DE3921077C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE3921077C2 DE3921077C2 DE19893921077 DE3921077A DE3921077C2 DE 3921077 C2 DE3921077 C2 DE 3921077C2 DE 19893921077 DE19893921077 DE 19893921077 DE 3921077 A DE3921077 A DE 3921077A DE 3921077 C2 DE3921077 C2 DE 3921077C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- filter
- contact bodies
- chambers
- sludge
- backwashing
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 239000010802 sludge Substances 0.000 claims description 27
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 19
- 238000011001 backwashing Methods 0.000 claims description 15
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 claims description 7
- 239000010865 sewage Substances 0.000 claims description 6
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 5
- 239000000706 filtrate Substances 0.000 claims description 3
- 239000006260 foam Substances 0.000 claims description 3
- 238000000746 purification Methods 0.000 claims description 3
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 3
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 claims description 2
- 238000004065 wastewater treatment Methods 0.000 claims description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 5
- 239000002351 wastewater Substances 0.000 description 5
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 4
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 4
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 4
- 238000001914 filtration Methods 0.000 description 2
- 230000014759 maintenance of location Effects 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 238000004064 recycling Methods 0.000 description 2
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 2
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 2
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 2
- MYMOFIZGZYHOMD-UHFFFAOYSA-N Dioxygen Chemical compound O=O MYMOFIZGZYHOMD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229920005830 Polyurethane Foam Polymers 0.000 description 1
- 238000005273 aeration Methods 0.000 description 1
- 239000003570 air Substances 0.000 description 1
- 238000006065 biodegradation reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 239000012876 carrier material Substances 0.000 description 1
- 238000005352 clarification Methods 0.000 description 1
- 230000008021 deposition Effects 0.000 description 1
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 1
- 238000011010 flushing procedure Methods 0.000 description 1
- 238000003958 fumigation Methods 0.000 description 1
- 238000011068 loading method Methods 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 235000019645 odor Nutrition 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 230000000737 periodic effect Effects 0.000 description 1
- 239000011496 polyurethane foam Substances 0.000 description 1
- 238000011045 prefiltration Methods 0.000 description 1
- 239000013049 sediment Substances 0.000 description 1
- 238000004062 sedimentation Methods 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 235000013311 vegetables Nutrition 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F3/00—Biological treatment of water, waste water, or sewage
- C02F3/02—Aerobic processes
- C02F3/08—Aerobic processes using moving contact bodies
- C02F3/085—Fluidized beds
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F3/00—Biological treatment of water, waste water, or sewage
- C02F3/02—Aerobic processes
- C02F3/06—Aerobic processes using submerged filters
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F3/00—Biological treatment of water, waste water, or sewage
- C02F3/02—Aerobic processes
- C02F3/10—Packings; Fillings; Grids
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02W—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
- Y02W10/00—Technologies for wastewater treatment
- Y02W10/10—Biological treatment of water, waste water, or sewage
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
- Microbiology (AREA)
- Hydrology & Water Resources (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Biological Treatment Of Waste Water (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein biologisches Filter für Wasserreinigungsanlagen mit
Rückspüleinrichtung und abgesetzten Kontaktkörpern, insbesondere nach biologi
schen Kläranlagen mit Kontaktkörpern.
