DE3914992C2 - Vorrichtung zum Verbinden der Enden von mit einer Drahtumflechtung versehenen Ringwellenschläuchen - Google Patents
Vorrichtung zum Verbinden der Enden von mit einer Drahtumflechtung versehenen RingwellenschläuchenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden
der Enden von Ringwellschläuchen mit der sie umgebenden
Drahtumflechtung oder mit der Drahtumflechtung und einer
am Ende aufgebrachten Hülse mittels Schweißung unter
Schutzgas.
Aus der DE-Gbm 83 23 262 ist eine Vorrichtung bekannt,
bei der die Enden von Fernwärmeleitungen, die aus einem
Innenrohr, einem Außenrohr und einer darauf aufgebrach
ten Umhüllung bestehen, an ihren Enden mit Hülsen ver
sehen werden, um die Fernwärmeleitung an Verbraucher
oder dergleichen anschließen zu können. Die bekannte
Vorrichtung dient insbesondere dazu, bei der Verbindung
zwischen Innenrohr und einer darauf aufgesetzten
Schweißhülse die Schweißnaht innen mit Schutzgas zu be
aufschlagen. Die bekannte Vorrichtung weist zudem einen
in die Öffnung von Ringwellschläuchen einbringbaren und
die Öffnung verschließenden Körper auf, der eine Schutz
gaszuführleitung enthält, die den Körper im in die Öff
nung des Ringwellschlauches eingebrachten Zustand in das
Innere des Ringwellschlauches gerichtet durchquert. Bei
der bekannten Vorrichtung gehen von einem mittleren Gas
zuführstutzen Bohrungen ab, die das Innere des Ringwell
schlauches mit Schutzgas versorgen.
Mit einer Metalldrahtumflechtung versehene Ringwell
schläuche, die mit der Vorrichtung behandelt und bear
beitet werden sollen, dienen in der Regel als Förderlei
tung für korrosiv wirkende Flüssigkeiten, Dämpfe und
Gase und sind insbesondere für hohe Druckbeanspruchungen
des in ihnen beförderten Fördermittels ausgelegt. Weit
verbreitet ist die Anwendung von derartigen metalldraht
umflochtenen Ringwellschläuchen in der Lebensmittelin
dustrie, beispielsweise in Molkereien zur Förderung von
Milch und flüssigen Milchprodukten sowie in der Pharma
industrie. Ringwellschläuche der hier beschriebenen Art
bestehen in der Regel aus Edelstahl ebenso wie die Me
talldrahtumflechtung.
Diese Ringwellschläuche werden von der Industrie in gro
ßen Längen gefertigt und müssen den für ihren bestim
mungsgemäßen Einsatz geforderten Längen dadurch angepaßt
werden, daß sie mechanisch durch Sägen oder dgl. aufge
trennt werden. Im Bereich der Trennung ist die Metall
drahtumflechtung, die aus einzelnen dünnen Metalldrähten
besteht, mechanisch instabil, d. h. die einzelnen Me
talldrähte stehen mit ihren Enden offen da und müssen,
damit die Ringwellschläuche vorbestimmter Länge auch
bestimmungsgemäß einsetzbar sind, mit dem ab- bzw. auf
getrennten Ende des Ringwellschlauches verbunden werden.
Dieses geschieht in der Regel mittels eines Schutzgas
schweißvorganges, bei dem in einer um die Öffnung des
Ringwellschlauches umlaufenden Schweißnaht die Metall
drahtumflechtung mit dem Ringwellschlauch verbunden
wird. Der Ringwellschlauch ist in der Regel ein ringge
wellter Ganzmetallschlauch aus stumpfgeschweißtem Rohr.
An die Güte einer derartigen, unter Schutzgas
hergestellten Schweißnaht sind sehr große Anforderungen
in bezug auf Oxydfreiheit und Ausschluß kristalliner
Einschlüsse gestellt, um derartige Ringwellschläuche,
insbesondere für den Einsatz in der Lebensmittelindu
strie oder Pharmaindustrie, geeignet zu machen.
Es ist deshalb beim Schweißvorgang erforderlich, daß in
allen Zuständen des Schweißens der Zutritt von Umge
bungs- bzw. Luftsauerstoff zur Schweißnaht wenigstens im
Moment des aktiven Schweißvorganges vermieden wird.
