DE3875313T2 - Geraet zur messung und verfahren zur kontrolle des flammpunktes von erdoelzwischenfraktionen. - Google Patents

Geraet zur messung und verfahren zur kontrolle des flammpunktes von erdoelzwischenfraktionen.

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DE3875313T2 DE8888307942T DE3875313T DE3875313T2 DE 3875313 T2 DE3875313 T2 DE 3875313T2 DE 8888307942 T DE8888307942 T DE 8888307942T DE 3875313 T DE3875313 T DE 3875313T DE 3875313 T2 DE3875313 T2 DE 3875313T2
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Description

    1. Anwendungsgebiet der Erfindung
  • Die Erfindung befaßt sich mit einer On-Line-Vorrichtung zur Messung des Flammpunktes einer Erdölzwischenfraktion, wie Kerosin (Leuchtöl) während der Destillation von Rohöl, und sie befaßt sich auch mit einem Verfahren zum Kontrollieren des Flammpunktes der Erdölzwischenfraktion unter Nutzung des Meßwertes, welchen man bei der vorstehend genannten Meßvorrichtung erhalten hat.
  • 2. Beschreibung des Standes der Technik
  • Bei den Komponenten des Erdöls, wie eine Gasolinfraktion (Benzinfraktion) und eine Zwischenfraktion wie Kerosin (Leuchtöl) sind die Siedepunkte derselben kontinuierlich verteilt, und wenn diese Komponenten vom Rohöl mittels Destillation extrahiert werden, wird Kerosin abgeschieden oder mit Dampf erhitzt, um flüchtige Bestandteile hiervon zu verdampfen und diese flüchtigen Bestandteile werden dann zu einer Gasolinfraktion abgegeben, wodurch der Flammpunkt von Kerosin eingestellt wird.
  • Wenn in diesem Fall der Flammpunkt von Kerosin mittels eines On-Line-Systems gemessen wird, läßt sich die Menge des Dampfes, welcher beispielsweise zum Erhitzen oder Abscheiden des Kerosins eingesetzt wird, auf der Basis des Meßwertes regulieren, so daß sich der Flammpunkt stabil konstant halten läßt. Bei einem OFF-Line-System hingegen wird im allgemeinen Kerosin zuerst als Probe entnommen und sein Flammpunkt wird dann direkt gemessen, und die Dampfmenge wird mit Hilfe von Betriebserfahrungswerten unter Bezugnahme auf den Meßwert gesteuert bzw. eingestellt. Daher ist eine genaue Steuerung der einzusetzenden Dampfmenge in Folge der Zeitverzögerung und dergleichen schwierig. Es ist daher erforderlich, aus Sicherheitsgründen hinsichtlich der Steuerung große Toleranzbereiche zuzulassen, wodurch eine effiziente Massenproduktion von Kerosin behindert wird.
  • In DE-A-2 723 157 ist ein Verfahren zum indirekten Messen des Flammpunktes bei einem Off-Line-System über die Gesamtkohlenstoffkonzentration in der Gas/Dampf-Phase angegeben. Die Konzentration wird mit Hilfe eines Flammenionisationsdetektors (FID) bestimmt. Der Flammpunkt wird aus einer Gleichung ermittelt, welche in einem linearen Verhältnis zur Konzentration steht.
  • Bei einem üblichen, an sich bekannten Verfahren zum direkten Messen eines Flammpunktes bei einem On-Line-System wird eine gewisse Menge einer zu messenden Flüssigkeit zuerst als eine Probe genommen, und es wird ein Funke durch die Gasphase über der Flüssigkeit während der Erwärmung emittiert, um das Gas zu zünden. Der Flammpunkt wird durch Detektion der Erzeugung von Schall oder Licht festgestellt und gemessen.
  • In US-A-3,440,863 ist eine verbesserte Vorrichtung für ein On-Line-System zur direkten Bestimmung des Flammpunktes einer Flüssigkeit angegeben, welche einen Flammpunkt hat, der höher als etwa 85ºC ist. Die Vorrichtung nutzt eine Flammkammer, welche Flüssigkeits- und Dampfkammern darin hat, welche mit verbesserten Heizeinrichtungen ausgestattet sind. Auch ist eine neue Einrichtung vorgesehen, welche geeignet ist, hohe Flammpunkte festzustellen, welche ein Gehäuse mit einer Membrane umfaßt. Bei Verfahren zum direkten Messen des Flammpunkts in einem On-Line-System wird der Flammpunkt der Flüssigkeit zu gewissen Zeitintervallen gemessen, wobei eine solche Technik im wesentlichen ähnlich wie bei Off-Line-Systemen ist.
