DE3900765C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern des
Betriebs eines Druckkopfes, der nach dem jeweils durch
Betätigen mindestens eines Druckelements erfolgten
Druck eines Zeichenelements oder eines Zeichens aus der
Druckposition in einer vorgegebenen Richtung und innerhalb
einer vorgegebenen Transportzeit zu einer weiteren
Position bewegt wird, wobei die Transportzeit auf das
Überschreiten eines Grenzwertes überwacht und der
Antrieb des Druckkopfes bei Überschreiten des Grenzwertes
unterbrochen wird.
Verfahren dieser Art (siehe z. B. DE-OS 30 21 029) werden
in Druckern zum Drucken von Texten, Daten oder
Bildinformationen eingesetzt. Sie dienen dazu, einen
Druckkopf in eine vorgegebene Druckposition zu bringen
und dann durch Betätigen wenigstens eines Druckelements
einen Abdruck auf einem Träger, beispielsweise Papier,
zu erzeugen. Hierzu wird ein Farbband zwischen dem
Druckkopf und dem Träger angeordnet, das bei der Betätigung
des Druckelements mit dem Träger in Kontakt
tritt. Bei einer Vielzahl von Druckern werden die zu
druckenden Informationen zeichenweise abgedruckt, d.h.
der Druckkopf wird in Zeilenrichtung verschoben und
führt dabei den Druckvorgang aus.
Nach dem Drucken einer Zeile wird der Druckträger, z.B.
durch eine Walze, um einen Zeilenabstand weiterbewegt,
und es findet ein erneuter zeilenförmiger Druckvorgang
statt. Beim Drucken wird die aktuelle Position des
Druckkopfes in einer Zeile erfaßt und kann durch ein
Positionsmeldesignal einer Steuerung gemeldet werden,
die beim Erreichen einer bestimmten Position ein Druckelement
zum Druck eines Zeichens betätigt. Dieses Prinzip
kann sowohl bei einem intervallgesteuerten Betrieb,
bei dem die Bewegung des Druckkopfes unterbrochen und
dann das Druckelement betätigt wird, als auch beim sogenannten
"fliegenden" Drucken angewendet werden. Bei
letzterem steht der Druckkopf zum Drucken eines Zeichens
nicht still, sondern das Druckelement wird ohne
Unterbrechung der Bewegung des Druckkopfes längs der
Zeile betätigt.
Beim Betrieb eines Druckkopfes kann es vorkommen, daß
er nach dem Betätigen eines Druckelements am Druckmedium,
also am Farbband oder am Träger, anhaftet. Zum
Beispiel kann bei einem Nadeldruckkopf, dessen Druckelemente
Nadeln sind, eine zum Drucken betätigte Nadel
das Farbband durchstechen und sich in ihm einhaken,
d.h. sie kehrt nicht in ihre Ruheposition zurück. Wenn
sich der Druckkopf zur nächsten Druckposition weiterbewegt,
wird die Nadel durch die Relativbewegung zwischen
ihr und dem Farbband verbogen oder abgebrochen.
Beides bedeutet eine Zerstörung des gesamten Druckkopfes.
Diese Gefahr wird bei neueren Nadeldruckern
noch dadurch erhöht, daß die Nadelzahl pro Druckkopf
hoch ist und dünne Nadeln verwendet werden, die das
Farbband leichter durchstechen können. Auch bei Druckverfahren,
die kein Farbband, sondern sogenanntes
Aktivpapier als Träger verwenden, kann es vorkommen,
daß ein Druckelement in den Träger eindringt und durch
Einhaken daran haften bleibt.
Bei anderen Druckverfahren kann es ebenfalls geschehen,
daß Druckkopf und Farbband aneinander haften. So besteht
z.B. beim Thermodruckverfahren, bei dem die Druckelemente
elektrische Heizwiderstände sind, die mit
Hilfe eines Schmelzfarbbandes Zeichen auf den Druckträger
übertragen, die Gefahr des Verklebens von Druckelementen
des Druckkopfes mit dem am Farbband haftenden
Schmelzwerkstoff. Auch kann das aus Kunststoffolie
bestehende Farbband durch Überhitzung oder wegen
Oberflächenfehler an den Druckelementen anhaften und so
eine Störung des Druckkopfbetriebs hervorrufen.
