DE3886155T2 - Anthracyclin-Derivate mit Inhibitorwirkung gegen die reverse Transkriptase des menschlichen Immundefizienzvirus. - Google Patents

Anthracyclin-Derivate mit Inhibitorwirkung gegen die reverse Transkriptase des menschlichen Immundefizienzvirus.

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DE3886155T2
DE3886155T2 DE88115741T DE3886155T DE3886155T2 DE 3886155 T2 DE3886155 T2 DE 3886155T2 DE 88115741 T DE88115741 T DE 88115741T DE 3886155 T DE3886155 T DE 3886155T DE 3886155 T2 DE3886155 T2 DE 3886155T2
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Description

    Zusammenfassung der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft neue Verbindungen, die Anthracyclin-Derivate darstellen, nämlich 14-O-Acyladriamycin- Derivate mit Hemmungwirkung zur reversen Transkriptase des menschlichen Immunschwächevirus (forthin als "HIV" abgekürzt).
  • Hintergrund der Erfindung
  • HIV, ein ursächlicher Erreger für die erworbenen Immunschwächesyndrome (gewöhnlich AIDS genannt), ist ein Retrovirus und die Suche nach einer chemischen Verbindung oder Substanz, die die reverse Transkriptase von HIV inhibieren kann, wird als eines der Ziele für die Auffindung eines Anti- HIV-Stoffes angesehen. Adriamycin und bestimmte andere Verbindungen wurden bereits als Inhibitoren für die reverse Transkriptase des Geflügelleukämievirus erkannt {"Journal of Antibiotics", 40, 396-399 (1987)}, jedoch können sie eine hohe Toxizität aufweisen. J. Med. Chem. 1974, Bd. 12(3), Seiten 335-337 offenbart Adriamycin-14-O-benzoat und andere 14- O-Acyladriamycinether. Somit besteht ein starker Bedarf für die Herstellung und Entwicklung eines neuen Adriamycin-Derivats, das eine hohe Inhibitorwirkung gegen reverse Transkriptase von HIV aufweist, jedoch eine geringe Zytotoxizität zeigt.
  • Die Autoren der vorliegenden Erfindung haben Untersuchungen ausgeführt, um die vorstehend beschriebenen Probleme zu lösen. Es wurden synthetisch eine Reihe von Anthracyclin- Derivaten unter Verwendung des Hydrobromids oder Hydrochlorids von 14-Bromdaunomycin (Belgische Patentschrift Nr. 731398, herausgegeben am 13. Oktober 1969) oder 14-Chlordaunomycin (Japanische Patentanmeldung Nr. 173924/87, US-Patentanmeldung Seriennummer 07/204 363; Europäische Patentanmeldung Nr. 88305309.2) als Ausgangsmaterial hergestellt. Im Ergebnis waren sie erfolgreich bei der Herstellung derartiger 14-O-Acyladriamycin-Derivate, die durch die nachstehend angeführte allgemeine Formel (I) wiedergegeben werden. Darüberhinaus wurde auch gefunden, daß die neuen Verbindungen eine starke Wirkung gegen die reverse Transkriptase vom HIV und eine niedrige Zytotoxizität aufweisen, was zur Vervollständigung dieser Erfindung führte.
  • Beschreibung der Erfindung im einzelnen
  • Im ersten Aspekt der Erfindung wird somit als eine neue Verbindung ein Anthracyclin-Derivat mit nachstehender Formel (I) bereitgestellt:
  • worin R¹ und R² gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Phenethylgruppe oder eine Phenyl- oder Naphthylgruppe oder eine Alkanoylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder Benzoyl bedeuten oder R¹ und R² zusammengenommen eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Alkylidengruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylidengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bilden und n eine ganze Zahl von 0 oder 1 darstellt oder ein Säureadditionssalz davon.
  • Gemäß einer besonderen Ausführungsform des ersten Aspekts dieser Erfindung werden als neue Verbindungen 14-O- (3,4-disubstituiertes)Benzoyladriamycin, nämlich ein Anthracyclin-Derivat der Formel (Ia), bereitgestellt:
  • worin R¹ und R² gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Phenethylgruppe oder eine Phenyl- oder Naphthylgruppe bedeuten oder R¹ und R² zusammengenommen eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Alkylidengruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylidengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bilden oder ein Säureadditionssalz davon.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird zusätzlich ein 14-O-(3,4-Dialkoxy)benzoyladriamycin oder 14-O-(3,4-Dialkanoyloxy- oder 3,4-Diaroyloxy)benzoyladriamycin bereitgestellt, nämlich ein Anthracyclin-Derivat der Formel (Ib):
  • worin R¹ und R² gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Phenethylgruppe oder eine Phenyl- oder Naphthylgruppe oder eine Alkanoylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder Benzoyl bedeuten oder ein Säureadditionssalz davon.
  • Wenn R¹ und R² eine Alkylgruppe in der Verbindung der allgemeinen Formel (I) gemäß dieser Erfindung darstellen, kann die Alkylgruppe vorzugsweise eine C&sub1;&submin;&sub1;&sub8; Alkylgruppe wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, tert.Butyl, n-Hexyl, n-Undecyl und n-Octadecyl darstellen. Des weiteren können R¹ und R² einzeln eine Benzyl-, Phenetyl-, Phenyl- oder Naphthylgruppe darstellen.
  • R¹ und R² können ebenfalls zusammengekuppelt sein, wodurch sie eine Alkylengruppe von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bilden, wie eine Methylen-, Ethylen-, Propylen- oder Isopropylengruppe, eine Alkylidengruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie eine Isopropylidengruppe oder eine Cycloalkylidengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie eine Cyclohexylidengruppe.
  • R¹ und R² können jeweils eine Alkanoylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen wie Acetyl, Propionyl und Valeryl sowie Benzoyl bedeuten.
  • Wenn die Verbindung der Formel (I) dieser Erfindung in Form eines Säureadditionssalzes vorliegt, kann die Säure eine pharmazeutisch verträgliche anorganische Säure wie Salzsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure oder eine pharmazeutisch verträgliche organische Säure, wie Essigsäure, Propionsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure oder Methansulfonsäure sein.
  • Nachstehend sind bestimmte beispielhafte Verbindungen der allgemeinen Formel (I) dieser Erfindung in Tabelle I-a und Tabelle I-b zusammengefaßt. Die spezifischen Drehungen und Schmelzpunkte der einzelnen Verbindungen sind ebenfalls angegeben. Die abgekürzten Verbindungsnamen sind in Tabelle I-a und Tabelle I-b angegeben. Tabelle I-a Verbindung Nr. (Beispiel Nr.) Verbindung Abkürzung allgemeine Formel optische Drehung Schmelzpunkt (ºC) (Beispiel Nr.) NOVA als Hydrochlorid allmähliche Zersetzung (kein definierter Schmelzpkt.) Tabelle I-b Verbindung Nr. (Beispiel Nr.) Verbindung Abkürzung allgemeine Formel optische Drehung Schmelzpunkt (ºC) (Beispiel Nr.) NOVA als Hydrochlorid
  • Physiologische und biologische Eigenschaften der neuen Anthracyclin-Derivate der allgemeinen Formel (I) gemäß dieser Erfindung werden nachstehend beschrieben. Die vorstehend beispielhaft ausgewiesenen Verbindungen dieser Erfindung sind durchweg rötliche Pulver oder kristalline Pulver. Ergebnisse der Massenspektroskopie und Rf-Wertmessungen (Kieselgeldünnschichtchromatografie) der einzelnen Verbindungen sind in Tabelle III-a und Tabelle III-b zusammengefaßt, die nach den nachstehend aufgeführten Beispielen 1-7 erscheinen, in denen die Herstellung dieser Verbindungen erläutert ist.