Bisher wurden derartige Schweißnähte auf konventionelle
Weise nach dem sogenannten Wolfram-Inert-Gas-Schweißver
fahren, dem sogenannten WIG Schweißen per Hand ausge
führt, wobei das Schutzgas bzw. Formiergas, entweder
vollständig aus Argon-Gas oder aus einem Argonwasser
stoffgasgemisch, dem sogenannten W 2-Gas, gebildet wird.
Es hat sich bei der bisherigen Art der Ausbildung der
Schweißnaht mit den vorgenannten Schweißverfahren ge
zeigt, daß infolge ungenügender Abdeckung der Schweiß
naht bzw. des momentanen Schweißortes mit Schutzgas
nicht ausgeschlossen werden konnte, daß bisweilen der
Luft- bzw. Umgebungssauerstoff dennoch Zugang zur
Schweißnaht hatte, so daß es zu den auf alle Fälle zu
vermeidenden Einschlüssen von Kristallen oder Oxyden
kam. Diese sehr nachteiligen Einschlüsse in der Schweiß
naht zeigten sich jedoch nicht sofort, sondern erst bei
längerem Einsatz der derart bearbeiteten, mit Metall
drahtumflechtungen versehenen Ringwellschläuchen, d. h.
wenn sie längere Zeit dem bestimmungsgemäßen aggressiven
Medium ausgesetzt waren. Dieses hatte dann in der Regel
zur Folge, daß nach verhältnismäßig kurzer Betriebszeit
alle derartigen schadhaften Ringwellschläuche ausge
tauscht werden mußten, was mit erheblichen Kosten ver
bunden war, da einerseits die Anlage, in der die fehler
haften Ringwellschläuche eingebaut waren, stillgelegt
werden mußte und andererseits der Ausbau und der Neuein
satz neuer Ringwellschläuche mit ungeheuren Kosten ver
bunden ist.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrich
tung der eingangs genannten Art zu schaffen, in der
Ringwellschläuche bearbeitet und behandelt werden kön
nen, die es gestattet, an den Enden der Ringwellschläu
che mit der Metalldrahtumflechtung und ggf. einer dort
aufgebrachten Hülse eine um die Öffnung der Ringwell
schläuche umlaufende Schweißnaht zu schaffen, bei deren
Ausbildung der Zutritt von Luft bzw. Umgebungssauerstoff
und die Ausbildung von schädlichen Kristallen in der
Schweißnaht ausgeschlossen sind, die zudem die Ausbil
dung einer mechanisch einwandfreien und formstabilen
Öffnung des Ringwellschlauches gestattet, die einfach in
den Ringwellschlauch einsetzbar und aus diesem lösbar
ist und bei ihrem Einsatz in den Ringwellschlauch den
Schweißvorgang nicht behindert.
Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung durch einen
in die Öffnung des Endes eines abgedichteten Ringwellschlauches ein
bringbaren und die Öffnung verschließenden Körper, der
eine Schutzgaszuführleitung enthält, die den Körper im
in die Öffnung des Ringwellschlauches eingebrachten Zu
stand in das Innere des Ringwellschlauches gerichtet
durchquert und an ihrem Ende wenigstens eine Austritts
öffnung aufweist, über die das Ende des Ringwellschlauches
innen mit Schutzgas beaufschlagbar ist, wobei der
Körper wenigstens eine weitere Schutzgasführungsleitung
aufweist, die derart ausgebildet ist, daß durch sie die
Öffnung des Endes des Ringwellschlauches sowohl innen
als auch außen, im Bereich der auszubildenden Schweiß
naht, mit Schutzgas kreisringförmig beaufschlagbar ist,
das auf dem Weg über die Schutzgaszuführung und das Innere
des Ringwellschlauches in die Schutzgasführungs
leitung bringbar ist.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht im
wesentlichen darin, daß praktisch eine Schutzgasglocke
ringförmig innen um die Öffnung bzw. die die Öffnung
umgebene Schweißnaht herum als auch außen um die Öff
nung herum geschaffen wird, wobei durch die Vorrichtung
das Schutzgas gezielt unmittelbar auf diesen, beim
Schweißvorgang sehr kritischen Bereich gerichtet wird,
so daß, wie angestrebt, der Zutritt von Luft bzw. Umge
bungssauerstoff vollständig vermieden wird. Dieses wird
durch den von außen gezielt in das Innere des Rohres
bzw. des Rohrendes mittels in die Vorrichtung einge
führten Schutzgases erreicht, wobei zur Vermeidung des
Austritts von kostspieligem Schutzgas bei kurzen Ring
wellschläuchen lediglich das andere offene Ende des
Ringwellschlauches auf geeignete Weise verschlossen zu
werden braucht.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist im Einbringzustand des Körpers vor und axial zum
Schließkörper im Ringwellschlauch eine Einrichtung zum
Abdichten des Ringwellschlauches angeordnet, so daß mit
der Vorrichtung auf diese Weise auch sehr lange Ring
wellschläuche, die im vorangehend beschriebenen Sinne
sonst normalerweise vollständig mit Schutzgas aufgefüllt
werden müßten, sehr ökonomisch im Sinne des vorangehend
Beschriebenen bearbeitet und behandelt werden können, da
im Bereich des zu behandelnden Endes des Ringwellschlau
ches nun nur noch ein kleiner Innenraum mit Schutzgas
gefüllt zu werden braucht.
