DE3886397T2 - Verfahren und anordnung für den fernmeldedienst. - Google Patents
Verfahren und anordnung für den fernmeldedienst.Info
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04M15/00—Arrangements for metering, time-control or time indication ; Metering, charging or billing arrangements for voice wireline or wireless communications, e.g. VoIP
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft Telekommunikationsdienste und insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ableiten von Gebühreninformationen für einen Anruf.
- Ortsnetzbetreiber und Verbindungsnetzbetreiber bieten einen Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst, in dem die Gebühren für Telefongespräche eines Kunden sortiert und unter vom Kunden zugewiesenen getrennten Teilrechnungsnummern aufgelistet werden. Dies ist für Angehörige der gehobenen Berufe wie Rechtsanwälte ein besonders nützlicher Dienst, um Kunden in ihrem Auftrag durchgeführte Ferngespräche in Rechnung zu stellen. Ein Problem bei diesem Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst ist, daß der Kunde den Dienst im voraus bestellen und eine regelmäßige Gebühr für den Dienst zahlen muß, egal wieviel Teilrechnungsgebührenberechnungsanrufe durchgeführt werden, wenn überhaupt.
- In IBM Disclosure Bulletin Band 16, Nr. 11, Seiten 3739-3740, April 1974 wird "A Program for Special Billing Number Telephone Calls" beschrieben. In dieser Arbeit wird ein Flußdiagramm für die automatische Bearbeitung von einigen Anrufklassen wie Anrufkartenanrufen beschrieben.
- Das obige Problem und die damit verbundenen Nachteile werden gelöst und ein technischer Fortschritt erzielt in einer beispielhaften Betreiberanlage eines Netzbetreiber-Verbindungsnetzes, in dem ein Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst auf Nicht-Vorbestellungsbasis angeboten wird. Als Ergebnis aktiviert ein Kunde den Dienst auf einer "pro-Anruf"- oder "nach-Bedarf"- Basis. Weiterhin ist ein diesen Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst benutzender Kunde in der Lage, jeden vom Kunden gewählten abgehenden Anruf mit beispielsweise einer vom Kunden zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer zu "Markieren" und für eine monatliche Telefonrechnung sortieren zu lassen und für jede während der Gebührenberechnungsperiode zugewiesene Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer die Teilsumme berechnen zu lassen. Anders als bei anderen Teilrechnungsgebührenberechnungsdiensten und ein Fortschritt im Stand der Technik ist, daß dieser Dienst keine Vorbestellung vom Kunden erfordert. Stattdessen benutzt der Kunde den Dienst auf einer "pro-Anruf"- oder "nach- Bedarf"-Basis, und ihm wird nur der tatsächliche Gebrauch des Dienstes in Rechnung gestellt.
- Als Beispiel wählt bei dem Dienst ein Kunde "0" plus der Rufnummer eines gerufenen Anschlusses, um auf eine Kommunikationsanlage wie eine Betreiberanlage zuzugreifen und von der Anlage ein Aufforderungssignal zu erhalten. Der Kunde würde dann einen Dienstauswahlkode und eine vom Kunden zugewiesene Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer wie "15XX" eingeben, womit der Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst in der Betreibungsanlage aktiviert und der Anruf mit der Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer markiert werden würde. Als Reaktion auf einen Empfang des Dienstaktivierungskodes und der vom Kunden zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer wird bei dem Verfahren der Anruf durch die Kommunikationsanlage hindurch beispielsweise zu einer Vermittlungsanlage weitergegeben, um die Verbindung zum gerufenen Rufnummeranschluß herzustellen. Bei dem Verfahren wird weiterhin die vom Kunden zugewiesene Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer in die Gebührenberechnungsinformationen für den Anruf einbezogen. Weiterhin würden die Gebührenberechnungsinformationen die Nummernkennzeichnung des anrufenden Teilnehmeranschlusses, die vom anrufenden Kunden eingegebene Rufnummer der gerufenen Nummer und die Anschlußzeit und Verbindungsdauer des Anrufs enthalten.