  • Im folgenden werden die Bewertungstests für die HIV- reversen Transkriptase-Hemmwirkung und für die Zytotoxizität der neuen Anthracyclin-Derivate der allgemeinen Formel (I) gemäß dieser Erfindung dargelegt.
  • (a) Nach Behandlung eines Kulturüberstands von HIV- infizierten T4-Zellen (Molt 4/HTLV 1116/H9) mit 9,5 % Polyethylenglycol für 3 Stunden wurde der Überstand bei 2500 U/min für 30 Minuten unter Erhalt eines Präzipitats zentrifugiert. Dieses Präzipitat wurde mit einem Gemisch, bestehend aus 33,3 % Glycerin, 16,7 mMol Tris-HCl (pH 7,5), 533 mM KCl, 0,32 % Triton X-100 und 3,3 mM Dithiothreitol lysiert unter Herstellung eines HIV-Lysates (2,5 x 10&sup6; PFU/ml). Die Aktivität der in dem so hergestellten HIV-Lysat der vorliegenden reversen Transkriptase wurde hinsichtlich der Aufnahmegeschwindigkeit [α-³²P]dATP während der DNA-Synthese ermittelt unter Verwendung von Kaninchen-β-globin mRNA und Oligo-dT als Templat bzw. Primer. 1 ul des HIV-Lysats wurden somit zu 9 ul einer enzymatischen Reaktionslösung, umfassend 50 mM Tris HCl (pH 8,3), 70 mM KCl, 10 mM MgCl&sub2;, 30 mM Mercaptoethanol, 90 nM dNTPs, 3,3 ug/ml Oligo-dT, 8,3 mU/ml menschlichen Placenta-RNase-inhibitor, 5 ug/ml β-Globin-mRNA, 0,14 mCi/ml [α- ³²P]dATP zugegeben. Nach Inkubieren des erhaltenen Gemisches bei 37ºC für 30 Minuten wurden 10 % wässerige Trichloressigsäure (TCA) zugegeben, um die Reaktion zu beenden.
  • Nach Ablauf der Reaktion wurde das gesamte Reaktionsgemisch auf ein Nitrocellulosemembranfilter gegeben, um die erhaltene DNA in den Filter zu adsorbieren. Der Filter wurde dann mit 5 % TCA und 20 mM Natriumpyrophosphatlösung gewaschen, um nicht umgesetztes [α-³²P]dATP davon zu entfernen. Die Menge der erhaltenen DNA auf dem Nitrocellulosemembranfilter wurde durch Messen ihrer Radioaktivität berechnet.
  • Die neuen Anthracyclin-Derivate dieser Erfindung wurden getrennt zu der enzymatischen Reaktionslösung zugegeben. Der vorstehende Versuch wurde wiederholt unter Verwendung der so hergestellten enzymatischen Reaktionslösung, die das Anthracyclin-Derivat als Testverbindung enthielt, so daß eine Bewertung der IC&sub5;&sub0; der Testverbindungshemmung zu der Aktivität der HIV reversen Transkriptase getroffen wurde, nämlich die Konzentration der Testverbindung, die 50 % Hemmwirkung zur Aktivität der HIV reversen Transkriptase aufweist. Die Ergebnisse sind in Tabelle II gezeigt im Vergleich mit jenen von Adriamycin (abgekürzt als "ADM") als Bezugsverbindung.
  • (b) Andererseits wurde die Zytotoxizität in nachstehender Weise gemessen. Das neue Anthracyclin-Derivat der Erfindung wurde zu 5 x 10³ Zellen aus Mauslymphozyten-Leukämie P-388 in ein Inkubationsmedium gegeben. Nach Rühren wurde das Gemisch inkubiert. 48 Stunden später wurde die Vermehrungsrate (%) dieser Zellen durch MTT-Technik gemessen. Die IC&sub5;&sub0;- Werte der neuen Anthracyclin-Derivate der Erfindung, die auf die Vermehrung der P-388-Zellen hemmend wirken, sind in Tabelle II im Vergleich mit jenen von Adriamycin (ADM) als Vergleichsverbindung gezeigt.
  • Zusätzlich ist das Verhältnis der HIV reversen Transkriptasehemmwirkung zur Zytotoxizität jedes neuen Anthracyclin-Derivats dieser Erfindung ebenfalls in Tabelle II im Vergleich zu jenem von ADM gezeigt. Tabelle II Abkürzung der Testverbindungen HIV reverse Transkriptaseinhibitorwirkung (IC&sub5;&sub0;, ug/ml) Zytotoxizität gegen P-388-Zellen (IC&sub5;&sub0;, ug/ml) Enzyminhibitorwirkung/Zytotoxizitätsverhältnis ADM (Vergleich) ADM HCl (Vergleich) NOVA (diese Erfindung) NOVA HCl (diese Erfindung) NOVA 1/2 H&sub2;SO&sub4; (diese Erfindung)
  • Aus den Ergebnissen der vorstehend angeführten Tabelle II geht hervor, daß die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) gemäß dieser Erfindung in der Lage sind, Hemmwirkung zur HIV reversen Transkriptase zu zeigen und folglich eine Aktivitätshemmung auf die HIV-Vermehrung. Darüberhinaus haben sie eine Antitumorwirkung, da sie Inhibitorwirkung gegen die Vermehrung von Lymphozytenleukämiezellen P- 388 zeigen.
  • Die Herstellung eines 14-O-Acyladriamycin-Derivats der allgemeinen Formel (I) gemäß dieser Erfindung kann durch Umsetzen von 14-Bromdaunomycinhydrobromid oder 14-Chlordaunomycinhydrochlorid mit einem Metallsalz (vorzugsweise ein Alkalimetallsalz, wie einem Natriumsalz, Kaliumsalz oder dergleichen) eines Benzoesäurederivats der Formel (II) erfolgen:
  • worin R¹ und R² die gleiche Bedeutung wie vorstehend definiert aufweisen und n 0 oder 1 ist. Einige Verbindungen der Formel (II) können zum Beispiel in der GB-A-2 025 410 gefunden werden. Nach Isolierung und Reinigung kann, falls erforderlich durch ein chromatografisches Verfahren, das 14- Acyladriamycin-Derivat der allgemeinen Formel (I) als reines Produkt erhalten werden. In einem zweiten Aspekt dieser Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung des Anthracyclin- Derivats der Formel (I) gemäß dieser Erfindung hergestellt, umfassend die Umsetzung eines Metallsalzes des 3,4-disubstituierten Benzoesäurederivats der allgemeinen Formel (II)
  • worin R¹ und R² gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Phenethylgruppe, eine Phenyl- oder Naphthylgruppe oder eine Alkanoylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder Benzoyl bedeuten oder R¹ und R² zusammengenommen eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Alkylidengruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylidengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten und n eine ganze Zahl von 0 oder 1 darstellt, mit einem 14-Halogendaunomycin der Formel (III):
  • worin X ein Brom- oder ein Chloratom bedeutet oder ein Säureadditionssalz davon in einem inerten organischen Lösungsmittel unter der Herstellung der Verbindung der Formel (I).
