DE38927C - Destillirapparat - Google Patents
DestillirapparatInfo
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- DE38927C DE38927C DE188638927D DE38927DD DE38927C DE 38927 C DE38927 C DE 38927C DE 188638927 D DE188638927 D DE 188638927D DE 38927D D DE38927D D DE 38927DD DE 38927 C DE38927 C DE 38927C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D1/00—Evaporating
- B01D1/04—Evaporators with horizontal tubes
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft die Construction eines Apparates, mittelst dessen aus Seewasser Süfswasser
hergestellt werden soll. Derselbe ist hauptsächlich für Dampfschiffe bestimmt, auf
welchen die Hauptmaschine mit Dampf von sehr hoher Spannung, mit drei- oder mehrfacher
Expansion und mit Oberflächencondensation arbeitet. Bei solchen Dampfschiffen hat
der durch die Hauptkessel gelieferte Dampf eine viel höhere Spannung, als zum Betriebe
von Hülfsmaschinen, wie Winden, Apkerspills, Steuerapparate etc., oder zum Heizen oder
Kochen erforderlich oder tauglich ist. Andererseits ist es aber auch wieder unbequem
und ungünstig, aufser den Hauptkesseln auch noch andere gewöhnliche Kessel auf dem
Schiffe anzuordnen, die Dampf von niederem Druck liefern.
Nach vorliegender Erfindung wird See wasser durch die Hitze des Dampfes verdampft, welcher
in den Kesseln für die Hauptmaschine erzeugt wird, und zwar erfolgt die Anwendung
des Dampfes zu dem angedeuteten Zweck entweder vor oder nach der Benutzung in
den Haüptmaschinen, oder nachdem der Dampf theilweise in den Maschinen Arbeit geleistet
hat. Der aus dem Seewasser so erzeugte Dampf kann condensirt werden, um Süfswasser
zu liefern. Wenn die Spannung desselben hoch genug ist, so kann er ganz oder theilweise
in ähnlichen Apparaten zur Anwendung kommen, um Seewasser zu verdampfen und
zwecks Darstellung von Süfswasser zu condensiren. Oder es kann der aus dem Seewasser
erzeugte Dampf den Hauptmaschinen zugeführt werden, um in dem zweiten oder
weiteren Expansionscylinder Arbeit zu leisten. Oder es kann endlich der aus dem Seewasser
erzeugte Dampf zum Betriebe von Hülfsmaschinen oder anderen mechanisch betriebenen
Apparaten, oder zum Heizen oder Kochen dienen.
Der Apparat ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt. Fig. 1 ist eine Endansicht, Fig. 2
eine Endansicht in theilweisem Schnitt, - Fig. 3 ein Längsschnitt und Fig. 4 ein Horizontalschnitt
durch den Apparat.
Der Apparat besteht aus einem horizontalen cylindrischen Kessel 5, in- dessen unterem
Theil eine Anzahl Rohre 6 für den Hochdruckdampf angeordnet' sind, welcher das Seewasser
verdampfen soll. Diese Rohre sind im Grundrifs U-förmig und beide Enden sind in einer Rohrplatte 7 an dem einen Ende des
Kessels befestigt. Ueber der Rohrplatte ist eine Deckelplatte 8 angebolzt, die zwei innere
Räume 9 und 10 bildet, von denen der eine mit den Einlafsenden der Rohre, der andere
mit den anderen Enden der Rohre communicirt. Die gebogenen Theile der Rohre 6 werden durch . Stangen 11 getragen, welche
durch Schienen 12 an den Stehbolzen 13 aufgehängt
sind.
Der Hochdruckdampf tritt durch ein Rohr 14
in den Raum 9 des Deckels 8 und gelangt von hier durch die Rohre 6 in den anderen
Raum 10 des Deckels. Von hier wird das condensirte Wasser durch ein Rohr 15 abgezogen
und einem Gefäfs 16 zugeführt, von wo es periodisch in die anderen Apparate gelangt.
Das Gefäfs 16 ist mit einem Wasserstandsglas 17
ausgestattet, das oben einen kleinen Hahn 18
hat, um die Luft ablassen zu können.
