DE3921082C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft einen schrägstellbaren Dreifußständer, bei dem drei gleichlange Dreifuß-Beine mit entsprechenden oberen Enden an einem Halter angelenkt sind, der entlang einem Hauptpfosten bewegbar ist, und bei dem entsprechende Gelenkarme an den Beinen zwischen deren Enden angelenkt sind und auch an dem Hauptpfosten angelenkt sind, wobei einer der Gelenk­ arme gegenüber den anderen zwei Gelenkarmen derart vorgesehen ist, daß der relativ zu dem Hauptpfosten gemessene Neigungs­ winkel des mit diesem Gelenkarm verbundenen Beines anders ge­ staltet ist als die bezüglich des Hauptpfostens gemessenen Neigungswinkel der anderen beiden Beine, die mit den anderen beiden Gelenkarmen verbunden sind, wenn relativ zu der auf­ rechten Stellung eine Schräglage des Hauptpfostens relativ zu dem Bein des erstgenannten Gelenkarmes eingestellt ist.
Bei einem bekannten (US-28 73 079) Dreifußständer dieser Art sind die drei Gelenkarme gleichlang und ist die Bein-Ver­ bindungsstelle des einen Gelenkarmes entlang einem Schlitz des einen Beines derart verschiebbar, daß das Bein sich der Hauptpfosten-Mittelachse nähert, wobei die Schräglage des Haupt­ pfostens von diesem Bein weggerichtet ist. Die Verstellung der Gelenkarm-Bein-Verbindungsstelle zwecks Einstellung einer bestimmten Schräglage ist aufwendig. Auch kann die an dem schräggestellten Hauptpfosten befindliche Last den Dreifuß­ ständer leicht umwerfen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Dreifußständer der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Schrägstell­ barkeit des Hauptpfostens in einfacherer Bauweise und Durch­ führung vorliegt und eine größere Stabilität bei belastetem schräggestelltem Hauptpfosten verwirklicht ist.
Der erfindungsgemäße, gattungsgemäße Dreifußständer ist, diese Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet, daß der erstgenannte Gelenkarm gegenüber den anderen zwei Gelenkarmen länger ist und die Schräglage des Hauptpfostens zu dem längeren Gelenkarm hin ist, wobei der Abstand der Anbringung des längeren Gelenkarmes am zuge­ hörigen Bein vom zugehörigen oberen Beinende kürzer ist als der Abstand der Anbringung der anderen Gelenkarme von den zuge­ hörigen oberen Beinenden, und daß der Winkel am oberen Halter rund um den Hauptpfosten zwischen den beiden, dem Bein des längeren Gelenkarmes gegenüberliegenden Beinen geringfügig größer ist als der Winkel zwischen dem einen Bein und jedem der anderen zwei Beine.
Die Bauweise des erfindungsgemäßen Dreifußständers ist verein­ facht, da eine zu verstellende Bein-Gelenkarm-Verbindungsstelle vermieden ist. Auch die Länge der Gelenkarme ist unveränderlich konstant. Die jeweils erwünschte Schrägstellung des Hauptpfo­ stens wird durch mehr oder weniger starkes Herausschwenken des dem längeren Gelenkarm zugeordneten Beines eingestellt. Die verbesserte Stabilität ist nicht nur wegen der dem weiter herausgeschwenkten Bein zugewendeten Schräglage des Hauptpfo­ stens, sondern auch deshalb gegeben, weil der Winkel, der dem Bein mit dem größeren Gelenkarm gegenüberliegt, etwas größer ist als die beiden anderen Winkel. Dieser größere Winkel ist größer als 120°, jedoch nur etwa größer als die beiden anderen Winkel.
Bei der Erfindung ist bei Stützstellung der Beine das eine Bein weiter nach außen weg von dem Hauptpfosten gespreizt als die anderen Beine, indem ein entsprechend längerer Gelenkarm benutzt ist. Es ist der rund um den Hauptpfosten liegende Win­ kel zwischen den zwei weniger weit nach außen schräggestellten Beinen größer als die Winkel zwischen dem stärker nach außen schräggestellten Bein und den zwei weniger weit nach außen schräggestellten Beinen, wobei der größere Winkel dem stärker nach außen schräggestellten Bein gegenüber liegt. Wenn die beiden anderen Beine zu dem weiter nach außen schräggestellen Bein hin geschoben werden, so wird hierdurch das von den unteren Beinenden bestimmte Dreieck ausgeprägter in eine gleichseitige Form gebracht.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachfolgend näher er­ läutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines schrägstellbaren Dreifußständers mit einstellbaren Beinen,
Fig. 2 eine der Ansicht in Fig. 1 entsprechende Ansicht mit verschiedenen Schräglagen eines Hauptpfostens und ver­ schiedenen auswärtsgerichteten Schrägstellungen der Beine,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Dreifußständers gemäß Fig. 1 mit für den Transport zusammengelegten Beinen und
Fig. 4 eine Draufsicht des Dreifußständers gemäß Fig. 1.
Der Dreifußständer 10 gemäß Zeichnung ist für Musikinstrumente oder andere Gegenstände gedacht und umfaßt einen Hauptpfosten 11 und an dessen unterem Ende eine Dreibeineinrichtung 20. Der Haupt­ pfosten 11 kann mit jeder gewünschten einstellbaren Verlänge­ rung oder Ausdehnung und mit jedem Verbinder oder Halter zum Angreifen an einem besonderen Musikinstrument oder einer an­ deren Einrichtung, wie z. B. ein Mikrofon, versehen sein. Die Dreibeineinrichtung 20 umfaßt drei Beine 21, 22 und 23 und drei Gelenkarme 26, 27, 28, die mittels entsprechender Gelenk­ zapfen 41 an die entsprechenden Beine 21, 22, 23 an einer Stelle zwischen den Beinenden gelenkig angebracht sind. Im vor­ liegenden Fall kommt es besonders auf die jeweiligen Stellungen der von den Gelenkzapfen 41 gebildeten Verbindungen entlang den Beinen an.
Ein oberer Beinhalter 30 ist entlang dem Hauptpfosten 11 ver­ schiebbar und läßt sich mittels einer Klemmschraube 32 an einer gewünschten Stelle entlang dem Hauptpfosten 11 festlegen. Das obere Ende jedes Beines 21, 22 und 23 ist jeweils mittels ei­ nes Gelenkzapfens 31 an dem oberen Beinhalter 30 angelenkt. Ein unterer Halter 40 ist auf dem Hauptpfosten 11 mit Achsabstand unter dem oberen Beinhalter 30 vorgesehen, und zwar im Ausführungsbeispiel am unteren Ende des Hauptpfostens 11. Das untere Ende jedes Gelenkarmes 26, 27, 28 ist mittels eines geeigneten Gelenkza­ pfens 42 an dem unteren Halter 40 angelenkt.
Es ist einer der Gelenkarme, nämlich der Gelenkarm 26 länger als die anderen beiden Gelenkarme 27, 28, was dazu führt, daß das Bein 21 weiter von dem Hauptpfosten 11 nach außen schräg gelegt ist als die Beine 22, 23 wenn die Beine sich in ihrer äußeren tragenden Stellung befinden. Zu­ sätzlich zu der gegenüber der Schräglage der Beine 22 und 23 größeren Auswärts-Schräglage des Beines 21 und in Er­ gänzung zu der Verlängerung des Beines 21 ist der eine Gelenk­ arm 26 an das Bein 21 an einer Stelle angelenkt, die höher an dem Bein 21 liegt, d. h. sich näher an dem oberen Beinhalter 30 befindet als die Verbindungen der anderen zwei Gelenkarme 27, 28 mit ihren entsprechenden Beinen 22, 23.
Fig. 2 zeigt eine Vielzahl der Schräganordnungen des Dreifuß­ ständers 10. Für den längeren Gelenkarm 26 ist der bezüglich des Hauptpfostens 11 gemessene offene Winkel a des entsprechen­ den Beines 21 größer als der ebenfalls bezüglich des Haupt­ pfostens 11 gemessene offene Winkel b der anderen beiden Beine 22 und 23. Der Neigungswinkel des Hauptpfostens 11 gegenüber der Vertikalen ist durch die Größe dieser Winkeldifferenz bestimmt. Wenn der obere Beinhalter 30 seitwärts geschoben wird, nimmt der Unterschied zwischen den Winkeln a und b der Beine 21, 22, 23 ständig zu, wie durch die strichpunktierten Linien angedeutet ist, und der Hauptpfosten 11 legt sich zu dem Bein 21 hin schräg, das den längeren Gelenkarm 26 aufweist. Offensichtlich kann der obere Beinhalter 30 über die in durchgehenden Linien in Fig. 2 dargestellte Stellung aufwärts geschoben werden, um die offenen Winkel a und b aller Beine gleich zu machen, wodurch es möglich ist, den Hauptpfosten 11 in einer senkrechten, ungeneigten Stel­ lung zu halten. Gemäß Fig. 3 ist der längere Gelenkarm 26 an sein Bein 21 an einer Stelle angelenkt, die über der Verbin­ dung der anderen Gelenkarme 27, 28 an ihren entsprechenden Beinen 22, 23 liegt, d. h. an einer Stelle, die näher bei dem oberen Beinhal­ ter 30 liegt. Dies ermöglicht es, die Beine 21, 22, 23 des Dreifußständers 10 an den Hauptpfosten 11 anzulegen, ohne daß ein Bein absteht.
