DE394932C - Waehler mit abwechselnd wirkender, eine schrittweise Einstellbewegung der Kontaktarme herbeifuehrender Antriebsvorrichtung - Google Patents
Waehler mit abwechselnd wirkender, eine schrittweise Einstellbewegung der Kontaktarme herbeifuehrender AntriebsvorrichtungInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H67/00—Electrically-operated selector switches
- H01H67/02—Multi-position wiper switches
- H01H67/04—Multi-position wiper switches having wipers movable only in one direction for purpose of selection
- H01H67/06—Rotary switches, i.e. having angularly movable wipers
-
- H—ELECTRICITY
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- H01H67/00—Electrically-operated selector switches
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- H01H67/16—Multi-position wiper switches having wipers movable in two mutually perpendicular directions for purpose of selection one motion being rotary and the other being parallel to the axis of rotation, e.g. Strowger or "up and around" switches
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- Switches That Are Operated By Magnetic Or Electric Fields (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 13. MAI 1924
AM 13. MAI 1924
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
~ JVl 394932 -KLASSE 21 a GRUPPE 64
(A 33093 VIIIl2/asJ
Automatic Electric Company in Chicago, V. St. A.
Wähler mit abwechselnd wirkender, eine schrittweise Einstellbewegung der Kontaktarme
herbeiführender Antriebsvorrichtung.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 21. Oktober 1918 beansprucht.
Die Erfindung betrifft Fernsprechanlage]! mit Wählerbetrieb und im besonderen einen
selbsttätigen Wähler neuer Bauart, der für die Herstellung von Spredhverbindungen geeignet
ist. Die Erfindung bezweckt, eine
Vorrichtung zu schaffen, durch welche die Teilnehmer leitungen in einfachster Weise
miteinander verbunden werden können, und welche bei Erfüllung aller Anforderungen
eines derartigen Betriebes eine viel größere
Lebensdauer als die bisher verwendeten Vorrichtungen
gewährleiset und eine sehr erstrebenswerte Betriebssicherheit aufweist.
Einer der hauptsächlichsten Einwände, der bisher gegen die bekannten Strowgerwähler
vorgebracht wurde, ist gegen die Schaltzähne und Klinken gerichtet worden, welche zum
schrittweisen Heben und Drehen der Kontaktanne benutzt wurden. Diese Art des Schaltwellenantriel.es
verursacht erhebliche Geräusche und ist auch infolge der Stöße und
Reibung der Schaltklinke gegen die Zähne der Abnutzung in hohem Maße unterworfen. Ferner
müssen auch die vom Teilnehmer gesandten Stromstöße eine gewisse Dauer und Stärke haben, und es sind für den Betrieb der
Schaltklinken starke Magnete erforderlich, die einen erheblichen Stromverbrauch verursachen.
Diese Schwierigkeiten werden durch das neue Schaltwerk und durch die Schaltungsanordnung
nach der Erfindung beseitigt, indem diie Kontaktarme des Wählers mit Sicherheit
richtig eingestellt werden, ob die Stärke und Geschwindigkeit der Ei η stell strom stoße
eine gleichmäßige ist oder nicht, wodurch viele durch Doppelverl indungen und falsche Verbindungen
entstehende Unannehmlichkeiten vermieden werden, besonders in Fällen, wo die Wahlstromstöße durch Ableitung, übermäßige
Kapazität oder Widerstand beeinträchtigt werden.
Das Schaltwerk nach der Erfindung besteht aus einem selbsttätig ohne Unterbrechung bewegten
Schalter, der zum Auswählen eines gewünschten Apparates geeignet ist und mittels
eines Motors angetrieben wird, der unter dem Einfluß von elektrischen Stromstößen
steht, wol>ei die Zusammensetzung der Stromstoße den gewählten Anschluß bestimmt.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, in welcher
Abb. ι eine Oberansicht des Wählers und i Abb. 2 eine Stirnansicht desselben darstellt, j
Abb. 3 ist ein durch die auf der linken j
Seite der Abbildung liegenden Magnete der j
Abb. ι gelegter Schnitt nach der Linie A-A,
von rechts gesehen.
