DE3882155T2 - Fotokopier- und/oder faksimilesendungssicheres Papier. - Google Patents
Fotokopier- und/oder faksimilesendungssicheres Papier.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein gegen Kopieren gesichertes Sicherheitspapier, d.h. auf ein Papier, das nicht ohne weiteres fotokopiert oder durch Fernkopierer in einer visuell lesbaren Weise durchgegeben werden kann, wenn die Information darauf in herkömmlicher schwarzer oder ähnlich dunkler Farbe wiedergegeben ist.
- Die heutige Verfügbarkeit von verbesserten Fotokopiergeräten hat das Problem, wie Dokumente oder Teile davon gegen ein Fotokopieren in lesbarer Weise gesichert werden können, verschärft. Ein gegen Fotokopieren gesichertes Papier, das zur Verhinderung einer visuell lesbaren Fotowiedergabe durch die meisten der modernen Fotokopiergeräte mit Erfolg einsetzbar ist, ist in den US-Patenten 45 22 429 und 46 32 429 beschrieben.
- Das US-Patent 45 22 429 lehrt die Verwendung eines ein Fotokopieren verhindernden Papiers, das eine Farbe mit spektralem Ansprechverhalten (spektraler Empfindlichkeitsverteilung) von weniger als 10% für Licht mit einer Wellenlänge unter etwa 600 Millimikron hat und gleichwohl einen hinreichenden visuellen Kontrast zu der Information bewirkt, wenn diese Information darauf maschinengeschrieben oder auf andere Weise aufgebracht ist, so daß sie bei Betrachtung des Papiers unter weissem Licht durch das menschliche Auge gelesen werden kann.
- Das US-Patent 46 32 429 lehrt die Verwendung eines ein Fotokopieren verhindernden Papiers mit einer Vorderseite, die eine Farbe mit einem spektralen Ansprechverhalten von effektiv gleich Null für Licht mit einer Wellenlänge unter etwa 625 Millimikron hat. Das Ansprechverhalten beträgt weniger als 1% für Licht mit einer Wellenlänge bis hinauf zu 1.000 Millimikron. Dadurch ist dieses Papier bezüglich einer lesbaren Information weitgehend unkopierbar, wenn und nachdem die Information im wesentlichen nicht durchscheinend auf die Vorderseite mit Maschine geschrieben oder auf sonstige Weise aufgebracht worden ist. Das Papier ist jedoch für sichtbares Licht von der Rückseite zur Vorderseite durchlässig, um einen hinreichenden Kontrast zwischen der im wesentlichen nicht durchscheinenden Information und dem durchgelassenen Licht zu liefern und damit die Information für das menschliche Auge durch Betrachten der Vorderseite lesbar zu machen, sobald sichtbares Licht von der Rückseite zur Vorderseite durchscheint.
- Sicherheitspapier der in den oben besprochenen Patenten beschriebenen Art erfüllt die meisten der heutigen Anforderungen und stellt eine signifikante Verbesserung gegenüber früheren Vorschlägen dar, die sich in der Praxis nicht als erfolgreich erwiesen haben. Derartiges Papier wiedersetzt sich auch einer Durchgabe durch Telekopierer. Jedoch erhebt sich im Hinblick auf die zunehmenden Kopierleistungen von Fotokopiergeräten der neuen Generation die Forderung nach einem noch weiter verbesserten, gegen Kopieren gesicherten Sicherheitspapier. Denn einige der demnächst auf dem Markt verfügbaren Fotokopiergeräte sind im Vergleich zu bestehenden Fotokopiergeräten in der Lage, ein breiteres spektrales Ansprechverhalten zu erfassen, und liefern eine gesteigerte Auflösung zwischen der Information und dem Informations-Hintergrund. Weiterhin besteht auch ein Bedürfnis für Papier, das sich einer Durchgabe von darauf enthaltener Information durch Telekopiergeräte stärker widersetzt.
