DE3940119A1 - Polyamid-schmelzklebstoffe - Google Patents
Polyamid-schmelzklebstoffeInfo
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- C09J177/00—Adhesives based on polyamides obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain; Adhesives based on derivatives of such polymers
- C09J177/06—Polyamides derived from polyamines and polycarboxylic acids
- C09J177/08—Polyamides derived from polyamines and polycarboxylic acids from polyamines and polymerised unsaturated fatty acids
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Description
Die Erfindung betrifft neuartige Schmelzklebstoffsysteme
auf Basis hochschmelzender, 5 bis 30 Gew.-% an polymeren
Fettsäuren enthaltender hochmolekularer Polyamide (I)
und ausgewählter Bisphenole (II), wobei die neuen Systeme
gegenüber bekannten Polyamid-Schmelzklebern Vorteile in
der Adhäsion und thermischen Alterung besitzen. Die erfindungsgemäßen
Schmelzklebstoffe besitzen Erweichungspunkte
zwischen 85 und 210°C und überstreichen damit den
Bereich der heute eingesetzten Polyamid-Schmelzkleber,
die ihre Adhäsion und den, verglichen mit den Polyamiden
(I), niedrigen Erweichungspunkt nur durch die Verwendung
teurer, langkettiger Monomerbausteine erhalten.
Als Polyamide (I) kommen alle bekannten, als thermoplastische
Konstruktionswerkstoffe geeigneten Polyamide
in Betracht mit einem Erweichungspunkt (gemessen nach
Ring & Kugel) größer als 210°C, und einem mittleren
Molekulargewicht von mehr als 25 000 (gemessen nach
Gelpermeationschromatographie) mit der Voraussetzung,
daß sie einen Gehalt von 5 bis 30 Gew.-% an polymeren
Fettsäuren enthalten. Diese Polyamide (I) stellen an
sich aufgrund ihres hohen Schmelzpunktes und der hohen
Schmelzviskosität sowie der geringen adhäsiven Eigenschaften
keine Schmelzklebstoffe dar. Die erfindungsgemäß
zu verwendende Bisphenol-Komponente (II) stellt
eine Verbindung der allgemeinen Struktur (II) dar
wobei
m und n unabhängig voneinander ganze Zahlen von 0 bis 4, vorzugsweise 0, 1, 2, besonders bevorzugt 0 bedeuten;
Rm und Rn unabhängig voneinander für Methyl, Ethyl, Methoxy oder Chlor steht;
X eine chemische Bindung oder einen bivalenten, aliphatischen C1-7-, vorzugsweise C1-3-Rest, einen cycloaliphatischen C1-10-Kohlenwasserstoffrest oder ein Brückenglied O, S oder CO darstellt.
m und n unabhängig voneinander ganze Zahlen von 0 bis 4, vorzugsweise 0, 1, 2, besonders bevorzugt 0 bedeuten;
Rm und Rn unabhängig voneinander für Methyl, Ethyl, Methoxy oder Chlor steht;
X eine chemische Bindung oder einen bivalenten, aliphatischen C1-7-, vorzugsweise C1-3-Rest, einen cycloaliphatischen C1-10-Kohlenwasserstoffrest oder ein Brückenglied O, S oder CO darstellt.
Beispiele für besonders geeignete Bisphenole sind:
Bis-(4-hydroxyphenyl)-methan
Bis-(4-hydroxy-3,5-dimethylphenyl)-methan
2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan
2,2-Bis-(4-hydroxy-3,3′-dimethylphenyl)-propan
1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-cyclohexan
1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-3,3′,5-trimethylcyclohexan
4,4′-Dihydroxybenzophenon, weniger bevorzugt
4,4′-Dihydroxydiphenylether, weniger bevorzugt
4,4′-Dihydroxydiphenylsulfid, weniger bevorzugt
ganz besonders gut geeignete Bisphenole sind:
2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan
1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-3,3′,5-trimethylcyclohexan
Bis-(4-hydroxyphenyl)-methan.
