DE3903009A1 - Vorrichtung zum einfrieren von mediendurchstroemten rohrleitungen, insbesondere von wasserleitungen - Google Patents
Vorrichtung zum einfrieren von mediendurchstroemten rohrleitungen, insbesondere von wasserleitungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einfrieren
von mediendurchströmten Rohrleitungen, insbesondere für
Wasserleitungen von Heizungssystemen, mit einem Kälteag
gregat für die Kreislaufführung eines verdampfbaren
Kältemittels, mit mindestens einem, zwei gegenüber der
Atmosphäre geschlossene Kühlbacken aufweisenden, auf die
Rohrleitung aufsetzbaren, in den Kältemittelkreislauf
geschalteten Kontaktelement, das über mindestens eine
Hin- und eine Rückleitung mit dem Kälteaggregat verbunden
ist, wobei dem Kontaktelement ein als Drosselorgan
dienendes Kapillarrohr vorgeschaltet ist.
Eine derartige Vorrichtung ist durch die GB-PS 5 88 225
bekannt. Zu einer solchen Vorrichtung gehören üblicher
weise zwei Kontaktelemente, von denen jedes eine Hin- und
eine Rückleitung aufweist, und zwar selbst dann, wenn die
beiden, ein Kontaktelement bildenden Kühlbacken je eine
gemeinsame Hin- und Rückleitung besitzen. Zwei Kontakt
elemente werden deswegen benötigt, um die Rohrleitung auf
beiden Seiten einer Reparaturstelle absperren zu können.
Dies führt bei der bekannten Lösung bei zwei Kontaktele
menten zu insgesamt vier Schläuchen, die wegen ihrer
Materialbeschaffenheit wenig flexibel und daher sperrig
sind. Der Kältemittelkreislauf läßt sich zu Transport
zwecken auch nicht unterbrechen. Beim Stand der Technik
nach der GB-PS 5 88 225 wird daher das Kontaktelement auf
die Außenseite eines Tragkoffers geschraubt, der das
Kälteaggregat enthält, und die beiden Schlauchleitungen
werden um das Kontaktelement herumgewickelt. Es versteht
sich, daß bei einer Doppelanordnung dieses Prinzips ein
nur schlecht zu transportierendes und zu handhabendes
Aggregat entsteht.
Die Praxis hat daher einen hierzu parallelen Weg be
schritten und zum Einfrieren von Rohrleitungen aus
elastischem Kunststoff bestehende Manschetten verwendet,
die über eine einzige Schlauchleitung mit einem leicht
siedenden Flüssiggas beaufschlagt wurden, das auf der
Oberfläche der einzufrierenden Rohrleitung verdampfte und
alsdann in die Atmosphäre entwich. Eine solche Einfrier
technik und ein sehr einfaches hierfür verwandtes Gerät
mit einer einzigen Zuleitung, die lediglich an eine
Flüssiggasflasche angeschlossen werden muß, ist durch die
US-PS 37 42 723 bekannt.
Da bei einem solchen Stand der Technik vorwiegend
Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe verwandt werden, die die
Fachwelt für die wachsenden Ozonlöcher über den Polkappen
verantwortlich macht, ist diese Technik auf erhebliche
Bedenken gestoßen, so daß Versuche unternommen werden,
andere Einfriermethoden anzuwenden.
So wird beispielsweise in dem DE-GM 88 03 407.0 eine
Einfriermethode angegeben, bei der komprimierte und auf
Raumtemperatur abgekühlte Luft in einem sogenannten
"Wirbelrohr" entspannt und hierbei auf tiefe Temperaturen
abgekühlt wird. Diese Luft wird in einer gleichfalls
einseitig offenen Kammer gegen die Oberfläche der zu
einfrierenden Rohrleitung geblasen und kühlt diese
entsprechend stark ab. Während das Verfahren für Rohr
leitungen kleinen Durchmessers durchaus brauchbar ist,
hat sich das Einfrieren von Rohrleitungen großen Durch
messers als praktisch nicht möglich erwiesen, und zwar
ganz einfach deswegen, weil die in Rohrleitungen nie
vollständig auszuschaltende Restkonvektion den in der
Entstehung begriffenen Eispfropfen schneller wieder
aufschmilzt, als er eingefroren werden kann.
Der in der eingangs genannten GB-PS 5 88 225 beschriebene
Weg ist daher als der einzig erfolgversprechende anzuse
hen, wobei jedoch die Leitungsführung ein erhebliches
Hindernis darstellt. Bei diesem Stand der Technik wird
zur Entspannung des flüssigen Kältemittels ein Kapillar
rohr als Drosselorgan verwandt, das schraubenlinienförmig
gewendelt und in einem Handgriff des aufklappbaren
Kontaktelements untergebracht ist. Das Kapillarrohr
besteht üblicherweise aus Metall und ist daher wenig
flexibel. Man hat derartige Kapillarrohre auch bereits
unmittelbar am Ausgang des Kälteaggregats angebracht, was
jedoch mit dem ganz erheblichen Nachteil verbunden ist,
daß die Hinleitung von dem bereits expandierten und stark
abgekühlten Kältemittel durchströmt wird, so daß dieses
über die Wandung der Schlauchleitung wieder Wärme aus der
Atmosphäre aufnimmt, so daß der Wirkungsgrad erheblich
beeinträchtigt wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs angegebenen Art anzugeben, bei
der die Leitungsführung vereinfacht wird, ohne den
thermischen Wirkungsgrad zu beeinträchtigen.
Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei der ein
gangs angegebenen Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch,
daß das Kapillarrohr die Hinleitung zwischen Kälteaggre
gat und Kontaktelement bildet und mit der Rückleitung
baulich vereinigt ist.
Das Kapillarrohr, das vorzugsweise aus einem dünnen,
kältebeständigen Kunststoffschlauch mit einem engen
Innendurchmesser besteht, beispielsweise aus einem
Polyamidschlauch, erhält hierdurch eine doppelte Funkti
on, nämlich einmal die Bildung eines bei Kältemittel-
Kreisprozessen erforderlichen Drosselorgans, und zum
anderen die Funktion einer Hinleitung.