Weiterhin können Störungen beim Transport des Druckkopfes
durch falsch eingelegten Druckträger, durch
Papierstau oder durch Störungen im Antrieb hervorgerufen
werden. In allen diesen Fällen wäre es wünschenswert,
diese Störungen frühzeitig zu erkennen, um eine
Beschädigung empfindlicher Bauteile zu verhindern.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum
Steuern des Betriebs eines Druckkopfes anzugeben, bei
dem Transportstörungen erkannt und gegebenenfalls
beseitigt werden.
Diese Aufgabe wird für ein Verfahren eingangs genannter
Art dadurch gelöst, daß zum Lösen von Haftungen
zwischen dem Druckelement und einem Druckmedium der
Druckkopf bei Überschreiten des Grenzwertes in zu der
vorgegebenen entgegengesetzter Richtung bewegt und/
oder mindestens ein Druckelement mit gegenüber der zum
Druck aufgewandten Energie verringerter Energie betätigt
wird.
Die Erfindung nutzt die Erkenntnis, daß durch das
Aneinanderhaften von Druckkopf und Druckmedium, also
Farbband oder Aufzeichnungsträger, die Vorwärtsbewegung
des Druckkopfes durch das Farbband bzw. den Aufzeichnungsträger
gehindert wird und die nächste Druckposition
nur mit Verzögerung oder überhaupt nicht erreicht
wird. Durch die Überwachung der Transportzeit
ist es möglich, eine Störung beim Transport des Druckkopfes
zu erkennen und den Antrieb des Druckkopfes zu
unterbrechen. Dadurch wird eine Beschädigung des Druckkopfes
vermieden und es können Maßnahmen eingeleitet
werden, die die Transportstörung beheben. Vorteilhaft
wird als Kriterium für das Erreichen vorgegebener
Druckpositionen das an sich bekannte Positionssignal
des Druckers genutzt.
Die Erfindung sieht nun vor, daß der Druckkopf bei
Überschreiten des Grenzwertes in zu der vorgegebenen
entgegengesetzter Richtung bewegt wird. Bereits durch
diese einfache Maßnahme kann das Aneinanderhaften von
Druckkopf und Druckmedium gelöst werden. Wenn z. B. bei
einem Nadeldruckkopf eine Nadel das Farbband
durchsticht und sich infolge der Weiterbewegung des
Druckkopfes das Farbband spannt, so wird durch die
Rückwärtsbewegung des Druckkopfes die elastische
Spannung zwischen Nadel und Farbband soweit reduziert,
daß die Nadelrückstellkraft, die die Nadel in eine
Ruheposition im Druckkopf zurückzieht, ausreicht, um
diese aus dem Farbband zu lösen.
Eine andere Möglichkeit der Beseitigung des Aneinanderhaftens
von Druckkopf und Farbband besteht darin,
ein oder mehrere Druckelemente zu betätigen, wobei die
hierfür aufgebrachte Energie gegenüber der zum Druck
eines Zeichens verwendeten Energie verringert ist.
Durch das Betätigen des Druckelements wird erreicht,
daß am Ort, an dem Farbband und Druckkopf aneinanderhaften,
Energie zugeführt wird, die ein Lösen beider
Teile voneinander bewirkt. Beispielsweise kann bei einem
Thermodrucker bei Zuführung von Wärmeenergie die
adhäsive Verbindung zwischen Druckkopf und Schmelzfarbband
aufgeweicht und damit gelöst werden. Bei einem
Nadeldrucker wird durch das Betätigen eines oder
mehrerer Druckelemente mechanische Energie an der Stelle
wirksam, an der die Nadel in das Farbband eingehakt
ist. Die dabei an der Haftungsstelle entstehenden Zug-
und Druckkräfte bewirken zusammen mit der Rückstellkraft
der Nadel, daß die Nadel aus dem Farbband befreit
wird und in ihre Ruheposition zurückkehrt.
Vorzugsweise kann auch eine Kombination der genannten
Maßnahmen angewendet werden. Dies kann auf die Weise
geschehen, daß die Druckelemente während oder nach der
Rückwärtsbewegung des Druckkopfes betätigt werden.
Beides wirkt so zusammen, daß das Aneinanderhaften von
Druckkopf und Farbband mit hoher Zuverlässigkeit gelöst
wird.
Bei einem Verfahren nach der Erfindung wird der Grenzwert,
auf den die Zeit zwischen Druck eines Zeichens und dem Auf
treten des Positionsmeldesignals überwacht wird, vorzugs
weise abhängig von der Art des Druckkopfes oder von Druck
parametern eingestellt. Solche Druckparameter sind z.B. die
Geschwindigkeit, mit der der Druckkopf bewegt wird, die Art
des Farbbandes oder die zur Betätigung des Druckelements
aufzuwendende Energie. Durch diese Maßnahmen wird es möglich,
das erfindungsgemäße Prinzip für eine große Zahl von Druck
kopfarten sowie für unterschiedliche Drucker mit mehreren
Betriebsarten einzusetzen.
