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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektrooptische
Vorrichtung, wie z.B. eine elektrooptische Vorrichtung, die eine
Flüssigkristallzelle vom Feldeffekttyp aufweist.
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Elektrooptische Vorrichtungen, die den herkömmlichen super-verdrehten
nematischen (STN) Modus aufweisen, zeigen keine flachen
Durchstrahlungscharakteristiken bezüglich der Wellenlänge, und daher
neigen sie dazu, eine Färbung aufzuweisen, welche gelblich oder
grünlich sein kann. Um diese Verfärbung zu verhindern, wurde die
Verwendung eines achromatischen, optisch anisotropen Mediums oder
einer kompensierenden Flüssigkristallzelle in Betracht gezogen. Es
können z.B. Lichtstrahlen, die durch in einer
STN-Flüssigkristallanzeige auftretende Doppelbrechung getrennt werden, durch das optisch
anisotrope Medium hindurchgeführt werden, um die durch die
Doppelbrechnung verursachte Verfärbung zu kompensieren, wie weiter
unten im Detail beschrieben.
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Fig.3 zeigt eine elektrooptische Vorrichtung, die den herkömmlichen
STN-Modus verwendet. Die Vorrichtung umfaßt einen an der
Austrittsseite angebrachten Analysator 1 oder Polarisator, eine aus
einem dem STN-Modus verwendenden elektrooptischen Element bestehende
Anzeigezelle 3, und einen an der Eintrittsseite befindlichen
Polarisator 4. Eine Kompensationszelle 2 ist an die Vorrichtung
zwischen der Anzeigezelle 3 und dem Analysator 1 hinzugefügt. Die
Polarisationsachsen des Analysators 1 und des Polarisators 4 liegen
in den durch die Bezugsziffern 19 und 18 jeweils angezeigten
Richtungen. Einfallendes weißes Licht, das nicht polarisiert ist und
das in jeder Richtung 251 senkrecht zu der Ausbreitungsrichtung
schwingt, trifft auf den Polarisator 4. Wenn das einfallende Licht
durch den Polarisator 4 hindurchtritt, werden Lichtstrahlen
unterschiedlicher Wellenlänge, wie z.B. Blau, Grün und Rot, wie
jeweils durch die Bezugsziffern 261, 262 und 263 angezeigt, in einer
Richtung parallel zu der Richtung 18 linear polarisiert. Wenn das
linear polarisierte Licht 26 durch die Anzeigezelle 3 hindurch tritt,
werden die linear polarisierten Lichtstrahlen 261, 262 und 263 in
elliptisch polarisierte Lichtstrahlen 271, 272, 273 jeweils
umgewandelt, und zwar wegen der Doppelbrechung der Anzeigezelle 3.
Der Zustand jedes elliptisch polarisierten Lichtstrahls unterscheidet
sich gemäß Wellenlänge oder Farbe. Wenn daher das elliptisch
polarisierte Licht 27 direkt in den Analysator 1 eintritt, würde die
Menge des transmittierten Lichts 29 schwanken je nach Wellenlänge
oder Farbe, und daher würde das transmittierte Licht 29 verfärbt
erscheinen. Um eine derartige Verfärbung zu verhindern, wird
veranlaßt, daß das elliptisch polarisierte Licht 27 durch die
Kompensationszelle 2 hindurchtritt. Dann werden die elliptisch
polarisierten Lichstrahlen zu linear polarisierten Lichtstrahlen 281,
282, 283 unterschiedlicher Wellenlängen zurückverwandelt. Falls die
Polarisationsrichtung 19 des Analysators 1 zu den
Polarisationsrichtungen 281, 282, 283 des linear polarisierten Lichts
28 senkrecht ist, dann tritt solches Licht kaum durch den Analysator.
D.h., es werden schwarze Buchstaben oder Ziffern angezeigt. In dem
obigen Prozeß wird keine Spannung an die Anzeigezelle 3 angelegt.
Wenn der Anzeigezelle 3 eine Spannung auferlegt wird, werden weiße
Buchstaben oder Ziffern angezeigt.
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In der zuvor erwähnten herkömmlichen elektrooptischen Vorrichtung
umfaßt die Kompensationszelle eine Flüssigkristallzelle, deren
Material, Schichtdicke oder Zellenspalt und der Verdrehungswinkel mit
denen der Anzeigezelle identisch sind, um eine farblose perfekte
Schwarzweißanzeige bereitzustellen. Das Flüssig kristallmaterial der
Kompensationszelle ist auch verdreht in der zu dem
Flüssigkristallmaterial der Anzeigezelle entgegengesetzten Richtung.
Insbesondere ist die sich aus der Doppelbrechung ergebende optische
Weglänge das Produkt der Anisotropie Δn des Brechungsindex des
Flüssigkristallmaterials und der Schichtdicke d, d.h. Δnd. Wo die
Kompensationszelle und die Anzeigezelle das gleiche
Flüssigkristallmaterial aufweisen, d.h., daß sie eine identische
Brechungsindexanisotropie Δn aufweisen, müssen sie eine identische
Schichtdicke d haben, damit die Zellen eine identische optische
Weglänge Δnd haben.
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Da es erforderlich ist, daß das Flüssigkristallmaterial der
Anzeigezelle gute Antwort- und Temperaturcharakteristiken hat, ist es
notwendig, teure Additive oder andere Wirkstoffe hinzuzufügen, und
dies erhöht die Materialkosten und macht den Herstellungsprozeß
komplex. Weiterhin bedarf es einer langen Zeit, um das
Flüssigkristallmaterial herzustellen. Somit ist die Anzeigezelle für
sich ein teurer Gegenstand, und da in der herkömmlichen
elektrooptischen Vorrichtung die Kompensationszelle und die
Anzeigezelle aus dem gleichen Flüssigkristallmaterial hergestellt
sind, sind die Gesamtkosten sogar noch höher. Zusätzlich ist der
Herstellungsschritt, der die Schichtdicke d der Kompensationszelle
gleich der Schichtdicke d der Anzeigezelle macht, unumgänglich und
teuer.
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Eine elektrooptische Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1
ist offenbart durch EP-A-0 246 842. Auch EP-A-0 319 351 fällt unter
die Bedeutung von Artikel 54 (3) EPÜ.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine elektrooptische
Vorrichtung bereitzustellen, die von den zuvor genannten Problemen
frei ist, welche eine Kompensationszelle hat, die aus einem
Flüssigkristallmaterial hergestellt ist, das aus einer Vielzahl
derartiger Materialien ausgewählt werden kann, welche nur einen
einfachen Herstellungsschritt zum Einstellen der Zellabstände
benötigt und die in der Lage ist, eine im wesentlichen unverfärbte
Schwarzweißanzeige bereitzustellen.
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Im allgemeinen hängt die Brechungsindexanisotropie Δn eines
Flüssigkristallmaterials von der Wellenlänge λ ab. Die Anisotropie
nimmt normalerweise mit zunehmender Wellenlänge ab. Wir drücken die
Brechungsindexanisotropien bei den Wellenlängen 450 nm und 590 nm
jeweils als Δn(450) undΔn(590) aus. Das Verhältnis der
Brechungsindexanisotropie bei einer Wellenlänge von 450 nm zu der
Brechungsindexanisotropie bei einer Wellenlänge von 590 nm ist
hierbei definiert als die Brechungsindexdispersion α. D.h.,
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Für das gleiche Flüssigkristallmaterial ist die Dispersion α
eindeutig die gleiche, doch können auch unterschiedliche
Flüssigkristallmaterialien ebenfalls die gleiche Dispersion α
aufweisen.
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Die vorliegende elektrooptische Vorrichtung kann nicht nur verwendet
werden als eine Flüssigkristallanzeige, sondern auch als ein
optischer Verschluß o.ä.
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Die molekulare Packung des Flüssigkristallmaterials in sowohl dem
optisch anisotropen Medium als auch der Anzeigezelle ist durch
wohlbekannte Orientierungstechniken verdreht. Dem Verdrehungswinkel
sind keine Beschränkungen auferlegt. Der Winkel in der Anzeigezelle
wird jedoch vorzugsweise zwischen 90º und 360º eingestellt aus
Kontrastgründen, Anzeigecharakteristiken und
Herstellungsbetrachtungen.
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Die Erfindung ist an Hand eines Beispiels mit Bezugnahme auf die
begleitenden Zeichnungen weiter beschrieben, wobei:
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Fig. 1 eine zerlegte Querschnittsansicht einer elektrooptischen
Vorrichtung gemäß der Erfindung ist;
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Fig.2 ein Diagramm ist, das verschiedene Achsen der in Fig.1
gezeigten elektrooptischen Vorrichtung darstellt;
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Fig.3 eine schematische Darstellung einer herkömmlichen
elektrooptischen Vorrichtung ist;
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Fig.4 und Fig.8 Schaubilder sind, bei denen die Durchstrahlung T jeweiliger
Beispiele der elektrooptischen Vorrichtung gemäß der Erfindung
gegenüber Δn(590)d für einige Werte der Dispersion α geplottet
sind;
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Fig.5, 9, 10, 11 und 12 Schaubilder sind, bei denen die minimale
Durchstrahlung Tmin jeweiliger Beispiele der elektrooptischen
Vorrichtung gegenüber der Dispersion α geplottet sind;
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Fig.6 ein Diagramm ist, das die Spektren unterschiedlicher Beispiele
der elektrooptischen Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;
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Fig.7 ein weiteres Diagramm ist, das die Spektren von Beispielen der
elektrooptischen Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;
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Fig.13 und 14 Schaubilder sind, bei denen Werte von Δn(590)d
optimaler Variationen der elektrooptischen Vorrichtung
gegenüber dem Verdrehungswinkel einer Zelle der Vorrichtung
für einige Werte der Dispersion α geplottet sind; und
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Fig. 15 eine Querschnittsansicht einer elektrooptischen Vorrichtung
gemäß der Erfindung vom Reflexionstyp ist.
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In Fig.1 ist eine elektrooptische Vorrichtung gemäß der Erfindung
gezeigt. Diese Vorrichtung umfaßt einen oberen Polarisator 1, eine
Flüssigkristallzelle 2 (im folgenden als die Zelle A bezeichnet), die
als ein optisch anisotropes Medium wirkt, eine weitere
Flüssigkristallzelle 3 (im folgenden als die Zelle B bezeichnet) zum
Bereitstellen einer Anzeige und einen unteren Polarisator 4. Die
Zelle A umfaßt eine Flüssigkristallschicht 5, eine obere Platte 7,
eine untere Platte 8, Ausrichtungsbeschichtungen 9 zum Ausrichten der
Moleküle des Flüssigkristallmaterials, und einen Abstandshalter 10.
Die Anzeigezelle B umfaßt eine Flüssigkristallschicht 6, eine obere
Platte 11, eine untere Platte 12, transparente Elektroden 13,
Ausrichtungsbeschichtungen 9 und einen Abstandshalter 10.
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In der Zelle 2 sind die Ausrichtungsbeschichtungen 9 an den
aufeinander zuweisenden Oberflächen der oberen Platte 7 und der
unteren Platte 8 ausgebildet. In der Anzeigezelle 3 sind die
transparenten Elektroden 13 an den aufeinander zuweisenden
Oberflächen der oberen Platte 11 und der unteren Platte 12
ausgebildet, und die Ausrichtungsbeschichtungen 9 sind an den
Elektroden 13 ausgebildet. Die Oberflächen dieser Beschichtungen
werden in vorbestimmten Richtungen gerieben, um die
Flüssigkristallmoleküle richtig auszurichten. Die Zellspalte der
Zellen 2 und 3 werden durch die Abstandshalter 10 gleichförmig
gemacht. Der Abstandshalter 10 der Zelle 2 ist mit der oberen Platte
7 und der unteren Platte 8 mit einem Klebstoff verbunden. Weiterhin
ist der Abstandshalter 10 der Anzeigezelle 3 mit der oberen Platte 11
und der unteren Platte 12 mit einem Klebstoff verbunden.
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Es ist möglich, transparente Elektroden in der Zelle A
bereitzustellen, doch sie sind in diesem spezifischen Beispiel nicht
vorhanden.
