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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines N-
substituierten Amins, welches die Umsetzung eines Alkohols oder
Aldehyds mit Ammoniak oder einem primären oder sekundären Amin
umfaßt.
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Das gemäß der Erfindung hergestellte Amin stellt ein Material
dar, das vom industriellen Standpunkt aus betrachtet, wichtig
ist als Zwischenstufe für ein Rostschutzmittel,
oberflächenaktives Mittel, Germizid, eine Färbehilfe und einen Faserweichmacher
usw..
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Im Stand der Technik ist es bekannt, daß ein Alkohol oder ein
Aldehyd mit Ammoniak oder einem primären oder sekundären Amin zu
dem entsprechenden Amin umgesetzt wird. Jedoch war es bisher
schwierig, ein bestimmtes Amin über eine Reaktion eines Alkohols
oder ähnlichem mit einem Amin oder ähnlichem selektiv
herzustellen.
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Beispiele für das Verfahren zum Herstellen eines Amins aus einem
Alkohol und einem Amin umfassen solche, die in den japanischen
Patentoffenlegungsschriften Nr. 19604/1977
(Kupferchromit-Katalysator und Kobalt-Katalysator) und 59602/1978 (Kupfer/Molybden
und Kupfer/Wolfram-Katalysatoren), dem US-Patent Nr. 3 223 734
(Raney Nickel-Katalysator und Kupferchromit-Katalysatoren), der
westdeutschen Patentoffenlegungsschrift Nr. 1 493 781 (Kobalt-
Katalysator auf einem Träger), der japanischen
Patentveröffentlichung Nr. 55704/1982 (Kupfer/Nickel-Katalysator) usw.
beschrieben sind. Jedoch sind diese Katalysatoren sowohl bezüglich
der katalytischen Aktivität und der Selektivität ungenügend und
müssen in einer großen Menge verwendet werden, was zu einer
niedrigen Ausbeute des beabsichtigten Amins führt. Um diese
Probleme zu lösen, wurden die in den japanischen
Patentoffenlegungsschriften Nr. 15865/1986, 149646/1987, 149647/1987 und
149648/1987 beschriebenen Verfahren entwickelt. Bei diesen
Verfahren wird ein Katalysator aus Kupfer/Nickel/Metallelement aus
der Platingruppe VIII verwendet, um das beabsichtigte Amin in
hoher Ausbeute herzustellen. D.h., bei diesen Verfahren wird das
Amin hergestellt in hoher Ausbeute über die Addition einer
geringen Menge eines Platinmetallelements der Gruppe VIII zu einem
herkömmlichen Kupfer/Nickel-Katalysator mit ungenügender
Aktivität und Selektivität zum Zweck der Verbesserung der Aktivität
und Selektivität.
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Jedoch ist das Verfahren, bei dem die Reaktion in Gegenwart
dieses Katalysators durchgeführt wird, nicht immer
zufriedenstellend vom Standpunkt der Haltbarkeit des Katalysators aus
betrachtet. Spezifisch, obwohl dieses Verfahren bezüglich der
Aktivität und Selektivität gegenüber allgemeinen Verfahren
überlegen ist und nur wenig oder keine Erniedrigung der Aktivität
des Katalysators, selbst nach Wiederaufarbeitung und
Wiederverwendung von einigen zehn Malen, mit sich bringt, ist die
Selektivität erniedrigt. Daher wird bezüglich der Herstellung eines
N-substituierten Amins im Handelsmaßstab eine weitere
Verbesserung für die Haltbarkeit erwünscht vom Gesichtspunkt der
Ausbeute und Qualität des gebildeten N-substituierten Amins aus
betrachtet.
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Jedoch führen N-substituierte Amine, die in Gegenwart dieser
Katalysatoren hergestellt wurden, zur Verschlechterung des
Farbtons wenn sie in quaternäre Ammoniumsalze
(Tetraalkylammoniumsalz,
Trialkylbenzylammoniumsalz usw.) übergeführt werden,
wodurch nachteilig eine merkliche Verschlechterung der
Leistungsfähigkeit in der Anwendung, wie als oberflächenaktive Mittel,
verursacht wird.
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DE-A-3641666 offenbart die Herstellung eines sekundären Amins
durch Umsetzung eines Alkohols oder Aldehyds in Gegenwart eines
Katalysators aus Kupfer, Nickel und einem Metall der
Platingruppe bei bestimmten Temperaturen und Drücken und dem Entfernen von
in der Reaktion gebildetem Wasser.
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DE-A-403433 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines
tertiären Amins, bei dem bestimmte Alkohole, Aldehyde oder Ketone
bei 150 bis 300º C in Gegenwart eines homogenen kolloidalen
Zwei- oder Drei-Komponenten-Katalysators, enthaltend ein
Carbonsäuresalz, umgesetzt werden.
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Die Erfindung schafft ein Verfahren zur Herstellung eines N-
substituierten Amins, umfassend die Umsetzung eines Alkohols
oder eines Aldehyds mit Ammoniak, einem primären Amin oder einem
sekundären Amin, bei 150 bis 250º C bei einem Druck von
Atmosphärendruck bis 100 atm Manometeranzeige (1 atm = 1,0325 x 10&sup5;
Pa), während das in der Reaktion gebildete Wasser entfernt wird,
in Gegenwart eines Katalysators, umfassend (1) Kupfer, (2) ein
Metall, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Chrom, Mangan,
Eisen und Zink, und (3) ein Metall der Platin VIII-Gruppe.
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Bevorzugt beträgt das molare Verhältnis der Komponente (1) zu
(2) 10/90 bis 99/1, vorzugsweise 1/9 bis 9/1 oder 50/50 bis
99/1, das molare Verhältnis der Komponente (3) zu der
Gesamtsumme von (1) und (2) beträgt 0,001 bis 0,1.
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Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme des
Katalysators näher erläutert.
