DE3907853A1 - Antriebsanordnung, insbesondere fuer ein hubwerk - Google Patents
Antriebsanordnung, insbesondere fuer ein hubwerkInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung, insbeson
dere für ein Hubwerk gemäß dem Oberbegriff des An
spruchs 1.
Die Antriebsanordnung für das Hubwerk oder das Fahrwerk
eines Krans oder dergleichen umfaßt üblicherweise einen
Dreiphasen-Drehstrommotor, der mit einer Reibungsbremse
zu einer Baueinheit vereinigt ist. Die Reibungsbremse
wird so gesteuert, daß sie bei abgeschaltetem Drehstrom
motor federbelastet eingreift und die Motorwelle bremst,
während sie bei eingeschaltetem Drehstrommotor gelüftet
wird und dessen Welle freigibt. Unbeabsichtigtes Abstür
zen der Last eines Hubwerks oder unbeabsichtigtes
Verfahren des Fahrwerks z. B. bei Stromausfall wird
damit verhindert.
Bei einer bekannten Antriebsanordnung ist der Drehstrom
motor als Verschiebeankermotor ausgebildet, dessen
Anker zusammen mit der Motorwelle axial verschiebbar in
dem Motorgehäuse gelagert ist. Die Motorwelle trägt
einen Bremskonus und wird von einer Feder in eine
gehäusefeste, ebenfalls konusförmige Bremstrommel axial
hinein vorgespannt. Der Anker des Motors hat ebenfalls
Konusform und wird von der Feder aus der gleichfalls
konusförmigen Statoröffnung herausgedrückt. Das bei
eingeschaltetem Motor erzeugte Statorfeld zieht den
Anker in die Statoröffnung hinein, wodurch gleichzeitig
der Bremskonus gelüftet wird. Die bekannte Antriebsan
ordnung hat den Vorteil, daß keine zusätzliche Steuerung
für den Betrieb der Reibungsbremse erforderlich ist.
Allerdings wird dieser Vorteil durch einen vergleichs
weise hohen Bauaufwand des Verschiebeankermotors er
kauft. Darüberhinaus bedingt die Konusform der Stator
öffnung einen vergleichsweise großen Statordurchmesser,
wenn Sättigungserscheinungen des Statoreisens vermieden
werden sollen. Verglichen mit Drehstrommotoren mit
zylinderförmigem Anker haben Verschiebeankermotoren
deshalb vergleichsweise große Abmessungen, was für eine
Vielzahl Anwendungsfälle unerwünscht ist.
Es ist ferner bekannt, als Hubwerkantrieb einen Drei
phasen-Drehstrommotor mit axial festem zylindrischen
Läufer zu verwenden und die mit dem Drehstrommotor zu
einer Einheit vereinigte Reibungsbremse mit einem
gesonderten Elektromagnet zu versehen, der zusammen mit
dem Motor erregt wird und so die bei abgeschaltetem
Motor eingerückte Bremse lüftet. Der Elektromagnet der
Bremse wird über eine Gleichrichterschaltung erzeugt,
die in dem die Anschlußklemmen der Strangwicklungen des
Drehstrommotors enthaltenden Motoranschlußkasten unter
gebracht ist.
