DE3938685C2 - Rundstrickmaschine zur Herstellung gleichförmiger Temperaturbedingungen an einer Rundstrickmaschine - Google Patents

Rundstrickmaschine zur Herstellung gleichförmiger Temperaturbedingungen an einer Rundstrickmaschine

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Description

Die Erfindung betrifft eine Rundstrickmaschine mit wenigstens einem Träger, in dem Strickwerkzeuge verschiebbar gelagert sind, einer Schloß­ anordnung zur Steuerung der Strickwerkzeuge und einer Wärmeaustausch- Vorrichtung für den Träger und die Schloßvorrichtung.
Bei Rundstrickmaschinen mit großen System- und Drehzahlen, insbesondere Großrundstrickmaschinen mit Durchmesser von 30 Zoll und großer Leistung, können aufgrund der Reibung zwischen den Strickwerkzeugen (Nadeln, Stößer, Platinen oder dergleichen) in den Nuten der Träger (Nadelzylinder, Rippscheiben, Platinenring oder dergleichen) oder zwischen den Strickwerk­ zeugen und den Schloßanordnungen (Zylinderschlösser, Rippschlösser, Platinenschlösser oder dergleichen) sehr hohe Temperaturen bis ca. 150 Grad Celsius auftreten. Eine Folge davon ist, daß diese Teile nicht mehr angefaßt werden können und notwendige Reparaturen, z. B. das Auswechseln einer gebrochenen Nadel, nur unter Beachtung besonderer Sicherheitsmaß­ nahmen oder nach ausreichender Abkühlung der Rundstrickmaschine möglich sind.
Abgesehen davon werden bei warmgelaufenen Rundstrickmaschinen häufig Funktionsstörungen, z. B. Musterfehler oder Änderungen der Maschenlänge oder der Fadenspannung beobachtet, die bei kalten oder nur langsam laufenden Maschinen nicht auftreten, selbst wenn die Rundstrickmaschine bei Raumtemperatur optimal eingestellt wurde. Diese Funktionsstörungen müssen daher auf Temperatureinflüsse und darauf zurückgeführt werden, daß wechselnde Betriebstemperaturen einen ungünstigen Einfluß auf die Funk­ tionssicherheit einer Rundstrickmaschine haben.
Es ist bereits versucht worden, derartigen Funktionsstörungen mit kon­ struktiven Veränderungen gewisser Maschinenteile, z. B. des Nadelzylinders, entgegenzuwirken (DE-OS 33 16 382). Bisher ist aber kein Mittel bekannt, das zur Beseitigung aller Funktionsstörungen brauchbar wäre, die auf Temperatureinflüsse zurückgeführt werden müssen.
Als einzige Möglichkeit, hier wirksam Abhilfe zu schaffen, wird daher allgemein die Anwendung von Wärmeaustausch-Vorrichtungen angesehen. Diese können beispielsweise Blasdüsen, mittels derer gasförmige Wärmeaustausch­ mittel, insbesondere Luft, von außen oder innen her auf die Träger der Strickwerkzeuge und/oder die Schloßanordnungen geblasen werden (DE-GM 76 38 042, DE-OS 16 35 836 und 31 01 154), oder in den Trägern ausgebildete Kühlkreisläufe enthalten, durch die ein flüssiges Kühlmittel, insbesondere Öl, geleitet wird (DE-PS 16 35 931, DE-OS 22 00 154). Weiterhin ist bekannt, daß an Rundstrickmaschinen aus anderen Gründen vorhandene Flaum-Abblasvorrichtungen und Ölschmiersysteme zwangsläufig auch eine gewisse Kühlwirkung haben. Schließlich ist bekannt, daß Rund­ strickmaschinen bei einem Kaltstart zu Fehlfunktionen neigen und daß es daher zweckmäßig ist, sie zunächst bei geringer Drehzahl warmlaufen zu lassen, bevor auf die Nenndrehzahl umgeschaltet wird.
Die bisher bekannten Wärmeaustausch-Vorrichtungen dieser Axt beruhen sämtlich auf der Annahme, daß bereits eine mehr oder weniger unkontrol­ lierte Temperierung (Kühlung bzw. Erwärmung) der sich am schnellsten und am stärksten aufheizenden Teile einer Rundstrickmaschine, z. B. des Nadelzylinders, ausreicht, um alle in diesem Zusammenhang bestehenden Probleme zu lösen. Diese Annahme hat sich jedoch in der Praxis als falsch erwiesen. Vielmehr kann die Anwendung der bekannten Wärmeaustausch- Vorrichtungen sogar dazu führen, daß sich größere Funktionsstörungen als bei deren Nichtanwendung ergeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rundstrickmaschine der eingangs bezeichneten Gattung so auszubilden, daß ihre auf Temperaturein­ flüsse zurückzuführenden Funktionsstörungen in weit geringerem Maße als bisher auftreten. Außerdem soll die Betriebstemperatur auf einen so niedrigen Wert eingestellt werden können, daß Arbeiten an der Rundstrick­ maschine auch nach längerer Laufzeit ohne Beachtung besonderer Sicher­ heitsmaßnahmen und ohne längere Stillstandsphase möglich sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs bezeichnete Rundstrickmaschine dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeaustausch-Vorrichtung wenigstens zwei Kreisläufe für ein flüssiges Wärmeaustauschmittel ausweist, wobei der eine Kreislauf dem Träger und der andere Kreislauf der Schloßanordnung zuge­ ordnet ist.
