die zwischen sich einen Winkel von etwa 135º einschließen. Der Arm ist zunächst in der nicht zusammengebauten Stellung gezeigt, wobei er im wesentlichen in einem rechten Winkel zur Fläche m aufragt, die die Kammerwand oder eine andere dazugehörige Fläche des Ventilkörpers darstellt. Als zweites ist der Arm in der zusammengebauten Normalstellung gezeigt, die er annimmt, nachdem er um den Scharnierabschnitt, der durch den Buchstaben h bezeichnet ist, gebogen oder umgefaltet worden ist, wobei sich eine winkelmäßige Ortsveränderung um a1 um einen Drehpunkt p1 ergibt. Und in dieser Stellung schlägt die vorspringende Rippe an der Fläche m und an der Leiste r an und steht unter leichter, nicht veranschaulichter Spannung. Als drittes ist der Arm dargestellt, nachdem sein Ende durch eine aufgewandte Kraft F auf den vorderen Armteil weiter vorgeschoben ist, so daß er sich um einen weiteren Winkel b1 um die Rippe b gebogen hat, die als Verschwenkungsachse oder Drehpunkt p2 dient. Die durch die symbolische Darstellung ermöglichte Übertreibung erleichtert dem nicht fachmännischen Leser das Verständnis der beschriebenen speziellen Ausführungsform.
  • Die vorhergehende Veranschaulichung dient der Demonstration der breiten Natur meiner Erfindung eines verbesserten Ventils, die nicht durch spezielle Einzelheiten belastet ist, die der bevorzugten Ausführungsform innewohnen. Es ist klar, daß die Effekte, die ich erzielt habe und in dieser Beschreibung beschrieben habe, auch erreicht werden können, wenn die Form des Arms und der Fläche verändert werden und wenn die Position der Teile umgekehrt wird, etwa der rippenartige Vorsprung, entsprechend den Anforderungen beim Gießen oder Formen des Ventils als einstückiges Bauteil. Ich habe außerdem die Terminologie verwendet, den Arm insgesamt als Betätigungsglied, einen Abschnitt davon als Blattfeder und einen anderen Teil einfach als Betätigerteil zu bezeichnen, womit jedoch nicht etwa eine Beschränkung der Erfindung kundgetan sein soll, sondern eine Beschränkung der existierenden Sprache, mit der neue Gegenstände beschrieben werden sollen. Mit gleichem Effekt könnte das Betätigungsglied als Betätiger mit integraler Blattfeder und könnte die Feder ihrerseits als Koppelteil, das den Betätiger mit dem Scharnier koppelt, bezeichnet werden. Es handelt sich um eine Mehrzahl von Funktionen innerhalb eines einzigen Plastikstreifens. Wie später in Verbindung mit einer weniger bevorzugten Ausführungsform beschrieben wird, kann die Blattfeder als separater Streifen hergestellt werden, der vom Arm absteht, aber nicht einstückig an ihm befestigt ist. In diesem Fall dient die Blattfeder nicht zugleich als Koppelteil zum Scharnier.
  • Das Ventil ist aus einem flexiblen Kunststoff geformt, nämlich einem Polymeren, das eine gute Erinnerung und minimale Kriechcharakteristiken aufweist, um die Federwirkung zu erzielen, ohne daß die Flexibilität verloren geht, wie es für einen wirksamen Ventilsitz gefordert wird. Beispielsweise ist Polythylen flexibel, hat jedoch nur mäßige Kriech- und Erinnerungscharakteristiken. Polypropylen ist demgegenüber besser und einige Grade sind hervorragend. Andere Kunststoffe wie Acetal und Nylon haben noch bessere Formerinnerung mit minimalen Kriecherscheinungen, sind jedoch weniger flexibel. Ein Kunststoff, den ich gegenwärtig als akzeptabel herausgefunden habe, wird durch Rexene gebildet. Es ist ein homopolymeres Polypropylen 11S30 und hat bei Messung am ASTM Maßstab D790 ein Biegemoment von 200.000 und eine Biegetemperatur (ASTM D648) von 216º Fahrenheit. Wie der Fachmann würdigen wird, sind oder werden jetzt auch andere Polymere verfügbar, die bessere oder schlechtere Betriebsbedinungen zeigen und in der in dieser Beschreibung erläuterten Kombination verwendbar sind.
