DE3907655C2 - Wandler - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Wandler gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Ein solcher Wandler ist beispielsweise aus der DE 33 10 477 A1 bekannt und umfaßt
ein becherförmiges Gehäuse aus Kunststoff, einen Stecker aus Kunststoff mit elek
trischen Anschlüssen, die mit Kontakten verbunden sind, und eine Schicht aus kleben
dem Material zwischen zwei gegenüberliegenden Oberflächen des becherförmigen
Gehäuses und des Steckers. Derartige Wandler werden insbesondere als Schalt- und
Steuergeräte für Kraftfahrzeuge verwendet. Vergleichbare Vorrichtungen mit ent
sprechenden Gehäusekonstruktionen werden auch in der DE 35 39 252 C2, der
DE 31 11 285 A1 und der DE 33 25 462 C2 gezeigt.
Ferner ist ein Wandler bekannt, der ein erstes becherförmiges Teil, in dem eine Einrich
tung zur Ermittlung einer physikalischen Größe, etwa der Temperatur eines Fluids, un
tergebracht ist, und einen zweiten Körper umfaßt, der elektrische Anschlüsse auf
weist, die mit Kontakten verbunden sind, die durch die Meßeinrichtung betätigt wer
den. Der erste Körper ist eingesetzt in einen zylindrischen, metallischen Körper, der
mit Befestigungsmitteln zur Befestigung des ersten und zweiten Körpers versehen
ist.
Dieser Wandler weist einige Nachteile auf.
Der bekannte Wandler ist verhältnismäßig aufwendig und teuer, vor allem wegen der
Art der Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Körper. Im übrigen sichert die
se Verbindung keine Abdichtung zum Inneren des becherförmigen Körpers, so daß es
notwendig wird, eine Dichtung mit entsprechendem Sitz vorzusehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Verbindung zwischen den beiden Körpern zu verein
fachen und eine Abdichtung zwischen beiden sicherzustellen.
Die Erfindung ergibt sich im einzelnen aus dem kennzeichnenden Teil des Hauptan
spruchs. Weitere vorteilhafte Merkmale gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Ein erfindungsgemäßer Wandler umfaßt ein becherförmiges Gehäuse aus Kunststoff,
das eine Einrichtung zur Ermittlung einer physikalischen Größe aufnimmt, einen
Stecker aus Kunststoff mit elektrischen Anschlüssen, die mit Kontakten verbunden
sind, die durch die Einrichtung betätigt werden, und eine Schicht aus klebendem Ma
terial zwischen den gegenüberliegenden Oberflächen des becherförmigen Gehäuses
und des Steckers.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beige
fügten Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 ist ein Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Wandler;
Fig. 2 und 3 sind Teilschnitte mit einer Abwandlung gegenüber
Fig. 1;
Fig. 4 und 5 sind Teilschnitte des Wandlers gemäß Fig. 1 und veran
schaulichen die Montage in der Wand eines Trägerkör
pers.
Fig. 1 zeigt einen Wandler 1, der einen thermischen Schalter darstellt und
kurz Thermoschalter genannt werden soll. Der Wandler 1 ist in einer durchge
henden Bohrung 2 in einer Wand 3 eines nicht gezeigten Körpers, beispielswei
se eines Kühlwasserbehälters eines Motorfahrzeugs angeordnet.
Der Wandler 1 umfaßt ein Gehäuse 4 aus Kunststoff, das tassenförmig ausge
bildet ist und eine Einrichtung 5 zum Erfassen einer physikalischem Größe, im
vorliegenden Fall der Temperatur der Flüssigkeit, die das Gehäuse 4 umgibt,
aufnimmt. Ein Teil des Gehäuses erstreckt sich durch die Bohrung 2 in das Inne
re des Behälters. Der Wandler 1 umfaßt im übrigen einen Stecker 6 aus Kunst
stoff mit einem elektrischen Anschlußteil mit zwei blattförmigen Anschluß
stiften 7. Zwischen den einander zugewandten Oberflächen des Gehäuses 4 und
des Steckers 6 befindet sich eine ringförmige Schicht 8 aus einem Klebstoff
material, vorzugsweise aus einem durch elektromagnetische Induktion ge
schmolzenen Polyamid-Harz.
Das Gehäuse 4 weist einen Boden 11, eine zylindrische Seitenwand 12 und ei
nen ringförmigen Flansch 13 auf, der vom freien Rand der zylindrischen Sei
tenwand 12 ausgeht. Der Flansch 13 befindet sich außerhalb des Behälters und
wird bei der Montage gegen die Wand 3 angelegt. Im Inneren des Flansches 13
befinden sich zwei ringförmige Absätze 14 und 15. Der Absatz 14 liegt auf ei
ner höheren Ebene und ist in axialer Richtung länger als der Absatz 15.