Es sind Filter für Wasserreinigungsanlagen in zahlreichen Bauarten bekannt, deren
Nachteile im relativ großen Druckverlust beim Reinfiltervorgang besteht, wobei
die Filter oftmals vom aeroben in den anaeroben Bereich umschlagen und so zu Ge
ruchsproblemen werden.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, den genannten Nachteilen zu be
gegnen und ist dadurch gekennzeichnet, daß das Filter aus mehreren parallel ge
schalteten Kammern besteht, die einzeln zwecks Rückspülung abschaltbar sind und
deren Seitenwände und/oder Böden, zumindest teilweise, als Lochbleche
ausgebildete Filterflächen vorgeschaltet sind, die mit Kontaktkörpern belegt
sind, die von organischen Substanzen, wie z. B. Sägespänen, Rindenstückchen
und/oder Schaumstoff, gebildet sind und die mit biologischem Rasen belegten
Kontaktköper im Flüssigkeitsraum zurückhalten, und daß in den einzelnen Kammern,
vorzugsweise in mehreren Höhen über dem Boden, regelbare Gaszuführungsorgane für
das zu filtrierende Medium und zur zeitweisen Auflockerung der abgesetzten
Kontaktkörper und deren Abreinigung vorgesehen sind, wobei im Zulaufbereich des
Filters schwimmende bzw. schwebende Kontaktkörper vorgesehen sind, die durch
dauernde Gaszufuhr bzw. den Zulauf in Bewegung gehalten werden. Diese Bauweise
ermöglicht einen kontinuierlichen Betrieb ohne Gefahr einer Verschlammung des
Filters und erhöht durch reinigungsfreundliche Konstruktion die Verfügbarkeit der
Anlage.
Vorzugsweise sind die Filterflächen an den Seitenflächen auf die benetzten
Flächen unterhalb der betrieblichen Spielschwankungen begrenzt. Diese
Ausgestaltung vermindert die Gestankbildung. Gemäß einem weiteren
Erfindungsmerkmal sind die einzelnen Filterkammern durch ablaufseitige
Verbindungen als kommunizierende Behälter geschaltet, so daß Schlammanbackungen
an den Filterflächen einer Kammer, insbesondere an und zwischen den Kontaktkör
pern, vom Filtrat der anderen Kammern beim Absenken des Flüssigkeitsniveaus in
den Flüssigkeitsraum der zu spülenden Kammern rückführbar und aus diesem im Flüs
sigkeitsstrom entfernbar. Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung der Rückspülung
verhindert eine Krustenbildung und vermeidet in der Folge Betriebsstillstände.
Insbesondere ist der Filterzulauf über gelochte oder poröse Rohre oder Schläuche
geführt, und ist nach Abschalten des Zulaufs durch Rückspülen der Grobschlamm
oder der Überschußschlamm durch Ausspülen der Rohre oder Schläuche oder über eine
Schnecke mechanisch abführbar. Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung ist für
Kleinanlagen aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine besonders günstige Lösung.
Vorzugsweise sind die Kontaktkörper im Filter artgleich mit Kontaktkörpern in den
biologischen Stufen der Kläranlage und insbesondere biologisch abbaubar. Diese
erfindungsgemäße Ausgestaltung ist für mehrstufige Kläranlagen mit biologischen
Kontaktkörpern eine betriebswirtschaftliche Optimallösung und bringt für eine
Anlage mit Klärgasverwertung eine Verminderung des Deponiebedarfes.
Die Erfindung wird anhand der schematischen Fig. 1 bis 3 beispielsweise erklärt.
So zeigt
Fig. 1 eine Kläranlage,
Fig. 2 einen Filter einer Kläranlage im Detail
und
Fig. 3 eine Filterkammer gemäß Fig. 2 in einer variierten Bauweise.