  • Eine Verbesserung der Ausführungsform ist in Fig. 15 dargestellt, gemäß der das Ventil von Fig. 1 dadurch abgewandelt ist, daß es die Abreißlasche 27 aufweist. Dieses Element wurde vorher bereits kurz im Zusammenhang mit der Beschreibung der Fig. 3 erwähnt. Die Lasche ist integral mit dünnen Abschnitten 38 und 39 geformt, die noch besser in der nächsten Figur erkennbar sind und am Betätigungsknopf 5 hängen. Die Lasche bildet eine Sperre, die eine Bewegung des Betätigungsteils 5 und damit ein Öffnen des Ventils vor dem Entfernen der Lasche verhindert. Die Lasche wird entfernt, indem sie einfach abgerissen wird. Sollte das Betätigungsglied versehentlich gestoßen werden, während sich die Lasche 27 noch an Ort und Stelle befindet, so kann das Ventil nicht öffnen.
  • Fig. 16 zeigt einen Schnitt entlang einer Schnittlinie F-F in Fig. 15 und veranschaulicht in vollständigerer Weise die Befestigung der Abreißlasche und die Hochdruckverriegelung oder den Begrenzer. Wie diese Figur zeigt, stellt der Abstand zwischen den Verriegelungs- oder Anschlagflächen 23, 24 und 25, 26 in der normalen, unbetätigten Stellung des Ventils jeweils einen kleinen Spalt 28 bzw. 29 dar. Sollte sich innerhalb der Flüssigkeitskammer ein Druck aufbauen, so preßt er auf den Stößel und drückt ihn noch stärker in die abgedichtete Stellung in der Öffnung. Wird der Druck noch etwas höher, so schiebt er das Betätigungsglied weiter zurück, bis die Flächen der Verriegelungs-Anschläge in Berührung miteinander kommen, um eine noch weitere Rückwartsbewegung des Stößels zu verhindern, der somit nicht durch die Öffnung gedrückt werden kann.
  • Wie bereits beschrieben, ist das Ventil durch Spritzguß hergestellt und erscheint nach der Entnahme aus der Form unzusammengebaut in der als spezifisches Beispiel in Fig. 3 dargestellten Erscheinungsform. Nach dem Gießen wird das Ventil belassen, um sich vor dem Zusammenbau in der in den Fig. 15 und 1 dargestellten Gestalt zu setzen oder zu verfestigen. Während dieser Zeit kühlt der heiße Kunststoff auf Umgebungstemperatur ab. Dies ermöglicht es dem Scharnier 3, eine "Erinnerung" zurückzubehalten, was bedeutet, daß das Scharnier eine Steifung oder eine federartige Charakteristik annimmt. Nach dem Einstecken des Betätigerteils 5 in den Ventilkörper erzeugt also das Scharnier 3 eine federartige Rückstellkraft, die zur durch das Biegen des Betätiger-Streifenteils 4 um die Rippe 34 erzeugten Vorbelastungskraft beiträgt, wie beispielhaft am besten in Fig. 13 veranschaulicht ist und auch in den anderen Figuren erkennbar ist.
  • Alternativ kann das Ventil unmittelbar nach dem Form- oder Gießvorgang zusammengebaut werden. Im letzteren Fall richten sich die Moleküle des Scharniers aus und ergeben ein "lebendes" Scharnier, also eines, das unbegrenzt gebogen werden kann, aber keine Federcharakteristik hat. Das "lebende" Scharnier ähnelt stärker dem gewöhnlichen Metalltürscharnier oder Lederstreifenscharnier und ähnelt nicht einem gewöhnlichen federbelasteten Türscharnier. Da das Scharnier bei diesem Ventil im normalen Gebrauch nur ein einziges Mal gebogen wird, was während des Einsteckens des Betätigungsteils in den Ventilkörper erfolgt, erweist sich der Vorteil des unbegrenzten Biegens für diese Anwendung als nicht notwendig. Umgekehrt ist jedoch die federartige Eigenschaft der zuerst beschriebenen Konstruktion bevorzugt.
