DE388468C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung reiner Schwefelsaeure in Bleikammern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung reiner Schwefelsaeure in Bleikammern

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DE388468C DEV17366D DEV0017366D DE388468C DE 388468 C DE388468 C DE 388468C DE V17366 D DEV17366 D DE V17366D DE V0017366 D DEV0017366 D DE V0017366D DE 388468 C DE388468 C DE 388468C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/82Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
    • C01B17/84Chamber process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung reiner Schwefelsäure in Bleikammern, Die direkte Herstellung chemisch reiner Säuren nach dem Kammerverfahren ohne nachherige Destillation ist bisher vergeblich versucht worden, weil die Säure bei der Herstellung mit Materialien in Berührung kommen muß, die nicht vollkommen unangreifbar sind. Die Verwendung von Platin, die zu einem reinen Produkt führen würde, ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich.
  • Das nachfolgend beschriebene Verfahren überwindet die vorstehend gekennzeichneten Schwierigkeiten wie folgt: Die Röstgase werden nach einer der üblichen :Methoden so weit gereinigt, daß alle aus dem lZöstprozeß stammenden Verunreinigungen entfernt sind. - Die aus solchen Gasen in der Kammer gebildete reine Säure wird aber niemals den an chemisch reine Säure gestellten Anforderungen genügen, noch als Ausgangsrnaterial für solche Säure dienen können, weil sie außer den leicht entfernbaren gasförrnigen Bestandteilen, aus der Bleiapparatur und dem evtl. verwendeten Wasser stammende feste, nur durch Destillation entfernbare Verunreinigungen enthalten wird.
  • . Es gelingt dadurch, daß man den Kammerprozeß teilweise oder vorzugsweise innerhalb des Systems in Apparate verlegt, die aus -für die Reaktionsgase und die gebildete Säure - unangreifbarem Material bestehen und die mit Füllmaterial gleicher LTnangreifbarkeit ausgesetzt sind, die V erünremigung des hier gebildeten Teiles der Kammersäure mit den vorerwähnten festen Bestandteilen zu vermeiden. Der \"orzttg des Einbaues solcher Reaktionsapparate liegt darin, .daß Dichtungsmaterial überhaupt nicht notwendig ist. Diese Apparate sind ferner so auszubilden, daß die an der Außenfläche abgeschiedene Säure nicht in das Innere gelangt.
  • Der Arbeitsgang ist folgender: Durch einen oder mehrere in vorstehendem Sinne ausgebildete Apparate, z. B. Türme, wird entweder ein Teil oder aber auch die ein-oder mehrfache Menge der die Kammer Überhaupt passierenden Gase auf künstlichem Wege durchgesaugt und an einer beliebigen Stelle in die Kammer zurückgedrückt. Im Apparat, z. B. im untersten Turmteil, sammelt sich eine Säure. welche wohl gasförmige fremde Bestandteile, .die aber leicht entfernbar sind, wie z. B. SO= und Nitrose, jedoch keine metallischen Bestandteile enthält.
  • Die Menge der mit einer solchen Einrichtung erzeugten Säure ist, außer von der Reaktionsgeschwindigkeit; nur abhängig von der Größe des in der Zeiteinheit durch den Apparat gehenden Gasquantums. Es liegt daher nahe, derartige Einrichtungen zu einer außerordentlichen Steigerung der Leistung eines Kammersystems zu verwenden, wobei selbstverständlich, falls auf die Herstellung von Säure besonderer Reinheit verzichtet wird, für die Erbauung derartiger Apparate auch- jedes andere zweckdienliche Material verwendet werden kann.
  • Anstatt die Vorrichtung zur Arbscheidung reiner Säure in das übliche Kammersystem einzubauen, ist es zweckmäßig, eine relativ kleine N ebenkanuner zu schaffen, in welcher die Reaktionsapparate anzuordnen sind. Die Gase «-erden dann der Hauptkammer entnomrnen. der N ebenkarnnier und damit den Reaktionsapparaten zugeführt und ein geeigneter Stelle wieder in die Hauptkammer zurückgeleitet. Durch diese Änderung erreicht man den \Torteil, die fier Hauptkanirner entnominenen Gase evtl. nochmals reinigen und, während die Hauptkammer in normaler Weise mit gewöhnlichem Wasser beschickt wird, in der Nebenkammer die Reaktion mit Dampf oder speziell gereinigtem Wasser durchführen zti können.
  • Zur Abscheidung der Säure kann auch statt der durch das Füllmaterial geschaffenen Anprallflächen ein elektrostatisches Verfahren benutzt «-erden, indem die Abscheideapparate mit der dafür charakteristischen Einrichtung versehen werden. Vorbedingung ist immer die, daß das Material der Apparate gegenüber den Gasen und der gebildeten Säure unangreifbar ist.

Claims (1)

  1. PA1'r?NT-ANsPRÜciiE: r. Verfahren zur Herstellung reiner Schwefelsäure in Bleikammern, dadurch gekennzeichnet, daß hierbei unter Anwendung vollkommen gereinigter Röstgase in Kaiurnern bzw. \ ebenkammern Vorrichtungen aus eine Verunreinigung des Endprodukts ausschließendem Material verwendet werden, die so eingerichtet sind, daß eine Vermischung der darin gebildeten Säure mit der irn umgebenden Kammerraum entstandenen praktisch nicht eintreten kann. a. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer den Umlauf einer vielfachen Gasmenge ermöglichenden Einrichtung direkt verbunden ist. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, bestehend in einem oder mehreren mit elektrostatisch arbeitenden Kondensationseinrichtung ausgestatteten Türmen o. d,1.
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