Die Erfindung beruht auf der überraschenden Erkenntnis, daß sich die meisten der hier interessierenden Funktionsstörungen dadurch vermeiden lassen, daß die Temperaturdifferenz zwischen dem Träger (z. B. dem Nadel­ zylinder) und der Schloßanordnung (z. B. dem Zylinderschloß) bei allen Betriebsbedingungen im wesentlichen innerhalb eines vorgewählten Toleranz­ bereichs gehalten wird. Wesentlich für den störungsfreien Betrieb einer Rundstrickmaschine ist daher nicht das Vorhandensein irgendeiner Wärmeaus­ tausch-Vorrichtung, sondern das separate und kontrollierte Temperieren des Trägers und der Schloßanordnung. Die erfindungsgemäße Rundstrickmaschine schafft daher die Voraussetzungen für eine sinnvolle Temperierung und dafür, wie mit einer solchen Rundstrick­ maschine bei allen Betriebsbedingungen gleichförmige Temperaturverhält­ nisse erzielt und durch Temperatureinflüsse verursachte Funktionsstörungen weitgehend vermieden werden können.
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der Zeichnung an Ausführungsbeispielen näher erläu­ tert. Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch die eine Hälfte des für die Erfindung wesentlichen Teils einer erfindungsge­ mäßen Rundstrickmaschine;
Fig. 2 und 3 in schematischen, perspektivischen und gegenüber Fig. 1 vergrößerten Teilansichten jeweils den Nadelzylinder und die zugehörige Schloßanord­ nung der Rundstrickmaschine nach Fig. 1;
Fig. 4 schematisch eine zum Betreiben der Rund­ strickmaschine nach Fig. 1 bis 3 geeignete Anordnung;
Fig. 5 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht einer zweiten Ausführungsform des Nadelzylinders einer er­ findungsgemäßen Rundstickmaschine;
Fig. 6 schematisch eine zum Betreiben einer Rund­ strickmaschine mit einer Schloßanordnung nach Fig. 3 und einem Nadelzylinder nach Fig. 5 geeignete Anord­ nung; und
Fig. 7 bis 12 Ausführungsbeispiele von erfindungsge­ mäßen Nadelzylindern mit Wärmeaustausch-Vorrich­ tungen.
Nach Fig. 1 bis 3, in der das zur Zeit für die beste Lösung gehaltene Ausführungsbeispiel dargestellt ist, enthält eine Rundstrickmaschine einen Träger 1 in Form eines drehbaren Nadelzylinders mit Stegen 2, zwischen denen Strickwerkzeuge 3, hier übliche Zungennadeln, verschiebbar gelagert sind. Der Träger 1 ist auf einem aus zwei Ringen gebildeten Zwischenzylinder 4 befe­ stigt, der seinerseits auf einem Zylindertragring 5 befe­ stigt ist. Dieser ist mittels Lagern 6 an einem äußeren, stationären Tragring 7 des Maschinengestells drehbar gelagert. An der Unterseite des Tragrings 7 ist ein La­ gerdeckel 8 und an dessen Unterseite eine bis etwa zur Projektion des Innenumfangs des Zwischenzylinders 4 ragende, ringförmige Platte 9 befestigt, an deren inne­ rem Umfangsrand ein nach oben ragender zylindrischer Wandabschnitt 10 angebracht ist, der nach oben bis zum Träger 1 reicht. Anstelle der Platte 9 könnten auch ein­ zelne, speichenartig angeordnete Streben vorgesehen sein, an denen anstatt des Wandabschnitts 10 einzelne Träger montiert sind.
Auf dem Tragring 7 ist eine stationäre Schloßanord­ nung 11 abgestützt, die eine Schloßplatte 12 enthält, auf der mehrere, am Umfang des Trägers 1 verteilt ange­ ordnete Segmente 13 befestigt sind, die dem Träger 1 zugewandte Schloßteile 14 tragen und in üblicher Weise dazu dienen, die Strickwerkzeuge 3 durch Einwirkung auf deren Füße 15 zu steuern.
In dem Wandabschnitt 10 oder den Trägern ist wenig­ stens ein vertikales Spritzrohr 18 montiert, dessen obe­ res Ende in Richtung des Trägers 1 geneigt ist und eine Ausströmöffnung 19 aufweist, die unmittelbar auf einen oberen Teil der inneren Umfangsfläche des Trägers 1 gerichtet ist. Vorzugsweise sind mehrere solcher Spritz­ rohre 18 vorgesehen, die um die Mittelachse 17 des Trägers 1 verteilt angeordnet sind. Die unteren Enden der Spritzrohre 18 sind strömungsmäßig mit wenigstens einer Rohrleitung 20 verbunden, die in dem Zwischen­ raum zwischen einer Sammelwanne 27 und dem Wand­ abschnitt 10 oder den Trägern angeordnet ist, die Mit­ telachse 17 des Trägers 1 ringförmig umgibt und einen Einlaßstutzen 21 aufweist.