Der Drehstrommotor hat, um zwei unterschiedliche Arbeits
geschwindigkeiten des Hubwerks zu ermöglichen, zwei
Dreiphasen-Feldwicklungen, die über Verbindungsleitungen
mit einem gesonderten, entfernt gelegenen Schaltkasten
verbunden sind. Der Schaltkasten enthält zur Drehrich
tungsänderung des Drehstrommotors wenigstens ein die
Phasen jeweils paarweise vertauschendes Drehrichtungs-
Steuerschütz sowie zur Drehgeschwindigkeitsänderung
wenigstens ein die beiden für unterschiedliche Polzahlen
bemessenen Feldwicklungen wechselweise einschaltendes
Geschwindigkeits-Steuerschütz. Bei der bekannten An
triebsanordnung ist zusätzlich zu dem Drehrichtungs-Steuer
schütz und dem Geschwindigkeits-Steuerschütz ein
Bremssteuerschütz in dem Steuerkasten vorgesehen, der
über mehrere Verbindungsleitungen einerseits die Wech
selstromseite der im Bereich des Drehstrommotors ange
ordneten Gleichrichterschaltung mit dem Drehstromnetz
verbindet und andererseits mit einem seiner Schaltkon
takte gleichstromseitig in Serie zu dem Elektromagnet
der Reibungsbremse angeschlossen ist. Für die Steuerung
der Bremse erfordert die bekannte Antriebsanordnung
damit mehrere zusätzliche Verbindungsleitungen zwischen
dem Schaltkasten und der in dem Motoranschlußkasten
angeordneten Gleichrichterschaltung. Da insbesondere
bei Hubwerkanwendungen das Hubwerk zum Beispiel auf
einer Laufkatze über relativ große Entfernungen von
mehreren 10 m relativ zum Schaltkasten fahrbar ist,
erhöhen die zusätzlich zur Steuerung der Bremse erfor
derlichen Verbindungsleitungen zwischen Schaltkasten
und Motoranschlußkasten den Herstellungsaufwand beträcht
lich.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine insbesondere für ein
Hubwerk geeignete Antriebsanordnung anzugeben, bei
welcher eine mit einem polumschaltbaren Dreiphasen-
Drehstrommotor zu einer Einheit verbundene, durch einen
gesonderten Elektromagnet lüftbare Reibungsbremse
ausschließlich über die ohnehin für den drehrichtungs
umkehrbaren und polumschaltbaren Betrieb des Drehstrom
motors erforderlichen Stromversorgungsleitungen gesteu
ert werden kann.
Ausgehend von der im Oberbegriff des Anspruchs 1 ange
gebenen Antriebsanordnung wird diese Aufgabe erfindungs
gemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angege
benen Merkmale gelöst.
Die Erfindung geht davon aus, daß zwischen den Stern
punkten der beiden jeweils unterschiedlichen Polzahlen
zugeordneten, jeweils in Stern- oder Dreieckschaltung
geschalteten Dreiphasen-Feldwicklungen des Motors stets
eine Differenzspannung auftritt, wenn über das Drehrich
tungs-Steuerschütz und das Geschwindigkeits-Steuerschütz
des Schaltkastens eine der beiden Dreiphasen-Feldwick
lungen eingeschaltet wird. Da das Drehrichtungs-Steuer
schütz für die Drehrichtungsumkehr lediglich zwei der
drei Phasen vertauscht, sind bei eingeschaltetem Motor
nicht nur die Strangwicklungen der über das Drehrich
tungs-Steuerschütz eingeschalteten Dreiphasen-Feldwick
lung, sondern auch eine der Strangwicklungen der ande
ren Dreiphasen-Feldwicklung mit dem Drehstromnetz
verbunden. Damit wird in Sternschaltung der Sternpunkt
der über das Drehrichtungs-Steuerschütz für den Motorbe
trieb eingeschalteten Dreiphasen-Feldwicklung auf
Nullpotential und der andere Sternpunkt auf dem Poten
tial der Netzphase gehalten. Die zwischen den Sternpunk
ten auftretende Differenzspannung wird zur Steuerung
der Bremse ausgenutzt. Die beiden Sternpunkte der
Dreiphasen-Feldwicklungen sind hierzu, anders als bei
Drehstrommotoren dieses Typs normalerweise üblich, bis
in den Motorkasten herausgeführt, und die Gleichrichter
schaltung sowie der im Rahmen der Erfindung motorseitig
angeordnete Steuerschalter ist mit seinen Steueranschlüs
sen an die beiden den Sternpunkten zugeordneten Anschluß