Abb. 4 ist eine vergrößerte Ansicht der den Kontaktarm fortschaltenden Magnete, in
welcher der ljesonders konstruierte Anker deutlicher dargestellt ist. j
Abb. 5 ist eine Stromlaufzeichnung der für j die Herstellung von Verbindungen zwischen ,
den Sprechstellen lenutzten Wähler, wobei das Schaltwerk H in der in den Abb. 1, 2, 3
und 4 dargestellten Weise konstruiert ist. j Zur Vereinfachung der Erläuterung ist der !
Mechanismus nach der Erfindung in Verbindung mit einem einfachen, nur eine Dreh- '
bewegung ausführenden Wähler gezeigt, wie
er bei kleinen Selbstanschlußanlagen für 25 bis 30 Leitungen Verwendung finden kann.
Der dargestellte Wähler besitzt mehrere Kontaktarme, die fortschreitend über eine Reihe 65
von Kontaktsätzen immer von einem Kontaktsatz zum nächsten weiterbewegt werden, bis
der gewünschte Anschluß erreicht ist, und die dann im geeigneten Augenblick ausgelöst und
durch eine Spiralfeder in ihre Ruhestellung 70 zurückgeführt werden. Die Leitungszuführungen
zu den Kontaktarmen werden mittels Bürsten hergestellt, von denen je eine auf dem
mittleren Teil eines Kontaktarmes schleift. Für die Fortbewegung dieser Kontaktarme 75
ist ein Schneckenrad 2 vorgesehen, das auf der die Kontaktarme tragenden Welle befestigt
ist und für gewöhnlich mit einer Antriebsschnecke 3 in Eingriff steht. Die Schneckenradwelle ist an einem Ende in dem 80
Anker 4 eines Auslösemagneten 5 drehbar gelagert und am anderen Ende durch eine biegsame
Kupplung mit dem drehbaren Anker eines Antriebsmagnetpaares 6 verbunden. Wird die Schnecke 3 gedreht, so werden die Kon- 85
taktarme in der Richtung von einem Kontaktsatz zum nächsten weiterbewegt. Die Antriebsmagnete
6 mit ihrem Anker sind in den Abb. 3 und 4 deutlicher dargestellt. Die
Magnete 6 sind zwischen zwei Jochstücken 7 90 und 8 aus Messing angeordnet, und jeder
Magnet ist mit einem Paar Polstücken 9, 10 bzw. 11, 12 versehen. Die inneren Enden der
Polstücke sind umgebogen, und zwar so, daß sie die umgebogenen Teile eines jeden Pol- 95
paares einander zustreben. Der Anker des Magnetpaares ist eigenartig gebaut. Er besteht
aus einer bei 13 und 14 in den Messingjochstücken 7 und 8 drehbar gelagerten Welle
15, an welcher an der einen Seite ein Mes- 100 singstreifen 16 angeordnet ist, dessen Enden
umgebogen sind und Löcher besitzen, durch welche die Welle 15 hindurchgeht. Zwischen
die Welle 15 und den Messingstreifen 16 ist
eine Feder 17 eingefügt, die als Klammer zur 105 Festhaltung des Streifens 16 dient. An den
umgebogenen Enden des Messingstreifens 16 ist ein Eisenstück 18 befestigt, welches zwischen
den bogenförmigen Polpaaren 9, 11 und 10, 12 drehbar ist und als Anker dient. 110
Das Eisenstück ist im Querschnitt nach Art eines schneckenförmig gekrümmten Daumens
ausgebildet (Abb. 3), so daß bei der Drehung der Welle 3, 15 diie eine Längskante seiner gekrümmten
Außenfläche sich dicht an den bo- 115 genförmigen Polpaaren 11, 12 bzw. 9, 10 vorbeibewegt,
während die andere Längskante sich in größerer Entfernung von diesen Polpaaren bewegt.