  • Die bevorzugte Ausführungsform der Fig. 1 und 15 schließt einen Wachsfilm oder eine Beschichtung ein. Diese in den Figuren nicht dargestellte Wachsbeschichtung bedeckt den Innenteil der Kammer 11 gemäß Fig. 6 und bedeckt alle Innenwände einschließlich der Wand 12 und des Stößels 10 und ist gasundurchlässig. Die Wachsbeschichtung wird nach dem Zusammenbau des Ventils aufgebracht, indem von hinten eine Düse entlang der Achse der Kammer eingeführt wird, die die Wände mit verflüssigtem Wachs besprüht.
  • Diese Beschichtung oder Osmosesperre stellt eine speziell nützliche Ergänzung dar. Sie verhindert das Eindringen von Gas wie Luft durch Osmose über das Polypropylenmaterial des Ventils zum eingeschlossenen Strömungsmittel. Dies ist in Fällen wichtig, in denen das Strömungsmittel ein alkoholisches Getränk ist. Das Eindringen von Luft in das alkoholische Getränk selbst durch Osmose ändert den Geschmack und die Qualität des Getränks.
  • Bei der ersten Betätigung des Ventils bewirkt die Bewegung des Betätigungsglieds, daß der Stößel die Sperrschicht in der peripheren Schichtsperre in einem Bereich um das Ende des Stößels 10 aufbricht, während andererseits die übrigen Teile der Beschichtung oder der Sperre weiterhin die Funktion ausüben, Osmose zu verhindern. Eine Alternative für dieses Wachs stellt Polyvinylalkahol dar, der ebenfalls einen impermeablen Film bildet. Es wird aber darauf hingewiesen, daß dann, wenn der Film zu stark ist, er eher gestreckt wird, als daß er aufbricht. Dies würde Abwandlungen für die Gestaltung des vorderen Endes des Stößels erforderlich machen, um ihm zu ermöglichen, daß er durch den Film durchschneidet. Die Filmschicht ist sehr dünn, in der Dickengrößenordnung einer Schicht von auf ein Automobil aufgebrachter Politur, wenn die Autooberfläche poliert wird. Jede dieser Sperrschichten wird also mit einer Dicke von höchstens einigen zehntausendstel Zoll aufgebracht.
  • Ich nehme an, daß die vorhergehende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ausreichend ins einzelne geht, um dem Fachmann die Nacharbeitung der Erfindung zu ermöglichen. Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Einzelheiten der Elemente, die ich für den vorhergehenden Zweck vorgestellt habe, nicht dazu gedacht sind, den Umfang der Erfindung zu begrenzen, insoweit als Äquivalente dieser Elemente und andere Abwandlungen, die alle innerhalb des Umfangs meiner Erfindung fallen, dem Fachmann beim Lesen dieser Beschreibung klar werden.
  • Beispielsweise habe ich eine Konstruktion beschrieben, bei der die Wände der Öffnung 12 flexibel sind, so daß ein starrer Stößel 10 beim Montieren des Ventils durch die Öffnung geschoben werden kann. Eine alternative Anordnung kann bei dieser Kombination einen zusammendrückbaren Stößel und eine starrere Öffnungswand umfassen, wobei der Stößel gequetscht und komprimiert wird, um durch die Öffnung hindurchzutreten, was allerdings eine schwierigere und weniger erwünschte Konstruktion wäre. Natürlich könnten auch Kombinationen beider Möglichkeiten in Übereinstimmung mit der Kunststofftechnologie zur Anwendung kommen, wie der Fachmann erkennen kann.