klemmen angeschlossen. Der steuerbare Schalter ist
abhängig von der Differenzspannung zwischen den beiden
Sternpunkten steuerbar und ist mit seiner Schaltstrecke
so in den Gleichstromkreis des Elektromagnets der
Bremse geschaltet, daß der Elektromagnet bei einge
schaltetem Drehstrommotor erregt, bei abgeschaltetem
Drehstrommotor jedoch zur Beschleunigung des Ansprechens
der Bremse den Elektromagnet von der Gleichrichterschal
tung trennt. Die Schaltstrecke des steuerbaren Schalters
kann hierzu als Schließer ausgebildet und in Serie zum
Elektromagnet geschaltet sein, oder aber sie kann als
Öffner ausgebildet und dem Elektromagnet parallel
geschaltet sein. Bei dem steuerbaren Schalter kann es
sich um ein Relais, aber auch um einen elektronischen
Schalter handeln, wobei der steuerbare Schalter zweck
mäßigerweise zusammen mit der Gleichrichterschaltung in
dem Motorkasten untergebracht ist. Entsprechende Verhält
nisse ergeben sich bei einer Dreiphasen-Feldwicklung in
Dreieckschaltung, für die dieselbe Schützanordnung zur
Steuerung der Drehrichtung und der Geschwindigkeit in
dem Schaltkasten herangezogen werden kann. Der Wechsel
stromeingang der Gleichrichterschaltung und der Steuer
eingang des steuerbaren Schalters sind hierbei zwischen
zwei, vorzugsweise sich entsprechende Anschlußklemmen
des Motorkastens angeschlossen, deren Netzphasen von
dem Schaltkasten über die Schützanordnung phasenver
tauscht werden kann. Auch bei der Dreieckschaltung
sorgt die Schützanordnung dafür, daß bei Erregung einer
der beiden Dreiphasen-Feldwicklungen die jeweils nicht
phasenvertauschbare dritte Anschlußklemme der anderen
Dreiphasen-Feldwicklung ebenfalls mit dem Drehstromnetz
verbunden ist, um eine Potentialdifferenz zwischen den
beiden Feldwicklungen zur Steuerung der Gleichrichter
schaltung und des elektronischen Schalters erzeugen zu
können.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung
näher erläutert. Hierbei zeigt:
Fig. 1 ein Schaltbild einer insbesondere für ein Hub
werk geeigneten Antriebsanordnung mit einem
Drehstrommotor in Sternschaltung und
Fig. 2 eine Schaltungsvariante für einen in der
Schaltung nach Fig. 1 verwendbaren Drehstrom
motor mit Dreieckschaltung.
Die in Fig. 1 dargestellte Antriebsanordnung umfaßt
einen nicht näher dargestellten, polumschaltbaren
Dreiphasen-Drehstrommotor mit zylindrischem Läufer, der
mit einer mechanischen, auf die Motorwelle wirkenden
Reibungsbremse zu einer Baueinheit verbunden ist. Der
Ständer des Motors hat zwei für unterschiedliche Pol
zahlen ausgelegte Dreiphasen-Feldwicklungen, deren für
die höhere Polzahl und damit niedrigere Geschwindigkeit
ausgelegte Strangwicklungen mit U 1, V 1 und W 1 bezeichnet
sind, während die mit U 2, V 2 und W 2 bezeichneten Strang
wicklungen der niedrigeren Polzahl und damit höheren
Geschwindigkeit zugeordnet sind. Die Strangwicklungen
U 1, V 1 und W 1 sind mit ihrem einen Ende an Anschlußklem
men 1 eines mit dem Drehstrommotor zu einer Einheit
verbundenen Motoranschlußkastens 3 zugänglich und mit
ihren anderen Enden zu einem gemeinsamen Sternpunkt
verbunden, der ebenfalls an einer Anschlußklemme 5 des
Motoranschlußkastens 3 zugänglich ist. Entsprechendes
gilt für die Strangwicklungen U 2, V 2 und W 2, die mit
ihren einen Enden an Anschlußklemmen 7 des Motoranschluß
kastens und mit ihren zu einem Sternpunkt verbundenen
anderen Enden an einer gemeinsamen Anschlußklemme 9 des
Motoranschlußkastens 3 zugänglich sind. Die Strangwick
lungen sind über Verbindungsleitungen 9, 11 mit einem
von dem Drehstrommotor entfernt angeordneten Steuerka
sten 13 verbunden, der ein Vorwärts-Steuerschütz 15,
ein Rückwärts-Steuerschütz 17 und ein Geschwindigkeits-
Steuerschütz 19 enthält. Der Steuerkasten 13 ist über
Sicherungen 21 mit einem Drehstromnetz R, S, T verbunden.