Der Stecker 6 weist einen zylindrischen Abschnitt 16 auf, von dem aus sich
nach oben ein hohler, im wesentlichen elliptischer Abschnitt 17 erstreckt, in
nerhalb dessen sich die Stifte 7 befinden. Im unteren Bereich des Abschnitts
16 springt ein ringförmiger Flansch 18 vor, der in montierter Stellung gegen
den Flansch 13 des Gehäuses 4 anliegt. Innerhalb bzw. unterhalb des Flansches
18 erstreckt sich in Axialrichtung nach unten ein erster ringförmiger Vor
sprung 21, von dem ein zweiter, ringförmiger Vorsprung 22 ausgeht, der einen
geringeren Außendurchmesser als der erste Vorsprung aufweist, mit diesem
also auf der Außenseite einen Absatz 23 bildet. In der montierten Stellung
liegt der Vorsprung 22 in dem Absatz 15, während der Vorsprung 23 in den Ab
satz 14 eintritt. Der Vorsprung 23 weist einen geringeren Durchmesser als der
Absatz 14 auf, so daß zwischen den Flanschen 13 und 18 ein ringförmiger Hohl
raum 24 entsteht, in dem sich die erwähnte Schicht 8 befindet, die die feste
Verbindung zwischen dem Gehäuse 4 und dem Stecker 6 bewirkt.
Die Einrichtung 5 umfaßt eine temperaturempfindliche Membran 25, die über
dem Boden 11 des Gehäuses 4 angeordnet ist und mit einem senkrechten Stößel
26 zusammenwirkt, der in senkrechter Richtung verschiebbar in einer zylin
drischen Führung 27 geführt ist. Die Führung 27 weist einen oberen Flansch 28
auf, gegen den der Vorsprung 22 des Steckers 6 anliegt. Der Umfangsrand des
Flansches 28 liegt zwischen dem Vorsprung 22 und einem ringförmigen Absatz
31, der in die innere Oberfläche der Seitenwand 12 des Gehäuses 4 eingearbei
tet ist. Entsprechend dem Flansch 18 ist in den Stecker 6 eine Kammer eingear
beitet, die nach unten durch die obere Oberfläche des Flansches 28 begrenzt
wird. Die Stecker 7 sind mit zwei Kontakten 32 verbunden, die sich in der Kam
mer befinden und von denen einer durch eine elastische Blattfeder 33 getragen
wird, auf die der Stößel 26 einwirkt.
Da der Behälter Flüssigkeit enthält, wird die Bohrung 2 durch eine ringförmige
Dichtung 34 abgedichtet. Gemäß Fig. 1 befindet sich die Dichtung 34 in einem
ringförmigen, als Nut ausgebildeten Sitz 35, die entsprechend der Position der
Bohrung 2 auf der äußeren Oberfläche der Wand 3 ausgebildet ist. Auf diese
Weise wird die Dichtung 34 durch die untere Oberfläche des Flansches 13 zu
sammengedrückt. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 liegt die Dichtung
34 in einem ringförmigen, als Absatz ausgebildeteten Sitz 36 am oberen Ende
der Bohrung 2, so daß sie durch den Flansch 13 und die Seitenwand 12 des Ge
häuses 4 zusammengedrückt wird. Gemäß Fig. 3 befindet sich die Dichtung in
einem ringförmigen Sitz 37 innerhalb der Bohrung 2 in deren Mittelbereich. In
diesem Falle wird die Dichtung 34 durch die Seitenwand 12 des Gehäuses 4 ein
gespannt.
Gemäß Fig. 4 und 5 wird der Wandler 1 in der Bohrung 2 der Wand 3 festgelegt
mit einer Art von Bajonettverschluß. Zur Herstellung eines Bajonettver
schlusses befinden sich auf der äußeren Oberfläche der Seitenwand 12 des Ge
häuses 4 in diametral gegenüberliegenden Positionen zwei axiale Einschnitte
41, von denen halbkreisförmige Kanäle 42 ausgehen, in die bei Herstellung der
Bajonettverbindung ein entsprechender Vorsprung 43 innerhalb der Bohrung 2
eintritt. Das Gehäuse 4 wird in die Bohrung 2 so eingeführt, daß die Einschnitte
41 dem jeweiligen Vorsprung 43 gegenüberliegen, und sodann wird das Gehäu
se gedreht, so daß die Vorsprünge 43 in die Kanäle 42 eintreten. Die Kanäle
weisen einen Rücken 44 auf, der ein unbeabsichtigtes Austreten der Vorsprün
ge 43 verhindert. Der Wandler 1 wird in der Bohrung 2 mit Hilfe eines Roboter-
Arms automatisch montiert, der den Abschnitt 17 entsprechend zwei paralle
len, außen in den Flansch 18 eingearbeiteten Einschnitten 45 erfaßt (Fig.
5).
Bei der Montage wird nach dem Einbringen der Einrichtung 5 in das Innere des
Gehäuses 4 auf dem Absatz 14 des Gehäuses die Schicht 8 angebracht. An
schließend wird der Stecker 6 auf das Gehäuse 4 aufgesetzt, und mit Hilfe
elektromagnetischer Induktion wird die Schicht 8 geschmolzen, so daß nach
dem Abkühlen das Gehäuse 4 mit dem Stecker 6 verklebt bzw. verschweißt ist.
Diese Verschweißung ergibt eine hermetisch abgeschlossene Anordnung, die
keine weitere Abdichtung erfordert.
