DE3879413T2 - Richtungsanzeigegeraet fuer gasstroemungen mit einer geschwindigkeit im bereich der schallgeschwindigkeit oder darueber. - Google Patents

Richtungsanzeigegeraet fuer gasstroemungen mit einer geschwindigkeit im bereich der schallgeschwindigkeit oder darueber.

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DE3879413T2
DE3879413T2 DE19883879413 DE3879413T DE3879413T2 DE 3879413 T2 DE3879413 T2 DE 3879413T2 DE 19883879413 DE19883879413 DE 19883879413 DE 3879413 T DE3879413 T DE 3879413T DE 3879413 T2 DE3879413 T2 DE 3879413T2
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Richtungsanzeigegerät für Gasströmungen mit einer trans- oder subsonischen Geschwindigkeit, insbesondere in begrenzten oder engen Räumen, und umfaßt eine Druckmeßsonde, die in die Gasströmung eingeführt ist, und einen Mechanismus zur Einstellung der Sonde durch Drehen und Verschieben, mit einer mit ihr verbundenen Recheneinheit, wobei die Sonde zwei Druckabnehmeröffnungen an ihrer stromaufwärts gerichteten Seite hat, die lateral nebeneinander angeordnet sind, und wobei sich aus dem Nichtvorhandensein eines Druckdifferentials zwischen den Öffnungen ergibt, daß die Sonde in der Strömungsrichtung ausgerichtet ist.
  • Zum Messen der Richtung einer Gasströmung lassen sich eine Vielzahl verschiedener Meßprinzipien heranziehen, zum Beispiel Lasergeräte, Messungen mittels piezo-elektrischem Film oder Druckmessungen. Soweit die äußerst genaue Richtungsmessung in sehr engen Räumen und insbesondere bei transsonischen oder supersonischen Geschwindigkeiten betroffen ist, kann praktisch nur eine Messung des Druckes durchgeführt werden, insbesondere, wenn es sich um die Richtungsmessung in einer im Betrieb befindlichen Turbine handelt, wie im vorliegenden Fall. Zur Richtungsbestimmung durch Messung des Druckes in Gasströmungen wurden Meßsonden verschiedener Arten verwendet, wie beispielsweise keilförmige oder kreisförmig zylindrische Sonden, nichtsymmetrische parallele Röhren und dergleichen. Von diesen werden die kreisförmige Zylinderform und die Keilform am häufigsten verwendet, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß sie verhältnismäßig einfach in ihrer Herstellung sind. In einer zylindrischen Meßsonde befinden sich die zwei Druckabnehmeröffnungen oder Meßöffnungen dort, wo der Druckgradient entlang der Oberfläche sein Maximum hat, so daß größtmögliche Empfindlichkeit der Winkeleinstellungen erhalten wird.
  • Die keilförmige Meßsonde läßt sich hauptsächlich bei subsonischen Strömungen verwenden, bei denen das Druckdifferential sich bei vorbestimmter Entfernung von der Spitze des Winkels oder der Nase erhöht, um den Nasenwinkel zu verringern. Im Gegensatz hierzu verringert sich das Druckdifferential mit der Entfernung von der Nase; wird jedoch der Nasenwinkel verkleinert, müssen die Öffnungen aus Platzgründen von der Nase aus nach hinten versetzt werden. Daher bringt diese Art von Sonde Schwierigkeiten mit sich, was die Bestimmung des optimalen Nasenwinkels anbelangt. Außerdem verstärken sich die Probleme dieser keilförmigen Sonde beim Übergang zur transsonischen und supersonischen Strömung. Auch bei einer zylindrischen Sonde ergeben sich Probleme bei transsonischen und supersonischen Strömungen, bei denen die zylindrische Form als zu stumpf erscheint und die Strömung in allen Stellungen zu sehr beeinträchtigt.
  • Da es zunehmend wichtiger geworden ist, die wirklichen Strömungsbedingungen im transsonischen und supersonischen Bereich zu kennen, die in einer im Betrieb befindlichen Gasturbine vorherrschen, besteht daher ein Bedarf nach einer Meßsonde mit verbesserter Form, um die Nachteile herkömmlicher Sonden zu eliminieren. Insbesondere liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sonde bereitzustellen, die innerhalb des Machzahl-Bereiches von 0,8-2,0 verwendet werden kann und die eine im Winkel einstellbare sogenannte Nullsonde mit hoher Richtungsgenauigkeit im Größenbereich von ca. 0,2º sein muß. Der Vorteil einer sogenannten Nullsonde besteht darin, daß bei ihrer Einstellung in genauer Ausrichtung mit der Strömung die beiden zu messenden Drucke gleich sind. Die Messung ist dann unabhängig von dem Druck und der Strömungsgeschwindigkeit und es muß kein dritter Druck gemessen werden. Daher beruht die vorliegende Erfindung auf dem Gedanken, daß eine Sondenprofilform gefunden werden muß, die nicht die Strömungsnachteile herkömmlicher Sondenformen aufweist und in der gleichzeitig die erforderlichen Verbindungsschläuche zwischen den Druckabnehmeröffnungen und der Recheneinheit untergebracht werden können.
  • Es hat sich jetzt ergeben, daß dies erreichbar ist, und das Merkmal, welches die Erfindung im wesentlichen kennzeichnet, ist, daß die Sonde die Querschnittsform des Vorderabschnittes eines symmetrischen Flügelprofils der Art hat, wie es vom National Advisory Committee of Aeronautics, NACA (Nationales Luftfahrtberatungskomitee), Vereinigte Staaten von Amerika, als NACA 66-008, 64-015 und insbesondere NACA 66-015 kodifiziert ist.
  • Der Vorteil der Verwendung eines symmetrischen Flügelprofils eines derartigen kodifizierten Typs besteht darin, daß ein glattes Strömungsprofil an der Führungskante der Sonde erhalten wird. Außerdem wird auch bei sehr kleinen Abweichungen der Winkelausrichtungen der Sonde von der richtigen Strömungsrichtung ein sehr ausgeprägtes Druckdifferential erhalten, d.h. die gewünschte Genauigkeit von 0,2º kann erreicht werden. Überdies ermöglicht die Profilform, daß erforderlicher Raum innerhalb der Sonde zur Unterbringung der notwendigen Verbindungsschläuche zwischen den Druckabnehmeröffnungen und der Recheneinheit erhalten werden kann, auch wenn sich die Sondenöffnungen so nahe wie gewünscht an der Führungskante oder Profilnase befinden. Schließlich ermöglicht die Profilform ebenfalls, daß die erforderliche mechanische Festigkeit der Sonde trotz ihrer kleinen Abmessungen erhalten wird, wenn sie sich in einer im Betrieb befindlichen Gasturbine befindet, z.B. nach einem Rotor oder einem Stator.
