DE390980C - Nachdreheinrichtung fuer Flaechen, die sich in einem unstarren Medium bewegen - Google Patents

Nachdreheinrichtung fuer Flaechen, die sich in einem unstarren Medium bewegen

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DE390980C
DE390980C DEF48598D DEF0048598D DE390980C DE 390980 C DE390980 C DE 390980C DE F48598 D DEF48598 D DE F48598D DE F0048598 D DEF0048598 D DE F0048598D DE 390980 C DE390980 C DE 390980C
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H25/00—Steering; Slowing-down otherwise than by use of propulsive elements; Dynamic anchoring, i.e. positioning vessels by means of main or auxiliary propulsive elements
    • B63H25/06—Steering by rudders
    • B63H25/38—Rudders
    • B63H25/381—Rudders with flaps

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Force Measurement Appropriate To Specific Purposes (AREA)

Description

  • Nachdreheinrichtung für Flächen, die sich in einem unstarren Medium bewegen. L m in einem unstarren Medium bewegte Flächen zu irgendwelchen Zwecken, beispielsweise zum Zweck der Steuerung eines Wasser-oder Luftfahrzeuges, zu verstellen, hat man die zur Verstellung der Flächen erforderlichen Kräfte der Strömung entnommen und über mehrere hintereinander geschaltete Hilfsflächen stufenweise auf die Flauptfläche wirken lassen. Dabei mußte die Anordnung der einzelnen Teile so getroffen «-erden, daß die Hilfsflächen, während @lie Hauptfläche die erwünschte Bewegung ausführt, wieder nach ihrer ursprünglichen Lage gegenüber der ihnen vorgeschalteten Fläch-- zurückgeführt werden, und (laß dabei auch bei unerwünschten, von fier Strömung verursachten Bewegungen, besonders solchen der Idauptflä ehe, die Hilfsflächen und insbesondere (von der Hauptfläche aus gerechnet) die letzte Hilfsfläche so eingestellt werden, (laß sie solchen uti: rwünschten Bewegungen entgegenwirken.
  • Gemäß der Erfindung wird hierfür eine besonders zweckmäßige hinrichtung in der Weise getroffen, daß jeder Fläche, mit Ausnahme der (von der Hauptfläche aus gerechnet) letzten Hilfsfläche, ein gegen sie verdrebbares, ihr die Richtung und das Maß der. Verstellung vorschreibendes Organ (ein Richtungsweiser) zugeordnet wird. Die Richtungsweiser der einzelnen Flächen sind miteinander gekuppelt. Sie bilden 'Geile einer sympathischen Nachdrehvorrichtti:ig, die unmittelbar durch die Strömung bedient wirrl.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise in Anwendung auf ein Schiffsruder veranschaulicht; sie ist aber auch bei Luftfahrzeugsteuern oder zur Verstellung von Flächen, die durch ihre Bewegung in der Ströinung Arbeit leisten oder aufnehmen (Flügel von Propellern, Luft- oder Wasserför#lerern, Ventilatoren, Kompressoren, tVindmühl.n, verstellbare Tragflügel von Luftfahrzeugen tisw. ), verwendbar.
  • In Abb. i ist (r die am Schiffsrumpf drehbare Hauptfläche, die durch clen Strönitingsdruck verstellt werden soll: b und c sind zwei hintereinander geschaltete Hilfsflächen. In einem Ausschnitt rler Hauptfläche (:der an Hebelarmen, die von ihr ausgehen., dreht sich die Fläche b, in einem Ausschnitt der Fläche h oder an Hebelarmen, die von ihr ausgehen, die Hilfsfläche c. Jeder Fläche ist ein Richtungsweiser zugeordnet, der ihr die Richtung zt:-weist, in der sie sich bei der Verstellung bewegen soll und von dessen Einstellung (las Maß ihrer Verdrehung abhängig ist. Der Richtungsweiser d der Fläche a ist mit dein Richtungsweiser c (Ier Fiiiche b durch die Zahnung f, der Richtungsweiser c durch die Zahnung g unmittelbar mit der Achse der letzten Hilfsfläche c gekuppelt. Die Riclitungswcisei7 sind zweckmäßig auf der Achse der ihnen zugeordneten Flächen drehbar befestigt.