Es sei angenommen, daß sich das daumenförmige Eisenstück 18 in der in Abb. 3 und 4
dargestellten Stellung befindet. In dieser
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Stellung ist der schwächere, in Abb. 3 oben liegende Teil des daumenförmigen Eisenstückes
dem links liegenden Magneten 6 am nächsten. Wird nun der links liegende
Magnet 6 erregt, so wird der Anker 18 (Abb. 3) im Sinne des Uhrzeigers gedreht, da
der linke Magnet den stärkeren, in Abb. 3 unten liegenden Teil des Ankers 18 an sich ,
heranzuziehen sucht. Der linke Magnet 6 sucht das Eisenstück 18 immer mehr herumzuziehen,
bis dieses Eisenstück, die Stellung der maximalen Kraftlinienzahl bzw. des kleinsten ·
magnetischen Widerstandes erreicht hat. Ist j die letztgenannte Stellung erreicht, so ist das
Eisenstück 18 um eine halbe Umdrehung her- j unzgedreht worden. In diesem Fall ist der |
schwächere Teil des Eisenstückes 18 den Polstücken 11, 12 näher als der stärkere Teil dieses
Eisenstückes. Wird darauf der rechts lie- | »ende Magnet 6 erregt, so wird das Eisen- ,
stück 18 wieder in ähnlicher Weise um eine !
halbe Umdrehung im Sinne des Uhrzeigers | gedreht. Wird daher zuerst der eine und
dann der andere Antriebsmagnet 6 erregt, so wird der Anker 18 um eine volle Umdrehung '
gedreht. Das Übersetzungsverhältnis zwisehen der auf der Welle 3 sitzenden Schnecke i
und dem Schneckenrad 2 ist so gewählt, daß ι durch eine volle Umdrehung des Ankers j
die Kontaktarme von einem bis zum j nächsten Kontaktsatz fortgeschaltet wer- j den, so daß durch vier nacheinander abwech- !
selnd durch den einen und den anderen An- ; triebsmagneten 6 gesandte Stromstöße die
Kontaktanne um zwei Schritte weitergedreht werden. · !
Während der Drehung der Kontaktarme \ durch die Schnecke 3 wird die sich um die j
Welle herumwindende Spiralfeder 19 ge- j spannt. Nachdem die Kontaktarme in der ;
beschriebenen Woise gedreht worden sind, können sie durch den Auslösemagneten 5 aus- ;
gelöst werden. Dieser Magnet 5 ist, wie be- j reits erwähnt, mit einem Anker versehen, in ■
dessen einem Ende die Schneckenwelle 3 dreh- ! bar gelagert ist. Wird der Magnet 5 erregt, j
so wird die Schnecke aus den Zähnen des Schneckenrades 2 herausgehoben, wodurch die
Rückstellfeder 19 die Welle mit ihren Kontaktarmen
in die Ruhestellung zurückdreht. Mit der Kontaktarmwelle ist ein Anschlagarm 1
20 fest verbunden, der in der Ruhestellung \ des Wählers einen Kontaktfedersatz umlegt. \
Wenn die Kontairtanne aus ihrer Ruhestel- ; lung herausgedreht werden, verläßt der Arm
29 den genannten Kontaktfedersatz, so daß , sich seine Federpaare schließen. Gegen die f
Kontaktarme in ihre Ruhestellung zurück, so j werden die genannten Kontaktfederpaare j
wieder geöffnet.
Aus der obigen Darstellung ist ersichtlich, daß die Antriebseinrichtung bei einer durch
Stromstöße erfolgenden Erregung der Antriebsmagnete die Kontaktarme ohne Erschütterungen
oder Geräusche stets in derselben Richtung vorwärts dreht, so daß sich nur
wenig Reibung und Abnutzung ergibt.
Es soll nun an Hand der Stromlaufzeichnung (Abb. 5) eine Anlage beschrieben werden,
in welcher ein Schaltwerk der obenheschriebenen Art benutzt wird.