Bis-(4-hydroxyphenyl)-methan
Bis-(4-hydroxy-3,5-dimethylphenyl)-methan
2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan
2,2-Bis-(4-hydroxy-3,3′-dimethylphenyl)-propan
1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-cyclohexan
1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-3,3′,5-trimethylcyclohexan
4,4′-Dihydroxybenzophenon, weniger bevorzugt
4,4′-Dihydroxydiphenylether, weniger bevorzugt
4,4′-Dihydroxydiphenylsulfid, weniger bevorzugt
ganz besonders gut geeignete Bisphenole sind:
2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan
1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-3,3′,5-trimethylcyclohexan
Bis-(4-hydroxyphenyl)-methan.
Das Verhältnis der Polyamide (I) zu den Bisphenolen (II)
liegt zwischen 5 : 1 und 1 : 1,2 (16,66 bis 54,54 Gew.-% II)
in der Kombination. Erst durch diese Kombination werden
die Einzelkomponenten zu einem Schmelzklebstoff.
Unter den Polyamiden (I) werden lineare Polykondensate
aus Diaminen und Dicarbonsäuren verstanden, wie 6.6,
6.7, 6.8, 6.9, 6.10, 6.12, 8.8, 12.12 und/oder aus
Aminosäuren bzw. den entsprechenden Lactamen mit mindestens
5 C-Atomen wie z. B. Caprolactam, Laurinlactam
und/oder aus aromatischen Dicarbonsäuren wie Isophthalsäure,
Terephthalsäure mit Diaminen wie Hexamethylendiamin,
Octamethylendiamin und/oder aus araliphatischen
Ausgangsstoffen wie m- oder p-Xylylendiaminen und
Adipinsäure, Korksäure, Sebazinsäure und/oder Polykondensate
auf Basis alicyclischer Ausgangsstoffe wie
Cyclohexandicarbonsäure, Cyclohexandiessigsäure,
Diaminocyclohexylmethan, Isophorondiamin gegebenenfalls
unter Verwendung weiterer Diamine vom Polyethertyp (z. B.
Jeffamine 230, 400 oder 2000) sowie in jedem Fall 5 bis
30 Gew.-% (bezogen auf Polykondensat) einer polymeren
Fettsäure, bevorzugt Dimerfettsäure mit einem Dimer-
Anteil von mindestens 90%. Die Zusammensetzung und Herstellung
derartiger dimerer und polymerer Fettsäuren ist
z. B. in US-PS 31 57 681 und 33 77 303 beschrieben. Die
Auswahl der Monomerbausteine zur Herstellung der erfindungsgemäß
zu verwendenden Polyamide (I) erfolgt so, daß
die Schmelztemperatur des Polyamids (I) deutlich über
200°C liegt. Das mittlere Molekulargewicht wird so hoch
gewählt, daß die Schmelzviskosität bei 240°C über 200
Pa · sec liegt. Die mittleren Molekulargewichte (gemessen
nach Gelpermeationschromatographie) liegen bei über
30 000. Das Molekulargewicht wird gemäß dem Stand der
Technik mit den üblichen Kettenabbrechern geregelt,
nämlich unter Verwendung monofunktioneller Carbonsäuren
und/oder monofunktioneller Amine.
Besonders bevorzugt werden Polyamide (I) auf Basis
Caprolactam/Hexamethylendiamin und 5 bis 30 Gew.-%
Dimerfettsäure mit Erweichungspunkten von 225°C (Ring
& Kugel) und Schmelzviskositäten von 200 bis 2000
Pa · sec bei 240°C.
Die Polyamide (I) stellen aufgrund ihrer geringen
Adhäsion und ihres viel zu hohen Molekulargewichts und
Erweichungspunktes für sich alleine keine Schmelzklebstoffe
dar. Erst die erfindungsgemäße Kombination von
(I) mit den Bisphenolen (II) stellt einen Schmelzklebstoff
dar, der hinsichtlich der Applizierbarkeit dem
Stand der Technik entspricht und in Klebkraft und Hitzealterung
den derzeitigen Entwicklungsstand übertrifft.
Die erfindungsgemäßen Mischungen von Polyamiden (I) mit
Bisphenolen (II) im Gewichtsverhältnis 5 : 1 bis 1 : 1,2
besitzen Erweichungspunkte von 50 bis 200°C und Schmelzviskositäten
von 0,1 bis 200 Pa · sec bei 220°C und
unterscheiden sich deshalb rein äußerlich nicht von
Polyamid-Schmelzklebstoffen des Standes der Technik.