  • Als weitere beispielhafte Konstruktion wurde beschrieben, daß die vorauseilenden Ränder des Betätigungsglieds die Seitenwände 15 und 16 bei der Montage auseinanderspreizen. Es ist jedoch in Übereinstimmung mit meiner Erfindung auch möglich, daß als Alternative, wenn die Seitenwände der Fingergriffe etwas starrer gewählt werden, die Seitenwände des Betätigungsglieds nach innen gedrückt werden; und es könnte eine Kombination zur Anwendung kommen, bei der sich die Wände des Fingergriffs nach außen bis zu einem Grad spreizen und die Seitenwände des Betätigungsglieds bis zu einem Grad nach innen gedrückt werden, während sich das Betätigungsglied durch den Durchgang zwischen den Fingergriffen in die montierte Position bewegt. Als letztes Beispiel sei der Stiel 9, der den Stößel trägt, erwähnt; dieser Stiel hat eine Fläche, die halb-rohrförmig ist und eine zentrale Rippe aufweist. Diese Konstruktion ist zwar bevorzugt, jedoch sind auch andere Konstruktionen zulässig, etwa ein Stiel von "T"-förmigem Querschnitt.
  • Meine Erfindung ist also innerhalb des vollen Umfangs der anhängenden Ansprüche breit auszulegen.

Claims (32)

1. Selbstschließendes Abgabeventil aus Kunststoff zur Verwendung bei der Abgabe strömenden Materials aus einem Behälter, wobei das Ventil folgende Teile aufweist: einen Ventilkörper (2), eine Einrichtung zum Koppeln des Ventilkörpers mit dem Behälter, eine Ventilkammer zur Kommunikation mit dem Behälter, die an einer Seite durch eine Wand (12) begrenzt ist, welche eine Öffnung (13) aufweist, durch die ein Stößel (10) hindurchragt, der innerhalb der Kammer einen Kopf (36, 37) trägt, welcher normalerweise die Öffnung (13) schließt, und außerhalb der Kammer mit einer Betätigungseinrichtung (1) zum Niederdrücken des Stößels (10) und hierdurch Abheben des Kopfs (36, 37) von der Öffnung (13) verbunden ist, und eine vorgespannte Federeinrichtung (4 + 34), die die Betätigungseinrichtung (1) weg von der Wand (12) drückt; dadurch gekennzeichnet, daß die Federeinrichtung aus einem Streifen (4) und einer Anlenkstelle (34) zur Ermöglichung der elastischen Biegung des Streifens um die Anlenkstelle unter Erzeugung einer Federkraft gebildet ist und die Betätigungseinrichtung (1) über ein Scharnier mit dem Ventilkörper (2) für eine bogenförmige Bewegung beim Niederdrücken oder Loslassen verbunden ist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Wand 12 enthaltende Ventilkörper (2), der den Kopf (36, 37) umfassende Stößel (10), die Betätigungseinrichtung (1) und die Federeinrichtung (4 + 34, 50') ein integrales aus einem Stück geformtes Bauteil aus Kunststoff sind, wobei die Betätigungseinrichung (1) über ein Scharnier mit dem Ventilkörper (2) für eine bogenförmige Bewegung beim Niederdrücken oder Loslassen verbunden ist.
3. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (36, 37) des Stößels (10) im Querschnitt geringfügig größer ist als die Öffnung (13) in der Wand (12) und daß die Materialien des Kopfs (36, 37) und/oder der Wand (12) ausreichend elastisch sind, um zu ermöglichen, daß der Kopf (36, 37) bei Aufwendung einer Schubkraft, die viel höher ist als die von der Federeinrichtung (4 + 34, 50') erzeugte Kraft, durch die Öffnung (13) schiebbar ist.
4. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anschlagbegrenzer-Klinke (21, 22; 23-26) eine Bewegung des Stößels (10) vorwärts durch die Öffnung (13) ermöglicht, jedoch eine Bewegung des Stößels (10) rückwärts so weit, daß der Kopf (36, 37) die Öffnung verlassen würde, sperrt.
5. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Federeinrichtung (4, 50') eine Blattfedereinrichtung zum Schaffen einer Vorspannkraft umfaßt, indem sie eine auf Biegung reagierende Kraft speichert.