Durch Abheben des Hörers an der Sprechstelle A wird ein das Stromstoßrelais 25 und
die Teilnehmerschleife enthaltender Stromkreis geschlossen. Das Relais 25 wird erregt und
schließt einen Stromkreis, der von Erde über die Kontaktfedern 26, 27, Relais 31, Kontaktfedern
32,33 nach der Batterie verläuft. Durch seine Kontaktfedern 34 verbindet das
Relais 31 die Prüfleitung 37 des anrufenden Teilnehmers mit Erde, während es an den
Kontaktfedern 39, 40 für das Verzögerungsrelais 38 und den Antriebsmagneten 41 einen
Stromkreis vorbereitet. Bei seiner Erregung öffnet das Relais 25 an den Kontaktfedern 44
gleichzeitig den Stromkreis des Relais 43.
Wird nun der Nummernschalter der Sprechstelle A entsprechend der ersten Ziffe der gewünschten
Anschlußnummer eingestellt, so wird der Stromkreis des Relais 25 mehrere Male unterbrochen. Das Relais 25 läßt seinen
Anker entsprechend oft zurückfallen, und es wird bei jedem Ankerabfall ein Stromkreis geschlossen,
der von Erde über die Kontaktfedern 26 und 45, Kontaktfedern 39,40, Relais
38, Kontaktfedern 46 und über den Antriebimagneten
41 nach der Batterie verläuft. Der Magnet 41 entspricht dem auf der linken
Seite der Abb. 1 und 2 liegenden Magneten 6. Bei seiner Erregung zieht der Magnet 41 den
Anker der Antriebsvorrichtung um eine halbe Umdrehung herum in der an Hand der Abb. 3
und 4 bereits erläuterten Weise und erteilt dabei der Schnecke 3 eine solche Drehung, daß
die Kontaktarme 47, 48 und 49 die Hälfte eines bis zum ersten Kontaktsatz in dem Kontaktfelde
des Wählers reidienden Schrittes ausführen. Durch diese Bewegung der Welle
bzw. Kontaktarme wird ' der Anchlagarm 20 von den Kontaktfedern 50 und 51 abgerückt, n°
und diese Federn schliießen nun ihre Kontakte und bereiten Stromkreise vor für den Auslösemagneten
5 bzw. das Durchschaltrelais 52. Wenn nun das Relais 25 erneut erregt wird,
wird ein Stromkreis geschlossen, der von Erde über die Kontaktfedern 26 und 27, Kontaktfedern
53, Kontaktfedern 54, Kontaktfedern55 und 56 und über den Magneten 42
nach der Batterie verläuft. Der Magnet 42 zieht in der bereits geschilderten Weise den
Anker um eine weitere, halbe Umdrehung herum, indem er das Eisenstück desselben an
seine Pole heranzieht. Hierdurch wird vermittels des Schneckenantriebes 2 der Kontaktarmsatz
47,48 und 49 auf den ersten Kontaktsatz des Kontaktfeldes eingestellt. Es
ergibt sich also, daß durch eine Aberregung und eine darauf folgende erneute Erregung
des Stromstoßrelais 25, die beide durch einen durch den Nummernschalter hervorgerufenen
Stromstoß hervorgebracht werden, zwei Stromstöße durch die Antriebsmagnete des Wählers gesandt werden, und zwar der eine
durch den einen und der andere durch den anderen Magneten, und daß diese beiden Stromstöße eine Weiter bewegung der Kontaktarme
des Wählers um einen vojlen Schritt verursachen. Die Relais 31 und 38 sind Verzögerungsrelais
und bleiben während des Arlieitens des Stromstoßrelais 25 dauernd erregt.
Solange das Relais 38 seinen Anker augezoao gen hält, öffnet es an den Kontaktfedern 58
den Stromkreis des Relais 43. An den Kontaktfedern 59 unterbricht.es die Verbindung
mit dem Prüf kontaktarm 49; ferner schließt es an den Kontaktfedern 53 den über den
Magneten 42 verlaufenden Stromweg und stellt an den Kontaktfedern 61 für das langsam
arbeitende Relais 60 einen Stromkreis her, der von Erde über die Kontaktfedern 62,
Kontaktfedern 61, Kontaktfedern 63 und 64, Kontaktfedern 65 über das Relais 60 nach der
Batterie verläuft. Das Relais 60 wird in diesem Stromkreise erregt und bereitet an den
Kontaktfedern 67 einen Stromkreis für das Relais 66 vor, während es an den Kontaktfedern
68 den Stromkreis des Relais 52 offen hält und an den Kontaktfedern 69 einen über
die untere Wicklung des Brückenrelais 73 verlaufenden Stromweg an einer Stelle unterbricht.