Es ist dabei besonders vorteilhaft, wenn das Kapillarrohr
als Hinleitung innerhalb der Rückleitung angeordnet ist
und mit dieser eine Verbundleitung bildet.
Von außen sichtbar ist daher nur die Rückleitung für das
verdampfte und expandierte Kältemittel, während der sehr
viel geringere Innenquerschnitt des Kapillarrohrs der
Hinleitung für die Führung des noch flüssigen Kältemit
tels durchaus ausreicht. Die Verbundleitung ist ausrei
chend flexibel und kann auch für einen Transport auf
einem relativ kleinen Wickelvolumen untergebracht werden,
so daß das Gesamtgerät entsprechend kompakt ausgeführt
werden kann, worauf weiter unten noch näher eingegangen
wird.
Das Kapillarrohr ist schon infolge seines sehr geringen
Innen- und Außendurchmessers äußerst flexibel und kann
auch bei ständiger Biegebeanspruchung der äußeren Rück
leitung nicht beschädigt oder gar unterbrochen werden.
Hinzu kommt, daß das im Kapillarrohr transportierte
flüssige Kältemittel, das Raumtemperatur besitzt oder
eine Temperatur, die geringfügig darüber liegt, durch das
zurückströmende expandierte Kältemittel, das immer noch
hohe Minustemperaturen aufweist, außerordentlich wirksam
gekühlt wird, so daß das flüssige Kältemittel seine
Expansion bereits bei einer entsprechend niedrigeren
Temperatur beginnt. Die sogenannte Verbundleitung hat
daher zusätzlich die Wirkung eines Gegenstrom-Wärme
tauschers, der den Kreisprozeß bei gleichzeitiger Ver
einfachung des Gesamtgeräts wirksam verbessert.
Hierbei muß man sich vor Augen halten, daß die Wärme
übertragung über metallische Berührungsflächen innerhalb
der Kühlbacken bei den vorhandenen geringen Temperatur
differenzen entsprechend schlecht ist. Jede, auch noch so
geringfügige Verbesserung des Wärmehaushalts trägt daher
ganz entscheidend zur Verbesserung des Einfrierprozesses
bei. Hierbei muß man sich wegen der hohen Stundenlöhne
des Arbeitspersonals auch vor Augen halten, daß die
Geschwindigkeit des Einfrierens eine besondere Rolle
spielt. So ist es beispielsweise mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich, eine Kupferleitung
mit einem Außendurchmesser von 10 mm in etwa 8 bis
10 Minuten, eine Kupferleitung mit einem Außendurchmesser
von 28 mm in etwa 20 bis 30 Minuten vollkommen
flüssigkeitsdicht einzufrieren.
Es ist dabei gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung
besonders vorteilhaft, wenn beide Kühlbacken ein von
teilzylindrischen Kontaktflächen nach innen begrenztes
Zangenmaul bilden, wenn mindestens eine der Kühlbacken
als Hohlkörper mit einem Hohlraum ausgebildet ist, und
wenn die Verbundleitung als flexible Leitung bis in die
unmittelbare Nähe der den Hohlraum aufweisenden Kühlbacke
geführt ist.
Es ist nämlich nicht erforderlich, wohl aber möglich,
beide Kühlbacken als Hohlkörper mit je einem Hohlraum
auszubilden. Eine besonders einfache Ausführungsform des
Erfindungsgegenstandes ergibt sich nämlich dann, wenn nur
die eine Kühlbacke als Hohlkörper ausgebildet ist und
wenn die Rückleitung abgedichtet in ein Wandungsteil
dieser hohlen Kühlbacke eingesetzt ist, und wenn ferner
die Hinleitung durch die Abdichtungsstelle hindurch
koaxial und mit Abstand zur Rückleitung mit ihrem offenen
Ende innerhalb des Hohlraumes bis in die Nähe einer das
Zangenmaul begrenzenden Wand geführt ist.
In einem solchen Fall kann die jeweils andere Kühlbacke
als Massivkörper aus einem gut wärmeleitenden Werkstoff
ausgebildet sein, wobei lediglich darauf zu achten ist,
daß sie mit der hohlen Kühlbacke in einer wärmeleitenden
Verbindung steht.
Diese wärmeleitenden Verbindung kann beispielsweise über
diejenigen Oberflächenteile der Kühlbacken erfolgen, die
sich zumindest nahezu berühren und allenfalls einen ganz
engen Spalt zwischen sich einschließen. Dieser Spalt kann
dann zum Beispiel, ebenso wie die Kontaktflächen für die
Rohrleitung, mit einer Wärmeleitpaste oder mit einem
Schmierfett bestrichen werden, die bzw. das den Wärme
übergang ganz enorm verbessern.
Es wurde überraschend festgestellt, daß sich an dem
Wärmeübergang auf das einzufrierende Rohr auch diejenige
Kühlbacke beteiligt, in der nicht unmittelbar ein Ver
dampfungsprozeß stattfindet, sondern der nur mittelbar
durch die unmittelbar gekühlte Kühlbacke Wärme entzogen
wird.
Es ist allerdings gemäß einer alternativen Ausgestaltung
der Erfindung auch vorteilhaft, wenn beide Kühlbacken als
Hohlkörper mit Hohlräumen ausgebildet sind, wenn die
Verbundleitung bis in die Nähe der einen Kühlbacke
geführt ist, wenn die zur Führung des noch flüssigen
Kältemittels vorgesehene Hinleitung unmittelbar vor der
besagten Kühlbacke aus der Rückleitung herausgeführt ist
und über ein erstes federelastisches Zwischenrohr mit der
jeweils anderen (hohlen) Kühlbacke verbunden ist, und
wenn die beiden Kühlbacken untereinander über mindestens
ein zweites federelastisches Zwischenrohr verbunden und
hinsichtlich des Kältemittelkreislaufs in Reihe geschal
tet sind.
Bei beiden alternativen Ausführungsformen ist die Länge
der Hin- und Rückleitung in dem Bereich, in dem sie
notwendigerweise getrennt verlaufen, extrem kurz, und es
ist mit besonderem Vorteil möglich, die in der Nähe der
Kühlbacken liegenden Leitungsteile weitgehend verdeckt
anzuordnen, dann nämlich, wenn die Kühlbacken
Anschlußstutzen aufweisen, auf die in spiegel
symmetrischer Anordnung U-förmige Griffschalen aufgesetzt
sind, die die unmittelbar an die Anschlußstutzen angren
zenden Leitungsteile auf drei Seiten umschließen, wobei
die offenen Seiten der Griffschalen aufeinander zu
gerichtet sind.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsge
genstandes ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
werden nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 15 näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste
Ausführungsform eines Kontaktelements in
Richtung der Achse A der einzufrierenden
Rohrleitung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Innenseite einer
Kühlbacke in Richtung der Pfeile II in
Fig. 3,
Fig. 3 einen Schnitt durch den Gegenstand von
Fig. 2 entlang der Linie III-III,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die zweite, die
Kühlbacke nach Fig. 3 zu einem Kontakt
element ergänzende Kühlbacke mit Blick
richtung entlang der Achse A nach Fig. 1,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Außenseite der
Kühlbacke nach Fig. 4 in Richtung des
Pfeils V,
Fig. 8 eine Draufsicht auf eine Griffschale mit
der gleichen Blickrichtung wie in Fig. 1,
Fig. 7 einen Schnitt durch die Griffschale nach
Fig. 8 entlang der Linie VII-VII,
Fig. 8 einen weiteren Schnitt durch die
Griffschale nach Fig. 6 entlang der Linie
VIII-VIII,
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht des
Kälteaggregats mit Gehäuse und einer der
beiden Anschlußleitungen,
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht des
Kälteaggregats nach Fig. 9, jedoch mit
aufgesetztem Deckel,
Fig. 11 einen Vertikalschnitt durch den oberen
Teil des Gegenstandes nach Fig. 10
entlang der Linie XI-XI,
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht des
Kälteaggregats mit seiner Bodenplatte nach
Abnahme des Gehäuses,
Fig. 13 eine Variante eines Details aus Fig. 12,
Fig. 14 eine erste vereinfachte Ausführungsform
des Kontaktelements nach Fig. 1 und
Fig. 15 eine zweite vereinfachte Ausführungsform
des Kontaktelements nach Fig. 1.
In Fig. 1 ist ein Kontaktelement 1 mit einer Hinlei
tung 2 und einer Rückleitung 3 für das Kältemittel
dargestellt. Die beiden wesentlichen Elemente sind zwei
hohle Kühlbacken 4 und 5, deren Einzelheiten anhand der
Fig. 2 bis 5 noch näher erläutert werden.
Die Kühlbacken 4 und 5 bestehen aus einem gut wärmelei
tenden Werkstoff (Kupfer) und sind sehr weitgehend
spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet und angeordnet
und um eine Gelenkachse 8 um ein begrenztes Maß schwenk
bar. Sie bilden ferner ein Zangenmaul 7 mit halbzylin
drischen Kontaktflächen 8 und 9, die sich in geschlos
senem Zustand der Kühlbacken zu einer Zylinderfläche
ergänzen, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Im Bereich
der genannten Kontaktflächen 8 und 9 findet die Berührung
der Kühlbacken entweder mit der einzufrierenden Rohrlei
tung statt, die entlang der Achse A verläuft, die ihrer
seits wiederum senkrecht auf der Zeichenebene steht.
Falls der Durchmesser der einzufrierenden Rohrleitung
kleiner ist als derjenige der Kontaktflächen 8 und 9,
wird zwischen die Kontaktflächen und die Rohrleitung noch
ein Satz von Adapterschalen gelegt, von denen einer in
Fig. 9 dargestellt ist.
Auch die Gelenkachse 8 ist von teilzylindrischen Wand
flächen 10 und 11 umgeben (Fig. 3 und 4), die den
gewendelten Teil 12 a einer Klemmfeder 12 zwischen sich
einschließen, so daß dieser gewendelte Teil 12 a mit
seiner äußeren zylindrischen Hüllfläche eine Art Gelenk
bolzen für die beiden Kühlbacken 4 und 5 bildet. Die
Klemmfeder 12 ist eine sogenannte Schenkelfeder, wie sie
auch bei Wäscheklammern zu finden ist, und umgreift unter
Vorspannung mittels zweier paralleler Schenkelenden 12 b
und 12 c die Kühlbacken 4 und 5.
Die Kühlbacken 4 und 5 besitzen auf ihren Außenseiten
Anschlußstutzen 13 und 14, in die die Enden eines als
Bogenfeder ausgebildeten Zwischenrohres 15 eingelötet
sind. Die Bogenfeder hat einen nahezu kreisförmigen bzw.
spiralförmigen Verlauf und erstreckt sich über einen
Umfangswinkel von mehr als 380 Grad mit der Gelenkachse 8
als Zentrum. Die Enden der Bogenfeder sind zusätzlich in
Richtung der Kühlbacken 4 und 5 abgewinkelt, verlaufen
aber in der Projektionsebene gemäß Fig. 1 in etwa
tangential zu dem unmittelbar davorliegenden Rohrab
schnitt, und in dieser Richtung sind auch die Bohrungen
18 und 17 in den Anschlußstutzen 13 und 14 ausgerichtet.
Auf dem allergrößten Teil des Umfangs liegt die Rohrachse
des Zwischenrohres 15 jedoch in einer Ebene, die parallel
zur Schwenkebene der Kühlbacken 4 und 5 verläuft.
Die Kühlbacken 4 und 5 sind weiterhin auf der dem Zan
genmaul 7 abgekehrten Seite der Gelenkachse 8 mit je
einem weiteren Anschlußstutzen 18 und 19 versehen, deren
Achsen 18 a und 19 a unter einem spitzen Winkel divergie
ren, der dem maximalen Spreizwinkel der Kühlbacken 4 und
5 entspricht. Die Achsen 18 a und 19 a verlaufen in einer
Ebene, die senkrecht zur Gelenkachse 6 verläuft.
Auf die Anschlußstutzen 18 und 19 sind in Richtung ihrer
Achsen 18 a und 19 a aus einem schlagfesten Kunststoff
bestehende Griffschalen 20 und 21 aufgesetzt, die anhand
der Fig. 6 bis 8 noch näher erläutert werden. Die
Griffschalen sind durch Schrauben 22 festgelegt. Es ist
zu erkennen, daß die Rückleitung 3 durch die in Fig. 1
rechte Griffschale 21 hindurch verläuft und in den
Anschlußstutzen 19 eingesetzt ist. In diesem Abschnitt
besteht die Rückleitung 3 aus einem lötfähigen
Metallrohr 3 a. Die als Kapillarrohr ausgeführte Hin
leitung 2 besteht in diesem Bereich gleichfalls aus einem
lötfähigen Metallrohr und ist an der Stelle "D" aus der
Rückleitung 3 abgedichtet (verlötet) herausgeführt. In
dem jenseits der Griffschale 21 liegenden Bereich bilden
Hinleitung 2 und Rückleitung 3 eine sogenannte Verbund
leitung 23. Außerdem ist jenseits einer Druckverschrau
bung 24 die Verbundleitung 23 als Schlauchleitung ausge
führt, die aus kältebeständigen flexiblen Werkstoffen
besteht.
Die Stelle "D" liegt relativ unmittelbar vor der Kühl
backe 5. Ausgehend von der Durchführungsstelle ist die
Hinleitung 2 über ein erstes federelastisches Zwischen
rohr 25 mit der anderen Kühlbacke 4 verbunden. Um die
Schwenkbarkeit der Kühlbacken des in Fig. 1 darge
stellten Kontaktelements zu gewährleisten, ist das
Zwischenrohr 25 in der nachstehenden Weise geformt und
angeschlossen: Das Zwischenrohr 25 ist in der Projektion
auf eine Ebene, die zur Schwenkebene der Kühlbacken 4 und
5 parallel verläuft, in etwa Z-förmig ausgebildet und im
Bereich der spitzen Winkel des "Z" schraubenlinienförmig
gewendelt, wodurch besonders elastische Stellen 25 a und
25 b gebildet werden. Die freien Schenkel 25 c und 25 d
verlaufen dabei zumindest im wesentlichen im Innern der
Griffschalen 20 und 21.
Dies wird dadurch ermöglicht, daß die Griffschalen 20 und
21 im Querschnitt U-förmig ausgebildet sind (Fig. 7
und 8) und die unmittelbar an die Anschlußstutzen 18 und
19 angrenzenden Leitungsteile auf drei Seiten
umschließen, wobei die offenen Seiten der Griffschalen
aufeinander zu gerichtet sind. Dabei ist das
federelastische erste Zwischenrohr 25 aus der offenen
Seite der Griffschale 21 herausgeführt und in die offene
Seite der gegenüberliegenden Griffschale 20 hineinge
führt. Auf diese Weise verläuft das federelastische
Zwischenrohr 25 zumindest auf dem größten Teil seiner
Länge verdeckt und ist auf diese Weise gegen Beschädi
gungen geschützt. In den Anschlußstutzen 18 ist das
Zwischenrohr 25 unter Zwischenschaltung eines Zwischen
stücks 28 abgedichtet eingesetzt, und sein Ende 25 e ist
bis in die unmittelbare Nähe der halbzylindrischen Wand
27 geführt, die die Kontaktfläche 8 trägt.
Aus Fig. 1 ergibt sich, daß die Kühlbacken 4 und 5 durch
Zusammendrücken der Griffschalen 20 und 21 so weit ge
spreizt werden können, daß die Kontaktflächen 8 und 9 auf
eine begrenzte Teillänge einer zylindrischen Rohrleitung
aufsetzbar sind und mit dieser in einen innigen Wärme
kontakt gebracht werden können. Es wurde bereits ausge
führt, daß dies bei Rohrleitungen geringeren Durchmessers
auch unter Zwischenschaltung von sogenannten Adapter
schalen möglich ist. Der Wärmeübergang kann noch dadurch
verbessert werden, daß die jeweils miteinander in Berüh
rung kommenden Flächenpaare mit einer sogenannten "Wär
meleitpaste" versehen werden.
Beim Betrieb des Kälteaggregats strömt flüssiges Kälte
mittel durch die Hinleitung 2, zu der auch das
federelastische Zwischenrohr 25 gehört, in die Kühlbak
ke 4 und beginnt hier unter Entzug erheblicher
Wärmemengen aus der einzufrierenden Rohrleitung (nicht
dargestellt) zu verdampfen. Ein Gemisch aus verdampftem
und unverdampftem Kältemittel gelangt alsdann aus der
Kühlbacke 14 über das federelastische Zwischenrohr 15 in
die Kühlbacke 5, in der es restlos verdampft wird.
Dadurch entzieht auch die Kühlbacke 5 der einzufrierenden
Rohrleitung eine entsprechende Wärmemenge. Der Dampf des
Kältemittels gelangt alsdann über die Rückleitung 3, zu
der auch das lötfähige Teilstück 3 a gehört, zum Kälteag
gregat zurück. Hierbei findet in dem Bereich, in dem
Hinleitung 2 und Rückleitung 3 mehr oder weniger koaxial
zueinander verlaufen, ein inniger Wärmeaustausch im
Gegenstrom statt.
