DE3909410A1 - Verfahren fuer optische reflexionsmessungen und densitometer und druckkontrollstreifen zu seiner durchfuehrung - Google Patents
Verfahren fuer optische reflexionsmessungen und densitometer und druckkontrollstreifen zu seiner durchfuehrungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren für optische Re
flexionsmessungen an auf mehrfahrbigen Druckbögen befind
lichen Druckkontrollstreifen gemäß Oberbegriff des Haupt
anspruches und ferner ein Densitometer und einen Druck
kontrollstreifen zu dessen Durchführung.
Densitometrische Reflexionsmessungen der eingangs genann
ten Art sind bekannt und werden in der Drucktechnik all
gemein angewandt, so daß es diesbezüglich keines besonde
ren druckschriftlichen Nachweises bedarf. Solche Meßver
fahren dienen in der Druckindustrie zur Kontrolle der
Prozeßführung bspw. beim Offsetdruck und anderen autoty
pischen Druckverfahren.
Die dafür in der Druckindustrie benutzten Handdensitome
ter sind durchweg mit einem einzigen Meßkopf ausgerüstet.
Pro Messung wird immer nur ein einziges Kontrollfeld auf
dem Druckkontrollstreifen gemessen. Um die Volltondichte
der vier Skalenfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz ei
nes vierfarbigen Rasterdruckes an einer bestimmten Stelle
des Druckkontrollstreifens zu messen, sind vier Messungen
hintereinander auszuführen. Sollen außerdem die Raster
dichten der vier Skalenfarben im Mittelton und im Tiefen
ton festgestellt werden, was allgemein üblich und notwen
dig ist, sind weitere acht Einzelmessungen erforderlich.
Insgesamt sind also beim heutigen Stand der Technik zwölf
einzelne Messungen notwendig, um wenigstens die wichtig
sten densitometrischen Kennwerte an einer bestimmten
Stelle des Druckkontrollstreifens zu gewinnen. Weitere
Messungen kommen zwangsläufig hinzu, wenn der Druckkon
trollstreifen nicht nur an einer Stelle, sondern an meh
reren Stellen gemessen werden muß. Das ist immer dann der
Fall, wenn oberhalb des Druckkontrollstreifens nicht nur
eine kritische, sondern, über die Breite des Druckbogens
verteilt, mehrere kritische Bildstellen vorhanden sind.
Bei schwierigen Druckaufträgen ist es durchaus üblich,
den Druckkontrollstreifen in seiner gesamten Breite aus
zuwerten, um die Verteilung der Farbführung in der Druck
maschine über die gesamte Breite des Druckbogens an den
Farbenbedarf des Bildinhaltes anzupassen. Aus diesem
Grunde werden auch sogenannte Maschinendensitometer be
nutzt, bei denen der Meßkopf verfahrbar auf einer Schiene
angeordnet ist. Zur Auswertung wird der Druckbogen auf
den Tisch des Maschinendensitometers gelegt, bspw. durch
Vakuum festgehalten und dann der Druckkontrollstreifen
mit dem Meßkopf abgefahren. Die jeweilige Position des
Meßkopfes kann durch einen schrittmotor-gesteuerten An
trieb festgestellt werden. Ein gespeichertes Steuerpro
gramm entscheidet dabei; an welchen Feldern des Druckkon
trollstreifens Messungen vorgenommen werden sollen. Das
Ergebnis ist eine komplette Auswertung sämtlicher Felder
eines Druckkontrollstreifens, das zur leichteren Beurtei
lung auf einem Monitor in Form von Tabellen oder Graphi
ken dargestellt wird.
Diese Technik ist nicht nur aufwendig und teuern, sondern
in der Handhabung auch unangemessen umständlich, zumal
meist die Bedienungsperson der Druckmaschine nur an der
Auswertung von wenigen kritischen Stellen des Druckkon
trollstreifens interessiert ist. Diese Auswertungen sol
len allerdings so schnell wie möglich erfolgen, um in die
Steuerung der Druckmaschine ohne Verzögerung eingreifen
zu können. Maschinendensitometer können mit ihrem starren
Ablauf des Meßvorganges und ihrer oft unnötigen Daten
fülle insoweit nicht befriedigen. Die Folge ist, daß
Handdensitometer trotz ihrer vorerwähnten Nachteile un
gleich häufiger eingesetzt werden als Maschinendensitome
ter.