Die Dreibeineinrichtung 20 umfaßt gemäß Fig. 4 die Beine 21, 22 und 23, die mit festen vorgegebenen Einrichtungswinkeln um den Hauptpfosten angeordnet sind. Der um den oberen Bein­ halter 30 gemessene Einrichtungswinkel A1 zwischen den Beinen 22 und 23, die keinen langen Gelenkarm 26 haben, ist etwas größer als die beiden anderen Einrichtungswinkel zwischen den Beinen 21, 22 und den Beinen 21, 23; somit ist der Winkel A1 größer als 120°. Weil die Beine 22 und 23 der Dreibeineinrich­ tung 20 zu dem Bein 21 hinbewegt sind, bildet das Dreieck, das an den unteren Enden der Beine 21, 22, 23 gebildet ist, nahezu ein gleichseitiges Dreieck. Somit ist es möglich gemacht, größere Stabilität zu erreichen.
Die Bauweise, bei der der längere Gelenkarm 26 weiter oben am Bein 21 angelenkt ist, macht es möglich, ein Instrument oder eine Einrichtung zu halten, ohne einen besonderen Kragarm oder sonstige Teile dafür zu benötigen. Der Schwerpunkt des Ständers 10 kann, um die Stabilität des Ständers zu verbessern, in eine Stellung eingestellt oder durch Schräglegen des Beines 21 zurückgestellt werden. Wenn der Hauptpfosten 11 schräg gelegt wird, hat er noch angemessene Abstützung. Die vorliegen­ de Bauweise vermeidet die Notwendigkeit eines Kragarmes oder Auslegers, um ein Instrument, Gerät und so weiter zu stützen, weil der längere Gelenkarm 26 und dessen höher am Bein 21 vor­ gesehene Anlenkstelle wirksam das gleiche Ergebnis bringen, und zwar ohne eine größere Anzahl an Teilen, so daß sowohl Stabilität als auch Wirtschaftlichkeit vorliegen.

Claims (1)

  1. Schrägstellbarer Dreifußständer,
    bei dem drei gleichlange Dreifuß-Beine mit entsprechenden oberen Enden an einem Halter angelenkt sind, der entlang einem Hauptpfosten bewegbar ist, und
    bei dem entsprechende Gelenkarme an den Beinen zwischen deren Enden angelenkt sind und auch an dem Hauptpfosten angelenkt sind, wobei einer der Gelenkarme gegenüber den anderen zwei Gelenkarmen derart vorgesehen ist, daß der relativ zu dem Haupt­ pfosten gemessene Neigungswinkel des mit diesem Gelenkarm ver­ bundenen Beines anders gestaltet ist als die bezüglich des Hauptpfostens gemessenen Neigungswinkel der anderen beiden Beine, die mit den anderen beiden Gelenkarmen verbunden sind, wenn relativ zu der aufrechten Stellung eine Schräglage des Hauptpfostens relativ zu dem Bein des erstgenannten Gelenk­ armes eingestellt ist, dadurch gekennzeichnet,
    daß der erstgenannte Gelenkarm (26) gegenüber den anderen zwei Gelenkarmen (27, 28) länger ist und die Schräglage des Haupt­ pfostens (11) zu dem längeren Gelenkarm (26) hin ist, wobei der Abstand der Anbringung des längeren Gelenkarmes (26) am zugehörigen Bein (21) vom zugehörigen oberen Beinende kürzer ist als der Abstand der Anbringung der anderen Gelenkarme (27, 28) von den zugehörigen oberen Beinenden, und
    daß der Winkel am oberen Halter (30) rund um den Hauptpfosten (11) zwischen den beiden, dem Bein (21) des längeren Gelenk­ armes (26) gegenüberliegenden Beinen geringfügig größer ist als der Winkel zwischen dem einen Bein (21) und jedem der an­ deren zwei Beine (22, 23).
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