Das Vorwärts-Steuerschütz 15 und das Rückwärts-Steuer
schütz 17 sind dem Geschwindigkeits-Steuerschütz 19
vorgeschaltet und schalten jeweils alle drei Phasen, um
im Ruhezustand die Verbindungsleitungen 9, 11 zum
Motoranschlußkasten 3 stromlos halten zu können. Die
Schaltkontakte der Steuerschütze, 15, 17 sind ausgangs
seitig bezogen auf einander entsprechende Stränge U 1,
U 2 bzw. V 1, V 2 und W 1, W 2 einander parallel geschaltet,
während die Schaltkontakte eingangsseitig unter Phasen
vertauschung der Stränge U 1, W 2 und W 1, U 2 phasenweise
miteinander verbunden sind. Bezüglich der Stränge V 1
und V 2 bilden die Steuerschütze 15, 17 lediglich Ein-
und Ausschalter, über die die Stränge V 1, V 2 vom Netz
getrennt werden können. Die Stränge V 1, V 2 sind im
übrigen direkt, d.h. ohne über einen weiteren Schützkon
takt mit den Steuerschützen 15, 17 verbunden.
Das Drehrichtungsschütz 19 hat in Serie zu den phasen
tauschbaren Strängen U 1, W 1 bzw. U 2, W 2 liegende Schalt
kontakte, von denen die Schaltkontakte der Stränge U 1,
W 1 für die langsamere Geschwindigkeit als normalerweise
geschlossene Öffner 23 und die Schaltkontakte der
Stränge U 2, W 2 als normalerweise offene Schließer 25
ausgebildet sind. Durch Schließen der Schaltkontakte
des Vorwärts-Steuerschützes 15 oder des Rückwärts-
Steuerschützes 17 wird der Drehstrommotor mit langsamer
Geschwindigkeit in der gewählten Drehrichtung eingeschal
tet. Wird zusätzlich das Geschwindigkeits-Steuerschütz
19 betätigt, so wird in der gewählten Drehrichtung von
der langsamen Geschwindigkeit auf die schnelle Geschwin
digkeit umgeschaltet.
Die auf die Motorwelle wirkende Reibungsbremse wird von
einer nicht näher dargestellten Feder oder dergleichen
in ihre die Motorwelle bremsende Stellung vorgespannt.
Durch Erregen eines Elektromagnets 27 wird während des
Motorbetriebs die Bremse gelüftet. Der Elektromagnet 27
ist über eine Gleichrichterschaltung 29 an die den
beiden Sternpunkten zugeordneten Anschlußklemmen 5, 9
des Motoranschlußkastens 3 angeschlossen. Die beiden
Anschlußklemmen 5, 9 sind strom- und spannungsfrei,
solange keines der Steuerschütze 15, 17 eingeschaltet
ist. Der Elektromagnet 27 ist damit stromlos, und die
Bremse ist eingerückt. Wird eines der Steuerschütze 15
oder 17 betätigt, so liegt am Sternpunkt der eingeschal
teten Stränge aufgrund der Symmetriebedingungen der
Strangspannungen Null-Potential, während der lediglich
über den Strang V mit dem Drehstromnetz verbundene
andere Sternpunkt auf einem Potential gleich der Strang
spannung dividiert durch √ sich befindet. Bei einem
Drehstromnetz mit 380 V Strangspannungen liegt damit
bei eingeschaltetem Drehstrommotor zwischen den beiden
Sternpunkten eine Differenzspannung von 220 V, die über
die Gleichrichterschaltung 29 zur Erregung des Elektro
magnets 27 ausgenutzt wird.
Um möglichst rasches Ansprechen der Reibungsbremse nach
dem Abschalten des Elektromotors zu erreichen, ist
parallel zur Wechselstromseite der Gleichrichterschal
tung 29 ein Relais 31 mit seiner Erregerwicklung an die
beiden, den Sternpunkten zugeordneten Anschlußklemmen
5, 9 angeschlossen. Das Relais 31 hat einen als Schließer
ausgebildeten Kontakt 33, der in Serie zum Elektromagnet 27
an die Gleichstromseite der Gleichrichterschaltung
29 angeschlossen ist. Bei eingeschaltetem Drehstrommotor
wird die Erregerwicklung des Relais 31 erregt und der
Kontakt 33 zur Erregung des Elektromagnets 27 geschlos
sen. Beim Abschalten des Drehstrommotors öffnet der
Kontakt 33 und sorgt so für einen raschen Abbau des
Magnetfelds des Elektromagnets 27. Dem Kontakt 33 ist
zur Dämpfung eines entstehenden Öffnungsfunkens ein aus
einem Kondensator 35 und einem Widerstand 37 bestehendes
Serien-RC-Glied parallel geschaltet. Das Relais 31 kann
statt des in Serie geschalteten Schließer-Kontakts 33
einen normalerweise geschlossenen Öffner-Kontakt 39
haben. Der Kontakt 39 ist dem Elektromagnet 27 parallel
geschaltet und öffnet bei eingeschaltetem Drehstrommotor.
