DE3880733T2 - Frequenzabhaengiger ueberspannungsschutz fuer hochspannungseinrichtungen. - Google Patents

Frequenzabhaengiger ueberspannungsschutz fuer hochspannungseinrichtungen.

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DE3880733T2
DE3880733T2 DE8888201040T DE3880733T DE3880733T2 DE 3880733 T2 DE3880733 T2 DE 3880733T2 DE 8888201040 T DE8888201040 T DE 8888201040T DE 3880733 T DE3880733 T DE 3880733T DE 3880733 T2 DE3880733 T2 DE 3880733T2
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    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H9/00—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
    • H02H9/005—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection avoiding undesired transient conditions

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz eines elektrischen Gerätes gegen Überspannung.
  • Derartige Vorrichtungen sind allgemein bekannt.
  • Eine derartige, bekannte Vorrichtung hat ein virtuell festes Sicherheitsspannungsniveau, so daß die im allgemeinen parallel mit der zu schützenden Einrichtung verbundene Schutzvorrichtung anspricht, wenn die zugeführte Spannung das Sicherheitsspannungsniveau der Schutzvorrichtung überschreitet. Wenn das Sicherheitsspannungsniveau der Schutzvorrichtung so ausgewählt ist, daß es an den Grenzen kleiner als die maximal zulässigen Spannungen der während der Betriebsbedingungen zu schützenden Einrichtung ist, so ist das zu schützende Gerät ausreichend gegen die sehr oft in Netzwerken auftretenden hohen Spannungen geschützt. Diese resultieren aus der Verwendung von Schaltern oder aus dem Auftreten von Blitzschlägen. Die Testspannungen des zu schützenden Gerätes (beispielsweise eines Transformators) stellen im allgemeinen nationale und internationale Normen zufrieden, die höher sind als die maximal zulässige Spannung des Netzwerkes, in dem das Gerät verwendet wird.
  • In der Praxis wurde herausgefunden, daß trotz dieses auf den ersten Blick offensichtlich ausreichenden Schutzes, auf diese Weise geschützte Geräte nichts desto Trotz durch innere Überspannungsphänomene beeinflußt werden können, die zu einer Funktionsstörung führen können.
  • Forschungen haben gezeigt, daß als Resultat der Resonanz (ein derartiges Gerät ist oftmals mit reaktiven und kapazitiven Komponenten eingerichtet) das getestete Spannungniveau lokal überschritten werden kann, während das Spannungsniveau an den Terminals des Gerätes und an den Terminals der Schutzvorrichtung noch unter dem Sicherheitsniveau liegen. Bei dieser Forschung wurde ebenfalls herausgefunden, daß derartige Resonanzspannungen üblicherweise hohe Frequenzen haben.
  • Um elektrische Geräte gegen derartige Phänomene zu schützen, zeigt US-A-4.095.163 ein Gerät zum Schutze einer elektrischen Einrichtung gegen Überspannung, bei dem das Schutzspannungsniveau frequenzabhängig ist aufgrund der Reihenschaltung eines Kondensators und eines Elementes mit einer spannungsabhängigen Impedanz.
  • Als Resultat der Anwendung eines derartigen frequenzabhängigen Schutzes, wobei das Sicherheitsspannungsniveau der Schutzvorrichtung in den Frequenzbereichen verringert wird, bei denen Resonanz auftritt, ist es möglich, die Entwicklung von inneren Spannungen in dem Gerät als Resultat von Resonanz, die Werte erreichen kann, welche das Gerät schädigen können, zu verhindern.
  • Es wird hierbei festgehalten, daß die resonanten Frequenzen derartiger Phänomene, selbst des gleichen Gerätes, nicht konstant sind; unter anderen Faktoren hängen sie von der magnetischen Sättigung der Eisenschaltkreise, welche einen Teil der im Inneren des Gerätes vorliegenden Selbstinduktionen bilden, von der Schaltkreiskonfiguration der innerhalb des Gerätes angeordneten Elemente und von der bestehenden Netzwerkkonfiguration ab.
  • Allgemein gesprochen ist die Frequenz eines derartigen Phänomens größer als die Netzwerkfrequenz, so daß es im Falle von Frequenzen, die von der Netzwerkfrequenz abweichen, ein geringeres Sicherheitsniveau ausgewählt wird, um einfach ein derartiges Phänomen auffangen zu können.
