DE400068C - Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Luftstickstoff - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Luftstickstoff

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DE400068C
DE400068C DEN22514D DEN0022514D DE400068C DE 400068 C DE400068 C DE 400068C DE N22514 D DEN22514 D DE N22514D DE N0022514 D DEN0022514 D DE N0022514D DE 400068 C DE400068 C DE 400068C
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    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Luftstickstoff. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus dem Luftstickstoff und besteht im wesentlichen darin, daß ein Luftstrom, der vorgewärmt sein kann, durch einen geschlossenen Ofen geschickt wird, der ein Gemenge von Kohle mit wasserhaltigem Aluminiumsilikat (Ton) in Gegenwart von Wasser (Feuchtigkeit) enthält. Das Gemenge von Kohle und Ton werden bis zu einer Temperatur erhitzt, bei der Ammoniak entsteht und die über dem Punkt -liegt, bei welcher der Wassergehalt des Tons ausgetrieben wird. Es hat sich herausgestellt, daß Temperaturen zwischen ¢6o° C und iooo° C günstige Ergebnisse liefern. Wie die erforderliche Wassermenge zugeführt wird, ist unwesentlich. Das Wasser kann z. B. in Form eines feuchten Luftstroms zugeführt oder aus dem verwendeten Ton, der meistens mehr oder weniger wasserhaltig ist, genommen oder ihm zugesetzt werden.
  • Die bei der Einwirkung von Luft, Hitze und Wasser auf das Ton-Kohle-Gemisch entstehenden Dämpfe werden zur Gewinnung ihres Ammoniakgehaltes durch einen Kondensator geleitet.
  • Das Verfahren kann beispielsweise wie folgt ausgeführt werden. Ein Gemisch von Ton und Gaskohle, welches durch Zusatz von Wasser bildsam gemacht worden ist, wird zu Kugeln oder Rollen geformt und in die= ser Form in einen elektrischen Ofen, z. B. eine eiserne, von einer Heizspirale umgebene, in Isoliermaterial eingebettete Büchse mit Zu- und Ableitung für die Gase, eingebracht und auf i ooo° C erhitzt. Vom Beginn des Heizens bis zur Erreichung der Höchsttemperatur wird vorgewärmte Luft durch den Ofen geschickt und die mit Wasser- und Ammoniakdämpfen beladene Luft durch einen Kondensator geleitet.
  • Zur Verwendung bei dem vorliegenden Verfahren hat sich Bentonit als besonders geeignet erwiesen. Es ist dies ein Ton, der aus vulkanischer Asche entstanden und dessen mineralischer Hauptbestandteil Leverrierit ist. Im Band 7, Nr. 8, Seiten 2o8 bis a 14 des jöurnal of the Washington Academy of Science heißt es in einem »Leverrierit aus Coloradocc betitelten Artikel von E. S. Lerson und Edgar T. Wherry: »Das Mineral Leverrierit quillt in Wasser auf und geht in eine teigige Masse über. Es ist ausgesprochen kristallinisch und in Platten. Es ist weich, spaltbar und tonartig. Es hat einen Brechungsexponent R von ungefähr 457, eine Doppelbrechung von unge"ähr o,oa, einen sehr kleinen achsialeri Winkel und ist in der Beschaffenheit optisch negativ. Die Halbierungslinie ist zu den Platten genau normal.« 10 An Stelle des Bentonit können. natürlich auch andere zweckentsprechende Tone und kohlenstoffhaltige Mineralien verwendet werden, wie Koalin oder irgendein anderes Aluminiumsilikat, das aufgesogenes Wasser oder einen natürlichen Wassergehalt (Kristall-Wasser) hat, der nicht unter 2oo° C ausgetrieben werden kann. Als kohlenstoffhaltiges Material eignet sich z. B. pulver- oder körnerförmige Holzkohle, zerkleinerter Koks, amorpher Graphit.
  • Man weiß zwar, daß bei Einwirkung von Stickstoff oder stickstoffhaltigen Gasgemengen auf ein Ton-Kohle-Gemisch Nitrid (amerikanische Patentschrift 987408) entsteht und daß dieses Nitrid durch Wasser oder Wasserdampf unter Ammoniakbildung zersetzt wird; allein die Bildungstemperatur des Nitrids liegt sehr hoch (2ooo° C nach der schweizerischen Patentschrift 48470) und die Zersetzung des Nitrids mit Wasser oder Wasserdampf ist verhältnismäßig schwierig und langwierig. Diese Übelstände stellen sich bei dem Verfahren gemäß der Erfindung nicht ein.

Claims (2)

  1. PATRNT-ANSPRÜCHR: i. Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Luftstickstoff, dadurch gekennzeichnet, daß Aluminiumsilikat z. B. Ton im Gemisch mit Kohle in Gegenwart von Wasser und Luft auf eine Temperatur, die über der Entwässerungstemperatur des Aluminiumsilikates liegt, zweckmäßig zwischen q.6o° und iooo° C erhitzt wird und die entweichenden Dämpfe kondensiert werden. `
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das erforderliche Wasser dein Luftstrom beigemengt wird.
DEN22514D 1922-11-16 1923-10-16 Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Luftstickstoff Expired DE400068C (de)

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