Um die Effizienz von Handdensitometern zu verbessern, ist
auch schon vorgeschlagen worden, die Meßeinheit der Hand
densitometer mit einem beweglichen Meßkopf oder mit einer
Diodenzelle auszurüsten, um mehrere aneinandergereihte
Kontrollfelder auf einmal erfassen zu können (siehe EPA
02 99 445).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren
der eingangs genannten Art dahingehend unter der Voraus
setzung einer besonderen Druckkontrollstreifenausbildung
mit der Maßgabe auszugestalten, daß es einfach und
schnell durchgeführt und das Gerät zu seiner Durchführung
relativ einfach ausgebildet werden kann und zwar nicht
nur hinsichtlich seines baulichen Aufwandes, sondern auch
hinsichtlich seiner Programmierbarkeit.
Diese Aufgabe ist mit einem Verfahren der eingangs ge
nannten Art nach der Erfindung mit dem in Kennzeichen des
Patentanspruches 1 angeführten Merkmalen gelöst.
Bei dieser erfindungsgemäßen Lösung werden also in einem
Meßvorgang nicht wie bisher üblich nur ein Kontrollfeld,
sondern mehrere Kontrollfelder zugleich erfaßt und ausge
wertet. Ferner nutzt diese Lösung zwar die Vorteile des
Densitometers nach der vorerwähnten EPA 02 99 445, vermei
det aber eine Abtastung der Meßstrecke in möglichst klei
nen Schritten, verbunden mit einer frei programmierbaren
Auswertung bestimmter Meßstellen, was dort nur mit einem
relativ großen technischen Aufwand verwirklicht werden
kann, der durch die erfindungsgemäße Lösung aber wesent
lich reduziert werden kann. Das erfindungsgemäße Verfah
ren beschränkt sich also gezielt auf eine diskrete Anzahl
von z. B. sechs aneinandergereihten Meßöffnungen, die zu
einer Meßeinheit zusammengefaßt sind und ermöglicht da
durch vorteilhaft die konstruktive Vereinfachung des Den
sitometers und dessen Handhabung.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist davon ausgegangen,
daß von den einzelnen Farben, die am Aufbau eines autoty
pisch erzeugten Bildes beteiligt sind, jeweils die Dichte
des Volltons, die Dichte eines Mitteltons und die Dichte
eines Tiefentons von wesentlicher Bedeutung sind und ge
messen und ausgewertet werden müssen. Für jede Messung
muß dabei ein besonderes Kontrollfeld auf dem Druckkon
trollstreifen vorhanden sein. Für den bekannten vierfar
bigen Rasterdruck sind das insgesamt zwölf und für den
beliebig mehrfarbigen Rasterdruck n × 3 Kontrollfelder,
wobei n der Anzahl der eingesetzten Druckfarben ent
spricht. Wird dabei die Meßeinheit mit n × 3 Meßöffnungen
ausgestattet, dann gelingt es, mit einem einzigen Meßvor
gang die Volltonfelder und die Rastfelder des Mittel
tons und des Tiefentons für alle beteiligten Druckfarben
auszuwerten. Geht man davon aus, daß die Mittenabstände
der aneinandergereihten Kontrollfelder bei einer Meßfeld
größe von 3 bis 4 mm⌀ zweckmäßigerweise nicht kleiner
als 5 bis 6 mm sein sollten, dann ergibt das für einen
vierfarbigen Druckkontrollstreifen eine Meßeinheit mit
zwölf Meßöffnungen, die mit den aneinandergereihten Meß
öffnungen eine Länge von 60 bzw. 72 mm besitzt.