In einer praktischen Weiterbildung der Erfindung wird die
zum Betätigen des Druckelements erforderliche verringerte
Energie so bemessen, daß noch kein Zeichen abgedruckt wird.
Dadurch wird erreicht, daß die Maßnahmen zum Beheben der
Störung durch das Aneinanderhaften von Farbband und Druck
kopf keine Spuren auf dem Druckträger hinterlassen. Die
Qualität des Druckergebnisses wird somit durch diese Maß
nahmen nicht beeinträchtigt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist ferner da
durch möglich, daß ein oder mehrere Druckelemente mit ver
ringerter Energie mehrfach in Folge betätigt werden. Wird
diese Maßnahme beispielsweise bei Nadeldruckern angewandt,
so führt dies zu einer Rüttelbewegung zwischen Nadel und
Farbband. Das Loslösen einer im Farbband eingehakten Nadel
wird durch diese Art der Bewegung unterstützt.
Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung kann auch
so beschaffen sein, daß die Druckelemente des Druckkopfes
mit verringerter Energie gleichzeitig betätigt werden. Für
einen Nadeldruckkopf bedeutet dies, daß alle Nadeln gleich
zeitig ausgelenkt werden und gegen das Farbband drücken. Da
durch wird das Farbband in Richtung des Druckträgers verscho
ben und dabei von der in ihm eingehakten Nadel abgestreift.
Vorteilhafterweise wird bei einem Nadeldruckkopf die
zum Betätigen des Druckelements benötigte Energie so
bemessen, daß der Nadelhub etwa um die Hälfte reduziert
ist. In der Praxis hat sich herausgestellt, daß bei
dieser Hubbewegung der Nadel bzw. mehrerer Nadeln ein
optimales Ergebnis beim Lösen der am Farbband anhaftenden
Nadel einerseits erreicht wird und mit hoher
Sicherheit kein Zeichen auf dem Druckträger andererseits
abgedruckt wird.
Eine andere Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß bei Überschreiten des Grenzwertes ein
zum Bewegen des Druckkopfes vorgesehener Transportmotor
kurzgeschlossen oder mit einem Gegenstrom angesteuert
wird. Durch diese Maßnahme wird der Motor elektrisch
abgebremst und die Bewegung des Druckkopfes kommt
bereits nach sehr kurzem Weg zum Stillstand. Das
Farbband und das Druckelement des Druckkopfes werden
dabei nicht über ihre Elastizitätsgrenze hinaus beansprucht,
d.h. nicht beschädigt. Außerdem wird durch
diese Weiterbildung die zur Beseitigung der Störung
benötigte Gesamtzeit verkürzt.
Das Verfahren nach der Erfindung kann auch so ausgeführt
werden, daß für die Bewegung in entgegengesetzter
Richtung ein zum Bewegen des Druckkopfes vorgesehener
Transportmotor mit einer vorbestimmten Zahl von
Stromimpulsen angesteuert wird. Diese bewirken eine
ruckartige Schrittbewegung des Druckkopfes, wodurch an
der Verbindungsstelle zwischen Druckkopf und Farbband
stoßartige Zug- und Druckkräfte auftreten. Diese unterstützen
das Lösen der Haftverbindung zwischen dem
Druckkopf und dem Farbband. Die Zahl der Stromimpulse
wird abhängig von der Art des Transportmotors, des
Druckers, des Farbbandes sowie weiteren druckspezifischen
Parametern eingestellt.
Eine weitere praktische Ausgestaltung der Erfindung
sieht vor, daß der Druckkopf nach einer vorbestimmten
Zeit auf die Druckposition positioniert wird, die er
vor dem Überschreiten des
Grenzwertes innehatte, und daß das Drucken an dieser Posi
tion fortgesetzt wird. Die vorbestimmte Zeit wird abhängig
von der Art des Druckkopfes, des Transportmotors sowie wei
teren Parametern des Druckers eingestellt. Durch diese Wei
terbildung wird ein nahezu unterbrechungsfreier Betrieb des
Druckers gewährleistet. Wiederholen sich jedoch solche Stö
rungen innerhalb einer bestimmten Zeit, so kann in einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung bei einer vorgegebenen
Zahl von Grenzwertüberschreitungen eine Fehlermeldung erzeugt
werden. Dadurch wird es möglich, eine Störung anzuzeigen, die
durch das erfindungsgemäße Verfahren nicht behoben werden
kann, um weitere Maßnahmen, z.B. Reparatur oder Austauschen
des Druckkopfes , zu veranlassen.
