DE3907856A1 - Einstellvorrichtung fuer das okular eines endoskops - Google Patents
Einstellvorrichtung fuer das okular eines endoskopsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einstellvorrichtung für das
Okular eines Endoskops, mit einer der Austrittsfläche
eines Lichtleiters gegenüberstehenden Optik mit
Dioptrieneinstellung durch Vor- und Rückbewegung längs
der optischen Achse, und mit einer Stellvorrichtung zum
Bewegen der Optik in eine Projektionsstellung etwa in
der Mitte des Dioptrieneinstellbereichs, wenn sie sich
vor oder hinter der Projektionsstellung befindet.
Das Okular eines allgemein verwendbaren Endoskops ist
so konstruiert, daß die Optik nicht nur zur Beobachtung
mit dem bloßen Auge, sondern auch zur Projektion dient,
wenn fotografische Aufzeichnungen oder andere Ab
bildungsverfahren durchzuführen sind. Die Optik kann
dabei längs der optischen Achse innerhalb eines Be
reichs von einer negativen Dioptrienposition bis zu
einer positiven Dioptrienposition bewegt werden, so daß
bei Beobachtungen mit dem bloßen Auge die Dioptrien auf
das Auge des Benutzers eingestellt werden können.
Es ist bereits eine Okularkonstruktion für Endoskope
bekannt, bei der die Optik bei der Projektion ein reel
les Bild projiziert. Im Hinblick auf freizügige Handha
bung des Systems und die Realisierung einer wasserdich
ten Konstruktion ist es jedoch vorteilhafter, die Optik
in die Dioptrien-Nullstellung zu bringen, so daß das
Bild auf Unendlich projiziert wird. Aus diesem Grunde
wird die Optik im allgemeinen in die Dioptrien-Null
stellung in der Mitte des Dioptrieneinstellbereichs ge
bracht, wenn sie als Projektionsoptik zur foto
grafischen Aufzeichnung oder für andere Abbildungen ge
nutzt wird.
Bei den Einstellvorrichtungen für das Okular von
Endoskopen früherer Entwicklungen wird die Position der
Optik durch manuelles Drehen eines Einstellrings auf
die Dioptrien-Nullstellung gebracht. Dies ist jedoch
kompliziert und umständlich, und für jeden Beobach
tungsfall mit dem bloßen Auge muß die Diop
trieneinstellung erneut vorgenommen werden, wenn die
Optik sich zuvor in der Projektionsstellung befand. Es
gibt deshalb auch weiterentwickelte Einstellvor
richtungen, bei denen eine Stellvorrichtung die Optik
in die Dioptrien-Nullstellung bringt, wenn ein Zusatz
gerät wie eine fotografische Aufnahmevorrichtung oder
eine Bilderzeugungsvorrichtung an dem Okular befestigt
wird. Dadurch kann die Optik automatisch zwischen der
Projektionsstellung und einer Dioptrieneinstellung be
wegt werden, wenn das Zusatzgerät befestigt bzw. ent
fernt wird.
Bei diesem Stand der Technik wird die Optik dadurch in
die Projektionsstellung gebracht, daß sie mit Feder
kraft in Richtung der optischen Achse gegen eine
Nockenfläche gedrückt wird. Dabei sind zwei separate
Nocken vorgesehen. Der eine dient zum Drücken der Optik
zurück in die Projektionsstellung, wenn sie sich vor
dieser befindet (d.h. in einer positiven Dioptrien
stellung), der andere drückt die Optik zurück in die
Projektionsstellung, wenn sie sich hinter dieser be
findet (d.h. in einer negativen Dioptrienstellung). Die
Einstellung der Optik in die Projektionsstellung muß
mit einer sehr hohen Genauigkeit vorgenommen werden.
Dies liegt daran, daß auch ein sehr geringer Positions
fehler beispielsweise in der Größenordnung von 0,2 mm
einen kritischen Effekt für die Projektion des Bildes
erzeugt und eine genaue Fokussierung des Bildes unmög
lich macht.
In diesem Zusammenhang bestehen bei der vorbekannten
Vorrichtung die folgenden Probleme. Es sind zwei Nok
kenflächen zum Einstellen der Optik in die Projektions
stellung vorgesehen, und diese werden abwechselnd ge
nutzt, wenn sich die Optik in einer positiven oder
einer negativen Dioptrienstellung befindet, auf die sie
zuvor bei der Dioptrieneinstellung eingestellt wurde.
Durch die Genauigkeitsgrenzen der maschinellen Herstel
lung ist es extrem schwierig, zwei genau übereinstim
mende Nockenflächen in exakt derselben Position zu fer
tigen. Wenn die Fokussierung mit einer Nockenfläche
vorgenommen wird, so kann daher ein Fokussierungsfehler
auftreten, wenn die andere Nockenfläche zur Einstellung
der Optik in die Projektionsstellung benutzt wird. In
diesem Fall ist es unmöglich, ein klares Bild zu erhal
ten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Einstell
vorrichtung für das Okular eines Endoskops anzugeben,
die mit wesentlich höherer Genauigkeit als die zuvor
beschriebene bekannte Vorrichtung arbeitet, so daß sich
in jeder Position ein klares und scharf fokussiertes
Bild ergibt.
Eine Einstellvorrichtung eingangs genannter Art ist zur
Lösung dieser Aufgabe erfindungsgemäß derart ausgebil
det, daß eine Voreinstellvorrichtung vorgesehen ist,
die die Optik bei Betätigen der Stellvorrichtung zu
nächst stets in eine Ausgangsstellung bringt, die eine
feste Vorzeichenrelation zur Projektionsstellung hat.
Durch die Erfindung ist es möglich, die Optik mit ein
und derselben Stellvorrichtung in die Projektions
stellung zu bewegen unabhängig von ihrer Stellung in
nerhalb des Dioptrieneinstellbereichs. Da sie vor der
eigentlichen Einstellung stets in eine Lage gebracht
wird, die eine feste Vorzeichenrelation zur Projekt
ionsstellung hat, also vor oder hinter der Projektions
stellung liegt, werden keine unterschiedlichen Bewe
gungselemente zur Einstellung der Projektionsstellung
verwendet, so daß auch die oben beschriebenen, dadurch
verursachten Fokussierungsfehler vermieden werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgeden
anhand der Figuren beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 den Längsschnitt einer Einstellvor
richtung für ein Endoskop,
Fig. 2 eine Endansicht der in Fig. 1 ge
zeigten Vorrichtung,
Fig. 3 eine Führungsöffnung für die Diop
trieneinstellung,
Fig. 4 eine perspektivische Explosionsdar
stellung eines lichtempfindlichen
Elements sowie zugehöriger Elemente
und
Fig. 5
bis 9 schematische Darstellungen einer Vor
einstellvorrichtung für verschiedene
Betriebszustände.
In Fig. 1 ist der Längsschnitt einer Einstellvor
richtung nach der Erfindung dargestellt, Fig. 2 zeigt
eine Endansicht. In Fig. 1 sind Konstruktionen, die in
verschiedenen Abschnitten vorgesehen sind, in einem
einzigen Schnitt dargestellt, um die Übersicht des in
neren Aufbaus der Vorrichtung zu erleichtern.
In Fig. 1 sind der Steuerteil 2 des Endoskops, ein
daran befestigtes Lichtleitfaserbündel 4 und dessen
Austrittsfläche 4 a dargestellt.
Das Lichtleitfaserbündel 4 ist an einem Haltezylinder 6
mit Schrauben befestigt. Der Haltezylinder 6 ist in
einem Exzentrizitäts-Einstellzylinder 8 verschiebbar
angeordnet. Dieser Einstellzylinder 8 hat einen Flansch
8 a, der an einem Flansch 10 a eines Basiszylinders 10
anliegt, welcher an den Steuerteil 2 angeformt ist. Ein
Feder-Halteelement 11 ist in einen Endabschnitt des
Einstellzylinders 8 eingeschraubt. Eine Druckfeder 12
ist zwischen dem Halteelement 11 und dem Flansch 10 a
des Basiszylinders 10 eingespannt, so daß dadurch die
Flansche 8 a und 10 a stets gegeneinander gedrückt wer
den. Zwischen dem Außenumfang des Flansches 8 a des Ein
stellzylinders 8 und dem Innenumfang des Basis
zylinders 10 ist ein Abstand vorgesehen, der eine
radiale Bewegung des Einstellzylinders 8 um einen sehr
kleinen Betrag ermöglicht. Der Außenumfang des
Flansches 8 a ist mit einer V-Ringnut 16 versehen, in
der drei Einstellschrauben 14 mit gegenseitigen Ab
ständen von 120° sitzen, mit denen die Exzentrizität
eingestellt wird.