In Fig. 1 ist schematisch eine Kläranlage dargestellt, die aus einer oder mehre
ren biologischen Abbaustufen 1 beteht, die von der zu reinigenden Substanz gemäß
Pfeil 2, 2′, 2′′, 2′′′ durchströmt werden, wobei zwischen den Pfeilen 2′ und 2′′ ein
Schlammabsatzbecken 3 eingeschaltet werden kann, in dem eine Vorabscheidung des
Schlammes zwecks Rückführung zur Vermeidung von Schlammverlusten und auch zwecks
Abführung des Überschußschlammes, insbesondere bei Hochlastanlagen, zweckmäßig
erfolgen kann. Als letzte Stufe ist schließlich das erfindungsgemäße Filter 4
vorgesehen, welches aus mehreren Kammern 5, 5′, 5′′ besteht, die einzeln abge
schaltet und einer Rückspülung zugeführt werden können, wodurch eine ständige
Reinigung erreicht wird. Die biologische Kläranlage 1 und auch das Filter 4 haben
eine eigene Gas-, bzw. Luft- oder Sauerstoffversorgung 6 und eine Schlammrückfüh
rung 7, die insbesondere bei der Rückspülung der Filterflächen in Erscheinung
tritt. Die Erfindung betrifft die Ausgestaltung des Filters 4, welches in Fig. 2
in einer Konstruktionsvariante näher erläutert wird. Das Filter 4 besteht aus
beispielsweise drei parallel geschalteten Filterkammern 5, 5′, 5′′, wobei die Kam
mer 5′′ im Betriebszustand während des Rückspülens gezeichnet wurde. Das gereinig
te Abwasser, welches noch Schlammflocken beinhaltet, wird über die Leitung 2′′
herangeleitet und auf die einzelnen Filterkammern 5, 5′, 5′′, aufgeteilt. Die ein
zelnen Filterkammern weisen an den Wänden 8 und am Boden Lochbleche 9 auf, durch
welche das Filtrat hindurchtritt und die Schlammflocken zurückgehalten werden.
Die Zurückhaltung der Schlammflocken wird dadurch erleichtert, daß in der zu rei
nigenden Flüssigkeit schwebende, vorzugsweise organische, Kontaktkörper in Art
von Füllkörpern vorgesehen sind, die beispielsweise von Sägespänen, Rindenstück
chen und anderen pflanzlichen Abfallstoffen als auch Schaumstoffen mit Dichten
1,0 bis 1,2, vorzugsweise aus Polyurethanschaum gebildet sind, die sich gegebe
nenfalls auch zersetzen können. Dies hat den Vorteil, daß die Schlammteilchen
sich an diesen Kontaktkörpern festhalten, hier einen biologischen Bewuchs bilden
und so durch die Lochbleche 9 zurückgehalten werden, wodurch sich ein geringer
Druckverlust beim Filtrieren ergibt. Um Geruchsbildungen entgegenzuwirken, sind
diese Lochbleche 9 unterhalb des Flüssigkeitsspiegels angeordnet, so daß sie auch
bei Spiegelschwankungen immer benetzt sind. Damit ferner die Flüssigkeit im aero
ben Betrieb stets mit Sauerstoff versorgt wird, sind Belüftungseinrichtungen in
unterschiedlichen Höhen vorgesehen (punktierte Linien), die im wesentlichen aus
einem feinverteilten Düsensystem bestehen, durch welches z. B. Preßluft oder Rein
sauerstoff bedarfsentsprechend der Flüssigkeit bzw. dem Flüssigkeitskontaktkör
pergemisch zugeführt wird. Die Düsensysteme teilen den Flüssigkeitsraum im Filter
4 in einen durchwirbelten und einen stagnierenden Teilraum, wobei der stagnieren
de Teilraum unterhalb der Düsensysteme angeordnet ist. Für den anaeroben Betrieb
ist die Belüftung nicht notwendig, die Fluidisierung der Kontaktkörper erfolgt
durch den Zulauf und rückgeführtes Biogas, wobei der durchwirbelte Raum im Be
reich der Abwassereinleitung 2′′ angeordnet ist, während die stagnierende, stauen
de Strömung an den Lochblechen 9 auftritt und dort die Ablagerung der Kontaktkör
per ermöglicht. Die periodische Auflockerung der Kontaktkörper bewirkt eine Ge
genwirkung durch Zerreißen der Bindungen zwischen den Kontaktkörpern, so daß
keine Verhärtung auftritt und der Bewuchs reaktiviert wird. Darüber hinaus tritt
auch eine Erneuerung bzw. ein Austausch von Kontaktkörpern in der ruhenden
Schicht auf. Wird nun eine Kammer rückgespült, so wird der Schlammabfluß in Bo
dennähe über die Leitungen 11, 11′, die letzten Endes in die Rückspülleitung 7
münden, geöffnet, wobei als Spülflüssigkeit ein Teil des Flüssigkeitsinhaltes des
Filters 4 dient, wobei die einzelnen Kammern 5, 5′, 5′′ als kommunizierende Gefäße
miteinander verbunden sind. Dadurch wird die Strömung in den Lochblenden 9 umge
kehrt, und der abgespülte Schlamm wird über die Leitungen 11, 11′ abgeführt.
Die Konstruktion nach Fig. 2 ist besonders sinnvoll, wenn das Schlammabsetzbecken
3 nach Fig. 1 vorhanden ist, wie dies bei Hochlastanlagen, das sind Anlagen mit
hoher Schlammkonzentration, üblich ist. Bei Anlagen mit niedriger Schlammkonzen
tration empfiehlt sich eine Kammerkonstruktion, wie sie in Fig. 3 dargestellt
ist, die ebenfalls im Zustand der Rückspülung gezeichnet ist. In diesem Fall
führt die Zuführung 2′ für die zu reinigende Flüssigkeit über beispielsweis drei
Zuläufe 12, die in eigene Filtersäcke 13 führen, die den Schlamm aus den biologi
schen Klärstufen anstelle des Schlammabsetzbeckens 3 zurückhalten und die Flüs
sigkeit filtrieren. Bei der Rückspülung wird nun das Abflußende der Schläuche 13
durch das Ventil 14 geöffnet, so daß der Schlauchinhalt abfließen kann, und die
Flüssigkeit von außen in den Schlauch eindringt und den an der Innenseite haften
den Schlamm dadurch abspült. Gegebenenfalls kann dann noch die Innenseite des
Schlauches durch Öffnung der Zuleitung 12 nachgespült werden. Diese Rückspülung
erfolgt unabhängig von der Reinigung der Lochbleche 9, kann aber auch mit dieser
simultan erfolgen. Für die Rückspülung dieser Lochbleche 9 ist dann, wie in Fig.
2 beschrieben, der Effekt der kommunizierenden Kammern zuständig.
Es hat sich als zweckmäßig herausgestellt, dieselben Kontaktkörper im Filter zu
verwenden, die auch in der biologischen Stufe verwendet werden, so daß bei der
Rückführung des Rückspülschlammes in die biologische Stufe über die Leitung 7 es
zu keinen unerwünschten Durchmischungen artfremder Trägermaterialien kommen kann,
bzw. können zur Rückhaltung von Trägern und Bioschlamm Entwässerungsschnecken
eingesetzt werden werden.
Während des Betriebes der Anlage lagern sich Kontaktkörper mit biologischem Rasen
an den Lochblechen 9 an und werden von Zeit zu Zeit durch Belüftungsstöße bzw.
Gas aufgelockert, wobei es zu Abreinigungseffekten kommt, und der Schlamm besser
verteilt wird, so daß die Intervalle für die Rückspülung vergrößert werden.
Gleichzeitig werden schwebende bzw. schwimmende Kontaktkörper gegen bislang ru
hende Kontaktkörper ausgetauscht, so daß der biologische Rasen auf den Kontakt
körpern durch den Wechsel der Begasung reanimiert (reaktiviert) wird.
Bei der Durchführung von praktischen Versuchen an diesem neuen Filter hat es sich
überraschenderweise ergeben, daß die Filterwirkung durch Lochbleche, die relativ
einfach freigehalten werden können, möglich ist, und daß das Filtervolumen auch
bei großen Durchsätzen klein gehalten werden kann. Insbesondere durch die Ein
schaltung von einem Schlammabsetzbecken 3, sozusagen als Vorfilter, lassen sich
große Standzeiten zwischen den Rückspülungen erreichen, so daß in den meisten
Fällen mit einer Dreikammerteilung das Auslangen gefunden werden kann. In diesem
neuen Filter lassen sich auch problematische Abwasser, also Abwasser mit Bläh
schlammbildung bzw. Schwimmschlamm und Abwasser mit Denitrifikationsproblemen
problemlos behandeln, wobei lediglich darauf zu achten ist, daß diese Filter im
aeroben Betrieb gefahren werden, wodurch die Luft- oder Sauerstoffzuführung im
Filter verantwortlich ist. In diesem Fall tritt eine weitere Reinigung auf, so
daß das Filter als zweite oder dritte biologische bzw. biologisch-mechanische
Reinigungsstufe bezeichnet werden kann.