An den Kontaktfedern 70 bereitet das Relais 60 einen eigenen Haltestromkreis vor,
der in dem Falle zur Geltung kommt, daß die angerufene Leitung liesetzt ist; ferner öffnet
es die Kontaktfedern 71 und schließt am Kontakt 72 an einer Stelle den Stromweg für den
Besetztsignalstrom.
Es soll angenommen werden, daß zunächst eine Leitung angerufen ist, deren Nummer
unter der Ziffer 10 liegt, und daß durch eine einzige Stromstoßreihe die Kontaktanne 47,
48 und 49 unter Zuhilfenahme der Magnete 41 und 42 auf den Kontaktsatz des gewünschten
Anschlusses eingestellt werden. Ist diese Stromstoßreihe beendet, so wird das Verzögerungsrelais
60 noch eine kurze Zeit nach Beendigung der Stromstoßreihe und nach Öffnung der Kontaktfedern 61 des Relais 38
erregt bleiben, so daß in dem Falle, daß die gewünschte Leitung besetzt und Erde mit
dem Kontakt verbunden ist, auf welchen der Prüfkontaktarm 49 eingestellt ist, ein Stromkreis
geschlossen ist, der von Erde des Prüfkoutaktes im Kontaktfelde über den Prüfkontaktarm
49, Kontaktfedern 59, Kontaktfedern 74 und 75, Kontaktfedern 67 und über die I olx?re Wicklung des Relais 66 nach der Batterie
verläuft. Das Relais 66 wird hierdurch erregt und schließt an den Kontaktfedern: 76
einen eigenen Haltestromkreis. An den Kontaktfedern Tj schließt es an einer Stelle einen
über das Relais 73 verlaufenden Stromweg, während es an dem Kontakt 78 den Haltestromkreis
des Relais 60 schließt und durch seine untere Kontaktfeder 85 den über die Kontaktfedern 72 verlaufenden Besetztsignalstromweg
an die eine Leitungsader des Sprechstromkreises anlegt. Es ist ersichtlich, daß durch diese soeben geschilderte Schaltmaßnahme
die Relais 60 und 66 durch Haltestromkreise erregt werden und ein Besetztsignalstrom
an die Schleife des anrufenden Teilnehmers angelegt wird.
Wird nun angenommen, daß die gewünschte Leitung frei ist, so wird, nachdem
die Wahlstromstoßreihe beendet ist und das Relais 38 sowie Relais 60 zurückfällt, keine
Erregung des Relais 66 stattfinden. Dafür wird aber das Relais 52 erregt durch einen
Stromkreis, der von der Batterie über 52, Kontaktfedern 51, Ankerkontaktfedern 79,
Kontaktfedern 68, Kontaktfedern 80 nach der Erde verläuft. Das Relais 52 öffnet an den
Kontaktfedern 65 den über das Relais 60 führenden Stromweg und legt durch die Kontaktfedern
74 an den Prüfkontaktarm 49 Erde an. An den Kontaktfedern 46 und 54 öffnet das Relais 52 die über die Antriebsmagnete verlaufenden
Stromwege, während es durch die Kontaktfedern 81, 82 sowie die Kontaktfedern
83 die angerufene Leitung mit dem Lau te Stromkreis verbindet. Es fließt nun ein
Läutestrom von der Läutestrommaschine über die Kontakte des Läutestromunterbrechers R,
Kontaktfedern 84, 85, Kontaktfedern 86, Kontaktfedern 81, 82, Kontaktarm 48, Leitung
des angerufenen Teilnehmers, Wecker der angerufenen Station über die Rückleitung der
angerufenen Sprechstelle zum Sprechkontaktarm 47, Kontaktfedern 83, Kontaktfedern 87,
88, ol>ere Wicklung· des Läutestromabschalterelais 66 nach der Batterie. Sobald der angerufene
Teilnehmer seinen Hörer vom Haken abhebt, wird das Relais 66 in dem soeben geschilderten
Stromkreise erregt und trennt die Läutestrommaschine von der angerufenen Leitung ab unter gleichzeitiger Verbindung
der angerufenen Leitung mit dem dritten Relais 73. Das Relais 66 schließt gleichzeitig
einen eigenen Haltestromkreis, der über die Kontaktfedern 76 und 80 nach Erde verläuft
und verbindet durch seinen zweituntersten Ankerkontakt 78 die Haltestromleitung des
Relais z,2 mit Erde und, da dieses Relais in
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. diesem Haltestromkreis erregt bleibt, -wird
gleichzeitig über den Kontakt 74 sowie den Kontakt 59 an den Prüfkontaktarm Erde angelegt.
