DE3885149T2 - Herstellungsverfahren für ein flüssiges Reinigungsmittel. - Google Patents

Herstellungsverfahren für ein flüssiges Reinigungsmittel.

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DE3885149T2 DE88304187T DE3885149T DE3885149T2 DE 3885149 T2 DE3885149 T2 DE 3885149T2 DE 88304187 T DE88304187 T DE 88304187T DE 3885149 T DE3885149 T DE 3885149T DE 3885149 T2 DE3885149 T2 DE 3885149T2
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    • C11D—DETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00—Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/02—Inorganic compounds ; Elemental compounds
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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer flüssigen Waschmittel-Zusammensetzung, insbesondere einer flüssigen Waschmittel-Zusammensetzung zum Waschen von Geweben und um ihnen Weichheit zu verleihen.
  • Unsere veröffentlichte Europäische Patentanmeldung EP-A- 225 142 beschreibt ein wäßriges flüssiges Universal-Waschmittel mit Builder und Weichmacherwirkung für Gewebe, das einen wenig quellbaren Ton als Weichmacher für Gewebe enthält. Eine Reihe von spezifischen Builder-Salzen und Tonen werden zur Verwendung vorgeschlagen. Die wenig quellbaren Tone werden ausgewählt, uin durch ihren Zusatz eine merkliche Steigerung der Produktviskosität zu vermeiden, insbesondere in Zusammensetzungen, die als strukturierte Flüssigkeiten vorliegen. Dies ist wichtig, weil eine zu niedrige Viskosität eine Langzeitinstabilität des Produkts ergeben kann, wenn das Produkt ungelöstes Material in Suspension enthält, während eine zu hohe Viskosität dazu führt, daß die Produktverarbeitung und die Verwendung durch den Verbraucher schwierig wird.
  • Die vorstehend erwähnte gleichzeitig hängige Anmeldung lehrt weiter, daß dann, wenn solche Zusammensetzungen hergestellt werden, die Reihenfolge des Zusatzes der Bestandteile wichtig ist, um eine unerwünschte Steigerung der Viskosität zu vermeiden. Es wird angegeben, daß mit Vorteil mindestens ein Teil des Builders dem Wasser vor dem Zusatz des Tons zugesetzt werden soll. Dieses Verfahren wird per se beansprucht, einschließlich in Bezug auf mittel- und stark-quellbare Tone. Es wird jedoch auch erwähnt, daß dann, wenn sowohl waschmittelaktive Stoffe als auch Builder zuerst zugesetzt werden, das Produkt bereits eine hohe Viskosität besitzen kann, wodurch der Zusatz des Tons ohne Belüftung schwierig wird. Das letztere Vorgehen könnte ein Produkt mit einer niedrigeren als der gewünschten Dichte liefern.
  • Gemäß GB-A-2 170 235, 2 168 717 und 2 132 629 werden gewisse flüssige Waschmittel durch Zumischen von Elektrolyt und Tensiden vor dem Zusatz von Ton hergestellt.
  • Wir haben nun entdeckt, daß der vorgängige Zusatz von waschmittelaktivem Material und Builder (oder sogar irgendeines anderen Elektrolyten) tatsächlich ohne eine nicht akzeptable Erhöhung der Viskosität vorgenommen werden kann, wobei man trotzdem eine wesentliche Quellung des Tons vermeidet, wenn die Aktivstoffe und etwas vom Elektrolyt in solchen Mengen zugesetzt werden, so daß eine niederviskose lamellare Phase gebildet wird, und dann der mit mindestens etwas vom restlichen Elektrolyten trocken vorgemischte Ton zugesetzt wird.
  • Die vorliegende Erfindung liefert demnach ein Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen, flüssigen Waschmittel-Zusammensetzung, enthaltend die Schritte:
  • (i) Vermischen von waschmittelaktivem Material und Elektrolyt, in Mengen, die zur Bildung eines niederviskosen Systems ausreichen, enthaltend eine durch Aktivmaterial strukturierte lamellare Phase, die in einer wäßrigen Phase dispergiert ist, mit einer wäßrigen Basis; und
  • (ii) anschließendes Dazumischen eines mit Elektrolyt trocken vorgemischten Gewebe-weichmachenden Tonmaterials.