  • Im US-A-4,092,847 ist ein Verfahren zum indirekten Messen des Flammpunktes eines Ölerzeugnisses bei einem On-Line- System angegeben, bei dem wenigstens das spezifische Gewicht und die Viskosität des Produktes gemessen werden und der Flammpunkt aus der empirischen Gleichung ermittelt wird, welche diese Werte in Beziehung zu dem Flammpunkt setzt.
  • Es braucht daher nicht erwähnt zu werden, daß ein Bedarf nach einer On-Line-Vorrichtung zum Messen des spezifischen Gewichts oder der Viskosität besteht, und die Meßgenauigkeit des Flammpunktes von dem Leistungsvermögen der Meßvorrichtung abhängig ist.
  • Wie bereits vorher angegeben wurde, gibt es bisher bei einem Rohöldestillationsverfahren keine geeignete und zuverlässige Vorrichtung und kein entsprechendes Verfahren zum Detektieren des Flammpunkts der Erdölzwischenfraktion, wie Kerosin, unter Nutzung eines kontinuierlichen On-Line-Systems.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung zielt darauf ab, die vorstehend genannten Schwierigkeiten zu überwinden. Ein Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Messen des Flammpunktes einer Erdölzwischenfraktion bereitzustellen, welche auf einfache und zuverlässige Weise diesen bei einem kontinuierlichen On- Line-System erfaßt, und ferner zielt die Erfindung darauf ab, ein Verfahren zum effizienten Kontrollieren des Flammpunktes der Zwischenfraktion bereitzustellen.
  • Gemäß einem Lösungsgedanken nach der Erfindung wird der Flammpunkt einer Erdölzwischenfraktion, wie Kerosin, kontinuierlich in einem Destillationsverfahren von Erdöl in einem On-Line-System mit Hilfe eines Signales gemessen, welches man dadurch erhält, daß die Differenz zwischen Gaskonzentrationen der Zwischenfraktion mit zwei vorbestimmten Temperaturen durch die Differenz zwischen den vorbestimmten Temperaturen dividiert wird. Der so gemessene Flammpunkt der Zwischenfraktion kann genutzt werden, um die Extraktionseffizienz der flüchtigen Bestandteile für Gasolin und dergleichen aus der Zwischenfraktion zu steigern.
  • Die Erfinder der vorliegenden Anmeldung haben Untersuchungen dahingehend unternommen, ob ein Flammpunkt einer Flüssigkeit sich durch Erwärmen der Flüssigkeit und der anschließenden Messung der Änderungsrate der Menge oder der Konzentration eines nicht-entflammbaren Gases oberhalb der Flüssigkeit bezüglich einer Temperatur bestimmen läßt oder nicht. Als Ergebnis wurde aufgefunden, daß eine definierte Wechselbeziehung zwischen dem Flammpunkt und der Änderungsrate der Menge oder der Konzentration des Gases zur Temperatur besteht. Auf der Grundlage dieser Erkenntnis wurde die Erfindung geschaffen, welche einen völlig neuartigen Weg geht.
  • Genauer gesagt wird eine Differenz zwischen Mengen oder Konzentrationen des Gases an zwei Positionen, welche vorbestimmte Temperaturen haben, genutzt, um die Änderungsrate zur Temperatur zu erhalten. Daher ist es nicht immer erforderlich, die absolute Menge des Gases zu messen.
  • Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung wird eine On-Line-Vorrichtung zur indirekten Messung des Flammpunktes einer Erdölzwischenfraktion während der Destillation von Rohöl bereitgestellt, welche sich auszeichnet durch eine erste Einrichtung zum kontinuierlichen Messen einer ersten Gaskonzentration der Zwischenfraktion bei einer ersten vorbestimmten Temperatur von nicht höher als 40ºC, um ein die erste Gaskonzentration wiedergebendes Signal bereitzustellen, eine zweite Gaskonzentration der Zwischenfraktion bei einer zweiten vorbestimmten Temperatur, welche niedriger als die erste vorbestimmte Temperatur, beispielsweise um 10ºC niedriger ist, um ein die zweite Gaskonzentration wiedergebendes Signal bereitzustellen, und eine Recheneinheit zur Division der Differenz ΔC zwischen den ersten und zweiten Gaskonzentrationen durch die Differenz ΔT zwischen den ersten und zweiten vorbestimmten Temperaturen, um ein Signal des Quotienten K bereitzustellen, und zur Ausführung einer Rechenverarbeitung nach Maßgabe der folgenden Gleichung: Flammpunkt = 57-8,8K, um ein dem Flammpunkt der Zwischenfraktion entsprechendes Signal von dem Wert von K bereitzustellen, welcher aus ΔC und ΔT bestimmt ist.