Im Gegensatz zu den Polyamid-Schmelzklebern des Standes
der Technik kommen die erfindungsgemäßen Polyamid-
Schmelzkleber mit der Verwendung sehr preiswertiger
Monomerer (wie z. B. Caprolactam, Hexamethylendiamin und
geringen Mengen polymerer Fettsäuren) aus und erfordern
nicht unwirtschaftlichere, teurere Baukomponenten, z. B.
ω-Aminoundecansäure, α-Aminoundecansäure, Azelainsäure,
Sebacinsäure, Dodecandisäure etc.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Polyamid-Schmelzklebstoffe
können die Komponenten (I) und (II) in belie
biger Reihenfolge oberhalb des Schmelzpunktes der Polyamid-
Komponente (I) miteinander gemischt werden. Dies
kann unmittelbar nach Herstellung des Polyamids (I)
durch Zumischen der Bisphenol-Komponente (II) zu der als
Strang abzuspinnenden Schmelze erfolgen oder durch gemeinsames
Extrudieren der beiden Komponenten in üblichen
Apparaturen (Ein-/Zweiwellen-Extruder).
Den erfindungsgemäßen Schmelzklebstoffen können in
diesem zweiten Compoundierschritt weitere Hilfsmittel
wie Tenside, Stabilisatoren, Fließhilfsmittel, Tackifier
etc. zugesetzt werden. Die Menge der Hilfsmittel richtet
sich nach den später gestellten Anforderungen und liegt
im Bereich von 0 bis 20 Gew.-%, bezogen auf Schmelzklebstoff.
EP-PS 2 24 847 beschreibt thermoplastische, mit anorganischen
Füllstoffen ausgerüstete Polyamidformmassen, die
3 bis 40 Gew.-% Bisphenole der Formel (II) enthalten.
Derartige Polyamidformmassen werden als Konstruktionswerkstoffe
verwendet und eignen sich nicht als Schmelzklebstoffe:
Sie besitzen keine Adhäsion und zu hohe
Schmelzpunkte. Im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung
wurde nicht erkannt, daß gerade der Anteil von 5 bis
30 Gew.-% polymerer Fettsäure, insbesondere Dimerfettsäure
in der Mischung mit Bisphenolen sowohl zu der für
Schmelzklebstoffe erforderlichen Schmelzpunktsdepression
führt als auch die Adhäsion ermöglicht.
Japan Kokai No. 73 47551 beschreibt die Verwendung von
speziellen Bisphenolen zur Weichmachung (Plastifizierung)
von Polyamiden. Die dort verwendeten Bisphenole
sind strukturell von den Bisphenolen (II) verschieden.
Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch polare Substituenten
(COOH, CONH₂, CN etc.), die mit dem Polyamid
in Wechselwirkung treten können. Die Verwendung als
Schmelzklebstoffe wurde nicht erkannt.
US-PS 46 63 371 beschreibt Polyamidschmelzklebstoffe auf
Basis von polymeren Fettsäuren mit 1 bis 25 Gew.-% Bisphenol
A bzw. Bisphenol F. Die dort verwendeten Polyamide
stellen bereits für sich alleine Schmelzklebstoffe
dar, sie besitzen Erweichungspunkte zwischen 95 und
150°C und niedrige Schmelzviskositäten, und die beschriebenen
Bisphenole wirken lediglich als Adhäsionsverbesserer.
Im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung
wurde nicht erkannt, daß durch die Verwendung größerer
Mengen Bisphenole (II) auch hochschmelzende und hochmolekulare
Polyamide, die an sich keine Adhäsion besitzen,
aus erheblich preiswerteren Rohstoffen, bzw.
sehr viel weniger an polymeren Fettsäuren, zu
Schmelzklebstoffen mit überlegenen Eigenschaften führen.
Für die vorliegende Erfindung sind dazu höhere Gehalte
von 20 bis 60 Gew.-% Bisphenolen (II) von Interesse.
934,5 g Caprolactam
105,0 g Dimerfettsäure (Dimeranteil: 99%, Pripol® 1009), (Fa. Unichema, D-4240 Emmerich)
21,6 g Hexamethylendiamin
3,0 g Propionsäure
105,0 g Dimerfettsäure (Dimeranteil: 99%, Pripol® 1009), (Fa. Unichema, D-4240 Emmerich)
21,6 g Hexamethylendiamin
3,0 g Propionsäure
werden unter Stickstoff ca. 15 h auf 260 bis 270°C erhitzt,
wobei ca. 6,5 ml Wasser abdestillieren. Man erhält
ein teilkristallines Polyamid mit einem Erweichungspunkt
(R & K) bei 225°C, dem mittleren Molekulargewicht
(gemessen nach GPC) 52 000 und einer
Schmelzviskosität von 800 Pa · sec bei 240°C (gemessen
nach Platte/Kegel). Dieses Polyamid hat keine Schmelzklebe-
Eigenschaften.