6. Ventil nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (1) einen ersten Streifen (4) und einen zweiten Streifen (6) umfaßt, die am Ende miteinander verbunden sind und von denen wenigstens der erste Streifen (4) eine elastische Charakteristik aufweist, und eine Scharniereinrichtung (3) zum Ankuppeln der Betätigungseinrichtung (1) an die Kammer ein Ende des ersten Streifens (4) mit der Kammer verbindet; daß der Stößel (10) mit dem zweiten Streifen (6) gekoppelt ist und damit auf eine Bewegung der Betätigungseinrichtung (1) in Richtung zur Wand (12) dadurch reagiert, daß er die Öffnung (13) wenigstens teilweise öffnet, und auf eine Bewegung der Betätigungseinrichtung (1) weg von der Wand (12) dadurch reagiert, daß er die Öffnung (13) schließt; daß eine Anlenkrippe (34), die eine Anlenkstelle bildet, quer zum ersten Streifen (4) angeordnet ist, einen gegebenen Abstand von der Scharniereinrichtung (3) aufweist und sowohl den ersten Streifen (4) als auch den Ventilkörper (2) berührt; und daß die Bewegung des zweiten Streifens (6) in Richtung zur Wand (12) auf eine auf die Betätigungseinrichtung (1) ausgeübte Kraft hin den ersten Streifen (4) zu einer elastischen Biegung um die Anlenkrippe (34) zwingt, um eine Rückstellkraft in der Betätigungseinrichtung (1) zu erzeugen, wodurch sich als Reaktion auf ein Loslassen der angelegten Kraft die Betätigungseinrichtung (1) vom Ventilkörper (2) weg zurückbewegt.
7. Ventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil des zweiten Streifens (6) der Öffnung (13) gegenüberliegend angeordnet ist und mit der Wand (12) einen Ausgießer- Durchgang zum Abgeben von Strömungsmittel, das durch die Öffnung (13) austritt, bildet; und daß der erste Streifen (4) und der zweite Streifen (6) einen Winkel zwischen 180º und 90º einschließen.
8. Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil des zweiten Streifens (6) ein freier Endteil der Betätigungseinrichtung (1) ist und eine Wand (6) eines Ausgießers bildet, durch den aus der Öffnung (13) fließendes Strömungsmittel kanalisiert wird, wobei der Ausgießer in seiner Querschnittsfläche als Funktion der Stellung der beweglichen Betätigungseinrichtung (1) in Bezug zur Öffnung (13) veränderbar ist.
9. Ventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (1) eine der Öffnung (13) gegenüberliegende und von ihr einen Abstand aufweisende Rückfläche zum Ablenken des durch die Öffnung tretenden Strömungsmittels in Richtung zum freien Endteil der Betätigungseinrichtung (1) aufweist, um zwischen dieser Rückfläche und der Wand (12) den Ausgießer zu bilden, durch den das Strömungsmittel abgegeben wird, und daß die Querschnittsfläche des Ausgießers in Abhängigkeit von der Bewegung der Betätigungseinrichtung (1) zur Öffnung (13) hin veränderbar ist.
10. Ventil nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung rechtsseitige und linksseitige Enden und rechte und linke Seitenwände (7, 8), die hiervon in einer Richtung zur Wand (12), welche die Öffnung (13) enthält, abstehen, zur Begrenzung der Bewegung der Betätigungseinrichtung (1) auf diese Wand (12) zu bis zu einem gegebenen Abstand und zum weiteren Begrenzen des Ausgießers aufweist.
11. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Federeinrichtung folgende Teile umfaßt: den Streifen (4) aus Kunststoff; ein integral ein Ende dieses Streifens (4) mit der Wand (12) verbindendes Scharnier; eine Einrichtung zum integralen Verbinden des gegenüberliegenden Endes des Streifens (4) mit der Betätigungseinrichtung (1) zum Bewegen seines Endes; und eine die Anlenkstelle bildende Rippe (34), die zwischen dem Streifen (4) und der Wand (12) nahe der Verbindung zwischen dem Streifen und der Wand angeordnet ist und quer zu diesem Streifen verläuft, um zwischen diesen Teilen einen Anschlag zu bilden.
12. Ventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippe (34) an der Unterseite des Streifens (4) sitzt.
13. Ventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß von der Wand (12) eine Schulter (35) zum Anlegen der Rippe (34) vorsteht, die verhindert, daß die Rippe sich in der Richtung zur Scharniereinrichtung (3) bewegt.