  • In dem Verfahren dieser Erfindung kann die Verbindung der Formel (II) im stöchiometrischen Verhältnis oder im leichten Überschuß zu dem 14-O-Halogendaunomycin der Formel (III) verwendet werden. Das organische Lösungsmittel, in dem die Reaktion ausgeführt werden kann, kann ein getrockneter Niederalkohol wie Methanol und Ethanol, Chloroform oder ein Gemisch davon sein.
  • Die Reaktion kann bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur ausgeführt werden und im allgemeinen wird die Reaktionstemperatur vorzugsweise im Bereich von 10ºC bis 50ºC liegen.
  • Wenn das Benzoesäurederivat der allgemeinen Formel (II) ein 3,4-disubstituiertes Benzoesäurederivat der Formel (II) darstellt, worin R¹ und R² einzeln eine Alkyl-, Aralkyl- oder Arylgruppe darstellen und wenn n 0 oder 1 ist, kann die Verbindung als entsprechendes O-Alkyl-, O-Aralkyl- oder O- Arylderivat durch Kondensation bekannter 3-Hydroxy-4-hydroxymethylbenzoesäure (Japanische Patentanmeldung erste Veröffentlichung "Kokai" Nr. 13238/80, veröffentlicht am 30.Januar 1980) oder bekannter 3,4-Dihydroxybenzoesäure (nämlich Protocatechusäure) mit einem entsprechenden Alkylhalogenid, Aralkylhalogenid oder Arylhalogenid in Gegenwart einer Base, zum Beispiel einer Metallbase wie Natriumhydrid oder Kaliumhydrid oder einer organischen Base wie Diisopropylethylamin in einem organischen Lösungsmittel hergestellt werden.
  • Wenn die Reste R¹ und R² miteinander gekuppelt sind unter Bildung einer einzelnen Alkylen-, Alkyliden- oder Cycloalkylidengruppe in der Verbindung mit der allgemeinen Formel (II), worin n 1 bedeutet, kann die Verbindung durch Umsetzung von 3-Hydroxy-4-hydroxymethylbenzoesäure entweder mit einem Alkylendihalogenid der Formel X-R'-X hergestellt werden, worin R' eine Alkylengruppe bedeutet und X ein Chlor- oder Bromatom darstellt oder mit einem 1,1- oder 2,2-Dimethoxyalkan oder mit einem 1,1-Dimethoxycycloalkan.
  • Die vorstehende Verbindung der allgemeinen Formel (II), worin n 1 bedeutet, ist ebenfalls eine neue Verbindung, die als Zwischenprodukt für die Synthese von 14-O-Acyladriamycin-Derivaten gemäß dem ersten Aspekt dieser Erfindung von Bedeutung ist.
  • In einem dritten Aspekt dieser Erfindung wird daher ein 3,4-disubstituiertes Benzoesäurederivat der allgemeinen Formel (IIa) bereitgestellt:
  • worin R¹ und R² gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine gegebenenfalls substituierte gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Phenethylgruppe oder Phenyl- oder Naphthylgruppe bedeuten oder R¹ und R² zusammengenommen eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Alkylidengruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylidengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten oder dessen Metallsalz. Das Metallsalz der Verbindung der Formel (IIa) kann vorzugsweise ein Metallsalz mit einem Alkalimetall wie Natrium oder Kalium oder einem Erdalkalimetall wie Calcium oder Magnesium sein.
  • Geeignete Beispiele der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel (IIa) gemäß dem dritten Aspekt dieser Erfindung sind 3-Methoxy-4-methoxymethylbenzoesäure, 3-n-Hexyloxy-4-n- hexyloxymethylbenzoesäure, 3-n-Undecyloxy-4-n-undecyloxymethylbenzoesäure, 4-Hydroxymethyl-3-n-undecyloxybenzoesäure, 3-n-Octadecyl-4-n-octadecyloxymethylbenzoesäure, 3,4-O-Isopropyliden-3-hydroxy-4-hydroxymethylbenzoesäure und 3,4-O-Cyclohexyliden-3-hydroxy-4-hydroxymethylbenzoesäure sowie deren Metallsalze. Unter diesen Metallsalzen sind Alkalimetallsalze und Erdalkalimetallsalze bevorzugt.
  • Der erste Aspekt dieser Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Beispiele 1 bis 12 erläutert.
  • Beispiel 1: Herstellung von 14-O-(3-Methoxy-4-methoxymethylbenzoyl)adriamycin (NOVA-1)
  • Natrium-3-methoxy-4-methoxymethylbenzoat, das aus 66,2 mg 3-Methoxy-4-methoxymethylbenzoesäure hergestellt wurde, wurde in 12 ml wasserfreiem Methanol gelöst. Dann wurden 160 mg 14-Bromdaunomycinhydrobromid (forthin als "14-Br-DM HBr" abgekürzt) in der methanolischen Lösung gelöst, gefolgt von Erhitzen der erhaltenen Lösung bei 40ºC für 4 Stunden. Die Reaktionslösung wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol- konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:1)}, wodurch 43,8 mg der Titelverbindung (NOVA-1) als dunkelroter Feststoff erhalten wurde.
  • Beispiel 2: Herstellung von 14-O-(3-Hexyloxy-4-n-hexyloxymethylbenzoyl)adriamycin (NOVA-2)
  • In 2,8 ml wasserfreiem Methanol wurden 57,0 mg 14-Br- DM HBr und Natrium-3-n-hexyloxy-4-n-hexyloxy-methylbenzoat, das aus 55,8 mg 3-n-Hexyloxy-4-n-hexyloxy-methylbenzoesäure hergestellt wurde, gelöst. Das Reaktionsgemisch wurde über 24 Stunden bei Raumtemperatur belassen. Die erhaltene Reaktionslösung wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:30:1)}, wodurch 23,7 mg der Titelverbindung (NOVA-2) als dunkelroter Feststoff erhalten wurden.