  • Gemäß einem zweiten Lösungsgedanken nach der Erfindung wird ein Verfahren zum Kontrollieren des Flammpunktes einer Erdölzwischenfraktion während der Destillation von Rohöl bereitgestellt, welches sich durch die Schritte auszeichnet, gemäß denen kontinuierlich die Konzentration eines ersten Gases der Zwischenfraktion bei einer ersten vorbestimmten Temperatur von nicht höher als 40ºC gemessen wird, die Konzentration eines zweiten Gases bei einer zweiten vorbestimmten Temperatur kontinuierlich gemessen wird, welche niedriger als die erste vorbestimmte Temperatur, beispielsweise um 10ºC niedriger ist, Dividieren der Differenz ΔC zwischen den ersten und zweiten Gaskonzentrationen durch die Differenz ΔT zwischen den ersten und zweiten vorbestimmten Temperaturen, um ein Signal des Quotienten K bereitzustellen, Ausführen einer Rechenverarbeitung des Signals K nach Maßgabe der folgenden Gleichung: Flammpunkt = 57-8,8K, um ein dem Flammpunkt wiedergebendes Signal bereitzustellen, und Nutzen dieses Signals zur Steuerung der Versorgung einer Wärmequelle, wie eines Stripperdampfes oder Öls, zum Erwärmen der vom Boden des Strippers oder der Fraktioniereinrichtung für die Zwischenfraktion abgezogenen Fraktion.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung sowohl im Hinblick auf die Verfahrensweise als auch die Vorrichtung wird nachstehend als Beispiel unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:
  • Fig. 1 ein Diagramm zur Verdeutlichung des Zusammenhangs zwischen den Änderungsraten der Gaskonzentrationen bei den Öltemperaturen von 30-40ºC und den Flammpunkten des Öls, und
  • Fig. 2 ein Flußdiagramm zur Verdeutlichung einer bevorzugten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung.
  • In den Zeichnungen bedeuten:
  • 1 . . . Rohöldestillationskolonne
  • 2 . . . Kerosinstripper
  • 3 . . . Gasölstripper
  • 4 . . . erster Kühler für Abscheidetemperatur
  • 5 . . . zweiter Kühler für Abscheidetemperatur
  • 6 . . . erster Behälter für Gasprobe
  • 7 . . . zweiter Behälter für Gasprobe
  • 8 . . . Kerosinextraktionsleitung
  • 9 . . . Luftleitung
  • 10 . . . Kerosin-Probenahmeleitung
  • 11 . . . Gas-Probenahmeleitung
  • 12 . . . Gas-Probenahmeleitung
  • 13 . . . erster Detektor für Gasmenge
  • 14 . . . zweiter Detektor für Gasmenge
  • 15 . . . Recheneinheit
  • 16 . . . Dampfsteuerventil
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG UNTER BEZUGNAHME AUF DIE ZEICHNUNGEN
  • Die Erfindung wird nunmehr im Zusammenhang mit Kerosin als ein Beispiel einer Erdölzwischenfraktion erläutert.
  • Für verschiedenen Kerosinproben wurden die Gaskonzentrationen in den Gasphasen bei einer konstanten Temperatur von etwa 30ºC und 40ºC gemessen, und ihre Änderungsraten K wurden dann ermittelt. Andererseits wurden Flammpunkte dieser Kerosinproben auf eine übliche Weise gemessen. Die Wechselbeziehung zwischen den Änderungsraten und den Flammpunkten ergibt sich gemäß der Darstellung in Fig. 1. Aus diesen Ergebnissen in Fig. 1 erhält man die folgende Gleichung (1):
  • Flammpunkt = 57-8,8 K . . . (1) wobei K = $C/ΔT, wobei ΔC die Differenz zwischen gemessenen Konzentrationen und ΔT die Differenz zwischen den gemessenen Temperaturen ist.
  • Jede zu messende Temperatur kann niedriger als die vorstehend angegebenen Werte sein, wenn sie aber zu niedrig ist, ist die Menge des verdampften Gases zu klein, um seine Konzentration zu messen.
