DE3905973C1 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Haltestäben für die Halterung von Stahlbewehrungen bei der Gasbetonherstellung, bei welchem die Haltestäbe zu­ nächst in ein flüssiges Trennmittel getaucht werden, anschließend der hierdurch gebildete Überzug zum Erhär­ ten gebracht wird, dann an den Haltestäben die Stahlbe­ wehrungen angehängt und diese zusammen mit den Halte­ stäben mit einem Korrosionsschutzmittel überzogen werden.
Bei der Fertigung von bewehrten Gasbetonbauelementen ist es erforderlich, die Stahlbewehrungen (Bewehrungs­ matten und Bewehrungskörper) vor dem Einbringen in die zähflüssige Gasbetonmasse mit einem Korrosionsschutz­ überzug zu versehen. Um das Korrosionsschutzmittel auf die Stahlbewehrungen aufzubringen, werden diese in der Regel in ein mit dem Korrosionsschutzmittel gefülltes Bad getaucht. Zur Halterung der Stahlbewehrungen während dieses Tauchvorganges dienen sogenannte Haltestäbe, von denen jeweils mehrere an einer Traverse oder einem Rah­ men fixiert sind. Beim Tauchen der Stahlbewehrungen in das Korrosionsschutzmittel werden auch die Haltestäbe mit dem Korrosionsschutzmittel überzogen. Nachdem das Korrosionsschutzmittel getrocknet ist, können die Beweh­ rungen in die Gießform eingebracht werden. Zu diesem Zweck werden die Traversen auf dem oberen Rand der Gieß­ form abgesetzt. Die Haltestäbe halten nunmehr die daran hängenden Stahlbewehrungen im richtigen gegenseitigen Abstand und in Abstand vom Formboden und den Seitenwän­ den der Form. Anschließend wird die Gasbetonmasse in die Form eingefüllt. Sie treibt unter der Wirkung von Aluminiumpulver zur gewünschten Höhe auf. Nachdem der sogenannte grüne Gasbetonblock eine zum Transport und zum Schneiden ausreichende Festigkeit erreicht hat, werden die Haltestäbe von den Stahlbewehrungen entriegelt und durch Anheben der Traversen nach oben aus dem Gasbeton­ block herausgezogen. Bevor sie nun erneut verwendet wer­ den können, ist in der Regel eine Reinigung dieser Halte­ stäbe erforderlich, einerseits, weil sie ebenfalls mit dem Korrosionsschutzmittel überzogen sind und anderer­ seits, weil an dem Korrosionsschutzmittel u. U. Gasbeton­ reste haften. Würde man den Korrosionsschutzüberzug und etwaige Gasbetonrückstände nicht entfernen, dann würden die Haltestäbe beim erneuten Tauchen in das Korrosions­ schutzmittelbad mit einer weiteren Überzugsschicht über­ zogen werden, ebenso wie die am Stab haftenden Gasbeton­ teilchen. Auf diese Weise würde der Überzug auf den Haltestäben immer dicker werden. Dies hätte zur Folge, daß die Haltestäbe nicht mehr von oben her durch Bohrun­ gen in den Traversen gesteckt werden können und auch nicht mehr herausgezogen werden können. Gasbetonteil­ chen, die an den Haltestäben haften und durch einen er­ neuten Überzug fixiert sind, würden außerdem Vorsprünge an den Haltestäben bilden, die deren Herausziehen aus dem angesteiften Gasbetonblock erschweren und beim Herausziehen auch zu Beschädigungen desselben führen können. Aus diesem Grund müssen die Haltestäbe nach dem Herausziehen aus dem angesteiften Gasbetonblock gerei­ nigt werden, was sehr aufwendig ist und wozu größere Mengen an Lösungsmittel erforderlich sind. Da diese Lösungsmittel meist feuergefährlich sind, sind auch erhebliche Schutzmaßnahmen notwenig. Im übrigen sind die Verwendung von Lösungsmitteln wenig umweltfreund­ lich.
Der Wunsch nach einem umweltfreundlichen Korrosionsschutz­ system hat den Anstoß zur Entwicklung eines Wasserlackes, d. h. eines wasserverdünnbaren Lackes, gegeben. Diese Wasserlacke liefern einen irreversiblen Film, d. h., wenn sie einmal getrocknet sind, läßt sich der Korrosions­ schutzüberzug mit Wasser oder Lösungsmitteln nicht mehr ablösen. Haltestäbe, die also zusammen mit den daran hängenden Stahlbewehrungen in ein Bad mit Wasserlack ge­ taucht wurden, können nach der Trocknung des Wasserlackes mit Hilfe von Lösungsmitteln nicht mehr lackfrei gemacht werden.
