DE399028C - Mahlvorrichtung mit Anwendung des Magnetismus als Druckkraft fuer die Zerkleinerung - Google Patents

Mahlvorrichtung mit Anwendung des Magnetismus als Druckkraft fuer die Zerkleinerung

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DE399028C
DE399028C DEU7828D DEU0007828D DE399028C DE 399028 C DE399028 C DE 399028C DE U7828 D DEU7828 D DE U7828D DE U0007828 D DEU0007828 D DE U0007828D DE 399028 C DE399028 C DE 399028C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28Details
    • B02C4/32Adjusting, applying pressure to, or controlling the distance between, milling members

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

Die Abb. 1 und 2 stellen eine Walzenmühle in der Ansicht und im Grundriß dar, die mit magnetisierten Arbeitsflächen nach dem in dem Hauptpatent 399027 beschriebenen Verfahren arbeitet. Die Walze 1 ist mit zwei Walzenballen 2 und 3 versehen, zwischen denen die mit der Walze sich drehende Magnetspule 4 angeordnet ist, so daß diese beiden Walzenballen die beiden Pole
to eines Elektromagneten bilden. Als Anker für letzteren dient die Gegenwalze 5, die der ersteren entsprechend gestaltet sein kann. Zwischen den Ballen der Gegenwalze kann ebenfalls eine Magnetspule angeordnet sein, doch ist das nicht unbedingt erforderlich, sondern nur in dem Falle zweckmäßig, wenn aus irgendwelchem Grunde die zur Magnetisierung erforderliche Anzahl der Wickelungen nicht zwischen den Ballen der Walze 1 allein vorteilhaft untergebracht werden kann. Die Magnetspule 1 wird durch den Schutzring 6 gegen Beschädigung geschützt. Der Strom wird ihr durch die Bürsten 7 und 8 und die Schleifringe 9 und 10 zugeführt. Die Mantel • flächen der Walzenballen dienen als Mahlflächen, zwischen die das Gut aufgegeben j wird. Die beiden magnetisch erregten oder j magnetisch induzierten Walzen ziehen sich gegenseitig an, so daß der erforderliche Arj beitsdruck durch diese magnetische Anziehung erzeugt wird. Das hat gegenüber gewöhnlichen Walzenmühlen den Vorteil, daß der Arbeitsdruck nicht auf die Walzenlager übertragen wird. Letztere haben daher hier nur das Walzengewicht aufzunehmen.
Beim Vermählen von ganz oder teilweise magnetisierbarem Gut kommt noch der Vorteil hinzu, daß das magnetische Arbeitsgut von den Walzen angezogen wird und daher zur Vergrößerung der Walzenreibung beiträgt. Man erhält daher hier bei gleichem Walzendurchmesser einen stärkeren Einzug als bei gewöhnlichen Mahlwalzen, bei denen die Stärke des Einzugs nur mit dem Walzen-
durchmesser wächst. Zum Vermählen von magnetisierbarem Gut kann man also hier kleinere, und darum leichtere und billigere Walzen anwenden als bei gewöhnlichen WaI-zenmühlen.
Die magnetisierten Walzen bringen aber noch einen weiteren Vorteil mit sich. Während bei gewöhnlichen Walzen sich nach und nach ringförmige Riefen bilden, die sich im Laufe ίο der Zeit immer mehr vertiefen, so daß ein häufiges Nacharbeiten der Walzen erforderlich ist, konzentrieren sich gemäß der Erfindung gerade in den zwischen solchen Riefen stehenbleibenden Erhöhungen der magnetisierten Walzen die Kraftlinien. Das hat zur Folge, daß gerade diese Erhöhungen sich sofort wieder gegenseitig abarbeiten. Dadurch wird die etwa eintretende Riefenbildung sofort wieder aufgehoben. Es tritt also bei solchen magnetisierbaren Walzen ein gleichmäßigeres gegenseitiges Abnutzen der Mahlflächen ein als bei gewöhnlichen Walzen.
Einen weiteren Vorteil bieten diese magnetisierbaren Walzen dadurch, daß die Walzenballen durch den Magnetismus auf dem Walzenkörper sowohl gegen Verdrehung als auch gegen Verschiebung festgehalten werden. Sie bedürfen also keiner die Kraftübertragung herbeiführenden Befestigungsmittel auf dem Walzenkörper.
Nötigenfalls kann man den Arbeitsdruck auch noch durch mechanische Mittel vergrößern.
Man kann auch die auf der Walzenachse befestigte Wickelung feststehen und die magnetisierten Walzenballen auf der Achse sich drehen lassen. Ein solches Beispiel ist in Abb. 3 dargestellt. Hier ist 11 die feststehende Wickelung, und 12 und 13 sind die | beiden magnetisierten Walzenballen, die sich auf der ebenfalls feststehenden Walzenachse 14 drehen. Die Gegenwalze 15 kann entweder von gleicher Bauart sein wie die Gegenwalze Abb. 2, oder sie kann auch mit besonderer, entweder feststehender oder sich | mitdrehender Wickelung versehen sein. Der | Walzenballen 13 wird durch die Riem- i scheibe 16 angetrieben. Durch den Magnetis- j mus wird die Drehung auf die Gegenwalze 15 g0 und den Walzenballen 12 übertragen. Zur Erregung der Mahlwalze kann die Wickelung | anstatt zwischen den Walzenballen auch außerhalb derselben angeordnet werden.
In Abb. 4 ist eine Anordnung schema- | tisch dargestellt, bei der gegen eine magnetisch erregte Walze 17 mehrere magnetisch induzierte oder magnetisch erregte Walzen i83 19, 20 laufen. Dadurch wird erreicht, daß das Mahlgut mehrere Mahlstellen nacheinander durchläuft. Durch Wahl verschieden großer Querschnitte der Gegenwalzen oder dadurch, daß man nur die Gegenwalzen, und zwar verschieden stark, erregt, läßt sich ein untereinander verschieden starker Druck in den einzelnen Mahlstellen erreichen. Auch bei der Anordnung nach Abb. 3 kann der Arbeitsdruck in den einzelnen Mahlstellen durch mechanische Mittel unterstützt werden. Man kann auch vor der ersten Mahlstelle ein an sich bekanntes Magnetfeld zur Absonderung von Eisenteilen aus dem Mahlgut anordnen, das hier durch eine der magnetisierten Mahlwalzen erregt werden kann, oder eine besondere Erregung vorgesehen wird.
In manchen Fällen genügt es auch, die beiden Walzen mit nur je einer Mahlrläche zu versehen und derart anzuordnen, daß je zwei Walzen ein Polpaar bilden.
Man kann auch mehrere Walzen mit je einer oder je zwei oder mehreren Mahlflächen untereinander anordnen, wobei das Gut aus einer Mahlstelle der darunter befindlichen zuläuft, und dabei die Walzen so magnetisieren, daß die untereinander angeordneten Walzenballen Wechselpole bilden.
Ebenfalls kann man auch nach Art der bekannten Ringmühle die eine Walze als Hohlwalze oder Ring ausbilden und innerhalb derselben eine oder mehrere magnetisch erregte oder induzierte Mahlwalzen anbringen.
Anstatt daß sich der Ring dreht, kann man ihn auch nach Art der Pendelmühle fest anordnen und die induzierten Walzen in dem feststehenden Ring abrollen lassen.
Ebenso kann der Mahlring horizontal festgelagert werden und auf demselben sich die Walzen nach Art der Kollergänge im Kreise fortschreitend bewegen, wobei es gleich ist, ob der Mahlring oder die Walzen magnetisch erregt werden. Auch kann sich der Mahlring drehen, die W'alzen ortsfest drehbar gelagert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Mahlvorrichtung mit Anwendung des Magnetismus als Druckkraft für die Zerkleinerung zur Ausübung des Verfahrens nach Patent 399027, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere magnetisierbare oder magnetisch induzierte Arbeitsflächen oder Träger der Arbeitsflächen angeordnet sind und daß je zwei zusammenarbeitende Arbeitsflächen oder deren Träger ein Polpaar bilden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEU7828D 1922-06-03 1922-06-03 Mahlvorrichtung mit Anwendung des Magnetismus als Druckkraft fuer die Zerkleinerung Expired DE399028C (de)

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