  • Abb.2 zeigt in anderer, noch mehr vereinfachter Darstellung die Anordnung der Richtungsweiser iin Grundriß.
  • Soll nun durch den Strömungsdruck die Hauptfläche a aus der in Abb. 2 und 3 gezeichneten Anfangslage, die mit der durch einen Pfeil angedeuteten Strömungsrichtung zusammenfällt, um ein bestimmtes Maß verstellt werden, et-,va um den Winkel rc (Abb. 3), so wird zuerst der Richtungsweiser d urn einen Winkel y, der gleich a, vermehrt um einen bestimmten weiter unten erörterten Betrag.:-ist, und hierdurch auch der Richtungsiveiser e verstellt. Dieser verstellt mittels des Zahntriebes g das Zahnrad 11. und damit die letzte Hilfsfläche c (Abb. 3).
  • Da die Hilfsfläche c jetzt einen @@'inlcel d mit der Hilfsfläche b bildet, erzeugt die Ströinunr auf der konvexen Seite des Systems einen Unterdruck, auf der konkaven einen Chefdruck, und die Druckdifferenz bewirkt jetzt eine Verstellung der Fläche b.
  • Während dieser Verstellung von h erfolgt aber durch Abrollen von h an g eine Rückdrehung von c und damit eine Vergrößerung des Winkels d. Diese Rückdrehung geht nicht bis zur Nullage von c gegenüber b (1 d = i 8o° ). sondern nur bis zum Ausgleich der auf (lie beiden Flächen wirkenden Strrnnungskräfte (Abb. q.).
  • Die so verstellte Hilfsfläche b bildet ihrerseits mit der Hauptfläche a einen Winkel : ; die Strömung erzeugt nun auf der konvexen Seite des Systems a, b einen -Unterdruck, auf der konkaven einen Überdruck, und clie Druckdifferenz bewirkt jetzt eine Verstellung rler Fläche a in der von ihrem Richtungsweiser vorgeschriebenen Richtung. Während diesen-Verstellung der Hauptfläche a erfolgt aber durch Abrollen des Richtungswcisers c° an f eine Rückdrehung des Richtungsweisers e der l--läclie'b. Diese Rückdrehung des Richtungsweisers c-. überträgt dieser durch sein Zahnsegment auf die Fläche c, die somit eine ztisätzliche Rückdrehung erfährt (Abb. 5).
  • Diese Verstellung, die hier in ihre einzeln: ii einander übergreifenden Phasen zerlegt gschildert wurzle, verläuft natürlich nicht so. (lall zunächst nur die Fläche #) ihre volle Bewegung ausführt und dann erst die Fläche sich bewegt; vielmehr wirkt schon bei einer geringen Verstellung der Hilfsfläche c diese \-erstellend auf die Hilfsfläche h, um1 diese wieder auf die Hauptfläche cr, unrl auch die Rückdrehung der Hilfsflächen erfolgt gleichzeitig;. Uin einmal diese Riick@lrelitirg auszu---leichen und -las durch sie zu friili wiederhergestellte Gleichgewicht cIer Kräfte aufzuheben, muß zur Verstellung der Hauptfläche um dein Winkel rl ihr Richtungsweiser nicht nur uni r:. sondern um a + x verstellt «-erden, wobei -iunter Umständen ein Vielfaches von @i, seih kann.
  • Um dann aber eine nihglichst rasche un:1 kräftige Wirkung des Steuers auf das Schiff bei geringstem Kraftaufwand zu erzielen, wird an Stelle der einfachen Kupplung der Richtungsweiser bzw. der letzten Fläche eine ins Schnelle übersetzte Kupplung angeordnet. Ein Beispiel hierfür ist: in Abb. 6 dargestellt. Die große Übersetzung von .dem Richtungsweiser d' der Hauptfläche a auf .den Richtungsweiser e' der ersten Hilfsfläche b und von diesem auf das Zahnrad li der zweiten Hilfsfläche c bedingt für eine nur kleine Verstellung von d' einen großen. und raschen Ausschlag der Hilfsfläche c und eine entsprechend starke Verdrehung der Flächen b und a.
  • Diese Übersetzung ins Schnelle von der Hauptfläche bis zur letzten Hilfsfläche kann in verschiedener Weise auf .die einzelnen Teile verteilt werden, entwedergleichmäßig zu- und wieder abnehmend, oder aber, was .das zweckmäßigste ist, -allmählich gesteigert, wie bei dem .beschriebenen Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 6; also durch eine erste Übersetzung ins Schnelle zwischen dem Richtungsweiser der Hauptfläche und dem Richtungsweiser '' der ersten Hilfsfläche und eine weitere zwischen dem Richtungsweiser .der ersten Hilfsfläche und der zweiten Hilfsfläche. Die zur Verstellung .des ganzen Systems erforderliche Kraft hängt .im wesentlichen nur von der Größe der letzten Hilfsfläche und dem Grade ihrer Ausbalancierung ab.
  • i'Vlit den Anordnungen gemäß der Erfindung ist, abgesehen von-der Geschwindigkeit der Verstellung und Zurückführung und von der nahezu winkelgerechten Nachdrehung zwischen .den Flächen und ihren Richtungsweisern, auch noch der Forderung -genügt, daß das Flächensystem Ausschlägen, die durch die Einwirkung störender Strömungen auf die Hauptfläche hervorgerufen werden, schnell entgegenwirkt.
  • Bei der Anordnung, bei der die Übersetzung zwischen den einzelnen Richtungsweisern nach dem kleinsten Hilfssteuer hingesteigert wird, ergibt sich besonders der Vorteil, .daß auch die Gegenwirkung durch die Übersetzung ins Schnelle beschleunigt und verstärkt wird. Auch hier erzielt man dadurch, daß die Übersetzung allmählich gesteigert wird, die Wirkung, ,daß nunmehr jede der Flächen infolge der Übersetzung ihres Richtungsweisers ins Schnelle .durch rasche und kräftige Gegenwirkung der nächstfolgenden Flächen gegen unbeabsichtigte Ausschläge geschützt wird.
  • Das beschriebene Ausführungsbeispiel bezog sich auf die Anordnung einer Hauptfläche mit nur zwei Hilfsflächen. Die Erfindung äst aber mit Vorteil auch für Anordnungen verwendbar, bei denen mehr als zwei Hilfsflächen hintereinander geschaltet sind oder bei denen auf eine Hauptfläche mehrere Hilfsflächen in Parallelschaltung wirken. Wie schon erwähnt, kann die Anordnung zur Steuerurig von Luft-und Wasserfahrzeugen, beispielsweise zur Verminderung ,der zum Steuern erforderlichen Kraft bei Schiffsrudern, Verwendung finden. Auch bei den größten Schiffen kann " man immer so viel Hilfsflächen hintereinander anordnen, daß die Steuerung durch Bedienung der letzten von ihnen mit ,geringen Kräften, z. B. durch Kreiselapparate oder aber von Hand, ausgeführt werden kann. Die Erfindung ist aber nicht nur auf Steuerungen beschränkt, sondern, wie bereits oben erwähnt, auch auf solche Flächen anwendbar; die bei ihrer Bewegung in dem sie umgebenden Mittel Nutzarbeit aufnehmen oder abgeben.
  • Die Erfindung eist ferner nicht nur auf Hilf sflächenanordnungen anwendbar, bei denen ein Richtungsweiser fortgesetzt verstellt wird; sie kann mit Vorteil auch .da Anwendung finden, wo Flächen dauernd in einer bestimmten Lagegehalten werden sollen (z. B, Tragflächen, Flügel von Propellern und Windmühlen usw.).

Claims (3)

  1. PATRNT-ANsPRÜCHE: i. Einrichtung zum Verstellen von Flächen, die sich in dem sie umgebenden Mittel bewegen, mit Hilfe des auf die Fläche über Hilfsflächen stufenweise wirkenden Strömungsdruckes, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Fläche, mit Ausrahme der (von der Hauptfläche aus gerechnet) letzten Hilfsfläche, ein relativ zu ihr drehbares, die. Verstellrichtung vorschreibendes Organ (Richtungsweiser) zugeordnet ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Richtungsweiser koaclisial zur Drehachse der Fläche angeordnet ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtungsweiser untereinander bzw. mit der letzten Hilfsfläche durch eine Übersetzung ins Schnelle (Ton .der Hauptfläche aus gerechnet) gekuppelt sind. 4.. Anordnung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß, von der Hauptfläche ausgebend, die Übersetzung von einem Richtungsweiser zum nächsten bzw. zur letzten Hilfsfläche gesteigert ist:
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