14. Ventil nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippe (34) die Wand (12) und den Streifen (4) aus Kunststoff in Abhängigkeit davon, daß sich die Betätigungseinrichtung (1) in der Normalstellung befindet, berührt, wobei der Streifen aus Kunststoff sich unter einer leichten Spannung befindet; und daß der Stößel (10) und die Öffnung (13) den Streifen (4) aus Kunststoff gegen eine Bewegung aus der Normalstellung heraus in einer Richtung weg von der Wand zurückhalten.
15. Ventil nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharniereinrichtung (3) aus einem Kunststoffbandgelenk besteht, das den Streifen (4) mit der Wand (12) verbindet.
16. Ventil nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stößelverbindungseinrichtung, die den Stößel (10) mit der Betätigungseinrichtung (1) verbindet, folgende Teile umfaßt: eine erste Länge (9b) aus Kunststoff von halbzylindrischer Form, deren Achse im wesentlichen parallel zur Achse des Stößels (10) und koaxial mit diesem ausgerichtet ist; und eine langgestreckte Rippe (9a), die sich entlang der Innenfläche der ersten Länge (9b) aus Kunststoff zwischen dem Stößel und der Betätigungseinrichtung hinzieht; und daß die erste Länge (9b) mit der halbzylindrischen Form über der Achse des Stößels (10) ausgerichtet ist, wodurch bei einer Bewegung des Stößels die erste Länge den oberen Teil der Öffnung (13) berührt und an ihr entlanggleitet, um ein Fließen des Strömungsmittels von dort oben zu verhindern und das Fließen des Strömungsmittels durch die Öffnung aus einer Stellung darunter zu bewirken.
17. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß es zwei Fingergriffeinrichtungen (17, 18) umfaßt, die zum Schaffen von Flächen zum Halten mit den Fingern mit dem Ventilkörper (2) gekoppelt sind, wobei die erste Fingergriffeinrichtung auf einer Seite der Betätigungseinrichtung (1) und die andere Fingergriffeinrichtung auf der gegenüberliegenden Seite der Betätigungseinrichtung (1) angeordnet ist.
18. Ventil nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagbegrenzer-Klinke (21, 22) folgende Teile umfaßt: zwei keilförmig schräge Streifen, von denen einer an jeder der Fingergriffeinrichtungen (17, 18) angeordnet ist und die an einer Stelle im Bewegungsweg der Betätigungseinrichtung (1) positioniert slnd, die einen Abstand von der Normalstellung der Betätigungseinrichtung aufweist, wobei die keilförmigen Schrägflächen nach außen gerichtet sind.
19. Ventil nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Fingergriffeinrichtungen (17, 18) seitwärts flexibel sind, wodurch eine Schwenkbewegung der Betätigungseinrichtung (1) um die Scharnierachse aus der unmontierten Stellung in die Normalstellung ein Angreifen an den keilförmigen Schrägflächen bewirkt und die Fingergriffeinrichtungen auseinanderspreizt, um eine Vorbeibewegung der Betätigungseinrichtung und deren Zusammenbau in die Normalstellung zu ermöglichen.
20. Ventil nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (7, 8) seitwärts flexibel sind und keilförmige Schrägflächen (24, 25) umfassen, die auf eine Schwenkbewegung der Betätigungseinrichtung (1) um die Scharnierachse aus der unmontierten Stellung in die Normalstellung hin an den Schrägflächen (23, 26) der Fingergriffeinrichtungen (17, 18) angreifen, wobei die Schrägflächen die abstehenden Seitenwände (7, 8) auseinanderspreizen, um das Vorbeibewegen der Betätigungseinrichtung (1) und den Zusammenbau in die Normalstellung zu ermöglichen.