Das Brückenrelais 73 wird nun durch den über die Schleife des angerufenen Teilnehmers
verlaufenden Strom erregt und öffnet den Kontakt 79. Das Gespräch kann nun über die durch stark atisgezogene Linien
angedeutete Sprechleitung stattfinden. Nach Beendigung des Gesprächs wird die Auslösung
des Wählers folgendermaßen bewerkstelligt: Sobald der anrufende Teilnehmer seinen
Hörer anhängt, wird das Relais 25 aberregt und öffnet hierbei den Stromkreis des Yerzögerungsrelais
31, welches seinerseits aberregt wird und den Stromkreis des Auslösemagneten
5 schließt, der von Erde über die Kontaktfedern 26, 45, Kontaktfedern 39, 89, Kontaktfedern 50 und über den Magneten
5 nach der Batterie verläuft. Der Auslösemagnet 5 zieht einen Anker an und hebt die Schnecke 3 aus den Zähnen des
Schneckenrades 2 heraus, was deswegen möglich ist, weil die Schnecke 3- biegsam bzw.
federnd mit dem Anker der Antriebsmagnete verbunden ist, so daß sie durch den Anker 4
von dem Schneckenrad 2 zurückgebogen werden kann. Sobald die Schnecke von dem
Schneckenrad abgehoben ist, wird dieses durch die Spiralfeder 19 (Abb. 1) in die
Ruhestellung zurückgezogen, und sobald diese Stellung erreicht ist, legt sich der Anschlagarm
20 gegen die Kontaktfedern 50 und 51 und öffnet dabei den Stromkreis des Auslösemagneten
5. Eine weitere Folge der Erregung des Magneten 5 ist die Öffnung der Kontaktfedern
55 und 56 bzw. die Schließung der Kontaktfedern 55 und 57. Durch die Kontaktfedern
55 und 57 wird der Stromkreis des Antriebsmagneten 42 geschlossen, so daß in
dem Falle, daß der Anker auf halbem Wege zwischen zwei Kontaktsätzen des Kontaktfekles
hängengeblieben sein sollte, seine" Rückstellung in · die Ruhestellung gesichert
wird, so daß der erste bei der nächsten Leitungswahl abgegebene Stromstoß stets den
Magneten 41 zugeführt und die Bewegung der Kontaktarme um den ersten halben
Schritt veranlassen wird.
Im vorstehenden ist nun die Wirkungsweise des Wählers für solche Fälle beschrieben worden,
in denen nur "eine Stromstoßreihe abgegeben wird, um die Kontaktarme auf den
Kontaktsatz des gewünschten Teilnehmers einzustellen. Da mit den üblichen Numimernschaltern
gearbeitet werden soll und diese höchstens zehn Stromstöße auf einmal abgeben können, müssen besondere Vorkehrungen getroffen
werden, die eine Auswahl unter den Anschlüssen ermöglichen, deren Nummern über 10 liegen, da eine solche Auswahl mehr
! als eine einzige Einstellung des Nummern- : schalters bzw. Drehung der Nummernscheite
j erfordert. Zu diesem Zweck sind gewisse Kontakte des Kontaktfeldes (Abb. 6) in besonderer
Weise geschaltet, wie aus dem nachfolgenden hervorgeht.
Sollen die Kontaktanne des Wählers auf den zwölften Kontaktsatz, also auf die
Anschlußleitung Nr. 12 eingestellt werden, so werden zunächst zehn Wahlströmstöße abgegeben,
durch welche die Kontaktarme auf den in Abb. 6 mit ο bezeichneten zehnten Kontaktsatz
eingestellt werden. Dann werden die Kontaktarme des Wählers durch eine zweite zwei. Stromstöße enthaltende Wahlstromstoßreihe
um zwei Schritte über den Kontaktsatz ο hinausbewegt. Sollen die Kontaktarme auf den Kontaktsatz Nr. 22 eingestellt
werden, dann werden durch den Nummernschalter erst zwei WTahlstromstoßreihen
mit je zehn Stromstößen abgegeben, durch welche die Kontaktarme zunächst auf den
Kontaktsatz ο und dann auf den zwanzigsten Kontaktsatz 00 eingestellt werden. Dann
wird eine dritte Stromstoßreihe abgegeben, durch welche die Kontaktarme von dem zwanzigsten
Kontaktsatz 00 bis auf den zweiundzwanzigsten Kontaktsatz weitergedreht .werden.
In der Anfangsstellung stehen die Kontaktarme auf dem ersten Kontaktsatz links
(Abb. 6). Um eine Einstellung auf falsche Nummern zu verhindern, was beim Abheben
des Hörers durch einen von dem Hakenumschalter hervorgerufenen Stromstoß verursacht
werden könnte, ist der zweite Kontaktsatz, wie angedeutet, an die Besetztsignaleinrichtung
angeschlossen, so daß, wenn nur ein einziger Stromstoß abgegeben wird, die Kontaktarme
auf den zweiten Kontaktsatz I eingestellt werden und ein Besetztzeichenstrom auf die anrufende Leitung gelegt wird.
Da die Kontaktsätze ο und 00 nur als Ruhestellen für die Kontaktarme bei ihrer
Einstellung durch mehrere Stromstoßreihen dienen, muß dafür gesorgt werden, daß das
Relais 52 an diesen Ruhestellen keine Abschaltung der Antriebsmagnete 41, 42 vornimmt.
Aus diesem Grunde ist der eine Sprechkontakt jedes Kontaktsatzes ο und 00 mit einer
Erdverbindung versehen, wie durch den Kontakt 90 und den Widerstand 91 (Abb. 5) angedeutet
ist. Sobald die Kontaktarme also zwischen zwei Stromstoßreihen auf einen Kontaktsatz
ο oder 00 eingestellt werden und der Kontaktarm 48 einen» Kontakt 90 berührt,
wird ein Stromkreis geschlossen, der von der Erde über den Widerstand 91, Kontakt 90,
Kontaktarm 48, Kontaktfeder 81, Kontaktfedern 71, 92 und über die obere Wicklung
des Relais 73 nach der Batterie verläuft. Das Relais 73 wird dadurch erregt und öffnet den
Stromkreis des Relais 5.2 an den Kontaktfeder«
79, so daß keine Erregung dieses Relais und folglich keine öffnung des Stromkreises
der Antriebsmagnete an den Kontaktfedern
46 und 54 stattfinden kann. Sobald die nächstfolgende Wahlstromstoßreihe abgegelxMi
wird, wird der Stromkreis des Relais 73 natürlich wieder durch den Kontaktarm
48 unterbrochen. Enthält diese nächste Stromstoßreihe zehn Stromstöße, so werden
die Kontaktarme auf den Kontaktsatzoo eingestellt, und das Relais 73 wird erneut durch
einen über einen Widerstand 91 und den Kontaktarm 48 fließenden Strom erregt.
