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Drehbare Kippvorrichtung für den Wagenkasten, insbesondere von Kraftfahrzeugen.
Gegenstand der Erfindung ist ein mechanischer Antrieb für die drehbare Kippvorrichtung
für den Wagenkasten, insbesondere von Kraftfahrzeugen nach Patent 387184. Bei der
Kippvorrichtung nach dem Hauptlatent ist die Kippachse des Wagenkastens auf einer.
Drehscheibe bekannter Ausführungin einem festen Abstand von der etwa uni halbe Wagenbreite
von der Hinterkante des Fahrgestelles entfernten Drehachse dieser Scheibe befestigt,
so daß der dem Führersitz in Ruhestellung mit der zu öffnenden Seite zugekehrte
Wagenkasten durch Ausführung einer Drehbewegung um 9o bzw. r8o° unter gleichzeitiger
seitlicher biw, rückwärtiger Verlegung seines Schwerpunktes in die Kippstellung
gebracht werden kann. Obwohl sich bei dieser Bauart der Kasten infolge der Anordnung
der Kippachse unterhalb des Kastenschwerpunktes in labilem Gleichgewicht befindet
und daher bei Lösung des Haltegliedes von Hand gekippt werden kann, sind doch durch
ungleichmäßige Beladung oder Wandern des Schüttgutes während der Fahrt Belastungsfälle
des Kastens möglich, die sein Kippen nur unter Zuhilfenahme von Hebe-.c-prlr7cl»en
gesfatten. Für manche Fälle ist es daher wünschenswert, die angezogene Kipperbauart
mit einem mechanischen Antrieb auszustatten. Der Konstrukteur erhält dadurch größeren
Spielraum in der Abmessung des Kastens, da dann die Kippachse nicht mehr unbedingt
unter dem Schwerpunkt des Kastens angeordnet werden muß: Ein hierzu geeignetes Windwerk
ist Gegenstand vorliegender Erfindung. Es besitzt die Eigentümlichkeit, daß das
Hubwerk für die Kippbewegung auch während der Drehbewegung mit der Antriebswelle
in Eingriff bleibt, ohne während derselben eine Kippbewegung herbeizuführen. Dies
wird erreicht durch Unterbringung des Hubwerkes in dem mit dein Kasten drehbaren
Teil der Drehscheibe und die Anordnung eines zentrisch zur Drehscheibe gelagerten
Antriebskegelrades für die Hubspindel, das mit dein drehbaren Teil der Drehscheibe
gekuppelt werden kann. Bei Kupplung mit diesem bewirkt es eine Drehung des auf die
Drehscheibe aufgebauten Kastens, während das Hubwerk relativ zu ihm unbeweglich
bleibt. Bei Lösung der Kupplung tritt dagegen wegen des großen Reibungswiderstandes
der Drehscheibe eine selbsttätige Bremsung derselben und eine Relativbewegung des
Antriebskegelrades zum Hubwerk ein, :durch welche letzteres in Drehung gesetzt und
die Kippbewegung des Isastens herbeigeführt wird.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigen: Abb. z eine Seitenansicht des Kippwagens, Abb. 2 eine Hinteransicht
des Kippwagens, Abb.3 -einen senkrechten Achsialscl-mitt: durch das Windwerk, Abb.
,4 die Seitenansicht auf die Kippvorrichtung, Abb. 5 den Grundriß der Kippvorrichtung.