  • Beispiel 3: Herstellung von 14-O-(3-n-Undecyloxy-4-n-undecyloxymethylbenzoyl)adriamycinhydrochlorid (NOVA-3 Hydrochlorid)
  • Natrium-3-n-undecyloxy-4-n-undecyloxymethylbenzoat, das aus 40 mg 3-n-Undecyloxy-4-n-undecyloxymethylbenzosäure hergestellt wurde, wurde in 1,7 ml wasserfreiem Methanol gelöst. Dann wurden 57,7 mg 14-Br-DM-HBr in der methanolischen Lösung gelöst und das erhaltene Gemisch wurde für 7 Stunden bei Raumtemperatur belassen. Wasserfreies Methanol (1,7 ml) und Chloroform (1,7 ml) wurden zusätzlich unter Bildung einer homogenen Lösung zugegeben. Die Lösung wurde für 24 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, gefolgt von Erhitzen der Lösung bei 40ºC für 4 Stunden.
  • Die erhaltene Reaktionslösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform- Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:1)}, unter Erhalt von 26,5 mg NOVA-3 als dunkelroter Feststoff. Chloroform (1,0 ml) und Methanol (1,0 ml) wurden zu der Verbindung gegeben, um sie zu lösen, gefolgt von Zugabe von 26,4 ul 1,0 N Salzsäure zu der Lösung. Während weiterhin Isopropylether zugegeben wurde, wurde die Reaktionslösung unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde vollständig getrocknet unter Erhalt von 27,4 mg NOVA-3 Hydrochlorid.
  • Beispiel 4: Herstellung von 14-O-(3-n-Undecyloxy-4-hydroxymethylbenzoyl)adriamycin (NOVA-4)
  • Natrium-4-hydroxymethyl-3-n-undecyloxybenzoat, das aus 31,0 mg 4-Hydroxymethyl-3-n-undecyloxybenzoesäure hergestellt wurde, wurde in 1,3 ml wasserfreiem Methanol gelöst. Dann wurden 66,1 mg 14-Br-DM HBr in der methanolischen Lösung gelöst, gefolgt von Erhitzen der Lösung bei 30ºC für 24 Stunden. Die erhaltene Reaktionslösung wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform- Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:1)}, unter Erhalt von 23,3 mg NOVA-4 als dunkelroter Feststoff.
  • Beispiel 5: Herstellung von 14-O-(3-n-Octadecyloxy-4-n- octadecyloxymethylbenzoyl)adriamycinhydrochlorid (NOVA-5 Hydrochlorid)
  • Wasserfreies Methanol (1,0 ml) und Chloroform (1,0 ml) wurden zu 21,2 mg 14-Br-DM HBr und Natrium-3-n-octadecyloxy-4-n-octadecyloxymethylbenzoat, das aus 20,8 mg 3-n-Octadecyloxy-4-n-octadecyloxymethylbenzoesäure hergestellt wurde, zugegeben, wodurch die letzteren Verbindungen gelöst wurden. Nach Belassen des Reaktionsgemisches bei Raumtemperatur für 90 Minuten wurden 4,6 mg Natriumjodid zugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde für 24 Stunden bei Raumtemperatur belassen und dann bei 40ºC für 2 Stunden erhitzt.
  • Die erhaltene Reaktionslösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:10:1)}, unter Erhalt von 7,0 mg NOVA-5 als dunkelroter Feststoff. Chloroform (0,5 ml) und Ethanol (1,5 ml) wurden zu der Verbindung gegeben, um dasselbe zu lösen, gefolgt von Zugabe von 5,8 ul 1,0 N Salzsäure. Nach Konzentrieren des erhaltenen Gemisches unter vermindertem Druck wurde der Rückstand sorgfältig getrocknet zu 7,2 mg NOVA-5 Hydrochlorid.
  • Beispiel 6: Herstellung von 14-O-(3-Hydroxy-4-hydroxymethylbenzoyl)adriamycin (NOVA-6)
  • Wasserfreies Methanol (10 ml) wurde zu 200 mg 14-Br- DM HBr und Natrium-3-hydroxy-4-hydroxymethylbenzoat, das aus 97,7 mg 3-Hydroxy-4-hydroxymethylbenzoesäure hergestellt wurde, zugegeben, wodurch die letzteren Verbindungen in dem Methanol suspendiert wurden. Die erhaltene Suspension wurde ultrabeschallt, um die unlösliche Masse zu zerkleinern und wurde dann über Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
  • Die unlösliche Masse wurde abfiltriert und dann mit Methanol gewaschen. Das Filtrat und die Waschlösungen wurden vereinigt und unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde mit Kieselgelchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:3)}. Fraktionen des Eluats, die das Zielprodukt enthielten, wurden unter vermindertem Druck eingeengt, während Ethanol zugegeben wurde. Methanol und Isopropylether wurden nacheinander zu dem Rückstand gegeben, gefolgt von Einengen unter vermindertem Druck unter Erhalt von 74,4 mg NOVA-6 als dunkelroter Feststoff.
  • Beispiel 7: Herstellung von 14-O-(O-Isopropyliden-3-hydroxy- 4-hydroxymethylbenzoyl)adriamycin (NOVA-7)
  • Wasserfreies Methanol (8,4 ml) wurde zu Natrium-O- isopropyliden-3-hydroxy-4-hydroxymethylbenzoat, das aus 50,7 mg O-Isopropyliden-3-hydroxy-4-hydroxymethylbenzoesäure hergestellt wurde, zugegeben, so daß das Natriumsalz gelöst wurde. Anschließend wurden 116 mg 14-Br-DM HBr zu der erhaltenen methanolischen Lösung zugegeben und das erhaltene Gemisch wurde auf 40ºC für 5 Stunden erhitzt.
  • Die Reaktionslösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt, bis das Volumen auf etwa die Hälfte des ursprünglichen Volumens vermindert war, gefolgt von Reinigung durch präparative Dünnschichtchromatografie {Laufmittel: Chloroform-Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:1)} unter Erhalt von 31,3 mg der Titelverbindung (NOVA-7) als dunkelroter Feststoff.
  • Beispiel 8: Herstellung von 14-O-(3,4-Dimethoxybenzoyl)adriamycin (NOVA-8)
  • Wasserfreies Methanol (3.8 ml) wurde zu Natrium-3,4- dimethoxybenzoat gegeben, das aus 40,8 mg 3,4-Dimethoxybenzoesäure hergestellt wurde, und 76,9 mg 14-Br-DM HBr wurden unter Bildung des Gemisches als Suspension zugegeben. Die Suspension wurde bei Raumtemperatur für 48 Stunden gerührt und bei 40ºC für 24 Stunden gehalten. Die Reaktionslösung wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:1)}, wodurch 15,7 mg der Titelverbindung (NOVA-8) als rötlicher Feststoff erhalten wurden.
  • Beispiel 9: Herstellung von 14-O-(3,4-Di-n-hexoyloxybenzoyl)adriamycin (NOVA-9)
  • Wasserfreies Methanol (2,6 ml) wurde zu Natrium-3,4- di-n-hexyloxybenzoat, das aus 48,0 mg 3,4-Di-n-hexyloxybenzoesäure hergestellt wurde, und 51,2 mg 14-Br-DM HBr gegeben, gefolgt von Rühren des gesamten Gemisches bei Raumtemperatur für 24 Stunden. Chloroform (1,3 ml) wurde zugegeben, gefolgt von Rühren des gesamten Gemisches bei Raumtemperatur für weitere 24 Stunden. Die erhaltene Reaktionslösung wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:1)}, unter Erhalt von 23,1 mg der Titelverbindung (NOVA-9) als rötlicher Feststoff.
  • Dann wurden 2,0 mg der Titelverbindung (die freie Base) in einem Gemisch von 1,0 ml Chloroform und 1,0 ml Methanol gelöst, gefolgt von Zugabe von 2,4 ul 1,0 N Salzsäure. Das erhaltene Gemisch wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde sorgfältig zu 2,1 mg des Hydrochlorids der Titelverbindung getrocknet. Andererseits wurden 2,4 ul 1,0 N Schwefelsäure zu der Lösung von 2,0 mg der freien Basenverbindung, gelöst in Chloroform-Methanol-Lösungsmittel, zugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde sorgfältig getrocknet zu 2,1 mg des Halbsulfates der Titelverbindung.
  • Beispiel 10: Herstellung von 14-O-(3,4-Di-n-undecyloxybenzoyl)adriamycin (NOVA-10)
  • Wasserfreies Methanol (1,0 ml) und Chloroform (1,0 ml) wurden nacheinander zu Tetramethylammonium-3,4-di-n-undecyloxybenzoat, das aus 14,4 mg 3,4-Di-n-undecyloxybenzoesäure hergestellt wurde, und 29,0 mg 14-Br-DM HBr zugegeben. Nach Belassen des erhaltenen Gemisches bei Raumtemperatur für 24 Stunden wurden die abgelagerten unlöslichen Stoffe durch Ultraschall zerkleinert. Die Reaktionslösung wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:1)}, unter Erhalt von 6,3 mg der Titelverbindung (NOVA-10) als rötlicher Feststoff.
  • Dann wurden 5,3 mg der Titelverbindung (die freie Base) in 1,3 ml Chloroform und 4,0 ml Methanol gelöst, gefolgt von Zugabe von 5,4 ul 1,0 N Salzsäure. Das erhaltene Gemisch wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde sorgfältig getrocknet zu 5,5 mg des Hydrochlorids der Titelverbindung.
  • Beispiel 11: Herstellung von 14-O-(3,4-Di-n-octadecyloxybenzoyl)adriamycin (NOVA-11)
  • Wasserfreies Methanol (2,0 ml) und Chloroform (2,0 ml) wurden zu Natrium-3,4-di-n-octadecyloxybenzoat, das aus 37,3 mg 3,4-Di-n-octadecyloxybenzoesäure hergestellt wurde, zugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde erhitzt, um das Natriumsalz zu lösen. Schließlich wurden 60,0 mg 14-Br-DM HBr und 198 mg Natriumjodid zugegeben, gefolgt von Zugabe von 4,0 ml wasserfreiem Dimethylformamid. Nach Rühren des Reaktionsgemisches bei 40ºC für 24 Stunden wurde die erhaltene Reaktionslösung unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde mit 150 ml Chloroform extrahiert. Der Extrakt wurde mit 20 ml Wasser gewaschen und dann über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Die Lösung in Chloroform wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:1)}, unter Erhalt von 3,2 mg der Titelverbindung (NOVA-11) als rötlicher Feststoff.
  • Methanol (2,9 ml), 1,0 N Salzsäure (2,4 ul) und Chloroform (1,7 ml) wurden nach einander zu 2,9 mg der Titelverbindung (freie Base) gegeben. Das erhaltene Gemisch wurde erhitzt, um die freie Baseverbindung zu lösen. Die erhaltene Lösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde sorgfältig zu 3,0 mg des Hydrochlorids der Titelverbindung getrocknet.
  • Beispiel 12: Herstellung von 14-O-(3,4-Di-n-valeryloxybenzoyl)adriamycin (NOVA-12)
  • Wasserfreies Methanol (2,5 ml) und Chloroform (1,0 ml) wurden zu Natrium-3,4-di-n-valeryloxybenzoat, das aus 18,1 mg 3,4-Di-n-valeryloxybenzoesäure hergestellt wurde, und 50 mg 14-Br-DM HBr gegeben, so daß das Natriumsalz und das Hydrobromid in den Lösungsmitteln gelöst waren. Nach Belassen des Reaktionsgemisches bei Raumtemperatur für 24 Stunden wurde die erhaltene Reaktionslösung durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:1)}, unter Erhalt von 7,4 mg der Titelverbindung (NOVA-12) als rötlicher Feststoff.
  • Methanol (3,7 ml) und 1,0 N Salzsäure (8,7 ul) wurden zu 7,4 mg der Titelverbindung (die freie Base) gegeben, um die freie Base zu lösen. Das erhaltene Gemisch wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde sorgfältig zu 7,7 mg des Hydrochlorids der Titelverbindung getrocknet.
  • Massenspektroskopische Daten von den in den Beispielen 1-12 erhaltenen Verbindungen und deren Rf-Werte, bestimmt durch Kieselgeldünnschichtchromatografie, sind in nachstehender Tabelle III zusammengefaßt. Tabelle III Abkürzung der Verbindung dieser Erfindung Massenspektroskopische Daten Rf-Werte {Chloroform-Methanol-konzentriertes wässeriges Ammoniak (90:20:1)} NOVA
  • Es wird nun die Herstellung einiger Beispiele der neuen Verbindung, die 3,4-disubstituierten Benzoesäurederivate der Formel (IIa), gemäß dem dritten Aspekt dieser Erfindung mit Hinblick auf die nachstehenden Beispiele 13-20 erläutert. Die Produktverbindungen dieser Beispiele 13-20 wurden in den Beispielen 1-7 verwendet.
  • Beispiel 13: Herstellung von 3-Methoxy-4-methoxymethylbenzoesäure
  • Wasserfreies Dimethylformamid (10 ml) wurde zu 100 mg Natrium-3-hydroxy-4-hydroxymethylbenzoat und 84 mg 60 %-iges Natriumhydrid in Öl gegeben, gefolgt von Zugabe von 0,13 ml Methyljodid. Das erhaltene Gemisch wurde dann bei Raumtemperatur für 7 Stunden gerührt, um die Methylierung der Benzoatverbindung durchzuführen. Nach Zugabe von 4,0 ml Wasser und Erhitzen der erhaltenen Rekationslösung auf 50ºC für 24 Stunden wurden 2,6 ml einer 1,0 N wässerigen Lösung von Natriumhydroxid zugegeben, gefolgt von Erhitzen des erhaltenen Gemisches bei 50ºC für 5 Stunden.
  • Die gebildete Reaktionslösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde mit 20 ml Wasser extrahiert, gefolgt von Zugabe einer 5 %-igen wässerigen Lösung von Natriumhydrogensulfid zur Einstellung des pH-Werts auf 1. Das erhaltene Gemisch wurde zweimal mit 20 ml Chloroform extrahiert. Die Chloroformschichten wurden vereinigt, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingeengt. Der erhaltene Rückstand wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol (8:1)}, zu 66,2 mg 3-Methoxy-4-methoxymethylbenzoesäure als weißer Feststoff. Schmelzpunkt: 160- 163ºC. EIMS: m/z 196 (M&spplus;).