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Die Flüssigkristallschicht 5 der Zelle A umfaßt ein
Flüssigkristallmaterial, wie z.B. ein Biphenyl-Material oder
Phenylcyclohexan, an das eine entsprechende Menge einer optisch
aktiven Substanz CB-15 hinzugefügt ist, die von der BDH Ltd.,
Großbritannien, hergestellt wird. Das Flüssigkristallmaterial bildet
eine schraubenförmige Struktur mit einer rechten Verdrehung, wenn man
sie in der Richtung von der Zelle A zu der Zelle B betrachtet. Das
Flüssigkristallmaterial kann entweder eine smetische Struktur oder
eine cholesterische Struktur haben. In dem vorliegenden Beispiel hat
jedoch das Flüssigkristallmaterial im wesentlichen eine nematische
Struktur, und die optisch aktive Substanz ist hinzugefügt (eine
solche Mischung wird hierbei als ein nematischer Flüssigkristall
bezeichnet). Die Flüssigkristallschicht 5 kann auch eine Kombination
einer Vielzahl nematischer Flüssigkristalle oder ein nematischer
Flüssigkristall, dem eine andere Substanz oder cholesterisches
Flüssigkristallmaterial hinzugefügt ist, sein.
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Die Flüssigkristallschicht 6 der Anzeigezelle B umfaßt
Phenylcyclohexan, dem eine entsprechende Menge einer optisch aktiven
Substanz S-811 beigefügt ist, die von der Merck Patent GmbH,
(West-) Deutschland hergestellt wird. Das Flüssigkristallmaterial hat
eine schraubenförmige Struktur mit einer linken Verdrehung. Die
Polarisatoren 1 und 4 umfassen jeweils einen Polarisator LLC&sub2;-81-18,
der von der Sanritsu Denki K.K., Japan, hergestellt wird. Die
Polarisationsachsen oder die Absorptionsachsen der Polarisatoren 1
und 4 sind um einen Winkel von 45º zu den Ausrichtungsrichtungen
ihrer entsprechenden benachbarten Platten 7 und 12 geneigt. In dem
vorliegenden Beispiel wird die elektrooptische Vorrichtung in einen
negativen Zustand gebracht, und daher sind die Polarisationsachsen
der Polarisatoren 1 und 4 rechts oder links von den Richtungen
angeordnet, in denen die Beschichtungen 9 der Platten gerieben
werden, so daß die Vorrichtung in einem negativen Zustand gehalten
wird. Die Beschichtung 9 der unteren Platte 8 der Zelle A wird in
einer Richtung senkrecht zu der Richtung gerieben, in welcher die
Beschichtung 9 der oberen Platte 11 der Zelle B gerieben wird. Es ist
nicht notwendig, diesen Winkel auf genau 90º einzustellen, doch
bildet die Richtung, in welcher die Beschichtung 9 der unteren Platte
8 gerieben wird, vorzugsweise einen Winkel von 70º bis 110º mit der
Richtung, in welcher die Beschichtung 9 der oberen Platte 11 gerieben
wird.
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Fig.2 ist ein Diagramm, das die Beziehung zwischen den verschiedenen
Achsen der in Fig.1 gezeigten elektrooptischen Vorrichtung zeigt. Die
Beschichtung 9 der unteren Platte 12 der Zelle B wird in einer
Richtung 14 gerieben. Die Beschichtung 9 der oberen Platte 11 der
Zelle B wird in einer Richtung 15 gerieben. Die Beschichtung 9 der
unteren Platte 8 der Zelle A wird in einer Richtung 16 gerieben. Die
Beschichtung 9 der oberen Platte 7 der Zelle A wird in einer Richtung
17 gerieben. Die Polarisationsachse des unteren Polarisators 4 liegt
in einer Richtung 18. Die Polarisationsachse des oberen Polarisators
1 liegt in einer Richtung 19. Die Polarisationsachse 19 des oberen
Polarisators 1 bildet einen Winkel 20 mit der Richtung 17, in welcher
die Beschichtung 9 der oberen Platte 7 der Zelle A gerieben wird. Das
Flüssigkristallmaterial der Zelle A hat einen durch das Bezugszeichen
21 gezeigten Verdrehungswinkel. Die Richtung 16, in welcher die
Beschichtung 9 der unteren Platte 8 der Zelle A gerieben wird, bildet
einen Winkel 22 mit der Richtung 15, in welcher die Beschichtung 9
der oberen Platte 7 der Anzeigezelle B gerieben wird. Das
Flüssigkristallmaterial der Anzeigezelle B hat einen
Verdrehungswinkel 23. Die Richtung 14, in welcher die Beschichtung 9
der unteren Platte 12 der Anzeigezelle B gerieben wird, bildet einen
Winkel 24 mit der Polarisationsachse 18 des unteren Polarisators 4.
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Wenn keine Spannung an eine Flüssigkristallzelle vom Feldeffekttyp
von der negativen Bauart, die als eine elektrooptische Vorrichtung
wirkt, angelegt wird, transmittiert die Flüssigkristallzelle kein
Licht und erscheint schwarz. Wenn eine Spannung an das
Flüssigkristallmaterial angelegt wird, transmittiert es Licht, und
Buchstaben oder Ziffern werden weiß auf einem schwarzen Hintergrund
angezeigt. Eine Flüssigkristallzelle vom Feldeffekttyp von der
positiven Bauart arbeitet auf umgekehrte Art und Weise. Die Erfindung
kann auf beide Bauarten angewandt werden, doch wird in dem
vorliegenden Beispiel die negative Bauart verwendet.
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In der in Fig.1 gezeigten Vorrichtung wird das optisch anisotrope
Mediurn oberhalb der Anzeigezelle plaziert, doch kann es auch
unterhalb der Anzeigezelle plaziert werden. Weiterhin können zwei
Zellen, wobei jede ein optisch anisotropes Medium bildet, oberhalb
und unterhalb der Anzeigezelle plaziert werden. Zusätzlich können
Zellen, die jeweils ein optisch anisotropes Medium bilden, für eine
ähnliche Verwendung aufeinander gestapelt werden. Verschiedene
Beispiele der in Fig.1 gezeigten Vorrichtung werden weiter unten
besprochen:
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(1) Das Flüssigkristallmaterial der Anzeigezelle B wurde nach links
verdreht und hatte einen Verdrehungswinkel von 240º und die
Eigenschaften α = 1.10, wobei α die Brechungsindexdispersion
ist, und Δn(590)d = 0,9 um, wobei Δn(590)d die optische Weglänge
ist, die das Produkt der Brechungsindexanisotropie Δn(590) bei
einer Wellenlänge von 590 nm und der Schichtdicke d ist. Das
Flüssigkristallmaterial der Zelle A wurde nach rechts verdreht
und hatte einen Verdrehungswinkel von 160º. In Fig.4 ist die
Durchstrahlung T der Zelle A gegenüber der optischen Weglänge
Δn(590)d für einige Werte der Dispersion α geplottet. Die
Durchstrahlung T nimmt ihren minimalen Wert bei den folgenden
Bedingungen ein:
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In Fig.5 ist Tmin gegenüber α geplottet. Die Fig.6 und 7 zeigen
die Spektren, die unter den Bedingungen (i), (ii) und (iii) oben
erzielt wurden. Man versteht aus diesen Schaubildern, daß die
Variation, die durch die Bedingung (iii) gegeben ist und den
minimalen Wert von Tmin zeigt, optimal ist. Die Charakteristiken
der Flüssigkristallschichten der Zellen A und B, welche die
optimale Anzeige bieten, sind in Tabelle 1 aufgelistet.
Tabelle 1
Verdrehungswinkel
Zelle
rechts
links
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(2) Variationen der elektrooptischen Vorrichtungen wurden
hergestellt, die ähnlich der Struktur von Beispiel (1) oben
waren, mit der Ausnahme, daß sie höhere Werte von Δn(590)d
darstellt. In Fig.8 ist die Durchstrahlung der Zelle A gegenüber
der optischen Weglänge Δn(590)d für einige Werte der Dispersion
α geplottet. Die Durchstrahlung T nimmt ihren minimalen Wert
unter den folgenden Bedingungen ein:
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In Fig.9 ist die minimale Durchstrahlung Tmin gegenüber der
Dispersion α geplottet. Die optimale Anzeige wird unter den in
Tabelle 2 aufgelisteten Bedingungen erzielt.
Tabelle 2
Verdrehungswinkel
Zelle
rechts
links
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(3) Variationen der elektrooptischen Vorrichtungen wurden wie in den
Beispielen (1) bis (2) hergestellt, wobei das
Flüssigkristallmaterial der Zelle A nach rechts verdreht war und
einen Verdrehungswinkel von 300º hatte. Die minimale
Durchstrahlung Tmin wurde unter den folgenden Bedingungen
erzielt:
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In Fig.10 ist die minimale Durchstrahlung Tmin gegenüber der
Dispersion α geplottet. Die optimale Anzeige wurde unter den in
Tabelle 3 aufgelisteten Bedingungen abgeleitet.
Tabelle 3
Verdrehungswinkel
Zelle
rechts
links
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(4) Variationen der elektrooptischen Vorrichtungen wurden
hergestellt, die ähnlich der Struktur von Beispiel (3) waren,
mit der Ausnahme, daß sie höhere Werte von Δn(590)d hatten. Eine
minimale Durchstrahlung Tmin wurde unter den folgenden
Bedingungen erreicht:
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In Fig.11 ist die minimale Durchstrahlung Tmin gegenüber der
Dispersion α geplottet. Die optimale Anzeige wurde unter den in
Tabelle 4 aufgelisteten Bedingungen erzielt.
Tabelle 4
Verdrehungswinkel
Zelle
wie in Beispiel
links
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(5) Das Flüssigkristallmaterial der Zelle B wurde nach links
verdreht und hatte einen Verdrehungswinkel von 270º und die
Eigenschaften α = 1,20 , Δn(590)d = 0,8 um. Das
Flüssigkristallmaterial der Zelle A war nach rechts verdreht und
hatte einen Verdrehungswinkel von 140º. Die Beziehung der
Durchstrahlung T der Zelle A zu der optischen Weglänge Δn(590)d
wurde für einige Werte der Dispersion α gemessen. Minimale
Durchstrahlungen Tmin wurden unter den folgenden Bedingungen
abgeleitet:
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In Fig.12 ist die minimale Durchstrahlung Tmin gegenüber der
Dispersion α geplottet. Die optimale Anzeige wurde unter den in
Tabelle 5 aufgelisteten Bedingungen erzielt.
Tabelle 5
Verdrehungswinkel
Zelle
rechts
links
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(6) Der Verdrehungswinkel der Zelle A in jedem der Beispiele (1) bis
(4) wurde variiert. In Fig.13 ist der Verdrehungswinkel der
Zelle A in jedem der optimalen Fälle gegenüber der optischen
Weglänge Δn(590)d für verschiedene Werte der Dispersion α
geplottet. Optimale Werte der Dispersion α werden neben
verschiedenen Punkten gebracht. Punkt B wurde in Beispiel (1)
erzielt.
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(7) Der Verdrehungswinkel der Zelle A von Beispiel (5) wurde
verändert. In Fig.14 ist die optische Weglänge n(590)d der
Zelle A in dem optimalen Fall gegenüber dem Verdrehungswinkel
der Zelle A für verschiedene Werte der Dispersion α geplottet.
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Fig.13 und 14 enthüllen, daß dort, wo die Zelle A eine
identische Verdrehungswinkeldispersion α und optische Weglänge
n(590)d mit der Zelle B mit Ausnahme der Rotationsrichtung der
Verdrehung hat, ein optimales Ergebnis dargeboten wird (Punkt A
in Fig.13, Punkt C in Fig.14), und daß selbst, wenn die Zelle A
einen von der Zelle B unterschiedlichen Verdrehungswinkel hat,
ein optimales Ergebnis erzielt werden kann durch passende
Auswahl der Dispersion α und der optischen Weglänge Δn(590)d. Es
ist nicht korrekt zu behaupten, daß eine Schwarzweißanzeige
außerhalb der in Fig.17 und 18 gezeigten Punkte nicht
bereitgestellt werden kann. In der Praxis akzeptierbare
Bedingungsbereiche existieren um diese Punkte herum. Die
Bereiche werden erweitert oder verengt je nach dem Grad der
Strenge, die der Schwarzweiß-Qualität auferlegt wird, z.B. dem
Schwärzegrad, den Anwendungen der elektrooptischen Vorrichtung
und anderen durch den Benutzer festgelegten Standards.
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(8) Die Schichtdicke d der Zelle B wurde auf ungefähr 6,3 um
eingestellt, und die Anisotropie Δn(590) des
Flüssigkristallmaterials wurde zu 0,13 gemacht. Der
Verdrehungswinkel des Flüssigkristallmaterials war 260º.
Bezüglich der Zelle A war die Anisotropie Δn(590) des
Flüssigkristallmaterials 0,11. Der Verdehnungswinkel des
Flüssigkristalls war 200º. Die Richtung, in welcher das
Flüssigkristallmaterial der Zelle A verdreht war, war der
Richtung entgegengesetzt, in der das Flüssigkristallmaterial der
Zelle B verdreht wurde. Die Schichtdicke d der Zelle A war
ungefähr 7,4 um. Im allgemeinen ist die Dicke einer
Flüssigkristallzelle nicht gleichförmig. Die nichtgleichförmige
Schichtdicke d der Zellen A und B würde eine
Nichtgleichförmigkeit der Farbe hervorrufen.
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Macht man die Schichtdicke d der Zelle A größer als die
Schichtdicke d der Zelle B, so wird die Nichtgleichförmigkeit
der Farbe geringer.
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Das Erscheinungsbild der Anzeige wies eine blaue Farbe auf, und
die Nichtgleichförmigkeit der Farbe war gering.
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(9) Das Flüssigkristallmaterial der Zelle B war nach links verdreht,
und der Verdrehungswinkel war 240º. Die Dispersion α war 1,14,
die optische Weglänge Δn(590)d war 0,9 um. Das
Flüssigkristallmaterial der Zelle A war nach rechts verdreht,
und der Verdrehungswinkel war 150º. Die Dispersion α war 1,10.
Wenn die optische Weglänge Δn(590)d auf 0,76 um eingestellt
wurde, war die anfängliche Durchstrahlung, d.h., wenn die
angelegte Spannung 0 Volt war, minimal. Wenn jedoch die optische
Weglänge Δn(590)d der Zelle A auf 0,74 um eingestellt wurde,
verbesserte sich der Kontrast während eines Multiplexbetriebs.
Ähnliche Ergebnisse wurden in diesem Fall erzielt, ob nun die
Verringerung der optischen Weglänge auf 0,74 um erzielt wurde
durch Verringern der Anisotropie Δn(590) oder der Schichtdicke d
oder durch Verringern von beiden.
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Fig. 15 ist eine Querschnittsansicht einer elektrooptischen
Vorrichtung vom Reflexionstyp gemäß der Erfindung. Die Bestandteile 1
bis 13 der Vorrichtung sind dieselben als die in Fig.1 gezeigten
Bestandteile 1 bis 13. Die Vorrichtung weist weiterhin eine
Reflexionsplatte 30 auf. In diesem Beispiel tritt Licht in den oberen
Polarisator 1 ein, tritt durch den unteren Polarisator 4 hindurch,
wird durch die Reflexionsplatte 30 reflektiert und tritt durch den
oberen Polarisator 1 aus. Wenn die Reflexionsplatte 30 eine
Polarisationsfunktion hat und sowohl polarisierend als auch
reflektierend auf das Licht wirkt, kann man auf den unteren
Polarisator 4 verzichten, und die Struktur der Vorrichtung kann
vereinfacht werden.
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Da die vorliegende elektrooptische Vorrichtung wie oben konstruiert
ist, ist sie frei von den im Stand der Technik wiedergefundenen
Problemen. Wenn in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel keine Spannung
angelegt wird, hat die Anzeige eine schwärzliche Farbe. Wenn eine
Spannung angelegt wird, hat die Anzeige eine weißliche Farbe. Auf
diese Art ist die elektrooptische Vorrichtung in der Lage, eine
Schwarzweißanzeige mit hohem Kontrast bereitzustellen.]