Mit
dem Fahrzeugrahmen starr verbunden ist der untere Ring g einer Drehscheibe bekannter
Ausführung (Abb.2), deren oberer Ring 6 in zwei Lagerböcken die Kippachse für den
Tragrahmen i:4 des Wagenkastens trägt. Mit dem unteren Ring g der Drehscheibe sind
die Traversen 18 und ig vernietet, welche den Lagerkörper 15 tragen, der ein Lager
für die mit kitzel5 versehene wagerecht liegende Antriebswelle 4 und ein zur Drehachse
der Scheibe zentrisches, senkrecht stehendes Lager für die Nabe des zweiseitig verzahnten
Antriebskegelrades 3 besitzt. Der untere Zahnkranz des letzteren steht in Eingriff
mit dem Kitzel 5 der Antriebswelle q., der obere mit dem Kegelrad B. das den Antrieb
für die Mutter der Hubspindel 13 vermittelt und auf einer wagerechten Vorgelegeweile
to festgekeilt ist, die in einem auf den oberen Teil der Drehscheike aufgebauten
Gehäuse 2 derart gelagert ist, daß der Eingriff des Kegelrades 8 mit dein oberen
Zahnkranz des Antriebskegelrades 3 bei jeder Stellung der Drehscheibe, d. h. bei
jeder Lage des Wagenkastens zum Fahrgestell, gesichert ist. Das Gehäuse 2 selbst
ist schwenkbar auf den Traversen 16 und i; des oberen Ringes 6 der Drehscheibe aufgebaut,
und zwar so, daß seine wagerechte Schwenkachse parallel zur Kippachse des Wagenkastens
verläuft und sich mit der senkrechten Drehachse der Scheibe schneidet. Die wagerechte
V orgelegewelle to ist zentrisch zur Schwenkachse des Gehäuses 2 in der Bohrung
eines der wagerecht liegenden Lagerzapfen desselben gelagert und trägt an ihrem
inneren Ende ein Kegelrad i i, das in eine Kegelradverzahnung 12 der winkelrecht
zur Vorgelegewelle to gelagerten Hubspindelmutter eingreift. Die schwenkbare Befestigung
der Hubspindel 13
ain Tragrahmen 1d. des Wagenkastens ist in einem solchen
Abstand von der Kippachse angebracht, daß die Hubspindel 13 bei Ruhestellung
des Wagenkastens senkrecht steht. Infolgedessen kommen in dieser Stellung die die
Hubspindelmutter tragenden Lagerzapfen des Gehäuses 2 in eine zentrische Lage zur
Drehachse der Scheibe und damit zur Nabe des Antriebskegelrades 3. Eine in letzterer
vermittels des Hebels ; aclisial verschiebbare, aber nicht drehbare Muffe 2o kann
dann mit ihren Klauen i mit entsprechenden Klauen des Gehäuses 2 in Eingriff gebracht
werden.
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Die Wirkungsweise des Windwerkes ist folgende: Zur Drehung des Wagenkastens
wird zunächst die in dem Kegelrad 3 achsial verschiebbare Muffe 2o mit ihren Klauen
i zum Eingriff gebracht mit den Klauen des Gehäuses 2 und dann die Welle 4. angetrieben.
Infolge seiner Kupplung mit dem Gehäuse :2 nimmt das Kegelrad 3 ersteres und damit
den 01,-erteil der Drehscheibe und den auf ihr aufgebauten Wagenkasten mit. Nach
Ausführung einer Drehung um go bzw. i8o° wird datm die Kupplung der Klauen i mit:
dem Gehäuse 2 unterbrochen. Da das zur Überwindung des Reibungswiderstandes der
Drehscheibe nötige Moment wesentlich größer ist als das zum Antrieb der Hubspindel,
bleibt dann (:lie Drehscheibe mit dein @N%agenkasten stehen und das Kegelrad 8,
welches bisher keine Relativbewegung zum Kegelrad 3 ausgeführt hatte, beginnt sich
zu drehen und hebt durch Drehen der Idubspindehnutter die Spindel selbst, bis die
gewünschte Kipplage des Wagenkastens erreicht ist. Bei Unterbrechung des Antriebes
der Welle .q. bleibt dann der Wagenkasten in seiner Stellung, da die Hubspindel
13 selbsthemmend ausgeführt ist. Soll der Wagenkasten wieder in seine Ruhestellung
gebracht werden, so wird die Welle q. ini Gegensinne angetrieben, woraufhin sich
der Wagenkasten senkt. Hat er seine -wagerechte Lage wieder erreicht, so wird das
Gebäuse 2 wieder mit dem Kegelrad 3 gekuppelt, so daß wieder eine Drehbewegung desselben
eintritt. Nach Erreichung der für die Fahrt gewünschten Stellung des Wagenkastens
wird der Antrieb der Welle .I unterbrochen und diese selbst blockiert, so daß der
Wagenaufbau, der durch das Gehäuse :2 mit dem Kegelrad 3 gekuppelt bleibt, keine
unbeabsichtigte Drehung während der Fahrt ausführen kann.