Der Maßgabe im Kennzeichen des Hauptanspruches "mit maxi
mal zwei Meßvorgängen . . ." liegt folgendes zugrunde:
Die Herstellung, aber insbesondere auch die dazugehörige Verstärker- und Auswerte-Elektronik einer solchen Meßein heit ist zwar im Vergleich zum Densitometer nach der EPA 02 99 445 reduziert, aber noch relativ aufwendig. Eine vor teilhafte und bevorzugte Ausführungsform der Meßeinheit besteht deshalb darin, anstelle der n × 3 Meßöffnungen nur die halbe Anzahl vorzusehen. Zur Erfassung der kom pletten Meßwerte der beteiligten Farben sind dann an stelle eines Meßvorganges zwei Meßvorgänge auszuführen, was durch den Vorteil der leichteren Handhabung des Meß gerätes einen vernüftigen Kompromiß darstellt. Eine wei tere Verminderung der n × 3 Meßöffnungen auf ein Drittel oder ein Viertel dieser Zahl ist zwar grundsätzlich mög lich, aber weniger sinnvoll, weil dadurch die Anzahl der notwendigen Meßvorgänge entsprechend zunimmt, d. h., es würde sich hierbei gewissermaßen lediglich um eine ver schlechterte Ausführungsform des Verfahrens und des Den sitometers handeln.
Die Herstellung, aber insbesondere auch die dazugehörige Verstärker- und Auswerte-Elektronik einer solchen Meßein heit ist zwar im Vergleich zum Densitometer nach der EPA 02 99 445 reduziert, aber noch relativ aufwendig. Eine vor teilhafte und bevorzugte Ausführungsform der Meßeinheit besteht deshalb darin, anstelle der n × 3 Meßöffnungen nur die halbe Anzahl vorzusehen. Zur Erfassung der kom pletten Meßwerte der beteiligten Farben sind dann an stelle eines Meßvorganges zwei Meßvorgänge auszuführen, was durch den Vorteil der leichteren Handhabung des Meß gerätes einen vernüftigen Kompromiß darstellt. Eine wei tere Verminderung der n × 3 Meßöffnungen auf ein Drittel oder ein Viertel dieser Zahl ist zwar grundsätzlich mög lich, aber weniger sinnvoll, weil dadurch die Anzahl der notwendigen Meßvorgänge entsprechend zunimmt, d. h., es würde sich hierbei gewissermaßen lediglich um eine ver schlechterte Ausführungsform des Verfahrens und des Den sitometers handeln.
Das erfindungsgemäße Meßverfahren verlangt allerdings die
Verwendung eines Druckkontrollstreifens besonderer Art
gemäß Anspruch 2, denn die Anordnung der Kontrollfelder
herkömmlicher Druckkontrollstreifen ist für die Anwendung
des erfindungsgemäßen Mehrfachmeßverfahrens ungeeignet.
Druckkontrollstreifen besitzen nämlich nicht nur Kon
trollfelder für densitometrische Messungen, sondern auch
Kontrollfelder, die ausschließlich der visuellen Beurtei
lung dienen. Das sind zum Beispiel Feinstrichfelder und
Spitzpunktfelder, mit denen die vorangegangene Kopie der
Druckplatte beurteilt werden kann oder die Strichfelder
zur Kontrolle von Schieben und Dublieren, die je nach
Ausführung entweder visuell oder auch densitometrisch
ausgewertet werden. Der visuellen und densitometrischen
Kontrolle dienen auch sogenannte Graubalancefelder, die
durch das Übereinanderdrucken gerasteter Farbfelder ein
Signal für die Ausgewogenheit der Farbführung der am
Bildaufbau beteiligten Druckfarben liefern. Schließlich
gibt es Kontrollfelder, die nur in Sonderfällen, zum Bei
spiel im Rahmen einer Optimierung der Maschineneinstel
lung gemessen werden. Hierzu gehört zum Beispiel die Meß
felder zur Kontrolle der Farbannahme (siehe hierzu Fogra
Praxisreport Nr. 28, 1985).