  • Beispiel 14: Herstellung von 3-n-Hexyloxy-4-n-hexyloxymethylbenzoesäure
  • Wasserfreies Dimethylformamid (10 ml) wurde zu 100 mg 3-Hydroxy-4-hydroxymethylbenzoesäure und 95,2 mg Natriumhydrid in Öl gegeben, gefolgt von Zugabe von 0,33 ml von n- Hexylbromid. Das erhaltene Gemisch wurde dann für 24 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. n-Hexylbromid (0,10 ml) wurde dann zugegeben und das erhaltene Gemisch dann für 24 Stunden bei Raumtemperatur zur Bewirkung der Alkylierungsreaktion gerührt.
  • Die erhaltene Reaktionslösung wurde dann tropfenweise zu 100 ml einer 5 %-igen wässerigen Lösung von Kaliumhydrogensulfat gegeben, gefolgt von Extraktion mit 100 ml Chloroform. Die Chloroformschicht wurde mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann unter vermindertem Druck eingeengt. Tetrahydrofuran (10 ml), eine 10 %- ige wässerige Lösung von Natriumhydroxid (2,0 ml) und Methanol (4,0 ml) wurden nacheinander zu dem erhaltenen Rückstand gegeben, um letzteren zu lösen. Die erhaltene Lösung wurde für 24 Stunden bei Raumtemperatur belassen.
  • Die erhaltene Reaktionslösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde mit 100 ml Chloroform extrahiert. Der Extrakt wurde nacheinander mit einer 5 %-igen wässerigen Lösung von Kaliumhydrogensulfat und Wasser gewaschen und dann über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Die Lösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde durch Chromatografie an einer Kieselgelsäule gereinigt {Grandientenentwicklung mit Chloroform -> Chloroform-Ethanol (50:1)} zu 89,6 mg 3-n-Hexyloxy-4-n-hexyloxymethylbenzoesäure als schwach gelbliche Nadeln (in kristalliner Form im Kühlschrank, jedoch bei Raumtemperatur als Öl vorliegend). EIMS: m/z 336 (M&spplus;).
  • Beispiel 15: Herstellung von Methyl-3-n-undecyloxy-4-n-undecyloxymethylbenzoat und Methyl-4-hydroxymethyl-3-n-undecyloxybenzoat
  • Wasserfreies Dimethylformamid (10 ml) wurde zu 100 mg Methyl-3-hydroxy-4-hydroxymethylbenzoat und 343 mg 60 %-igem Natriumhydrid in Öl gegeben unter Bildung eines Gemisches als Suspension. n-Undecyljodid (0,32 ml) wurde weiterhin zugegeben und das erhaltene Gemisch bei Raumtemperatur für 24 Stunden gerührt.
  • Die erhaltene Reaktionslösung wurde dann tropfenweise zu 100 ml einer 5 %-igen wässerigen Lösung von Kaliumhydrogensulfat gegeben, gefolgt von Extraktion mit 100 ml Chloroform. Die Chloroformschicht wurde mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde durch Chromatografie an einer Kieselgelsäule gereinigt {Gradientenentwicklung mit Chloroform-n-Hexan (1:1 -> 2:1)} zu 44 mg Methyl-3-n-undecyloxy-4-n-undecyloxymethylbenzoat als farbloses Öl und 83,0 mg Methyl-4-hydroxymethyl-3-n-undecyloxybenzoat als schwach gelblicher Sirup.
  • Beispiel 16: Herstellung von 3-n-Undecyloxy-4-n-undecyloxymethylbenzoesäure
  • Tetrahydrofuran (2,0 ml), eine 10 %-ige wässerige Lösung von Natriumhydroxid (0,40 mg) und Methanol (2,0 ml) wurden nacheinander zu 44,4 mg Methyl-3-n-undecyloxy-4-n-undecyloxymethylbenzoat gegeben, um letzte Verbindung zu lösen. Die erhaltene Lösung wurde bei Raumtemperatur für 24 Stunden belassen.
  • Das erhaltene Reaktionsgemisch wurde dann unter vermindertem Druck eingeengt und der erhaltene Rückstand wurde mit 20 ml Chloroform extrahiert. Die Chloroformschicht wurde mit einer 5 %-igen wässerigen Lösung von Kaliumhydrogensulfat gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Ethanol (20:1)} zu 33,5 mg 3-n-Undecyloxy-4-n-undecyloxymethylbenzoesäure als farblose Nadeln. Schmelzpunkt: 61-63ºC. EIMS: m/z 476 (M&spplus;).
  • Beispiel 17: Herstellung von 4-Hydroxymethyl-3-n-undecyloxybenzoesäure
  • Dimethylformamid (4,9 ml) und eine 1,0 N wässerige Lösung von Natriumhydroxid (0,49 ml) wurden nacheinander mit 83,0 mg Methyl-4-hydroxymethyl-3-n-undecyloxybenzoat vermischt unter Herstellung einer flüssigen Suspension. Die Suspension wurde bei Raumtemperatur für 24 Stunden gerührt.
  • Das erhaltene gleichförmig gewordene Reaktionsgemisch wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde mit 20 ml Chloroform extrahiert. Nach Waschen des Extrakts in Chloroform in 5 %-iger wässeriger Lösung von Kaliumhydrogensulfat wurde die Extraktlösung über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann zu einem geringen Volumen unter vermindertem Druck eingeengt. Die erhaltene dicke Lösung wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel (Chloroform-Ethanol (10:1)} zu 32,2 mg 4-Hydroxymethyl-3-n-undecyloxybenzoesäure als weißer Feststoff. Schmelzpunkt 82-83ºC. EIMS: m/z (M&spplus;).
  • Beispiel 18: Herstellung von n-Octadecyl-3-n-octadecyloxy- 4-n-octadecyloxymethylbenzoat
  • Wasserfreies Dimethylformamid (10 ml) wurde mit 100 mg 3-Hydroxy-4-hydroxymethylbenzoesäure und 95,2 mg 60 %-igem Natriumhydrid in Öl vermischt. n-Octadecyljodid (905 mg) wurde dann zugegeben und das erhaltene Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 24 Stunden gerührt. n-Octadecyljodid (300 mg) und Chloroform (6,0 ml) wurden weiterhin zugegeben, gefolgt von Rühren des erhaltenen Gemisches bei Raumtemperatur für 24 Stunden.
  • Das erhaltene Reaktionsgemisch wurde dann tropfenweise zu 100 ml einer 5 %-igen wässerigen Lösung von Kaliumhydrogensulfat zugegeben, gefolgt von Extraktion mit 100 ml Chloroform. Der Extrakt in Chloroform wurde mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde durch Chromatografie an einer Kieselgelsäule gereinigt {Laufmittel: n-Hexan-Chloroform (2:1)} zu 203 mg von n-Octadecyl-3-n-octadecyl-4-octadecyloxymethylbenzoat als weißer Feststoff.