Am unteren Ende des Trägers 1 ist eine weitere Sam­ melwanne 23 angeordnet, die vom Träger 1, einem ring­ förmigen Absatz 24 des Zwischenzylinders 4 und einer vom Zwischenzylinder 4 nach oben ragenden, zylindri­ schen Abschlußwand 25 gebildet wird und die Mittel­ achsen 17 des Trägers 1 ringförmig umgibt. Der Boden der Sammelwanne 23 mündet in dem oberen Ende eines den Zwischenzylinder 4 axial durchragenden Rücklauf­ rohrs 26, dessen unteres Ende in der die Mittelachse 17 ringförmig umgebenden Sammelwanne 27 endet, die mit einem Auslaufstutzen 28 versehen ist. Alternativ können auch mehrere Rücklaufrohre 26 vorgesehen sein. Dabei ist jeweils die Summe der Abflußquerschnit­ te so gewählt, daß die maximal in die Sammelwanne 23 eingeführte Kühlmittelmenge sicher abgeführt werden kann.
Die Teile 18 bis 27 sind Bestandteile eines ersten, offenen Kreislaufs einer Wärmeaustausch-Vorrichtung der Rundstrickmaschine, die zum Wärmeaustausch mit dem Träger 1 bestimmt ist. Dabei sind die Teile 18 bis 21, 27 und 28 stationär im Maschinengestell gelagert, während die Teile 23 bis 26 beim Betrieb der Rund­ strickmaschine zusammen mit dem Träger 1, dem Zwi­ schenzylinder 4 und dem Zylindertragring 5 eine Rota­ tionsbewegung um die Mittelachse 17 ausführen.
Die wesentlichen Teile eines zweiten, geschlossenen und zum Wärmeaustausch mit der Schloßanordnung 11 bestimmten Kreislaufs der Wärmeaustausch-Vorrich­ tung ergeben sich aus Fig. 1 und 3. Dieser zweite Kreis­ lauf enthält eine Rohrleitung 31, die sich ringförmig um die Mittelachse 17 erstreckt und in einer entsprechend geformten Ausnehmung 32 der Schloßplatte 12 ange­ ordnet ist. Die Rohrleitung 31 mündet an zwei dicht nebeneinander angeordneten Enden in je einen Einlaß- und Auslaßstutzen 33 bzw. 34. Die Rohrleitung 31 be­ steht vorzugsweise aus einem gut wärmeleitenden Ma­ terial, vorzugsweise einem Metall, und steht über einen möglichst großen Teil ihrer Umfangsfläche mit der aus Stahl bestehenden Schloßplatte 12 in inniger Berüh­ rung.
Als Wärmeaustauschmittel ist für beide beschriebe­ nen Kreisläufe ein flüssiges Wärmeaustauschmittel, vor­ zugsweise Wasser, vorgesehen.
Die beiden Kreisläufe arbeiten im wesentlichen wie folgt:
Das Wärmeaustauschmittel wird dem ersten, offenen Kreislauf durch den Einlaßstutzen 21 zugeführt, gelangt dann durch die Rohrleitung 20 in die Spritzrohre 18 und verläßt diese durch deren Ausströmöffnungen 19, wor­ auf es an der Innenwand des sich drehenden Trägers 1 herabströmt, in der ersten Sammelwanne 23 aufgefan­ gen wird und dann über die ebenfalls rotierenden Rück­ laufrohre 26 in die zweite Sammelwanne 27 gelangt, aus der es durch den Auslaufstutzen 28 ausströmt. Dagegen durchströmt das Wärmeaustauschmittel den zweiten, geschlossenen Kreislauf, indem es durch den Einlaßstut­ zen 33 in die Rohrleitung 31 eintritt und diese dann durch den Auslaufstutzen 34 wieder verläßt.
Der in Fig. 1 radiale Abstand zwischen dem Außen­ umfang des Trägers 1 bzw. seiner Stege 2 und den die­ sen zugewandten Vorderseiten der Schloßteile 14 wird gewöhnlich als Schloßspiel s bezeichnet, das je nach Bauart eine Größe von z. B. 0,25 mm aufweisen kann.
Systematische Versuche an Rundstrickmaschinen, insbesondere Großrundstrickmaschinen mit hohen Sy­ stem- und Drehzahlen haben überraschend zu dem Er­ gebnis geführt, daß Fehlfunktionen verschiedenster Art während des laufenden Betriebs dadurch herbeigeführt werden können, daß die Temperaturdifferenz zwischen dem Träger 1 und der Schloßanordnung 11 durch unter­ schiedliches Aufheizen bzw. Abkühlen der Wärmeaus­ tauschmittel in den beiden Kreisläufen bewußt vergrö­ ßert oder verkleinert wird. Dies wird darauf zurückge­ führt, daß sich die Dimensionen oder andere Eigen­ schaften der an der Maschenbildung beteiligten Bautei­ le durch Temperatureinflüsse stark ändern und dadurch Fehlfunktionen verursachen können. Auch Summenbil­ dungen solcher Änderungen können Fehlfunktionen zur Folge haben. Erfindungsgemäß wird daraus gefolgert, daß es zur Vermeidung solcher Funktionsstörungen nicht auf die bloße und unkontrollierte Kühlung oder Vorerhitzung irgendwelcher Bauteile einer Rundstrick­ maschine, insbesondere allein des Trägers 1 oder allein der Schloßanordnung 11, sondern entscheidend darauf ankommt, den Träger 1 und die Schloßanordnung 11 kontrolliert so zu temperieren, daß die Temperaturdif­ ferenz zwischen beiden innerhalb eines für jede Maschi­ ne bzw. für jeden Maschinentyp kritischen Toleranzbe­ reichs bleibt. Die Versuche haben bestätigt, daß die oh­ ne Anwendung von Wärmeaustausch-Vorrichtungen oder bei falscher Anwendung von Wärmeaustausch- Vorrichtungen häufig beobachteten Funktionsstörun­ gen merklich geringer sind, wenn die Temperaturdiffe­ renz in allen Betriebszuständen der Rundstrickmaschine in dem genannten Toleranzbereich gehalten wird. In der Praxis kann dies beispielsweise dadurch realisiert wer­ den, daß die Temperaturen des Trägers 1 und der Schloßanordnung 11 mittels Temperaturfühlern laufend überwacht und die Durchflußmengen des Wärmeaus­ tauschmittels in den beiden Kreisläufen entsprechend gesteuert werden. Möglich wäre aber auch, die sich bei besonders kritischen Betriebszuständen ergebenden Temperaturdifferenzen, z. B. beim Arbeiten mit der Nenndrehzahl, einmalig zu ermitteln, die Durchfluß­ mengen in den beiden Kreisläufen dementsprechend einmal fest einzustellen und den Strom des Wärmeaus­ tauschmittels während des Betriebs der Rundstrickma­ schine ständig und unabhängig davon aufrechtzuerhal­ ten, ob sich die Rundstrickmaschine gerade bei der Nenndrehzahl, einer anderen Drehzahl oder vorüberge­ hend im Stillstand befindet.