Es ist also ersichtlich, daß durch die Erfindung ein leistungsfähiges Schaltwerk geschaffen
ist, welches durch eine vermittels Stromstöße gesteuerte Antriebsvorrichtung angetrieben
wird, wol>ei die Antriebsvorrichtung zwei Magnete besitzt, die zwecks fortschreitender
Drehung einer Welle und schrittweiser Drehung eines Kontaktarmsatzes über eine Kontaktsatzreihe abwechselnd erregt werden,
und 'wol)ei die durch den Magnetanker Ixnvegten Antriebsorgane gleichzeitig zur
Festhaltung und Auslösung der Kontaktarme benutzt werden. Ih der Zeichnung ist nur
ein Ausführungsbeispiel des Wählers und seiner Schaltung gezeigt. Die Erfindung gibt
aber dom Fachmann die Möglichkeit, andere Avisführungsformen mit Leichtigkeit schaffen
zu können.
Claims (9)
- Patent-Ansprüche:i. Wähler mit abwechselnd wirkender, eine schrittweise Einstellhewegung der Kontaktarme herbeiführender Antriebsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung mit einem drehbaren Magnetanker versehen ist, der die einzustellenden Wählerglieder unter Vermittlung eines Übersetzungsgetriebes stets in einer Richtung antreibt.
- 2. Wähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung mit mehreren Polstücken (11, 12) sowie mit einem Anker (18) versehen ist, der durch die abwechselnd erregten Polstücke stets in einer Richtung angetrieben wird.
- 3. Wähler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktarme des Wählers durch ein Zahnradgetriebe (2) mit einer mit dem Anker (18) der Antriebsvorrichtung verbundenen Welle (3) gekuppelt sind.
- 4. Wähler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das ZahnradgetrielDe (2) als Schneckengetriebe ausgebildet ist.
- 5. Wähler nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende (15) der Welle (3) mit dem Anker (18) (1er Antriebsvorrichtung (6) und das andere Ende mit dem Anker eines Auslösemagneten (5) verbunden ist.
- 6. Wähler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktarme nach Gebrauch des Wahlers durch Herausheben der Schnecke aus dem gezahnten Rad (2) selbsttätig ausgelöst werden.
- 7. Wähler nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösemagnet (5) außer zur Auslösung der Kontaktarme auch zur Beeinflussung eines Umschalters (55, 56, 57) dient.
- 8. Wähler nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Stromstoßrelais (25), welches bei seiner Erregung den einen Magneten (42) der Antriebsvorrichtung (6) einschaltet und l>ei seiner Aberregung die Einschaltung des anderen Magneten (4) der Antriebsvorrichtung herlieiführt, wodurch die Kontaktarme (47 bis 49) weitergeschaltet werden.
- 9. Schaltungsanordnung für selbsttätige oder halbselbsttätige Fernsprechanlagen, gekennzeichnet durch Wähler der im Anspruch 1 oder in einem der Unteransprüche bezeichneten Art.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US259062A US1493254A (en) | 1918-10-21 | 1918-10-21 | Automatic telephone system |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE394932C true DE394932C (de) | 1924-05-13 |
Family
ID=22983342
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA33093D Expired DE394932C (de) | 1918-10-21 | 1920-03-04 | Waehler mit abwechselnd wirkender, eine schrittweise Einstellbewegung der Kontaktarme herbeifuehrender Antriebsvorrichtung |
| DEA33104D Expired DE398162C (de) | 1918-10-21 | 1920-03-07 | Selbsttaetiges Schaltwerk, insbesondere fuer Fernsprechanlagen |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA33104D Expired DE398162C (de) | 1918-10-21 | 1920-03-07 | Selbsttaetiges Schaltwerk, insbesondere fuer Fernsprechanlagen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1493254A (de) |
| DE (2) | DE394932C (de) |
-
1918
- 1918-10-21 US US259062A patent/US1493254A/en not_active Expired - Lifetime
-
1920
- 1920-03-04 DE DEA33093D patent/DE394932C/de not_active Expired
- 1920-03-07 DE DEA33104D patent/DE398162C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE398162C (de) | 1924-07-04 |
| US1493254A (en) | 1924-05-06 |
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