  • Die Gaskonzentration (Gasmenge) wurde dadurch bestimmt, daß zuerst das Gas der Kerosinprobe in Kontakt mit einem schlangenähnlichen Platinkatalysator gebracht wurde, welcher erwärmt war, um diesen zum Brennen zu bringen, und daß die zu diesem Zeitpunkt erzeugte Wärmemenge gemessen wurde.
  • Die Platinschlange und eine weitere ähnliche Platinschlange, welche nicht erwärmt wurde, wurden in Form eines Paars eingesetzt, um eine Wheatstone-Brückenschaltung zu bilden, und wenn die Temperatur der Schlange durch die erzeugte Wärme anstieg, änderte sich der elektrische Widerstand der Schlange entsprechend. Aus einer Änderung der Spannung der Schlange nach Maßgabe eines geänderten elektrischen Widerstandes wurde die Gasmenge oder -konzentration bestimmt.
  • Zwei Meßvorrichtungen dieser Bauart wurden gleichzeitig eingesetzt, und die Gaskonzentration in der Gasphase der Kerosinprobe, welche bei einer Temperatur von etwa 30ºC konstant gehalten wurde,wurde unter Einsatz einer Detektoreinrichtung (die Wheatston'sche Brückenschaltung) gemessen. Andererseits wurde die Gaskonzentration in der Gasphase der Kerosinprobe mit einer konstanten Temperatur von etwa 40ºC durch eine weitere Detektoreinrichtung gemessen, um die Grunddaten für die vorstehend angegebene Gleichung (1) zu erhalten.
  • Nunmehr unter Bezugnahme auf Fig. 2 wurde ein Rohöl in eine Destillationskolonne 1 eingebracht, wie dies mit einem Pfeil P bezeichnet ist, und das Rohöl wurde dann in der Kolonne 1 destilliert.
  • Anschließend wurde Gasöl für Gasolin von der Oberseite der Destillationskolonne 1 abgezogen, wie dies mit einem Pfeil G bezeichnet ist, und der Ölrest, welcher Schweröl, Pech und dergleichen enthält, wurde über die Bodenseite ausgegeben, wie dies mit einem Pfeil H verdeutlicht ist. In einer oberen Position im Mittelteil der Destillationskolonne 1 war ein Kerosinstripper 2 vorgesehen. Kerosin wurde zu diesem Kerosinstripper 2 über eine Kerosinleitung 2a abgegeben, und das Kerosin wurde dann über eine Kerosinabzugsleitung 8 abgezogen. In der Destillationskolonne war unter dem Kerosinstripper 2 ein Gasölstripper 3 angeordnet.
  • Eine Kerosin-Probenahmeleitung 10 war mit der Abzugsleitung 8 verbunden, und an der Probenahmeleitung 10 sind ein erster Kühler 4 und ein zweiter Kühler 5 für die Abscheidetemperaturen der Kerosinteile mit vorbestimmten Werten vorgesehen. Der Kerosinteil, welcher auf 40ºC mit Hilfe des ersten Kühlers 4 eingestellt war, wurde über eine Leitung 6a zu einem ersten Behälter 6 für die gasförmige Probe geleitet, und der Kerosinteil, welcher mit Hilfe des zweiten Kühlers 5 auf 30ºC eingestellt war, wurde über eine Leitung 7a zu einem zweiten Behälter 7 für die Gasprobe geleitet. Den ersten und zweiten Behältern 6 und 7 wurde Luft über eine Luftleitung 9 zugeführt, und die in beiden Behältern 6 und 7 erzeugten Gase wurden zu einem ersten Gasmengendetektor 13 und einem zweiten Gasmengendetektor 14 über Gas-Probenahmeleitungen 11 und 12 jeweils gefördert. Dies bedeutet, daß das vom auf 40ºC eingestellten Kerosin erzeugte Gas dem ersten Gasmengendetektor 13 zugeleitet wurde und das vom Kerosin bei 30ºC erzeugte Gas dem zweiten Gasmengendetektor 14 zugeleitet wurde.
  • Wie vorstehend angegeben wurde, werden die ersten und zweiten Gasdetektoren 13, 14 von den Wheatstone-Brückenschaltungen gebildet, welche jeweils einen Platinkatalysator aufweisen, welcher erwärmt wurde, und einen weiteren ähnlichen Platinkatalysator aufweisen, welcher nicht erwärmt wurde. Diese Detektoren 13, 14 stellten die Gaskonzentrationen fest und ihre Daten wurden in eine Recheneinheit 15 eingegeben. Die vorstehende Detektion der Gaskonzentrationen wurde kontinuierlich über ein On-Line-System durchgeführt. In der Recheneinheit 15 wurde die Differenz zwischen den beiden Gaskonzentrationen, welche durch Datensignale der Gaskonzentrationen wiedergegeben werden, die von den ersten und zweiten Gasdetektoren 13, 14 geliefert werden, durch die Differenz zwischen den beiden vorbestimmten Temperaturen (30ºC und 40ºC) dividiert, um ein Signal (siehe Fig. 1) zu erhalten. Dieses Signal wurde arithmetisch mit Hilfe der Recheneinheit 15 verarbeitet, um ein weiteres Signal unter Zuordnung zu dem Flammpunkt des Kerosins mit dem Kerosinstripper 2 zu erhalten. Ferner wurde dieser dem Flammpunkt des Kerosins zugeordnete Ausgang an ein Dampfsteuerventil 16 angelegt, um die Dampfzugabe zur Erwärmung der Fraktion zu steuern, die von der Bodenseite des Kerosinstrippers 2 abgezogen wurde, so daß der Flammpunkt des Kerosins gesteuert bzw. kontrolliert wurde.
  • Die Vorrichtung und das Steuerverfahren, welche voranstehend beschrieben wurden, sind zur Steuerung der Versorgung der anderen Fraktioniereinrichtungen als eines Kerosinstrippers von der Wärmequelle nutzbar. Im Zusammenhang mit der bevorzugten Ausführungsform wurde die Art und Weise zur Steuerung des Flammpunktes von Kerosin beschrieben, jedoch läßt sich die Erfindung auch bei der Flammpunktsteuerung bzw. Flammpunktkontrolle von Gasöl und anderen Fraktionen einsetzen.

Claims (2)

1. On-Line-Vorrichtung zur indirekten Messung des Flammpunktes einer Erdölzwischenfraktion während der Destillation von Rohöl, gekennzeichnet durch eine erste Einrichtung (14) zum kontinuierlichen Messen einer ersten Gaskonzentration der Zwischenfraktion bei einer ersten vorbestimmten Temperatur von nicht höher als 40ºC, um ein die erste Gaskonzentration wiedergebendes Signal bereitzustellen, eine zweite Einrichtung (13) zum kontinuierlichen Messen einer zweiten Gaskonzentration der Zwischenfraktion bei einer zweiten vorbestimmten Temperatur, welche niedriger als die erste vorbestimmte Temperatur, beispielsweise um 10ºC niedriger ist, um ein die zweite Gaskonzentration wiedergebendes Signal bereitzustellen, und eine Recheneinheit (15) zur Division der Differenz ΔC zwischen den ersten und zweiten Gaskonzentrationen durch die Differenz ΔT zwischen den ersten und zweiten vorbestimmten Temperaturen, um ein Signal des Quotienten K bereitzustellen, und zur Ausführung einer Rechenverarbeitung nach Maßgabe der folgenden Gleichung: Flammpunkt = 57-8,8K, um ein dem Flammpunkt der Zwischenfraktion entsprechendes Signal von dem Wert von K bereitzustellen, welcher aus ΔC und ΔT bestimmt ist.
2. Verfahren zum Kontrollieren des Flammpunktes einer Erdölzwischenfraktion während der Destillation von Rohöl gekennzeichnet, durch die Schritte, gemäß denen kontinuierlich die Konzentration eines ersten Gases der Zwischenfraktion bei einer ersten vorbestimmten Temperatur von nicht höher als 40ºC gemessen wird, die Konzentration eines zweiten Gases bei einer zweiten vorbestimmten Temperatur kontinuierlich gemessen wird, welche niedriger als die erste vorbestimmte Temperatur, beispielsweise um 10ºC niedriger ist, Dividieren der Differenz ΔC zwischen den ersten und zweiten Gaskonzentrationen durch die Differenz ΔT zwischen den ersten und zweiten vorbestimmten Temperaturen, um ein Signal des Quotienten K bereitzustellen, Ausführen einer Rechenverarbeitung des Signals K nach Maßgabe der folgenden Gleichung: Flammpunkt = 57-8,8K, um ein den Flammpunkt wiedergebendes Signal bereitzustellen, und Nutzen dieses Signals zur Steuerung der Versorgung einer Wärmequelle, wie eines Stripperdampfes oder Öls zum Erwärmen der vom Boden des Strippers oder der Fraktioniereinrichtung für die Zwischenfraktion abgezogenen Fraktion.
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