  • Beispielhaft wird die Erfindung nachstehend weiter unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben.
  • Es zeigen
  • Fig. 1 eine Aufrißansicht einer richtungsanzeigenden Sonde gemäß der Erfindung,
  • Fign. 1a und 1b Querschnitte der Sonde aus Fig. 1 jeweils entlang der Linien A-A und B-B, und
  • Fig. 2 einen fragmentarischen Schnitt einer Gasturbine, in die eine erfindungsgemäße Meßsonde mit dazugehörigem Mechanismus zur Winkel- und Verschiebeeinstellung und Recheneinheit eingesetzt ist.
  • Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, wird eine Meßsonde 1 zur Anzeige der Richtung eines durch eine Gasturbine strömenden Gases radial in eine Gasturbine 2 an einer Stelle stromabwärts eines Turbinenlaufrads oder eines Rotors 3 eingeführt. Um die Messung der Strömungsrichtung über die gesamte Breite des ringförmigen Raumes stromabwärts des Rotors zu ermöglichen, wird die Meßsonde 1 mittels eines nicht weiter dargestellten, außerhalb der Gasturbine vorhandenen Mechanismus 4 für Winkel- und Verschiebeeinstellungen radial beweglich angeordnet.
  • Die Sonde 1 selbst besteht aus einem geraden Körper mit einer Querschnittsform, die erfindungsgemäß als vorderer Abschnitt eines symmetrischen Flügelprofils der Standardart ausgebildet ist. Ungefähr in der Mitte der Länge dieses Körpers befinden sich zwei Meß- oder Druckabnehmeröffnungen 5, die nebeneinander im wesentlichen in derselben Querschnittsebene angeordnet sind und von denen jede in einer der einander gegenüberliegenden Profiloberflächen liegt, die der Strömung zugewandt sind. Durch Leitungen 6 in der Sonde sind diese Öffnungen mit einem nicht weiter dargestellten Druckwandler 7 verbunden, welcher wiederum an eine Recheneinheit 8 angeschlossen ist.
  • Aufgrund der Wahl einer Profilform der Sonde 1 entsprechend dem Vorderabschnitt eines symmetrischen Flügelprofils des Standardtyps wird nunmehr erfindungsgemäß der Vorteil erzielt, daß die Meß- oder Druckabnehmeröffnungen 5 ausreichend weit vor dem Profil angeordnet werden können, d.h. in der Nähe der Führungskante, um eine hohe Sensibilität verfügbar zu machen, d.h. ein größtmögliches Druckdifferential zwischen den beiden gegenüberliegenden Seiten der Sonde und den darin angeordneten Öffnungen 5, sobald die Sonde 1 nicht perfekt mit der Gasströmung ausgerichtet ist, sondern sich an der Sonde 1 eine Überdruckseite und eine Unterdruckseite bilden. Im Gegensatz zu der früher verwendeten Keilform der Sonde, bei der die scharfe Führungskante ein Umströmen derselben verhindert, ergibt eine Flügelprofilform gemäß der Erfindung eine glatte Ablenkung an der Führungskante.
  • Bezüglich der Länge der Sonde 1, d.h. der "Höhe", gibt es keine besondere Begrenzung; da jedoch ein größtmögliches Druckdifferential zwischen den zwei Profilseiten der Sonde erhalten werden soll, ist es wünschenswert, daß in Schräglage der Sonde in Bezug zu der Gasströmung ein geringstmögliches Ablaufen von der Überdruckseite zu der Unterdruckseite auftritt. In einer bevorzugten Ausführungsform wurde daher die Profilhöhe so gewählt, daß sie ca. ein Dreifaches der Profillänge betrug, wobei die Sonde auch gegenüber schrägen radialen Strömungen unempfindlich sein und sichergestellt wird, daß sie gute Festigkeitseigenschaften hat.
  • Wie aus Fig. 1 zu sehen ist, wird die Sonde 1 von einem Sondenschaft 10 getragen, der im vorliegenden Fall eine zylindrische Form hat und durch die äußere Wand der Gasturbine verläuft und die Sonde mit dem Mechanismus 4 zur Winkel- und Verschiebeeinstellung verbindet. An dem von dem Schaft 10 entfernten Ende der Sonde 1 hat diese Sonde vorzugweise auch eine Verlängerung 11, so daß sie von einem mit dem Gehäuse der Gasturbine 2 verbundenen Abschnitt gestützt und geführt werden kann.
  • Als Flügelprofil des Standardtyps werden vorzugsweise Profile der NACA-Reihe gewählt, und im bevorzugtesten Fall eines der folgenden Profile, nämlich NACA 66-008, NACA 64-015 und NACA 66-015. Dabei ist es am besten, den Abschnitt des vorderen Fünftels dieser Profile auszuwählen.
  • Durch die Erfindung wird daher eine Strömungsrichtungsanzeigesonde erhalten, deren Sensibilität erheblich höher ist als die früher bekannter Sonden mit zylindrischer oder Keilform. Die Sonde hat sich als besonders gut geeignet erwiesen für transsonische und supersonische Strömungen, auch bei derartig qualifizierten Anwendungen wie in einer modernen Gasturbine, in der der für die Sonde verfügbare Raum äußerst begrenzt und von einer so kleinen Größenordnung wie 4,85 mm ist, was nahelegt, daß die Sonde ca. 3,5 mm nicht überschreiten darf. Aus konstruktiver Sicht hat die Sonde der vorgeschlagenen Form auch eine derartige Eigensteifheit, die ausreicht, ein Verbiegen oder Brechen der Sonde aufgrund der Gasströmung in der Turbine zu verhindern. Die Sonde könnte jedoch auch vorteilhaft im subsonischen Strömungsbereich verwendet werden.
  • Die erfindungsgemäße Sondenform oder -profil ergibt bereits bei geringen Abweichungen von der genauen Ausrichtung mit der Strömungsrichtung der Gase große Druckdifferentiale zwischen den Meßöffnungen 5, insbesondere in Verbindung mit supersonischen Strömungen, und ermöglicht daher eine hohe Meßgenauigkeit in einem Strömungsgeschwindigkeitsbereich, der bis dahin ernste Probleme bereitet hatte. Zur gleichen Zeit ergibt sich ebenfalls bei geringen Außenabmessungen der Sonde ausrei-chend Innenraum für die erforderlichen Leitungen zu Meßöffnungen 5.