Auf Grund der guten Schlammrückhaltung eignet sich das Filter auch für den ana
eroben Betrieb, wodurch eine hohe Prozeßstabilität erreicht wird. Beim Rückspülen
muß jedoch zum Auflockern die Spülwassermenge erhöht werden bzw. statt Luft oder
Sauerstoff das gebildete Biogas verwendet werden.
Claims (5)
1. Biologisches Filter für Wasserreinigungsanlagen mit Rückspüleinrichtung und
abgesetzten Kontaktkörpern, insbesondere nach biologischen Kläranlagen mit
Kontaktkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß das Filter aus mehreren parallel
geschalteten Kammern (5, 5′, 5′′) besteht, die einzeln zwecks Rückspülung
abschaltbar sind und deren Seitenwände (8) und/oder Böden zumindest teilwei
se als Lochbleche (9) ausgebildete Filterflächen vorgeschaltet sind, die mit
Kontaktkörpern belegt sind, die von organischen Substanzen, wie z. B. Säge
spänen, Rindenstückchen und/oder Schaumstoff, gebildet sind und die mit bio
logischem Rasen belegten Kontaktkörper im Flüssigkeitsraum zurückhalten, und
daß in den einzelnen Kammern (5, 5′, 5′′), vorzugsweise in mehreren Höhen
über dem Boden, regelbare Gaszuführungsorgane für das zu filtrierende Medium
und zur zeitweisen Auflockerung der abgesetzten Kontaktkörper und deren Ab
reinigung vorgesehen sind, wobei im Zulaufbereich des Filters schwimmende
bzw. schwebende Kontaktkörper vorgesehen sind, die durch dauernde Gaszufuhr
bzw. den Zulauf in Bewegung gehalten werden.
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterflächen an den
Seitenflächen auf die benetzten Flächen unterhalb der betrieblichen Spiegel
schwankungen begrenzt sind.
3. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Filterkam
mern (5, 5′, 5′′) durch ablaufseitige Verbindungen als kommunizierende Behäl
ter geschaltet sind, so daß Schlammanbackungen an den Filterflächen einer
Kammer, insbesondere an und zwischen den Kontaktkörpern, vom Filtrat der
anderen Kammern beim Absenken des Flüssigkeitsniveaus in den Flüssigkeits
raum der zu spülenden Kammern rückführbar und aus diesem im Flüssigkeits
strom entfernbar sind.
4. Filter nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterzulauf
über gelochte oder poröse Rohre oder Schläuche (13) geführt ist, und daß
nach Abschalten des Zulaufs durch Rückspülen der Grobschlamm oder der Über
schußschlamm durch Ausspülen der Rohre oder Schläuche (Fig. 3) oder über
eine Schnecke mechanisch abführbar ist (Fig. 3).
5. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktkörper im
Filter artgleich mit Kontaktkörpern in den biologischen Stufen der
Kläranlage und insbesondere biologisch abbaubar sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1774/88A AT392636B (de) | 1988-07-08 | 1988-07-08 | Biologisches filter fuer wasserreinigungsanlagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3921077A1 DE3921077A1 (de) | 1990-01-11 |
| DE3921077C2 true DE3921077C2 (de) | 1992-02-06 |
Family
ID=3520711
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893921077 Granted DE3921077A1 (de) | 1988-07-08 | 1989-06-28 | Biologisches filter fuer wasserreinigungsanlagen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT392636B (de) |
| DE (1) | DE3921077A1 (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| SK19699A3 (en) * | 1996-08-19 | 1999-11-08 | Schenk Wolfgang Gmbh | Bioreactor |
| WO2002046105A2 (en) * | 2000-12-04 | 2002-06-13 | Laing Mark D | Bioreactor for bioremediation of waste water |
| AT503800B1 (de) * | 2003-09-03 | 2008-01-15 | Kub Ulrich O Ing | Vorrichtung zur biologischen wasserreinigung, insbesondere des wassers von schwimmbecken |
| EP1518831A1 (de) * | 2003-09-24 | 2005-03-30 | Nederlandse Organisatie voor toegepast-natuurwetenschappelijk onderzoek TNO | Aerobe Abwasserbehandlung |
| WO2014017990A1 (en) * | 2012-07-27 | 2014-01-30 | Ozdemir Yildiz Burcu Didem | A submerged filtration system and wastewater treatment method |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT377246B (de) * | 1980-06-10 | 1985-02-25 | Waagner Biro Ag | Tauchtropfkoerper |
-
1988
- 1988-07-08 AT AT1774/88A patent/AT392636B/de not_active IP Right Cessation
-
1989
- 1989-06-28 DE DE19893921077 patent/DE3921077A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3921077A1 (de) | 1990-01-11 |
| AT392636B (de) | 1991-05-10 |
| ATA177488A (de) | 1990-10-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0001101B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Abwässern in einer mehrstufigen Filteranlage | |
| DE69217374T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur behandlung von flüssigkeiten | |
| EP1503848B1 (de) | Hohlfasermembran-filtrationsvorrichtung und deren verwendung bei der reinigung von abwasser sowie membranbioreaktor | |
| DE3827716C2 (de) | ||
| EP0657389A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum biologischen Reinigen von Wasser | |
| EP0530672B1 (de) | Auswaschbarer Filter | |
| DE3921077C2 (de) | ||
| EP0880476B1 (de) | Verfahren und anlage zur abwasseraufbereitung | |
| EP1568662B1 (de) | Membranbioreaktor und Verfahren zur Reinigung von Abwässern | |
| EP0227081B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur biologischen Reinigung von Wasser, vorzugsweise vorgeklärtem Abwasser | |
| WO2009083321A1 (de) | Abwasserbehandlungsanlage und verfahren zum behandeln von abwasser | |
| DE69313852T2 (de) | Verfahren für die behandlung von wasser | |
| DE102017108684B3 (de) | Modulfuß, Vorrichtung und Verfahren zum Filtern eines eine Verschmutzung enthaltenden Rohfluids mittels mindestens einer Membranfiltereinheit sowie eine Verwendung hierzu | |
| DE69306260T2 (de) | Behandlung von abwasser | |
| DE19703877C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung einer Filtermembran | |
| DE4331434C1 (de) | Filtereinrichtung zur Endreinigung von Abwasser | |
| EP1783102B1 (de) | Verfahren zur mikrobiologischen aeroben Abwasserbehandlung | |
| DE2420744C3 (de) | Vorrichtung zum Reinigen von Abwasser | |
| EP1265819A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur abwasserreinigung | |
| DE19755527A1 (de) | Verfahren und Einrichtung zur mechanisch/biologischen Abwasserreinigung | |
| DE19929568A1 (de) | Verfahren zur Wasseraufbereitung und Abwasserreinigung unter Verwendung eines Schwebefilterbettes | |
| WO1994016794A1 (de) | Becken zur elimination von schwebeteilchen aus abwässern | |
| EP1153891B1 (de) | Verfahren und Reaktor zur biologischen und/oder physikalischen Elimination unerwünschter Wasserinhaltsstoffe aus Wasser | |
| DE19723789C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur biologischen Entfernung von Stickstoff aus Abwasser | |
| DE3144019C2 (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |