DE389190C - Elektrisch betaetigte Ein- und Ausschaltvorrichtung fuer Sprech- und aehnliche Maschinen - Google Patents

Elektrisch betaetigte Ein- und Ausschaltvorrichtung fuer Sprech- und aehnliche Maschinen

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DE389190C
DE389190C DEL56204D DEL0056204D DE389190C DE 389190 C DE389190 C DE 389190C DE L56204 D DEL56204 D DE L56204D DE L0056204 D DEL0056204 D DE L0056204D DE 389190 C DE389190 C DE 389190C
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Description

Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der elektrisch betätigten Ein- und Ausschaltvorrichtung für Sprech- und ähnliche Maschinen nach dem Patent 385510 und besteht darin, daß der in der Tellerachse verschiebbar angeordnete Sperr- und Auslösestift auf eine mit den beiden Kontakten des Betriebsstromes zusammenwirkende Kontaktfeder einwirkt, welche durch den Stift derart betätigt wird, daß sie in dessen Sperrstellung die beiden Kontakte schließt und bei der Auslösung des Stiftes die beiden Kontakte öffnet.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Abb. ι ist ein senkrechter Querschnitt in der Ebene der Tellerachse;
Abb. 2 ist eine Ansicht von unten auf Abb. 1, und
Abb. 3 ist eine teilweise geschnittene Ansicht von unten auf die Bremseinrichtung;
Abb. 4 veranschaulicht in Aufriß' und Grundriß einen Teil der Sperrvorrichtung.
Die dargestellte Ausführungsform wirkt wie bei dem Hauptpatent dadurch, daß durch die Verschiebung des Sperr- und Auslösestiftes 4 in der Tellerachse 1 zwei Kontakte des Betriebsstromes geschlossen bzw. geöffnet werden. Im vorliegenden Fall ist die zur Sperrung des Stiftes 4 dienende Hülse 3 in der am oberen Ende der Tellerachse 1 vorgesehenen zylindrischen Erweiterung fest angeordnet. In dem Stift 4 ist ein beiderseits vorstehender Stift 5 befestigt, welcher in Längsschlitze 8 der Hülse 3 eintreten kann. Die Hülse 3 ist im oberen Teil 8" hohlzylindrisch, so daß sich der Stift 5 frei in der oberen Lage drehen kann. Am oberen Ende ist der Stift 4 in der zylindrischen Erweiterung der Tellerachse 1 mittels eines Kolbens 10 geführt, der einen gezahnten Teil 7 trägt, vermittels dessen der Stift 4 nach dem Abspielen der Schallplatte durch eine (nicht dargestellte) an dem Tonarm befestigte oder durch diesen betätigte Stange angehalten und dadurch mit Bezug auf die Hüle 3 gedreht wird.
Der Stift 4 ist durch die im Gestell 11 des Motors mittels des Lagers 12 verzapfte Teller- aches 1 nach unten hindurchgeführt. Unterhalb des Bolzens 4 ist an dem Gestellbügel i'i eine Kontaktfeder befestigt. Diese besteht bei der dargestellten Ausführung aus einer Lamelle "14° aus gut leitendem Metall, beispielsweise Kupfer/· einer Zwischenschicht 14* aus
380190
Tsolationsmaterial und einer Stahlfeder 14''. Die Befestigung an dem Bügel 11 erfolgt mittels einer Schraube 15 mit umgelegter Isolationshülse 16, so daß also die Kontaktfeder 14° gegen Gehäuse und Stift vollständig isoliert ist.
Unterhalb der Kontaktfeder sind die beiden Kontakte 19 und 20 an dem Bügel 11 befestigt und mit Kabeleinführungen 17 und 18 zum Anschluß der Betriebsstromleitung versehen.
Um in bekannter Weise durch die bei der Auslösung des Sperrstiftes 4 erfolgende Verschiebung des letzteren eine auf die Tellerachse wirkende Bremsvorrichtung zu betätigen, sind in einer zylindrischen Aussparung 21 des Zapfenlagers für die Tellerachse zwei konzentrisch zur Tellerachse angeordnete Bremsbacken 22 und 23 angeordnet, welche durch Federn 24 und 25 auseinander- und gegen den Umfang der Aussparung 21 gedrückt werden, wobei dieser Anpressungsdruck durch Regulierung der Spannung der Federn 24 und 25 verschieden eingestellt werden kann. Die Bremsbacken 22 und 23 besitzen nach unten vorstehende Stifte 26 und 27, mit welchen ein auf dem unteren Ende des Stiftes 4 drehbar befestigter Hebel 28 zusammenwirken kann, welcher zudem in zwei Längsschlitzen 29 und 1 30 am unteren Ende der Tellerachse geführt ist. j
Das Ganze ist unten durch eine Platte 31 aus Fiber oder ähnlichem Material verdeckt. Die Wirkungsweise ist folgende:
Bei stillgesetztem Apparat befinden sich die Teile in der aus der Zeichnung ersichtlichen t Stellung, in welcher die Feder 14" bis 14" den I Stift 4 in seiner oberen unwirksamen Stellung j hält, in welcher sich die vorstehenden Enden des Stiftes 5 in den Längsschlitzen 8 befinden. Soll der Apparat angelassen werden, so wird der Stift 4 entgegen der Feder 14° bis I4C nach unten gedrückt und so gedreht, daß die vorstehenden Enden des Querstiftes 5 in die unteren Einkerbungen 34 der Hülse 3 eintritt und der Stift 4 in seiner unteren Stellung verriegelt wird. Durch diese Abwärtsbewegung des Stiftes 4 ist auch die Blattfeder 14s bis I4C in Kontakt mit den Kontaktzungen 19 und 20 geraten, so daß der Strom eingeschaltet ist und die Tellerachse durch den Elektromotor gedreht wird. Hierbei dreht sich also der Stift 4 mit, wobei er mit seinem unteren Ende auf der Oberseite der Stahlfeder 14" aufliegt. Gleichzeitig mit der Abwärtsverschiebung des Stiftes 4 ist auch der Hebel 28, bevor die Fe- j der 14° bis 14° mit den Kontakten in Berührung gekommen ist, außer Eingriff mit den Stiften 26 und 27 nach unten bewegt worden, ί so daß bei der Drehung der Tellerachse die : Bremsbacken 22 und 23 nicht betätigt werden können.
Die Auslösung des Sperrbolzens 4 kann entweder von Hand oder, wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, nach dem Abspielen der Schallplatte selbsttätig dadurch er- folgen, daß ein an dem Tonarm befestigter oder durch diesen betätigter Hebel in einen geeigneten Vorsprung 8' des Kopfes 7 eingreift und dadurch den Stift 4 festhält, wodurch der Querstift 5 desselben aus den Einkerbungen 34 herausgedreht wird und in die Längsschlitze 8 eintritt, so daß der Stift 4 durch die Feder I4C nach oben geschoben werden kann. Hierdurch wird infolge der Aufwärtsbewegung der Kontaktfeder zunächst der .Stromkreis geöffnet, also der Betriebsstrom abgestellt, und es gerät ferner durch die Aufwärtsverschiebung des Stiftes 4 der Hebel 28 in Eingriff mit den Stiften 26 und 27 der Bremsbacken 22 und 23, wodurch letztere infolge des Eingriffs des Hebels 28 mit der Tellerachse mitgedreht werden. Hierdurch wird infolge der durch die Feder und Zentrifugalkraft erzeugten Reibung der Bremsbacken 22 und 23 in der Aussparung 21 eine beträchtliche Bremswirkung auf die Tellerachse ι ausgeübt und letztere in kurzer Zeit, jedoch nicht ruckartig, zum Stillstand gebracht. Die beschriebene Bremseinrichtung eignet sich auch für mechanisch angetriebene Sprech- g0 maschinen, bei welchen die Ein- und Ausschaltung vermittels eines in der Tellerachse verschiebbaren Stiftes erfolgt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrisch betätigte Ein- und Ausschaltvorrichtung für Sprech- und ähnliche Maschinen mit einem in der Tellerachse verschiebbar angeordneten Stift, der während des Abspielens der Schallplatte mittels einer Sperrung festgehalten, nach deren Lösung jedoch in die Ruhestellung zurückbewegt wird, wodurch die Maschine stillgesetzt wird, nach Patent 385510, gekennzeichnet durch eine unterhalb des Stiftes (4) angeordnete und mit den beiden Kontakten (19, 20) des Betriebsstromes zusammenwirkende Kontaktfeder (14° bis I4C), welche bei gesperrtem Stift den Strom über die beiden Kontakte (19, 20) schließt n0 und bei ausgelöstem Stift letzteren in die unwirksame Stellung bewegt und dadurch den Stromkreis zwischen den beiden Kontakten (19, 20) unterbricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEL56204D 1922-08-08 1922-08-08 Elektrisch betaetigte Ein- und Ausschaltvorrichtung fuer Sprech- und aehnliche Maschinen Expired DE389190C (de)

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