Beim Abschalten des Drehstrommotors schließt der Kontakt
39 und bildet einen Kurzschluß zum Elektromagnet 27,
wodurch ebenfalls das Magnetfeld rasch abgebaut wird.
Das Relais 31 und die Gleichrichterschaltung 29 sowie
das RC-Glied sind zweckmäßigerweise ebenfalls in dem
Motoranschlußkasten 3 untergebracht. Anstelle des
Relais 31 kann auch ein elektronischer Schalter,
beispielsweise ein Thyristorschalter oder dergleichen,
vorgesehen sein.
Fig. 2 zeigt eine Variante der Antriebsanordnung für
einen polumschaltbaren Dreiphasen-Drehstrommotor mit
zylindrischem Läufer und mechanisch auf die Motorwelle
wirkender Reibungsbremse, dessen Dreiphasen-Feldwicklun
gen jedoch in Dreieckschaltung geschaltet sind. Fig. 2
zeigt lediglich die motorseitige Schaltung, da die
schaltkastenseitige Schaltung der Steuerschütze der
Schaltung nach Fig. 1 entspricht. In Fig. 2 gleichwir
kende Komponenten sind mit den Bezugszahlen der Fig. 1
und zur Unterscheidung mit dem Buchstaben a versehen.
Zur Erläuterung der Funktion und Wirkungsweise wird auf
die Beschreibung der Fig. 1 Bezug genommen. Die Strang
wicklungen der Dreiphasen-Feldwicklungen sind wiederum
mit U 1, V 1 und W 1 für die höhere Polzahl und damit
niedrigere Geschwindigkeit ausgelegte Feldwicklung
bezeichnet, während die Strangwicklungen der Feldwick
lung mit niedrigerer Polzahl mit U 2, V 2 und W 2 bezeich
net sind. Die Bezeichnungen sind in Fig. 2, um den
Vergleich mit Fig. 1 zu erleichtern, an die jeweils mit
den Anschlußklemmen 1 a bzw. 7 a des Motorkastens 3 a
verbundenen Dreieckspunkte der Dreiphasen-Feldwicklun
gen gezeichnet. Entsprechend Fig. 1 handelt es sich bei
den Dreieckspunkten U 1 und W 1 einerseits und U 2 und W 2
andererseits um die für die Drehrichtungsumkehr phasen
vertauschbaren Dreieckspunkte, während die Dreieckspunk
te V 1 und V 2 über das Drehrichtungs-Steuerschütz bei
Erregung einer der beiden Dreiphasen-Feldwicklungen
jeweils gemeinsam mit der zugehörigen Netzphase verbun
den sind.
Der Elektromagnet 27 a wird wiederum über eine Gleich
richterschaltung 29 a erregt, deren Wechselstromseite an
die Dreieckspunkte U 1 und U 2 angeschlossen ist. An die
Dreieckspunkte U 1 und U 2 ist darüberhinaus wiederum
ein elektronischer Schalter, hier in Form eines Relais
31 a, mit seinem Steuereingang angeschlossen. Der als
Schließer ausgebildete Relaiskontakt 33 a ist wiederum
in Serie zum Elektromagnet 27 a an die Gleichstromseite
der Gleichrichterschaltung 29 a angeschlossen. Dem
Kontakt 33 a ist die Serienschaltung aus einem Kondensa
tor 35 a und einem Widerstand 37 a parallel geschaltet.
Anstelle des Serienkontakts 33 a kann analog zu Fig. 1
auch ein als Öffner ausgebildeter Nebenschlußkontakt
vorgesehen sein. Die Gleichrichterschaltung 29 a und das
Relais 31 werden in entsprechender Weise abhängig von
der Potentialdifferenz zwischen den Dreieckspunkten U 1
und U 2 gesteuert. Sind beide Feldwicklungen abgeschal
tet, so ist die Potentialdifferenz zwischen den Drei
eckspunkten U 1 und U 2 Null. Wird eine der beiden Feld
wicklungen, zum Beispiel die Feldwicklung U 1, V 1, W 1,
erregt, so entsteht zwischen den Dreieckspunkten U 1 und
U 2 eine Differenzspannung, da der Dreieckspunkt V 2 der
nicht erregten Feldwicklung über das Drehrichtungs-
Steuerschütz des vom Motorkasten 3 a entfernt angeordne
ten Schaltkastens ebenfalls mit einer Phase des Drei
phasennetzes verbunden ist. Die Differenzspannung wird
zur Erregung des Elektromagnets 27 ausgenutzt.