Die Abdichteinrichtung besteht dabei vorteilhafterweise
im wesentlichen aus einem elastischen Körper, dessen
Durchmesser in Richtung der Weite der Innenöffnung des
Ringwellschlauches veränderbar ist, wobei vorzugsweise
die Abdichteinrichtung dabei nach Art eines durch Durch
messererweiterung schließenden und
Durchmesserverminderung öffnenden Thermoskannenver
schlusses ausgebildet ist.
Um eine einfache Bedienbarkeit und Ausführbarkeit der
Abdichteinrichtung zu schaffen, ist vorteilhafterweise
die Abdichteinrichtung am Ende einer durch den Ver
schließkörper hindurchgehenden Stange befestigt, wobei
die Stange durch eine mittels einer Handhabe betätigbare
Exentervorrichtung axial verschiebbar ist. Die Vorrich
tung kann somit, nachdem sie mit der Abdichteinrichtung
zuerst in die Öffnung des Endes des Ringwellschlauches
eingebracht worden ist, durch Betätigung der Handhabe
auf einfache Weise einen abgedichteten Raum am Ende des
Ringwellschlauches schaffen und, nachdem der Schweißvor
gang ausgeführt worden ist, kann sie durch Betätigung
der Handhabe in anderer Richtung zur Freigabe der Ab
dichtrichtung aus dem Eingriff mit der Innenwand des
Ringwellschlauches herausgezogen werden. Langwierige
Dicht- und Befestigungsmaßnahmen sind somit nicht mehr
nötig.
Vorteilhafterweise ist die Schutzgaszuführleitung axial
zum Verschließkörper angeordnet und ist über diesen in
den Ringwellschlauch hinein verlängert ausgebildet, d. h.
mit anderen Worten, daß die Schutzgaszuführleitung über
das freie Ende des Verschließkörpers hinausragend ausge
bildet ist. Diese Art der Ausbildung der Schutzgaszu
führleitung gestattet es, daß an dieser vorzugsweise
eine von außen zugängliche Schutzgasanschlußkupplung
anbringbar ist, die von der Schutzgaszuführleitung bzw.
von deren Leitungsachse entweder in einem Winkel von 90°
oder in einem beliebigen anderen Winkel wegsteht, so daß
die Schutzgasanschlußkupplung mit einer von außen kom
menden Schutzgaszuführleitung verbunden werden kann.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vor
richtung ist der Verschließkörper im wesentlichen
hohlkegelförmig ausgebildet, wobei der Austritt für das
Schutzgas im Bereich der Kegelspitze durch eine Mehrzahl
um die Kegelfläche herum angeordneter, in den Hohlraum
hineinführender Löcher und im Bereich der Kegelbasis
durch eine Mehrzahl aus dem Hohlraum herausführender
Löcher gebildet wird. Es sei an dieser Stelle erwähnt,
daß die Ausbildung von Löchern in den Hohlraum hinein
und aus diesem heraus nur eine mögliche Form der Führung
des Schutzgasstroms im Bereich der Öffnung des Endes des
Ringwellschlauches innen und außen zur Erzeugung einer
Schutzgasglocke ist. Es ist auch denkbar, anstelle ein
zelner Löcher einen oder mehrere zentrisch zur Achse des
Kegels herum verlaufende ringförmige Durchtrittsöffnun
gen auszubilden, oder ringförmige Durchtrittsöffnungen
mit solchen in Form der vorerwähnten Löcher zu kombi
nieren.
Vorzugsweise sind die Achsen der Löcher, die innen im
Ende des Ringwellschlauches zu liegen kommen und die
Achsen der Löcher, die das Ende des Ringwellschlauches
außen mit Schutzgas beaufschlagen, im wesentlichen par
allel zur Achse des Verschlußkörpers ausgebildet, es
kann jedoch auch vorteilhaft sein, um insbesondere den
unmittelbaren Bereich der Schweißnaht mit Schutzgas zu
beaufschlagen, die Achsen der Löcher derart auszurich
ten, daß mehrere Löcher das austretende Schutzgas unmit
telbar im Bereich der Schweißnaht fokussieren.
Je nach Durchmesser des zu bearbeitenden und zu behan
delnden Ringwellschlauches und ggf. in Abhängigkeit des
dabei verwendeten Schutzgases kann es vorteilhaft sein,
eine Einrichtung vorzusehen, mit der der Druck des die
Vorrichtung durchtretenden Schutzgases einstellbar ist.
Grundsätzlich kann dieses auf beliebige geeignete Weise
mittels eines an der Vorrichtung angebrachten Ventils
geschehen.
Zur Erleichterung der Handhabbarkeit der Vorrichtung ist
es jedoch vorteilhaft, zur Einstellung des Drucks die
dabei vorzusehende Einrichtung direkt im Verschlußkörper
anzuordnen und dabei vorzusehen, daß mittels einer Ver
drehung eines ersten Teils gegenüber einem zweiten Teil
des Verschlußkörpers eine Druckeinstellung bewerkstel
ligbar ist. Diese Druckeinstellungseinrichtung kann da
bei vorteilhafterweise aus zwei in die Schutzgaszuführ
leitung im Bereich des Verschlußkörpers eingefügte
Scheiben geschehen, die je eine Bohrung aufweisen, wobei
die eine Scheibe mit dem einen Teil und die andere
Scheibe mit dem anderen Teil des Verschlußkörpers mit
tels einer Drehbewegung gegeneinander verdreht werden
und so einen mehr oder weniger großen Bereich der Boh
rung für den Durchtritt des Schutzgases freigegen.
Grundsätzlich kann die Vorrichtung aus einem beliebigen
geeigneten Werkstoff, beispielsweise Edelstahl entweder
ganz oder in Teilen bestehen. Vorteilhafterweise besteht
jedoch die Vorrichtung im wesentlichen aus Messing, das
verhältnismäßig einfach bearbeitbar ist, wobei die Vor
richtung ebenfalls vorteilhafterweise entweder ganz oder
teilweise oberflächenbehandelt ist, beispielsweise durch
eine Schicht aus Nickel, Chrom oder einem beliebigen
anderen Metall.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die nachfol
genden schematischen Zeichnungen anhand eines Ausfüh
rungsbeispieles beschrieben. Darin zeigt
Fig. 1 in der Seitenansicht im Teilschnitt eine Vor
richtung im in die Öffnung eines Endes eines
Ringwellschlauches eingesetzten Zustand,
Fig. 2 eine Vorrichtung in der Seitenansicht im in
die Öffnung eines Endes eines Ringwellschlau
ches eingesetzten Zustand, wobei am Ende des
Ringwellschlauches ein umlaufender Bördel zur
Befestigung von Gewindeanschlüssen angeordnet
ist und
Fig. 3 eine Vorrichtung in der Seitenansicht im in
das Ende der Öffnung des Ringwellschlauches
eingesetzten Zustand, wobei das Ende des Ring
wellschlauches in einer Aufnahme (Futter) ge
halten wird und in symbolischer Darstellung
des Schweißbrenners und des zugeführten
Schweißdrahtes.
Die Vorrichtung 10 besteht im wesentlichen aus einem
kegelförmigen Verschließkörper 15, der von einer rohr
förmig ausgebildeten Schutzgaszuführleitung 16 von der
Kegelbasis 32 bis zur Kegelspitze 29 durchquert wird,
wobei die Schutzgaszuführleitung 16 über die Kegelspitze
29 hinaus verlängert ist ebenso wie über die Kegelbasis
32 hinaus. Die Schutzgaszuführleitung 16 weist an ihrem
der Kegelspitze 29 abgewandten Ende eine oder mehrere
Austrittsöffnungen 18 aus, aus der das von außen der
Vorrichtung 10 über die Schutzgaszuführleitung 16 zuge
führte Schutzgas 19 austritt, was im einzelnen aber noch
weiter unten beschrieben wird.
Der kegelförmig ausgebildete Verschließkörper 15 weist
im Bereich der Kegelspitze 29 eine Mehrzahl von Löchern
31 auf, deren Achsen 34 im wesentlichen parallel zur
Verschließkörperachse 36 angeordnet sind und verschie
denen Abstand zur Verschließkörperachse 36 aufweisen.
Diese Löcher 31, die ihre eine Mündung in der Kegelflä
che 30 haben, münden mit ihrer anderen Mündung in einen
im Verschließkörper 15 ausgebildeten Hohlraum 28. Im
Hohlraum 28 ist ebenfalls eine Mehrzahl von Löchern 33
ausgebildet, deren Achsen 35 im wesentlichen parallel
zur Verschließkörperachse 36 ausgebildet sind und ver
schieden große Abstände zur Verschließkörperachse 36
aufweisen.
Die Gesamtheit aller Löcher 31 und die Gesamtheit aller
Löcher 33 bildet die Schutzgasabführleitung 17, die das
Schutzgas 19 führt, wenn es aus der Austrittsöffnung 18
der Schutzgaszuführleitung 16 austritt, und die Öffnung
13 des Endes 14 des Ringwellschlauches 11, wie in den
Figuren dargestellt, sowohl innen 20 als auch außen 21
im wesentlichen kreisringförmig, d. h unmittelbar im
Bereich der auszubildenden Schweißnaht 38, beaufschlagt.
Die Schutzgaszuführleitung 16 ist axial gegenüber dem
Verschließkörper 15 nicht verschiebbar. Am an der Aus
trittsöffnung 18 für das Schutzgas 19 der Schutzgaszu
führleitung 16 gebildeten Ende ist eine Abdichteinrich
tung 22 angeordnet, die im wesentlichen aus einem ela
stischen Ringkörper 220 aus Gummi oder dgl. besteht. Die
Abdichteinrichtung 22 umfaßt eine Scheibe 221, die auf
dem festen Ende der Schutzgaszuführleitung 16 aufliegt
und eine Scheibe 222, zwischen denen der elastische
Ringkörper 220 aufgenommen wird. Die Schutzgaszuführlei
tung 16 wird axial durch eine Stange 24 vollständig
durchquert und die ebenfalls die Scheibe 221, den ela
stischen Ringkörper 220 sowie die Scheibe 222 durch
quert, wobei eine Mutter 223 den elastischen Ringkörper
220 sowie die beiden diesen einschließenden Scheiben
221, 222 befestigt.
Am dem an der Kegelbasis 32 des Verschließkörpers 15 angeord
neten Ende der Schutzgaszuführleitung, d. h. in den dar
gestellten Figuren am linken Ende der Schutzgaszuführ
leitung 16, ist eine auf bekannte Weise ausgebildete
Exzentereinrichtung 26 angeordnet, die auf die in der
Schutzgaszuführleitung 16 angeordnete, axial bewegbare
Stange 24 wirkt. Die Exzentereinrichtung 26 ist mit einer
Handhabe 25 verbunden. Deren Betätigung in Richtung des
Pfeiles 39 bewirkt, daß die Stange 24 gegenüber der
Schutzgaszuführleitung 16 in Richtung des Pfeiles 40
verschoben wird, so daß infolgedessen die Scheibe 222
ebenfalls in Richtung des Pfeiles 40 verschoben wird und
somit der zwischen den beiden Scheiben 221, 222 eingeschlossene
elastische Ringkörper 220 zusammengepreßt
wird und somit seinen Außendurchmesser vergrößert, was
zur Folge hat, daß der elastische Ringkörper 220 in ei
nen dichtenden Eingriff mit der Innenfläche des Ring
wellschlauches 11 kommt.
Wenn beim Einsetzen der Vorrichtung 10 der Verschließ
körper 15 mit seiner Kegelfläche 30 am Ende 14 des Ring
wellschlauches 11 zu liegen kommt und im vorangehend
beschriebenen Sinne die Abdichteinrichtung 22 durch de
ren elastischen Ringkörper 220 in einen Abdichtzustand
relativ zum Ringwellschlauch 11 gebracht worden ist,
wird in der verbleibenden Öffnung 13 des Ringwellschlau
ches 11 ein kleiner Raum geschaffen, der, wenn von außen
der Vorrichtung 10 über eine mit der Schutzgaszuführlei
tung verbundene Schutzgasanschlußkupplung 27 Schutzgas
19 zugeführt wird, das Schutzgas 19 durch die Schutzgas
zuführleitung 16 über die Austrittsöffnungen 18 eben in
diesen Raum befördert. Von dort gelangt das Schutzgas
über die Löcher 31, indem es den Innenbereich der anzu
bringenden Schweißnaht 38 bestreicht, in den Hohlraum 28
gelangt und von dort über die Löcher 33 auf den Außenbe
reich 21.
Nachdem zunächst bei Inbetriebnahme eine gewisse Menge
Schutzgas 19 zugeführt worden ist, wird sämtlicher Sau
erstoff bzw. sämtliche Umgebungsluft aus den Bereichen
innen 20 und außen 21 entfernt, wobei auch außen 21 eine
regelrechte Schutzgasglocke erzeugt wird. Nachfolgend
kann mit dem eigentlichen Schweißvorgang begonnen wer
den, wie er prinzipiell in der Fig. 3 dargestellt ist.
Zur Erleichterung des Schweißvorganges kann das zu be
handelnde und zu bearbeitende Ende des Ringwellschlau
ches 11 in ein Futter 41 eingespannt werden, vgl. Fig.
3, daß sich um eine Futterachse, die gleichzeitig die
Verschließkörperachse 36 bzw. die Achse der Vorrichtung
10 insgesamt ist, dreht.
Nachdem der Schweißvorgang, der selbst zusätzlich auch
noch in einer schweißgeräteeigenen Schutzgasatmosphäre
erfolgt, abgeschlossen ist, wird die Handhabe 25 in ent
gegengesetzter Richtung von Pfeil 39 bewegt, so daß die
Abdichteinrichtung 22 bzw. deren elastischer Ringkörper
220 aus dem dichtenden Eingriff mit der Innenfläche des
Ringwellschlauches 11 kommt, so daß im folgenden der
Ringwellschlauch 11 leicht aus der Öffnung 13 des Ring
wellschlauches 12 entfernt werden kann. Die Vorrichtung
steht dann für eine Behandlung und Bearbeitung eines
weiteren Endes 14 eines anderen Ringwellschlauches 11
zur Verfügung, wobei sich das Einführen der Vorrichtung
10 und die Betätigung der Handhabe 25 im vorbeschriebe
nen Sinne wiederholt.
Der Druck des Schutzgases 19 kann durch eine im Ver
schließkörper 15 im Inneren angeordnete
Druckeinstelleinrichtung, die hier nicht gesondert dar
gestellt ist, reguliert werden. Dabei kann ein erstes
Teil 150 des Verschließkörpers, das zur besseren Hand
habbarkeit eine Außenrandelung aufweisen kann, gegenüber
einem zweiten Teil 151 verdreht werden, wobei infolge der
Verdrehung der Druck des Schutzgases 19 eingestellt wer
den kann.
Es sei erwähnt, daß das zu bearbeitende und behandelnde
Ende 14 des Ringwellschlauches 11 nicht nur die Ausbil
dung einer Schweißnaht in diesem Bereich zur Herstellung
einer Verbindung unmittelbar zwischen dem Ringwell
schlauch 11 und der Drahtumflechtung 12 gestattet, son
dern, was vielfach die Regel ist, auch eine Verbindung
zwischen einer Hülse 120, der Drahtumflechtung 12 und dem
Ringwellschlauch 11. Sinngemäß gilt dabei aber das
gleiche wie vorangehend erläutert, da die Hülse 120 im
auf den Ringwellschlauch 11 aufgeschobenen Zustand mit
ihrer Stirnseite mit dem Ringwellschlauch und der
Drahtumflechtung bei der Ausbildung der Schweißnaht 38
verschweißt wird.
Gemäß der Darstellung von Fig. 2 kann, nachdem der vor
angehend beschriebene Schweißvorgang abgeschlossen ist,
durch geringfügiges Herausziehen der Vorrichtung 10 aus
dem Ringwellschlauch 11 noch zusätzlich ein Bördel 37 an
das Ende 14 des Ringwellschlauches 11 angeschweißt wer
den, an dem dann Gewindeanschlüsse usw. befestigt werden
können. Die dabei ausgebildete Schweißnaht 380 wird mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung lediglich innen 20 mit
Schutzgas 19 beaufschlagt, was aber nicht schädlich ist,
da die äußere Schweißnaht 380 mit dem später im Ring
wellschlauch 11 transportierten (aggressiven) Fluid nicht
in Berührung kommt.
Die Vorrichtung hat neben ihrer Wirkung der Schaffung
einer Schutzgasatmosphäre im Bereich der Schweißnaht 38
auch die Wirkung einer guten Zentrierung der Hülse 120
sowie formstabilisierende Wirkung auf das Ende 14 des
Ringwellschlauches 11, vor und während des Schweißvor
ganges, da diese mit dem Verschließkörper 15 als rota
tionssymmetrischem Kegelkörper die Öffnung 13 bzw. das
Ende 14 des Ringwellschlauches 11 stabilisierend und
zentrierend beaufschlagt. Das gleiche gilt sinngemäß für
den anzuschweißenden Bördel 37 gemäß der Darstellung von
Fig. 2.
Bezugszeichenliste
10 Vorrichtung
11 Ringwellschlauch
12 Drahtumflechtung
120 Hülse
13 Öffnung des Ringwellschlauches
14 Ende des Ringwellschlauches
15 Verschließkörper
150 erstes Teil
151 zweites Teil
16 Schutzgaszuführleitung
17 Schutzgasführungsleitung
18 Austrittsöffnung
19 Schutzgas
20 Innen
21 Außen
22 Abdichteinrichtung
220 elastischer Ringkörper
221 Scheibe
222 Scheibe
223 Mutter
23 Durchmesser der Abdichteinrichtung
24 Stange
25 Handhabe
26 Exzentereinrichtung
27 Schutzgasanschlußkupplung
28 Hohlraum
29 Kegelspitze
30 Kegelfläche
31 Loch
32 Kegelbasis
33 Loch
34 Achse
35 Achse
36 Verschließkörperachse
37 Bördel
38 Schweißnaht
380 Schweißnaht
39 Pfeil
40 Pfeil
41 Futter
11 Ringwellschlauch
12 Drahtumflechtung
120 Hülse
13 Öffnung des Ringwellschlauches
14 Ende des Ringwellschlauches
15 Verschließkörper
150 erstes Teil
151 zweites Teil
16 Schutzgaszuführleitung
17 Schutzgasführungsleitung
18 Austrittsöffnung
19 Schutzgas
20 Innen
21 Außen
22 Abdichteinrichtung
220 elastischer Ringkörper
221 Scheibe
222 Scheibe
223 Mutter
23 Durchmesser der Abdichteinrichtung
24 Stange
25 Handhabe
26 Exzentereinrichtung
27 Schutzgasanschlußkupplung
28 Hohlraum
29 Kegelspitze
30 Kegelfläche
31 Loch
32 Kegelbasis
33 Loch
34 Achse
35 Achse
36 Verschließkörperachse
37 Bördel
38 Schweißnaht
380 Schweißnaht
39 Pfeil
40 Pfeil
41 Futter
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Verbinden der Enden von Ringwell
schläuchen mit der sie umgebenden Drahtumflechtung oder
mit der Drahtumflechtung und einer am Ende aufgebrach
ten Hülse mittels Schweißung unter Schutzgas, umfas
send:
- - einen in die Öffnung (13) eines Endes (14) des abge dichteten Ringwellschlauches (11) einbringbaren und die Öffnung (13) verschließenden Körper (15),
- - der eine Schutzgaszuführleitung (16) enthält, die den Körper (15) im in die Öffnung (13) des Ringwellschlau ches (11) eingebrachten Zustand in das Innere des Ring wellschlauches (11) gerichtet durchquert und an ihrem Ende wenigstens eine Austrittsöffnung (18) aufweist,
- - über die das Ende (14) des Ringwellschlauches (11) innen mit Schutzgas (19) beaufschlagbar ist,
- - wobei der Körper (15) wenigstens eine weitere Schutz gasführungsleitung (17) aufweist,
- - die derart ausgebildet ist, daß durch sie die Öffnung (13) des Endes (14) des Ringwellschlauches (11) sowohl innen (20) als auch außen (21), im Bereich der auszu bildenden Schweißnaht, mit Schutzgas (19) kreisringför mig beaufschlagbar ist,
- - das auf dem Weg über die Schutzgaszuführung (16) und das Innere des Ringwellschlauches (11) in die Schutz gasführungsleitung (17) bringbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Einbringzustand des Körpers (15) vor und axial
zum Körper (15) im Ringwellschlauch (11) eine Einrich
tung (22) zum Abdichten des Ringwellschlauches (11)
angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdichteinrichtung (22) im wesentlichen aus
einem elastischen Ringkörper (220) besteht, dessen Durchmes
ser (23) in Richtung der Weite der Öffnung (13) des
Ringwellschlauches (11) veränderbar ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2
oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichteinrich
tung (22) nach Art eines Thermoskannenverschlusses aus
gebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdichteinrichtung (22) am Ende einer durch den
Verschließkörper (15) hindurchgehenden Stange (24) be
festigt ist, wobei die Stange (24) durch eine mittels
einer Handhabe (25) betätigbare Exzentervorrichtung (26)
axial verschiebbar ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzgaszuführ
leitung (16) axial zum Verschließkörper (15) angeordnet
ist und über diesen in den Ringwellschlauch (11) hinein
verlängert ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schutzgaszu
führleitung (16) eine Schutzgasanschlußkupplung (27)
angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschließkörper
(15) im wesentlichen hohlkegelförmig (28) ausgebildet
ist und der Austritt für das Schutzgas (19), im Bereich
der Kegelspitze (29) durch eine Mehrzahl um die Kegel
fläche (30) herum angeordneter, in den Hohlraum (28)
hereinführender Löcher (31) und im Bereich der Kegelba
sis (32) durch eine Mehrzahl aus dem Hohlraum (28) he
rausführender Löcher (33) gebildet wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Achsen (34) der Löcher (31) und/oder die Achsen
(35) der Löcher (33) parallel zur Achse (36) des Ver
schließkörpers (15) ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine Ein
richtung zur Einstellung des Drucks des die Vorrichtung
(10) durchströmenden Schutzgases (19) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß die Druckeinstelleinrichtung im Verschließkör
per (15) angeordnet und durch Verdrehung eines ersten
Teils (150) gegenüber einem zweiten Teil (151) des Ver
schließkörpers (15) eine Druckeinstellung bewerkstel
ligbar ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus Messing
besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893914992 DE3914992C2 (de) | 1989-05-06 | 1989-05-06 | Vorrichtung zum Verbinden der Enden von mit einer Drahtumflechtung versehenen Ringwellenschläuchen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893914992 DE3914992C2 (de) | 1989-05-06 | 1989-05-06 | Vorrichtung zum Verbinden der Enden von mit einer Drahtumflechtung versehenen Ringwellenschläuchen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3914992A1 DE3914992A1 (de) | 1990-11-08 |
| DE3914992C2 true DE3914992C2 (de) | 1994-03-31 |
Family
ID=6380245
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893914992 Expired - Fee Related DE3914992C2 (de) | 1989-05-06 | 1989-05-06 | Vorrichtung zum Verbinden der Enden von mit einer Drahtumflechtung versehenen Ringwellenschläuchen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3914992C2 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN104526234B (zh) * | 2014-12-30 | 2016-02-10 | 山西汾西重工有限责任公司 | 薄壁异形锥筒内加强筋整体焊接成型工装 |
| CN119897586B (zh) * | 2025-03-03 | 2025-10-21 | 广东海洋大学 | 一种远洋船舶船舷护栏临时安装用激光焊接设备 |
| CN120587821B (zh) * | 2025-08-08 | 2025-10-21 | 成都市技师学院(成都工贸职业技术学院、成都市高级技工学校、成都铁路工程学校) | 一种镁合金罐焊接用辅助定位装置 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8323262U1 (de) * | 1983-08-12 | 1983-11-24 | Felten & Guilleaume Energietechnik GmbH, 5000 Köln | Schutzgaszuführungszylinder zur Innenrohrschweißung einer Fernwärmeleitung |
-
1989
- 1989-05-06 DE DE19893914992 patent/DE3914992C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3914992A1 (de) | 1990-11-08 |
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