21. Ventil nach den Ansprüchen 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (13) von kreisförmigem Querschnitt ist und eine sie umfangsmäßig umgebende Seitenrandfläche (14) aufweist; daß der Stößelkopf von veränderlicher Geometrie ist, mit einem vorderen Ende (36) und einem hinderen Ende (37), von denen das hintere Ende (37) gemäß seiner Größe und Form mit der umfangsmäßig umgebenden Seitenrandfläche (14) der Öffnung (13) zusammenpaßt und hiermit eine Strömungsdichtung bildet, und von denen das vordere Ende (36) einen kegelstumpfförmigen Konus aufweist; und daß der Stößelkopf einen kreisförmigen Querschnitt eines Durchmessers aufweist, der größer ist als der Durchmesser der Öffnung (13); so daß ein erstes Maß an Kraft benötigt wird, um den Kopf des Stößels aus einer Stellung außerhalb der Kammer in eine Stellung in der Kammer durch die Öffnung zu bewegen, und eine zweites Maß an Kraft erforderlich ist, das höher ist als das erste Maß, um den Stößel aus einer Stellung innerhalb der Kammereinrichtung durch die Öffnung nach draußen zu bewegen.
22. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (1) aus einem Arm besteht, der eine nicht montierte Stellung, eine Normalstellung und eine betätigte Stellung hat und auf die Aufwendung einer Handkraft hin durch einen bogenförmigen Weg um die Scharniereinrichtung (3) aus der unmontierten Stellung über die Normalstellung in die betätigte Stellung bewegbar ist, um den Stößelkopf (36, 37) durch die Öffnung (13) zu drücken und hierbei die Öffnung vorübergehend nachgiebig so zu expandieren, daß der Stößelkopf durch die Öffnung durchkommt, und als Reaktion auf die Beendigung der Kraftaufwendung den Stößelkopf in die Öffnung für deren Schließung zu setzen, wobei dann die die Öffnung (13) umgebende Wand (12) den Stößelkopf von einer Zurückbewegung durch die Öffnung zurückhält und dadurch der von der Federeinrichtung (4, 50') aufgebrachten Vorspannkraft widersteht.
23. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Betätigungseinrichtung (1) Begrenzereinrichtungen (7, 8) zum Begrenzen der Bewegung der Betätigungseinrichtung in Richtung zum Ventilkörper (12) verbunden sind.
24. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (1) Lüftungsmittel (31, 32) zum Lüften ihrer unterseitigen Fläche aufweist.
25. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung (3) eine federartige Charakteristik aufweist.
26. Ventil nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharniereinrichtung (3) ein Scharnier des lebenden, geladenen Typs umfaßt.
27. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil des Ventils zur Verhinderung einer Wanderung von Gas durch das Ventil durch osmoseartiges Verhalten mit einer Gassperreinrichtung bedeckt ist.
28. Ventil nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Gassperreinrichtung eine Wachsschicht umfaßt.
29. Ventil nach Anspruchs 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Gassperreinrichtung eine Schicht aus Polyvinylalkohol umfaßt.
30. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (13) eine kreisförmige Öffnungsfläche hat und die Kammerwand (12) weiterhin folgende Teile umfaßt: eine kreisförmige Nut (40), die koaxial zur Öffnung mit einem Durchmesser, der etwas größer ist als der Durchmesser der Öffnung, verläuft und die Öffnung zur Erhöhung der Flexibilität der Wand (12) im Bereich zwischen der Nut und der Öffnung zur Ermöglichung einer begrenzten nachgiebigen axialen Verschiebung der Öffnung umgibt; und einen axialen vorstehenden zylindrischen Rand (30), der koaxial zur Öffnung angeordnet ist, um deren Peripherie verläuft, innerhalb der Ventilkammer von der Wand axial vorsteht und einen Durchmesser aufweist, der kleiner ist als der Durchmesser der ringförmigen Nut (40), und der an der Wand (12) zwischen der ringförmigen Nut und der Öffnung angeordnet ist.
31. Ventil nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (30) eine konische Endfläche aufweist, die für das Zusammenpassen mit einer Fläche (37) des Stößelkopfs zur Bildung einer Strömungsdichtung zwischen diesen Teilen angepaßt ist.
32. Ventil nach einem Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß das geformte Plastikmaterial ein spritzgegossenes Plastikmaterial ist.
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