An herkömmlichen Druckkontrollstreifen sind alle diese
Kontrollfelder nach Gesichtspunkten angeordnet, die von
einer Punkt-für-Punkt-Messung oder den vorher beschriebe
nen Meßmethode der Maschinendensitometer ausgehen. Das
heißt, die Reihenfolge der Vollton- und Rasterfelder ist
in unregelmäßigen Abständen von Sonderfeldern unterbro
chen, die überhaupt nicht oder nur in bestimmten Fällen
gemessen werden sollen. Hinzu kommt, daß die verschie
denen Kontrollfelder und insbesondere die Sonderfelder
oft unterschiedlich breit sind und deshalb von einer
Meßeinheit mit mehreren gleichabständigen Meßöffnungen
nicht erfaßbar sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren, der dabei notwendig zu
verwendende Druckkontrollstreifen und das Densitometer zu
seiner Durchführung werden nachfolgend anhand der zeich
nerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher er
läutert.
Fig. 1 perspektivisch das Densitometer;
Fig. 2 vergrößert den Meßeinheitteil des Densitome
ters;
Fig. 3 den erfindungsgemäß zu verwendenden Druckkon
trollstreifen, wie er im Randbereich eines
mehrfarbigen Druckbogens in Erscheinung tritt
und
Fig. 4 den gegenständlichen Druckkontrollstreifen zur
Erzeugung des Druckkontrollstreifens auf dem
mehrfarbigen Druckbogen.
Fig. 1, 2 zeigen als Ausführungsbeispiel ein Handdensito
meter mit sechs Meßöffnungen 5 mit der Anzeigeeinheit 8,
einem Tastenfeld 9 für die Anwahl der Meßfunktionen und
ein Gehäuse 10, in und an dem alle Elemente des Gerätes
angeordnet sind. Mit einem Meßgerät der dargestellten
Ausführung können die 4 × 3 = 12 Kontrollfelder eines
Vierfarben-Kontrollstreifens in zwei Meßvorgängen voll
ständig erfaßt und ausgewertet werden. Die die aneinan
dergereihten Meßöffnungen 5 enthaltende Meßeinheit ist
mit 4 bezeichnet. 2 sind die Kontrollfelder des Druckkon
trollstreifens 7 mit den von den Meßöffnungen 5 jeweils
erfaßbaren eigentlichen Meßfeldgrößen 3, deren unterein
ander gleicher Mittenabstand mit 1 bezeichnet ist. 6
stellt die gesamte, von der Meßeinheit 4 erfaßbaren Länge
des Druckkontrollstreifens 7 dar.
Hierzu wird nachfolgend im einzelnen auf Fig. 3 Bezug ge
mommen, die einen Druckkontrollstreifen mit gleichgroßen
Kontrollfeldern zeigt.
Der Mittenabstand des Ausführungsbeispiels von Feld zu
Feld beträgt 6 mm. Ein vollständiger Meßzyklus besteht
aus sechzehn Kontrollfeldern. Eine Meßfeldsequenz ist
6 × 16 = 96 mm lang. Zwölf Meßfeldsequenzen ergeben eine
Länge des Druckkontrollstreifens von 1,152 mm, womit die
Breite eines häufig benutzten Druckformats im Bogenoff
setdruck abgedeckt wird. Für größere und kleinere Bogen
formate sind längere und kürzere Druckkontrollstreifen
anwendbar.
Am Anfang der Meßfeldsequenz stehen im Fall des hier be
schriebenen Vierfarben-Kontrollstreifens die zwölf farbi
gen Felder der Volltondichte, der tiefen und mittleren
Rasterdichte (in Fig. 3 mit 100, 80 und 40 bezeichnet)
für C = Cyan, M = Magenta, Y = Gelb, B = Schwarz. Daran
schließen sich zwei mit GB bezeichnete Graubalancefelder an,
wobei M das Mitteltonfeld und T das Tiefentonfeld bezeichnet.
An die beiden Graubalancefelder schließen sich zwei Sonder
felder S 1 und S 2 an. Während die farbigen Meßfelder und die
beiden Graubalancefelder in jeder Meßfeldsequenz vorhanden
sind, treten unter S 1 und S 2 abwechselnd von Meßfeldsequenz
zu Meßfeldsequenz andere Sonderkontrollfelder auf.