- Das in den o.g. Patenten beschriebene Sicherheitspapier besteht aus einem Papier mit einer gleichmässigen einzigen Farbe auf der Papieroberfläche oder zumindest auf derjenigen Papierfläche, welche die zu schützende Information enthält oder aufzunehmen hat. Es wurde auch schon ein alternativer, mit mehreren Farben arbeitender Versuch unternommen. So ist beispielsweise in der JP-A 60-17778 ein Sicherheitspapier offenbart, das eine Oberfläche mit einer Grundfarbe hat, über der in abweichender Farbe ein kontinuierliches Netz gedruckt ist, das aus vertikalen und horizontalen Linien zusammengesetzt ist und außerdem ein Schildpatt-Muster enthält. Durch den gemeinsamen Effekt davon soll verhindert werden, daß Fotokopiergeräte zwischen einer darauf in schwarzer Druckfarbe gedruckten Information und dem Hintergrund unterscheiden können. Obwohl die Information für das Auge sichtbar ist, lässt sie sich durch das Fotokopiergerät nicht reproduzieren.
- Weiterhin hat die Firma IBM in einem ihrer technischen Bulletins (Technical Disclosure Bulletins Band 17, Nr. 12, Mai 1975 S. 3786) ein Sicherheitspapier beschrieben, das mit alphabetischen Schriftzeichen und Ziffern oder mit einem Punktmuster oder mit statistisch verteilten Markierungen in jeder der drei Hauptfarben Rot, Blau und Grün vorbedruckt ist. Das soll nach der Mitteilung die in schwarzer Druckfarbe aufgedruckte Information vor einem Fotokopieren in der Weise schützen, daß daraus hergestellte Fotokopien unlesbar oder zumindest schwer zu lesen sind.
- Die vorliegende Erfindung strebt eine Verbesserung der Mehrfarben-Methode durch Vorschlag eines Sicherheitspapiers an, das auf seiner ganzen Oberfläche oder einem Teil davon vorbedruckt ist mit einem Farbmuster von zumindest zwei Farben, welches sich über die Papierfläche hinweg in zumindest einer Dimension mit einer räumlichen Häufigkeit von 0,5 bis 50 mal je Zentimeter wiederholt, wobei dieses Muster aus zumindest einem Paar von Farben gebildet ist, die im wesentlichen dasselbe spektrale Ansprechprofil über einen Wellenlängenbereich von etwa 400 bis 700 nm haben, jedoch eine der Farben dieses Farbenpaares über diesen ganzen Bereich inweg ein schwächeres spektrales Ansprechverhalten als die andere Farbe hat und dieses spektrale Ansprechverhalten über den Bereich von 480 bis 580 nm weitgehend dasselbe ist wie dasjenige der schwarzen oder sonstigen dunklen Farbe, in der die zu schützende Information gehalten oder auf diesem Teil des Papierbogens aufzubringen ist.
- Wenn das Papier in der Hauptsache zur Anwendung für Textinformation gedacht ist, kann sich das Farbmuster mit einer räumlichen Häufigkeit im Bereich von etwa 2 bis etwa 25 mal je Zentimeter, vorzugsweise von etwa 4 bis etwa 10 mal je Zentimeter, wiederholen.
- Wenn das Papier in der Hauptsache für grafische oder bildliche Darstellung dienen soll, kann sich das Farbmuster mit einer räumlichen Häufigkeit im Bereich von etwa 0,5 bis etwa 10 mal je Zentimeter, vorzugsweise von etwa 1 bis 5 mal je Zentimeter wiederholen.
- Das Farbmuster kann sich mit mehrfachen räumlichen Häufigkeiten wiederholen einschließlich einer höheren räumlichen Häufigkeit, die mit einer höheren räumlichen Fourier-Frequenz der Information einer vorbestimmten Art vergleichbar ist sowie einer niedrigeren räumlichen Häufigkeit, die mit einer niedrigeren räumlichen Fourier-Frequenz dieser Information vergleichbar ist. "Vergleichbar" bedeutet in diesem Zusammenhang bis zu dreimal grösser oder kleiner.
- Wenn die Information eine Textinformation ist, kann die höhere räumliche Häufigkeit im Bereich von etwa 40 bis etwa 50 mal je Zentimeter und die niedrigere räumliche Häufigkeit im Bereich von etwa 2 bis etwa 5 mal je Zentimeter liegen. Ist die Information grafischer oder bildlicher Art, kann die höhere räumliche Häufigkeit in dem Bereich von etwa 10 bis etwa 25 mal je Zentimeter, vorzugsweise von etwa 15 bis etwa 25 mal je Zentimeter, und die niedrigere räumliche Häufigkeit in dem Bereich von etwa 0,5 bis etwa 5 mal je Zentimeter, vorzugsweise von etwa 0,5 bis etwa 2 mal je Zentimeter, liegen.
- Eine der Farben des genannten Farbenpaares kann ein spektrales Reflexions-Ansprechverhalten mit einem Minimum von etwa 5% bei den unteren sichtbaren Wellenlängen von etwa 400 bis 500 nm, ansteigend auf etwa 10% bei einer Wellenlänge von etwa 580 Nanometer und von da ab weiter ansteigend auf ein Maximum von etwa 20% bei einer Wellenlänge von etwa 700 Nanometer haben, während die andere Farbe ein spektrales Reflexions-Ansprechverhalten mit einem Minimum von etwa 4% bei den unteren sichtbaren Wellenlängen von etwa 400 bis 500 nm, ansteigend auf etwa 6% bei einer Wellenlänge von etwa 580 Nanometer und von da an ansteigend auf ein Maximum von etwa 12% bei einer Wellenlänge von etwa 700 Nanometer haben. Es ist von Vorteil, wenn das spektrale Reflexions-Ansprechverhalten der genannten Farben auf ihr jeweiliges Minimum bei Wellenlängen über etwa 700 Nanometer wieder absinkt.
- Alternativ oder zusätzlich kann eine der Farben des genannten Farbenpaares ein spektrales Reflexions-Ansprechverhalten mit einem Maximum von etwa 20% bei den unteren sichtbaren Wellenlängen von etwa 400 nm, abfallend auf etwa 10% bei einer Wellenlänge von etwa 480 Nanometer und weiter abfallend auf ein weitgehend konstantes Minimum von etwa 8% über den Bereich von 500 bis 700 nm haben. Zugleich hat die andere Farbe ein spektrales Reflexions- Ansprechverhalten mit einem Maximum von etwa 12% bei den unteren sichtbaren Wellenlängen von etwa 400 nm, abfallend auf etwa 6% bei einer Wellenlänge von etwa 480 Nanometer und weiter abfallend auf ein weitgehend konstantes Minimum von etwa 5% über den Bereich von 500 bis 700 nm hinweg. Es ist von Vorteil, wenn das spektrale Reflexions-Ansprechverhalten der genannten Farben bei Wellenlängen unter etwa 400 Nanometer wieder auf ihr jeweiliges Minimum abfällt.
- Das Farbmuster kann eine zusätzliche Farbe relativ hohen Reflexionsvermögens aufweisen, das sich auf der Papieroberfläche in zumindest einer Dimension mit zumindest einer räumlichen Häufigkeit im Bereich von etwa 0,5 bis etwa 50 mal je Zentimeter wiederholt, um die Lesbarkeit der Information auf dem Papier zu verbessern, wobei das Papier aber immer noch sich einem Fotokopieren widersetzt.
- Ausführungsformen der Erfindung sind nachfolgend anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1 eine Aufsicht auf einen Papierbogen mit einer Vorderseite, die eine erste Farbe A aufweist;
- Fig. 2 eine ähnliche Ansicht mit einer zweiten Farbe B, die so aufgebracht ist, daß sie ein Farbmuster der Farben A und B entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung ergibt;
- Fig. 3 ein Diagramm, welches das spektralee Reflexions-Ansprechverhalten der beiden Farben A und B und außerdem das mittlere spektrale Ansprechverhalten des menschlichen Auges sowie das typische spektrale Ansprechverhalten eines Fotokopiergeräts wiedergibt;
- Fig. 4 ein der Fig. 3 ähnliches Diagramm, das jedoch das jeweilige spektrale Reflexions-Ansprechverhalten eines alternativen Farbenpaares C und D entsprechend einer weiteren Ausführungsform zeigt;
- Fig. 5 ein der Fig. 3 ähnliches Diagramm, das auch das spektrale Reflexions-Ansprechverhalten der Farben C und D wiedergibt;
- Fig. 6 ein der Fig. 3 ähnliches Diagramm, das auch das spektrale Reflexions-Ansprechverhalten von schearzer Information sowie einer hoch-reflektiven Farbe W zeigt, und
- Fig. 7 ein der Fig. 5 ähnliches Diagramm, das eine weitere Ausführungsform wiedergibt.
- Fig. 1 zeigt die Vorderseite eines Papierbogens, der bei oder nach der Herstellung gleichförmig mit einer Farbe A eingefärbt worden ist, wobei die Farbe A das spektrale Ansprechverhalten gemäß der Kurve A in Fig. 3 hat. Es ist zu erkennen, daß das spektrale Reflexions-Ansprechverhalten ein Minimum (R min A) von etwa 5% bei einer Wellenlänge von etwa 400 Nanometer (Millimikron) hat, allmählich auf etwa 10% bei etwa 580 Nanometer ansteigt, d.h. bei einer Wellenlänge, die als Grenz-Wellenlänge bekannt ist, und dann ein Maximum (R max A) von etwa 20% bei einer Wellenlänge von etwa 700 Nanometer erreicht.
- Der mit der Farbe A eingefärbte Bogen wird dann mit einer anderen Farbe B in einer netzförmigen Anordnung überdruckt, wobei eine geeignet ausgeführte Druckplatte zur Anwendung kommt, um ein farbiges netzartiges Muster zu schaffen, in welchem das Farbenpaar A und B in beiden Dimensionen der Papieroberfläche alterniert. Die Farbe B ist das Ergebnis des Überdruckens der Farbe A mit einer anderen Farbe, welche so gewählt ist, daß sich die Farbe B mit einem spektralen Reflexions-Ansprechverhalten gemäß der Kurve B in Fig. 3 ergibt.
- Die Farben A und B haben weitgehend dasselbe spektrale Empfindlichkeitsprofil, jedoch ist das spektrale Reflexions- Ansprechverhalten der Farbe B geringer als dasjenige der Farbe A mit einem Minimum (R min B) von etwa 4% für eine Wellenlänge von etwa 400 Nanometer, asteigend auf etwa 6% bei einer Wellenlänge von etwa 580 Nanometer und mit einem Maximum (R max B) von etwa 12% bei etwa 700 Nanometer. Das mittlere spektrale Ansprechverhalten des menschlichen Auges ist durch die Kurve E angegeben; das spektrale Reflexions-Ansprechverhalten eines typischen Fotokopiergeräts ist durch die Kurve PC dargestellt.
- In dieser Ausführungsform ist die räumliche Häufigkeit, mit der sich das Muter wiederholt, angenähert das gleiche in beiden Richtungen der eingefärbten Papieroberfläche und beträgt ungefähr 10 mal je Zentimeter.
- Die Fig. 4 und 5 zeigen das spektrale Reflexions-Ansprechverhalten eines weiteren Farbenpaares C und D, bei dem die Farben C und D weitgehend dasselbe spektrale Empfindlichkeitsprofil haben, das spektrale Ansprechverhalten von D jedoch geringer als dasjenige von C ist. Das spektrale Ansprechverhalten der Farbe C hat ein Maximum (R max C) von etwa 20% bei den unteren sichtbaren Wellenlängen von etwa 400 nm, fällt auf etwa 10% bei einer Wellenlänge von etwa 480 Nanometer ab und erreicht ein Minimum (R min C) von etwa 8% bei höheren sichtbaren Wellenlängen. Die Farbe D hat ein spektrales Reflexions-Ansprechverhalten mit einem Maximum (R max D) von etwa 12% bei den unteren sichtbaren Wellenlängen von etwa 400 nm, abfallend auf etwa 6% bei etwa 480 Nanometer und mit einem Minimum (R min D) von etwa 5% bei höheren sichtbaren Wellenlängen.
- Das Farbmuster kann Änderungen von der Farbe C zur Farbe D haben, jedoch auch Änderungen von der Farbe A zur Farbe B, zur Farbe C und zur Farbe D in jedem Muster beinhalten, wobei ein solches Muster beispielsweise durch Überdrucken mit aufeinanderfolgenden Druckplatten erzeugt wird, und jede Druckplatte geeignet versetzt ist, um die erforderliche unterschiedliche Positionierung der unterschiedlichen Farben in dem Muster zu erzielen. Tatsächlich kann das Farbmuster von einer Farbe zu einer anderen in jeglicher gewünschten Weise sich ändern. Wenn es gewünscht ist, kann jede Farbe auch durch das Aufbringen mehr als einer Schicht derselben Farbe aufgebaut werden.
- Die Erzeugung des Farbmusters kann somit in einer Mehrfarben-Druckeinrichtung erfolgen. Es versteht sich, daß hierbei im wesentlichen eine Mehrschicht-Filtertechnik optischer Filter zur Anwendung kommt, wobei jede Schicht eine unterschiedliche spektrale und räumliche Charakteristik aufweist. Die Überlagerung der erforderlichen Anzahl von Schichten ergibt damit die spektrale Gesamt-Charakteristik gemäß Fig. 5.
- Fig. 6 zeigt das spektrale Reflexions-Ansprechverhalten (Rschwarz) einer typischen schwarzen Information I, die auf das Papier gedruckt oder auf andere Weise aufgebracht ist, wobei Rschwarz etwa 6% über den gesamten Spektralbereich hinweg ist. Wird ein Versuch unternommen, ein solches Dokument mit einem Fotokopiergerät zu fotokopieren, welches das typische Ansprechverhalten PC hat, dann wird das Fotokopiergerät genügend Kontrast in denjenigen Teilen der Information I wahrnehmen, die auf den Hintergrund mit der Farbe A entfallen. Es wird jedoch keinerlei Konstrast dort "sehen" können, wo Teile der Information I sich auf Hintergrund der Farbe B befinden, und wird deshalb diese Teile der Information I nicht reproduzieren können. Die auf diese Weise erhaltene Fotokopie zeigt zumindest Spuren der Information I in Form einer zerstückelten und unleserlichen Version der Information I. Das Zerstückeln des Fotokopierbildes wird bei einem grossen Teil von Fotokopiergeräten wirksam sein, die obere Grenz-Wellenlängen von etwa über 600 Nanometer (λ C2) haben können.
- Für Fotokopiergeräte mit oberen Grenz-Wellenlängen merklich über 600 Nanometer, beispielsweise bis zu 700 Nanometer oder darüber im Infrarot-Bereich, ist Papier mit einem Farbmuster der Farben C und D vorzuziehen. Derartige Fotokopiergeräte haben normalerweise Farb-Grenz-Wellenlängen um etwa 400 Nanometer ( λ C1).
- Somit ist ein gegen Kopieren geschütztes Fotokopierpapier mit einem Farbmuster, das Vertauschungen der Farben A, B, C und D aufweist, vorzuziehen, weil es gegenüber einem breiten Gerätebereich von Fotokopiergeräten das Fotokopieren verhindernde Eigenschaften hat.
- Die schwarze Information I ist für das menschliche Auge sichtbar, weil der Kontrast zwischen der Farbe der Information I und den Farben A, B, C und D im Bereich der Empfindlichkeits-Kurve E des Auges entweder am langen Wellenlängenende oder am kurzen Wellenlängenende der Kurve E liegt.
- Es wurde beobachtet, daß die Sichtbarkeit für das menschliche Auge, d.h. die Lesbarkeit, der Information I auf dem Originaldokument dramatisch verbessert werden kann, wenn auf irgendeinem gegen Fotokopieren resistenten Hintergrund eine spektrale Farb-Modulation oder ein Farbmuster, mit Häufigkeiten ähnlich den zuvor erwähnten, mit einer hoch-reflektierenden Farbe W, z.B. Hellgrün, Gelb oder sogar Weiß mit einem Reflexionsvermögen Rw in der Grössenordnung von 90% überlagert wird (s. Fig. 6).
- Auch wenn diejenigen Teile der Information I, die auf Hintergrund mit der Farbe W zu liegen kommen, durch ein Fotokopiergerät leicht reproduziert werden, kommt auch eine Reproduktion der Spektral-Modulation der Farbe W zustande, woraus ein weiterer Zerstückelungseffekt resultiert. Jedoch erhöht die Gegenwart des hoch-reflektiven Musters der Farbe W das durchschnittliche Reflexionsvermögen des Papiers, was das Papier heller oder weißer erscheinen lässt. Somit ist dies ein sehr bedeutsamer Schritt bei der Erreichung des angestrebten Ziels, nämlich der Schaffung eines gegen Fotokopieren gesicherten Papiers, das eine so helle Färbung wie möglich aufweist.
- Entsprechend einer weiteren Ausführungsform gemäß Fig. 7 werden die Farben A und B so modifiziert, daß ihr Reflexionsvermögen bei einer Wellenlänge von etwa 700 Nanometer und darüber auf das (R min A)-Niveau bzw. auf das (R min B)-Niveau abfällt. Die Farben C und D werden so modifiziert, daß ihr Reflexionsvermögen auf das (R min C)-Niveau bzw. auf das (R min D)-Niveau bei einer Wellenlänge von etwa 400 Nanometer und darunter abfällt.
- Durch die vorliegende Erfindung wird dementsprechend die Resistenz gegen Fotokopieren ausgeweitet, so daß sogar Fotokopiergeräte dadurch erfasst werden, die im Infrarot- oder Ultraviolett-Bereich des Spektrums arbeiten. Mit anderen Worten, λ C2 wird in Richtung von 700 Nanometer und darüber, λ Cl in Richtung 400 Nanometer und darunter verschoben.
- Es versteht sich, daß das Farbmuster nur auf einen Teil des Papierdokuments aufgebracht zu werden braucht, wenn der Wunsch besteht, daß nur Information auf diesem Teil oder darauf aufzubringende Information gegen ein Fotokopieren gesichert werden soll.
- Die obigen Ausführungen, die in Zusammenhang mit der Resistenz gegen ein Fotokopieren gemacht wurden, gelten in gleicher Weise für die Resistenz gegenüber einer Durchgabe durch Telekopierer.
- Es ist offensichtlich, daß andere Ausführungsformen der Erfindung im Bereich der Fähigkeiten eines Durchschnittsfachmannes liegen, ohne daß dadurch von dem Umfang der beanspruchten Erfindung abgewichen wird.
Claims (16)
1. Gegen Kopieren gesichertes Sicherheitspapier, das auf seiner
ganzen Oberfläche oder einem Teil davon vorbedruckt ist mit
einem Farbmuster von zumindest zwei Farben, welches sich in
mindestens einer Dimension über die Fläche des Papiers
wiederholt, wobei die beiden Farben ein hinreichendes
spektrales Ansprechverhalten des Papiers an einem oder beiden
Enden des sichtbaren Spektrums dafür ergeben, daß eine über
dem Farbmuster in schwarzer oder einer anderen dunklen Farbe
dargestellte Information mit blossem Auge sichtbar ist,
jedoch ein ungenügendes Ansprechverhalten bei Wellenlängen in
dem Bereich von 400 bis 700 nm ergeben, so daß jene
Information durch Fotokopiergeräte oder Telefax-Geräte, die
in diesem Wellenlängenbereich arbeiten, nicht wiedergegeben
werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
daß das genannte Muster eine räumliche Häufigkeit über dem
Papierbogen in der genannten zumindest einen Dimension in
einem Bereich von 0,5 bis 50 mal je cm hat und aus zumindest
einem Farbenpaar gebildet ist, von dem jede Farbe im
wesentlichen dasselbe spektrale Ansprechprofil über den
genannten Bereich von 400 bis 700 nm hat, wobei jedoch eine
der das Farbenpaar bildenden Farben über diesen ganzen
Bereich hinweg ein schwächeres spektrales Ansprechverhalten
als die andere Farbe hat und dieses spektrale
Ansprechverhalten über den Bereich von 480 bis 580 nm
weitgehend dasselbe ist wie dasjenige der genannten schwarzen
oder anderen dunklen Farbe, wodurch zu dieser in dem
letztgenannten Bereich im wesentlichen kein Kontrast besteht.
2. Sicherheitspapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Muster in zwei Dimensionen über der Fläche des
Papiers wiederholt.
3. Sicherheitspapier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Muster eine räumliche
Wiederholungshäufigkeit über der Fläche des Papiers von 2 bis
25 mal je cm, vorzugsweise von 4 bis 10 mal je cm, hat.
4. Sicherheitspapier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Muster eine räumliche
Wiederholungshäufigkeit über der Fläche des Papiers von 0,5
bis 10 mal je cm, vorzugsweise von 1 bis 5 mal je cm, hat.
5. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Muster sich mit mehrfacher räumlicher
Häufigkeit über der Fläche des Papiers wiederholt, wobei die
mehrfache räumliche Häufigkeit beinhaltet: (i) eine hohe
räumliche Häufigkeit, die bis zu dreimal höher oder niedriger
als eine höhere räumliche Fourier-Frequenz der auf dem Papier
in der schwarzen oder anderen dunklen Farbe dargestellten
oder darzustellenden Information ist, und (ii) eine niedrige
räumliche Häufigkeit, die bis zu dreimal höher oder niedriger
als eine niedrigere räumliche Fourier-Frequenz der auf dem
Papier dargestellten oder darzustellenden Information ist.
6. Sicherheitspapier nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die genannte höhere räumliche Fourier-Frequenz die
höchste räumliche Fourier-Frequenz der auf dem Papier
dargestellten oder darzustellenden Information ist und daß
die genannte niedrigere räumliche Fourier-Frequenz die
niedrigste ist.
7. Sicherheitspapier nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die hohe räumliche Häufigkeit in einem
Bereich von 40 bis 50 mal je cm und die niedrige räumliche
Häufigkeit in einem Bereich von 2 bis 5 mal je cm liegt.
8. Sicherheitspapier nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die hohe räumliche Häufigkeit in einem
Bereich von 10 bis 25 mal je cm, vorzugsweise von 15 bis 25
mal, und die niedrige räumliche Häufigkeit in einem Bereich
von 0,5 bis 5 mal je cm, vorzugsweise von 0,5 bis 2 mal,
liegt.
9. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die genannte eine Farbe ein minimales
spektrales Reflexions-Ansprechverhalten von etwa 4% in dem
Bereich von 400 bis 500 nm, ansteigend auf etwa 6% bei etwa
580 nm und mit einem Maximum von etwa 12% bei etwa 700 nm
hat, und daß die andere Farbe des Farbenpaares ein minimales
spektrales Reflexions-Ansprechverhalten von etwa 5% in dem
Bereich von 400 bis 500 nm, ansteigend auf etwa 10% bei etwa
580 nm und mit einem Maximum von etwa 20% bei etwa 700 nm
hat.
10. Sicherheitspapier nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das spektrale Reflexions-Ansprechverhalten der Farben des
Farbenpaares bei Wellenlängen oberhalb etwa 700 nm jeweils
auf das genannte Minimum von etwa 4% bzw. 5% absinkt.
11. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die genannte eine Farbe ein maximales
spektrales Reflexions-Ansprechverhalten von etwa 12% bei
einer Wellenlänge von etwa 400 nm, abfallend auf etwa 6% bei
etwa 480 nm und mit einem Minimum von etwa 5% über den
Bereich von 500 bis 700 nm hat und daß die andere Farbe des
Farbenpaares ein maximales spektrales Reflexions-
Ansprechverhalten von etwa 20% bei Wellenlängen von etwa 400
nm, abfallend auf etwa 10% bei etwa 480 nm und mit einem
Minimum von etwa 8% über den Bereich von 500 bis 700 nm hat.
12. Sicherheitspapier nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das spektrale Reflexions-Ansprechverhalten der Farben des
Farbenpaares bei Wellenlängen unter etwa 400 nm jeweils auf
das genannte Minimum von etwa 5% bzw. 8% absinkt.
13. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Farbmuster durch zwei sich über die
Fläche des Papiers wiederholende Farbenpaare erzeugt ist,
wobei das erste Farbenpaar aus zwei Farben mit dem jeweiligen
spektralen Reflexions-Ansprechverhalten gemäß Anspruch 9
besteht und das zweite Farbenpaar aus zwei Farben mit dem
jeweiligen spektralen Reflexions-Ansprechverhalten gemäß
Anspruch 11 besteht.
14. Sicherheitspapier nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Farbenpaar aus zwei Farben mit dem jeweiligen
spektralen Reflexions-Ansprechverhalten gemäß Anspruch 10
besteht und das zweite Farbenpaar aus zwei Farben mit dem
jeweiligen spektralen Reflexions-Ansprechverhalten gemäß
Anspruch 12 besteht.
15. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das Farbmuster eine zusätzliche Farbe von
relativ hoher Reflexionsfähigkeit, verglichen mit derjenigen
des Farbenpaares bzw. - bei mehreren - der Farbenpaare,
beinhaltet und daß diese zusätzliche Farbe in dem Farbmuster
mit einer Wiederholungshäufigkeit von 0,5 bis 50 mal je cm
erscheint.
16. Sicherheitspapier nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzliche Farbe ein weitgehend konstantes
spektrales Reflexions-Ansprechverhalten von etwa 90% über
einen Wellenlängenbereich von etwa 400 bis 700 nm hat.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB878704664A GB8704664D0 (en) | 1987-02-27 | 1987-02-27 | Photocopy prevention technique |
Publications (2)
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