Eine solche Maßnahme kann bei einer weiteren zweckmäßigen Aus
gestaltung der Erfindung auch darin bestehen, daß der Be
trieb des Druckkopfes bei mehrfacher Grenzwertüberschrei
tung innerhalb einer vorgegebenen Zeit abgeschaltet wird.
Vorteilhaft ist das Verfahren nach der Erfindung dadurch
weiter ausgebildet, daß nach der Antriebsunterbrechung bei
Überschreiten des Grenzwertes die Bewegungsrichtung des Druck
kopfes festgestellt wird, und daß bei fehlender Richtungs
umkehr eine weitere Fehlermeldung erzeugt wird. Durch diese
Maßnahme wird erreicht, daß Fehler, die sich in einer Über
schreitung des Grenzwertes äußern und nicht auf das Anhaften
eines Druckelements zurückzuführen sind, sicher erkannt werden
können. Beim Anhaften eines Druckelements am Farbband oder
am Druckträger tritt nämlich eine elastische Spannung auf,
die eine Rückstellkraft zur Folge hat und somit eine Rich
tungsumkehr des Druckkopfes bewirkt. Beispielsweise dehnt ein
Nadeldruckkopf nach dem Einhaken einer Drucknadel in das
Farbband infolge seiner Bewegungsenergie dieses um einen be
stimmten Betrag, so daß die dabei entstehende Rückstellkraft
den Druckkopf zurückschwingen läßt. Die Richtungsumkehr kann
beispielsweise anhand des Positionsmeldesignals erkannt wer
den. Tritt diese Richtungsumkehr nicht auf, so liegt eine
Störung vor, die beispielsweise durch ein mechanisches Ver
klemmen des Druckkopfes oder einen Papierstau hervorgerufen
wurde. Als Folgemaßnahme kann eine Fehlermeldung erzeugt
oder der Betrieb des Druckkopfes unterbrochen werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt
Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau einer Steuerung in
Blockdarstellung zum Betrieb eines Druckkopfes,
Fig. 2 Signalverläufe des Treiberstroms zum Betätigen
eines Druckelements sowie des Positionsmelde
signals über der Zeit,
Fig. 3 einen logischen Flußplan von Verfahrensschritten
und
Fig. 4 Zustände und Signalverläufe bei Normalbetrieb
und bei Auftreten einer Störung.
In Fig. 1 sind verschiedene Funktionseinheiten einer Steue
rung in einem Drucker zum Betrieb eines Nadeldruckkopfes 10
dargestellt. Dieser wird von einem Transportmotor 12 längs
einer Druckzeile hin- und herbewegt. Der Transportmotor 12
wird aus einer Stromquelle 16 mit einem Motorstrom IM ver
sorgt. Der Nadeldruckkopf 10 hat als Druckelemente Nadeln
14, die im Druckkopf 10 spalten- oder matrixartig angeordnet
sind und deren Anzahl je nach Art des Druckkopfes 7, 9, 12
oder mehr beträgt. Eine Nadel 15 ist gesondert eingezeichnet,
auf die später bei der Beschreibung einer Störung näher ein
gegangen wird. Die Nadeln 14 werden beim Drucken durch elek
tromagnetische Stellglieder betätigt, wobei sie aus ihrer
Ruheposition im Druckkopf 10 ausgelenkt und gegen ein Farb
band gedrückt werden, das ein Zeichen auf einen Druckträger
überträgt. Die elektromechanischen Stellglieder (in Fig. 1
nicht dargestellt) werden aus einem Treiberbaustein 18 mit
impulsförmigem Treiberstrom ID versorgt, wobei die zugeführte
elektrische Energie durch Variation der Dauer und der Höhe
der Stromimpulse variiert werden kann.
Der vom Druckkopf 10 längs einer Druckzeile zurückgelegte
Weg wird durch einen Positionsgeber 20 erfaßt. Dieser kann
ein handelsüblicher Wegstreckenkodierer sein, der in vorge
gebenen Abständen zwei um 90° phasenverschobene Signale er
zeugt. Anhand dieser kann durch Zählen von Kodierimpulsen
der zurückgelegte Weg des Druckkopfes 10 und durch Vergleich
der Phasenlage der Signale seine Bewegungsrichtung ermittelt
werden. Der Positionsgeber 20 gibt also an die Steuereinheit
24 ein Positionsmeldesignal PMS ab, das sowohl Informationen
über die aktuelle Position des Druckkopfes 10 als auch über
seine momentane Bewegungsrichtung hat.
Zum Durchführen des Druckvorganges erhält die Steuereinheit
24 über eine Datenleitung 26 weitere Steuerinformationen, wie
beispielsweise das zu druckende Zeichen, die Druckgeschwin
digkeit, Start und Ende eines Druckprozesses. Aus der Gesamt
heit dieser Informationen erzeugt die Steuereinheit 24 Steu
ersignale, die sie an die Stromquelle 16 sowie an den Trei
berbaustein 18 abgibt, wodurch die Bewegung des Transport
motors 12 bzw. das Abdrucken von Zeichen gesteuert wird. Die
Steuereinheit 24 enthält zum Ausführen ihrer verschiedenen
Funktionen einen Mikrocomputer, der mit Programm- und Daten
speicher sowie mit einer Zeitgebereinheit ausgestattet ist.
Diese Art der Steuerung eines Nadeldruckkopfes ist an sich
bekannt und wird deshalb nicht in ihren Einzelheiten erläu
tert.
Zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens hat die
Steuereinheit 24 Zugriff auf weitere Steuermodule 30 bis
36, die als Softwareprogramme in einem Lesespeicher 22
(ROM) enthalten sind. Zu diesen Steuermodulen gehört ein
Überwachungsmodul 30, welches die Zeit zwischen dem Betäti
gen eines Druckelements 14 durch einen Treiberstromimpuls
ID und dem Eintreffen eines Positionsmeldesignals PMS auf
einen Grenzwert G überwacht. Das Steuermodul 32 dient zur
Steuerung der Drehrichtung des Transportmotors 12 im Stö
rungsfall. Das Steuermodul 34 ist dazu vorgesehen, eine vor
gegebene Zahl m von Motorstromimpulsen zu erzeugen, die an
den Transportmotor 12 abgegeben werden, die dieser in Schritt
bewegungen umsetzt. Schließlich erzeugt das Steuermodul 36
eine vorgegebene Anzahl n von Impulsen, die mittelbar über
den Treiberbaustein 18 das Betätigen der Druckelemente 14
bewirken. An die Steuereinheit 24 ist ferner eine Störungs
anzeige 28 angeschlossen, die bei einer Störung angesteuert
wird und einen Betriebsfehler meldet.
In Fig. 2 sind Signalverläufe des Positionsmeldesignals PMS
über den Treiberstrom ID dargestellt. Die Signalzustände
sind mit logisch 1 bzw. logisch 0 bezeichnet und zeigen ei
nen Stromfluß bzw. einen Ruhezustand an. Die Signalverläufe
unterscheiden sich bei Normalbetrieb A und bei einer Störung
B. Im Normalbetrieb A wird der Druckkopf 10 längs einer
Zeile bewegt und im sogenannten "fliegenden" Druck werden
eine oder mehrere Nadeln 14 betätigt. Im folgenden werden
Druckvorgänge anhand der in Fig. 1 gesondert eingezeichneten
Nadel 15 beschrieben. Das Farbband ist bei der hier beschrie
benen Art des Druckers längs einer Zeile gespannt und wird
mit dem Druckkopf nicht hin- und herbewegt. Mit ansteigender
Flanke 40 des Treiberstroms ID wird die Nadel 15 mit einer
geringen Verzögerung, die durch die Trägheit des elektro
mechanischen Stellglieds bedingt ist, in Richtung des Farb
bandes ausgelenkt. Das aus einem gewebeartigen Material be
stehende Farbband wird von der Spitze der Nadel 15 gegen den
Druckträger gedrückt, wobei es auf ihm ein punktförmiges
Zeichen abbildet. Werden auf diese Weise mehrere Nadeln be
tätigt, so entsteht auf dem Träger ein spalten- oder mosaik
förmiges Druckzeichen. Nach dem Betätigen der Nadel 15 wird
diese normalerweise durch ihre Rückstellkraft in ihre Ruhe
position im Nadeldruckkopf 10 zurückgezogen.
Mit abfallender Treiberstromflanke 42 wird das Überwachungs
modul 30 aktiv, das die Zeit T bis zum Eintreffen des näch
sten Positionsmeldesignals PMS auf Überschreitung des vorge
gebenen Grenzwertes G überwacht. Dieser Grenzwert wird ab
hängig von druckspezifischen Parametern, wie beispielsweise
der Art des Druckkopfes oder der Druckgeschwindigkeit, ein
gestellt. Im Normalbetrieb A ist die Zeit T kleiner als der
Grenzwert G, was bedeutet, daß der Druckvorgang ordnungsge
mäß abläuft.
Im Fall B ist der Druckbetrieb gestört, d.h. der Druckkopf
10 erreicht nach dem Abfallen des Treiberstroms ID in der
vorgeschriebenen Zeit nicht die durch einen Rechteckimpuls
des Positionsmeldesignals PMS signalisierte nächste Position.
Dies kann mehrere Ursachen haben. Beispielsweise kann ein
Papierstau oder fehlerhaft eingelegtes Papier die Vorwärts
bewegung des Druckkopfes 10 behindern. Eine solche Störung
kann im allgemeinen nur durch eine Bedienperson behoben wer
den. Eine andere häufig vorkommende Störung entsteht dadurch,
daß eine der Nadeln 14, beispielsweise die Nadel 15, beim
Ausführen ihrer Hubbewegung das Gewebe des Farbbandes durch
sticht und im Farbband festhaftet. Das feststehende Farbband
hemmt nun die Bewegung des Druckkopfes 10, so daß die Zeit T
zum Erreichen der nächsten Position den Grenzwert G über
schreitet. Eine solche Störung wird demnach durch die Zeit
überwachung sicher erkannt. Diese Störung wird durch die
Verfahrensschritte der Erfindung, wie im folgenden erläutert
wird, selbsttätig behoben.
Die bei Normalbetrieb und bei Störung ablaufenden Steuer
funktionen der Steuereinheit 24 sind in Fig. 3 in Form eines
Flußdiagramms dargestellt. In einem ersten Schritt 50 wird,
wie bereits beschrieben, der Druckkopf 10 durch den Trans
portmotor 12 längs der Zeile bewegt und dessen aktuelle Po
sition anhand des Positionsmeldesignals PMS durch Zählen von
Impulsflanken festgestellt. Zum Abdruck eines Zeichens an
einer vorgegebenen Position (Schritt 52) werden aus den
Druckelementen 14 die das Zeichen bildenden Nadeln ausgewählt
und die entsprechenden elektromechanischen Stellglieder mit
Treiberstrom ID angesteuert. Mit abfallender Flanke des Trei
berstroms ID wird im nächsten Schritt 54 eine Zeitüberwa
chung aktiv, die feststellt, ob innerhalb der Grenzwertzeit
G die Impulsflanke des Positionsmeldesignals PMS eintrifft
(Schritt 56). Die Zeitüberwachung wird mit Hilfe eines Zähl
bausteins realisiert, der mit einem dem Grenzwert G propor
tionalen Anfangszählstand geladen wird. Beim Starten der
Zeitüberwachung wird der Zählstand im Takt eines von der
Zeitgebereinheit des Mikrocomputers abgeleiteten Taktsignals
dekrementiert. Tritt vor Erreichen des Zählstands 0 ein Po
sitionsmeldesignal PMS auf, so liegt ein ordnungsgemäßer
Druckvorgang vor, und es wird zum Schritt 50 verzweigt, um
den Druckprozeß fortzusetzen. Verstreicht bis zum Eintreffen
des Positionsmeldesignals PMS soviel Zeit, daß der Zählstand
0 erreicht wird, so wird zum nächsten Schritt 58 verzweigt,
bei dem eine Abfrage auf Mehrfachstörung durchgeführt wird,
deren Bedeutung später erläutert wird. Wenn keine Mehrfach
störung vorliegt, so wird im nächsten Schritt 59 der Trans
portmotor 12 abgebremst, um die Bewegung des Druckkopfes 10
zu unterbrechen. Dies geschieht durch Kurzschließen der Mo
torwicklung des Transportmotors 12, wobei infolge des Wir
belstromeffekts eine hohe Verzögerung entsteht. Denkbar wäre
auch, die Motorwicklung mit einem Strom entgegengesetzter
Polarität anzusteuern, wodurch sich die Verzögerung noch
weiter erhöhen würde. Eine hohe Verzögerung ist deshalb
wünschenswert, um die vorhandene Bewegungsenergie des Druck
kopfes 10 möglichst ganz durch den Transportmotor 12 aufzu
fangen, wodurch die Gefahr des Zerreißens des Farbbandes
oder des Verbiegens der Nadel 15 vermindert wird.
Im folgenden Schritt 60 wird das Abbremsen abgebrochen. Das
durch das Einhaken der Drucknadel in das Farbband elastisch
gespannte Farbband kann sich nun entspannen und nimmt dabei
den Druckkopf in Entspannungsrichtung mit, was von dem Po
sitionsgeber 20 mit einer Umkehr der Bewegungsrichtung ge
meldet wird. In Schritt 61 wird die Richtungsumkehr ausge
wertet. Tritt die Richtungsumkehrung nicht auf, so liegt
eine Störung vor wie z.B. der Bruch der Antriebsverbindung
zwischen Motor und Druckkopf oder ein Papierstau. Es wird
dann direkt zum Schritt 70 verzweigt, bei dem eine Fehler
meldung erzeugt wird. Bei Richtungsumkehr wird im Schritt 62
die Motordrehrichtung umgesteuert, d.h. die Bewegungsrich
tung des Druckkopfes 10 ist nunmehr der vor der Störung ent
gegengesetzt. Daraufhin wird die Motorwicklung mit einer
vorgegebenen Zahl m von Stromimpulsen IM angesteuert (Schritt
64), wodurch der Druckkopf 10 ruckartige Schrittbewegungen
ausführt, die das Lösen der Nadel 15 aus dem Farbband bewir
ken oder unterstützen. Die Zahl m der Stromimpulse IM sowie
deren Höhe und Impulsbreite wird so bemessen, daß der Druck
kopf 10 etwa in die Position zurückkehrt, die er vor der Stö
rung innehatte. Als nächste Maßnahme 66 werden alle Nadeln 14
des Druckkopfes 10 betätigt. Hierzu werden n Stromimpulse de
finierter Breite von Treiberbaustein 18 als Treiberstrom ID
an die elektromechanischen Stellglieder der Nadeln 14 abgege
ben. Die den Stellgliedern zugeführte Energie wird durch Ver
ändern der Impulsbreite so eingestellt, daß die Nadeln 14
etwa eine halbe Hubbewegung ausführen. Bei dieser Bewegung
werden die Nadeln 14 gegen das Farbband gedrückt und strei
fen es von der in ihm festhaftenden Nadel 15 ab. Durch die
reduzierte Hubbewegung wird dabei das Abdrucken eines Zei
chens auf dem Druckträger vermieden. Weiterhin entsteht
durch das mehrfache Betätigen der Nadeln 14 eine Rüttelbe
wegung, die das Lösen der Nadel 15 aus dem Farbband unter
stützt. Das Betätigen der Nadeln 14 kann bereits vor oder
während des Abbremsens des Transportmotors 12 sowie während
der ruckartigen Rückwärtsbewegung des Druckkopfes 10 durch
geführt werden. Werden die Druckelemente 14 erst nach der
Rückwärtsbewegung des Druckkopfes 10 betätigt, so hat dies
den Vorteil, daß das Farbband entspannt ist, so daß keine
Querkräfte auf die eingehakte Nadel 15 ausgeübt werden.
Im darauffolgenden Schritt 68 wird die Drehrichtung des Trans
portmotors 12 wieder umgesteuert, so daß die Bewegungsrich
tung des Druckkopfes 10 mit der vor der Störung übereinstimmt.
Nach Ablauf einer Wartezeit wird zum Schritt 50 verzweigt,
um selbsttätig das Drucken an der Unterbrechungsstelle fort
zusetzen.
Wie bereits erwähnt, wird im Schritt 58 eine Abfrage auf
Mehrfachstörung durchgeführt. Diese dient dazu, ein mehr
faches Auftreten einer Unterbrechung oder einer Verzögerung
der Bewegung des Druckkopfes zu erkennen. Solche aufeinander
folgenden Störungen können beispielsweise durch einen Papier
stau, ein defektes Farbband oder eine sehr fest in das Farb
band eingehakte Nadel hervorgerufen werden. Treten solche
Störungen innerhalb einer vorgegebenen Zeit mehrfach auf, so
wird nach einer vorgebbaren Zahl von Befreiungsversuchen zum
Schritt 70 verzweigt, wo eine Fehlermeldung erzeugt und ange
zeigt wird. Der Bediener des Druckers kann dann eine Wartung
oder eine Reparatur des Gerätes veranlassen. Selbstverständ
lich kann eine solche Fehlermeldung bereits beim Auftreten
einer einzigen Störung erzeugt werden, wobei es dann möglich
ist, die auftretenden Fehler statistisch zu analysieren. Nach
dem Anzeigen der Mehrfachstörung wird bei dem vorliegenden
Beispiel der Betrieb des Druckkopfes unterbrochen (Schritt 72).
In Fig. 4 sind verschiedene Zustände beim Betrieb des Druck
kopfes 10 über der Zeit t dargestellt. Gezeigt werden die zeit
lichen Verläufe der Bewegungsrichtungen des Druckkopfes 10
(DK rechts, DK links), des Positionsmeldesignals PMS, des
Treiberstroms ID zum Betätigen der Druckelemente 14 und des
Störungszustands S. Zum Zeitpunkt t = 0 wird der Druckkopf 10
in Zeilenrichtung von links nach rechts bewegt. Sein zurück
gelegter Weg wird durch das Positionsmeldesignal PMS in Form
von rechteckigen Impulsen signalisiert. Es fließt ein Trei
berstrom ID, was bedeutet, daß gerade das Druckelement 15
betätigt und ein Zeichen abgedruckt wird. Mit abfallender
Flanke 80 des Treiberstroms ID wird die Zeitüberwachung
wirksam geschaltet und die Zeit T bis zum Eintreffen der an
steigenden Impulsflanke des Positionsmeldesignals PMS gemes
sen. Wenn diese kleiner als der Grenzwert G ist, so liegt
keine Störung S vor, woraufhin die Zeitüberwachung in einen
Anfangszustand zurückgesetzt und mit der nächsten abfallen
den Flanke 82 des Treiberstroms ID erneut gestartet wird.
Diesmal erreicht die Zeit T den Grenzwert G, was die Bedin
gung für das Vorliegen einer Störung S ist. Nun werden die
Maßnahmen zum Lösen einer möglicherweise im Farbband haften
den Nadel eingeleitet, d.h. der Transportmotor 12 wird abge
bremst und nach links in Gegenrichtung schrittweise bewegt.
Anschließend werden alle Nadeln 14 mit einer festgelegten
Zahl von Treiberstromimpulsen ID angesteuert, wobei die
Impulsbreite b gegenüber der bei normaler Betätigung eines
Druckelements verringert ist. Nach dem mehrfachen Betätigen
der Druckelemente 14 ist die Störung S im allgemeinen beho
ben, und der Druckkopf 10 wird wieder in seiner ursprüng
lichen Richtung bewegt und setzt das Drucken fort.
Claims (7)
1. Verfahren zum Steuern des Betriebs eines Druckkopfes,
der nach dem jeweils durch Betätigen
mindestens eines Druckelements erfolgten Druck
eines Zeichenelements oder eines Zeichens aus der
Druckposition in einer vorgegebenen Richtung und
innerhalb einer vorgegebenen Transportzeit zu
einer weiteren Position bewegt wird, wobei die
Transportzeit auf das Überschreiten eines Grenzwertes
überwacht und der Antrieb des Druckkopfes
bei Überschreiten eines Grenzwertes unterbrochen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß zum Lösen von
Haftungen zwischen dem Druckelement und einem
Druckmedium der Druckkopf (10) bei Überschreiten
des Grenzwertes (G) in zu der vorgegebenen entgegengesetzter
Richtung bewegt und/oder mindestens
ein Druckelement (14, 15) mit gegenüber der zum
Druck aufgewandten Energie verringerter Energie
betätigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grenzwert (G) abhängig von der Art des
Druckkopfes (10) oder von Druckparametern eingestellt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die verringerte Energie so bemessen
ist, daß bei der Betätigung des Druckelements (14,
15) kein Zeichen abgedruckt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckelement (14,
15) mit verringerter Energie mehrfach in Folge betätigt
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckelemente (14,
15) des Druckkopfes (10) mit verringerter Energie
gleichzeitig betätigt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß bei einem Nadeldruckkopf
(10) die verringerte Energie zum Betätigen des als
Nadel (14, 15) ausgebildeten Druckelements so
bemessen ist, daß der Nadelhub etwa um die Hälfte
reduziert ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß für die Bewegung in entgegengesetzter
Richtung ein zum Bewegen des Druckkopfes
(10) vorgesehener Zahl (m) von Stromimpulsen
(IM) gegebenenfalls nach dem Abbremsen angesteuert
wird.
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