  • Beispiel 19: Herstellung von 3-n-Octadecyloxy-4-n-octadecyloxymethylbenzoesäure
  • Tetrahydrofuran (30 ml), eine 10 %-ige wässerige Lösung von Natriumhydroxid (2,0 ml) und Methanol (8,0 ml) wurden mit 195 mg n-Octadecyl-3-n-octadecyl-4-n-octadecyloxymethylbenzoat vermischt unter Bildung einer Lösung. Die Lösung wurde bei Raumtemperatur für 24 Stunden belassen.
  • Die erhaltene Reaktionslösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt, gefolgt von Extraktion mit 100 ml Chloroform. Nach aufeinanderfolgendem Waschen des Extrakts in Chloroform in 5 %-iger wässeriger Lösung von Kaliumhydrogensulfat und Wasser wurde der Extrakt über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Toluol-Essigsäureethylester (4:1)} zu 84,8 mg 3-n-Octadecyl-4-n-octadecyloxymethylbenzoesäure als weißer Feststoff. Schmelzpunkt: 87- 88ºC. EIMS: m/z 672 (M&spplus;).
  • Beispiel 20: Herstellung von O-Isopropyliden-3-hydroxy-4- hydroxymethylbenzoesäure
  • Aceton (2,0 ml) wurde zu 100 mg 3-Hydroxy-4-hydroxymethylbenzoesäure gegeben, um die letztere Verbindung zu lösen. Anschließend wurden 15,0 mg Pyridinium-p-toluolsulfonat und 68 ul 2-Methoxypropen zugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde für 24 Stunden bei Raumtemperatur belassen.
  • Die erhaltene Reaktionslösung wurde tropfenweise zu 10 ml einer gesättigten wässerigen Lösung von Natriumhydrogencarbonat gegeben. Das erhaltene Gemisch wurde unter vermindertem Druck eingeengt, um Aceton daraus zu entfernen. Die zurückgebliebene wässerige Phase wurde mit Chloroform gewaschen und dann mit 5 %-iger wässeriger Lösung von Kaliumhydrogensulfat vermischt, um den pH-Wert auf 3-4 einzustellen. Die erhaltene Lösung wurde zweimal mit 10 ml Chloroform extrahiert und der Chloroformextrakt wurde über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Die Chloroformlösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie {Laufmittel: Chloroform-Methanol (10:1)} gereinigt zu 74,3 mg O-Isopropyliden-3- hydroxy-4-hydroxymethylbenzoesäure als weißer Feststoff. Schmelzpunkt: 153-156ºC. EIMS: m/z 208 (M&spplus;).
  • Des weiteren wird die Herstellung einiger beispielhafter Verbindungen von Benzoesäurederivaten der allgemeinen Formel (II) angeführt, worin n 0 ist mit Bezug auf die nachstehenden Bezugsbeispiele 1-4.
  • Bezugsbeispiel 1 Herstellung von 3, 4-Di-n-hexyloxybenzoesäure
  • Wasserfreies Dimethylformamid (20 ml) wurde mit 200 mg Protocatechusäure und 208 mg 60 %-igem Natriumhydrid in Öl vermischt, gefolgt von Zugabe von 912 ul n-Hexylbromid. Das erhaltene Gemisch wurde dann bei Raumtemperatur für 24 Stunden gerührt. Die erhaltene Reaktionslösung wurde tropfenweise zu 200 ml einer 5 %-igen wässerigen Lösung von Kaliumhydrogensulfat gegeben, gefolgt von Extraktion mit 200 ml Chloroform. Der Chloroformextrakt wurde mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann unter vermindertem Druck eingeengt.
  • Ein so erhaltenes braunes Öl wurde durch Chromatografie an einer Kieselgelsäule gereinigt {Laufmittel: Hexan- Chloroform (3:2)} zu 441 mg eines farblosen Öls. Tetrahydrofuran (22 ml), eine 10 %-ige Natriumhydroxidlösung (4,4 ml) und Methanol (11 ml) wurden nacheinander zu dem farblosen Öl zugegeben, wodurch das farblose Öl aufgelöst wurde. Die erhaltene Lösung wurde bei Raumtemperatur für 48 Stunden belassen. Die Lösung wurde dann unter vermindertem Druck eingeengt und der erhaltene Rückstand mit 100 ml Chloroform extrahiert. Die Chloroformlösung wurde nacheinander mit 5 %- iger wässeriger Lösung von Kaliumhydrogensulfat und Wasser gewaschen und anschließend über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet.
  • Die Chloroformlösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde durch Chromatografie an einer Kieselgelsäule gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Ethanol (30:1)} unter Erhalt von 271 ml der Titelverbindung als farblose tafelförmige Kristalle. Diese Verbindung ist neu. Schmelzpunkt: 124-126ºC. EIMS: m/z 322 (M&spplus;).
  • Bezugsbeispiel 2 (a) Herstellung von Protocatechusäurebenzhydrylester
  • Essigsäureethylester (2,5 ml) wurde mit 50,0 mg Protocatechusäure und 63,0 mg Diphenyldiazomethan unter Bildung einer Lösung vermischt. Die Lösung wurde bei Raumtemperatur für 2 Stunden belassen. Diphenyldiazomethan (25,8 mg) wurde des weiteren zugegeben und das erhaltene Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 2 Stunden belassen. Die hellrötlich-violett-gefärbte Reaktionslösung wurde unter vermindertem Druck eingeengt und der erhaltene farblose Rückstand wurde durch Chromatografie an einer Kieselgelsäule gereinigt {Laufmittel: Chloroform - Chloroform-Methanol (30:1)} unter Erhalt von 58,1 mg der Titelverbindung als farbloser Sirup. EIMS: m/z 320 (M&spplus;).
  • (b) Herstellung von 3,4-Di-n-undecyloxybenzoesäure
  • Wasserfreies Dimethylformamid (4,9 ml) wurde mit 49,0 mg Protocatechusäurebenzhydrylester und 13,5 mg 60 %-igem Natriumhydrid in Öl vermischt unter Bildung eines Gemisches als Suspension. n-Undecyljodid (77,8 ul) wurde dann zugegeben, gefolgt von Rühren des erhaltenen Gemisches bei Raumtemperatur für 2 Stunden. Die erhaltene Reaktionslösung wurde tropfenweise zu 50 ml einer 5 %-igen Kaliumhydrogensulfatlösung gegeben, gefolgt von Extraktion mit 50 ml Chloroform. Der Chloroformextrakt wurde über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingeengt, um das Chloroform allein daraus zu entfernen.
  • Trifluoressigsäure (5,0 ml) wurde zu der zurückgebliebenen Lösung in Dimethylformamid gegeben. Das erhaltene Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 30 Minuten belassen.
  • Die Lösung wurde dann unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand mit 50 ml Chloroform extrahiert. Der Extrakt wurde mit 2,5 %-iger wässeriger Lösung von Kaliumhydrogensulfat gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol (10:1)} unter Erhalt von 48,5 mg der Titelverbindung als farbloser Feststoff. Diese Verbindung ist neu. Schmelzpunkt: 98-101ºC. EIMS: m/z 462 (M&spplus;).