934,5 g Caprolactam
315,0 g Dimerfettsäure (Dimeranteil: 99%, Pripol 1009)
64,5 g Hexamethylendiamin
3,5 g Propionsäure
315,0 g Dimerfettsäure (Dimeranteil: 99%, Pripol 1009)
64,5 g Hexamethylendiamin
3,5 g Propionsäure
werden unter Stickstoff ca. 15 h auf 260 bis 270°C erhitzt,
wobei ca. 20 ml Wasser abdestillieren. Man erhält
ein teilkristallines Polyamid mit einem Erweichungspunkt
von 222°C, dem mittleren Molekulargewicht 58 000 (gemessen
nach GPC) und einer Schmelzviskosität von ca.
900 Pa · sec bei 240°C (gemessen nach Platte/Kegel).
Dieses Polyamid hat keine Schmelzklebeeigenschaften.
934,5 g Caprolactam
21,6 g Hexamethylendiamin
27,2 g Adipinsäure
2,0 g Propionsäure
21,6 g Hexamethylendiamin
27,2 g Adipinsäure
2,0 g Propionsäure
werden analog Beispiel 1 und 2 umgesetzt. Man erhält ein
Polyamid mit dem Erweichungspunkt 225°C, dem mittleren
Molekulargewicht 55 000 und einer Schmelzviskosität von
500 Pa · sec bei 240°C. Dieses Polyamid hat keine Schmelzklebeeigenschaften.
Die Polyamide gemäß Beispiel 1 bis 3 wurden bei 240°C
mit unterschiedlichen Mengen verschiedener Bisphenole
(II) gemischt bis vollständige Lösung eintrat.
An den resultierenden Mischungen wurden bestimmt:
Erweichungspunkt Ring & Kugel (ASTM E 23-67),
wobei Werte über 200°C in der
Praxis geringere Bedeutung
sitzen
Bruchdehnung (%)
Schmelzviskosität (Pa sec/220°C), wobei Werte über 200 Pa sec in der Praxis unerwünscht sind.
Bruchdehnung (%)
Schmelzviskosität (Pa sec/220°C), wobei Werte über 200 Pa sec in der Praxis unerwünscht sind.
Als phenolische Komponenten wurden für die Versuche
folgende Verbindungen ausgewählt:
Als Vergleich wurde ein Phenol/Formaldehyd-Harz (PF-
Harz), EP 90°C (Bayer AG, Leverkusen) in die Versuche
einbezogen.
Es wird ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen Polyamid-
Schmelzklebstoffe 4 a-q hinsichtlich Erweichungspunkt,
Schmelzviskosität, Bruchdehnung und Zähigkeit den Polyamid-
Mischungen 4 r-y überlegen sind. Insbesondere stört
bei den Vergleichsbeispielen 4s, t, u, w, x, y die
Sprödigkeit (und Adhäsion wie in Beispiel 5 gezeigt
wird), die eine Klebstoffanwendung erschwert.
Die Schmelzklebstoffe wurden bei einer Temperatur von
220°C auf entfettete Stahlbleche aufgetragen und verklebt.
Es ergaben sich folgende Zugscherfestigkeiten
(Methode nach DIN 53 273):
Polyamid gemäß Bsp. 4k: 16 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4l: 13 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4m: 10 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4o: 17 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4p: 14 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4q: 12 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4l: 13 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4m: 10 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4o: 17 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4p: 14 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4q: 12 N/mm²
Vergleichsbeispiele:
Polyamid gemäß Bsp. 4s: 6 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 4w: 3 N/mm²
Polyamid gemäß US-PS 46 63 371 Bsp. 1 (Resin A/BPA 99; 1): 10 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 1: nicht applizierbar (s. Schmelztemperatur)
Polyamid gemäß Bsp. 2: nicht applizierbar (s. Schmelztemperatur)
Polyamid gemäß Bsp. 3: nicht applizierbar (s. Schmelztemperatur)
Polyamid gemäß Bsp. 4w: 3 N/mm²
Polyamid gemäß US-PS 46 63 371 Bsp. 1 (Resin A/BPA 99; 1): 10 N/mm²
Polyamid gemäß Bsp. 1: nicht applizierbar (s. Schmelztemperatur)
Polyamid gemäß Bsp. 2: nicht applizierbar (s. Schmelztemperatur)
Polyamid gemäß Bsp. 3: nicht applizierbar (s. Schmelztemperatur)
Es wird ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen Polyamid-
Schmelzklebstoffe den Vergleichsbeispielen hinsichtlich
Adhäsion und Klebkraft deutlich überlegen sind.
Zur Prüfung auf Thermostabilität werden die Polyamid-
Schmelzklebstoffe in einem offenen Becherglas aufgeschmolzen
und unter Luftzutritt bei 220°C langsam gerührt.
Der Zustand der Schmelze wird nach 24 Stunden
nach Verfärbung, Hautbildung und Anbackung beurteilt.
Claims (7)
1. Klebstoffkomposition, enthaltend
- A: ein thermoplastisches Polyamid (I) mit einem Gehalt von 5 bis 30 Gew.-% (bezogen auf Polyamid) einer polymeren Fettsäure, gekennzeichnet durch einen Schmelz- bzw. Erweichungspunkt oberhalb von 210°C und die Schmelzviskosität größer als 200 Pa · sec bei 240°C und ein mittleres Molekulargewicht größer als 25 000,
- B: einer oder mehrerer Bisphenol-Verbindungen der Struktur (II) wobei m und n unabhängig voneinander ganze Zahlen von 0 bis 4, Rm und Rn unabhängig voneinander Methyl, Ethyl, Methoxy oder Halogen bedeuten, X stellt eine chemische Bindung oder einen bivalenten, aliphatischen C1-7, cycloaliphatischen C1-10-Kohlenwasserstoffrest oder ein Brückenglied O, S oder Carbonyl darstellt,
wobei das Verhältnis von Polyamiden (I) zu den
Bisphenolverbindungen (II) zwischen 5 : 1 und 1 : 1,2
liegt,
- C: sowie zusätzlich 0 bis 20 Gew.-% bezogen auf die Klebstoffkomposition (I+II) weitere Hilfsmittel wie Tenside, Tackifier, Stabilisatoren, Fließhilfsmittel etc.
2. Klebstoffkomposition gemäß Anspruch 1, wobei die
Bisphenol-Komponente B der Struktur (II) eine Verbindung
der Formel
darstellt.
3. Klebstoffkomposition gemäß Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Polyamid-Komponente
(I) als Dicarbonsäure-Baustein 6 bis 25 Gew.-%
dimerisierte Fettsäure als polymere Fettsäure
enthält.
4. Klebstoffkomposition gemäß Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die zur Herstellung des
Polyamids (I) verwendete polymere Fettsäure einen
Dimer-Anteil von mindestens 90% enthält.
5. Klebstoffkomposition gemäß Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Polyamid-Komponente
(I) unter Verwendung von 95 bis 70 Gew.-% Caprolactam,
bezogen auf Polyamid (I), hergestellt
wurde.
6. Verwendung der Klebstoffkompositionen gemäß
Ansprüchen 1 bis 5 als Schmelzklebstoffe.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893940119 DE3940119A1 (de) | 1989-12-05 | 1989-12-05 | Polyamid-schmelzklebstoffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893940119 DE3940119A1 (de) | 1989-12-05 | 1989-12-05 | Polyamid-schmelzklebstoffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3940119A1 true DE3940119A1 (de) | 1991-06-06 |
Family
ID=6394805
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893940119 Withdrawn DE3940119A1 (de) | 1989-12-05 | 1989-12-05 | Polyamid-schmelzklebstoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3940119A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2199344A1 (de) | 2008-12-17 | 2010-06-23 | Ems-Patent Ag | Xylylenbasierte Polyamide und deren Verwendung |
-
1989
- 1989-12-05 DE DE19893940119 patent/DE3940119A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2199344A1 (de) | 2008-12-17 | 2010-06-23 | Ems-Patent Ag | Xylylenbasierte Polyamide und deren Verwendung |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8130 | Withdrawal |