Es versteht sich, daß alle wesentlichen Teile des in
Fig. 1 gezeigten Kontaktelements zusätzlich mit einem
wärmeisolierenden Überzug versehen sein können, der den
Wärmeaustausch mit der Umgebungsluft sehr weitgehend
verhindert und dadurch die Kühlwirkung im Bereich der
Kontaktflächen 8 und 9 verstärkt.
Wie sich aus den Fig. 2 bis 5 ergibt, sind die Kühl
backen 4 und 5 im wesentlichen als quaderförmige Hohl
körper ausgebildet, die in Richtung auf die zwischen
ihnen liegende Symmetrieebene E-E zwei im wesentlichen
halbzylindrische Einbuchtungen 28 und 29 besitzen, von
denen die größere zur Aufnahme der einzufrierenden
Rohrleitung oder von Adapterschalen und die kleinere zur
Aufnahme des gewendelten Teils 12 a der Klemmfeder 12
dient. Die Einbuchtungen 28 und 29 werden von entspre
chenden Wänden 27 und 30 gebildet, die entsprechende
Sektoren von Zylinderschalen sind. Die Einbuchtungen 28
und 29 gehen von koplanaren ebenen Flächen 31 und 32 aus,
die bei geschlossenem Zangenmaul praktisch in der Symme
trieebene E-E liegen. Die axiale Länge der Kontaktflächen
8 und 9 bestimmt diejenige Teillänge der Rohrleitung, in
der zum Zwecke eines Verschlusses ein Eispropfen gebildet
wird.
Zwecks Erzeugung einer entsprechenden Biegefestigkeit
sind die Anschlußstutzen 18 und 19 über Versteifungs
rippen 33 mit dem übrigen Teil der Kühlbacken 4 bzw. 5
verbunden. Zwischen diesen Versteifungsrippen liegt eine
einstückig angeformte Gewindebuchse 34, die zum Ein
schrauben der Schrauben 22 in Fig. 1 dienen.
Die Kühlbacken 4 und 5 sind auf gegenüberliegenden
Seiten, die zu ihrer Schwenkebene parallel verlaufen, von
Wandelementen 35 und 38 begrenzt, die die Anschluß
stutzen 13 und 14 tragen. Wie sich insbesondere aus den
Fig. 2 und 5 ergibt, sind auf jeder Seite der Kühl
backen 4 und 5 entsprechende Anschlußstutzen 13 und 14
vorhanden, so daß auch auf beiden Seiten der Kühlbacken
Bogenfedern nach Art des Zwischenrohrs 15 in Fig. 1
angeordnet werden können. Es ist noch den Fig. 2, 4
und 5 zu entnehmen, daß die die Kontaktflächen 8 und 9
tragenden Wände 27 des Zangenmauls auf beiden Seiten
geringfügig über die Wandelemente 35 und 38 überstehen,
so daß ein besserer Wärmekontakt mit etwa einzusetzenden
Adapterschalen gewährleistet ist.
Die Hohlräume 4 a und 5 a in den Kühlbacken 4 und 5 sind
die Expansions- und Verdampfungskammern des Kontaktele
ments 1. Sie ermöglichen einen Wärmeentzug aus der
einzufrierenden Rohrleitung. Kühlbacken der vorstehend
beschriebenen Bauweise werden - unter Weglassung der
Anschlußstutzen 13 und 14 - auch für die Ausführungsbei
spiele nach den Fig. 14 und 15 verwendet. In Fig. 15
ist lediglich die Kühlbacke 4 a geändert, d. h. massiv
ausgeführt.
Die Griffschalen nach den Fig. 6, 7 und 8 sind, wie
bereits gesagt, im Querschnitt U-förmig ausgebildet. In
der Nähe des inneren Endes der Griffschalen, d. h. im
Bereich der Schnittebene VII-VII sind die Griffschalen
mit durch beide Schenkel hindurchgehenden Bohrungen 37
zum Hindurchstecken der Schrauben 22 versehen. Am freien
Ende besitzen die Griffschalen einen Wulst 38.
Das Kälteaggregat selbst (Fig. 12) ist in einem quader
förmigen Gehäuse 39 untergebracht, das auf gegenüber
liegenden Langseiten mit rasterförmig angeordneten
Belüftungsöffnungen 40 versehen ist. Von diesen Belüf
tungsöffnungen 40, die innerhalb eines rechteckigen
Feldes 40 a liegen, ist nur ein Teil dargestellt. Zwischen
den gegenüberliegenden Belüftungsöffnungen 40 liegt der
in Fig. 12 dargestellte Kondensator 41, d. h., man hat
sich das Kälteaggregat nach Fig. 12 um 180 Grad herum
gedreht zu denken. Das Gehäuse 39 besitzt außer den
beiden Langseiten 42 auch zwei Stirnwände 43 und 44. In
der den Belüftungsöffnungen 40 abgekehrten Stirnwand 44
befindet sich eine analoge Anordnung von
Belüftungsöffnungen, so daß auch der in Fig. 12 darge
stellte Kompressor 45 von Kühlluft umströmt wird. Das
Gehäuse 39 ist nach unten hin durch eine in Fig. 12
dargestellte Bodenplatte 48 verschlossen, auf dem Kon
densator 41 und Kompressor 45 sowie ein Ventilator 47
befestigt sind.
Wie aus Fig. 9 weiter hervorgeht, besitzt das Gehäuse 39
einen Aufbau 48, in dessen einer Seitenwand 49 elek
trische Bedien- und Anzeigegeräte angeordnet sind, die
hier jedoch nicht näher erläutert werden sollen. Im
oberen Teil des Aufbaus 48 befindet sich ein Behälter 50,
der zur Aufnahme von Adapterschalen 51 dient, von denen
nur ein Paar dargestellt. Diese Adapterschalen 51 dienen
- wie bereits gesagt - zur Überbrückung von Durchmesser
differenzen zwischen dem Kontaktelement 1 und der einzu
frierenden Rohrleitung.