  • Bezugsbeispiel 3 Herstellung 3,4-Di-n-octadecyloxybenzoesäure
  • Wasserfreies Dimethylformamid (5,1 ml) wurde mit 51,3 mg Protocatechusäurebenzhydrylester und 14,0 mg 60 %-igem Natriumhydrid in Öl vermischt unter Bildung eines Gemisches als Suspension. n-Octadecyljodid (134 mg) wurde dann zu der Suspension zugegeben, gefolgt von Rühren des Gemisches bei Raumtemperatur für 2 Stunden. Die erhaltene Reaktionslösung wurde tropfenweise dann zu 50 ml einer 2,5 %-igen wässerigen Lösung von Kaliumhydrogensulfat gegeben, gefolgt von Extraktion mit 50 ml Chloroform. Der Chloroformextrakt wurde über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann unter vermindertem Druck eingeengt, um das Chloroform allein daraus zu entfernen.
  • Trifluoressigsäure (5,0 ml) in Dimethylformamid wurde dann zu der übrigen Lösung gegeben. Chloroform (5,0 ml) wurde weiterhin zugegeben und das erhaltene Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 10 Minuten belassen.
  • Die Lösung wurde dann unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand mit 50 ml Chloroform extrahiert. Der Extrakt wurde mit 2,5 %-iger wässeriger Lösung von Kaliumhydrogensulfat gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wurde duch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {Laufmittel: Chloroform-Methanol (10:1)} unter Erhalt von 47,3 mg der Titelverbindung als farbloser Feststoff. Diese Verbindung ist neu. Schmelzpunkt: 94-117ºC. EIMS: m/z 658 (M&spplus;).
  • Bezugsbeispiel 4 Herstellung von 3,4-Di-n-valeryloxybenzoesäure
  • Wasserfreies Pyridin (2,0 ml) wurde zu 67,5 mg Protocatechusäurebenzhydrylester gegeben, um letztere Verbindung zu lösen, gefolgt von Zugabe von 55,9 mg n-Valerylchlorid. Das erhaltene Gemisch wurde dann bei Raumtemperatur für 24 Stunden belassen, um die Reaktion zu bewirken. Wasser (17 ul) wurde zu der erhaltenen Reaktionslösung gegeben, gefolgt von Einengen unter vermindertem Druck. Der Rückstand wurde mit 30 ml Chloroform extrahiert und der Extrakt wurde nacheinander mit 5 %-iger wässeriger Lösung von Kaliumhydrogensulfat, einer gesättigten wässerigen Lösung von Natriumhydrogencarbonat und Wasser gewaschen und dann über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet.
  • Der getrocknete Extrakt wurde dann unter vermindertem Druck unter Erhalt eines gelblichen Öls eingeengt. Trifluoressigsäure (1,0 ml) wurde zu 92,8 mg des gelblichen Öls zugegeben, um dasselbe zu lösen. Die erhaltene Lösung wurde für 10 Minuten bei Raumtemperatur belassen und dann unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand wurde dann zweimal einer aceotropen Destillation mit Toluol unterzogen. Der Rückstand wurde danach durch präparative Dünnschichtchromatografie gereinigt {ChloroformMethanol (8:1)} unter Erhalt von 24,8 mg der Titelverbindung als farbloser Feststoff. Diese Verbindung ist neu. Schmelzpunkt: 97-103ºC. EIMS: m/z 322 (M&spplus;).

Claims (15)

1. Anthracyclin-Derivat der allgemeinen Formel (I):
worin R¹ und R² gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Phenethylgruppe oder eine Phenyl- oder Naphthylgruppe oder eine Alkanoylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Benzoylgruppe bedeuten oder R¹ und R² zusammengenommen eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Alkylidengruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylidengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten und n eine ganze Zahl von 0 oder 1 darstellt oder ein Säureadditionssalz davon.
2. Anthracyclin-Derivat nach Anspruch 1 der Formel (Ia):
worin R¹ und R² gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Phenethylgruppe oder eine Phenyl- oder Naphthylgruppe bedeuten oder R¹ und R² zusammengenommen eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine Alkylidengruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylidengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bilden oder ein Säureadditionssalz davon.
3. Anthracyclin-Derivat nach Anspruch 1 der Formel (Ib):
worin R¹ und R² gleich sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Benzyl- oder Phenethylgruppe oder eine Phenyl- oder Naphthylgruppe oder eine Alkanoylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Benzoylgruppe bedeuten oder ein Säureadditionssalz davon.
4. Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Anspruch 1 oder ein Säureadditionssalz davon, wobei R¹ und R² jeweils eine Methylgruppe darstellen.
5. Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Anspruch 1 oder ein Säureadditionssalz davon, wobei R¹ und R² jeweils eine Hexylgruppe darstellen.
6. Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Anspruch 1 oder ein Säureadditionssalz davon, wobei R¹ und R² jeweils eine Undecylgruppe darstellen.
7. Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Anspruch 1 oder ein Säureadditionssalz davon, wobei R¹ eine Undecylgruppe bedeutet und R² ein Wasserstoffatom darstellt.
8. Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Anspruch 1 oder ein Säureadditionssalz davon, wobei R¹ und R² jeweils eine Octadecylgruppe darstellen.
9. Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Anspruch 1 oder ein Säureadditionssalz davon, wobei R¹ und R² jeweils ein Wasserstoffatom darstellen.
10. Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Anspruch 1 oder ein Säureadditionssalz davon, wobei R¹ und R² zusammengenommen eine Isopropylidengruppe =C(CH&sub3;)&sub2; darstellen.
11. Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Anspruch 1 oder ein Säureadditionssalz davon, wobei R¹ und R² eine Alkanoylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie eine Acetyl-, Propionyl- oder Valeryl- oder eine Benzoylgruppe darstellen.
12. Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Anspruch 1 oder ein Säureadditionssalz davon, wobei R¹ und R² jeweils eine Valerylgruppe darstellen.
13. Verfahren zur Herstellung des Anthracyclin-Derivats der Formel (I) nach Anspruch 1, umfassend die Umsetzung eines Metallsalzes eines Benzoesäurederivats der Formel (II):
worin R¹ und R² wie in Anspruch 1 definiert sind und n 0 oder 1 bedeutet, mit einem 14-Halogen-Daunomycin der Formel (III):
worin X ein Brom- oder Chloratom bedeutet, oder eines Säureadditionssalzes davon, in einem inerten organischen Lösungsmittel unter Herstellung der Verbindung der Formel (I), worin n = 0 ist.
14. Arzneimittel, umfassend eine Verbindung nach einem der Ansprüche 1-12 oder ein Säureadditionssalz davon.
15. Verwendung einer Verbindung nach einem der Ansprüche 1-12 oder eines Säureadditionssalzes davon, zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung von durch Viren hervorgerufene Erkrankungen.
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