  • Es muß jedoch daßauf hingewiesen werden, daß Schritt (i) im Verfahren der vorliegenden Erfindung nur eine Stufe bei der Herstellung des Endprodukts ist, das nicht oder aber doch selbst durch Aktivmaterial strukturiert sein kann, abhängig davon, welche anderen Bestandteile (einschließlich Ton) zugesetzt werden und in welcher Reihenfolge.
  • Um jegliche Unsicherheit zu vermeiden, ist zu sagen, daß dann, wenn in irgendeinem Verfahren gemäß der Erfindung mehr als ein Bestandteil in einem einzigen Schritt zugesetzt wird, zum Beispiel die wäßrige Basis, das waschmittelaktive Material und der Elektrolyt in Schritt (i) oben, jeder derartige Bestandteil nacheinander oder gleichzeitig mit einem oder mehreren anderen und in irgendeiner erwünschten Reihenfolge innerhalb dieser Schritte zugesetzt werden kann. Im allgemeinen ist es bevorzugt, wenn die wäßrige Phase in Schritt (i) im wesentlichen nur Wasser enthält, aber dies schließt nicht die Anwesenheit von anderen Bestandteilen (mit Ausnahme der in den Schritten (i) und (ii) definierten) aus. Auch schließt dies nicht den Zusatz einer weiteren Menge wäßriger Basis - verschieden oder identisch mit der in Schritt (i) angegebenen - in irgend einer anderen Stufe des Verfahrens aus.
  • Der Elektrolyt kann ausgewählt werden aus einem oder mehreren Elektrolyt-Materialien, die in wäßriger Lösung ionisierbar sind und die Builder, Nicht-Builder oder Mischungen von beiden sein können. Über Beispiele von geeigneten Buildern und Nicht-Buildern wird nachstehend ausgeführt.
  • Der zur Bildung der lamellaren Phase verwendete Elektrolyt und jener, der mit dem Ton trocken vorgemischt wird, können gleich oder verschieden sein, und jeder kann unabhängig voneinander ein einziger oder eine Mischung von Elektrolyten sein.
  • Die mit dem Ton trocken vorgemischte Elektrolytmenge beträgt 0.5% bis 20% des Gewichts des gesamten Elektrolyten der Endzusammensetzung, in typischer Weise 3% bis 10%, zum Beispiel um 5%. Es ist auch möglich, etwas Elektrolyt in irgend einer anderen Stufe des Verfahrens zuzusetzen, obwohl am besten im wesentlichen der gesamte Elektrolyt in den Schritten der Bildung der lamellaren Phase und der Trocken-Vormischung zugesetzt wird.
  • Die verschiedenen Arten der Strukturierung durch Aktivmaterial, die in Schritt (i) erreicht werden kann, werden beschrieben, zum Beispiel in H. A. Barnes, 'Detergents', Kp. 2 in K. Walters (Her.), 'Rheometry:Industrial Applications', J. Wiley & Sons, Letchworth, 1980. Die Techniken, wie man durch Aktivmaterial strukturierte Phasen mit niedriger Viskosität erhält, werden in vielen Referenzen der Patent- und anderen Literatur beschrieben, zum Beispiel in unseren Europäischen Patentschriften EP-A-38 101 und EP-A-79 646.
  • Die Mengen und die Arten der Elektrolyte und Tenside, die zur Bildung der lamellaren Phase erforderlich sind, sind dem Fachmann leicht zugänglich. Die Anwesenheit einer solchen lamellaren Phase in einer Mischung kann durch verschiedene bekannte Mittel festgestellt werden, zum Beispiel optische Techniken, rheometrische Messungen, Röntgen- oder Neutronenstreuung und Elektronenmikroskopie.
  • Die Gewebe-weichmachenden Tone können in schwach, mittel oder stark quellbare Tone unterteilt werden. Für den Zweck der vorliegenden Erfindung werden die folgenden Definitionen angewendet. Die schwach quellbaren Typen (im wesentlichen solche, wie sie in Zusammensetzungen verwendet werden, die in unserer vorerwähnten nicht-veröffentlichten Beschreibung beschrieben sind) sind solche, die eine Quellbarkeit (bestimmt, wie hierin beschrieben) in einer 8%igen Natrium-tripolyphosphat-Lösung von weniger als 25% besitzen.