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Die Erfinder stellten extensive und intensive Untersuchungen
bezüglich der Zunahme der Aktivität und Selektivität in Folge
der Zugabe einer geringen Menge eines Metallelements der
Platingruppe VIII zu einem Katalysator aus einem
Übergangsmetallelement der vierten Periode (mit Ausnahme von Nickel), das eine
ungenügende Aktivität und Selektivität besitzt, an und fanden
als Ergebnis hiervon, daß die Zugabe einer geringen Menge eines
Metallelements der Platingruppe VIII zu einem
Übergangsmetallelement der vierten Periode, ausgewählt aus Chrom, Mangan, Eisen
und Zink, zu einer merklichen Zunahme der Aktivität und
Selektivität eines Katalysators führt und die Bildung eines
Katalysators mit einer Aktivität und Selektivität ermöglicht, die gleich
oder verbessert gegenüber jener eines
Kupfer/Nickel/Metallelement der Platingruppe VIII-Katalysators ist. Platin, Palladium,
Ruthenium und Rhodium sind wirksam als Metallelement der
Platingruppe VIII.
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Die Erfinder haben einen Katalysator mit einer hohen
Leistungsfähigkeit für die Aminierung entwickelt mit einer Aktivität und
Selektivität, die gleich oder überlegen jener eines
Katalysators, bestehend aus Kupfer/Nickel/Metallelement der Platingruppe
VIII, ist, durch die Verwendung eines nicht teuren und leicht
zugänglichen anderen Übergangsmetallelements der vierten
Periode, d.h. Chrom, Mangan, Eisen oder Zink anstelle von Nickel im
Katalysator aus Kupfer/Nickel/Metallelement der Platingruppe
VIII.
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Die Erfindung schafft ein Verfahren zur Herstellung eines N-
substituierten Amins in hoher Ausbeute, bei dem ein Alkohol oder
Aldehyd mit Ammoniak oder einem primären oder sekundären Amin
umgesetzt wird und das dadurch gekennzeichnet ist, daß die
Reaktion durchgeführt wird in Gegenwart eines Katalysators aus
Kupfer/Metallelement der vierten Übergangsperiode/Metallelement der
Platingruppe VIII bei einer Temperatur von 150 bis 250º C unter
atmosphärischem Druck oder einem Druck bis zu 100 atm
(Manometeranzeige) während das während der Reaktion gebildete Wasser
entfernt wird.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist die Aktivität des
Katalysators so hoch, daß es möglich ist, die Reaktion unter milden
Bedingungen mit einer einfachen Ausstattung durchzuführen und
die Reaktion in kurzer Zeit zu vervollständigen, selbst wenn der
Katalysator in einer sehr kleinen Menge vorhanden ist.
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Der erfindungsgemäße Katalysator zeigt eine Aktivität, die ein
Mehrfaches höher ist als jene des in der japanischen
Patentveröffentlichung Nr. 55704/1982 beschriebenen
Kupfer/Nickel-Katalysators, ebenso besitzt er eine ausgezeichnete Selektivität für
die Reaktion und besitzt eine Leistungsfähigkeit, die gleich
oder verbessert ist gegenüber jener eines Katalysators aus
Kupfer/Nickel/Metallelement der Platingruppe VIII. Weiterhin ist
der erfindungsgemäße Katalysator kostengünstiger und ist in
höherem Maße zugänglich als ein Katalysator aus
Kupfer/Nickel/Metallelement der Platingruppe VIII.
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Weiterhin besitzt der Katalysator aus
Kupfer/Übergangsmetallelement der vierten Periode/Metallelement der Platingruppe VIII
gemäß der Erfindung eine ausgezeichnete Haltbarkeit und besitzt
das Merkmal, daß nur eine geringe oder keine Erniedrigung in der
katalytischen Aktivität, selbst nach dem Wiedergewinnen und der
Wiederverwendung für einige Male bis einigen zehn Malen,
eintritt.
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Der erfindungsgemäße Katalysator zeigt eine Aktivität und
Selektivität, die viel höher ist als jene der herkömmlichen
Katalysatoren, wodurch es ermöglicht wird, daß die Reaktion bei
niedriger Temperatur unter Atmosphärendruck durchgeführt werden kann
und die notwendige Menge des Katalysators herabgesetzt werden
kann und ein N-substituiertes Amin herstellbar ist in einer
hohen Ausbeute, auch von dem entsprechenden verzweigten
aliphatischen Alkohol oder Aldehyd unter dem Gesichtspunkt einer
Verbesserung in der Selektivität für die Reaktion im Gegensatz zum
Stand der Technik, bei dem das beabsichtigte N-substituierte
Amin nicht in hoher Ausbeute hergestellt werden konnte.
Weiterhin ist es möglich, ein N-substituiertes Amin in sehr hoher
Ausbeute auch aus einem entsprechenden mehrwertigen Alkohol
herzustellen, bei dem im allgemeinen die Schwierigkeit
verursacht wird, die Ausbeute des Produkts zu erhöhen und ein Produkt
mit hoher Qualität herzustellen aufgrund des Auftretens einer
Nebenreaktion.
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Es ist notwendig, daß der in der Erfindung verwendete
Katalysator Kupfer enthält, ein Übergangsmetallelement aus der vierten
Periode und ein Metallelement der Platingruppe VIII (im
folgenden abgekürzt als "Platingruppenelement"). Bei der verwendeten
Metall-Katalysatorzusammensetzung sind die Anteile an Kupfer,
dem Metallelement der vierten Übergangsperiode und dem
Platingruppenelement nicht festgelegt. Jedoch ist das molare
Verhältnis an Kupfer zu dem Übergangsmetallelement der vierten Periode
10/90 bis 90/1, vorzugsweise 1/9 bis 9/1, insbesondere 50/50 bis
99/1, und das Verhältnis der Zugabemenge des
Platingruppenelements zu dem gesamten Kupfer und dem Übergangsmetallelement der
vierten Periode beträgt vorzugsweise 0,001 bis 0,1 (molares
Verhältnis), insbesondere 0,001 bis 0,05.