Mit der so aufgebauten Vorrichtung ist es möglich, die
Exzentrizität des Lichtleitfaserbündels 4 relativ zur
optischen Achse mit den Schrauben 14 einzustellen. Es
ist ein Schutzglas 18 vorgesehen, das das Anhaften von
Staub an der Austrittsfläche 4 a des Lichtleit
faserbündels 4 verhindert. Ferner ist eine Sichtfeld
maske 19 vorgesehen.
Ein Trägerzylinder 20 ist an dem Basiszylinder 10 mit
Schrauben befestigt und dient als Rahmen für das
Okular. Ein Haltering 22 für Zusatzgeräte, beispiels
weise ein fotografisches Aufnahmegerät oder eine Ab
bildungsvorrichtung, ist am äußeren Ende des Träger
zylinders 20 mit Schrauben befestigt.
Ein Optikzylinder 26 ist in dem Trägerzylinder 20 vor-
und rückwärts längs der optischen Achse bewegbar und
hält eine Okularoptik 24, die der Austrittsfläche 4 a
des Lichtleitfaserbündels 4 gegenübersteht. Ein
Zwischenring 28 ist zwischen der hinteren Hälfte (in
Fig. 1 links) des Optikzylinders 26 und des Halte
zylinders 20 vorgesehen, so daß er längs der optischen
Achse zwischen den beiden Zylindern 20 und 26 vor- und
rückwärts bewegt werden kann.
In den Zwischenring 28 ist ein Verriegelungsstift 30
eingeschraubt. Dieser hat einen radial nach außen ste
henden Verriegelungsabschnitt 30 a und einen radial nach
innen stehenden Regulierabschnitt 30 b. Der Verriege
lungsabschnitt 30 a ist an seinem Außenumfang mit zwei
Rollenringen 29 und 31 versehen. Er ragt durch eine ge
rade Führungsnut 32 in den Trägerzylinder 20 sowie
durch eine Führungsöffnung 36 im Umfang eines
Nockenzylinders 34. Andererseits sitzt der Regulierab
schnitt 30 b in einer geraden Führungsnut 38 in dem
Optikzylinder 26, die geradlinig in Richtung der opti
schen Achse verläuft, so daß eine Drehung des Optik
zylinders 26 verhindert wird und dieser sowie der
Zwischenring 28 gleichzeitig relativ zueinander längs
der optischen Achse verschoben werden können innerhalb
des Bereichs, der durch die Länge der geraden
Führungsnut 38 bestimmt ist.
Der Zwischenring 28 wird durch eine erste Druckfeder 44
nach außen (in Fig. 1 rechts) gedrückt. Der Optik
zylinder 26 ist durch eine zweite Druckfeder 46, die
schwächer als die erste Druckfeder 44 ist, nach innen
(in Fig. 1 links) relativ zum Zwischenring 28 ge
drückt. Somit werden der Optikzylinder 26 und der
Zwischenring 28 gegeneinander gedrückt. Es ist ein
Feder-Halteelement 42 vorgesehen, das in den inneren
Endabschnitt des Optikzylinders 26 eingeschraubt ist
und gegen das die zweite Druckfeder 46 drückt. Der
Optikzylinder 26 und der Zwischenring 28 bewegen sich
stets als eine Einheit, wenn sie nicht beide gegen eine
solche Bewegung gesperrt werden. Wenn der Zwischenring
28 allein gesperrt wird, so kann jedoch der Optik
zylinder 26 gegen die Kraft der zweiten Druckfeder 46
nach außen bewegt werden.