- Das Kommunikationsdienste-Verfahren würde vorteilhaft umfassen, daß dem anrufenden Anschluß ein getrennter Betrag für jeden Anruf, bei dem eine vom Kunden aktivierte Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer empfangen wird, in Rechnung gestellt wird. Der Anruf selbst würde zu Normaltarif-Wählraten in Rechnung gestellt werden. Zusätzlich kann der Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst vorteilhaft auf automatisierte Anrufkartenanrufe, handvermittelte Anrufe mit Gebührenübernahme und Anrufe mit Fakturierung eines dritten Anschlusses angewandt werden.
- Die Kommunikationsdienste-Vorrichtung umfaßt Mittel, die auf einen Anruf reagieren, um einen anrufenden Anschluß zu zusätzlichen Rufinformationen aufzufordern. Abweichend vom Stand der Technik ist, daß die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß sie weiterhin auf einen Empfang eines Dienste-Aktivierungskodes und einer vom Kunden zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer reagierende Mittel zum Weitergeben des Anrufs durch eine Kommunikationsanlage hindurch und Mittel zum Ableiten von Gebühreninformationen für den Anruf einschließlich der vom Kunden zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer umfaßt.
- Weiterhin enthält das Mittel zum Ableiten von Gebühreninformationen Mittel zum Aufzeichnen von Anschlußzeit und Verbindungsdauern für den Anruf und die vom Kunden zugewiesene Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer.
- Die Vorrichtung umfaßt vorteilhaft weiterhin Mittel zum Übertragen der Gebühreninformationen einschließlich der Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer für ein Gebührenberechnungssystem, das wiederum einen Gebührenberechnungsauszug einschließlich einer Gebühr für den Anruf enthält, der unter der für den Anruf eingegebenen, vom Kunden zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer aufgelistet ist.
- Ein weiteres Merkmal der Kommunikationsdienste- Vorrichtung ist, daß das Mittel zum Ableiten von Gebühreninformationen auch auf eine den anrufenden Anschluß anzeigende Kennungsnummer und eine Rufnummer des gerufenen Anschlusses reagiert, um die Kennungsnummer des anruf enden Anschlusses und die Rufnummer des gerufenen Anschlusses in die Gebühreninformationen einzuschließen.
- Figur 1 zeigt ein beispielhaftes Telekommunikationsnetz einschließlich einer Betreiberanlage, in der ein beispielhaftes Verfahren und eine Vorrichtung zur Bereitstellung eines Teilrechnungsgebührenberechnungsdienstes ohne Vorbestellung verwendet wird;
- Figur 2 offenbart ein detaillierteres Blockschaltbild der beispielhaften Betreiberanlage der Figur 1;
- Figuren 3 und 4 sind ein Flußdiagramm, das die Schritte des Teilrechnungsgebührenberechnungsdienstes darstellt;
- Figur 5 zeigt einen beispielhaften automatischen Gebührenerfassungsdatensatz zum Speichern von Anrufgebühreninformationen;
- Figur 6 zeigt ein Flußdiagramm der von einer Gebührenabrechnungsstelle für Teilrechnungsgebührenberechnungsauszüge durchgeführten Schritte; und
- Figur 7 zeigt einen Muster-Teilrechnungsgebührenberechnungsauszug.
- In Figur 1 ist ein Blockdiagramm eines beispielhaften Telekommunikationsnetzes mit einer Mehrzahl von Fernsprechämtern des Ortsnetzbetreibers wie 101 wie 102 dargestellt, die wie gezeigt durch ein Verbindungsnetz 103 des Netzbetreibers miteinander verbunden sind. Das Verbindungsnetz 103 enthält eine Mehrzahl von Vermittlungsstellen wie 104 und 105. Das Verbindungsnetz 103 des Netzbetreibers enthält auch eine Mehrzahl von Betreiberanlagen wie die Verkehrsdienstplatzanlagenzentrale 106 zwischen dem Ortsamt 101 und Fernamt 104. Die Betreiberanlage enthält die Vorrichtung und benutzt ein beispielhaftes Verfahren zur Bereitstellung eines Teilrechnungsgebührenberechnungsdienstes ohne Vorbestellung. Dieser Dienst wird auf einer "pro-Anruf"- oder "nach-Bedarf"- Basis vom Kunden aktiviert und erlaubt einem Kunden, jeden abgehenden Ruf mit beispielsweise einer vom Kunden zugewiesenen zweistelligen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer zu "markieren". Der monatliche Telefongebührenauszug des Kunden wird sortiert und für jede vom Kunden während der Gebührenberechnungsperiode benutzte Teilrechungsgebührenberechnungsnummer die Teilsumme berechnet. Im Gegensatz zu anderen Teilrechnungsgebührenberechnungsdiensten erfordert dieser Teilrechungsgebührenberechnungsdienst nicht die Vorbestellung des Dienstes durch den Kunden. Stattdessen benutzt der Kunde den Dienst auf einer "pro-Anruf"- oder "nach- Bedarf"-Basis, und ihm wird nur der tatsächliche Gebrauch in Rechnung gestellt.