  • In diesem aus der US-A-4.095.163 bekannten Schaltkreis wird dem Einfluß der Netzwerkkonfiguration (und auch nicht der Impedanz des zu schützenden Gerätes) Rechnung getragen, wobei die Impedanzen hauptsächlich einen induktiven Charakter aufweisen.
  • Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, den Einfluß der Impedanz des Gerätes und des Netzwerkes zu reduzieren.
  • Demgemäß liefert die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zum Schutz eines elektrischen Gerätes, mit einer Reihenschaltung zweier Elemente mit einer spannungsabhängigen Impedanz und einem Kondensator, der parallel mit einem der Elemente, wie dies in Anspruch 1 ausgeführt ist, schaltungsmäßig verbunden ist.
  • In dem mehrere Freiheitsgrade bei der Dimensionierung zur Verfügung gestellt werden, kann die Impedanz (Induktivität) des Netzwerkes und des zu schützenden Gerätes berücksichtigt werden, wobei deren Einfluß reduziert wird.
  • FR-A-2097418 offenbart eine Schaltung zum Schutz eines elektrischen Gerätes gegen Überspannung, mit einer Vorrichtung mit zwei Hauptelektroden und einer Hilfselektrode, der die Spannung über einen Resonanzkreis zugeführt wird. Diese Konfiguration, bei der die Hilfselektrode die Zündung einleitet, wird zur Minderung der Verzerrung zwischen den Elektroden verwendet. Desweiteren findet die Resonanz in dem Resonanzkreis bei der Netzwerkfrequenz statt um gegenüber Überspannung in der Netzwerkfrequenz zu schützen. Die folgende Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.
  • Es zeigen:
  • Fig. 1 ein Diagramm eines bekannten klassischen Schutzschaltkreises;
  • Fig. 2 ein Diagramm eines anderen bekannten Schutzschaltkreises;
  • Fig. 3 ein Diagramm eines ersten Schutzschaltkreises gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • Fig. 4 ein Diagramm eines zweiten Schutzschaltkreises gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • Fig. 5 einen Graphen zur Erläuterung der Erfindung und
  • Fig. 6 eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 1 zeigt in schematischer Form ein durch eine Spannungsquelle 2 und eine Impedanz 3 repräsentiertes Netzwerk 1. Dieses Netzwerk ist mittels einer Spannungsversorgungsleitung mit einem Transformator 4 verbunden. Um den Transformator 4 gegen eine vom Netzwerk 1 stammende Überspannung zu schützen ist eine Überspannungsschutzschaltung 6 zwischen dem Netzwerk 1 und dem Transformator 4 angeordnet. Diese bekannte Überspannungsschutzschaltung 6 ist durch einen spannungsabhängigen Widerstand, in diesem Falle einen Varistor 7, gebildet. Dieser Varistor 7 ist derart dimensioniert, daß er bei Überschreiten seines Sicherheitsspannungsniveaus zu leiten beginnt, so daß ein das Sicherheitsspannungsniveau des Transformators 4 überschreitender Spannungspeak über den Varistor 7 zur Erde abgeleitet wird.
  • Die Grenzen dieser Schaltung wurden in der Einleitung diskutiert.
  • Um diese Probleme zu vermeiden, wurde ein frequenzabhängiger Überspannungsschutz im Stand der Technik vorgesehen, dessen Ausführungsbeispiel in Fig. 2 gezeigt ist. Das hier gezeigte Ausführungsbeispiel der Überspannungsschutzschaltung 8 ist in diesem Falle wieder zwischen einem durch die Kombination einer Spannungsquelle 2 und einer Impedanz 3 repräsentierten Netzwerk 1 und einen Transformator schaltungsmäßig verbunden.
  • Diese Überspannungsschutzschaltung 8 ist durch eine Reihenschaltung eines Kondensators 9 und eines Varistors 10 ausgebildet, die zwischen die Spannungsversorgungsleitung 5 und Erde geschaltet sind.