Da eine zuverlässige Ermittlung der Temperaturdiffe­ renz nicht immer einfach ist, wird erfindungsgemäß wei­ ter vorgeschlagen, die Einhaltung der zulässigen Tem­ peraturdifferenz mit Hilfe des Schloßspiels s zu überwa­ chen. Versuche haben überraschend ergeben, daß aus der momentanen Größe des Schloßspiels s mit ausrei­ chender Sicherheit auf das Auftreten von durch Tempe­ ratureinflüsse verursachten Funktionsstörungen ge­ schlossen werden kann. Ein zulässig großes (kleines) Schloßspiel s bedeutet nämlich bei Rundstrickmaschi­ nen, daß der Träger 1 gegenüber der Schloßanordnung 11 zu stark abgekühlt (aufgeheizt) oder umgekehrt die Schloßanordnung 11 gegenüber dem Träger 1 zu stark aufgeheizt (abgekühlt) ist. Anstelle eines Toleranzbe­ reichs für die Temperaturdifferenz kann daher auch für jede Maschine bzw. jeden Maschinentyp ein Toleranz­ bereich für das Schloßspiel s festgelegt und die Tempe­ rierung durch die Wärmeaustauschmittel in den beiden Kreisläufen so gesteuert werden, daß das Schloßspiel s innerhalb des Toleranzbereichs bleibt.
Fig. 4 zeigt stark schematisiert eine beispielsweise Anordnung zum Betreiben der Wärmeaustausch-Vor­ richtung nach Fig. 1 bis 3, wobei - soweit möglich - dieselben Bezugszeichen verwendet sind.
Das Wärmeaustauschmittel, hier Wasser, wird mittels einer Pumpe 37 aus einem Vorratsbehälter 38, der z. B. in einem neben der Rundstrickmaschine angeordneten Schrank untergebracht ist, in eine Vorlaufleitung 39 ge­ drückt, die über eine Verzweigung 40 mit zwei Einrich­ tungen 41a und 41b zur Steuerung der Durchflußmenge verbunden ist. Diese Einrichtungen 41a, b bestehen z. B. aus einem Ventil, einem Schieber, einer Lochblende oder dergleichen, wobei wenigstens eine der beiden Ein­ richtungen 41a, b mit Einstellorganen 42 zur wahlweisen und vorzugsweise kontinuierlichen Einstellung der Durchflußmenge versehen ist. Der die Einrichtung 41a durchströmende Teilstrom des Wärmeaustauschmittels gelangt über eine Leitung 43 und den in Fig. 4 nicht dargestellten Einlaßstutzen 21 (Fig. 1) in die Spritzrohre 18, rieselt an der Innenwand des Trägers 1 in Form eines Wasserschleiers herab und gelangt über die Sammel­ wanne 27 in eine Rücklaufleitung 44 und von dort zu­ rück in den Vorratsbehälter 38, wodurch sich der erste, hier offene Kreislauf ergibt. Der die Einrichtung 41b durchströmende Teilstrom des Wärmeaustauschmittels durchfließt dagegen eine Leitung 45, die Rohrleitung 32 der Schloßplatte 12 und dann eine Rückflußleitung 46, von der er durch einen Strömungswächter 47 und eine Heizvorrichtung 48 zurück in den Vorratsbehälter 38 strömt, wodurch der zweite, hier geschlossene Kreislauf vervollständigt ist. Dabei kann das letzte Ende der Rücklaufleitung 46 an einen Gegenstrom-Verdampfer 49 einer schematisch angedeuteten Kühlvorrichtung an­ geschlossen sein. Der Strömungswächter 47 dient dabei zum Schutz der Heizpatrone der Heizvorrichtung 48 vor Beschädigung bei ungewollten Unterbrechungen des zweiten Kreislaufs.
Mit der nach dem Kühlschrankprinzip wirkenden Kühlvorrichtung 50 wird das durch die Rückflußleitun­ gen 44, 46 zurückfließende, erwärmte Wärmeaustausch­ mittel im Vorratsbehälter 38, falls erforderlich, auf die gewünschte Vorlauftemperatur abgekühlt.
Der Hauptzweck der Anordnung nach Fig. 4 besteht darin, den die Vorlaufleitung 39 durchfließenden Kühl­ mittelstrom mittels wenigstens einer der beiden Einrich­ tungen 41a, b so aufzuteilen, und dadurch den Träger 1 und die Schloßanordnung 11 so zu kühlen, daß deren Temperaturdifferenz bei der Nenndrehzahl im er­ wünschten Toleranzbereich liegt. Außerdem werden die Durchflußmengen in den Leitungen 43, 45 und die Wär­ meaustauschflächen vorzugsweise so bemessen, daß die Einzeltemperaturen des Trägers 1 und der Schloßan­ ordnung 11 unterhalb von 50 Grad Celsius, z. B. zwi­ schen 40 Grad Celsius und 50 Grad Celsius, liegen, da­ mit die Rundstrickmaschine bei Bedarf sofort nach dem Abschalten repariert oder gewartet werden kann. Die im Einzelfall erforderliche Aufteilung der Teilströme des Wärmeaustauschmittels wird anhand des jeweiligen Maschinentyps bzw. der bei Nenndrehzahl entstehen­ den Erwärmung experimentell ermittelt, da Berechnun­ gen erfahrungsgemäß sehr ungenau sind. Der einzuhal­ tende Toleranzbereich für die Temperaturdifferenz wird dagegen vorzugsweise dadurch ermittelt, daß in einer Meßreihe durch unterschiedliche Temperierung des Trägers 1 und der Schloßplatte 12, die sich jeweils einstellenden Schloßspiele s gemessen werden, indem beispielsweise die Rundstrickmaschine angehalten, ein Segment 13 (Fig. 1) entfernt und das Schloßspiel s bei einem verbleibenden Segment mittels einer Lehre, ins­ besondere einer Fühl- oder Blattfederlehre, gemessen wird. Nach Fertigstellung dieser Meßreihe wird dann ein zulässiger Toleranzbereich für das Schloßspiel s festgelegt und jeder Teilstrom des Wärmeaustauschmit­ tels mittels der Einrichtungen 41a, b so eingestellt, daß sich bei warmgelaufener Maschine die erwünschten Temperaturverläufe einstellen.
Mit der Anordnung nach Fig. 4 ist es selbstverständ­ lich auch möglich, den Träger 1 und die Schloßanord­ nung 11 auf die Betriebstemperatur aufzuheizen, bevor die Rundstrickmaschine eingeschaltet wird, um dadurch die bekannten und unerwünschten Folgen eines Kalt­ starts zu vermeiden. Hierzu ist lediglich erforderlich, vorher die Heizvorrichtung 48 einzuschalten.
Eine im wesentlichen konstante Temperaturdifferenz oder ein im wesentlichen konstantes Schloßspiel kann hierbei durch bloße Steuerung der Wärmeaustausch- Vorrichtung erhalten werden, indem z. B. der eine Teil­ strom fest und so eingestellt wird, daß der Träger 1 und/oder entsprechend die Schloßanordnung 11 auf der gewünschten Temperatur gehalten wird, und indem dann der andere Teilstrom so lange relativ zum ersten Teilstrom verstellt wird, bis auch der Träger 1 und/oder die Schloßanordnung 11 im wesentlichen dieselbe Tem­ peratur annimmt, oder umgekehrt.
Die Wärmeaustausch-Vorrichtung nach Fig. 4 kann weiter so ausgebildet sein, daß die Heizvorrichtung 48 und die Kühlvorrichtung 50 in Schaltkreise 51 und 52 eines Regelkreises geschaltet sind, der die Temperatur des Wärmeaustauschmittels im Vorratsbehälter 38 kon­ stant hält. Hierzu werden den Schaltkreisen 51, 52 die mit einem Temperaturfühler 53 gemessenen und mit einer digitalen Anzeige 54 anzeigbaren Temperatur- Meßwerte zugeleitet. Dadurch ist es möglich, die Tem­ peraturdifferenz zwischen dem Träger 1 und der Schloßanordnung 11 bei sich ändernden Bedingungen, z. B. Außentemperaturen, dadurch konstant zu halten, daß die Einstellung wenigstens einer der Einrichtungen 41a, b in definierter Weise verändert wird. Außerdem können die Schaltkreise 51, 52 und die gesamte Wärme­ austausch-Vorrichtung so gesteuert werden, daß die Wassertemperatur im Vorratsbehälter 38 bzw. der Trä­ ger 1 und die Schloßanordnung 11 auch während länge­ rer Betriebspausen auf der erforderlichen Betriebstem­ peratur gehalten werden.
Die Anordnung nach Fig. 4 kann zusätzlich mit einem in die Vorlaufleitung 39 geschalteten Filter 55, einem zu dessen Kontrolle bestimmten Differenzdrucksensor 56, einem den Wasserstand im Vorratsbehälter 38 überprü­ fenden Füllstandsanzeiger 57, einer an diese angeschlos­ senen, Warnlampen 58 aufweisenden Vorrichtung 59 zur Fehlermeldung und einen Überlauf 60 für den Vor­ ratsbehälter 38 versehen sein.
Anstelle eines offenen Kreislaufs nach Fig. 1 und 2, der hinsichtlich seines Wirkungsgrades zur Zeit als die beste Lösung angesehen wird, kann auch ein geschlosse­ ner Kreislauf für einen dem Träger 1 entsprechenden Träger 64 vorgesehen sein (Fig. 5). Dieser enthält eine vorzugsweise an seiner inneren Mantelfläche verlegte Rohrleitung 65, die zweckmäßig in mehreren Windun­ gen spiralförmig angeordnet und in einer entsprechen­ den Aussparung des Trägers 64 eingebettet ist, um eine ausreichend große Wärmeaustauschfläche zu erhalten. Die Enden dieser Rohrleitung 65 sind mit je einer Ein­ laß- und Auslaßleitung 66 bzw. 67 versehen. Da diese und die Rohrleitung 65 bei einer Rundstrickmaschine mit drehbarem Träger 64 zusammen mit diesem umlau­ fen, sind die freien Enden der Leitungen 66, 67 mit den drehbaren Anschlüssen einer Drehdurchführung 68 ver­ bunden, deren stationäre Zulauf- bzw. Ablaufleitungen 69, 70 beispielsweise mit den Zulauf- und Ablaufleitun­ gen 39, 44 nach Fig. 4 verbunden werden. Drehdurch­ führungen 68 dieser Art sind dem Fachmann allgemein bekannt, da sie beispielsweise bereits für mit Luft arbei­ tende Flaum-Abblas- oder Kühlvorrichtungen ange­ wendet werden (DE-AS 11 13 786, DE-PS 31 01 154). Am besten geeignet erscheinen derzeit allerdings Dreh­ durchführungen, wie sie beispielsweise bei Drehmaschi­ nen, Druckmaschinen, in der Papierindustrie oder der­ gleichen verwendet und beispielsweise von der Firma Deublin-Vertriebs-GmbH in D-6238 Hofheim-Wallau (BRD) vertrieben werden.
Zur Steuerung des geschlossenen Kreislaufs nach Fig. 5 für den Träger 64 und des ebenfalls geschlossenen Kreislaufs nach Fig. 3 für die Schloßanordnung 11 kann beispielsweise auch die aus Fig. 6 ersichtliche Anord­ nung vorgesehen werden, in der gleiche Teile mit den­ selben Bezugszeichen versehen sind. Wie in Fig. 4 wird das Wärmeaustauschmittel, insbesondere Wasser, mit­ tels einer Pumpe 71 aus einem Vorratsbehälter 72 in eine Zulaufleitung 73 gepumpt, die über eine Verzwei­ gung 74 an je eine Einrichtung 75, 76 zur Einstellung der Durchflußmenge verbunden ist. Dabei ist die Einrich­ tung 75 mit der Zulaufleitung 69 der Drehdurchführung 68 und die Einrichtung 76 mit einer Zulaufleitung 77 für die Rohrleitung 31 verbunden. Der Rückfluß erfolgt über die Rücklaufleitung 70 und eine mit der Rohrlei­ tung 31 verbundene weitere Rücklaufleitung 78, die bei 79 in eine gemeinsame, zum Vorratsbehälter 72 zurück­ führende Leitung 80 münden. Durch Einstellung der Durchflußmengen mittels der Einrichtungen 75, 76 kann der Gesamtstrom des Wärmeaustauschmittels wieder­ um prozentual so auf die Rohrleitungen 31, 65 verteilt werden, daß sich die gewünschten Temperaturverhält­ nisse ergeben.
Fig. 7 bis 11 zeigen Ausführungsbeispiele für einen wirksamen Wärmeaustausch zwischen einem als dreh­ barer Zylinder ausgebildeten Träger für die Strickwerk­ zeuge und einem flüssigen Wärmeaustauschmittel.
Nach Fig. 7 ist in die innere Mantelfläche eines Trä­ gers 83 eine rechteckförmige, umlaufende Aussparung 84 eingearbeitet, in die eine breite, flache Rohrleitung 85 mit entsprechendem Querschnitt eingebettet ist, deren Enden einander dicht gegenüberliegen und mit je einem Einlauf- und Auslaufstutzen 86, 87 versehen sind.
Fig. 8 zeigt einen Träger 89, in dessen innere Mantel­ fläche eine wendel- bzw. spiralförmig verlaufende Aus­ sparung 90 mit halbkreisförmigem Querschnitt eingear­ beitet ist, die eine Rohrleitung 91 mit einem entspre­ chenden, kreisförmigen Querschnitt etwa zur Hälfte aufnimmt.
Bei den Ausführungsformen nach Fig. 9 und 10 weist die innere Mantelfläche eines Trägers 92 bzw. 93 eine, Aussparung 94 bzw. 95 mit halbkreisförmigem Quer­ schnitt auf, in der die eine Hälfte einer Rohrleitung 96 bzw. 97 mit entsprechendem Querschnitt angeordnet ist. Beide Aussparungen 94, 95 bzw. Rohrleitungen 96, 97 verlaufen mäanderförmig. Dabei sind nach Fig. 9 je­ weils lange Leitungsabschnitte 98 über die Länge des Umfangs erstreckt und durch kurze, parallel zur Mittel­ achse des Trägers 92 (Mittelachse 17 in Fig. 1) verlau­ fende Leitungsabschnitte 99 verbunden, während nach Fig. 10 jeweils lange, parallel zur Mittelachse des Trä­ gers 93 und über die Länge desselben erstreckte Lei­ tungsabschnitte 100 durch kurze, in Umfangsrichtung verlaufende Leitungsabschnitte 101 verbunden sind. Die Einlauf- und Auslaufstutzen an den Enden der Rohrleitungen 91, 96 und 97 nach Fig. 8 bis 10 sind jeweils durch Pfeile angedeutet.
Fig. 11 zeigt einen Träger 102 mit einem in Umfangs­ richtung erstreckten, ringförmigen und allseitig ge­ schlossenen Hohlraum 103, dessen Enden im Bereich einer schmalen Zwischenwand 104 einander gegenüber stehen und mit je einem nach außen führenden Einlaß- bzw. Auslaßstutzen 105, 106 verbunden sind.
Bei einer in Fig. 12 gezeigten Variante der Fig. 10 schließlich weist ein Mittelabschnitt des Innenmantels eines Trägers 112 einen ringförmigen Ansatz 113 auf, der mit parallel zur Mittelachse des Trägers 112 verlau­ fenden Bohrungen 114 versehen ist, die direkt von Wär­ meaustauschmittel durchströmt werden können und die langen Leitungsabschnitte bilden. Die in Umfangsrich­ tung verlaufenden kurzen Leitungsabschnitte sind in diesem Fall durch die Bohrungen 114 verbindende Ver­ bindungsleitungen 115 ersetzt. Alternativ könnten in die Bohrungen 114 auch zusätzliche Leitungen eingesetzt sein.
Alle Ausführungsformen nach Fig. 5 bis 12 ermögli­ chen große Berührungsflächen zwischen den Trägern und Rohrleitungen bzw. dem Wärmeaustauschmittel selbst (Fig. 11) und eignen sich insbesondere in Kombi­ nation mit einer Drehdurchführung 68 nach Fig. 5 und 6 und einer Schloßanordnung 11 nach Fig. 1 und 3. Die verschiedenen Rohrleitungen werden dabei zweckmä­ ßig wieder aus einem Material wie Metall hergestellt, das eine gute Wärmeleitfähigkeit besitzt. Im übrigen wird die Ausführungsform nach Fig. 8 besonders bevor­ zugt, weil sie am einfachsten realisierbar ist.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausfüh­ rungsbeispiele beschränkt, die sich in vielfacher Weise abwandeln lassen. Dabei versteht sich, daß alle Ausfüh­ rungsbeispiele sowohl einzeln als auch in den verschie­ densten Kombinationen verwendet werden können. Insbesondere können die in Fig. 7 bis 12 gezeigten Aus­ führungsformen für die Aussparungen und Rohrleitun­ gen in entsprechender Abwandlung auch in der Schloß­ platte 12 nach Fig. 3 vorgesehen werden. Weiter ist es möglich, die Anordnung nach Fig. 4 zusätzlich mit Tem­ peratursensoren 107 und 108 für den Träger 1 und die Schloßplatte 12 (vgl. auch Fig. 1) oder einem Abstands­ sensor 109 (Fig. 1) zur Ermittlung des Schloßspiels s zu versehen. Als Temperatursensoren 107, 108 eignen sich dabei z. B. die üblichen Meßwiderstände oder Wider­ standsthermometer, wie sie z. B. von der Fa. M. K. Juch­ heim GmbH & Co. in D-6400 Fulda - BRD hergestellt und vertrieben werden, oder am besten sog. intelligente Temperaturfühler (z. B. "elektronikpraxis" Nr. 20, 26 Okt. 1989, S. 70 und 114). Als Abstandsensoren 109 kom­ men dagegen z. B. Ultraschall-Distanzmesser ("Der Be­ triebsleiter" Juli/August 1984) oder am besten Wirbel­ strom-Wegmeß-Systeme ("industrie-elektrik + elektro­ nik" 11/87, S. 22-24) in Frage. Diese könnten gegebe­ nenfalls über nicht dargestellte Schleifringe und, wie in Fig. 4 durch gestrichelte Linien angedeutet ist, über Schaltkreise 110, 111 einer Regelschaltung so mit den Einstellorganen 42 der Einrichtungen 41a, b verbunden werden, daß die Temperaturdifferenz zwischen dem Träger 1 und der Schloßanordnung 11 oder das Schloß­ spiel s aufgrund der in den Zulaufleitungen 43, 45 herge­ stellten Durchflußmengen automatisch einen möglichst konstanten Wert einnimmt. In diesem Fall wäre z. B. die Temperaturdifferenz oder das Schloßspiel s die Regel­ größe, und wie bei der anhand Fig. 4 beschriebenen Steuerung wäre es möglich, den Teilstrom im einen Kreislauf fest einzustellen und nur den jeweils anderen Teilstrom zu regeln. Auch eine derartige Regeleinrich­ tung könnte mit Zeitschaltern oder dergleichen so ge­ steuert werden, daß sie auch bei längerem Stillstand einer Rundstrickmaschine eingeschaltet bleibt oder rechtzeitig vor Inbetriebnahme einer Rundstrickma­ schine die gewünschten Temperaturverhältnisse wieder herstellt. In entsprechender Abwandlung können die be­ schriebenen Wärmeaustausch-Vorrichtungen auch zur Kühlung bzw. Aufheizung eines Trägers in Form einer Rippscheibe oder eines Platinenrings oder dergleichen oder einer Schloßanordnung dafür und bei Rundstrick­ maschinen mit stillstehenden Trägern (Nadelzylindern) und rotierenden Schloßanordnungen angewendet wer­ den.
Als Wärmeaustauschmittel ist am besten Wasser ge­ eignet, da es gegenüber Öl oder dergleichen eine etwas mehr als doppelt so große Wärmekapazität besitzt. Das schließt aber nicht aus, andere Wärmeaustauschmittel als Wasser zu verwenden und gegebenenfalls größere Durchflußmengen vorzusehen.
Weiter könnte die Wärmeaustauschleistung der bei­ den Kreisläufe auch mit anderen als den beschriebenen Mitteln verändert werden, beispielsweise indem zwei völlig unabhängige Kreisläufe vorgesehen und die Tem­ peraturen der in diesen Kreisläufen strömenden Wär­ meaustauschmittel gesteuert oder geregelt werden.
Weiterhin wäre es möglich, andere Teile der Schloß­ anordnung 11 zu temperieren. Eine Temperierung allein er Schloßplatte 12 hat sich jedoch als ausreichend er­ wiesen, wenn sowohl die Schloßplatte 12 als auch die Segmente 13 aus Stahl bestehen.
Schließlich wäre es denkbar, die beschriebene Wär­ meaustausch-Vorrichtung bei Anwendung eines geeig­ neten Öls mit bekannten Ölschmiersystemen zu kombi­ nieren. Bevorzugt werden die Wärmeaustausch-Vor­ richtung und ihre Kreisläufe jedoch allein zur Temperie­ rung der Träger und Schloßanordnungen eingesetzt, da an Ölschmiersysteme andere Anforderungen gestellt werden, die denen der beschriebenen Wärmeaustausch- Vorrichtungen teilweise entgegenwirken.

Claims (18)

1. Rundstrickmaschine mit wenigstens einem Trä­ ger in dem Strickwerkzeuge verschiebbar gelagert sind, einer Schloßanordnung zur Steuerung der Strickwerkzeuge und einer Wärmeaustausch-Vor­ richtung für den Träger und die Schloßanordnung, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeaus­ tausch-Vorrichtung wenigstens zwei Kreisläufe für ein flüssiges Wärmeaustauschmittel aufweist, wo­ bei der eine Kreislauf dem Träger (1, 64, 83, 89, 92, 93, 102) und der andere Kreislauf der Schloßanord­ nung (11) zugeordnet ist.
2. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeaustauschleistung wenigstens eines Kreislaufs veränderbar ist.
3. Rundstrickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Kreislauf eine Zulaufleitung (49, 43; 39, 45; 73, 69; 73, 77) aufweist, in die eine Einrichtung (41a, b; 75, 76) zur Steuerung der Durchflußmenge geschaltet ist.
4. Rundstrickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Kreisläufe eine gemein­ same Zulaufleitung (39, 73) mit einer Verzweigung (40, 74) aufweisen.
5. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Kreislauf so steuerbar ist, daß die Temperaturdiffe­ renz zwischen dem Träger (1, 64, 83, 89, 92, 93, 102) und der Schloßanordnung (11) bei allen Betriebsbe­ dingungen innerhalb eines vorgewählten Toleranz­ bereichs bleibt.
6. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Kreislauf so steuerbar ist, daß das Schloßspiel (s) bei allen Betriebsbedingungen innerhalb eines vor­ gewählten Toleranzbereichs bleibt.
7. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Wärmeaus­ tauschmittel Wasser ist.
8. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß beide Kreisläu­ fe mit einem Vorratsbehälter (38) für das Wärme­ austauschmittel verbunden sind und dem Vorrats­ behälter (38) eine Regelschaltung (51, 52) zur Rege­ lung der Temperatur des in ihm befindlichen Wär­ meaustauschmittels zugeordnet ist.
9. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Wär­ meaustauschleistung in den beiden Kreisläufen re­ gelnde Regelschaltung (110, 111) vorgesehen ist.
10. Rundstrickmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelschaltung (110, 111) wenigstens je ein am Träger (1) und an der Schloß­ anordnung (11) angebrachter Temperaturfühler (107, 108) zugeordnet ist.
11. Rundstrickmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelschaltung (110, 111) ein Abstandssensor (109) zur Ermittlung des Schloßspiels (s) zugeordnet ist.
12. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprü­ che 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Träger (1) zugeordnete Kreislauf wenigstens ein auf die innere Mantelfläche des Trägers (1) gerich­ tetes Spritzrohr (18) aufweist.
13. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprü­ che 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Träger (64, 83, 89, 92, 93) zugeordnete Kreislauf wenigstens eine auf der inneren Mantelfläche des Trägers montierte Rohrleitung (65, 86, 91, 96, 97) aufweist.
14. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprü­ che 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Träger (102) zugeordnete Kreislauf wenigstens ei­ ne Rohrleitung (103) in Form eines im Träger (102) ausgebildeten Hohlraums enthält.
15. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprü­ che 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schloßanordnung (11) eine Schloßplatte (12) und der der Schloßanordnung (11) zugeordnete Kreis­ lauf eine auf deren Innenseite angeordnete Rohrlei­ tung (31) aufweist.
16. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprü­ che 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitung (32, 85, 96) in einer in der inneren Man­ telfläche eingearbeiteten Aussparung (31, 84, 94) angeordnet ist.
17. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprü­ che 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitung (65, 91) wendel- bzw. spiralförmig an­ geordnet ist.
18. Rundstrickmaschine nach einem der Ansprü­ che 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitung (96, 97) mäanderförmig angeordnet ist.
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