Auf der dem Aufbau 48 gegenüberliegenden Seite des
Gehäuses 39 befindet sich eine weitere Stirnwand 52.
Zwischen dem Aufbau 48 und der Stirnwand 52 erstreckt
sich eine zweiteilige Trennwand 53, zwischen deren
spiegelsymmetrischen Teilen herausziehbar (gestrichelte
Linien) ein Traggriff 54 angeordnet ist. Die beiden
Teilelemente der Trennwand 53 sind an ihren oberen
waagrechten Längskanten in entgegengesetzten Richtungen
nach außen abgewinkelt, wodurch leistenförmige
Flansche 55 gebildet werden.
Die auf beiden Seiten der Trennwand 53 gebildeten Zwi
schenräume zwischen den Flanschen 55 und der Oberseite
des Gehäuses 39 dienen zur Aufnahme der beiden Verbund
leitungen in aufgewickeltem Zustand, d.h. auf jeder Seite
der senkrechten Trennwand 53 wird je ein Wickelraum für
die Aufnahme der Verbundleitung und des zugehörigen
Kontaktelements geschaffen. Das Aufwickeln wird durch
zapfenförmige Vorsprünge 58 erleichtert, von denen in
Fig. 9 nur einer sichtbar ist.
Wie sich aus den Fig. 10 und 11 ergibt, ist auf das
Gehäuse 39 ein Deckel 57 aufgesetzt, der im Bereich des
teleskopartig versenkbaren Traggriffs 54 eine Griffmulde
58 besitzt, die so dimensioniert ist, daß der Trag
griff 54 auch in abgesenkter Stellung gemäß Fig. 11
bequem ergriffen und nach oben in die in Fig. 9 ge
strichelt dargestellte Stellung herausgezogen werden
kann. Der Deckel 57 besitzt an seiner Unterkante auf dem
gesamten Umfang einen flanschförmigen, nach unten abge
wickelten Rand 59, der das Gehäuse 39 übergreift, so daß
eine Querverschiebung des Deckels gegenüber dem Gehäuse
unmöglich ist. Während das Gehäuse 39 bevorzugt aus Blech
besteht, wird der Deckel 57 bevorzugt aus schlagfestem
Kunststoff gebildet. Zur Festlegung des Deckels gegenüber
dem Gehäuse dienen Verschlußelemente 80, die an den
beiden Stirnseiten angeordnet sind. Auf diese Weise wird
ein kofferförmiges Kälteaggregat gebildet, das beim
Transport die Kontaktelemente in sich einschließt. Ein
versenkt angeordnetes Schriftfeld 81 dient zur Anbringung
der Firmen- und/oder Typenbezeichnung.
Zu Fig. 12 ist noch auszuführen, daß die Verbundlei
tungen 23 bis zu einem Verzweigungskörper 82 führen, in
dem die Trennung bzw. Vereinigung von Hinleitung 2 und
Rückleitung 3 erfolgt. Da zu jedem Kontaktelement je eine
Hinleitung 2 und eine Rückleitung 3 führt, ist auch für
die Verzweigung der Hinleitung 2 ein weiterer Verzwei
gungskörper 83 vorgesehen. Zu dem Verzweigungskörper 83
führt ein vom Kondensator 41 kommendes Metallrohr 2 a. Vom
Verzweigungskörper 82 führt als weiterer Teil der Rück
leitung 3 ein Metallrohr 3 b zum Kompressor 45. Es ist zu
erkennen, daß - bezogen auf Fig. 12 - rechts vom Ver
zweigungskörper 82 eine getrennte Führung von Hinleitung
2 und Rückleitung 3 bzw. 3 b erfolgt, während das Lei
tungssystem links vom Verzweigungskörper 82 als paarweise
vorhandene Verbundleitung ausgeführt ist. Links von den
Druckverschraubungen 84 sind die Verbundleitungen 23 als
Schlauchleitungen ausgeführt, und zwar bis zu den beiden
Druckverschraubungen 24, von denen in Fig. 1 die eine
dargestellt ist. Die in Fig. 12 sichtbaren Enden der
Verbundleitungen 23 sind durch in Fig. 9 nicht sicht
bare, d. h. verdeckte Öffnungen in dem Aufbau 48 heraus-
bzw. hineingeführt.
Fig. 13 zeigt eine Variante eines Details aus der
rechten Seite von Fig. 12. Für den Fall, daß die Länge
der Verbundleitungen 23 nicht die Unterbringung einer
ausreichenden Länge der als Kapillarleitung ausgebildeten
Hinleitung 2 ermöglicht, kann diese Hinleitung innerhalb
des Kälteaggregats 85 gemäß Fig. 13 zumindest auf einem
Teil ihrer Länge je einen gewendelten Bereich 2 b besit
zen.
Fig. 14 zeigt eine gegenüber Fig. 1 stark vereinfachte
Ausführung eines Kontaktelements 1 a. Die beiden Kühlbac
ken 4 und 5 sind zwar hinsichtlich ihrer geometrischen
Form im wesentlichen unverändert, und auch die Griff
schalen 20 und 21 sind in unveränderter Weise mittels der
Schrauben 22 auf den Anschlußstutzen 18 und 19 der
Kühlbacken befestigt, jedoch wurde zunächst auf das
bogenförmige Zwischenrohr 15 verzichtet, das die Hohl
räume 4 a und 5 a der beiden Kühlbacken miteinander ver
bindet. Infolgedessen sind auch die beiden Anschluß
stutzen 13 und 14 auf den Kühlbacken in Fortfall geraten,
die nach wie vor unter der Vorspannung einer Klemmfeder
12 stehen.
Die Verbundleitung 23 ist in diesem Fall koaxial bis in
den Anschlußstutzen 19 der Kühlbacke 5 hineingeführt.
Ausgehend von der an dieser Stelle befindlichen Lötstelle
ist die Hinleitung 2 in Form eines Metallrohres 2 c in den
Hohlraum 5 a der Kühlbacke 5 hineingeführt. Genauer
gesagt, befindet sich das Ende 2 d der Hinleitung 2 in
unmittelbarer Nähe der Wand 27, die das Zangenmaul 7 auf
einer Seite begrenzt. Dadurch findet der Verdampfungs
vorgang des zunächst noch flüssigen Kältemittels aus
schließlich im Hohlraum 5 a statt, und der Anschlußstutzen
18 der anderen Kühlbacke 4 ist nichts weiter als ein
"Blindstutzen". Infolgedessen entfällt auch das ela
stische Zwischenrohr 25 in Fig. 1. Das Kontaktelement 1 a
wird auf diese Weise wesentlich einfacher gestaltet und
dadurch billiger, bei gleichzeitiger Erhöhung der Ro
bustheit und Betriebssicherheit. Auch läßt sich die
Vorrichtung auf einfachere Weise mit einer Wärmedämmung
umgeben.
Es hat sich nämlich bei Versuchen überraschend gezeigt,
daß auf eine Verdampfungskühlung in einer der beiden
Kühlbacken, hier in der Kühlbacke 4, verzichtet werden
kann, ohne daß dadurch der Einfriereffekt verschlechtert
würde. Es kann angenommen werden, daß die verblüffend
gute Kühlwirkung auf dem Gesamtumfang der einzufrierenden
Rohrleitung deswegen beibehalten wird, weil sich der
Kühleffekt indirekt auf die Kühlbacke 4 überträgt, und
zwar durch die enge Nachbarschaft der Kühlbacken im
Bereich der ebenen Flächen 31 und 32 (Fig. 2, 3
und 4). Die Erfahrung hat gezeigt, daß es hierbei keine
entscheidende Rolle spielt, ob die metallischen Berüh
rungsflächen einen geringfügigen Abstand voneinander
haben. Eine geringfügige Menge einer Wärmeleitpaste, und
sei es auch nur einfaches Schmierfett, im Bereich der
ebenen Flächen 31 und 32 ist bereits ausreichend, um den
Kühleffekt von einer Kühlbacke auf die andere zu über
tragen, wodurch die jeweils nicht unmittelbar gekühlte
Kühlbacke an dem Einfriereffekt auf die Rohrleitung
teilnimmt. Es ist lediglich erforderlich, daß die jeweils
nicht unmittelbar gekühlte Kühlbacke gleichfalls aus
einem gut wärmeleitenden Werkstoff, vorzugsweise aus
Kupfer, besteht. Selbstverständlich beteiligt sich auch
die einzufrierende Rohrleitung an dem Wärmetransport in
Umfangsrichtung. Die Feststellung, daß die Rohrleitung,
ausgehend von ihrem Gesamtumfang her, im wesentlichen
gleichmäßig und zügig eingefroren werden kann, obwohl nur
eine der beiden Kühlbacken unmittelbar durch die
Verdampfungskühlung des Kältemittels gekühlt wird, ist
jedenfalls überraschend.
Fig. 15 zeigt eine noch weitergehende Vereinfachung des
Kontaktelements 1 b gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 14. Der in Fig. 15 rechts von der Teilungsebene T
liegende Teil des Kontaktelements 1 b ist gegenüber der
Ausführungsform nach Fig. 14 weitgehend unverändert,
wenn man von der anderen Form der Klemmfeder 12 einmal
absieht. Bei dem in Fig. 15 links von der Teilungsfuge T
liegenden Teil des Kontaktelements 1 b bestehen jedoch
einige Unterschiede, und zwar ist die Kühlbacke 4 b als
Massivteil aus Kupfer ausgeführt, das mit Ausnahme des
Zangenmauls 7 keinen weiteren Hohlraum umschließt oder
einschließt. Auch bei dieser Einführungsform hat sich
durch praktische Versuche ein schnelles und zuverlässiges
Einfrieren von Rohrleitungen erwiesen. Auf der dem
Zangenmaul 7 gegenüberliegenden Seite der Gelenkachse 8
ist an die Kühlbacke 4 b lediglich ein Handgriff 20 a
angesetzt, der aus einem Rohrabschnitt besteht.
Es ist aus den Fig. 14 und 15 klar ersichtlich, daß
durch diese bauliche Vereinfachung auch die Leitungsfüh
rung stark vereinfacht wird. Zu jeden der im allgemeinen
paarweise vorhandenen Kontaktelemente führt nur eine
einzige Koaxial-Leitung, wodurch auch die Handhabung
wesentlich vereinfacht und erleichtert wird. Im übrigen
sind die erforderlichen Bedienungshandgriffe auch bei den
Ausführungsbeispielen nach den Fig. 14 und 15 die
gleichen wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1.
Claims (19)
1. Vorrichtung zum Einfrieren von mediendurchströmten
Rohrleitungen, insbesondere für Wasserleitungen von
Heizungssystemen, mit einem Kälteaggregat für die
Kreislaufführung eines verdampfbaren Kältemittels,
mit mindestens einem, zwei gegenüber der Atmosphäre
geschlossene Kühlbacken aufweisenden, auf die
Rohrleitung aufsetzbaren, in den Kältemit
telkreislauf geschalteten Kontaktelement, das über
mindestens eine Hin- und eine Rückleitung mit dem
Kälteaggregat verbunden ist, wobei dem Kontaktele
ment ein als Drosselorgan dienendes Kapillarrohr
vorgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kapillarrohr die Hinleitung (2) zwischen Kälteag
gregat (65) und Kontaktelement (1, 1 a, 1 b) bildet
und mit der Rückleitung (3) baulich vereinigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kapillarrohr (Hinleitung 2) innerhalb der
Rückleitung (3) angeordnet ist und mit dieser eine
Verbundleitung (23) bildet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Kühlbacken ein von teilzylindrischen
Kontaktflächen (8, 9) nach innen begrenztes
Zangenmaul (7) bilden, daß mindestens eine (5) der
Kühlbacken (4, 5) als Hohlkörper mit einem
Hohlraum (5 a) ausgebildet ist, und daß die
Verbundleitung (23) als flexible Leitung bis in die
unmittelbare Nähe der den Hohlraum (5 a) aufweisenden
Kühlbacke (5) geführt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückleitung (3) abgedichtet in ein Wan
dungsteil der hohlen Kühlbacke (5) eingesetzt ist,
und daß die Hinleitung (2) durch die Abdichtstelle
hindurch koaxial und mit Abstand zur Rückleitung (3)
mit ihrem offenen Ende (2 d) innerhalb des Hohlraums
(5 a) bis in die Nähe einer das Zangenmaul (7)
begrenzenden Wand (27) geführt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweils andere Kühlbacke (4 b) als Massiv
körper aus einem gut wärmeleitenden Werkstoff
ausgebildet ist und mit der hohlen Kühlbacke (5) in
einer wärmeleitenden Verbindung steht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Kühlbacken (4, 5) als Hohlkörper mit
Hohlräumen (4 a, 5 a) ausgebildet sind, daß die
Verbundleitung bis in die Nähe der einen Kühlbacke
(5) geführt ist, daß die zur Führung des noch
flüssigen Kältemittels vorgesehene Hinleitung (2)
unmittelbar vor der besagten Kühlbacke (5) aus der
Rückleitung (3) herausgeführt ist und über ein
erstes federelastisches Zwischenrohr (25) mit der
jeweils anderen Kühlbacke (4) verbunden ist, und daß
die beiden Kühlbacken (4, 5) untereinander über
mindestens ein zweites federelastisches Zwischen
rohr (15) verbunden und hinsichtlich des Kältemit
telkreislaufs in Reihe geschaltet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kontaktelement (1, 1 a, 1 b) in an sich
bekannter Weise als Klemmzange ausgebildet ist,
dessen Zangenmaul (7) aus den Kühlbacken (4, 4 b, 5)
besteht, die um eine in der Trennfuge (T) liegende
Gelenkachse (8) begrenzt schwenkbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Zwischenrohr (15) als Bogenfeder um
die im Zentrum liegende Gelenkachse (8) herumgeführt
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die als Hohlkörper ausgebildeten Kühlbacken (4,
5) auf der dem Zangenmaul (7) gegenüberliegenden
Seite der Gelenkachse (8) mit Anschlußstutzen (18,
19) versehen sind, von denen der eine (19) mit der
zur Führung des dampfförmigen Kältemittels dienenden
Rückleitung (3) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der jeweils andere Anschluß
stutzen (18) zum Anschluß des ersten feder
elastischen Zwischenrohrs (15) der Hinleitung (2)
dient.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß auf die Anschlußstutzen (18, 19) in spiegel
symmetrischer Anordnung U-förmige Griffschalen (20,
21) aufgesetzt sind, die die unmittelbar an die
Anschlußstutzen angrenzenden Leitungsteile auf drei
Seiten umschließen, wobei die offenen Seiten der
Griffschalen aufeinander zugerichtet sind.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das federelastische erste
Zwischenrohr (25) aus der offenen Seite der einen
Griffschale (21) herausgeführt und in die offene
Seite der gegenüberliegenden Griffschale (20)
hineingeführt ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste federelastische Zwischenrohr (25) in
der Projektion auf eine Ebene, die zur Schwenkebene
der Kühlbacken (4, 5) parallel verläuft, in etwa
Z-förmig ausgebildet ist und im Bereich der spitzen
Winkel des "Z" schraubenlinienförmig gewendelt ist,
wobei die freien Schenkel (25 c, 25 d) des "Z" im
Innern der Griffschalen (20, 21) verlaufen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohrachse der Bogenfeder einen etwa kreis
förmigen Verlauf hat und sich über einen Umfangs
winkel von mehr als 360 Grad erstreckt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlbacken (4, 5) im wesentlichen als
quaderförmige Körper ausgebildet sind, die in
Richtung auf die zwischen ihnen liegende Teilungs
fuge ("T") zwei im wesentlichen halbzylindrische
Einbuchtungen (28, 29) besitzen, von denen die eine
(größere) zur Aufnahme der einzufrierenden
Rohrleitung oder von Adapterschalen (51) und die
andere (kleinere) zur Aufnahme des gewendelten Teils
(12 a) einer Klemmfeder (12) dient.
18. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 15, dadurch
gekennzeichnet, daß auf den zur Schwenkebene der
Kühlbacken (4, 5) parallel verlaufenden
Wandelementen (35, 38) der Kühlbacken Anschluß
stutzen (13, 14) für die Enden der Bogenfeder ange
ordnet sind.
17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Windungsebene der Bogenfe
der parallel zur Schwenkebene der Kühlbacken (4, 5)
verläuft.
18. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß auf jeder Seite der Kühlbacken (4, 5) je eine
Bogenfeder angeordnet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in eine der Kühlbacken (4, 4 b, 5) ein Tempera
turfühler eingesetzt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893903009 DE3903009A1 (de) | 1989-02-02 | 1989-02-02 | Vorrichtung zum einfrieren von mediendurchstroemten rohrleitungen, insbesondere von wasserleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893903009 DE3903009A1 (de) | 1989-02-02 | 1989-02-02 | Vorrichtung zum einfrieren von mediendurchstroemten rohrleitungen, insbesondere von wasserleitungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3903009A1 true DE3903009A1 (de) | 1990-08-09 |
| DE3903009C2 DE3903009C2 (de) | 1992-02-13 |
Family
ID=6373250
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19893903009 Granted DE3903009A1 (de) | 1989-02-02 | 1989-02-02 | Vorrichtung zum einfrieren von mediendurchstroemten rohrleitungen, insbesondere von wasserleitungen |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ROTHENBERGER WERKZEUGE-MASCHINEN GMBH, 6233 KELKHE |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |