DE392655C - Verfahren zur Behandlung von Pflanzenfaserstoffen - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von PflanzenfaserstoffenInfo
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Description
- Verfahren zur Behandlung von Pflanzenfaserstoffen. in dein Hauptpatent 389547, dem Zusatzpatent 392i22 ist ein Verfahren zur Verbesserung von vegetabilischen Fasern aller Art und aller Formen beschrieben, und zwar insbesondere in der Richtung, daß eine wollähnliche Beschaffenheit erreicht wird. Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, rlaß die Faser mit einer Zelluloselösung in Salpetersäure von nicht unter 65 Prozent -getränkt und .durch Behandlung mit Wasser, mit verdünnten Säuren oder Alkalilösungen oder auch wäßrigen Salzlösungen eine schwach nitrierte Zellu.lose.auf und in der Faser ausgefällt wird.
- Es hat sich nun gezeigt, daß auch andere der Zellulose verwandte Substanzen, wie Hemizellulosen, hochmolekulare Kohlehvdrate (z. B. die verschiedenen Stärkearten) bei der Behandlung mit Salpetersäure von nicht unter 65 Prozent ein ähnliches, je nach der Konzentration der Salpetersäure mehr oder weniger nitriertes Produkt ergeben, das von vegetabilischen Fasern willig aufgenommen wird. Dabei ist zu bemerken, daß die wasserlöslichen Nitrate, z. B. das Stärkehexanitrat (bezogen auf C1_) selbst%Terstäncllich von einer praktischen Verwendung ausgeschlossen sind.
- Diese Nitroprodukte können nun nach den im Hauptpatent beschriebenen Verfahren direkt auf die Faser gebracht werden, oder aber man beschwert oder appretiert die Faser mit der Lösung bzw. dem wäßrigen Kleister des betreffenden Kohlehydrates und zieht die so behandelte Faser nach erfolgter Trocknung durch Salpetersäure von nicht unter 65 Prozent. Man preßt dann die überschüssige Säure ab und wäscht .aus. Bei dieser Ausführungsforrndes Verfahrens wird also der Nitrokörper direkt auf und in der Faser gebildet bzw. von derselben absorbiert und dann durch Wasser, verdünnte Säuren, Alkalien oder Salzlösungen' ausgefällt. Diese Arbeitsweise hat den Vorzug großer Bequemlichkeit und Einfachheit, insbesondere auch, weil die einfach imprägnierte und beschwerte Ware unbegrenzt haltbar ist, auf Vorrat hergestellt werden kann und nach Bedarf bei Verbrauch oder Weiterverarbeitung dann der Behandlung mit Salpetersäure unterzogen wird.
- Die letztgenannte Ausführungsform des Verfahrens kann sich z. B. wie folgt gestalten: 4o Kilo Maisstärke werden mit 751 Wasser und 751 Essigsäure verkocht. Das Fasergut wird mit dem so erhaltenen Kleister imprägniert und ,.getrocknet. Zur weiteren Behandlung wird dann das so vorbereitete Material 3 bis 5 Minuten mit starker Salrietersäure bei 15 bis 2o° behandelt, abgeduescht, durch ioprozentige Natriumbistilfatlösung durchgezogen und schließlich mit Wasser gründlich ausgewaschen.
Claims (4)
- PA TENT-ANSPRÜCHE: i. -;"erfahren zur Behandlung von Pflanzenfaserstoffen nach Patent 389547, dadurch "-,ekennzeiclinet, daß zur Iniprägnation vegetabilischer Fasern aller Art an Stelle von lelluloselösungen Lösungen aivlerer hochmolekularer Kohlehydrate, insbesondere natürlicher oder künstlicher Stärke oder Stärkeprodukte in Salpetersäure von nicht unter <5 Prozent benutzt, die imprägnierten Fasern na,@h Entfernung des Imprägnationsüberschusses finit Wasser, mit verdünnten Lösungen von Säuren, Basen oder Salzen behandelt und flann ausgewaschen werden.
- 2. Eine Ausführun-sform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern mit wäßrigen Lösungen oder Kleistern der hochmolekularen Kohlehydrate, insbesondere Stärke oder Stärkeprodukte behandelt, getrocknet, dann durch Salpetersäure von nicht unter 65 Prozent genommen werden, worauf der Flüssigkeitsüberschuß entfernt, die Fasern mit Wasser oder wäßrigen L;*)-sungen behandelt und schließlich ausgewaschen werden.
- 3. Eine Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Gespinste oder Gewebe mit L;')-sungen der hochmolekularen Kohlehydrate, inbesondere Stärke oder Stärkeprodukte in Salpetersäure von nicht unter 05 Prozent bedruckt oder nach Aufdruck .geeigneter Reservagen damit imprägniert werden, worauf nach Entfernung des Überschusses finit Wasser oder wäßrigeii Löstuigen behandelt und dann ausrewaschen wird.
- 4. Eine Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Gespinste oder Gewebe mit Lösungen oder Kleistern der hochmolekularen Kohlehydrate, insbesondere Stärken oder Stärkeprodukte bedruckt oder nach Aufdruck geeigneter Reservagen damit imprägniert werden, sodann durch Salpetersäure von nicht unter <5 Prozent genommen, der Flüssigkeitsüberschuß entfernt, die Ware so-lann mit Wasser oder wäßrigen Lösungen behandelt tui#i schließlich ausgewaschen wirfl.
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Publications (1)
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1919
- 1919-07-24 DE DESCH55729D patent/DE392655C/de not_active Expired
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