Beim gegenständlichen Druckkontrollstreifen, wie er in Fig. 4
dargestellt ist, handelt es sich um Filmmaterial, mit dem die
darin enthaltenen einzelnen Streifen für die beteiligten Far
ben in bekannter Weise auf die Druckform durch Kopie übertra
gen werden, um dann den Druckkontrollstreifen als einzigen
und fortlaufenden Streifen am Rand des Druckbogens drucken zu
können. Von bekannten, gegenständlichen Druckkontrollstreifen
dieser Art weicht der gemäß Fig. 4 insofern ab, als dieser
die Kontrollfelder gemäß Fig. 3 auf seinen einzelnen Streifen
entsprechend verteilt und geordnet enthält.
Dieser Druckkontrollstreifen ist nach folgenden Gesichts
punkten angelegt:
Tragender und damit erfindungswesentlicher Ausgangspunkt
sowohl für das Verfahren als auch die Densitometerausbildung
ist die in spezieller Weise geordnete Gestaltung des
Druckkontrollstreifens, und zwar unter Berücksichtigung sei
ner optimalen Lesbarkeit durch die mit mindestens sechs Sen
soren ausgestattete Meßeinheit und des geräteinternen Meß
wertumsetzers und seines Auswerteprogramms für die Meß
signale.
Weitere Gesichtspunkte sind im einzelnen die folgenden:
- 1. Die für densitometrische Messungen vorgesehenen Kon trollfelder sind gleich groß. Ihr Mittenabstand ent spricht dem Mittenabstand der Meßöffnungen der Meßeinheit.
- 2. Die Volltonfelder und die Rasterfelder für Mittelton und Tiefenton der am Bildaufbau beteiligten Druck farben werden hintereinander ohne Unterbrechung durch andere Kontrollfelder angeordnet. Eine Anord nung dieser Felder in einer bestimmten Reihenfolge, zum Beispiel Vollton Cyan, Tiefenton Cyan, Mittel ton Cyan; Vollton Magenta, Tiefenton Magenta, Mit telton Magenta usw. vereinfacht das Programm für die automatische Erkennung der Kontrollfelder nach Farbe und Art. Fehlbedienungen durch eine falsche Positio nierung der Meßeinheit auf dem Druckkontrollstreifen sind leichter vermeidbar und können im aktuellen Fall durch ein relativ einfaches Programm vom Gerät erkannt und angezeigt werden.
- Hier ist die Erklärung auszuführen, daß die Farbe eines Kontrollfeldes durch einen besonderen Aufbau der einzelnen Meßelemente, aus denen die Meßeinheit besteht, erkannt wird. Jedes Meßelement ist mit meh reren Photodioden bestückt - für jede zu messende Farbe eine Photodiode -, die auf das zu messende Kontrollfeld gerichtet sind. Ein Vergleich der Signale der mit komplementärfarbigen Filtern be stückten Photodioden führt zur Erkennung der Farbe des gemessenen Kontrollfeldes und zur Auswertung des richtigen Dichtewerts, der der erkannten Farbe ent spricht.
- 3. Die farbigen Kontrollfelder für Volltondichten und Rasterdichten sollen mit einem mehr oder mit zwei Meßvor gängen vollständig erfaßt werden können. Im ersten Fall ist die Anzahl der Kontrollfelder identisch mit der Anzahl der Meßöffnungen. Im zweiten Fall beträgt die Anzahl der farbigen Kontrollfelder das doppelte. Andere Verhältnisse zwischen Anzahl der farbigen Kontrollfelder und Anzahl der Meßöffnungen sind grundsätzlich möglich, aber sowohl von der Handha bung als auch der Gestaltung des Meßprogramms kom plex und damit weniger günstig.