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Die Übergangsmetallelemente der vierten Periode, die
insbesondere für die Reaktion in der Erfindung geeignet sind, sind Chrom,
Mangan, Eisen und Zink, während die Platingruppenelemente, die
insbesondere für die Reaktion in der Erfindung nützlich sind,
Platin, Palladium, Ruthenium und Rhodium sind.
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Obwohl die Metall-Katalysatorzusammensetzung drei Komponenten
enthalten sollte, d.h. Kupfer, ein Übergangsmetallelement der
vierten Periode und ein Platingruppenelement, kann der geeignete
Katalysator für die Erfindung verschiedene Formen besitzen.
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In der Erfindung kann nur in dem Fall, wenn drei Komponenten,
d.h. Kupfer, ein Übergangsmetallelement der vierten Periode und
ein Platingruppenelement, im Reaktionssystem als
Katalysatorzusammensetzung vorhanden sind, eine Wirkung durch die
Wechselwirkung unter den drei Komponenten erzielt werden. Daher besitzt
diese Drei-Komponenten-Zusammensetzung eine substantielle
Funktion als Katalysator und in der Reaktion wird die katalytische
Aktivität nicht entwickelt bis eine metallische Komponente in
einer Wasserstoffatmosphäre reduziert wird. Aus diesem Grund
besteht in der Erfindung keine Beschränkung bezüglich der Form
der Metalle vor der Reduktion und dem Zustand des Systems nach
Vervollständigung der Reduktion insofern, als die Reduktion in
einer Wasserstoffatmosphäre gemäß dem in dieser Beschreibung
erläuterten Verfahren zu einer Wechselwirkung zwischen Kupfer,
dem Übergangsmetallelement der vierten Periode und dem
Platingruppenelement führt.
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Daher können die in dem erfindungsgemäßen Verfahren geeigneten
Metalle irgendeine der folgenden Formen besitzen, insofern als
die drei unerläßlichen Metallkomponenten der Erfindung eine
Wechselwirkung durch die Reduktion in einer
Wasserstoffatmosphäre untereinander bewirken:
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1) eine Form eines Metalls, eines Oxids oder eines Hydroxids
davon und eine Mischung davon, die in einem Reaktionsmedium
dispergiert werden kann;
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2) eine Form, bestehend aus entweder einer Mischung aus Kupfer,
einem Übergangsmetallelement der vierten Periode und einem
Platingruppenelement auf geeigneten Trägern oder drei
Komponenten, d.h. Kupfer, einem Übergangsmetallelement der
vierten Periode und einem Platingruppenelement, die homogen
auf einem einzigen Träger aufgetragen sind und in einem
Reaktionsmedium dispergiert werden können;
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3) eine Form eines aliphatischen Carbonsäuresalzes dieser
Metalle, eines Komplexes dieser Metalle, stabilisiert durch
einen geeigneten Liganden oder ähnliches, der in ein
metallisches Kolloid in einem Reaktionsmedium zur Ausbildung
eines homogenen Systems übergeführt wird; und
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4) eine Mischung in Form der oben beschriebenen Punkte 1) und
2), die dispergiert ist in einem Reaktionsmedium mit einer
unter Punkt 3) beschriebenen Form, die ein homogenes System
in einem Reaktionsssystem ausbildet oder eine Form, die sich
in einem dispergierten Zustand vor der Wasserstoffreduktion
befindet, jedoch nach der Wasserstoffreduktion homogen wird.
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Bezüglich der in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten
Katalysatorform ist es bevorzugt vom Standpunkt der
Stabilisation des Metall-Katalysators aus betrachtet, d.h. der
Immobilisation der aktiven Oberfläche und der Beständigkeit gegenüber
einem Katalysatorgift, daß die oben beschriebenen drei
Metallkomponenten homogen auf einen geeigneten Träger aufgebracht
sind.
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Wenn die drei Metallkomponenten gemäß der Erfindung, d.h.
Kupfer, ein Übergangsmetallelement der vierten Periode und ein
Platingruppenelement, auf einen Träger aufgebracht werden
sollen, sind geeignete Träger solche, die im allgemeinen als
Katalysatorträger verwendet werden, d.h. Tonerde,
Kieselerde/Tonerde, Diatomeenerde, Kieselerde, Aktivkohle und natürlicher und
künstlicher Zeolith. Obwohl die auf dem Träger aufgebrachte
Menge an Metall-Katalysator willkürlich bestimmt werden kann,
beträgt sie im allgemeinen vorzugsweise 5 bis 70 %.
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Diese drei Metallkomponenten können weiterhin auf einen Träger
mittels verschiedener Verfahren aufgebracht werden. In diesem
Fall kann die Form der Rohmetalle des Katalysators ein Oxid, ein
Hydroxid oder verschiedene Salze von Kupfer, einem
Übergangsmetall
der vierten Periode und einem Platingruppenelement sein.
Beispiele für die Form der Rohmetalle umfassen Chloride,
Sulfate, Nitrate, Acetate, aliphatische Carboxylate von Kupfer, einem
Übergangsmetallelement der vierten Periode und einem
Platingruppenelement oder Komplexe dieser Salze, beispielsweise
Acetylacetonkomplexe und Dimethylglyoximkomplexe von Kupfer, einem
Übergangsmetallelement der vierten Periode und einem
Platingruppenelement. Mit Bezug auf das Platingruppenelement können weiterhin
Carbonylkomplexe, Aminkomplexe, Phosphinkomplexe usw. ebenso
verwendet werden. Die Herstellung eines Katalysators durch
Aufbringen der Metallkomponenten auf einen Träger durch Verwendung
dieser Rohmetallmaterialien kann durchgeführt werden durch
irgendwelche herkömmlichen bekannten Verfahren, bei denen ein
Träger zu einer Lösung geeigneter Salze von Kupfer, einem
Übergangsmetallelement der vierten Periode und einem
Platingruppenelement zugegeben wird, um den Träger genügend mit der Lösung zu
imprägnieren, und Trocknen und Backen (Sintern) des
imprägnierten Trägers (Imprägnierungsverfahren), einem Verfahren, bei dem
ein Träger mit einer wässrigen Lösung geeigneter Salze von
Kupfer, einem Übergangsmetallelement der vierten Periode und einem
Platingruppenelement vermischt wird, und eine wässrige
alkalische Lösung, wie eine wässrige Natriumcarbonat- oder
Natriumhydroxidlösung oder wässriges Ammoniak zu der Mischung zugegeben
wird, um die Metallsalze auf den Träger niederzuschlagen; ein
Verfahren, bei dem gleichzeitig eine wässrige Lösung geeigneter
Salze von Kupfer, einem Übergangsmetallelement der vierten
Periode und einem Platingruppenelement und eine wässrige alkalische
Lösung, wie eine wässrige Natriumcarbonat- oder
Natriumhydroxidlösung oder wässriger Ammoniak zu einer Wasseraufschlämmung
eines Trägers in solch einer Weise zugegeben wird, daß der pH-
Wert der Aufschlämmung konstant bleibt (beispielsweise ein
konstanter pH-Wert von 7) zum Niederschlagen der Metallsalze auf
den Träger (die obigen zwei Verfahren werden als
"Co-Niederschlagsverfahren" bezeichnet), einem Prozeß, bei dem Natrium,
Kalium oder ähnliches mit Kupfer, einem Metallübergangselement
der vierten Periode und einem Platingruppenelement auf Zeolith
(Ionenaustauschverfahren) ausgetauscht wird, und ein Verfahren,
bei dem Kupfer, ein Übergangsmetallelement der vierten Periode,
ein Platingruppenelement und ein Aluminiummetall heißgeschmolzen
werden, die sich ergebende Schmelze abgekühlt wird unter
Ausbildung einer Legierung und Eluieren von in der Legierung
enthaltenem Aluminium mit einem Alkali, wie Natriumhydroxid
(Legierungsverfahren). Bei dem Chromniederschlagsverfahren wird der
Träger ausreichend gewaschen mit Wasser nach dem Niederschlagen
des Metalls, bei etwa 100º C getrocknet und bei 300 bis 700º C
zur Herstellung eines Katalysators gesintert (baked).
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Bei einem anderen wirksamen Verfahren werden nur Kupfer, oder
nur Kupfer und ein Metallübergangselement der vierten Periode,
auf einen Träger durch die oben beschriebenen Verfahren
aufgebracht und ein Übergangsmetallelement der vierten Periode und
ein Platingruppenelement werden zugegeben oder ein auf einem
Träger aufgebrachtes Platingruppenelement wird vor der Reaktion,
oder ein aliphatisches Carboxylat oder ein Komplex davon,
aufgetragen zur Ausbildung einer Zusammensetzung, umfassend eine
Kombination aus Kupfer mit dem Übergangsmetallelement der
vierten Periode und einem Platingruppenelement in einem
Reaktionsmedium in einer Wasserstoffatmosphäre.
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Bezüglich der Katalysatorform, ist es bevorzugt, daß die drei
Komponenten homogen auf denselben Träger aufgebracht sind.
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Die drei Komponenten, d.h. Kupfer, ein Übergangsmetallelement
der vierten Periode und ein Platingruppenelement sind
unerläßlich für die Erfindung.
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Alkohol oder Aldehyd als Ausgangsmaterial in der Erfindung sind
ein geradkettiger oder verzweigter gesättigter oder
ungesättigter aliphatischer Alkohol oder ein Aldehyd mit 8 bis 36
Kohlenstoffatomen. Beispiele für den Alkohol umfassen Octylalkohol,
Laurylalkohol, Myristylalkohol, Stearylalkohol, Behenylalkohol,
Oleylalkohol und eine Mischung davon, einen durch einen Ziegler-
Prozeß hergestellten Ziegleralkohol, einen Oxoalkohol,
hergestellt durch den Oxo-Prozeß und Alkohole mit verzweigter Kette,
wie einen Guerbetalkohol. Beispiele für Aldehyde umfassen
Lauraldehyd, Oxoaldehyd und den oben beschriebenen Alkoholen
entsprechende Aldehyde.
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Weiterhin können auch verschiedene mehrwertige Alkohole
verwendet werden und Beispiele umfassen 1,3-Butandiol, 1,4-Butandiol,
1,5-Pentandiol, 1,6-Hexandiol, 1,9-Nonandiol, Diethylenglycol
und Triethylenglycol. Beispiele anderer Alkohole umfassen
aromatische Alkohole, wie Benzylalkohol und Phenethylalkohol,
Polyoxyetheralkohole, wie in Form eines Addukts aus einem
aliphatischen Alkohol mit Ethylenoxid oder Propylenoxid, und
Aminoalkohole, wie Ethanolamin und Diethanolamin.
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Der Alkohol oder der Aldehyd sind vorzugsweise ein aliphatischer
Alkohol oder Aldehyd, ausgewählt aus gesättigten und
ungesättigten geradkettigen und verzweigten aliphatischen Alkoholen und
Aldehyden mit 8 bis 36 Kohlenstoffatomen und aliphatischen
Glycolen mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen. Das Amin, das mit diesen
Alkoholen oder Aldehyden umgesetzt wird, kann ein gasförmiges
oder flüssiges sein und Beispiele umfassen aliphatische Amine,
beispielsweise primäre Amine, wie Monomethylamin, Ethylamin und
Dodecylamin und sekundäre Amine, wie Dimethylamin, Diethylamin
und Didodecylamin.