Die Führungsöffnung 36 in dem Nockenzylinder 34 ist so
ausgebildet, daß ihre Vorderwand (in Fig. 1 rechts)
als Nockenbahn 50 dient, wie Fig. 3 zeigt. Der Ver
riegelungsabschnitt 30 a des Verriegelungsstiftes 30
wird normalerweise in Kontakt mit der Nockenbahn 50
über den Rollenring 31 durch die Kraft der ersten
Druckfeder 44 gehalten. Wenn der Nockenzylinder 34 ge
dreht wird, so bewegt sich also der Verriegelungsab
schnitt 30 a längs der Nockenbahn 50, wodurch der Optik
zylinder 26 in Richtung der optischen Achse innerhalb
des Zwischenrings 28 bewegt wird.
Der Nockenzylinder 34 ist mit Schrauben an einem
Dioptrieneinstellring 52 befestigt, der auf seinen
Außenumfang aufgepaßt ist. Wird der Dioptrienein
stellring 52 gedreht, so wird der Optikzylinder 26
längs der optischen Achse zur Dioptrieneinstellung be
wegt. Eine Mutter 54 ist auf den Trägerzylinder 20 auf
geschraubt, um eine Bewegung des Nockenzylinders 34 in
axialer Richtung zu verhindern. Ein Abdeckzylinder 56
verschließt den Bereich zwischen dem Basiszylinder 10
und dem Dioptrieneinstellring 52. Zur Abdichtung sind
O-Ringe 51, 53, 55 und 57 vorgesehen.
Der Haltering 22 hat einen zylindrischen Abschnitt 22 a
und einen Bodenabschnitt 22 b. Der zylindrische Ab
schnitt 22 a hat Führungsstifte 58 und 60 zur Führung
eines Zusatzgeräts 200, sie sind am Außenumfang zur
Mitte des zylindrischen Abschnitts 22 a punktsymmetrisch
angeordnet, wie Fig. 2 zeigt. In Fig. 1 ist der an
dere Führungsstift 60 zur besseren Übersicht nicht dar
gestellt. Zur Sicherung der Führungsstifte 58 und 60
ist jeweils eine plattenförmige Mutter 59 vorgesehen.
Der Bodenabschnitt 22 b des Halterings 22 ist mit mehre
ren elektrischen Kontakten 62 zum elektrischen Anschluß
des Zusatzgeräts 200 versehen. Die elektrischen Kon
takte 62 führen verschiedene elektrische Signale, bei
spielsweise ein Helligkeitssignal des Objektbildes, zu
einer fotografischen Aufnahmeeinrichtung oder einer
Bilderzeugungsvorrichtung. Die elektrischen Kontakte 62
stehen von einem Isolierring 64 ab, der am Bodenab
schnitt 22 b des Halterings 22 befestigt ist. Der
zylindrische Abschnitt 22 a hat mehrere Drainagelöcher
68, so daß Wasser o.ä. schnell aus dem Innenraum des
Halterings 22 entfernt wird.
Ein ringförmiges lichtaufnehmendes Element 70 ist vor
der Austrittsseite der Optik 24 angeordnet, um Rand
licht auszuwerten, das durch die Optik 24 hindurch
tritt. Wie auch die Explosionsdarstellung in Fig. 4
zeigt, ist das lichtaufnehmende Element 70 an einem
elektrisch isolierenden Halter 72 befestigt (verklebt)
und ferner ist es von einem metallischen Abschirmring
74 umgeben, der es gegen externe Störeinflüsse schützt.
Abgeschirmte Leitungen 75 übertragen Signale. Jede Lei
tung 75 hat ein Abschirmgeflecht 75 a, das mit dem Ab
schirmring 74 verbunden ist. Diese Elemente sind mit
einem Haltering 76 verklemmt, der auf den Endabschnitt
des Optikzylinders 26 unter Zwischenlage einer elek
trisch isolierenden Abdeckung 78 aufgeschraubt ist.
Ein Betätigungszylinder 80 ist am Außenumfang des
Optikzylinders 26 angeordnet und kann um die optische
Achse gedreht werden. Ein Abdeckglas 82 ist an der Vor
derseite des Betätigungszylinders 80 mit einer Mutter
84 befestigt. Zur Abdichtung sind O-Ringe 83 und 85
vorgesehen. Zwei Betätigungsvorsprünge 86 sind an dem
Betätigungszylinder 80 ausgebildet und stehen seitlich
ab in Punktsymmetrie zur Mitte des Betätigungszylinders
80. Die Anordnung ist so getroffen, daß der Be
tätigungszylinder 80 um die optische Achse mit den Be
tätigungsvorsprüngen 86 gedreht wird, wenn das Zu
satzgerät 200 an dem Haltering 22 befestigt wird.
Der Betätigungszylinder 80 hat einen Stift 88, der vom
inneren Endabschnitt (in Fig. 1 links) seitlich ab
steht. Eine ringförmige Platte 90 ist mit dem Be
tätigungszylinder 80 über den Stift 88 zu einer Einheit
verbunden. Eine dritte Druckfeder 92 wird mit der
ringförmigen Platte 90 gehalten, so daß der Be
tätigungszylinder 80 nach rückwärts (in Fig. 1 nach
links) gedrückt wird. Die dritte Druckfeder 92 hat eine
größere Federkonstante als die erste und die zweite
Druckfeder 44 und 46. Eine Zugfeder 96 ist mit ihren
beiden Enden an einem Stift 94 am Trägerzylinder 20 und
am Stift 88 am Betätigungszylinder 80 so gehalten, daß
sie längs der Innenfläche des Nockenzylinders 34 in
Halbkreisform geführt ist. Dadurch wird der Be
tätigungszylinder 80 dauernd so beaufschlagt, daß er in
eine Referenzposition zurückkehrt. In Fig. 1 ist nur
der Endabschnitt der Zugfeder 96 gezeigt. Ein Führungs
ring 98 verhindert eine Störung anderer Elemente durch
die Zugfeder 96.
Der Optikzylinder 26 hat einen Betätigungsstift 100,
der seitlich von ihm absteht. Der Betätigungstift 100
kann nur in Richtung der optischen Achse gemeinsam mit
der Optik 24 bewegt werden. Der Kopf des Betätigungs
stiftes 100 ragt in eine Nockenöffnung 102 in der
Seitenwand des Betätigungszylinders 80. Ein Rollenring
104 ist am Außenumfang des Betätigungsstiftes 100 ange
ordnet.
Die Nockenöffnung 102 hat, wie Fig. 5 zeigt, eine
Nockenbahn 102 a, die den Optikzylinder 26 vorwärts be
wegt. Ferner hat sie eine Nockenbahn 102 b, die auf die
Dioptrien-Nullstellung eingestellt ist. In diesem Aus
führungsbeispiel ist die Nullstellung so vorgesehen,
daß sie der Projektionsposition entspricht, die dann
benutzt wird, wenn das Zusatzgerät 200 an dem Haltering
22 befestigt ist. Entsprechend wird das Bild im Un
endlichen erzeugt, so daß der Freiheitsgrad zur Handha
bung des Systems sehr hoch ist.
Wenn das Zusatzgerät 200 an dem Haltering 22 befestigt
wird und die Betätigungsvorsprünge 86 dadurch gedreht
werden, wenn der Optikzylinder 26 sich hinter (links)
der Dioptrien-Nullstellung befindet (negative Diop
trienstellung), so bewirkt die Nockenbahn 102 b der
Nockenöffnung 102 eine Vorwärtsbewegung des Be
tätigungsstiftes 100 (nach rechts), wie in Fig. 6 ge
zeigt, wodurch die Optik 24 zur Dioptrien-Nullstellung
bewegt wird, die als Projektionsposition definiert ist.
Somit bewegt die Nockenöffnung 102 die Optik 24 in
diese Nullstellung, wenn das Zusatzgerät 200 an dem
Okular befestigt wird und sich die Optik 24 in einer
negativen Dioptrienposition befindet. Befindet sie sich
in einer positiven Dioptrienposition, so hat, wie noch
beschrieben wird, die Nockenöffnung 102 keinen Anteil
an der Bewegung der Optik 24. Wenn das Zusatzgerät 200
von dem Haltering 22 entfernt wird, so werden die Zu
stände wieder hergestellt, die vor der Befestigung des
Zusatzgeräts 200 vorhanden waren.