  • Der Kondensator 9 und der Varistor 10 sind derart dimensioniert, daß der Betrieb dieser Überspannungsschutzschaltung 8 im Falle einer Netzwerkfrequenz der gleiche ist wie der einer bekannten Überspannungsschutzschaltung 6 gemäß Fig. 1. Bei höheren Frequenzen wird jedoch die Impedanz des Kondensators 9 abnehmen, so daß die Spannung über dem Varistor 10 größer wird. Dies hat zur Folge, daß das Sicherheitsspannungsniveau des Varistors 10 schon bei einer geringeren Arbeitsspannung erreicht wird als im Falle der Netzwerkfrequenz. In dieser Schaltung wird der Impedanz 3 des Netzwerkes (und dem zu schützenden Gerät) keine Rechnung getragen, wobei die Impedanz im allgemeinen einen induktiven Charakter hat. Diese Impedanz wird dazu neigen, die erforderliche frequenzabhängige Natur der Schaltung zu zerstören.
  • Die in Fig. 3 gezeigte erfindungsgemäße Schaltung zielt darauf ab, den Einfluß der Netzwerkimpedanz bei Betrieb der Schaltung zu verringern. Diese Schaltung umfaßt zwei in Reihe geschaltete Varistoren 10, 11, wobei ein Kondensator 9 parallel zu dem Varistor 11 geschaltet ist. Bei der Dimensionierung dieser Schaltung wurde die Impedanz (Induktanz) des Netzwerkes berücksichtigt, so daß die gewünschte Charakteristik angenähert werden kann. Die Varistoren 10 und 11 stellen einen Schutz bei normalen Netzwerkfrequenzen sicher, wobei sich im Falle höherer Frequenzen als Folge des Kondensators 9 die Spannung über dem Varistor 10 erhöht, so daß dieses Element dann alleine den Schutz übernimmt. Der Betrieb dieser Schaltung ist jedoch immer noch bis zu einem gewissen Grade abhängig von der (variablen) Impedanz des Netzwerkes und dem zu schützenden Gerät.
  • Fig. 4 zeigt eine zweite erfindungsgemäße Überspannungsschutzschaltung. Diese Überspannungsschutzschaltung 12 ist wieder zwischen einem Netzwerk 1 und einem Transformator 4 schaltungsmäßig verbunden. Die Überspannungsschutzschaltung 12 ist durch eine Reihenverbindung eines Kondensators 13 und einer Induktanz bzw. Induktivität l4, ausgebildet. Ein Varistor 15 bzw. 16 ist parallel mit dem Kondensator 13 wie auch mit der Induktanz bzw. Induktivität 14 verbunden. In dieser Schaltung ist der Einfluß der Impedanz des Netzwerkes und des zu schützenden Gerätes tatsächlich eliminiert, da diese Impedanzen im Verhältnis zu der Induktanz bzw. Induktivität 14 klein sind.
  • Der Betrieb dieser Schaltung basiert gleichfalls auf der Tatsache, daß die Spannung über dem Kondensator mit der Frequenz abnimmt und ebenfalls auf der Tatsache, daß die Spannung über der Induktivität mit der Frequenz zunimmt. Indem eine geeignete Auswahl der relevanten Varistoren getroffen wird, wird das Sicherheitsspannungsniveau der Schutzvorrichtung fixiert. Sicherlich muß hier der Tatsache Beachtung geschenkt werden, daß das Sicherheitsspannungsniveau in der Netzwerkfrequenz dem Sicherheitsspannungsniveau der in Fig. 1 gezeigten Schaltung entspricht.
  • Durch Verwendung beispielsweise eines Schalters ist es ebenso möglich das Sicherheitsspannungsniveau einstellbar zu gestalten. Das Sicherheitsspannungsniveau kann auf diese Weise auf den in dieser Situation geeignetsten Wert eingestellt werden wenn die Schutzschaltung installiert ist.
  • Diese Schaltung hat den weiteren Vorteil gegenüber den in Fig. 3 gezeigten Schaltungen, das aufgrund der größeren Anzahl an Komponenten die Anzahl an Freiheitsgraden bei der Wahl der gewünschten Frequenzcharakteristik größer ist.
  • Sicherlich muß hier der Tatsache Rechnung getragen werden, daß es keine vollkommen freie Wahl der Werte für den Kondensator und die Induktivität gibt, da der Blindleistungseingang und -ausgang dieser Schaltung berücksichtigt werden müssen. Die niedrigst mögliche Resonanzfrequnez der Reihenschaltung des Kondensators und der Induktivität können ausgewählt werden, so daß das Sicherheitsspannungsniveau steil über die Netzwerkfrequenz fällt.