- 4. Die Auswertung der farbigen Vollton- und Rasterfel der hat wegen der besonderen Bedeutung ihre Kenn werte für die Steuerung der Druckmaschine Priorität. Dem kann beim Aufbau des Druckkontrollstreifens durch eine geeignete Sequenz der Kontrollfelder Rechnung getragen werden, indem die farbigen Voll ton- und Rasterfelder den übrigen Kontrollfeldern vorangestellt werden und gegebenenfalls in der Se quenz häufiger erscheinen als die Sonderfelder.
- 5. Die Bedeutung der Graubalance für den Druckprozeß wird am besten durch zwei Graubalancefelder berück sichtigt, durch ein Mitteltonfeld und ein Tiefenton feld. Beide Felder werden zum leichteren visuellen Vergleich neben den Kontrollfeldern der Farbe Schwarz angeordnet und erscheinen gleich häufig wie die farbigen Kontrollfelder. Eine feste Zuordnung der Graubalancefelder zu den vorangestellten farbi gen Kontrollfeldern führt zu einem einfachen Pro gramm für die Erkennung der Graubalancefelder.
Im Ausführungsbeispiel sind folgende Sonderkontrollfelder
in folgender Reihenfolge gewählt:
12 - Meßfelder für das Schieben und Dublieren für die Farbe Cyan
13 - Meßfelder für das Schieben und Dublieren für die Farbe Magenta
14 - Meßfelder für das Schieben und Dublieren für die Farbe Gelb
15 - Meßfelder für das Schieben und Dublieren für die Farbe Schwarz
16 - Spitzpunktfelder für die vier Druckfarben mit Rasterpunkten von 2, 3, 4 und 5%
17 und 18 - Meßfelder für die Kontrolle der Farbannahme
19 - Ist identisch mit 12, d. h., die Reihenfolge der Sonderfelder beginnt - bei entsprechender Länge des Kontrollstreifens - von vorne.
12 - Meßfelder für das Schieben und Dublieren für die Farbe Cyan
13 - Meßfelder für das Schieben und Dublieren für die Farbe Magenta
14 - Meßfelder für das Schieben und Dublieren für die Farbe Gelb
15 - Meßfelder für das Schieben und Dublieren für die Farbe Schwarz
16 - Spitzpunktfelder für die vier Druckfarben mit Rasterpunkten von 2, 3, 4 und 5%
17 und 18 - Meßfelder für die Kontrolle der Farbannahme
19 - Ist identisch mit 12, d. h., die Reihenfolge der Sonderfelder beginnt - bei entsprechender Länge des Kontrollstreifens - von vorne.
Wird ein Densitometer mit sechs Meßöffnungen verwendet,
bietet sich folgende sinnvolle Reihenfolge der Meßvor
gänge an:
Messung der farbigen Felder von Cyan und
Magenta
Messung der farbigen Felder von Gelb und
Schwarz
Nach diesen zwei Meßvorgängen ist die Messung und Auswer
tung der farbigen Kontrollfelder vollständig.
Messung der zwei Graubalancefelder und der
zwei Sonderfelder, soweit die Sonderfelder
für den sitometrische Messungen bestimmt
sind
Beginn eines neuen Meßzyklus mit den Farb
feldern von Cyan und Magenta
Eine für das Verfahren nicht typische Besonderheit des
Ausführungsbeispiels ist, daß bei der 3. üblichen Messung
von Sonderfeldern nur vier der sechs Meßöffnungen 5 ge
nutzt werden und zwei Meßöffnungen Kontrollfelder messen,
die bereits zur 4. Messung gehören. Als eine Variante des
Ausführungsbeispiels ist ein Druckkontrollstreifen denk
bar, der anstelle von nur zwei insgesamt vier Sonderfel
der bei der 3. Messung erfaßt. Tatsächlich sind Anwendun
gen denkbar, für die mehr als nur zwei Sonderfelder pro
Sequenz vorteilhaft sind. Andererseits sollte mit Rück
sicht auf eine leichte Bedienbarkeit die Zahl der Sonder
felder auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt blei
ben.
Claims (5)
1. Verfahren für optische Reflexionsmessungen an auf
mehrfarbigen Druckbögen befindlichen Druckkon
trollstreifen unter Verwendung eines Densitometers,
mit dessen Meßeinheit bestimmte Meßfelder des Druck
kontrollstreifens gemessen und die Meßwerte im Rech
ner des Densitometers auswertbar umgesetzt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Druckkontrollstreifen mit sich in ihrer
Größe entsprechenden und nach Farbe und Art (Voll-,
Mittel-, Tiefenton) geordneten Meßfeldern verwendet
wird, und daß zur Durchführung der Messung gleich
zeitig mehrere Sensoren auf entsprechend be
abstandete Meßfelder des Druckkontrollstreifens in
Stellung gebracht und dabei mit maximal zwei Meßvor
gängen die Vollton-, Mittelton- und Tiefentondichten
der am Bildaufbau beteiligten und entsprechend im
Druckkontrollstreifen vorhandenen Druckfarben gemes
sen werden.
2. Druckkontrollstreifen zur Durchführung des Verfah
rens nach Anspruch 1, bestehend aus mehreren, in
Reihe angeordneten Meßfeldern, die die am Bildaufbau
des Druckbogens beteiligten Druckfarben aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die sich in ihrer Größe entsprechenden Meßfelder
(5) nach Farbe und Art (Voll-, Mittel-, Tiefenton)
im Druckkontrollstreifen (7) geordnet angeordnet
sind.
3. Densitometer zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, bestehend aus einer an oder in einem Ge
häuse angeordneten Meßeinheit, die über einen im Ge
häuse befindlichen Meßwertumsetzer (Mikrocomputer)
mit einer Meßwertanzeige verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßeinheit (4) mit mehreren, in Reihe ange
ordneten, entsprechend meßfeldbeabstandeten, mit
Meßöffnungen (5) versehenen Sensoren (11) und jeder
Sensor (11) mit mehreren Fotodioden ausgestattet
ist, wobei jeder Sensor zur Erkennung der Art und
Farbe des Meßfeldes (5) mit mehreren filterbestück
ten Dioden ausgestattet ist und der geräteinterne
Meßwertumsetzer die Auswertung der Meßsignale unter
Berücksichtigung der Ordnung des Druckkontrollstrei
fens vornimmt.
4. Densitometer nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Auswertprogramm des geräteinternen Meß
wertumsetzters derart ausgestaltet ist, daß es Art
und Farbe der gemessenen Kontrollfelder aufgrund der
typischen Meßwerte erkennt.
5. Densitometer nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Auswertprogramm des geräteinternen Meß
wertumsetzers derart ausgestaltet ist, daß es Art
und Farbe der gemessenen Meßfelder (5) aufgrund de
ren spezifischer Reihenfolge im Druckkontrollstrei
fen erkennt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893909410 DE3909410A1 (de) | 1989-03-22 | 1989-03-22 | Verfahren fuer optische reflexionsmessungen und densitometer und druckkontrollstreifen zu seiner durchfuehrung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893909410 DE3909410A1 (de) | 1989-03-22 | 1989-03-22 | Verfahren fuer optische reflexionsmessungen und densitometer und druckkontrollstreifen zu seiner durchfuehrung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3909410A1 true DE3909410A1 (de) | 1990-09-27 |
Family
ID=6376956
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893909410 Withdrawn DE3909410A1 (de) | 1989-03-22 | 1989-03-22 | Verfahren fuer optische reflexionsmessungen und densitometer und druckkontrollstreifen zu seiner durchfuehrung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3909410A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4305968A1 (de) * | 1993-02-26 | 1994-09-01 | Techkon Elektronik Gmbh | Handmeßgerät für Remissionsmessungen an farbigen Kontrollfeldern von Druckbogen |
| DE102007029211A1 (de) * | 2007-06-25 | 2009-01-08 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Verbesserter Druckkontrollstreifen zur Farbmessung auf Bedruckstoffen |
-
1989
- 1989-03-22 DE DE19893909410 patent/DE3909410A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4305968A1 (de) * | 1993-02-26 | 1994-09-01 | Techkon Elektronik Gmbh | Handmeßgerät für Remissionsmessungen an farbigen Kontrollfeldern von Druckbogen |
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