Aus der obigen Beschreibung ergeben sich folgende Vorteile der Erfindung.
Es wird eine einfache, hermetisch abgeschlossene und robuste Verbindung
zwischen dem Gehäuse 4 und dem Stecker 6 geschaffen, die lediglich das Aus
stanzen oder Ausschneiden des Kunststoffmaterials erfordert und daher mit
geringen Kosten verwirklicht werden kann. Es ist im übrigen möglich, das Ge
häuse 4 mit standardisierten Abmessungen herzustellen und auf diesem un
terschiedliche Stecker 6 entsprechend den verwendeten elektrischen An
schlüssen der verschiedenen Automobile anzubringen.
Es liegt auf der Hand, daß der Wandler 1, der zuvor beschrieben wurde, ver
schiedene Abwandlungen ermöglicht, ohne daß der Rahmen der Erfindung ver
lassen wird.
Insbesondere kann die Schicht 8 zwischen zwei ebenen, gegenüberliegenden
Flächen des Gehäuses 4 und des Steckers 6 vorgesehen sein. So kann etwa die
Schicht 8 in einem Einschnitt eines Flansches angebracht werden und eine
Verbindung mit einer ebenen Fläche in einem Einschnitt ergeben. Die Einrich
tung zur Ermittlung einer physikalischen Größe und die Art der Befestigung in
der Wand können abweichen.
Claims (10)
1. Wandler, mit einem becherförmigen Gehäuse (4) aus Kunststoff, einem Stecker
(6) aus Kunststoff mit elektrischen Anschlüssen (7), die mit Kontakten (32) verbun
den sind, und einer Schicht (8) aus klebendem Material zwischen zwei gegenüberlie
genden Oberflächen (13, 18) des becherförmigen Gehäuses (4) und des Steckers
(6), dadurch gekennzeichnet,
- 1. daß in dem becherförmigen Gehäuse (4) eine Einrichtung (5) zur Ermittlung einer physikalischen Größe aufgenommen ist, welche Einrichtung (5) zur Betätigung der Kontakte (32) vorgesehen ist,
- 2. daß beide gegenüberliegende Oberflächen als Flansche (13, 18) ausge bildet sind,
- 3. daß von einem der Flansche (18) ein erster ringförmiger Vorsprung (21) aus geht, von dem wiederum ein zweiter ringförmiger Vorsprung (22) ausgeht,
- 4. daß der gegenüberliegende Flansch (13) einen ersten (14) und einen zweiten ringförmigen Absatz (15) aufweist;
- 5. daß der erste ringförmige Vorsprung (21) mit dem ersten Absatz (14) zusam menwirkt und eine ringförmige Nut (24) als Hohlraum zwischen dem ersten Absatz (14) und dem ringförmigen Vorsprung (21) ausgebildet ist, wobei der zweite ring förmige Vorsprung (22) mit dem Absatz (15) zusammenwirkt,
- 6. und daß die Schicht (8) aus klebendem Material in der Nut (24) vorgesehen ist.
2. Wandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (8) aus Po
lyamid-Harz besteht, die elektromagnetisch geschmolzen ist und eine hermetische
Verschweißung zwischen dem Gehäuse (4) und dem Stecker (6) ergibt.
3. Wandler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Außen
durchmesser des zweiten ringförmigen Vorsprungs (22) kleiner ist als der des er
sten ringförmigen Vorsprungs (21).
4. Wandler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Befestigungsmittel in einer Bohrung (2) einer Wand (3) eines Trägerkörpers vor
gesehen sind, und daß sich das becherförmige Gehäuse (4) durch die Bohrung (2) in
das Innere des Trägerkörpers erstreckt.
5. Wandler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem be
cherförmigen Gehäuse (4) und der Wand (3) im Bereich der Bohrung (2) eine ringför
mige Dichtung (34) vorgesehen ist.
6. Wandler nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung
(34) in einem ringförmigen Sitz (35) liegt, der auf der äußeren Oberfläche der Wand
(3) ausgebildet ist, und daß die Dichtung (34) in dem Sitz (35) durch den ersten
Flansch (13) eingespannt ist.
7. Wandler nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung
(34) in einem ringförmigen Sitz (36) liegt, der am oberen Ende der Bohrung (2) aus
gebildet ist, und daß die Dichtung zwischen dem Sitz (36) und dem ersten Flansch
(13) sowie der Seitenwand (12) eingespannt ist.
8. Wandler nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung
(34) in einem ringförmigen Sitz (37) liegt, der im Mittelbereich der Bohrung (2) einge
arbeitet ist, und daß die Dichtung (34) durch die Seitenwand (12) eingespannt ist.
9. Wandler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige
Flansch (18) des Steckers (6) Einschnitte (45) zum Erfassen mit einem Roboter-
Arm zur automatischen Montage in der Bohrung (2) aufweist.
10. Wandler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Einrichtung (5) ein Temperaturschalter ist und daß der Trägerkörper
ein Kühlwasserbehälter eines Motorfahrzeugs ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: H05K 5/02 |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MAGNETI MARELLI S.P.A., MAILAND/MILANO, IT |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |