DE396800C - Einrichtung zur Selbsttaetigen Steuerung von Synchronmaschinen - Google Patents

Einrichtung zur Selbsttaetigen Steuerung von Synchronmaschinen

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DE396800C
DE396800C DEA40721D DEA0040721D DE396800C DE 396800 C DE396800 C DE 396800C DE A40721 D DEA40721 D DE A40721D DE A0040721 D DEA0040721 D DE A0040721D DE 396800 C DE396800 C DE 396800C
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    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02J—ELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00—Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/38—Arrangements for feeding a single network from two or more generators or sources in parallel; Arrangements for feeding already energised networks from additional generators or sources in parallel
    • H02J3/40—Synchronisation of generators for connection to a network or to another generator
    • H02J3/42—Synchronisation of generators for connection to a network or to another generator with automatic parallel connection when synchronisation is achieved

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description

  • Einrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Synchronmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Synchronmaschinen, wie solche insbesondere in selbsttätig gesteuerten Unterstationen I:enutzt werden. Sie bezweckt, die richtige Reihenfolge der einzelnen Schaltvorgänge unter allen vorkommenden Bedingungen zu gewährleisten. Inn besonderen wird das Feld (ler Maschine nach erfolgtem Anlauf erst dann mit Gleichstrom erregt, «-enn die Geschwindigkeit der Maschine einen bestimmten Wert erreicht hat, und es wird verhindert, daß die Steuerungseinrichtung 1n1 Sinne eines Wiederanlassens der Maschine in Tätigkeit tritt, wenn die Geschwindigkeit der Maschine oberhalb eitles bestimmten Wertes liegt. Auch erfolgt hierbei der Übergatrg von Anlaßspannung auf volle Spannung selbsttätig in Abhängigkeit vom Strom in der Feldwicklung.
  • In dem in der Abbildung dargestellten AusfiihrungsLeispiel bezeichnet 2 den Synchronmotor und 3 den Gleichstromgenerator eines Motorgenerators. Der feststehende Anker des Svllchronrnotors wird aus dem 'Wechselstromrtetz i gespeist. Um ihm beim Anlassen eine verringerte Spannung zuzuführen, ist ein Schütz q. vorgesehen, welches im erregten Zustand den Anker an die Sekundärklemmen eines Transformators 5 und dessen Primärklemmen an den Speisestromkreis i anschließt. Um dem Anker nach erfolgtem Alllauf volle Spannung aufzudrücken, ist das Schütz 6 vorgesehen, welches die Ankerwicklung unmittelbar mit dem Speisestromkreis i verbindet. Die rotierende Feldnragnetwicklung des Motors :2 ist l:ei abgeschaltetem Motorgenerator über die Schleifringe und die Kontakte 8 eines Schützes q mit einem Entladungswiderstand 7 verbunden. Die Feldwicklung des Motors wird bei Erregung der Spule io eines Schützes 9 an eine geeignete Gleichstromquelle angeschlossen, z. B. an den Generator 3. Der Synchronmotor gehört zu dein bekannten selbstanlaufenden Typ, welcher bei angeschaltetem Anker und urierregtem Feld als Asynchronrnotor anläuft. Ein solcher Motor kann bekanntlich unter normalen Bedingungen am besten in folgender Weise angelassen und auf Synchrorl,isrnus gebracht werden: Zunächst wird all den Anker ein ausreichender, aber nicht zu großer Bruchteil der Speisespannung angelegt und hierdurch ermöglicht, daß .die Maschine sieh beschleunigt und auf volle Geschwindigkeit kommt. Darin wird die Feldwicklung an die Erregerstronlquelle angeschlossen und, sowie das Feld eine bestimmte Stärke erreicht hat, die vorzugsweise zwischen 1/_ und 213 der erndgültigerl Feldstromstärke liegt, wird dein Anker die volle Spannung zugeführt, worauf man die Felderregung auf den normalen Wert steigen läßt. In dieser Weise wird gewöhnlich bei Handsteuerung verfahren.
  • Der Gleichstromgenerator 3 des Motorgenerators besitzt eine Nebenschlußfeldw.icklung i i, und in Reihe mit dieser liegt ein Widerstand 12. Der Anker des Generators kann durch irgendeine Schaltvorrichtung, wie z. B. das Schütz 14, mit dein Gleichstromverbrauchskreis 13 verbunden werden. Ein Te'1 des Widerstandes 12 kann durch einen Stromkreis kurzgeschlossen werden, welcher die Kontakte 15 eines Spannungsrelais io@, dessen Spule 17 in Nel#enschluß zu den Klenrnien des Gleichstranrgenerators geschaltet ist und die Kontakte 18 eines Schützes c) enthält, die bei urierregter Spule io des Schütze: geschlossen sind. Das Spannungsrelais 16 ist so entworfen, daß es seine Kontakte 15 erst öffnet, wenn die Spannung des Generators 3 oberhalb eines bestimmten Wertes gestiegen ist. Hierdurch wird gewährleistet, daß sich das Feld des Generators während des Anlaufs des Motorgenerators genügend schnell ausbildet. Die Abzweigung an dem Widerstand 12 ist so eingestellt, rlaß ein genügetr1er Teil des Widerstandes kurzgeschlossen wird, uni die Ausbildung der Generatorspamrung zu ixschleunigen, Lis sie einen bestimmten Prozentsatz,ihres normalen Wertes erreicht hat. Dann tritt (las Relais 16 in Tätigkeit und schaltet den gesamten Widerstand 12 in den Kreis der Neben schlußwicklung 11 ein, hierdurch verhütend, daß die Generatorspannung ihren normalen Wert überschreitet.
  • Zum Anlassen und Abstellen des Motorgenerators unter normalen Bedingungen dient der Handschalter 20, welcher beim Schließen denAnlauf 1u1#1 1 eins Üffnen die Abstellung des Satzes bewirkt. Beim Schließen des Schalters wird d;ie Spule 21 eines Meisterrelais 22 in den Steuerkreis 23 eingeschaltet, welcher aus irgendeiner Stromquelle gespeist wird, z. B. aus (lern Wechselstromnetz i. Der Erregerkreis der Spule 21 enthält auch die Kontakte: 24 eines Spannungsrelais 25, dessen Spule 21) parallel zu den Klemmen des Gleichstromgenerators3 geschaltet ist. In dieseln Erregerkreis liegen ferner auch die Kontakte der Schutzvorrichtungen, welche l ei automatischen Unterstationen gewöhnlich vorgesehe:r werden, tun zu Lew,irken, rlaß das Relais 22 nicht in Tätigkeit treten kann, außer wenn die gesamte Einrichtung in betriebsfähigem Zustand ist. Diese Schutzvorrichtungen sind in der Zeichnung zu deren Vereinfachung fortgelassen, da sie keinen wesentlichen Teil der Erfindung bilden. Doch sind Kontakte 2; und 28 eingezeichnet, um anzuzeigen, wo die Kontakte dieser Schutzvorrichtungen am besten angeordnet werden. Die Schutzvorrichtung 28 soll so entworfen sein, daß sie nur einen kleineren Strom als die Schutzvorrichtung 27 zu führen vermag.
  • Das Relais 25 ist so eingestellt, daß es seine Kontakte 2,4 öffnet und seine Kontakte 29 schließt, wenn die Spannung des Generators 3, die eine Funktion seiner Geschwindigkeit ist, sich bis zu einem bestimmten Wert ausgebildet hat, welcher oberhalb des zur Auslösung des Spannungsrelais 16 erforderlichen Wertes liegt. Vorzugsweise ist das Relais 25 so eingestellt, daß es seine Kontakte 24 erst öffnet, nachdem der Motor 2 die synchrone Geschwindigkeit erreicht hat. Durch die Öffnung der Kontakte 24 des Relais 25 wird die Spule 2r des Meisterrelais 22, wenn sie erregt «-ar, nicht aberregt, da durch die Hilfskontakte 3o des Meisterrelais 22, welche hei Erregung der Spule 21 geschlossen werden, ein Nebenschluß zu den Kontakten 24 hergestellt wird. Durch die Schließung der Kontakte 29 des Relais 25 wird die Spule to des Schützesq an den Steuerkreis23angeschlossen, so daß die Feldwicklung des Synchronmotors an die Klemmen des Generators 3 angeschlossen ist.
  • Eine andere Aufgabe des Relais 25 I-esteht darin, die unmittelbare Wiederschließung des Meisterrelais 22 zu verhüten, nachdem dieses aus irgendeiner Ursache geöffnet worden ist, z. B. wenn die Wechselströmspeisespannung stark gesunken und dann wieder auf dien normalen Wert gestiegen ,ist. Wenn dlie Spule 21 des Meisterrelais 22 aus irgendeiner Ursache genügend aberregt worden ist, so daß dieses seine Kontakte öffnet, dann kann sie nicht wieder erregt werden, als bis die Geschwindigkeit des Motorgeneratorsatzes auf einen solchen unternormalen Wert gesunken ist, daß die Generatorspannung genügend niedrig ist, um zu gestatten"daß das Relais 25 seine Kontakte 24 schließt. Daher vollziehen sich, wenn -die Meisterrelaisspule 2z durch Schließung der Kontakte 24 wieder' erregt «-orden ist, die Vorgänge für das Wiederanlasser in richtiger Weise. Vorzugsweise ist die Einrichtung so getroffen, daß der Punkt, l:ei welchem das Relais 25 abfällt, viel tiefer liegt als derjenige, tei welchem es anspringt, so -daß die Reihenfolge der Schaftvorgänge für das Wiederanlasser nicht eingeleitet wird, bevor nicht die Geschwindigkeit des Satzes unterhalb eines bestimmten, unternormalen Wertes gesunken ist.
  • Durch die Schließung der Hauptkontakte 32 des 3vIcisterrelais 22 wird die Spule 33 des Schützes .4 finit dein Steuerkreis a3 verbunden. Der Stromkreis der Spule 33 enthält auch -die Kontakte 35 eines Relais 36 und die Verriegelungskontakte 34 des Schützes 6 und kann auch die obererwähnten Kontakte 27 einer Schutzvorrichtung enthalten. Die Verriegelungskontakte 34 sind geschlossen, wenn die Spule 4o :des Schützes 6 aberregt ist. Daher kann das Schütz 4 nur bei= geöffnetem Schütz 6 geschlossen werden.
  • Das Relais 36 besitzt eine Spule 37, die bei geschlossenem Schütz 9 in Reihe mit der Feldwicklung des Motors 2 liegt. Das Relais 36 ist so entworfen, daß es nur bei vorausbestimmtem Wert,des Gleichstromes in Tätigkeit tritt, und zwar vorzugsweise bei einem unterhalb des normalen liegenden Werte. Wenn daher der Gleichstrom in der Motorfeldwicklung den voraushestimnmtenWert erreicht, dann öffnet das Relais 36 seine Kontakte 35 und schließt seine Kontakte 38. Durch die Öffnung :der Kontakte 35 wird die Spule 33 des Schützes 4. al:erregt und hierdurch die niedrige Anlaßspannung von der Ankerwicklung des Motors 2 abgeschaltet: Sowie das Schütz 4 sich öffnet und seine Kontakte 39 schließt, wird die Spule 4o des Schützes 6 in den Steuerkreis 23 eingeschaltet. Der Stromkreis der Spule 4o kann auch die Kontakte 27 der obererwähnten Schutzvorrichtung enthalten und enthält ferner die Hauptkontakte 32 des Meisterrelais 22 und die Kontakte 38 des Relais 36. Wegen der im Stromkreis der Spule 40 liegenden Kontakte 39 des Schützes 4 kann das Schütz 6 erst geschlossen werden, wenn das Schütz 4 geöffnet worden ist. Durch die Schließung des Schützes 6 wird die Ankerwicklung .des Synchronmotors unmittelbar an den Wechselstromspeisekreis r angeschlossen, so daß ihr .die volle Spannung aufgedrückt wird.
  • Der Stromkreis der Spule 43 des die Verbindung zwischen dem Generator 3 und dein Belastungskreis 13 überwachenden Schützes 14 kann über die Kontakte .44. eines Gleichstrom-Spannungsattsgleichsrelais 45, Kontakte 46 des Meisterrielais 22, Kontakte 47 eines polarisierten Relais 48 und Kontakte 49 des Schützes 6 an die Klemmen des Generators 3 angeschlossen werden.
  • Das Gleichstrom-Spannungsausgleichsrelais 45 ist ein Differentialrelais mit zwei einander entgegenwirkenden Spulen 5o und 51. Die Spule 5o ist an den Belastungskreis 13 angeschlossen, die Spule St über die bei nicht erregter Spule 43 beschlossenen Hilfskontakte 52 des Schützes 14 an die Klemmen des Generators 3. Wenn die Spannung des Generators diejenige des Belastungskreises 13 um einen bestimmten Betrag überwiegt, dann schließt das Relais '45 seine Kontakte 44. Um die Spule 43 des Schützes 14 nach Unterbrechung seiner Kontakte 52 erregt zu halten, sind an dein Schütz noch die Selbstspeisekontakte 55 vorgesehen, weiche bei erregter Spule 43 einen NeLenschluß zu den Kontakten 4-4 herstellt.
  • Die Kontakte 46 des Meisterrelais 22 sind geschlossen, wenn seine Spule 21 erregot ist. Die Spule 54 des polarisierten Relais 48 ist parallel zu den Klemmen des Generators 3 geschaltet; und zwar in solchem Sinne und so Leinessen, daß das Relais seine Kontakte 47 nur dann schließt, wenn die Gleichstromspannung des Generators einen bestimmten Wert erreicht und einen bestimmten Sinn hat. Dieses Relais verhütet also die Erregong der Spule 43, wenn die Ceneratorspannung sich im falschen Sinne ausbildet.
  • Die Kontakte 49 des Schützes 6 werden bei Erregung seiner Spule d0 geschlossen.. Der Generator 3 kann also an den Belastungskreis 13- mir dann angeschlossen werden, wenn das Meisterrelais 22 erregt ist, das Laufschütz 6 geschlossen ist und die Generatorspannung den richtigen Sinn hat und einen bestimmten Wert überschreitet.
  • Der Generator 3 kann in üblicher Weise finit Schutzvorrichtungen gegen Kurzschluß und Überlastung ausgerüstet sein.
  • Eine Ausrüstung der beschrieLenen Art soll vorzugsweise so geschützt sein, daß, wenn einer in der Reihenfolge der Schaltvorgänge versagt und die Maschinen in einer die Sicherheit gefährdenden Weise weiterlaufen oder erregt bleiben, diese Fehler selbsttätig aufgedeckt und alle erforderlichen Starkstromkreise zum Schutze der Maschinen gegen Beschädigungen geöffnet werden. Bei der beschriebenen Ausrüstung bestehen die einzig möglichen ernsten Gefahrfälle entweder darin, daß sich das Motorfeld nicht aufraut, in welchem Falle die Schließung des Schützes 6 verhindert wird, oder daß das Schütz q. beim öffnen versagt, obgleich das Fell des Motors sich in richtiger Weise ausgebildet hat. In jedem dieser beiden Fälle läuft der Motor :2 weiter und bleibt an den Anlaßtransforinator 5 angeschlossen.
  • Diesem Zweck können verschiedene bekannte Schutzeinrichtungen dienen. Ein l:esonders geeignetes Mittel besteht in einen, auf Temperaturerhöhung aiisprechendeti Relais, welches einen der Kontakte 27 oder 28 betätigt, die dann von Hand wieder eingelegt werden müssen. Dieses Relais ist dein Einfluß der Erwärmung des Transformators 5 unterworfen, vorzugsweise durch Berührung mit dessen Spulen oder Eisenkern. Bleibt der Motor 2 unzulässig lange an den Transformator angeschlossen, dann bringt dessen Erwärmung das temperaturempfindliche Reiais zum Ansprechen, wodurch die Spule 21 das Meisterrelais 22 al:er regt und der ganze Satz in der ini nachfolgenden beschriel-.enen Weise abgestellt wird.
  • Die Wirkungsweise der dargestellten Ausrüstung ist folgende: Wenn der Motorgenerator abgestellt und alle -Apparate in l:etrie:;sfähigein Zustand sind, dann l:efinden sich diese in dein in (leg Zeichnung dargestellten Schaltzustand. Uni den Motorgenerator in Gang zu setzen, wird (leg Schalter 2o geschlossen und liier(itircli die Spule 21 des lleistrrrelttis 22 erregt. Die t-I:itiptkoitaktc Ales letzteren schließen sich tind schalten die Sptile 33 Scliiitzes 4 ein. %vo.lurcli der Ankerwicklung des Syncbronniotors 2 eine Teilspannung aufgedrückt wird. Der Motor läuft dann als Induktionsmotor an, und mit wachsender Geschwindigkeit baut sich die Spannung des Generators 3 auf. Wenn diese einen vorausbestimmten Wert erreicht hat, tritt das Spannungsrelais 16 in Tätigkeit und hebt den Kurzschluß auf einen Teil des Widerstandes 12 auf, so (Saß sich dann die Generatorspannung nicht zu schnell ausbildet und nicht über ihren normalen Wert anwächst. Wenn der Motor auf svnclirone Geschwindigkeit gekommen und die Generatorspannung auf einen vorausbestimmten Wert gestiegen 'ist, spricht das Spannungsrelais 25 an, öffnet seine Kontakte 2d. und schließt seine Kontakte29. Durch die Öffnung der Kontakte 2d. wird die Spule 2i des Meisterrelais 22 nicht aberregt, da dessen Selbstspeisekontakte 30 vorher geschlossen worden sind. Durch die Schließung der Kontakte 29 des Relais 25 wird die Spule io des Schützes 9 erregt und die Feldwicklung des Motors an den Generator 3 angeschlossen. Wenn der Gleichstrom in der Feldwicklung bis zu einem bestimmten Wert angewachsen ist, tritt das Relais 36 in Tätigkeit, öffnet seine Kontakte 35 und schließt seine Kontakte 38. Durch die Öffnung der Kontakte 35 wird die Spule 33 des Schützes d. aberregt und dadurch die Teilspannung von der Ankerwickhing des Motors abgeschaltet. Sowie hierbei die Verriegelungskontakte 39 des Schützes q. geschlossen werden, wird der Stromkreis für die Spule d.o des Schützes 6 wieder vervollständigt, welcher üLer die Kontakte 27 der Schutzvorrichtung, die Hauptkontakte 32 des Meisterrelais 22 und die Kontakte 38 des Relais 36 führt. Das Schütz 6 wird geschlossen und dadurch die Ankerwicklung des Motors 2 an die volle Spannung des Speisestromkreises i gelegt.
  • Bekanntlich kann bei einem Synchrotnnotor der plötzliche Übergang von Teilspannung auf volle Spannung im Feldkreis vorübergehende Störungen verursachen. Der Feldstrom kann hierdurch für einen Bruchteil einer Sekunde l;is auf Null verringert werden. Da nun bei dein heschriehenen selbsttätigen Anlaßverfahren einer der Teilschritte auf dein Ansprechen des Relais 36 auf das Anwachsen des Motorfeldstromes herulit, so hat die obenerwähnte voriil:ergehende SK@rung das Bestreben, die Kontinuität der Schaltvorgänge zu unterbrechen. Urin diese Schwierigkeit in einfachster Weise zu ül;erwinden, soll das Relais 36 vorzugsweise in bekannter Weise so gebaut sein, daß e; bei der Aberregung nur mit V erzdgerung abfällt, so daß (las Relais seihe Kontakte während einer vorül.ei-gelien@ie!i Stört;n- (fier 1 eschriel-enen Arttsdii@@;:rii hält. Zu dicsein Zwecke kann ein Leiter von niedrigem Widerstand dienen, welcher durch Induktion Änderungen des magnetischen Kraftflusses des Relais verzögert.
  • Sowie die Spannung des Gleichstromgenerator s 3 die Spannung des Belastungskreises 13 um einen bestimmten Betrag überwiegt, schließt das Gleichstrom-Spannungsausgleichsrelais 45 seine Kontakte 44. Ist ferner die Polarität des Generators richtig, so schließt das polarisierte Relais 48 seine Kontakte 47, sowie die Generatorspannung einen vorausbestimmten Wert übersteigt. Es wird daher, wenn die Generatorspannung oberhalb des vorausbestimmten Wertes liegt und die richtige Polarität besitzt sowie das Schütz 6 seine Kontakte 49 schließt, der Stromkreis für die Spule 43 des Schützes 14 vervollständigt. Durch die Schließung der Selbstspeisekontakte 55 des Schützes 14 wird ein Festhaltestromkreis für die Spule 43 unabhängig von den Kontakten 44 des Relais 45 geschlossen, so @daß die Spule 43 nicht aberregt wird, wenn das Relais 45 infolge der Unterbrechung des Stromkreises der Spule 51 an den Kontakten 52 seine Kontakte 44 öffnet.