- Jedes der Fernsprechämter 101 und 102 des Ortsnetzbetreibers bedient eine Mehrzahl von Teilnehmeranschlüssen wie die entsprechenden Teilnehmeranschlüsse 150 und 151, die mit Sprechstellen 107 bzw. 108 verbunden sind.
- Als Beispiel kann sich jedes der örtlichen Fernsprechämter 101 und 102 als elektronisches programmgesteuertes Vermittlungssystem wie die von AT&T zur Verfügung stehende Vermittlung 1A ESS eignen. Diese Vermittlung ist in US-Patent Nr. 3,570,008 offenbart, das R. W. Downing et al. am 19. März 1971 erteilt wurde, und in dem The Bell System Technical Journal, Band 43, Nr. 5, Teilen 1 und 2, September 1964. Ein zur Verwendung in der Vermittlungsanlage geeignetes Zentralsteuerwerk wird in diesem The Bell System Technical Journal, Band 56, Nr. 2, Februar 1977, beschrieben. Ein umfassenderes Verständnis des Aufbaus und Betriebs eines elektronischen programmgesteuerten Ortsvermittlungsamtes kann durch Bezugnahme auf diese Verweise erlangt werden.
- Jedes der Fernvermittlungsämter 104 und 105 ist zweckmäßigerweise eine elektronische programmgesteuerte Vermittlungsanlage wie die auch von AT&T verfügbare digitale Vermittlung 4 ESS . Diese digitale Vermittlung wird im einzelnen im The Bell System Technical Journal, Band 56, Nr. 7, September 1977, und Band 60, Nr. 6, Teil 2, Juli-August 1981, beschrieben. Ein umfassendes Verständnis des Aufbaus und Betriebs einer Fernvermittlungsanlage kann durch Bezugnahme auf diese Verweise erlangt werden. Die Fernvermittlungsämter 104 und 105 verbinden gezielt als Reaktion auf von einem Ortsamt empfangene Leitweginformationen wie die Rufnummer eines gerufenen Teilnehmeranschlusses einzelne Verbindungsleitungen miteinander.
- Eine typische Betreiberanlage wie die Verkehrsdienstplatzanlage (TSPS) zur Verwendung mit Orts- und Fernämtern ist im The Bell System Technical Journal, Band 49, Nr. 10, Dezember 1970, und Band 58, Nr. 6, Teilen 1 und 2, Juli-August 1977, und im US-Patent Nr. 3,484,560 von R. J. Jaeger, Jr., erteilt am 16. Dezember 1969, beschrieben. Eine als Teil einer Vermittlungsanlage eingeschlossene Betreiberanlage ist die ebenfalls von AT&T im Handel erhältliche Betreiberdienstplatzanlage für digitale Vermittlungen 5ESS . Das Telekommunikationsnetz enthält auch eine bekannte Gebührenabrechnungsstelle 109, die ein Gebührenberechnungssystem für die Erstellung von Gebührenberechnungsauszügen enthält. In diesen Gebührenberechnungsauszügen sind die Gebühren für Anrufe unter jeder vom Kunden während der Gebührenberechnungsperiode zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer aufgelistet.
- In Figur 2 wird ein detaillierteres Blockdiagramm der beispielhaften TSPS-Zentrale 106 offenbart, die zwischen Ortsamt 101 und Fernamt 104 eingeschaltet ist. Die TSPS-Zentrale enthält eine Mehrzahl von Leitungssätzen 203-1 bis 203-N, von denen jeder an seiner ankommenden Seite mit einem entsprechenden vom Ortsamt abgehenden Leitungssatz 220-1 bis 220-N und an seiner abgehenden Seite mit einem entsprechenden der vom Fernamt 104 ankommenden Leitungssätze 221-1 bis 220-N verbunden ist. Jeder Anruf vom Ort samt 101 wird über einen ausgewählten abgehenden Leitungssatz zu seinem zugehörigen TSPS- Leitungssatz und wiederum zu seiner zugehörigen ankommenden Fernamtsleitung weitergegeben.
- Die TSPS-Zentrale enthält weiterhin das Aufzeichnungsgerät 214 für automatische Gebührenerfassung und eine Mehrzahl von Bedienerplätzen 209-1 bis 209-N, wobei jeder Platz einzeln auf der rechten Seite des Koppelnetzes 204 erscheint. Das Koppelnetz, das Aufzeichnungsgerät für automatische Gebührenerfassung und die Bedienerplätze zusammen mit den anderen gezeigten Schaltungen ermöglichen der TSPS-Zentrale, eine Gebühreninformationsaufzeichnungsfunktion zu bieten, die vom Ortsamt 101 über die TSPS-Zentrale zum Fernamt 102 weitergegeben wird. Das Koppelnetz 204 ist auf seiner linken Seite mit Leitungssätzen 203-1 und 218-1 und auf seiner rechten Seite mit einer Mehrzahl unterschiedlicher Schaltungen einschließlich Impulsgebern 206, Wahlempfängern 207 und verschiedenen Ton- und Dienstsätzen 217 verbunden.
- Die TSPS-Zentrale 106 enthält weiterhin die Anlagensteuerung 205. Die Anlagensteuerung ist über Kabel 213 mit Leitungssätzen 203-1 und 203-N, über Kabel 216 mit dem Netz 204, über Kabel 215 mit dem bekannten automatischen Gebührenerfassungs-Aufzeichnungsgerät 214, über Kabel 211 mit Impulsgebern 106 sowie über dasselbe Kabel mit Wahlempfängern 207 und den verschiedenen Tonund Dienstsätzen 217 verbunden. Die Anlagensteuerung 205 ist weiterhin über Kabel 222 mit Bedienerplätzen 209-1 und 209-N verbunden. Mit diesen Verbindungen wird der Anlagensteuerung die Regelung, Steuerung und Koordinierung der Funktion jedes Satzes ermöglicht, damit die TSPS- Zentrale den bei jedem von ihr empfangenen Anruferforderlichen Dienst leisten kann.
- Mit dem automatischen Gebührenerfaseungs-Aufzeichnungsgerät 214 werden entsprechende Gesprächsgebühreninformationen bei Abschluß eines Gesprächs als Reaktion auf die von der Anlagensteuerung 205 empfangenen Informationen aufgezeichnet.
- Die Wahlenempfänger 206 empfangen vom Ortsamt 101 abgegebene Verbindungsinformationspulse. Die Impulsgeber 206 übertragen zum Fernamt die von diesem bei jedem Anruf benötigten Informationen. Verschiedene Ton- und Dienstsätze liefern verschiedene Töne wie einen "Aufforderungs"- oder einen "Bong"-Ton zum anrufenden Teilnehmeranschluß über das Ortsamt 101. Eine detailliertere Beschreibung der TSPS-Zentrale ist in dem oben erwähnten Patent von R. J. Jaeger, Jr. enthalten.
- Die Anlagensteuerung 205 enthält auch ein bekanntes Steuerwerk 270, das durch im Programm- und Datenspeicher 271 gespeicherte Programmanweisungen gesteuert wird.
- Figuren 3 und 4 zeigen ein Flußdiagramm, das die von einem anrufenden Kunden unternommenen Schritte sowie die der TSPS-Zentrale und der Orts- und Fernämter zur Bereitstellung des Teilrechnungsgebührenberechnungsdienstes darstellt.
- Grundlegend ermöglicht die TSPS-Anlage den Kunden, jeden abgehenden Ruf mit irgendeiner vom Kunden zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer zu "markieren". Zum Aktivieren des Teilrechnungsgebührenberechnungsdienstes wählt der Kunde am Anfang "0" und die Rufnummer des gerufenen Anschlusses, um auf die TSPS- Zentrale zuzugreifen und ein Aufforderungssignal von der TSPS-Zentrale zu empfangen. Danach wird vom Kunden der Dienst durch Eingabe eines Dienste-Aktivierungskodes plus einer Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer wie "15XX" aktiviert. Mit "15" wird der Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst in der TSPS-Zentrale aktiviert, und die Nummern "XX" sind die vom Kunden zugewiesene Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer, die an den Rufangehängt wird. Danach wird die Verbindung von der TSPS-Zentrale zum Fernamt und weiter durch das Netz hindurch zu dem von der eingegebenen Rufnummer des gerufenen Anschlusses angezeigten gerufenen Anschluß weitervermittelt.
- Nach Abschluß des Gesprächs wird die Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer auf dem Gebührenberechnungsinformationsband für automatische Gebührenerfassung (AMA - automatic message accounting) in der TSPS-Zentrale zur nachfolgenden Verarbeitung durch das Gebührenberechnungssystem aufgezeichnet. Dem Kunden wird der Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst auf Grundlage entweder der Anzahl monatlich benutzter Teilrechnungsgebührenberechnungskode oder der Anzahl monatlich getätigter Anrufe in Rechnung gestellt. Der Anruf selbst wird zu Normaltarif-Wählraten fakturiert.
- Wie in Figur 3 dargestellt, hebt ein Kunde beispielsweise an der Sprechstelle 107 des anrufenden Anschlusses seinen Hörer ab und wählt 0 plus NPA-NXX-XXXX, die Rufnummer des gerufenen Anschlusses, die Rufnummer von (Block 301). Vom Ortsamt 101 werden die eingegebenen Ziffern dann auf bekannte Weise umgesetzt und erkannt, daß der Ruf zu einer Betreiberanlage wie die TSPS-Zentrale 106 (Block 302) weitergeschaltet werden muß. Danach schaltet das Ortsamt die eingegebenen Rufnummerziffern des gerufenen Anschlusses und die Kennungsnummer (ANI - automatische Rufnummernanzeige) des gerufenen Teilnehmeranschlusses zur TSPS-Zentrale (Block 303) weiter. Die TSPS-Zentrale überprüft, ob der rufende Anschluß Teilrechnungsgebührenberechnung durchführen kann. Zu dieser Überprüfung gehört typisch die Überprüfung, ob die Anschlußstelleneinrichtung des rufenden Kunden ein MFV-Fernsprecher ist und ob der Fernsprecher kein Münzfernsprecher ist.
- Nach Überprüfung der Sprechstelleneinrichtung des rufenden Kunden bewirkt die Anlagensteuerung 205, daß ein Aufforderungssignal von der Schaltung für verschiedene Töne und Dienste 217 zum rufenden Anschluß übertragen wird, daß der Anrufer zusätzliche Rufinformationen eingeben soll (Block 305).
- Als Reaktion gibt der anrufende Kunde einen Dienste-Aktivierungskode wie "15" plus eine zweistellige Nummer ein, die die vom Kunden für den Anruf zugewiesene Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer anzeigt (Block 306). Von der TSPS-Anlage wird der Teilrechnungsgebührenberechnungskode "15" erkannt und der Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst aktiviert, indem sie die Teilrechnungsgebührenberechnungsanzeige 501 (SAB), wie in dem beispielhaften AMA-Datensatz 500 der Figur 5 angedeutet, setzt (Block 401 der Figur 4).
- Von der TSPS-Zentrale 106 wird die Verbindung zum Fernamt 104 weitergeleitet, die wiederum den Anschluß des anrufenden Kunden auf bekannte Weise mit dem Ortsamt 102 verbindet. Das Ortsamt 102 ruft den durch die dahin weitergeschaltete gerufene Rufnummer identifizierten gerufenen Anschluß und gibt Hörtöne zum rufenden Anschluß zurück (Block 403).
- Wenn der gerufene Teilnehmer den Anruf nicht beantwortet (Block 404), beendet der anrufende Anschluß den Ruf auf bekannte Weise (Block 405).
- Wenn der gerufene Teilnehmer den Anruf beantwortet, werden von der TSPS-Anlage anfängliche Verbindungsgebührendaten in einen Zwischenspeicher und nach Beendigung des Gesprächs in den bekannten AMA-Datensatz eingegeben (Block 406). Diese anfänglichen Verbindungsgebührendaten enthalten typisch die Anschlußzeit, die Kennungsnummer des gerufenen Teilnehmeranschlusses, die vom rufenden Kunden eingegebene Rufnummer des gerufenen Anschlusses und die ebenfalls vom anrufenden Kunden eingegebene Teilrechungsgebührenberechnungsnummer, wie beispielhaft im AMA der Figur 5 dargestellt.
- Bei Beendigung des Gesprächs legt der Anrufer auf (Block 407). Von der TSPS-Anlage wird die Gesprächsdauer bestimmt und werden alle Verbindungsdaten in den AMA- Datensatz eingegeben (Block 408).
- Zusammenfassend kann ein anrufender Kunde den Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst auf einer "pro- Anruf"-Basis aktivieren und dieses Gespräch mit einer spezifischen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer markieren lassen. Diese Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer wird für jeden Anruf aufgezeichnet und in einem AMA-Datensatz bezeichnet und gegebenenfalls auf Magnetband oder -platte aufbewahrt.
- Der auf einem Band oder einer Platte aufgezeichnete AMA-Datensatz wird von Zeit zu Zeit physikalisch entfernt und einer Gebührenabrechnungsstelle (RAO - revenue accounting office) 109, wie in Figur 101 dargestellt, übermittelt oder dahin fernübertragen. Wie in Figur 6 gezeigt, empfängt die Gebührenabrechnungsstelle die vollständigen Gebührenberechnungsdaten der anrufenden Sprechstelle (Block 601). Von der Gebührenabrechnungsstelle wird jedes Gespräch mit einer Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer aussortiert und diese nach jeder Teilrechnung gruppiert (Block 602). Teilrechnungsgebührenberechnungsgespräche werden zu Normaltarifraten berechnet (Block 603). Weiterhin wird auf Teilrechnungsgebührenberechnungsdienstverbindungen für eine Zusatzgebühr auf pro-Anruf-Basis zugegriffen (Block 604).
- Von der Gebührenabrechnungstelle werden die Teilrechnungsgebühren nach Teilrechnungen umgeordnet und ihre Teilsurime berechnet und dann, wie beispielhaft in Figur 7 dargestellt, ein Gebührenberechnungsauszug gedruckt (Block 605).
- Im Gegensatz zu anderen Teilrechnungsgebührenberechnungsdiensten muß für den Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst der vorliegenden Erfindung ein Kunde den Dienst nicht vorbestellen; stattdessen aktiviert der Kunde den Dienst auf einer "nach-Bedarf" -Basis, und nur der tatsächliche Gebrauch wird ihm in Rechnung gestellt.
- Es sei darauf hingewiesen, daß das oben beschriebene Verfahren und die Vorrichtung zur Bereitstellung des Teilrechnungsgebührenberechnungsdienstes einfach eine beispielhafte Ausführungsform der Grundsätze der vorliegenden Erfindung darstellen, und daß von Fachleuten zahlreiche andere Verfahren und Vorrichtungen konstruiert werden können. Insbesondere kann dieser Teilrechnungsgebührenberechnungsdienst für Anrufkartenanrufe, Anrufe mit Gebührenübernahme und Dritten in Rechnung gestellte Anrufe angeboten werden. Im Falle von Anrufen mit Gebührenübernahme oder solchen, die Dritten in Rechnung gestellt werden, würde der angerufene Teilnehmer die Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer liefern, und ein Bediener an der Betreiberdiensteanlage würde die Teilrechnungsnummer eingeben. Bei Anrufen, die Dritten in Rechnung gestellt werden, würde der anrufende Kundenanschluß gleichfalls die Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer eingeben. Weiterhin kann dieser Dienst von einem Orts- oder Fernamt mit einem Dienste-Aktivierungs- oder Betreiberanlagenmerkmal mit oder ohne Benutzung eines zum anrufenden Anschluß übertragenen Aufforderungssignals bereitgestellt werden.
Claims (16)
1. Kommunikationsdienste-Verfahren mit folgenden
Schritten:
Weitergeben als Reaktion auf einen Anruf, dessen Ziel
durch eine empfangene, vom Kunden angegebene
Verzeichnisnummer identifiziert ist, des besagten Anrufes
durch ein Telekommunikationsvermittlungssystem;
Empfangen von vom Kunden angegebenen
Gebührenberechnungsinformationen für den besagten Anruf;
Aufzeichnen der besagten Gebührenberechnungsinformationen
in Gebühreninformationen für den besagten Anruf;
dadurch gekennzeichnet, daß das besagte Verfahren
weiterhin folgende Schritte umfaßt:
Empfangen eines Dienste-Aktivierungskodes und einer vom
Kunden angegebenen Teilrechungsgebührenberechnungsnummer
(306), und Einschließen der besagten vom Kunden
zugewiesenen Teilrechungsgebührenberechnungsnummer in
Gebühreninformationen für den besagten Anruf (401).
2. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin
gekennzeichnet durch Auffordern (305) einer anrufenden Leitung vom
besagten Telekommunikationsvermittlungssystem aus zur
Eingabe zusätzlicher Rufinformationen, die den besagten
Dienste-Aktivierungskode und die besagte vom Kunden
angegebene Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer
umfassen.
3. Verfahren nach Anspruch 2, weiterhin
gekennzeichnet durch Empfangen einer Kennungsnummer für besagte
anrufende Leitung (303) und Einschließen der besagten
Identifikationsnummer in besagte Gebühreninformationen
(401, 500).
4. Verfahren nach Anspruch 3, weiterhin dadurch
gekennzeichnet, daß es erfordert, daß ein Anruf von einer
bestimmten anrufenden Leitung eine
Kunden-Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer für den besagten Anruf eingibt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, weiterhin dadurch
gekennzeichnet, daß der besagten anrufenden Leitung ein
getrennter Betrag für jeden Anruf, bei dem eine vom
Kunden zugewiesene Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer
empfangen wird (604), in Rechnung gestellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3, weiterhin
gekennzeichnet durch Übersenden der besagten Gebühreninformationen
an ein Gebührenberechnungssystem (601).
7. Verfahren nach Anspruch 6, weiterhin dadurch
gekennzeichnet, daß das besagte Gebührenberechnungssystem
als Reaktion auf einen Empfang der besagten
Gebühreninformationen einen Gebührenberechnungsauszug für den
besagten Anruf erzeugt, wobei auf dem besagten
Gebührenberechnungsauszug Gebühren für den besagten Anruf, der
für die Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer (605)
aufgelistet ist, aufgeführt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, weiterhin dadurch
gekennzeichnet, daß das besagte Gebührenberechnungssystem
auf dem besagten Gebührenberechnungsauszug eine getrennte
Gebühr für den besagten Anruf mit besagten
Gebühreninformationen einschließlich der besagten vom Kunden
zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer (604)
erzeugt.
9. Kommunikationsdienste-Vorrichtung mit:
auf einen Anruf reagierenden Mitteln zum Anfordern
zusätzlicher Rufinformationen (217) von einer anrufenden
Leitung,
auf einen Empfang von vom Kunden zugewiesenen
Gebührenberechnungsinformationen reagierenden Mitteln zum
Weitergeben des besagten Anrufs durch die besagte Vorrichtung
(205, 207) hindurch; Mitteln zum Ableiten von Daten zur
Berechnung des besagten Anrufs, wobei besagte Daten
besagte Gebührenberechnungsinformationen (205, 214)
einschließen; dadurch gekennzeichnet, daß die besagte
Vorrichtung weiterhin folgendes umfaßt: auf einen Empfang
eines Dienste-Aktivierungskodes und einer vom Kunden
zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer (207,
205) reagierende Mittel zum Weitergeben eines Anrufs
durch die besagte Vorrichtung hindurch, und Mittel zum
Ableiten von Daten zur Berechnung des besagten Anrufs,
wobei die besagten Daten die besagte
Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer (205, 214) einschließen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die besagten Mittel zum Ableiten von Daten zur
Berechnung des besagten Anrufs Mittel zum Aufzeichnen
einer Anschlußzeit und einer abgelaufenen Zeit für den
besagten Anruf (215, 500) einschließen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, weiterhin
gekennzeichnet durch Mittel zum Übertragen der besagten Daten
einschließlich der besagten
Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer zu einem Gebührenberechnungssystem (109).
