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Retortenverschluß. Die Erfindung betrifft Verschlüsse für Retorten,
insbesondere für das untere Ende von senkrecht oder geneigt stehenden Retorten zur
trockenen Destillation fester, kohlehaltigerStoffe. Sie bezweckt, tnittes einer
Tür, die leicht und rasch geöffnet und ,geschlossen werden kann, ohne Anwendung
von Bolzen o. dgl. Mitteln, die zwecks Offnens oder . Schließens gelöst oder befestigt
werden müssen, einen vollkommen gasdichten Verschluß zu erzielen.
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Gemäß der Erfindung hat die Verschlußtür eine Wand in Form eines Zylindeymantelabschnittes
und zwei einander gegenüberliegende Seitenwände in Form eines Kreisausschnittes,
deren Achse oder Mittelpunkte mit der Drehachse der Tür zusammenfallen, und zwar
ist die zylindrische Wand so angebracht, daß sie durch teilweise Drehung .der Tür
aus der Stellung, in der sie das untere Ende der. Retorte verschließt, in einen
seitlichen Teil eines an das Retortenende angeschlossenen und die Tür einschließenden
Gehäuses zurückgezogen werd-jn kann, wobei das Retortenen,
de geöffnet
wird. Das Gehäuse hat ebenfalls eine Wand in Form eines Zylindermantelabschnittes
und zwei Seitenwände in Form eines Kreisausschnittes, deren Achse oder 'Mittel mit
der Türachse zusammenfallen; zweckmäßig hat es die Form eines Halbzylinders, wobei
die beiden Unterkanten der Mantelwand und die Unterkanten .der beiden Seitenwände
in einer Ebene liegen, und ist es tn.it diesen Kanten, also mit seinem offenen Unterteil,
in einen offenen schalenförmigen Behälter eingesetzt, so .daß es durch darin befindliche
Flüssigkeit o. dgl. luftdicht verschlossen wird.
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Auf der Zeichnung .ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar durch Abb. i im senkrechten Schnitt, durch Abb. a im Grundriß
und durch Abb. 3 im Seitenaufriß.
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Der Verschluß besteht aus einer Tür a, einem Gehäuse b und einer Schale
c. Das Gehäuse hat eine halbzylindrische Mantelwand b3 mit zwei einander gegenüberliegenden
Flanschen b1, an denen die beiden Seitenwände b2 angenietet oder in anderer Weise
befestigt sind. Das Gehäuse b ist mit seinem unteren offenen Ende in die Schale
c eingesetzt, die bis über die Ebene der Unterkanten der Gehäusewände b2 und b3
hinaus mit Wasser oder anderer Flüssigkeit gefüllt wird. Alle drei Teile
a, b
und c können beispielsweise aus Blech gefertigt sein.
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Die Tür a besteht aus einer Mantelwand a1 in Form eines Zylinderabschnittes,
z. B. Viertelzylinders, zwei einander geL-enül)erliegenden parallelen Seitenwänden
a2 in Form eines Kreisausschnittes, z. B. Halbkreises, und einer radial zu den Wänden
a1 und a2 stehenden Wand a3, die mit denselben aus einem Stück bestehen oder in
geeigneter Weise fest verbunden sein kann. Die Tür ist z. B. mit der Wand a3 an
Armen d befestigt, die auf der Drehachse c sitzen oder mit derselben aus einem Stück
bestehen. Diese ist in geeigneten Lagern oder Stopfbüchsen an den Längswänden der
Schale c gleichachsig zu den Tür-und Gehäusewänden gelagert. Das eine Ende der Achse
e ist mit einem Vierkant versehen; auf diesep kann ein Handrad oder eine Kurbel
aufgesteckt werden, mittels dem oder der die Tür a um 9o° gedreht, also aus der
in AN). i durch ausgezogene Linien dargestellten Schlußstellung in die darin
durch unterbrochene Linien angedeutete Offenstellung cxler umgekehrt bewegt und
so die Retorte f, a ti deren unteres Ende das Gehäuse b angeschlossen ist, geöffnet
oder verschlossen werden kann.
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Die halbzylindrische Mantelwand b3 des Gehäuses b hat auf der einen
Seite eine kreisrunde Öffnung und einen sich oben an diese anschließenden Rohrstutzen
b4 von gleicher Form und Weite wie das untere Ende der Retorte f und einen Flansch
b5 zur Verbindung mit demselben. Unter der Wand b3 steht dem Stutzen b' ein Stutzen
c= von gleicher Form und Weite gleichachsig gegenüber, der sich an eine kreisrunde
Öffnung im Boden der Schale c anschließt und aus einem Stück mit dieser bestehen
oder an derselben befestigt sein kann. Die Oberkante dieses Stutzens verläuft in
einer Zylinderfläche, deren Achse ebenfalls mit der Drehachse der Tür zusamnnenfält.
Zwischen dem Stutzen c2 und der Mantelwand b3 sowie den Seitenwänden b2 des Gehäuses
b befindet sich genügender Spielraum zur freien Bewegung der Mantelwand a1 und der
Seitenwände a= der Tür a beim Öffnen und Schließen der letzteren.
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Bei der Schließstellung der Tür a tauchen deren (fände a1, a= und
a3 mit ihren in einer wagerechten Ebene liegenden Unterkanten ebenso wie die Wände
b1 und b2 des Gehäuses b in die in der Schale c befindliche Flüssigkeit ein, so
claß das untere Ende der Retorte f gasdicht verschlossen ist, während bei der Offenstellung
der Tür der Durchgang durch die Stutzen hl und c2 frei ist, so daß die Beschickung
durch diese aus der Retorte fallen kann.
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Das Gehäuse b kann durch geeignete 'Mittel in der aus Abb. i ersichtlichen
Stellung festgehalten werden, bei der sich die Unterkanten seiner Wände h- und b3
in gewissem Abstand vom Boden der Schale c befinden.