  • Der Motorgenerator ist nun im Betrieb, und der Generator 3 übernimmt einen Teil der Belastung des Kreises 13.
  • Um den Motorgenerator unter normalen Verhältnissen abzustellen, wird,der Schalter 2o geöffnet, wodurch das Meisterrelais 22 abfällt und seine Kontakte 30, 32 und 46 unterbricht. Infolge der Unterbrechung des Hauptkontaktes 32 wird die Spule 40 des Satzes wieder aberregt, diese öffnet sich und unterbricht die Verbindung des 2-Iotors mit dem Speisestromkreis 1. Infolge der Öffnung der Kontakte 46 wird die Spule 43 des Schützes 14 aLerregt, so daß der Generator 3 vorn Belastungskreis 13 abgeschaltet wird. Sowie die Geschwindigkeit des Motorgenerators unterhalb eines vorausbestimmten, unternormalen Wertes gesunken -ist, öffnet das Spannungsrelais 25 seine Kontakte 29, wodurch die Spule 1o des Schützes q aberregt wird, und schließt seine Kontakte 24. Durch das Abfallen des Schützes 9 wird die Verbindung zwischen der Feldwicklung des Motors und dem Generator 3 unterbrochen und der Widerstand 7 an die Feldklemmen angeschlossen. Ferner wird durch das Abfallen des Schützes 9 auch die Spule 37 des Relais 36 aberregt, so daß dieses seine unteren Kontakte 35 schließt. Wenn die Geschwindigkeit des Satzes noch weiter gesunken ist, schließt das Relais 16 seine Kontakte 15, wodurch ein Teil des Widerstandes 12 kurzgeschlossen wird. Der Motorgenerator ist nun vollständig abgeschaltet.
  • Die Abschaltung des Motorgenerators kann auch durch eine der Schutzvorrichtungen mit den Kontakten 27 bzw. 28 im Stromkreis der Spule 21 des Meisterrelais 22 herbeigeführt werden. Von dem Augenblick der Unterbrechung des Kreises dieser Spule an verlaufen die einzelnen Vorgänge wie im früheren Falle der Abstellung von Hand. Wenn je- doch der abnormale Zustand, der die Abstellung herbeiführt, vorübergehender Natur ist, dann sind die Vorgänge zwar wieder dieselLen, sowie aber die Geschwindigkeit des Satzes genügend gesunken ist, um das Spannungsrelais 25 zu' veranlassen, daß es seine Kontakte 24 schließt, wird das Meisterrelais 22 wieder erregt, und es tritt daher selbsttätig ein erneutes Anlassen ein.
  • ZVenn der Feldstrom des Motors nach erfolgtem Anlassen ausbleibt, wird das Relais 36 aberregt und öffnet seine Kontakte 38, so daß das Schütz 6 abfällt und seine Kontakte 35 schließt, worauf das Schütz 4 geschlossen wird. Wenn das Schütz 4 während einer bestimmten Zeitdauer geschlossen geblieben ist, dann spricht das mit dem Transformator 5 verbundene temperaturempfindliche Relais an und unterbricht den Stromkreis der Spule 2,1 des Meisterrelais 22, so daß der Satz in der oben beschriebenen Weise abgestellt wird. Das Relais 36 hat daher nicht nur die AufgaLe, den Anschluß der Ankerwicklung des Motors an Teilspannung und volle Spannung während des Anlasseis zu überwachen, sondern auch die, die Abstellung des Satzes im Falle des Ausbleibens des Feldstromes des Mbtors nach erfolgtem - Anlassen herbeizuführen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Einrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Synchronmaschinen, insbesondere von Unterstationen, dadurch gekennzeichnet, daß das selbsttätige Fortschreiten der Steuerung bis zum Anschluß der Maschine an die volle Netzspannung in Abhängigkeit von ihrer Geschwindigkeit bzw. der Spannung eines mit ihr gekuppelten Gleichstromgenerators sowie in Abhängigkeit von der Stärke des Feldstromes der Maschine gebracht ist.
DEA40721D 1922-09-15 1923-09-15 Einrichtung zur Selbsttaetigen Steuerung von Synchronmaschinen Expired DE396800C (de)

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DEA40721D Expired DE396800C (de) 1922-09-15 1923-09-15 Einrichtung zur Selbsttaetigen Steuerung von Synchronmaschinen

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