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In der Erfindung ist es notwendig, das während der Umsetzung
eines Alkohols und eines Aldehyds mit einem Amin gebildete
Wasser aus dem Reaktionssystem zu entfernen. Wenn das gebildete
Wasser nicht aus dem Reaktionssystem entfernt wird, kann keine
aureichende katalytische Leistungsfähigkeit gemäß der Erfindung
erzielt werden. D.h., die katalytische Aktivität und
Selektivität werden erniedrigt, so daß es schwierig wird, ein
N-substituiertes Amin in hoher Ausbeute einfach herzustellen. Zum Beispiel
wird bei Durchführung der Reaktion unter Verwendung eines
Dimethylamins als Amin ohne Entfernung des gebildeten Wassers nicht
nur die Menge der Nebenprodukte, wie Monoalkylmethylamin, die
schwer abzutrennen sind durch bloße Destillation, erhöht,
sondern es wird auch ein hochsiedendes Material, wie ein Kondensat
eines Aldehyds, in großer Menge gebildet, wodurch die Ausbeute
des herzustellenden N-substituierten Amins erniedrigt wird.
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Wasser kann intermittierend oder kontinuierlich während der
Reaktion entfernt werden solange das gebildete Wasser gut
entfernt wird, so daß es nicht im Reaktionssystem für einen langen
Zeitraum verbleibt. Es ist bevorzugt, das Wasser jedes Mal bei
dessen Bildung zu entfernen. Genauer gesagt, ist es eine
herkömmliche Praxis, eine geeignete Menge an Wasserstoffgas in das
Reaktionssystem einzuführen, um das gebildete Wasser und das
überschüssige Amin (im Fall der Verwendung eines gasförmigen
Amins) zusammen mit dem Wasserstoffgas abzuziehen. Bei diesem
Verfahren ist es auch möglich, das Wasserstoffgas über eine
Kondensation und Abtrennung des gebildeten Wassers in einem
Kühler wiederzuverwenden. Weiterhin kann ein geeignetes
Lösungsmittel zu dem Reaktionssystem zugegeben werden mit nachfolgender
Destillation und Entfernung des gebildeten Wassers in Form eines
Azeotrops mit dem Lösungsmittel.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Katalysator vor der
Reduktion in einen Reaktor zusammen mit dem Ausgangsmaterial der
Erfindung, d.h. einem Alkohol oder einem Aldehyd, mit
nachfolgender Erhöhung der Temperatur auf die Reaktionstemperatur,
während gleichzeitig Wasserstoffgas zum Durchführen der Reduktion
zugegeben wird, eingebracht, obwohl der Katalysator, der separat
mit einem Wasserstoffgas reduziert wurde, verwendet werden kann.
D.h., der Katalysator aus Kupfer/Übergangsmetallelement der
vierten Periode/Platingruppenelement gemäß der Erfindung besitzt
auch ein signifikantes Merkmal, daß trotz der niedrigen
Reduktionstemperatur die Reduktion durchgeführt werden kann bei dem
Schritt der Erhöhung der Temperatur auf die Reaktionstemperatur.
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Die bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden nachfolgend kurz beschrieben.
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Ein Reaktionsgefäß, ausgerüstet mit einem Einleitrohr zum
Einführen von Wasserstoff und eines Amins und einem Kühler und
einem Abscheider zum Kühlen und Abscheiden von Wasser, das
während der Reaktion gebildet wird, wobei das überschüssige Amin
und ölige Substanzen abdestilliert werden, wird mit einem
Ausgangsmaterial beladen, d.h., einem Alkohol oder einem Aldehyd
und einem Katalysator. Die Menge des Katalysators kann
willkürlich sein. Da jedoch der Katalysator gemäß der Erfindung eine
hohe Aktivität besitzt, wird er gewöhnlich in einer kleinen
Menge von 0,1 bis 2 Gew.%, bezogen auf den Zugabealkohol oder
-aldehyd, verwendet. Das System wird mit Stickstoffgas gespült
und die Temperatur wird während dem Einleiten von Wasserstoff
dann erhöht. Die Reaktion wird gewöhnlich bei einer Temperatur
von 150 bis 250º C durchgeführt. Jedoch kann die
Reaktionstemperatur außerhalb des oben beschriebenen Bereichs in Abhängigkeit
der Reaktionsart liegen. Der Katalysator wird in einen
reduzierten aktiven Zustand während der Erhöhung der Temperatur
übergeführt. Wenn die Temperatur einen vorbestimmten Wert erreicht,
werden Ammoniak oder ein Amin zum Initiieren der Reaktion
eingeleitet. Das Amin kann gasförmig oder flüssig sein. Weiterhin
kann das Amin in das System in kontinuierlicher oder
intermittierender Weise oder auf einmal (im Fall eines flüssigen Amins)
eingeführt werden. Während der Reaktion wird das gebildete
Wasser aus dem Reaktionssystem zusammen mit gasförmigen Substanzen
(überschüssiges gasförmiges Amin im Fall der Verwendung von
Wasserstoff und einem gasförmigen Amin) abgenommen und durch
einen Kühler und Abscheider geleitet, um das Wasser von den
öligen Substanzen abzutrennen. Die Analyse der gasförmigen
Substanzen (überschüssiges gasförmiges Amin im Fall der Verwendung
von Wasserstoff und einem gasförmigen Amin) ergab, daß diese
gasförmigen Substanzen weitgehend frei von Nebenprodukten
(beispielsweise Kohlenwasserstoff- und Aminnebenprodukten, gebildet
durch Disproportionierung des Ausgangsamins) sind, d.h., sie
ergab, daß der Katalysator der Erfindung eine hohe Selektivität
besitzt. Daher wurde festgestellt, daß diese gasförmigen
Substanzen ohne einen speziellen Reinigungsschritt wiederverwendet
werden können. Nach Vollendung der Reaktion wird die
Reaktionsmischung selbst destilliert oder filtriert, um den Reaktanten
vom Katalysator abzutrennen. Das durch Filtration erhaltene N-
substituierte Amin kann zu einer sehr reinen Form destilliert
werden.
Beispiele
Beispiel 1 und Vergleichsbeispiele 1 und 2
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Ein ternärer Katalysator aus Kupfer/Übergangsmetallelement der
vierten Periode/Platingruppenelement auf einem synthetischen
Zeolith wurde wie nachfolgend beschrieben hergestellt.
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Ein 1 l-fassender Kolben wurde mit synthetischem Zeolith beladen
und eine wässrige Lösung, hergestellt durch Auflösen von
Kupfernitrat, Chromnitrat und Palladiumchlorid in Wasser bei einem
Kupfer : Chrom : Palladium molaren Verhältnis von 4 : 1 : 0,05,
wurde anschließend zugegeben und die Temperatur während dem
Rühren wird nachfolgend erhöht. Eine wässrige 10%-ige Na&sub2;CO&sub3;-
Lösung wurde bei 90º C zugetropft. Die Mischung wurde 1 Stunde
gealtert und die sich ergebenden Niederschläge wurden durch
Filtration gesammelt, mit Wasser gewaschen, bei 80º C für 10
Stunden getrocknet und bei 400º C für 3 Stunden gesintert
(baked). Die Menge des auf den Träger aufgebrachten sich ergebenden
metallischen Oxids betrug 50 %.
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Anschließend wurde eine Reaktion eines Alkohols mit einem
Diethylamin in Gegenwart des oben hergestellten Katalysators
durchgeführt. In den Vergleichsbeispielen wurde die Reaktion in
Gegenwart eines Katalysators aus Kupfer/Nickel/Palladium und einem
Katalysator aus Kupfer/Nickel, die auf die gleiche Weise wie
oben beschrieben hergestellt wurden, durchgeführt.
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Ein 1 l-fassender Kolben, ausgerüstet mit einem Kühler und einem
Abscheider zum Abscheiden des gebildeten Wassers, wurde beladen
mit 600 g Laurylalkohol und 1,5 g (0,25 Gew.%, bezogen auf den
Ausgangsalkohol) des oben beschriebenen Katalysators. Das System
wurde mit Stickstoff während dem Rühren gespült, und nachfolgend
wurde die Temperatur erhöht. Wenn die Temperatur 100º C
erreichte, wurde ein Wasserstoffgas in das System über eine
Strömungsmeßvorrichtung mit einer Strömungsrate von 10 l/Std eingeleitet
und die Temperatur wurde auf 200º C erhöht. Bei dieser
Temperatur wurde ein gemischtes Gas aus Dimethylamin und Wasserstoff in
das Reaktionssystem mit einer Strömungsmenge von 40 l/Std
eingeleitet und die Reaktion wurde durch Messung eines Aminwerts und
durch Gaschromatographie aufgezeichnet.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.
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Aus den Ergebnissen ergibt sich, daß das ternäre
Katalysatorsystem aus Kupfer/Nickel/Platingruppenelement (Pd), das ternäre
Katalysatorsystem aus Kupfer/Übergangsmetallelement der vierten
Periode (Cr)/Platingruppenelement (Pd), gemäß der Erfindung zu
einer Reduktion in der Hälfte der Reaktionszeit und einer hohen
Konversion des Ausgangsalkohols führte, d.h., eine höhere
Aktivität zeigte als das herkömmliche binäre Katalysatorsystem aus
Kupfer/Nickel (Vergleichsbeispiel 1), durch das Einverleiben
einer geringen Menge eines Platingruppenelements.
Tabelle 1
Zusammensetzung des Reaktionsprodukts (Gew.%)
Katalysatorzusammensetzung molares Verhältnis
Reaktionszeit (Std)
nicht umgesetzter Alkohol
Lauryldimethylamin
andere
Beispiele 2 bis 5 und Vergleichsbeispiele 3 und 4
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Bezüglich eines Katalysators, umfassend Kupfer, ein
Übergangsmetallelement der vierten Periode und ein Platingruppenelement,
wurde die Aktivität für die Reaktion von Stearylalkohol mit
Monomethylamin bestimmt durch Variation der Art des
Übergangsmetallelements der vierten Periode unter Cr, Mn, Fe und Zn und
Ru als Platingruppenelement im Katalysator. Diese ternären
Katalysatoren wurden auf die gleiche Weise, wie in Beispiel 1
beschrieben, hergestellt.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.
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Aus den Ergebnissen wurde festgestellt, daß bei Herstellung
eines Distearylmonomethyltertiären Amins durch eine Reaktion von
Stearylalkohol mit Monomethylamin, die Katalysatoren aus
Kupfer/Übergangsmetallelement der vierten Periode/Ru, bei denen Cr,
Mn, Fe oder Zn als zweite Komponente verwendet wurden, eine
Aktivität zeigten, die wenigstens zwei Mal höher als jene eines
Kupfer/Nickel-Katalysators (Vergleichsbeispiel 3) war, keine
Verschlechterung der Reaktionsselektivität verursachen und eine
Leistungsfähigkeit zeigten, die gleich oder überlegen war
gegenüber eines Kupfer/Nickel/Ru-Katalysators (Vergleichsbeispiel 4).
Tabelle 2
Zusammensetzung des Reaktionsprodukts (Gew.%)
Katalysator-*zweite Metallkomponente
Reaktionszeit (Std)
nicht umgesetzer Alkohol
Distearylmonomethylamin
andere
Anmerkung:
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* Cu/zweite Komponente/Ru: molares Verhältnis 3/1/0,03
Menge an Träger 50 %
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Reaktionsbedingungen:
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Alkohol : Stearylalkohol
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Amin : Monomethylamin
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Reaktionstemperatur : 200º C
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Zugabemenge an Katalysator : 0,25 %, bezogen auf Alkohol
Beispiele 6 bis 9 und Vergleichsbeispiele 5 und 6
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Bezüglich eines Katalysators aus Kupfer, einem
Übergangsmetallelement der vierten Periode und einem Platingruppenelement wurde
die Aktivität in einer Reaktion von Dodecylalkohol mit Ammoniak
bestimmt unter Verwendung von Zn als Übergangsmetallelement der
vierten Periode in dem Katalysator und durch Variation der Art
des Platingruppenelements im Katalysator unter Pt, Pd, Ru und
Rh. Diese ternären Katalysatoren wurden auf die gleiche Weise
wie jene des Beispiels 1 hergestellt.
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Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 aufgeführt.
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Es wurde aus den Ergebnissen festgestellt, daß bei Herstellung
von Tridodecylamin über eine Reaktion von Dodecylalkohol mit
Ammoniak die Katalysatoren aus
Kupfer/Zink/Plattengruppenelement, wobei Pt, Pd, Ru oder Rh als dritte Komponente verwendet
wurden, eine wenigstens zweifach höhere Aktivität zeigten als
der Kupfer/Nickel-Katalysator (Vergleichsbeispiel 5), keine
Verschlechterung der Reaktionsselektivität verursachten und eine
Leistungsfähigkeit zeigten, die gleich oder überlegen jener des
Kupfer/Nickel/Pd-Katalysators war (Vergleichsbeispiel 6).
Tabelle 3
Zusammensetzung des Reaktionsprodukts (Gew.%)
Katalysator-*dritte Metallkomponente
Reaktionszeit (Std)
nicht umgesetzer Alkohol
Tridodecylamin
andere
Anmerkung:
-
*1 Cu/Zn/Platingruppenelement : molares Verhältnis 5/1/0,05
Trägermenge 50 %
-
*2 Cu/Ni/Pd : molares Verhältnis 5/1/0,05
Trägermenge 50 %
-
Reaktionsbedingungen:
-
Alkohol : Dodecylalkohol
-
Amin : Ammoniak
-
Aminzugaberate : 10 l/Std
-
Reaktionstemperatur : 180º C
-
Zugabemenge an Katalysator : 1,0 %, bezogen auf Alkohol
Beispiel 10 und Vergleichsbeispiele 7 und 8
-
Eine Reaktion zwischen Laurylalkohol und Ammoniak wurde in
Gegenwart eines Cu/Zn/Pd-Katalysators durchgeführt. Bei dieser
Reaktion wurde Ammoniak in das System mit einer Zugaberate von
30 l/Std eingeleitet. Die Reaktion wurde aufgezeichnet durch
Messung eines Aminwertes und Gaschromatographie. In den
Vergleichsbeispielen wurde die gleiche Reaktion in Gegenwart eines
Kupfer/Nickel/Palladium-Katalysatorsystems und eines
Kupfer/Nickel-Katalysatorsystems durchgeführt.
-
Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 aufgeführt.
-
Aus den Ergebnissen ergibt sich, daß wie mit dem
Kupfer/Nickel/Palladium-Katalysatorsystem (Vergleichsbeispiel 7) mit dem
Kupfer/ Zink/Palladium-Katalysatorsystem ein sekundäres Amin
herstellbar ist über eine Reaktion von Laurylalkohol mit Ammoniak
mit höherer Selektivität als im Falle eines
Kupfer/Nickel-Katalysatorsystems durch Variation der Ammoniakzugaberate.
Tabelle 4
Zusammensetzung des Reaktionsprodukts (Gew.%)
Katalysator-*zusammensetzung
Reaktionszeit (Std)
Dilaurylamin
tertiäres Amin
andere
Anmerkung:
-
* Cu/Zn/Pd und Cu/Ni/Pd :
molares Verhältnis 3/1/0,03
Trägermenge 40 %
-
Cu/Ni : molares Verhältnis 3/1
Trägermenge 40 %
-
Reaktionsbedingungen:
-
Alkohol : Laurylalkohol
-
Amin : Ammoniak
-
Aminzugaberate : 30 l/Std
-
Reaktionstemperatur : 180º C
-
Zugabemenge an Katalysator : 0,25 %, bezogen auf Alkohol
Beispiel 11 und Vergleichsbeispiel 9
-
Eine Reaktion zwischen Laurylalkohol mit Stearylamin wurde in
Gegenwart eines Kupfer/Chrom/Ru-Katalysators durchgeführt. Bei
dieser Reaktion wurde Stearylamin auf einmal in flüssigem
Zustand in das Reaktionssystem eingeführt. Die Reaktion wurde
aufgezeichnet durch Messung eines Aminwertes und
Gaschromatographie. In dem Vergleichsbeispiel wurde die gleiche Reaktion in
Gegenwart eines Cu/Ni/Ru-Katalysators durchgeführt.
-
Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 aufgeführt.
-
Aus den Ergebnissen ergibt sich, daß wie bei den
Cu/Ni/Ru-Katalysatorsystem (Vergleichsbeispiel 9) das erfindungsgemäße
Katalysatorsystem die Herstellung eines Amins über die Reaktion von
Laurylalkohol mit Stearylamin mit sehr hoher Aktivität und hoher
Selektivität ermöglicht.
Tabelle 5
Zusammensetzung des Reaktionsprodukts (Gew.%)
Katalysator-*zusammensetzung
Reaktionszeit (Std)
nicht umgesetzer Alkohol
N-Laurylstearylamin
andere
Anmerkung:
-
* Cu/Cr/Ru und Cu/Ni/Ru : molares Verhältnis 4/1/0,1
Trägermenge 20 %
-
Reaktionsbedingungen:
-
Alkohol : Laurylalkohol
-
Amin : Stearylamin
-
Alkohol/Amin = 1
-
Reaktionstemperatur : 180º C
-
Zugabemenge an Katalysator : 1,0 %, bezogen auf Alkohol
Beispiele 12 bis 15
-
Die Wirkung des erfindungsgemäßen Katalysators wurde untersucht
bezüglich der Reaktionen verschiedener Alkohole oder Aldehyde
mit Dimethylamin zur Herstellung der entsprechenden tertiären
Amine. Die Katalysatoren wurden durch das Imprägnierverfahren
hergestellt.
-
Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 aufgeführt.
-
Aus den Ergebnissen ergibt sich, daß der erfindungsgemäße
Katalysator es ermöglicht, ein tertiäres Amin mit sehr hoher
Aktivität und hoher Selektivität herzustellen, selbst wenn ein
verzweigter Alkohol, ein mehrwertiger Alkohol (Glycol) oder ein
Aldehyd als Ausgangsmaterial verwendet und mit einem sekundären
Amin umgesetzt wurden.
-
Im allgemeinen führt die Verwendung eines verzweigten Alkohols,
eines mehrwertigen Alkohols oder eines Aldehyds als
Ausgangsmaterial zu einer Erhöhung in den Möglichkeiten zur Verursachung
von Nebenreaktionen, wie Abbau oder Kompensation dieser
Substanzen. Jedoch wurde festgestellt, daß der Katalysator mit einer
erfindungsgemäßen Zusammensetzung ein ausgezeichneter
Katalysator war zur Lösung dieser Probleme.
Tabelle 6
Katalysator*3
Zusammensetzung (Gew.%)*4
Alkohol oder Aldehydrate (%)
Zusammensetzung
Zugaberate (%)
Reaktionstemperatur (ºC)
Reaktionszeit (Std)
tertiäres Amin
nicht umgesetzter Alkohol/Aldehyd
andere
Oxoalkohol*1
Guerbet*2-alkohol
1,6-Hexandiol
Lauraldehyd
Anmerkung:
-
*1 Oxoalkohol: eine Mischung von Alkoholen mit 12 bis 13 Kohlenstoffatomen;
Verzweigungsgrad von 21% (geradkettiger Alkohol: 79%)
-
*2 Guerbetalkohol:
-
(Gesamtzahl der Kohlenstoffatome: 28)
-
*3 Cu/Übergangsmetallelement der vierten Periode/Platingruppenelement (molares
Verhältnis): 5/1/0,02
-
Zugabemenge: bezogen auf Alkohol oder Aldehyd
-
*4 Das tertiäre Amin ist ein Monoalkyldimethyl-tertiäres Amin (mit der Maßgabe, daß
die tertiären Amine im Fall von 1,6-Hexandiol und Lauraldehyd
N,N,N'N'-Tetramethylhexamethylendiamin und tertiäres Lauryldimethylamin sind).
Beispiel 16 und Vergleichsbeispiel 10
-
Eine Reaktion von Laurylalkohol mit Stearylamin wird in
Gegenwart eines Cu/Fe/Pd-Katalysators durchgeführt. In dieser
Reaktion wurde Stearylamin auf einmal in flüssigem Zustand in das
Reaktionssystem eingeführt. Die Reaktion wurde aufgezeichnet
durch Messung eines Aminwertes und Gaschromatographie. Im
Vergleichsbeispiel wurde die gleiche Reaktion in Gegenwart eines
Cu/Ni/Pd-Katalysators durchgeführt. Der Reaktionsdruck betrug 50
atm (Manometerdruck).
-
Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 aufgeführt.
-
Als Ergebnis ergibt sich, daß wie bei dem
Cu/Ni/Pd-Katalysatorsystem (Vergleichsbeispiel 10) der erfindungsgemäße Katalysator
die Herstellung eines Amins über eine Reaktion von Laurylalkohol
mit Stearylamin mit sehr hoher Aktivität und hoher Selektivität
ergab.
Tabelle 7
Zusammensetzung des Reaktionsprodukts (Gew.%)
Katalysator-*zusammensetzung
Reaktionszeit (Std)
nicht umgesetzter Alkohol
N-Laurylstearylamin
andere
Anmerkung:
-
* Cu/Fe/Pd und Cu/Ni/Pd :
molares Verhältnis 6/1/0,01
Trägermenge 20 %
-
Reaktionsbedingungen:
-
Alkohol : Laurylalkohol
-
Amin : Stearylamin
-
Alkohol/Amin = 1
-
Reaktionstemperatur : 160º C
-
Zugabemenge an Katalysator : 1,0 %, bezogen auf Alkohol
Beispiel 17
-
Die Reaktionsmischung von Beispiel 1 wurde filtriert, um den
Katalysator daraus wiederzugewinnen und die Aminierungsreaktion
wurde unter den gleichen Bedingungen wiederholt durchgeführt.
-
Die Ergebnisse sind in Tabelle 8 aufgeführt.
Tabelle 8
Zusammen des Reaktionsprodukts (Gew.%)
Zahl der Läufe
Reaktionszeit (Std)
nicht umgesetzter Alkohol
Lauryldimethylamin
andere
Beispiel 18 und Vergleichsbeispiel 11
-
Behenylalkohol und Stearylamin, zugegeben mit einem molaren
Verhältnis von 1/1, wurden in Gegenwart von 2 Gew.%, bezogen auf
den Alkohol eines Katalysators aus Cu, Mn und Rh, bei einem
molaren Verhältnis von 95/5/0,05 und einer Trägermenge von 40
Gew.% bei 200º C umgesetzt. Das Stearylamin wurde auf einmal in
Form einer Flüssigkeit in das Reaktionssystem eingebracht und
nach der Umsetzung wurde ein Aminwert erhalten und die
gaschromatographische Analyse durchgeführt. Das Vergleichsbeispiel
wurde auf die gleiche Weise durchgeführt, mit der Ausnahme, daß
als Katalysator Cu, Ni und Rh verwendet wurde. Ergebnisse sind
in Tabelle 9 aufgeführt. Es wird gefunden, daß ein
entsprechendes Amin mit hoher Reaktivität und hoher Selektivität aus einem
langkettigen Alkohol und einem langkettigen Amin hergestellt
werden kann.
Tabelle 9
Beispiel 18
Vergleichsbeispiel 11
Katalysator
Reaktionszeit (Stunden)
Zusammensetzung der Produktmischung (Gewichtprozent)
nicht umgesetzter Alkohol
N-Stearylbehenylamin
andere