  • Die mittel quellbaren Typen sind solche, die eine Quellbarkeit in einer 8%igen Natrium-tripolyphosphat-Lösung von 25% bis 75% besitzen.
  • Die stark quellbaren Tone sind solche, die eine Quellbarkeit in einer 8%igen Natrium-tripolyphosphat-Lösung von mehr als 75% besitzen.
  • Das Quellverhalten der Tone wird durch den folgenden Test quantifiziert.
  • Es wird bei Raumtemperatur eine Dispersion hergestellt, die 435 g Wasser, 40 g Natrium-tripolyphosphat und 25 g Tonmaterial enthält (das Natrium-tripolyphosphat wird vor dem Zusatz des Tons vollständig im Wasser gelöst)
  • Die Dispersion wird 5 Minuten mit einem Magnetrührer gerührt und dann in einen 1000 ml Meßzylinder gegeben. Die Dispersion wird dann zwei Wochen lang ungestört stehen gelassen. Danach wird die Dispersion untersucht. Im allgemeinen tritt etwas Trennung ein. Eine untere Dispersions- oder Gelschicht, die den Ton enthält, wird visuell unterscheidbar sein von einer relativ klaren oberen Schicht. Die Höhe der unteren Schicht (h) und die Gesamthöhe der Gesamtflüssigkeit (H) wird festgestellt und die prozentuelle Quellbarkeit (S) wird berechnet unter Verwendung der Beziehung
  • S = [h/H] x 100
  • Die folgende Tabelle klassifiziert eine Reihe von typischen Gewebe-weichmachenden Tonen gemäß dieser Regel: TABELLE WARENNAME TONTYP QUELLUNGSKLASSE CLARSOL KC1 CLARSOL KC2 STEETLEY NO 1 STEETLEY NO 2 Ca-Bentonit Ca-Bentonit* weißer Bentonit STARK MITTEL SCHWACH * aktiviert mit Na&sub2;CO&sub3; CLARSOL, MDO und STEETLEY sind eingetragene Warenzeichen
  • Der Gehalt an Gewebe-weichmachendem Tonmaterial im Produkt beträgt mindestens 1 Gew.%, aber nicht mehr als 10 Gew.%. Der am meisten bevorzugte Gehalt beträgt 3 bis 7 Gew.%.
  • Wir haben gefunden, daß die vorliegende Erfindung mit Elektrolyten durchgeführt werden kann, die entweder Buildersalze sind oder die nicht-peptisierende-nicht-Builder-Elektrolyte (nachstehend als NPNB-Stoffe bezeichnet) sind. Beispiele von Buildersalzen werden weiter unten angegeben.
  • Die NPNB-Stoffe sind solche Elektrolyte, welche die Eigenschaft besitzen, die Peptisierung (und also Quellung) des Tons durch irgendeinen peptisierenden Elektrolyt und/oder Tensid-Wirkstoff, der in der Formulierung vorhanden sein kann, verhindern. Dies ist nützlich, da es die Quellung ist, die eine Erhöhung der Viskosität verursacht, und das ist dasjenige, was die vorliegende Erfindung zu vermindern trachtet. Hier muß erwähnt werden, daß wir annehmen, daß die Erkenntnis einer Beziehung zwischen Quellung und Viskosität derzeit nicht zum öffentlichen Wissen gehört und es bis zur Veröffentlichung der vorerwähnten gleichzeitig hängigen Anmeldung nicht sein wird. Das peptisierende Phänomen ist ein solches, das durch den Versuch bestimmt werden kann.