Claims (6)
1. Antriebsanordnung, insbesondere für ein Hubwerk,
mit einem Dreiphasen-Drehstrommotor mit zwei für unter schiedliche Polzahlen bemessenen Dreiphasen-Feldwick lungen, deren Strangwicklungen (U 1, V 1, W 1, U 2, V 2, W 2) in Stern- oder Dreieckschaltung miteinander verbunden sind und an Anschlußklemmen (1, 7; 1 a, 7 a) für den Anschluß von drei Netzphasen in einem eine Einheit mit dem Drehstrommotor bildenden Motorkasten (3; 3 a) angeschlossen sind,
mit einem von dem Drehstrommotor gesonderten Schalt kasten (13), welcher zur Drehrichtungsänderung des Drehstrommotors wenigstens ein die Netzphasen an zwei der Anschlußklemmen der Dreiphasen-Feldwicklun gen paarweise vertauschendes Drehrichtungs-Steuer schütz (15, 17) sowie zur Drehgeschwindigkeitsände rung des Drehstrommotors wenigstens ein die Dreipha sen-Feldwicklungen wechselweise einschaltendes Geschwindigkeits-Steuerschütz (19) enthält und der über voneinander gesonderte Leitungen (9, 11) mit den Anschlußklemmen (1, 7; 1 a, 7 a) der Strangwicklun gen (U 1, V 1, W 1, U 2, V 2, W 2) in dem Motorkasten (3; 3 a) verbunden ist und bei Erregung einer der beiden Dreiphasen-Feldwicklungen die dritten Anschlußklemmen beider Dreiphasen-Feldwicklungen gemeinsam mit der zugeordneten Netzphase verbindet,
mit einer mit dem Drehstrommotor zu einer Einheit verbundenen, dessen Motorwelle im Ruhezustand brem senden Reibungsbremse, die von einem Elektromagnet (27; 27 a) während des Motorbetriebs lüftbar ist, und
mit einer mit dem Drehstrommotor zu einer Einheit verbundenen Gleichrichterschaltung (29; 29 a), die wechselstromseitig von dem Schaltkasten (13) aus schaltbar ist und gleichstromseitig mit dem Elektro magnet (27; 27 a) verbunden ist, wobei die Gleich stromverbindung des Elektromagnets (27; 27 a) zusätz lich über einen steuerbaren Schalter (31, 33, 39; 31 a, 33 a) schaltbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß bei in Sternschaltung geschalteten Dreiphasen-Feld wicklungen auch den Sternpunkten der beiden Dreiphasen-Feldwicklungen Anschlußklemmen (5, 9) in dem Motorkasten (3) zugeordnet sind und die Gleich richterschaltung und der steuerbare Schalter (31, 33, 39) mit seinem Steuereingang an die Sternpunkt- Anschlußklemmen (5, 9) angeschlossen und abhängig von der Differenzspannung zwischen den beiden Stern punkten steuerbar ist oder daß bei in Dreieckschal tung geschalteten Dreiphasen-Feldwicklungen die Gleichrichterschaltung (29 a) und der steuerbare Schalter (31 a, 33 a) mit seinem Steuereingang zwischen phasenvertauschbare Anschlußklemmen der beiden Dreiphasen-Feldwicklungen angeschlossen sind und abhängig von der Differenzspannung zwischen diesen beiden Anschlußklemmen steuerbar ist.
mit einem Dreiphasen-Drehstrommotor mit zwei für unter schiedliche Polzahlen bemessenen Dreiphasen-Feldwick lungen, deren Strangwicklungen (U 1, V 1, W 1, U 2, V 2, W 2) in Stern- oder Dreieckschaltung miteinander verbunden sind und an Anschlußklemmen (1, 7; 1 a, 7 a) für den Anschluß von drei Netzphasen in einem eine Einheit mit dem Drehstrommotor bildenden Motorkasten (3; 3 a) angeschlossen sind,
mit einem von dem Drehstrommotor gesonderten Schalt kasten (13), welcher zur Drehrichtungsänderung des Drehstrommotors wenigstens ein die Netzphasen an zwei der Anschlußklemmen der Dreiphasen-Feldwicklun gen paarweise vertauschendes Drehrichtungs-Steuer schütz (15, 17) sowie zur Drehgeschwindigkeitsände rung des Drehstrommotors wenigstens ein die Dreipha sen-Feldwicklungen wechselweise einschaltendes Geschwindigkeits-Steuerschütz (19) enthält und der über voneinander gesonderte Leitungen (9, 11) mit den Anschlußklemmen (1, 7; 1 a, 7 a) der Strangwicklun gen (U 1, V 1, W 1, U 2, V 2, W 2) in dem Motorkasten (3; 3 a) verbunden ist und bei Erregung einer der beiden Dreiphasen-Feldwicklungen die dritten Anschlußklemmen beider Dreiphasen-Feldwicklungen gemeinsam mit der zugeordneten Netzphase verbindet,
mit einer mit dem Drehstrommotor zu einer Einheit verbundenen, dessen Motorwelle im Ruhezustand brem senden Reibungsbremse, die von einem Elektromagnet (27; 27 a) während des Motorbetriebs lüftbar ist, und
mit einer mit dem Drehstrommotor zu einer Einheit verbundenen Gleichrichterschaltung (29; 29 a), die wechselstromseitig von dem Schaltkasten (13) aus schaltbar ist und gleichstromseitig mit dem Elektro magnet (27; 27 a) verbunden ist, wobei die Gleich stromverbindung des Elektromagnets (27; 27 a) zusätz lich über einen steuerbaren Schalter (31, 33, 39; 31 a, 33 a) schaltbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß bei in Sternschaltung geschalteten Dreiphasen-Feld wicklungen auch den Sternpunkten der beiden Dreiphasen-Feldwicklungen Anschlußklemmen (5, 9) in dem Motorkasten (3) zugeordnet sind und die Gleich richterschaltung und der steuerbare Schalter (31, 33, 39) mit seinem Steuereingang an die Sternpunkt- Anschlußklemmen (5, 9) angeschlossen und abhängig von der Differenzspannung zwischen den beiden Stern punkten steuerbar ist oder daß bei in Dreieckschal tung geschalteten Dreiphasen-Feldwicklungen die Gleichrichterschaltung (29 a) und der steuerbare Schalter (31 a, 33 a) mit seinem Steuereingang zwischen phasenvertauschbare Anschlußklemmen der beiden Dreiphasen-Feldwicklungen angeschlossen sind und abhängig von der Differenzspannung zwischen diesen beiden Anschlußklemmen steuerbar ist.
2. Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der steuerbare Schalter (31, 33, 39;
31 a, 32 a) zusammen mit der Gleichrichterschaltung in
dem Motorkasten (3) untergebracht ist.
3. Antriebsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der steuerbare Schalter als
Relais (31; 31 a) ausgebildet ist.
4. Antriebsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der steuerbare Schalter als
elektronischer Schalter ausgebildet ist.
5. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstrecke (33)
des steuerbaren Schalters (31, 33) in Serie zum
Elektromagnet (27) geschaltet ist und bei einer von
Null abweichenden Differenzspannung geschlossen ist.
6. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstrecke (39)
des steuerbaren Schalters (31) parallel zum Elektro
magnet (27) geschaltet ist und bei einer von Null
abweichende Differenzspannung offen ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3907853A DE3907853A1 (de) | 1989-03-10 | 1989-03-10 | Antriebsanordnung, insbesondere fuer ein hubwerk |
| US07/488,717 US4994725A (en) | 1989-03-10 | 1990-03-05 | Drive arrangement, especially for a hoist mechanism |
| AT90104456T ATE113766T1 (de) | 1989-03-10 | 1990-03-08 | Antriebsanordnung, insbesondere für ein hubwerk. |
| EP90104456A EP0386767B1 (de) | 1989-03-10 | 1990-03-08 | Antriebsanordnung, insbesondere für ein Hubwerk |
| DE59007588T DE59007588D1 (de) | 1989-03-10 | 1990-03-08 | Antriebsanordnung, insbesondere für ein Hubwerk. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3907853A DE3907853A1 (de) | 1989-03-10 | 1989-03-10 | Antriebsanordnung, insbesondere fuer ein hubwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3907853A1 true DE3907853A1 (de) | 1990-09-13 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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