Bei einem bekannten Verfahren der eingangs erwähnten Art (DE-OS 36 40 029) wird auf die Haltestäbe vor dem Auf­ bringen des Korrosionsschutzmittels ein Trennmittel auf wäßriger Basis aufgebracht. Dieses besteht aus 1,4 bis 2,5 Masse-% Celluloseglykolsäure, 44 bis 52,6 Masse-% eines inerten anorganischen Pulvers wie Schiefermehl, Talkum, Kreide, Kaolin, Quarzmehl und 46 bis 53,5 Masse-% Wasser. Diese Bestandteile werden zu einer homogenen Mischung gerührt. Die Haltestäbe werden in das aus die­ sen Bestandteilen bestehende Trennmittel getaucht. Nach dem Tauchen verbleibt auf den Haltestäben ein Trennmittel- Überzug mit einer Schichtdicke von 250 bis 350 µm. An­ schließend werden die Haltestäbe mit den daran hängenden Stahlbewehrungen mit einer Lackierung, insbesondere einer Pulverlackierung, versehen. Durch die Trennschicht soll erreicht werden, daß diese besser an der Pulverlackmasse haftet als an den Haltestäben, so daß beim Herausziehen der Haltestäbe der durch Pulverlack gebildete Überzug der Haltestäbe zusammen mit der Trennschicht im Gasbeton verbleibt.
Abgesehen davon, daß nicht bekannt ist, ob dieses Trenn­ mittel auch bei Korrosionsschutzüberzügen, bestehend aus einem Wasserlack, seine Funktion voll erfüllen kann, hat das bekannte Trennmittel verschiedene Nachteile. Es han­ delt sich nämlich hierbei nicht um ein handelsübliches Produkt, sondern es muß aus den oben genannten Bestand­ teilen separat hergestellt werden, wozu Wiegeaggregate, Zeit und Mischer erforderlich sind. Das Trocknen der verhältnismäßig dicken Überzugsschicht erfordert längere Zeit oder spezielle energieverbrauchende Trocknungsein­ richtungen. Der verhältnismäßig dicke Überzug von durch­ schnittlich 300 µm kann außerdem bei Hindurchschieben der Haltestäbe durch die verhältnismäßig engen Bohrungen der Traverse bzw. des Tragrahmens und auch beim Einschie­ ben in die Abstandshalter der Bewehrungskörbe abgestreift werden. Dort wo die Trennmittelschicht abgestreift wurde, besteht direkter Kontakt zwischem dem Korrosionsschutz­ mittel und dem Haltestab. Das Korrosionsschutzmittel wird also an diesen Stellen beim Herausziehen am Halte­ stab haften bleiben und es ist zumindest eine teilweise Reinigung der Haltestäbe erforderlich. Weiterhin enthält das Trennmittel einen hohen Wasseranteil. Dies führt zu einer Korrosion der aus Stahl bestehenden Haltestäbe. Die korrodierte (verrostete) Oberfläche der Haltestäbe wird rauh, so daß beim Herausziehen der Haltestäbe aus dem Gasbetonblock zumindest Teile der Trennmittelschicht an den Haltestäben verbleiben. Das gleiche gilt für sol­ che Teile der Trennmittelschicht, die am oberen Ende der Haltestäbe liegen und beim Tauchen in das Korrosions­ schutzmittel nicht mit diesem umhüllt wurden. Hier kön­ nen speziell Gasbetonreste hängen bleiben. Infolgedessen ist zumindest eine teilweise Reinigung der Haltestäbe erforderlich, um auch diese Rückstände zu entfernen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Behandlung von Haltestäben für die Halterung von Stahlbewehrungen bei der Gasbetonherstellung der ein­ gangs erwähnten Art aufzuzeigen, welches die Verwendung handelsüblicher, billiger Erzeugnisse als Trennmittel ermöglicht, bei dem ein vollständiges Ablösen einer aus Wasserlack bestehenden Korrosionsschicht gewähr­ leistet ist, keine Rückstände von Gasbeton an den Halte­ stäben anhaften und bei dem damit auch keine Reinigung der Haltestäbe nach jedem Arbeitsgang erforderlich ist.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Haltestäbe bei Verwendung eines Wasser als Verdünnungs­ mittel enthaltenden Korrosionsschutzmittels in ein heißes Bad von geschmolzenem Paraffin oder einem ähnlichen, wachsartigen, wasserfesten Trennmittel, welches bei Raumtemperatur fest ist und eine Erweichungstemperatur von 50 bis 70°C aufweist, getaucht werden.
Das zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendete Paraffin oder ähnliche wachsartige Trennmit­ tel sind handelsübliche und auch verhältnismäßig billige Produkte. Sie können bei Einhaltung geeigneter Verfah­ rensbedingungen auch in sehr geringer Schichtdicke als Trennmittelüberzug auf die Haltestäbe durch Tauchen auf­ gebracht werden, wobei eine Schichtdicke von etwa 20 bis 50 µm völlig ausreichend ist. Pro Haltestab ergibt sich ein Verbrauch von nur etwa 1 g. Außer den geringen Gestehungskosten des Trennmittels macht sich also auch der äußerst geringe Verbrauch vorteilhaft bemerkbar. Weiterhin hat die geringe Schichtdicke den Vorteil, daß die Trennmittelschicht den Durchmesser des Haltestabes praktisch nicht vergrößert. Infolgedessen ist die Gefahr, daß die Trennmittelschicht beim Einschieben der Haltestäbe in die Bohrungen der Traversen bzw. Tragrahmen und in die Abstandshalter der Bewehrungskörbe abgestreift wird, äußerst gering. Die dünne Paraffinschicht haftet auch sehr gut an den Haltestäben und selbst dort, wo sie abgestreift wurde, verbleibt immer noch ein Restfilm, der das Haftenbleiben des Korrosionsschutzüberzuges am Haltestab beim Heraus­ ziehen desselben aus dem Gasbetonblock verhindert. Es wurde festgestellt, daß sich der Korrosionsschutzüberzug beim Herausziehen der Haltestäbe aus dem Gasbetonblock rückstandsfrei und problemlos von dem Haltestab löst und als leere Hülle im Gasbetonblock zurückbleibt. Die über­ ragende Trennwirkung des Paraffins bzw. eines anderen geeigneten, ähnlichen, wachsartigen Trennmittels ist darauf zurückzuführen, daß sich der grüne Gasbetonblock während des Reifeprozesses stark erhitzt. Die Temperatur der Gasbetonmasse steigt hierbei je nach Bindemittelan­ teil auf ca. 80 bis 90° an. Durch diese Temperatur wird das Paraffin zum Schmelzen gebracht. Es löst sich hier­ durch von der Oberfläche des Haltestabes und es bildet beim Herausziehen des Haltestabes aus dem Gasbetonblock einen Schmiermittelfilm zwischen Haltestab und Korrosions­ schutzüberzug. Das schmelzende Paraffin verhindert auch ein Anhaften von Gasbeton an den oberen Bereichen des Haltestabes, wo kein Korrosionsschutzüberzug mehr vor­ handen ist. Die Haltestäbe können deshalb völlig blank und frei von irgendwelchen Rückständen, sei es nun Korrosionsschutzmittel oder Gasbetonresten, aus dem Gas­ betonblock gezogen werden. Eine Reinigung nach jedem Arbeitsvorgang ist keinesfalls erforderlich. Außerdem bleibt auf dem Haltestab auch nach dem Herausziehen noch ein dünner Paraffinfilm erhalten, der den Haltestab bei der Lagerung vor dem Aufbringen eines neuen Paraffinüber­ zuges vor Korrosion schützt. Die Haltestäbe brauchen nach dem Aufbringen der Paraffinschicht auch nicht getrocknet zu werden, sondern es genügt, wenn sie auf Raumtemperatur abgekühlt werden. Hierbei erstarrt die Paraffinschicht. Die erstarrte Paraffinschicht verhält sich neutral und beeinflußt den Wasserlack beim Eintauchen der Stahlbeweh­ rungen und der Haltestäbe in das Korrosionsschutzmittel­ bad in keiner Weise.
Zweckmäßig werden die Haltestäbe solange in dem Paraffin­ bad belassen, bis sie annähernd dessen Temperatur erreicht haben. Es wurde festgestellt, daß bei dieser Verfahrens­ weise sich eine sehr dünne Trennmittelschicht von ca. 0,8 bis 1 g pro Haltestab erzielen läßt. Diese dünne Trennmittel­ schicht hat den Vorteil eines geringen Verbrauches von Paraffin und außerdem ist die Gefahr des ungewollten Ab­ streifens der Paraffinschicht um so geringer je dünner diese Schicht ist. Bei der Verwendung eines Paraffins mit einer Erweichungstemperatur von 52 bis 54°C und einer Paraffinbadtemperatur von 80°C wurden optimale Ergebnisse mit einer Tauchzeit von etwa 5 Minuten erzielt. Die Ver­ brauchsmengen betrugen pro Stab 0,8 bis 1 g.
Um die Tauchzeit zu verringern, kann man die Stäbe vor dem Einbringen in das Paraffinbad erwärmen. Hierzu wären aller­ dings zusätzliche Einrichtungen erforderlich.
Um diese zusätzlichen Einrichtungen zu vermeiden, kann das Verfahren zweckmäßig auch so durchgeführt werden, daß die Erwärmung der Haltestäbe durch den sich bei der Reifung erwärmenden Gasbetonblock erfolgt, daß die Haltestäbe am Ende der Reifung aus dem Gasbetonblock gezogen und in noch warmem Zustand in das Paraffinbad getaucht werden. Dieses Tauchen der Haltestäbe im unmittelbaren Anschluß an deren Herausziehen aus dem Gasbetonblock ist möglich, da die Haltestäbe blank und rückstandsfrei aus dem Gasbetonblock gezogen werden können und nicht erst gereinigt werden müssen.
Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn man die Haltestäbe nach dem Tauchen in das Paraffinbad und vor dem Aufbringen des Wasserlackes etwa auf Raumtemperatur abkühlen läßt. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Paraffinschicht auf den Haltestäben erstarrt und keinesfalls irgendwelche Bestandteile des Paraffins in das Korrosionsschutzmittel­ bad gelangen können. Da das Korrosionsschutzmittelbad Raumtemperatur hat, genügt es gegebenenfalls auch, wenn die Haltestäbe erst beim Eintauchen in das Korrosions­ schutzmittelbad durch dieses auf Raumtemperatur gebracht werden, da beim Eintauchen ebenfalls die Paraffinschicht erstarrt.
Bei der Untersuchung verschiedener Paraffine mit unter­ schiedlichen Erweichungstemperaturen und unterschiedlicher Reinheit haben sich Paraffine mit einer Erweichungstempe­ ratur von 52 bis 65°C, vorzugsweise mit einer Erwei­ chungstemperatur von 52 bis 54°C, als besonders geeig­ net erwiesen. Bei Paraffin mit der letztgenannten Erwei­ chungstemperatur ergab sich der geringste Paraffinverbrauch von etwa 0,8 bis 1 g pro Haltestab. Bezüglich des Verbrau­ ches ergab sich zwischen Paraffin größerer Reinheit kein Unterschied. Die Kosten für Rohparaffin betragen jedoch nur etwa ¹/₃ des reinen Paraffins, da Rohparaffine 2 bis 3% Öl enthalten.
Beide Paraffinarten mit Erweichungstemperaturen von 52 bis 54°C ergaben eine ausgezeichnete Trennwirkung. Die Haltestäbe waren auf ihrer gesamten Länge, wo sie mit Korrosionsschutzmittel oder Gasbeton in Berührung gekom­ men waren, blank. Paraffine mit höheren Erweichungstem­ peraturen, beispielsweise 62 bis 64°, ergeben ebenfalls noch einen verhältnismäßig geringen Verbrauch von 1 g/Haltestab. Hier ist jedoch die Trennwirkung im Be­ reich der Treibkappe des Gasbetonblockes, also dort, wo die Paraffinschicht nicht noch zusätzlich mit Korrosions­ schutzmittel ummantelt war, gegenüber Gasbeton geringer. Es wurden gelegentlich Anbackungen von grünem Gasbeton festgestellt. Bei noch höheren Erweichungstemperaturen wurde auch ein vermehrter Verbrauch von Paraffin festge­ stellt. Besonders empfehlenswert sind also Paraffine mit Erweichungstemperaturen von 52 bis 54°, da hierbei das Paraffin beim Herausziehen der Stäbe auf deren ganzen Länge flüssig ist und damit die beste Trennwirkung er­ zielt wird. Damit Anbackungen von grünem Gasbeton am Haltestab vermieden werden, ist es wichtig, daß die Haltestäbe auf ihrer gesamten Länge, die irgendwie in Berührung mit Korrosionsschutzmittel oder mit Gasbeton kommen kann, mit einer Trennschicht aus Paraffin verse­ hen wird. Im Korrosionsschutzbad sollen die Haltestäbe mit der Stahlbewehrung nur so weit wie nötig einge­ taucht werden, da dies zum besten Ergebnis der Trenn­ wirkung führt. Hiermit wird auch sichergestellt, daß die Korrosionsschutzmittelhülse beim Herausziehen der Haltestäbe im Gasbeton verbleibt.
Bei Verwendung von Paraffin mit Erweichungstemperaturen von 52 bis 65° wird das Paraffinbad zweckmäßig auf eine Temperatur von etwa 80°C erhitzt und durch geeignete Maßnahmen, wie Heizung und Isolierung, auch beim Tauchen der Haltestäbe auf dieser Temperatur gehalten.
Zweckmäßig wird so verfahren, daß man abhängig von der Er­ weichungstemperatur des Paraffins die Badtemperatur und die Tauchzeit unter Berücksichtigung einer eventuellen Vorerwärmung der Haltestäbe so einstellt, daß die Dicke des auf den Haltestäben aufgebrachten Paraffinüberzuges 10 bis 50 µm, vorzugsweise 20 bis 25 µm, beträgt. Der zuletzt genannte Schichtdickenbereich entspricht einer Menge von 0,8 bis 1 g Paraffin pro Haltestab.
Durch das vorliegende Schutzrecht soll auch die Verwendung von Paraffin oder einem ähnlichen wachsartigen Material, welches bei Raumtemperatur fest ist, und eine Erweichungs­ temperatur von 50 bis 70°C, vorzugsweise 52 bis 54°C, aufweist, als Trennmittel für Haltestäbe für die Stahlbe­ wehrungen bei der Gasbetonherstellung, wobei die Halte­ stäbe und die Stahlbewehrungen nach dem Aufbringen des Trennmittels mit einem Korrosionsschutzüberzug aus Wasser­ lack versehen werden, unter Schutz gestellt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich nicht nur in Kom­ bination mit Wasserlack durchführen, sondern mit jedem anderen, Wasser als Verdünnungsmittel enthaltenden Korro­ sionsschutzmittel, beispielsweise Zementschlempe.

Claims (13)

1. Verfahren zur Behandlung von Haltestäben für die Halte­ rung von Stahlbewehrungen bei der Gasbetonherstellung, bei welchem die Haltestäbe zunächst in ein flüssiges Trennmittel getaucht werden, anschließend der hierdurch gebildete Überzug zum Erhärten gebracht wird, dann an den Haltestäben die Stahlbewehrungen angehängt und diese zusammen mit den Haltestäben mit einem Korrosionsschutz­ mittel überzogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestäbe bei Verwendung eines Wasser als Verdünnungs­ mittel enthaltenden Korrosionsschutzmittels in ein heißes Bad von geschmolzenem Paraffin oder einem ähnli­ chen, wachsartigen, wasserfesten Trennmittel, welches bei Raumtemperatur fest ist und eine Erweichungstempe­ ratur von 50 bis 70°C aufweist, getaucht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestäbe so lange in dem Paraffinbad belassen werden, bis sie annähernd dessen Temperatur erreicht haben.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestäbe vor dem Einbringen in das Paraffinbad erwärmt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Erwärmung der Haltestäbe durch den sich bei der Reifung erwärmenden Gasbetonblock erfolgt, daß die Haltestäbe am Ende der Reifung aus dem Gasbetonblock gezogen und in noch warmem Zustand in das Paraffinbad getaucht werden.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Haltestäbe nach dem Tauchen in das Paraffinbad und vor dem Aufbringen des Korrosionsschutzmittels etwa auf Raumtemperatur abküh­ len läßt.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß als Korrosionsschutzmittel ein Wasserlack verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Paraffin mit einer Erweichungstemperatur von 52 bis 65°C verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß Paraffin mit einer Erweichungstemperatur von 52 bis 54°C verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Paraffinbad auf etwa 80°C erhitzt wird und auch beim Tauchen der Haltestäbe etwa auf dieser Temperatur gehalten wird.
10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüch 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß man abhängig von der Erwei­ chungstemperatur des Paraffins die Badtemperatur und die Tauchzeit unter Berücksichtigung einer eventuellen Vor­ erwärmung der Haltestäbe so einstellt, daß die Dicke des auf den Haltestäben aufgebrachten Paraffinüberzuges 10 bis 50 µm beträgt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verfahrensbedingungen so einstellt, daß die Dicke des aufgebrachten Paraffinüberzuges 20 bis 25 µm beträgt.
12. Verwendung von Paraffin oder einem ähnlichen wachsartigen Material, welches bei Raumtemperatur fest ist und eine Erweichungstemperatur von 50 bis 70°C aufweist als Trenn­ mittel für Haltestäbe für die Stahlbewehrungen bei der Gasbetonherstellung, wobei die Haltestäbe und die Stahl­ bewehrungen nach dem Aufbringen des Trennmittels mit einem Korrosionsschutzüberzug aus Wasserlack versehen werden.
13. Verwendung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man Paraffin oder ein ähnliches wachsartiges Materi­ al verwendet, welches eine Erweichungstemperatur von 52 bis 54°C aufweist.
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