  • Eine geeignete Methode für diese Bestimmung besteht in der Verwendung eines mittel bis stark quellbaren natürlichen Natrium-Bentonits. Dieser wird gegenüber Calcium-Bentonit bevorzugt, bei dem abweichende Anfangseffekte entstehen könnten, die beim ersten Zusatz des Elektrolyten im Test beobachtet wurden. Dieser Effekt könnte von einem Ionenaustausch und daßaus folgend einer Umwandlung des Calciumtons in die Natriumform (oder einem anderen relevanten Kation) herrühren. Für jede Testzusammensetzung wird die gewählte Menge Elektrolyt zuerst unter Rühren zu Wasser zugesetzt, gefolgt vom Ton. Die Tonmenge wird in einem Vorversuch (wie vorstehend beschrieben) als diejenige bestimmt, die eine Quellbarkeit (S) des Natrium-Bentonits in Wasser von etwa 75% ergibt. Nach Zusatz des Tons zur vorliegenden Testzusammensetzung wird die Quellbarkeit (S) abermals gemessen.
  • Ein peptisierender Elektrolyt ergibt eine Steigerung der Quellbarkeit bis zu mäßigen Elektrolytkonzentrationen, während ein nicht-peptisierender Elektrolyt eine Abnahme der Quellbarkeit zeigt, sogar bei relativ niedrigen Konzentrationen.
  • Beispielsweise zeigt Fig. 1 eine graphische Darstellung der Quellbarkeit eines stark quellbaren natürlichen Natrium- Bentonits (Clarsol W100) in Wasser in Abhängigkeit von der Tonkonzentration. Daraus wird eine Tonkonzentration von 1.5 Gew.% ausgewählt, die einer Quellbarkeit von etwa 75% entspricht. Die Quellbarkeit dieser Tonmenge wird als Funktion der Konzentration eines gelösten, zu beurteilenden Elektrolyten aufgetragen. Ein typisches Ergebnis wird in Fig. 2 gezeigt, wobei der Ton und dessen Konzentration aus Fig 1 abgeleitet sind. Es kann festgestellt werden, daß mit steigender Elektrolytkonzentration bei Natriumtripolyphosphat (STP) und Natriumcitrat zuerst eine Steigerung und dann eine Verminderung der Quellbarkeit des Tons eintritt, und diese gemäß vorliegender Definition peptisierende Elektrolyten sind. Anderseits wird bei Natriumchlorid und Natriumformat eine sofortige und markante Abnahme der Quellbarkeit festgestellt, wenn die Elektrolytkonzentration von Null aus vergrößert wird. Die letzteren zwei sind also nicht-peptisierende Elektrolyte.
  • Obwohl sie zumindest geringe nicht-peptisierende Eigenschaften zeigen, sind, wie angegeben, die NPNB-Stoffe also nicht solche Elektrolyte, die als Calciumionen-Sequestriermittel und/oder Ausfäll-Builder bekannt sind, wie die verschiedenen Alkalimetall-carbonate, -bicarbonate, -phosphate, -silikate, -borate etc. Diese sind bereits als Bestandteile in Ton enthaltenden flüssigen Waschmitteln bekannt. Was bei der vorliegenden Erfindung überraschend ist, liegt daßin, daß andere Elektrolyte verwendet werden können und diese die durch die Quellung verursachte Viskositätssteigerung mildern, wenn sie in Mengen zugesetzt werden, die relativ niedrig sind gegenüber den Anteilen, in denen Buildersalze üblicherweise verwendet werden. Es sollte auch festgehalten werden, daß die Definition der NPNB-Stoffe auch solche Salze ausschließt, die üblicherweise für andere Zwecke als der Builderwirkung verwendet werden, von denen aber bekannt ist, daß sie Builder- Nebeneigenschaften besitzen oder in der Waschlauge zu Buildern umgewandelt werden. Ein Beispiel für ein derartiges Material ist Natriumperborat-Bleichmittel.
  • Durch die Hemmung der Quellung des Tons begrenzen die NPNB-Stoffe die entstehende Viskositätssteigerung der Zusammensetzung. Viskositätssteigerung bedeutet - um jegliche Unsicherheit zu vermeiden - die Erhöhung der Viskosität, die im wesentlichen unmittelbar nach dem Zusatz des Tons im Herstellungsprozeß stattfindet und bezieht sich auch auf eine durch die Tonquellung verursachte Erhöhung der Viskosität beim Stehen oder während der Lagerung. Sie umfaßt nicht jede Viskositätssteigerung als Folge der progressiven Ordnung in irgendeiner durch Aktivstoffe strukturierten Phase, die ebenfalls vorhanden sein kann.
  • Die NPNB-Stoffe machen im allgemeinen die Viskositätssteigerung infolge des Tons nicht gänzlich zunichte, sie sind aber sicherlich in der Lage, sie auf eine akzeptable Höhe zu vermindern. Als Regel gilt, daß sie in solchen Mengen zugesetzt werden, daß sie die Tonquellung (im vorstehend beschriebenen Test) auf nicht mehr als 45%, vorzugsweise 35%, insbesondere 25%, begrenzen. Um dies zu erreichen, ist es normalerweise notwendig, daß sie zu etwa 0.5 bis etwa 10 Gew.% der Gesamtzusammensetzung, in typischer Weise zu etwa 1 bis 5%, sogar zu etwa 1.5 bis 2%, vorhanden sind.
  • Die Verwendung von NPNB-Stoffen in Ton enthaltenden Zusammensetzungen ist besonders nützlich, wenn auch eine durch Aktivstoffe strukturierte Phase vorhanden ist, um feste Builderteilchen zu suspendieren, obwohl auch nicht durch Aktivstoffe strukturierte Systeme im Bereich der vorliegenden Erfindung liegen. In solchen Zusammensetzungen wird das meiste, falls nicht alles des NPNB in der wäßrigen Phase in Lösung vorliegen, die auch anderes gelöstes Elektrolytmaterial, wie Buildersalze, enthalten kann. Es ist gut bekannt, daß beim Formulieren und der Herstellung von durch Aktivstoffe strukturierten Systemen Sorgfalt angewendet werden muß, um eine Viskositätssteigerung auf eine nicht akzeptable Höhe zu vermeiden. Dieses Problem verschärft sich, wenn Ton vorhanden ist, und die NPNB-Stoffe tragen zur Milderung dieser Wirkung bei. Bei solchen strukturierten Zusammensetzungen sollte die Gesamtzusammensetzung so formuliert werden, daß sie einer Phasentrennung beim Stehen widersteht. Beispiele von durch Aktivstoffe strukturierten Systemen werden in unserer Europäischen Patentschrift EP-A-38 101 beschrieben.
  • Die NPNB-Stoffe können aus einem breiten Bereich von organischen und anorganischen Metallsalzen, vorzugsweise Alkalimetallen, zum Beispiel Formaten, Acetaten, Halogeniden (wie Chlorid) und Sulfat, ausgewählt werden. Die Kalium- und vor allem Natriumsalze sind bevorzugt.
  • Die Waschmittel-Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung enthalten notwendigerweise ein oder mehrere waschmittelaktive Materialien.
  • Die Waschmittel-Verbindungen können ausgewählt werden aus anionischen, nichtionischen, zwitterionischen und amphoteren synthetischen waschmittelaktiven Materialien. Viele geeignete Waschmittel-Verbindungen sind im Handel erhältlich und in der Literatur ausführlich beschrieben, zum Beispiel in "Surface Active Agents and Detergents" Bd. I und II von Schwartz, Perry & Berch.
  • Die bevorzugten Waschmittel-Verbindungen, die verwendet werden können, sind synthetische anionische und nichtionische Verbindungen. Die ersteren sind üblicherweise wasserlösliche Alkalimetallsalze von organischen Sulfaten und Sulfonaten mit Alkylradikalen, die etwa 8 bis etwa 22 Kohlenstoffatome enthalten, wobei der Ausdruck Alkyl verwendet wird, um den Alkylteil höherer Acylradikale zu umfassen. Beispiele geeigneter synthetischer anionischer Waschmittel-Verbindungen sind Natrium- und Kalium-alkylsulfate, insbesondere solche, die man durch Sulfatierung höherer (C&sub8;-C&sub1;&sub8;)-Alkohole erhält, hergestellt beispielsweise aus Talg oder Kokosnußöl, Natriumund Kalium-alkyl-(C&sub9;-C&sub2;&sub0;)-Benzolsulfonate, insbesondere lineare sekundäre Natrium-alkyl-(C&sub1;&sub0;-C&sub1;&sub5;)-benzolsulfonate; Natrium-alkyl-glycerylether-sulfate, insbesondere solche Ether höherer Alkohole, die von Talg oder Kokosnußöl abgeleitet sind, und synthetische von Petroleum abgeleitete Alkohole; Natrium-kokosnußöl-fett-monogylycerid-sulfate und -sulfonate; Natrium- und Kaliumsalze von Schwefelsäureestern höherer (C&sub8;-C&sub1;&sub9;)-Fettalkohol-alkylenoxid-, insbesondere Ethylenoxid-, Reaktionsprodukten; die Reaktionsprodukte von Fettsäuren, wie Kokosnuß-fettsäuren, verestert mit Isethionsäure und neutralisiert mit Natriumhydroxid; Natrium- und Kaliumsalze von Fettsäureamiden von Methyltaurin; Alkan-monosulfonate, wie solche, die durch Umsetzung von α-Olefinen (C&sub8;-C&sub2;&sub0;) mit Natriumbisulfit, und solche, die durch Umsetzung von Paraffinen mit SO&sub2; und Cl&sub2; und anschließender Hydrolyse mit einer Base unter Bildung eines Zufallsulfonates gewonnen werden; und Olefinsulfonate, wobei dieser Ausdruck verwendet wird, um das durch Umsetzung von Olefinen, insbesondere C&sub1;&sub0;C&sub2;&sub0;-α-Olefinen, mit SO&sub3; und anschließender Neutralisation und Hydrolyse des Reaktionsproduktes hergestellte Material zu beschreiben. Die bevorzugten anionischen Waschmittel-Verbindungen sind Natrium-(C&sub1;&sub1;-C&sub1;&sub5;)-alkylbenzolsulfonate und Natrium- (C&sub1;&sub6;-C&sub1;&sub9;)-alkylsulfate.
  • Geeignete nichtionischen Waschmittel-Verbindungen, die verwendet werden können, umfassen insbesondere die Reaktionsprodukte von Verbindungen mit einer hydrophoben Gruppe und einem reaktiven Wasserstoffatom, zum Beispiel aliphatische Alkohole, Säuren, Amide oder Alkylphenole, mit Alkylenoxiden, insbesondere Ethylenoxid, entweder allein oder mit Propylenoxid. Spezifische nichtionische Waschmittel-Verbindungen sind Alkyl-(C&sub6;-C&sub2;&sub2;)-Phenole-Ethylenoxid-Kondensate, im allgemeinen mit 5 bis 25 EO, d.h. 5 bis 25 Ethylenoxideinheiten pro Molekül, die Kondensationsprodukte von aliphatischen primären oder sekundären, linearen oder verzweigten (C&sub8;-C&sub1;&sub8;)-Alkoholen mit Ethylenoxid, im allgemeinen 5 bis 40 EO, und Produkte, die durch Kondensation von Ethylenoxid mit Reaktionsprodukten von Propylenoxid und Ethylendiamin hergestellt werden. Andere sogenannte nichtionische Waschmittel-Verbindungen umfassen langkettige tertiäre Aminoxide, langkettige tertiäre Phosphinoxide und Dialkylsulfoxide.
  • Gewisse Mengen von amphoteren oder zwitterionischen Waschmittel-Verbindungen können ebenfalls in Zusammensetzungen der Erfindung verwendet werden, aber dies ist normalerweise wegen ihrer relativ hohen Kosten unerwünscht. Falls irgendwelche amphotere oder zwitterionische Waschmittel-Verbindungen verwendet werden, geschieht dies im allgemeinen in geringen Mengen in Zusammensetzungen, die auf den gemeinhin viel stärker verwendeten synthetischen anionischen und/oder nichtionischen Waschmittel-Verbindungen basieren.
  • Mischungen von waschmittelaktiven Materialien können verwendet werden. Wir bevorzugen insbesondere eine Mischung eines anionischen waschmittelaktiven und eines nichtionischen waschmittelaktiven Materials. Seife kann auch vorhanden sein, insbesondere, wenn das Produkt in Form einer strukturierten Flüssigkeit vorliegt.
  • Wenn das waschmittelaktive Material eine Seife ist, dann ist es vorzugsweise ausgewählt aus Alkalimetallsalzen von Fettsäuren mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen. Typische derartige Fettsäuren sind Ölsäure, Ricinolsäure und Fettsäuren, die sich von Rizinusöl, Rapssamenöl, Erdnußöl Kokosnußöl, Palmkernöl oder Mischungen davon ableiten. Die Natrium- oder Kaliumsalze dieser Säuren können verwendet werden.
  • Der Gehalt an waschmittelaktivem Material im Produkt beträgt vorzugsweise mindestens 2 Gew.%, aber nicht mehr als 45 Gew.%, am meisten bevorzugt 6 bis 15 Gew.%.
  • Gleich wie NPNB-Stoffe umfassen im Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendete oder in einer späteren Stufe der Herstellung zugesetzte Elektrolyte Waschmittel-Builder-Materialien, um den Gehalt der freien Calciumionen in der Waschlauge zu vermindern und dadurch die Waschwirksamkeit zu verbessern. Dieses Material kann ausgewählt werden aus ausfällenden Waschmittel-Builder-Materialien, wie Alkalimetallcarbonaten und -orthophosphaten, Ionenaustausch-Builder-Materialien, wie Alkalimetall-aluminosilikate, und Sequestrier-Builder-Materialien, wie Alkalimetall-tripolyphosphate, -citrate und -nitrilotriacetate. Aus Gründen der Produktstruktur und der Builder-Wirksamkeit ist vor allem Natrium-tripolyphosphat bevorzugt. Mindestens 5 Gew.% Waschmittel-Builder-Material ist erforderlich, um eine bemerkenswerte Wirkung auf die Waschwirksamkeit zu erreichen.
  • Im Falle von Flüssigkeiten, die nicht aktiv strukturiert sind, liegt die Menge des Waschmittel-Builder-Materials in einem Bereich, der unter den beabsichtigten Waschbedingungen wirksam ist, auch unter Berücksichtigung der betreffenden Wasserhärte, jedoch so, daß sie in der Zusammensetzung bei etwa Raumtemperatur (sagen wir 20ºC) löslich sind. In typischer Weise liegt sie im Bereich von 5 bis 15 Gew.% auf Basis des Gewichts des Produkts, obwohl die Menge, die in der Zusammensetzung gelöst werden kann, davon abhängt, ob andere Elektrolyte ebenfalls vorhanden sind. So wird zum Beispiel der vorstehend erwähnte Gewichtsbereich vermindert, wenn Glycerin/Borax als Enzymstabilisator ebenfalls vorhanden ist.
  • Im Falle von aktiv strukturierten Flüssigkeiten ist es von Vorteil, wenn der Gehalt an Waschmittel-Builder-Material im Produkt größer ist, als bei 20ºC gelöst würde. Im Falle von Natrium-tripolyphosphat beträgt ein bevorzugter Gehalt 22 bis 35 Gew.% auf Basis des Gewichts des Produkts.
  • Die flüssige Waschmittel-Zusammensetzung der Erfindung kann außerdem irgendwelche Zusatzstoffe enthalten, wie sie normalerweise in Waschmittel-Zusammensetzungen für die Wäsche von Stoffen verwendet werden, z.B. Sequestriermittel, wie Ethylendiamintetraacetat; Puffermittel, wie Alkalisilikate; Schmutzsuspendiermittel und Antiwiederablagerungsmittel, wie Natrium-carboxymethylcellulose und Polyvinylpyrrolidon; Fluoreszenzmittel; Parfüms; Germicide; und Färbemittel.
  • Außerdem kann der Zusatz von Schaumunterdrücker, wie Silicone, und Enzyme, insbesondere proteolytische und amylolytische Enzyme; und Persauerstoff-Bleichmittel, wie Natriumperborat und Kalium-dichlorcyanurat, einschließlich Bleichaktivatoren, wie N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin, nützlich sein, um eine vollständige Universal-Waschmittel-Zusammensetzung zu formulieren, die zur Verwendung in Waschmaschinen geeignet ist.
  • Auch Mittel zur Verbesserung der thermischen Stabilität des Produkts sind von besonderem Nutzen, wie Natrium-toluolsulfonat, Xylol-sulfonat, oder Cumol-sulfonat, in Mengen bis zu 1 Gew.%, wie von 0.4 bis 0.5%.
  • Ein Beispiel einer bevorzugten Methode zur Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung besteht daßin, zuerst eine wäßrige Mischung des waschmittelaktiven Materials und des Elektrolyten in Mengen herzustellen, die ausreichend sind, ein niederviskoses System zu bilden, enthaltend eine durch Aktivstoffe strukturierte lamellare Phase, dispergiert in irgendeiner wäßrigen Phase. Schließlich wird das Tonmaterial zugesetzt, das trocken mit einer geringen Menge des gesamten Elektrolyten vorgemischt wurde, und unter Rühren dispergiert, bis eine homogene Masse erhalten wird.
  • Die Mischung wird dann unter ständigem Rühren gekühlt und Wasser zugesetzt, falls notwendig, um die Verdampfungsverluste zu kompensieren. Darauf kann Parfüm zugesetzt werden, wenn sich das Produkt auf ungefähr Raumtemperatur befindet.
  • Die Zusammensetzungen der Erfindung sollten eine Viskosität von weniger als 3000, vorzugsweise weniger als 1500 mPas (cPs) , gemessen bei 20ºC, und einer Scheßrgeschwindigkeit von 21 sec&supmin;¹ besitzen. Am meisten bevorzugt ist es, wenn die Viskosität zwischen 650 und 850 mPas (cPs) liegt. Viskositäten unterhalb von 650 mPas (cPs) können zu einem Verlust an Produktstabilität führen.
  • Die Erfindung wird nun mittels des folgenden Beispiels veranschaulicht.
  • Die folgende Formulierung ist die Basis für dieses Beispiel (alle Mengen in % Gew./Gew).
  • Wasser
  • *Ton
  • LAS-Säure
  • Synperonic A7
  • Glycerin
  • Borax
  • STP-NW
  • Natriumcarbonat
  • *Clarsol KC2, ein mittel-quellbarer Ton
  • Diese wurde in der folgenden präparativen Reihenfolge aufgearbeitet.
  • Herstellung A - Am Anfang des Verfahrens, vor dem Zusatz der anderen Bestandteile, wird Ton zum Wasser zugesetzt.
  • Herstellung B - Zur Gesamtzusammensetzung wird als letzter Bestandteil Ton zugesetzt.
  • Herstellung C - Wie B, jedoch mit dem 1.5% Natriumcarbonat, trocken vorgemischt mit dem Ton
  • Die Viskositäten (mPas bei 21s&supmin;¹) wurden nach einem Tag und nach einem Monat nach der Herstellung gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben. TABELLE (Viskosität (mPas) bei 21s&supmin;¹) Herst. 1 Tag 1 Monat
  • Die Ergebnisse zeigen eine Verminderung der Viskosität, wenn der Ton nach den Aktivstoffen und im wesentlichen der Gesamtmenge des Elektrolyten zugesetzt wird. Eine weitere Viskositätsverminderung ist augenfällig, wenn etwas Elektrolyt vor dem Zusatz mit dem Ton trocken gemischt wird.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen, flüssigen Waschmittel-Zusammensetzung, enthaltend die Schritte:
(i) Vermischen von waschmittelaktivem Material und Elektrolyt, in Mengen, die zur Bildung eines niederviskosen Systems ausreichen, enthaltend eine durch Aktivmaterial strukturierte lamellare Phase, die in einer wäßrigen Phase dispergiert ist, mit einer wäßrigen Basis; und
(ii) anschließendes Dazumischen eines Gewebe-weichmachenden Tonmaterials in einer Menge von 1-10 Gew.% der Zusammensetzung,
dadurch gekennzeichnet, daß 0.5-20 Gew.% des gesamten Elektrolyten mit dem Tonmaterial trocken vorgemischt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin charakterisiert dadurch, daß der Ton ein wenig quellbarer Ton ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche. weiterhin charakterisiert dadurch, daß der Elektrolyt in der Endzusammensetzung ein Buildersalz enthält.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin charakterisiert dadurch, daß der Elektrolyt in der Endzusammensetzung einen nicht-peptisierenden/nicht Builder- Elektrolyten enthält.
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