  • Fig. 5 zeigt einen Graphen der Admittanz der Schaltung gemäß Fig. 4, wobei Y = Admittanz, f = Frequenz und f&sub0; = Resonanzfrequenz der L-C Reihenschaltung.
  • Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform der in Fig. 4 gezeigten Überspannungsschutzschaltung. Diese Überspannungsschutzschaltung wird durch ein auf einem Metallfuß 17 angeordnetes Isolationsgehäuse ausgebildet, wobei das Gehäuse an seiner Spitze mit einer Metallabdeckung 19 abgeschlossen ist. Zwei jeweils von einem Isolationsgehäuse 20 umgebene säulenförmige Räume 21, 22 sind in dem Gehäuse angeordnet. Unterhalb jeder dieser Säulen 21, 22 ist eine mit einem Gehäuse versehene Spiralfeder 23 montiert. Auf einer der Spiralfedern 23 in der Säule 21 ist eine Spule 24 befestigt, welche die Induktanz bzw. Induktivität 14 repräsentiert. Eine Aufeinanderfolge von in Reihe miteinander verbundener Kondensatoren 25 sind oberhalb der Spule 24 angeordnet. Diese Kondensatoren repräsentieren die Kapazität 13.
  • Ein Stapel an Varistoren 26 ist in der anderen Säule 22 oberhalb der anderen Spiralfeder 23 angeordnet eingepaßt. Dieser Stapel an Varistoren 26 repräsentiert den Varistor 16. Ein zweiter Stapel an Varistoren 27 ist oberhalb des Stapels an Varistoren 26 angeordnet. Dieser zweite Stapel an Varistoren repräsentiert den Varistor 15.
  • Zwischen Spule 24 und dem Stapel an Kondensatoren 25 und zwischen den zwei Stapeln an Varistoren 26, 27 ist eine Leiterplatte 30 angeordnet, welche die Querverbindung 31 in Fig. 4 repräsentiert. Oberhalb des zweiten Stapels an Varistoren 27, wie auch oberhalb des Stapels an Kondensatoren 25 ist wieder eine Spiralfeder 28 montiert. Spiralfedern 28 und 23 halten die Stapel an Varistoren, Kondensatoren und die Spule zurück und fixieren sie in ihrer korrekten Position. Die Spiralfedern dienen außerdem als Leiter, so daß die Unterseite des relevanten Stapels mit dem Fuß 17 verbunden ist und das obere Ende mit der Abdeckung 19. Oben auf der Abdeckung 19 ist eine Verbindung 29 angeordnet.
  • Die in Fig. 4 gezeigte Schaltung muß selbstverständlich nicht in dieser Weise ausgeführt sein; viele andere Ausführungsformen sind möglich.

Claims (5)

1. Vorrichtung zum Schutz eines elektrischen Gerätes (4) gegen Überspannung, bei der ein Kondensator (9, 13) mit einem Element mit einer spannungsabhängigen Impedanz (11, 15) schaltungsmäßig parallel verbunden ist, gekennzeichnet durch eine Reihenverbindung zweier Elemente mit einer spannungsabhängigen Impedanz (10, 11; 15, 16), wobei der Kondensator (9, 13) parallel mit einem (11; 15) dieser Elemente schaltungsmäßig verbunden ist, die Dimensionierung der Schaltungen derart ist, daß beide Elemente Schutz bei normalen Netzwerkfrequenzen sicherstellen, und durch eine Auslegung, daß bei höheren Frequenzen das Element, das nicht parallel mit dem Kondensator (9, 13) schaltungsmäßig verbunden ist, den Schutz übernimmt, wodurch wirkungsvoll die Sicherheitsspannung der Schutzvorrichtung erniedrigt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Induktanz bzw. Induktivität (14) parallel mit dem anderen Element (16) schaltungsmäßig verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherheitsspannungsniveau einstellbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente mit einer spannungsabhängigen Impedanz (10, 11; 15, 16) durch Varistoren gebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Elemente in einem Gehäuse angeordnet sind.
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