DE392607C - Trommelmuehle - Google Patents
TrommelmuehleInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C17/00—Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
- B02C17/18—Details
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- Food Science & Technology (AREA)
- Crushing And Grinding (AREA)
Description
Es ist bereits bekannt, in Trommelmühlen beim Zerpuhrern von trockenem Mahlgut
durch Mahlkörper einen Luftstrom zu richten, um die genügend fein gemahlenen Teilchen
fortzuführen. Diese Luftströmung wird aber iediglich an der Oberfläche des Mahlgutes bewerkstelligt,
kann daher nur einen geringen Teil der Teilchen mitführen, während der größte Teil in der Masse verbleibt und die
ίο Einwirkung der Mahlkörper auf die gröberen,
noch nicht zermahlenen Teile des Mahlgutes stört. Der Zweck der vorliegenden Erfindung
ist, diesen Nachteil zu vermeiden, und zwar in der Weise, daß der Luftstrom anstatt
nur oberflächlich zu wirken, durch die ganze Masse des Gutes hindurchgetrieben wird, indem
er in der Nähe der Mahlzone zugeführt und dann oberhalb des Gutes abgesaugt wird.
Dadurch werden die zermahlenen Teilchen im Maße ihrer Bildung sofort abgeführt, und die
Mahlkörper können mit den gröberen Teilchen in stets neue Angriffsflächen gelangen. Die
zur Ausführung dieser Maßnahme dienende Trommelmühle besitzt erfindungsgemäß am Umfange vorgesehene Lufteintrittsöffnungen.
In der Zeichnung zeigt Abb. 1 eine Mühlenanlage, deren Mühle in Abb. 2 in lotrechtem
Längsschnitt und in Abb. 3 im zugehörigen Querschnitt dargestellt ist. Abb. 4 ist eine
Einzelheit. Die Abb. 5 bis 7 zeigen Längsschnitt, Querschnitt und Endansicht einer
zweiten Ausführungsform, und Abb. 8, 9 und 10 zeigen weitere Einzelheiten.
Die Drehtrommel 5 besitzt die Endteile 6, welche mit hohlen Drehzapfen 7 versehen sind
und in festen Lagern 8 drehbar gelagert sind. Das Getriebe 9, welches mit einem der Endteile
6 verbunden ist, kämmt mit einem nicht
dargestellten Getriebe. Die Zuführung des Mahlgutes erfolgt durch die Förderschnecke
io, welche in einem der Hohlzapfen 7 arbeitet. Die Trommel ist mit losen Mahlkörpern 11,
wie Kugeln, Stangen u. dgl. aus Stahl usw. teilweise gefüllt.
Die Zuführung des Luftstromes erfolgt in folgender Weise: Die Drehtrommel umgibt
ein ortsfester Mantel 12, der von Stützen 13 getragen wird, so daß ein Ringraum 14 außerhalb
der Drehtrommel 5 entsteht. Die innere Fläche der Drehtrommel ist vor Abnutzung durch eine Reihe von metallenen Auskleidungen
15 geschützt, hinter welchen Luftkammern 16 vorgesehen sind, die einerseits durch
Schlitze 17 in der Trommel mit dem Ringraum 14 und anderseits durch Luftlöcher 18
mit dem Innenraum der Trommel in Verbindung stehen. An den Endteilen 6 sind innen
Futterstücke 19 aus Metall angeordnet, um diese Endteile zu schützen (Abb. 3).
Die einzelnen Abteile 15 der Auskleidung
überlappen einander, wobei die einzelnen Abteile zu einem zylinderischen Körper vereinigt
sind, welcher ohne Anwendung von Bolzen in seiner Lage gehalten wird." Die Futterstücke
an den Endteilen können, wie in Abb. 2 gezeigt ist, in die seitlichen Abteile 15 eingreifen,
so daß eine zusätzliche Feststellung derselben erfolgt.
Wird die mit Mahlgut zum Teil gefüllte Trommel in Drehung in der Pfeilrichtung
(Abb. 3) versetzt, so wird das Gut mit den losen Mahlkörpern die Lage nach Abb. 3 annehmen.
Um den Luftstrom durch die Masse hindurchzutreiben und dessen freien Durchgang durch den Ringraum 14 sowie die Öffnungen
der Auskleidung an dem entgegengesetzten Teil der Drehtrommel zu verhindem,
ist in demjenigen Teil des Ringraumes, der an dem während des Betriebes von Alahlgut
und Mahlkörpern freibleibenden Trommelraum anliegt, eine Reihe von radialen
Trennwänden 20 vorgesehen, welche an dem Mantel 12 befestigt sind und sich nach innen
bis dicht an die Trommelwand erstrecken. Der Luftstrom ist dadurch gezwungen, durch ,
«Jas ganze Mahlgut hindurchzuströmen. Die beiden Enden des Ringraumes 14 sind durch
überlappende Ringflansche 21, 22 abgedichtet, welche an dem Mantel 12 und der Trommel 5
befestigt sind, wie aus Abb. 4 ersichtlich ist. Der ortsfeste Ringflansch 21 befindet sich
dabei zwischen den beweglichen Flanschen 22 und bildet einen genügenden Luftverschluß.
Der mit den fein gepulverten Teilchen des Gutes beladene Luftstrom wird durch das in 1
den Hohlzapfen 7 eingesetzte Abzugsrohr 23 mittels des Sauggebläses 24 (Abb. 1) abgezogen,
gelangt in das Rohr 26, dann in den Scheider 27, in welchem die größeren schwe- 1
reren Teilchen herabfallen und zu der Trommel mittels des Rohres 28 zurückgeführt werden.
Die mit den leichteren gepulverten Teilchen beladene Luft geht durch das Rohr 29 r.5
in den Staubsammler 30 mit Zykloneinrichtung, in welchem sich das gepulverte Gut von
der Luft trennt und in den Behälter 31 gelangt, während die Luft aus dem Staubsammler
30 durch das Rohr 32 zurück in den Ringraum 14 eintritt. Es ist ferner ein kleinerer
Sammler 33 vorgesehen, welcher mit , einem Windrohr 34 versehen ist und mit dem Rohr 32 durch den Kanal 35 in Verbindung
steht. Das Rohr 32 ist mit dem Mantel 12 mittels einer sich ausweitenden Verbindung
36 befestigt, welche sich im wesentlichen auf der ganzen Länge der Trommel erstreckt, so
daß die zurückkehrende Luft gleichmäßig über die ganze Länge des Ringraumes verteilt Sj
wird. Die Ausmündung des Rohres 32 an dem Mantel ist derart angeordnet, daß die Luft unmittelbar in der Nähe desjenigen
Teiles der Trommel hinzugeführt wird, an welchem die Masse gemäß Abb. 3 anliegt.
Durch das Gebläse wird ein Unterdruck in der Trommel und in demjenigen Teil des
Ringraumes 14 aufrechterhalten, welcher an dem Gut anliegt, so daß die Vorrichtung
unter teilweisem Vakuum arbeitet. Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß das Durchsickern
des Staubgutes in die Außenluft verhindert und eine staubfreie Arbeitsweise ermöglicht
wird.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 bis 1 ο sind die Hauptteile in ähnlicher Weise ausgebildet,
wobei das Getriebe 9 mit dem Treibrad 9a auf der Motorwelle 9* in Eingriff steht.
Die Auskleidung der Trommel besteht aus Längsabteilen 15, welche sich jedoch nicht
überlappen, wobei jedes Abteil mit einem inneren Teil und einem aufragenden Teil mit
geneigter Fläche versehen ist. Die Endflächen der beiden Teile verlaufen radial in bezug
auf die Trommelachse, so daß die Abteile an diesen radialen Flächen zusammenpassen und
zu einem zylinderischen Gebilde zusammengefügt werden können. Die Zusammenfügung
wird durch Metallstreifen 37 unterstützt, welche in entsprechenden Rillen der anstoßenden
Flächen der Abteile gelagert sind.
Obwohl die Auskleidung als in der Längsrichtung der Trommel verlaufende Abteile
gezeigt ist, kann dieselbe auch in anderer Weise ausgebildet sein, welche das Auswechsein
der Abteile gestattet.
Anstatt des Ringraumes 14 ist gemäß Abb. 5 und 6 eine einstellbare Luftkammer
14° an der Außenseite der Trommel 5 vorgesehen, welche Kammer durch den ortsfesten iao
Mantel 12° gebildet wird, welcher unabhängig von der Trommel auf Rollen 38 drehbar ge-
lagert ist. Ein Teil des Mantels I2° umgibt
dicht die Außenseite der Trommel 5, wobei ein genügender Zwischenraum für die freie
Bewegung der Trommel übrigbleibt, während der übrige Teil des Mantels I2ß entsprechend
etwa dem halben Umkreis der Trommel an dem Teil, wo während des Betriebes im Trommelinnern das Mahlgut mit
den Mahlkörpern lagert, einen größeren Durchmesser zwecks Bildung der Luftkammer
14" besitzt. Diese Kammer steht mit dem Gut durch die Luftlöcher 17 in Verbindung,
während die Luftlöcher an dem übrigen Teil der Trommel und der Auskleidung von der Luftkammer 14° abgeschlossen sind.
Der Mantel i2ß ist mit Ringschienen 39
versehen, welche auf Rollen 38 rollen. Die Rollen 38 sind im Gestelle 39° montiert, welches
in einstellbarer Weise auf der Grundplatte 40 gelagert ist. Die sich überlappenden
Ringflansche 21, 22 (Abb. 8) sind einerseits an den Endteilen der Trommel 5 und anderseits
an dem Mantel 12" angebracht, zwecks Einstellung der Luftkammer 14". In bezug
auf die Drehtrommel ist ein Zahnsegment 44 am Mantel 12° vorgesehen, welches mit dem
Zahnrad 45 auf der Welle 46 kämmt, welche durch die Kurbel 47 betätigt werden kann.
Das Gehäuse kann in der eingestellten Lage durch die Klinke 48 festgestellt werden,
welche in ein Klinkenrad 49 auf der Welle 46 eingelegt werden kann.
Je nach dem Mahlgut und dem entsprechenden Böschungswinkel desselben sowie
der Drehgeschwindigkeit der Trommel wird die Lage der Luftkammer 14« oder des Mantels
i2a eingestellt. Durch diese Einrichtung
kann die Menge der durch das Mahlgut hindurchgeführten Luft geregelt sowie derjenige
Teil der Trommel mit der Luftkammer in Berührung gebracht werden, an welchem das
Gut zum Anliegen kommt.
Es ist ersichtlich, daß die nach einwärts vorspringenden Teile der Auskleidungsglieder,
in welchen die Luftlöcher 18 gebildet sind, eine Art von Längsrippen an der inneren
Fläche der Trommel bilden, durch welche die Löcher 18 geschützt werden, da diese Löcher
mehr oder weniger tangential gerichtet sind.
Bei der Umdrehung der Trommel fällt die Masse des Gutes sowie der Mahlkörper nach
abwärts über die so gebildeten Rippen, während die Luftlöcher 18 freigehalten werden
und die Luftströme im wesentlichen tangential gerichtet sind. Auf diese Weise vermag
die bewegte Masse die Luftlöcher nicht zu versperren oder die Luftströme zu drosseln.
Die Richtung der Luftlöcher 18 kann nicht nur tangential, sondern in anderer Richtung ■
geneigt verlaufen, etwa in der Richtung einer Sehne der Trommel 5.
Claims (6)
1. Trommelmühle, aus der das zerkleinerte Gut durch einen Luftstrom abgesaugt
wird, gekennzeichnet durch am Umfange der Trommel vorgesehene Lufteintrittsöffnungen,
durch die der Luftstrom in der Nähe der Mahlzone derart eingeführt wird, daß derselbe durch die
ganze Masse des Mahlgutes hindurchströmt.
2. Ausführungsform der Trommelmühle nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
einen ortsfesten, die Trommel umgebenden Mantel, der mit der Trommel einen Ringraum bildet, in welchem durch das
den Saugluftstrom erzeugende Gebläse ein Unterdruck aufrechterhalten wird.
3. Ausführungsform der Trommelmühle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in demjenigen Teil des Ringraumes, der an dem während des Betriebes von Mahlgut und Mahlkörpern
freibleibenden Trommelraum anliegt, an dem ortsfesten Mantel radial nach innen bis dicht an die Trommelwand reichende
Trennwände angeordnet sind, die die Luftströmung in diesem Teil des Ringraumes erschweren, so daß die Luft in go
der Hauptsache nur durch die ' während des Betriebes von der Trommelfüllung
überlagerten Lufteintrittsöffnungen in die Trommel eintreten kann und daher das Mahlgut durchströmen muß.
4. Ausführungsform der Trommelmühle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der ortsfeste Mantel den oberen Teil der Trommel dicht umgibt und nur dort eine Luftkammer mit der
Trommelwand bildet, wo während des Betriebes im Trommelinnern das Mahlgut mit den Mahlkörpern lagert.
5. Ausführungsform der Trommelmühle nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet
durch eine Ringflanschendichtung (21, 22) an beiden Enden der Luftkammer.
6. Ausführungsform der Luftkammer nach Anspruch 4 und 5, gekennzeichnet
durch eine Ein- und Feststellvorrichtung für die Luftkammer in verschiedener Neigung
zur Trommelmühle je nach deren Drehgeschwindigkeit und nach der Art des Mahlgutes.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP43076D DE392607C (de) | 1921-10-27 | 1921-10-27 | Trommelmuehle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP43076D DE392607C (de) | 1921-10-27 | 1921-10-27 | Trommelmuehle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE392607C true DE392607C (de) | 1924-03-22 |
Family
ID=7379156
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP43076D Expired DE392607C (de) | 1921-10-27 | 1921-10-27 | Trommelmuehle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE392607C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE883226C (de) * | 1951-02-01 | 1953-07-16 | Miag Vertriebs Gmbh | Trommelmuehle |
| DE1012148B (de) * | 1952-07-12 | 1957-07-11 | Joachim Knust Dipl Ing | Rohrmuehle mit zusaetzlicher Belueftung durch im Trommelmantel angeordnete Schlitze |
| DE1019891B (de) * | 1954-08-20 | 1957-11-21 | Siteg Siebtech Gmbh | Schwingmuehle mit zylindrischem Mahlgefaess mit senkrechter Achse |
-
1921
- 1921-10-27 DE DEP43076D patent/DE392607C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE883226C (de) * | 1951-02-01 | 1953-07-16 | Miag Vertriebs Gmbh | Trommelmuehle |
| DE1012148B (de) * | 1952-07-12 | 1957-07-11 | Joachim Knust Dipl Ing | Rohrmuehle mit zusaetzlicher Belueftung durch im Trommelmantel angeordnete Schlitze |
| DE1019891B (de) * | 1954-08-20 | 1957-11-21 | Siteg Siebtech Gmbh | Schwingmuehle mit zylindrischem Mahlgefaess mit senkrechter Achse |
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