Somit bilden die Nockenöffnung 102 im Betätigungs
zylinder 80, der Betätigungsstift 100 am Optikzylinder
26 und die zugeordneten Elemente gemeinsam eine Vor
richtung zur Bewegung der Optik 24 aus einer negativen
Dioptrienposition in die Nullposition, die als die
Projektionsposition definiert ist.
Der Betätigungszylinder 80 hat einen trapezförmigen
Vorsprung 106, der von seiner rückwärtigen Seite nach
hinten absteht. Die Endfläche des Zwischenrings 28, die
der Rückseite des Betätigungszylinders 80 gegenüber
steht, hat eine trapezförmige Aussparung 108, die so
groß ist, daß sie den Vorsprung 106 ohne Störung auf
nimmt. Wenn das Okular nicht mit einem Zusatzgerät ver
sehen ist, so stehen der Vorsprung 106 und die Aus
sparung 108 einander gegenüber, wie Fig. 5 zeigt. Der
Zwischenring 28 bewegt sich längs der optischen Achse
vorwärts und rückwärts zur Dioptrieneinstellung. Wenn
die Optik 24 jedoch eine negative Dioptrienposition
einnimmt, so steht der Zwischenring 28 nicht in Kontakt
mit dem Vorsprung 106, wie Fig. 5 und 6 zeigen. Wenn
die Optik 24 sich in einer negativen Dioptrienposition
befindet, so hat der Vorsprung 106 also keine Funktion.
Deshalb ist eine fehlerhafte Betätigung nicht zu be
fürchten.
Wird die Dioptrieneinstellung auf Null oder einen posi
tiven Wert vorgenommen, so bewegt sich der Zwischenring
28 mit der Optik 24 vorwärts (nach rechts) in eine Po
sition, wo der Vorsprung 106 von der Aussparung 108
aufgenommen wird, wie Fig. 7 zeigt. Wenn in diesem Zu
stand das Zusatzgerät 200 an dem Haltering 22 befestigt
wird und die Betätigungsvorsprünge 86 dadurch gedreht
werden, so dreht sich der Betätigungszylinder 80 um die
optische Achse, und der Vorsprung 106 wird schließlich
aus der Aussparung 108 heraus und seitwärts bewegt,
wie Fig. 8 zeigt. Dadurch liegt der Vorsprung 106 an
der Endfläche 28 a des Zwischenrings 28 an und drückt
den Zwischenring 28 nach rückwärts (links) gegen die
Kraft der ersten Druckfeder 44. Da der Zwischenring 28
rückwärts gedrückt wird, bewegt sich der Optikzylinder
26 gemeinsam mit ihm und erreicht eine negative
Dioptrienposition über die Nullposition hinaus, wie in
Fig. 8 gezeigt.
Wenn der Optikzylinder 26 zur negativen Dioptrien
position hin bewegt wird, kommt die Nockenbahn 102 a der
Nockenöffnung 102 in Kontakt mit dem Rollenring 104 des
Betätigungsstiftes 100. Wenn das Zusatzgerät 200 und
damit der Betätigungszylinder 80 weiter gedreht wird,
so wird der Betätigungsstift 100 in eine Position ge
bracht, wo er gegen die Nockenbahn 102 b der Nok
kenöffnung 102 gedrückt wird. Auf diese Weise wird die
Optik 24 in die Dioptrien-Nullstellung gebracht, die
als die Projektionsposition definiert ist. Wird das Zu
satzgerät 200 entfernt, so werden alle Zustände wieder
hergestellt, die vor dem Befestigen des Zusatzgeräts
200 vorhanden waren.
Der Vorsprung 106 am Betätigungszylinder 80, die Aus
sparung 108 im Zwischenring 28 und die anderen zu
geordneten Elemente bilden gemeinsam also eine Vorein
stellvorrichtung, die zunächst die Optik 24, die sich
in der Nullstellung oder in einer positiven Dioptrien
position befindet, in eine negative Dioptrienposition
bewegt. Dieser Mechanismus ist einfach, arbeitet jedoch
zuverlässig.
Wie vorstehend beschrieben, ermöglicht die Erfindung
eine Bewegung der Optik 24 in die Dioptrien-Null
position, die als die Projektionsposition definiert
ist, durch Befestigen des Zusatzgeräts 200 an dem
Haltering 22 unabhängig davon, wo sich die Optik 24 in
nerhalb des Dioptrieneinstellbereichs befindet. Dabei
wird der Betätigungsstift 100 über den Rollenring 104
immer dann in Berührung mit der Nockenbahn 102 b einer
einzigen Nockenöffnung 102 gebracht, wenn das Zusatz
gerät 200 an dem Haltering 22 befestigt wird.
Obwohl in Fig. 1 jeweils nur ein Verriegelungsstift
30, Stift 88, Stift 94 und Betätigungsstift 100 gezeigt
ist, sind diese Elemente paarweise derart vorgesehen,
daß jedes Paar punktsymmetrisch zur Mitte des jeweili
gen Trägerelements liegt.
Claims (8)
1. Einstellvorrichtung für das Okular eines Endoskops,
mit einer der Austrittsfläche eines Lichtleiters ge
genüberstehenden Optik mit Dioptrieneinstellung
durch Vor- und Rückbewegung längs der optischen
Achse, und mit einer Stellvorrichtung zum Bewegen
der Optik in eine Projektionsstellung etwa in der
Mitte des Dioptrieneinstellbereichs, wenn sie sich
vor oder hinter der Projektionsstellung befindet,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Vor
einstellvorrichtung (106, 108) vorgesehen ist, die
die Optik (24) bei Betätigen der Stellvorrichtung
(28, 80) zunächst stets in eine Ausgangsstellung
bringt, die eine feste Vorzeichenrelation zur
Projektionsstellung hat.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Projektionsstellung die
Dioptrien-Nullstellung der Dioptrieneinstellung (26,
28) ist und daß die Ausgangsstellung eine negative
Dioptrienstellung ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Stellvorrichtung
einen gemeinsam mit der Optik (24) nur in Richtung
der optischen Achse bewegbaren Stift (100) und einen
Nocken (102) enthält, der die Position des Stiftes
(100) durch Drehung um die optische Achse bestimmt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Nocken (102) in der
Seitenwand eines um die optische Achse drehbaren
Betätigungszylinders (80) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Drehung des Betätigungs
zylinders (80) um die optische Achse durch Be
festigen eines Zusatzgeräts (200) an dem Okular (22)
erzeugt wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß ein mit dem
Stift gemeinsam längs der optischen Achse beweg
bares, jedoch nicht um diese drehbares Element (28)
vorgesehen ist, daß entweder dieses Element (28)
oder der Betätigungszylinder (80) mit einem Vor
sprung (106) und das jeweils andere Teil (28) mit
einer dem Vorsprung (106) gegenüberstehenden und ihm
entsprechend bemessenen Aussparung (108) versehen
ist und daß der Vorsprung (106) und die Aussparung
(108) zu der Voreinstellvorrichtung gehören.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei der Ausgangsstellung der
Optik (24) der Vorsprung (106) und die Aussparung
(108) auch bei Drehung des Betätigungszylinders (80)
nicht miteinander in Eingriff stehen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei einer der Aus
gangsstellung entgegengesetzten Stellung der Optik
(24) der Vorsprung (106) in die Aussparung (108)
eingreift, so daß bei Befestigung eines Zusatzgeräts
(200) an dem Okular (22) der Vorsprung (106) aus
der Aussparung (108) herausbewegt und das
rohrförmige Element (28) längs der optischen Achse
bewegt wird, wodurch die Optik (24) aus dieser
Stellung in die Ausgangsstellung bewegt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP63058700A JP2761726B2 (ja) | 1988-03-11 | 1988-03-11 | 内視鏡の接眼装置 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3907856A1 true DE3907856A1 (de) | 1989-09-21 |
| DE3907856C2 DE3907856C2 (de) | 1992-12-17 |
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ID=13091802
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3907856A Granted DE3907856A1 (de) | 1988-03-11 | 1989-03-10 | Einstellvorrichtung fuer das okular eines endoskops |
Country Status (3)
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| DE102020205659A1 (de) | 2020-05-05 | 2021-11-11 | Richard Wolf Gmbh | Endoskop |
Families Citing this family (10)
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