Anstatt der U-förmigen können auch gerade Rohre, welche in Kesselplatten an den gegenüberliegenden
Enden des Kessels befestigt sind, angewendet werden. Der Deckel 8 an dem
einen Ende des Kessels bleibt dann derselbe, während ein an dem anderen Ende befestigter
Deckel eine Höhlung bildet, durch welche die eine Hälfte der Rohre mit der anderen Hälfte
in Verbindung gebracht ist. Oder es kann der Deckel 8 an dem Einlafsende mit allen
Rohren communiciren und das Gefäfs 16 für das Niederschlagswasser mit dem Deckel an
dem anderen Ende in Verbindung gebracht sein.
Das Seewasser, welches verdampft werden soll, wird durch, ein combinirtes Abschlufs-
und Rückschlagventil 19 zugeführt und das Zuführungsrohr 20 zu dem Ventil kann das
Wasser aus einer Pumpe oder einem Injector 21 erhalten.
Eine weitere Ausnutzung dieses Apparates zur Behandlung von Seewasser, um Luft oder
Gas aus demselben abzuscheiden, kann dadurch herbeigeführt werden, dafs man den Einlafs 22 nahe der Decke des.Kessels und
innerhalb eines umgekehrten Kessels 23 anordnet, der bis unter den Wasserspiegel des
Kessels reicht. Das Einlafsrohr ist mit einem kegelförmigen Vertheiler 24 versehen und der
Kessel 23 hat Löcher, um Dampf zur Erhitzung bezw. Vorwärmung des Speisewassers zutreten zu lassen. Die Luft und das Gas,
welche sich aus dem Wasser abscheiden, während dasselbe erhitzt wird, steigt in den oberen
Raum des Kessels 23 und gelangt an einer Scheibe 26 vorbei in eine Kammer 25. Die
Scheibe 26 ist so angebracht, dafs sie den Boden des Raumes 25 fast verschliefst, und ist
an einem Rohr 27 befestigt, in welches die Luft etc. eintritt, um durch einen regulirbaren
Hahn zu entweichen.
Der aus dem Seewasser erzeugte Dampf zieht durch ein im Innern des Kessels angebrachtes
du.rchlochtes Sammelrohr 29 und ein äufseres Rohr 30 ab, das mit einem Sicherheitsventil
31 versehen ist. Der Kessel 5 ist ferner mit einem Abblaserohr 32, sowie mit
einem Hahn 33 versehen, durch welchen Schaum etc. abgezogen werden kann. Ist das
Seewasser durch Verdampfen zu einer stark concentrirten Salzlauge geworden, so wird es
abgelassen. Setzen sich an den Rohren 6 Salzkrystalle an, so werden sie dadurch entfernt,
dafs man in die kalten Rohre Hochdruckdampf läfst; die abgeblätterten Krystalle
werden dann mit dem Wasser fortgeführt.
Claims (2)
1. Die Einrichtung zur Verdampfung des Seewassers im Kessel 5, bestehend aus dem
Rohrsystem 6, das durch den Deckel 8 einerseits mit dem Dampfrohr 14, andererseits
mit dem Condensationswasserrohr 15 und Behälter 16 in Verbindung gebracht
ist, während der aus dem Seewasser entwickelte Dampf durch das durchlochte
Rohr 29 gesammelt und durch das mit Sicherheitsventil 31 versehene Rohr 30
weitergeführt wird.
2. In Verbindung mit der unter !.genannten
Einrichtung die Vorrichtung zur Abscheidung von Luft und Gas aus dem Wasser, bestehend aus dem umgekehrt in das
Wasser eintauchenden Kessel 23, welcher das mit Zerstäuber 24 versehene Einlafsrohrende
22 umgiebt, und in welchem die Luft etc. in einem durch die Platte 26
bis auf einen kleinen Schlitz verschlossenen Behälter 25 sich sammelt, um von hier
durch Rohr 27 mit Hahn 28 abzuströmen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE38927T | 1886-08-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38927C true DE38927C (de) | 1887-04-05 |
Family
ID=34427838
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188638927D Expired DE38927C (de) | 1886-08-01 | 1886-08-01 | Destillirapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38927C (de) |
-
1886
- 1886-08-01 DE DE188638927D patent/DE38927C/de not_active Expired
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