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, weiterhin
gekennzeichnet durch das besagte
Gebührenberechnungssystem (109) zum Erzeugen eines
Gebührenberechnungsauszugs für den besagten Anruf, wobei
der besagte Gebührenberechnungsauszug eine Gebühr für den
besagten Anruf, der für die besagte vom Kunden
zugewiesene Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer
aufgelistet ist, einschließt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das besagte Mittel zum Ableiten von Daten für
die Berechnung des besagten Anrufs (211) auch auf eine
die besagte anruf ende Leitung anzeigende Kennungsnummer
und eine Verzeichnisnummer einer gerufenen Leitung
reagiert, um die besagte Kennungsnummer der rufenden
Leitung und besagte Verzeichnisnummer der gerufenen
Leitung in besagte Daten einzuschließen.
14. Kommunikationsdienste-Verfahren mit folgenden
Schritten:
Eingeben einer Verzeichnisnummer einer gerufenen
Teilnehmerleitung an einer anrufenden Teilnehmerleitung;
Senden, als Reaktion auf einen Empfang der besagten
Verzeichnisnummer, eines Aufforderungssignals zur
besagten anrufenden Teilnehmerleitung zur Eingabe von
zusätzlichen Rufinformationen;
Eingeben von vom Kunden zugewiesenen
Gebührenberechnungsinformationen für den besagten Anruf an der besagten
anrufenden Teilnehmerleitung;
Einstellen als Reaktion auf den Empfang der besagten
Gebührenberechnungsinformationen für den besagten Anruf
einer besonderen Gebührenberechnungsnummernanzeige in
einem automatischen Gebührenerfassungsdatensatz für den
besagten Anruf;
Weitergeben als Reaktion auf einen Empfang der besagten
Gebührenberechnungsinformationen für den besagten Anruf
des besagten Anrufs zu einem Verbindungsnetz eines
Netzbetreibers zum Anschließen der besagten anrufenden
Teilnehmerleitung an die besagte gerufene
Teilnehmerleitung; dadurch gekennzeichnet, daß das besagte
Verfahren weiterhin folgende Schritte umfaßt:
Eingeben als Reaktion auf das besagte Aufforderungssignal
eines Dienste-Aktivierungskodes und einer vom Kunden
zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer für
den besagten Anruf an der besagten anrufenden
Teilnehmerleitung (306);
Einstellen als Reaktion auf einen Empfang des besagten
Dienste-Aktivierungskodes und der besagten
Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer für den besagten
Anruf einer Teilrechnungsgebührenberechnungsdienstanzeige
in einem automatischen Gebührenerfassungsdatensatz für
den besagten Anruf (401);
Weitergeben als Reaktion auf einen Empfang des besagten
Dienste-Aktivierungskodes und der besagten
Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer für den besagten
Anruf des besagten Anrufs zu einem Verbindungsnetz eines
Netzbetreibers zum Anschließen der besagten anrufenden
Teilnehmerleitung an die besagte gerufene
Teilnehmerleitung (402).
15. Verfahren nach Anspruch 14, weiterhin
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
Eingeben in den besagten automatischen
Gebührenerfassungsdatensatz einer Anschlußzeit, die anzeigt, wann
die besagte anrufende Teilnehmerleitung an die besagte
gerufene Teilnehmerleitung (406) angeschlossen ist;
Eingeben in den besagten automatischen
Gebührenerfassungsdatensatz der besagten Kennungsnummer, der
besagten Verzeichnisnummer, der besagten vom Kunden
zugewiesenen Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer und
einer abgelaufenen Zeit, die anzeigt, wann die besagte
anrufende Teilnehmerleitung und die besagte gerufene
Teilnehmerleitung ausgelöst wird, nachdem die besagten
Leitungen abgeschaltet sind (408).
16. Verfahren nach Anspruch 15, weiterhin
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
Senden des besagten automatischen
Gebührenerfassungsdatensatzes für den besagten Anruf zu einer
Gebührenabrechnungsstelle (601);
Erzeugen eines Gebührenberechnungsauszuges für die
besagte anrufende Teilnehmerleitung in der besagten
Gebührenabrechnungsstelle, wobei im besagten
Gebührenberechnungsauszug die Ferngesprächsgebühren für den
besagten platzvermittelten Anruf für die besagte vom
Kunden zugewiesene Teilrechnungsgebührenberechnungsnummer
(605) aufgeführt sind; und
Berechnen einer getrennten Gebühr für den besagten
platzvermittelten Anruf mit eingestellter besagter
Teilrechnungsgebührenberechnungsdienstanzeige (604).
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