Claims (2)

1. Richtungsanzeigegerät für Gasströmungen mit einer transsonischen oder supersonischen Geschwindigkeit, insbesondere in begrenzten oder engen Räumen und umfassend eine Druckmeßsonde (1), die in die Gasströmung eingesetzt ist, und einen Mechanismus (4) zur Einstellung der Sonde durch Drehen und Verschieben, mit einer mit ihr verbundenen Recheneinheit (8), wobei die Sonde zwei Druckabnehmeröffnungen (5) an ihrer stromaufwärts gerichteten Seite hat, die lateral nebeneinander angeordnet sind, wobei sich aus dem Nichtvorhandensein eines Druckdifferentials zwischen den Öffnungen ergibt, daß die Sonde in der Strömungsrichtung ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde (1) die Querschnittsform des Vorderabschnittes eines symmetrischen Flügelprofils des Typs hat, der vom National Advisory Committee of Aeronautics, NACA, Vereinigte Staaten von Amerika, als NACA 66-008, 64-015 und insbesondere NACA 66-015 kodifiziert ist.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde (1) eine Querschnittsform hat, die dem vorderen Fünftel dieses symmetrischen Flügelprofils entspricht.
DE19883879413 1987-11-16 1988-11-14 Richtungsanzeigegeraet fuer gasstroemungen mit einer geschwindigkeit im bereich der schallgeschwindigkeit oder darueber. Expired - Fee Related DE3879413T2 (de)

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